Grundwasser – Zeitschrift der Fachsektion Hydrogeologie (2015) 20:225–240 DOI 10.1007/s00767-015-0298-4
Nachrichten
Hydrogeologische Notizen
Eingang des Beitrages: 22.7.2015 / Eingang des überarbeiteten Beitrages: 24.7.2015 © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015
Grundwasser in eigener Sache
Fachsektion Hydrogeologie (FH-DGGV)
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Beiträge zu kürzen oder redaktionell zu verändern.
Fortbildungsveranstaltung der FH-DGGV: „Brunnen – Planung und hydraulische Bemessung“, 9.–10. November 2015 in Bad Soden-Salmünster In Deutschland werden ca. 75 % des für die öffentliche Wasserversorgung benötigten Wassers durch Brunnen gefördert. Auch Industrie, Landwirtschaft, Bergbau und Bauwirtschaft betreiben zahlreiche Brunnen. In diesem Kurs lernt der Teilnehmer die Grundzüge der Brunnenhydraulik kennen und erfährt Schritt für Schritt, wie die Geometrie und die Auslegung der einzelnen Komponenten des Brunnens seine Hydraulik beeinflussen. Dazu werden die klassischen Untersuchungsverfahren vorgestellt, mit der die Leistung von Brunnen bestimmt werden kann. Eine praktische Projektierungsaufgabe rundet den Kurs ab. Die Referenten verfügen über langjährige Erfahrungen aus Forschung und Praxis zu den o. g. Themen. Der Kurs richtet sich an Teilnehmer aus Ingenieurbüros, Brunnenbaufirmen und Wasserversorgungsunternehmen, die mit der Planung und Dimensionierung von Brunnen beschäftigt sind.
Redaktionsschluss für Beiträge zu den Nachrichten Liebe Kollegen und Kolleginnen, im Nachrichtenteil von Grundwasser bieten wir aktuelle und für einen großen Leserkreis interessante Mitteilungen. Damit das auch weiterhin so bleibt, freuen wir uns auch auf Ihre Beiträge. Sie können zu allen Rubriken unseres Nachrichtenteils Beiträge einreichen. Damit wir Ihre Beiträge auch zeitnah drucken können, beachten Sie bitte unsere Termine zum Redaktionsschluss: ●● ●● ●● ●●
Heft 4/2015: 20.09.2015 Heft 1/2016: 20.12.2015 Heft 2/2016: 20.03.2016 Heft 3/2016: 20.06.2016
Ihre Beiträge senden Sie bitte an folgende Adresse: Patricia Schüll, E-Mail: p.schuell@ gmx.de Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Die Redaktion
Referenten Dr. Georg Houben, Dipl.-Geol., Arbeitsbereichsleiter an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für Grundwasserbeschaffenheit und -schutz, Studium
an der RWTH Aachen und University of Hawaii at Manoa, Promotion an der RWTH Aachen. Lehrbeauftragter an der Leibniz-Universität Hannover; zahlreiche Forschungsprojekte im In- und Ausland zu Fragen der Wasserbeschaffenheit und des Grundwasserschutzes. Prof. Dr. habil. Christoph Treskatis, Hydrogeologe, Studium und Dissertation an der RWTH Aachen, Habilitation an der TU Darmstadt für das Fachgebiet Grundwasserbewirtschaftung am Fachbereich Bauingenieurwesen, Abteilungsleiter Wassergewinnung und Brunnenbau bei Bieske und Partner Beratende Ingenieure GmbH, Lohmar, Lehraufträge an der TU Darmstadt und an der Bauhaus-Universität Weimar, Dozent bei der berufsbezogenen Fortbildung in der Wasserversorgungswirtschaft beim DVGW, Figawa und Ausbildungszentrum Rostrup (Oldenburg); zahlreiche Publikationen, Projekte und praxisorientierte Forschungsarbeiten zu Wassergewinnung, Brunnenbau, Materialien im Brunnenbau, Brunnenalterung und Brunnensanierung. Informationen Anmeldeschluss ist der 9. Oktober 2015. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 530 € (Mitglieder der FH-DGGV 450 €). Studentische Mitglieder zahlen 350 € (Mitglieder der FH-DGGV 290 €). Diese Gebühren beinhalten die Kursgebühr, Veranstaltungsunterlagen
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sowie die Übernachtung in einem Tagungshotel einschließlich Vollpension, beginnend mit dem Mittagessen am 09.11.2015 (12:00 Uhr) in Bad Soden-Salmünster. Die Veranstaltung endet am 10.11.2015 um 13:00 Uhr. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Veranstaltung bzw. der Internet-Seite der FH-DGGV (www.fh-dgg.de). Kontaktadresse Anmeldung über die Geschäftsstelle der FH-DGGV: Frau Dr. R. Kaufmann-Knoke Telefon: +49 6321 484-784 Telefax: +49 6321 484-783 E-Mail:
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Intensivkurs der FH-DGGV: „Angewandte Grundwassermodellierung I – Einführung in die Strömungsund Transportmodellierung mit praktischen Anwendungen am PC“, Bad Soden-Salmünster, 25.–28. November 2015 Die numerische Grundwassermodellierung ist heute ein Standardwerkzeug zur Analyse und Prognose von Grundwasserströmen und Stofftransport. Die Anwendung reicht von der lokalen Sanierung bis hin zur regionalen Grundwasserbewirtschaftung. Deshalb gibt es einen wachsenden Bedarf an Experten in Hydrogeologie oder Bau- und Umweltingenieurswesen mit Kenntnissen in der Grundwassermodellierung. Mit den modernen, leicht zu bedienenden Modellierungssystemen hat sich der notwendige Erfahrungshintergrund von der Programmierung und der Programmbedienung hin zu einer adäquaten, problemorientierten Umsetzung der Natur in ein Grundwassermodell verschoben. Die FH-DGGV bietet mit drei aufeinander aufbauenden Kursen einen vertieften Zugang zur Modellierung
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von Grundwasserströmung sowie zum Stoff- und Wärmetransport an. Der 4-tägige Einführungskurs zur Grundwassermodellierung findet im November 2015 in Bad Soden-Salmünster statt. Dieser Intensivkurs bietet einen Zugang zur Strömungs- und Transportmodellierung, der speziell auf die Erstellung des hydrogeologischen Modells, den Aufbau des numerischen Modells und auf Kalibrationsstrategien zugeschnitten ist. Grundlagen werden erklärt, ohne im mathematischen Detail stecken zu bleiben. Übungsbeispiele reichen von typischen Sanierungsanwendungen bis zum regionalen Grundwassermanagement. Diese Übungen am PC bauen Hemmschwellen ab, vertiefen das Verständnis der Haupteinflussfaktoren bei Strömung und Transport und bieten praktische Erfahrung mit dem Aufbau, der Kalibrierung und der Bewertung von Modellen. In den vorgesehenen Fortgeschrittenenkursen (Mai 2016 und November 2016, s. a. im Veranstaltungskalender dieser Ausgabe) werden im 2. Kurs die Themenbereiche Modellierung und Eichung komplexer, instationärer Systeme, Modellierung von Massentransport mit chemischen Reaktionen sowie Transportkalibration behandelt. Der 3. Kurs befasst sich mit Strömung und Transport in Kluftsystemen (Doppelporositätsmodelle) und insbesondere mit dem Wärmetransport im Untergrund und im Grundwasser. Die Teilnahme am Grundkurs gilt als Qualifikation für den Fortgeschrittenenkurs. Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat. Angesprochen sind Hydrogeologen, Ingenieure in Wasserwirtschaft und Umweltschutz, Grundbauer, Ingenieurbüros, Behörden für Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Geologie sowie Wasserversorgungsunternehmen. Referent Dr. Johannes Riegger Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung, Universität Stuttgart
Informationen Anmeldeschluss ist der 23. Oktober 2015. Die Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen begrenzt. Die Veranstaltung wird nur durchgeführt, wenn mindestens 8 Anmeldungen vorliegen. Die Teilnehmergebühr beträgt 1.200 € (Mitglieder der FH-DGGV 1.050 €) Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Kursgebühr, Veranstaltungsunterlagen, Übernachtung im Tagungshotel (25.–28.11.2015) einschließlich Vollpension, beginnend mit dem Mittagessen am 25.11.2015. Eine zusätzliche Übernachtung (24./25.11.2015; 70 €) kann mitgebucht werden. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Veranstaltung bzw. der Internetseite der FH-DGGV (www.fh-dgg.de). Wir bitten die Kursteilnehmer, unbedingt einen eigenen Laptop mitzubringen. Kontaktadresse Anmeldung über die Geschäftsstelle der FH-DGGV: Frau Dr. R. Kaufmann-Knoke Telefon: +49 6321 484-784 Telefax: +49 6321 484-783 E-Mail:
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25. FH-DGGV-Tagung 2016: „Grundwasser – Mensch – Ökosysteme“, 13.–17. April 2016 in Karlsruhe „Grundwasser, Mensch und Ökosysteme“, so lautet das Thema der 25. FH-DGGV-Tagung im April 2016 in Karlsruhe. Grundwasser aus Brunnen und Quellen ist weltweit in vielen Regionen die wichtigste und qualitativ beste Trinkwasserressource. Größter Wasserverbraucher ist die landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion, die oft mit einer Kontamination der Wasserressourcen einhergeht. Hinzu kommen die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Energie und Wasser – von teils gravierenden
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Eingriffen in den Wasserhaushalt bei der Gewinnung von fossilen Energieträgern und Biokraftstoffen, bis hin zu nachhaltigen Formen der energetischen Wassernutzung. Die Wassernutzung für Energie und Ernährung unter den Bedingungen des globalen Wandels mit dem Erhalt der Ökosysteme in Einklang zu bringen, gehört zu den großen Herausforderungen der Menschheit. Aktuell übersteigt die Wasserentnahme in vielen Regionen die Grundwasserneubildung, die Wasserqualität verschlechtert sich, und die direkt oder indirekt vom Grundwasser abhängigen Ökosysteme degenerieren. Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen und neue Ansätze und Technologien, die eine ökologisch verträglichere Nutzung der Wasserressourcen ermöglichen. Die verschiedenen Aspekte dieser Thematik sollen in 14 Sessions diskutiert werden. Die Tagung wird von der Abteilung Hydrogeologie am Institut für Angewandte Geowissenschaften gemeinsam mit den Abteilungen für Ingenieurgeologie und Geothermie organisiert. Spannende Keynote- und Abendvorträge sowie vier Exkursionen runden das Programm ab. Karlsruhe als klassischer „Wasserstandort“ ist ein idealer Ort, dieses große Thema gemeinsam anzugehen.
●● Identifikation hydrogeologischer Prozesse mit Spurenstoffen ●● Thermische Grundwassernutzung ●● Reaktive Transportmodellierung ●● Urbane Hydrologie
Ausführliche Informationen zu den Fortbildungsveranstaltungen finden Sie in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Grundwasser sowie unter www.fh-dgg.de/karlsruhe-2016.html
Vorläufiges Programm 13.04.16 ●● Fortbildungsveranstaltungen I und II ●● Forum „Junge Hydrogeologen“ ●● Icebreaker-Party
Folgende Themenschwerpunkte sind geplant:
Fortbildungsveranstaltungen I. Tracermethoden in der Hydro geologie: Grundlagen und Innovationen Prof. Dr. Nico Goldscheider (KIT), Dr. Nadine Göppert (KIT), Dr. Lou Maurice (British Geological Survey, BGS), Dr. Karsten Osenbrück (Uni Tübingen)
Exkursionen I. Urbane Wärmeinsel Karlsruhe (Fahrradexkursion) Prof. Dr. Ph. Blum (KIT) & Susanne Benz (KIT), Gebühr: 35 €, Termin: 16.04.2016, ca. 13:00–18:00 Uhr Diese Fahrradexkursion führt quer durch die Stadt Karlsruhe und fährt zahlreiche Lokalitäten in Karlsruhe an, um die urbane Wärmeinsel in der Atmosphäre als auch im Untergrund zu erkunden. Im Rahmen dieser Exkursion werden Grundwassertemperaturen an sensiblen Grundwassermessstellen gemessen, darüber hinaus werden auch die Oberflächentemperaturen mithilfe eines Infrarotmessgeräts Vor-Ort gemessen. Die derzeitige geothermische Nutzung in der Stadt Karlsruhe, das geothermische Potenzial, die durch den Menschen verursachten Energieströme ins Grundwasser und die Auswirkungen auf die Grundwasserökologie werden ebenfalls während der Exkursion im Gelände erläutert und eingehend diskutiert. Aktuelle Forschungsergebnisse am Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) zeigen, dass der anthropogen verursachte Wärmestrom 32 % des jährlichen Heizbedarfs in Karlsruhe nachhaltig decken könnte.
●● Hydrogeologie alpiner Räume ●● Aquifer systems in Europe and beyond ●● Bauen und Grundwasser ●● Endlager und Untertagedeponien ●● Tiefe Georeservoire – Synergien und Nutzungskonflikte ●● Grundwasserbiologie ●● Grundwasserhochstände – Ursachen und Lösungsansätze ●● Isotopen- und Tracermethoden in der Hydrogeologie ●● Nitrat im Grundwasser – Eintrag, Abbau und Prognose ●● Quellen als Fenster zum Grundwasserökosystem
14.04.16 ●● Eröffnungs- und Einführungsveranstaltung ●● Vortrags- und Postersessions ●● Mitgliederversammlung der FH-DGGV ●● Abendveranstaltung 15.04.16 ●● Vortrags- und Postersessions ●● Preisverleihung ●● Mitgliederversammlung der IAH ●● Öffentlicher Abendvortrag 16.04.16 ●● Vortrags- und Postersessions ●● Exkursionen I–III (halbtags) ●● Exkursion IV (1,5 Tage mit ÜN) 17.04.16 ●● Exkursion IV (1,5 Tage mit ÜN)
II. PFC in Boden und Grundwasser – eine große Herausforderung für den Umweltschutz Dr. Wolfgang Kohler (LUBW), Dr. Kathrin R. Schmidt (TZW) Gebühr: 180 € (Doktoranden 150 €, Studenten 85 €), Termin: 13.04.2016, 10:00–17:00 Uhr.
II. Urbane Hydrogeologie: Karlsruhe und Rastatt Dr. Jochen Klinger (KIT) & Dr. Tanja Liesch (KIT), Gebühr: 35 €, Termin: 16.04.2016, ca. 13:00–18:00 Uhr Die Exkursion „Urbane Hydrogeologie: Karlsruhe und Rastatt“ führt zunächst zum Wasserwerk Rastatt Ottersdorf, wo seit 2011 eine zentrale Wasserenthärtungs-
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anlage betrieben wird. Die Enthärtungsanlage arbeitet nach dem hier entwickelten und patentierten „Rastatter Verfahren“, einer technisch optimierten Schnell-Entkarbonisierung für die Enthärtung von Trinkwasser mit Kalkmilch. Im Anschluss daran wird ein Einblick in die Geschichte der Karlsruher Stadtentwässerung gegeben. Höhepunkt ist die Besichtigung des Karlsruher Landgrabens, der mit einem Querschnitt von 17 m² zu den größten Abwassersammlern Europas zählt. Der Landgraben entstand als offener Graben im Jahre 1588 und diente nach der Gründung Karlsruhes zunächst vor allem dem Transport von Baumaterial und der Hochwasserentlastung. Später wurde er als Abwasserkanal genutzt. Ab 1815 wurde der Landgraben bis 1905 nach und nach überbaut. Der Landgraben ist bis heute in Betrieb, und sein Verlauf spiegelt sich an vielen Stellen im Karlsruher Stadtbild wider. III. Thermalwassernutzung und Besuch der Geothermieanlage Soultz-sous-Forêts Prof. Dr. Ingrid Stober (KIT), Gebühr: 35 €, Termin: 16.04.2016, ca. 13:00–18:00 Uhr Natürliche Aufstiege heißer Tiefenwässer am Rand des Oberrheingrabens, induziert durch die unterschiedlichen Höhenlagen zwischen Schwarzwald (bzw. Vogesen) und dem Rheintal, wurden bereits von Römern und Kelten für Badezwecke aber auch zum Beheizen lokaler Einrichtungen genutzt. Die Thermalwässer wie BadenBaden sind mit ca. 3,5 g/kg erhöht mineralisiert und reich an Natrium und Chlorid. Die Geothermieanlage in Soultz-sous-Forêts fördert heiße Tiefenwässer im Oberrheingraben aus Granit in 5.000 m Tiefe. Bei den Wässern in Soultz handelt es sich um einen entspre-
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chenden Wassertyp, allerdings mit einem deutlich höheren Gesamtlösungsinhalt von etwa 100 g/kg. Im Rahmen der Exkursion wollen wir zum einen das historische Thermalbad in Baden-Baden besuchen (kein Baden!) sowie die Geothermieanlage in Soultz-sous-Forêts. IV. Karsthydrogeologie Blautopf und Gottesacker (1,5 Tage) Prof. Dr. Nico Goldscheider (KIT) & Dr. Nadine Göppert (KIT), Gebühr: 130 €, Termin: 16.04.2016, 13:00 Uhr bis 17.04.2016, ca. 19:30 Uhr Diese Exkursion führt zu zwei sehr interessanten und schönen, aber sehr unterschiedlichen Karstsystemen, in denen spannende aktuelle Forschung stattfindet: Das Blautopf-System auf der Schwäbischen Alb und das Karstsystem Hochifen-Gottesacker in den Alpen. Im Einzugsgebiet des Blautopfs besuchen wir zunächst die Laichinger Tiefenhöhle, bevor wir uns Deutschlands schönste Quelle anschauen; 2012 wurden hier die ersten Markierungsversuche im Blauhöhlensystem durchgeführt, wodurch neue Erkenntnisse über die interne Struktur der Karstentwässerung gewonnen werden konnten. Anschließend fahren wir ins Kleinwalsertal, wo wir übernachten. Am nächsten Tag durchwandern wir das Schwarzwassertal auf voller Länge. Dort befinden sich eine hydrogeologisch interessante Bergsturzmasse, die größte Estavelle der Alpen und mehrere große Karstquellen, die gemeinsam das Karstsystem HochifenGottesacker entwässern. Die Konfiguration des Röhrensystems konnte durch 16 Markierungsversuche geklärt werden, während die aktuelle Forschung auf die Quantifizierung der hydrologischen Dynamik und auf die hydraulische Modellierung dieses spektakulären alpinen Karstsystems abzielt.
Ausführliche Informationen zu den Fortbildungen und Exkursionen finden Sie unter www.fh-dgg.de/ karlsruhe-2016.html Termine Bitte reichen Sie Ihren Vortrags- oder Posterbeitrag mit einer Kurzfassung fristgerecht bis zum 01.10.2015 unter www.fh-dgg.de/karlsruhe-2016.html ein. Die Benachrichtigung zur Aufnahme in das Tagungsprogramm erhalten Sie bis zum 01.02.2016. Forum „Junge Hydrogeologen“ Studenten und Doktoranden wird die Möglichkeit gegeben, in einer gesonderten Veranstaltung interessante Studienprojekte, MSc./Diplombzw. Doktorarbeiten vorzustellen. Wir wenden uns mit der Bitte an alle Hochschullehrer, ihre Studenten und Doktoranden anzuregen mit Posterbzw. Vortragsbeiträgen zum Gelingen dieser Veranstaltung beizutragen. Der beste Vortrag wird mit einer Teilnahme an einer FH-DGGV-Fortbildungsveranstaltung im Jahr 2016/17 honoriert. Kontaktadressen Geschäftsstelle der FH-DGGV: Dr. Ruth Kaufmann-Knoke Mühlweg 2, 67434 Neustadt/Weinstr. Telefon: +49 6321 484-784 Telefax: +49 6321 484-783 E-Mail:
[email protected] Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Institut für Angewandte Geowissenschaften Kaiserstr. 12, 76131 Karlsruhe Telefon: +49 721 608-43096 E-Mail:
[email protected] Internetadresse www.fh-dgg.de/karlsruhe-2016.html Das Organisationsteam der FH-DGGV-Tagung 2016
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Preis Hydrogeologie der FH-DGGV Die Fachsektion Hydrogeologie fördert auf vielfache Weise Studierende an den hydrogeologischen Hochschuleinrichtungen. Dazu gehört es auch den Beitrag, den viele Studierende zu Forschungsarbeiten durch ihre exzellenten Abschlussarbeiten leisten, zu würdigen und einen Ansporn zu hervorragenden Arbeiten zu geben. Auf Anregung von Univ.-Prof. Dr. Horst-Robert Langguth richtete der Arbeitskreis Ausbildung und Information in der FH-DGGV den Preis „Hydrogeologie“ ein, der bereits mehrfach alle zwei Jahre ausgelobt worden ist. Im Rahmen der kommenden FH-DGGV-Tagung im April 2016 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird er erneut durch die Vorsitzende der Fachsektion für eine exzellente Masterarbeit vergeben werden. Der Preis ist mit 1.500 € dotiert. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer werden um Vorschläge hervorragender Masterarbeiten, die im Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 eingereicht und abschließend bewertet worden sind, gebeten. Bitte richten Sie Ihren Vorschlag mit einer kurzen Würdigung und einem tabellarischen Lebenslauf der/des vorgeschlagenen Masterabsolventin/ Masterabsolventen und einer Kopie der Arbeit bis zum 15.01.2016 an den Sprecher des Auswahlkomitees: Univ.-Prof. Dr. Thomas R. Rüde RWTH Aachen – Hydrogeologie Lochnerstr. 4–20 52064 Aachen Die Arbeit wird nach Abschluss der Auswahl zurückgesendet. Eine Selbstbewerbung ist nicht möglich. T.R. Rüde, Aachen
IAH-Sektion Deutschland Countdown für die Vereinsgründung der IAH Germany Seit wir vor etwa einem Jahr als neuer Vorstand die Geschäfte der Deutschen Sektion der International Association of Hydrogeologists (IAH) übernommen haben, gab es viel Bewegung in den bürokratischen Mühlen der IAH Deutschland. Tatkräftige Unterstützung erhielten Johannes Barth, Judith Flügge und Christoph Neukum als offizielle Vertreter durch Willi Struckmeier, Ruth Kaufmann-Knoke, Thomas Himmelsbach und Roland Barthel. Bei einer Beratung zur Führung unseres Bankkontos stellte sich heraus, dass wir offiziell einen Verein in Deutschland anmelden müssen, um unserer Sektion eine juristische Grundlage zu geben und ein Konto führen zu können. Bislang war die Deutsche Sektion der IAH kein eigenständiger Verein, sondern lediglich eine Untergruppe der IAH-International. Die gesetzlichen Grundlagen für die Führung eines Geschäftskontos haben sich in den letzten Jahren deutlich verschärft, sodass wir diesbezüglich Handlungsbedarf haben. Eine Anmeldung eines Vereins in Deutschland hilft uns zudem, eventuelle Haftungsverantwortungen zu minimieren (vermeiden). Derzeit arbeiten wir an der Vereinsgründung der „International Association of Hydrogeologists, Sektion Deutschland (IAH-Deutschland e. V.)“. Was hat das für Folgen für die Mitglieder? Eigentlich gar keine, sodass sie automatisch Mitglied eines neu gegründeten Vereins mit dem Namen „IAH Deutschland e. V.“ werden. Es werden keine zusätzlichen Mitgliedsbeiträge erhoben. Für die Schritte der Vereinsanmeldung berät uns derzeit ein Jurist, der auch eine möglichst einfach gehaltene
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Satzung prüft und dann für uns beim Amtsgericht Hannover einreicht, wo auch das neu zu eröffnende Konto beheimatet sein wird. Die Satzung entspricht im Wesentlichen der Satzung der IAH-International. Der Verein wird voraussichtlich noch in diesem Jahr angemeldet werden. Wer einen Einblick in die Satzung wünscht, kann sie gerne bei uns anfragen, nachdem sie juristisch überprüft wurde. Nähere Informationen zum Verein und den damit zusammenhängenden Aktivitäten werden wir alsbald bekanntgeben. In der Zwischenzeit stehen wir für Rückfragen gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Anregungen. Wir freuen uns außerdem darauf, Sie bei der IAH 2015 vom 13. bis 18. September in Rom persönlich zu treffen (www.iah2015.org). Die IAHJahreskonferenz steht in diesem Jahr unter dem Titel „Hydrogeology: Back to the Future“ und bietet ein breites Themenspektrum an Sessions an (www.iah2015.org/topics), die von hochkarätigen Hauptrednern eingeleitet werden, wie zum Beispiel unseren deutschen Kollegen Nico Goldscheider und Rainer Helmig. Ihr IAH-Team Deutschland J. Barth, Ch. Neukum & J. Flügge
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) Presseinformation vom 16. April 2015: Wasserressourcen schützen. DWA-Themenband befasst sich mit Nitratabbau im Grundwasser „Stickstoffumsatz im Grundwasser“ lautet der Titel eines neuen Themenbandes der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA). Er befasst sich
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mit der Denitrifikation und der Frage, wie lange ein natürlicher Nitratabbau in der Bodenzone und in Grundwasserleitern noch möglich ist. Nitratkonzentrationen im Grundwasser nehmen weiterhin zu, in manchen Regionen Deutschlands wird der Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 mg Nitrat pro Liter Wasser deutlich überschritten. Ohne die natürlichen Denitrifikationsprozesse lägen diese Werte noch deutlich höher. Der DWA-Themenband fasst die aktuellen Kenntnisse zu Nitratabbauprozessen, zum reaktiven Stoffdepot in Grundwasserleitern und zur Abschätzung der tatsächlichen Dauer des Nitratabbaus zusammen und ergänzt diese Ausführungen um Praxisbeispiele. Die Publikation richtet sich an Fachleute verschiedener Disziplinen. Sie ist zum Preis von 92 € (fördernde DWA-Mitglieder zahlen 73,60 €) über +49 2242 872-333,
[email protected] oder über den DWA-Shop (www.dwa.de/ shop) erhältlich und steht auch als E-Book zur Verfügung. A. Bartschat, Hennef E-Mail:
[email protected] Internet: www.dwa.de
Personalia Hans-Jörg G. Diersch im Ruhestand Mit Hans-Jörg G. Diersch hat sich eine der prägendsten Figuren der Grundwassermodellierung zum Ende März 2015 aus dem aktiven Berufsleben in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen. Prof. Diersch studierte an der TU Dresden im Bereich Wasserbau und Technische Hydromechanik und promovierte 1975 im Alter von 25 Jahren mit Auszeichnung auf dem Gebiet der Finite-Elemente-Methode in Anwendung auf Strömungen mit freier Oberfläche. Seine Leidenschaft gilt seitdem der numerischen Strömungsmodellie-
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rung, die er konsequent und unbeirrt – trotz mancher Veränderungen in seinem 40-jährigen beruflichen Leben – verfolgte. 1979 verwendete er zum ersten Mal den Namen FEFLOW für sein Grundwassermodellierungsprogramm. Am Institut für Mechanik der Akademie der Wissenschaften der DDR wurde in den 80er Jahren die Softwareentwicklung um FEFLOW innerhalb des Forschungsgebietes Geohydrodynamik und poröser Medien fortgeführt und ausgedehnt. Prof. Diersch habilitierte 1985 auf dem Gebiet der geohydrodynamischen Modellierung und Finite-Elemente-Anwendungen. 1988 erhielt er eine Professur auf dem Gebiet Strömungsmechanik an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Mit dem Aufkommen der Mikrocomputer fand eine umfassende Umstellung der Simulationssoftware vom klassischen Batch-Job der Mainframes zur graphischen Workstation und PC statt. Bereits Ende der 80er Jahre verfügte FEFLOW über eine vollständige graphische Schnittstelle und war auf dem Gebiet der porösen Medien die erste Software mit dieser modernen Architektur und Funktionalität. Im Jahre 1990 wechselte Prof. Diersch als Mitgründer und Geschäftsführer der WASY GmbH von der akademischen Welt in die Privatwirtschaft und widmete sich fortan allem voran der Weiterentwicklung von FEFLOW, das er und seine Kollegen von einem lokal verwendeten akademischen Code zum weltweit führenden Modellierungssystem für Strömung, Stoff-
und Wärmetransport im Grundwasser machten. Neben der FEFLOW-Code-Entwicklung leitete Prof. Diersch zahlreiche Projekte auf dem Gebiet der Strömungs- und Stofftransportmodellierung im Uranbergbau und Wasserwirtschaft, zu Salzwasserintrusionen im Kalibergbau, chemischen Reaktionsprozessen, Strömungsvorgängen in industriellen porösen Medien und in der Geothermie. Dem Gebiet der Dichteströmungen war er besonders zugetan. Hier entstanden seine bekanntesten, international anerkannten Publikationen aus einer Gesamtzahl von über 100 Veröffentlichungen, zumeist in renommierten internationalen Zeitschriften, sowie Bücher und Buchkapitel. In der Community nennt man Prof. Diersch zuweilen „Mr. FEFLOW“, womit seine Gründerrolle und sein Anteil für den Fortschritt der numerischen Grundwassermodellierung in den vergangenen Jahrzehnten zum Ausdruck kommen. Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, übergab Prof. Diersch bereits lange vor seinem Ausscheiden aus der Firma die wissenschaftliche Leitung der FEFLOW-Entwicklung in die Hände von Dr. Fabien Cornaton. Mit dem umfassenden Springer-Band „FEFLOW“ schuf er in dieser Zeit ein Kompendium zur Grundwassermodellierung, das seine Forschung und Entwicklung über die Jahre in unnachahmlicher Weise zusammenfasst. Die DHI-WASY GmbH wird Prof. Diersch anlässlich der internationalen FEFLOW-Tagung 2015 im September mit einer eigenen Session ehren und ihn in diesem würdigen Rahmen offiziell verabschieden.
P. Schätzl, Berlin
Nachruf zum Tod von Werner Ricken Am 07.04.2015 ist nach langer Krankheit Werner Ricken verstorben. Obwohl er zuletzt die Professur für
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Sedimentologie an der Universität zu Köln innehatte, war Werner Ricken auch vielen Hydrogeologen bekannt, z. B. durch seine hydrogeologischen Untersuchungen im Harz oder seine Arbeiten zu Verunreinigungen der Rheinsedimente. Werner Ricken wuchs am Rand des Harzes in Herzberg auf und hat sich früh (1973, in etwa mit dem Abitur) bereits einen Namen in der Geo-Szene durch einen Jugendforscht-Preis über quartäre Phänomene im Harz gemacht. Nach dem Zivildienst startete er seine eigentliche Geo-Karriere mit dem Studium der Geologie und Geographie (mit 2 Vordiplomen 1977) in Tübingen, um 1980 in Göttingen mit einer Diplomarbeit über fluviatile und äolische Sedimentation zu graduieren. Anschließend promovierte er in Tübingen (1985) zu „diagenetische Bankungen“ (später als Buch erschienen, Diagenetic Bedding: A Model for Marl-Limestone Alternations). Nach einem ca. 1-jährigen Exkurs zu „Sedimentationsmodellen für organischen Kohlenstoffgehalt“ in Boulder, Colorado, kehrte er 1986 wieder nach Tübingen zurück, um nun dort bei Prof. Einsele als wissenschaftlicher Assistent u. a. im DFG-Projekt „Fluviatiler Stoffaustrag unter glazialen und interglazialen Klimaverhältnissen“ (Wutachprojekt)
zu forschen. Mit seiner Habilitation 1992 orientierte sich Werner Ricken endgültig in Richtung „Sedimente und Zyklen“ und baute dann ab 1993 die Arbeitsgruppe Sedimentologie in den Geowissenschaften in Köln auf, die unter seiner Leitung in vielen interdisziplinären und internationalen Forschungsprojekten federführend oder Projektpartner war. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse sind in mehreren Fachbüchern (wie z. B. Einsele, G., Ricken, W., Seilacher, A.: Cycles and Events in Stratigraphy, SpringerVerlag (1991)) und vielen Publikationen dokumentiert und durch die DGG 1991 mit dem Credner-Preis honoriert worden. Wir lernten Werner v. a. durch zahlreiche Feldarbeiten (u. a. im Wutachprojekt im Südschwarzwald) kennen. Dabei lernten wir nicht nur seine ruhige persönliche Art sowie sein Fachwissen zu schätzen, er hatte im Gelände auch immer den „geologischen Riecher“ und für alle Fälle eine Tafel Schokolade eingesteckt. Seine ersten Geländeskizzen wurden von uns häufig nur noch mit (weiteren) Daten und Fakten ergänzt. Sein Wissen gab Werner immer mit viel Engagement und Enthusiasmus an seine Studierenden weiter. Manchmal war das für uns als Studenten nicht immer sofort ganz nachvollziehbar, z. B. als er uns bei einer Geländebegehung unvermittelt die Hände schüttelte und uns beglückwünschte zu „einer neuen unbekannten Schotterterrasse im Wutachtal“, auf der wir gerade standen. Werner Ricken wird uns nicht nur als Gelehrter und Lehrer, sondern auch als Freund in Erinnerung bleiben. Th. Schiedek & M. Hinderer, Darmstadt
Abb. 1 Werner Ricken
E. P. Löhnert erhält NMGS-Shell Award Die Nigerian Mining and Geosciences Society (NMGS) hat unser Ehren-
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mitglied Prof. em. Eckehard Paul Löhnert am 20.03.2015 auf ihrer 51. jährlichen internationalen Konferenz in Lagos für seine herausragende Ausbildung afrikanischer Studenten und seine exzellenten Forschungen in Nigeria geehrt. Der NMGS-Shell Award ist die höchste Auszeichnung der Gesellschaft.
Wir gratulieren herzlich! Die Redaktion
Berichte und Informationen Deutsch-argentinischer Workshop „Sustainable Development of Geothermal Energy“ in San Juan Vom 2. bis 6. März 2015 fand in San Juan/Argentinien der von der DFG geförderte Workshop „Sustainable Development of Geothermal Energy: Science – Education – Application“ statt. Dieser wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen der Universidad Nacional de San Juan (UNSJ) und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) durchgeführt, und war nach vorangegangenen Workshops in Argentinien und Bochum (beide 2014) bereits der dritte seiner Art. Insgesamt sieben deutsche Teilnehmer von der RUB (Prof. Dr. Stefan Wohnlich, Prof. Dr. Jürgen Schreuer, Prof. Dr. Christophe Pascal, Jun.-Prof. Dr. Andreas Englert, Dr. Andre Banning), der TU Darmstadt (Prof. Dr. Ingo Sass) und des Internationalen Geothermiezentrums Bochum (Prof. Dr. Rolf Bracke) traten die Reise nach San Juan an. Ziel des Workshops mit insgesamt etwa 25 Teilnehmern war die Abstimmung der Kompetenzen der einzelnen beteiligten Arbeitsgruppen in Vorbereitung auf die Etablierung des neu gegründeten Geothermiezentrums an der UNSJ. Diese Aktivitäten umfassen v. a.: ●● die Einrichtung eines spanischsprachigen Master-Studienganges Geothermie
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●● die Definition eines ersten Projektes zur geothermischen Grundlagenforschung ●● die Definition eines ersten Projektes zur angewandten Geothermie ●● die Erstellung einer Spezialkarte über das geothermische Potenzial der Provinz San Juan Neben einer Vortragsreihe bestand der Workshop aus einer zweitägigen Exkursion, welche die Teilnehmer durch das sedimentäre Tullum-Becken (Niedrigenthalpie-Anwendungen, v. a. zu Kühlungszwecken) bis in die Hochanden führte, wo hochmineralisierte Geothermalwässer artesisch austreten, deren energetisches Nutzungspotenzial v. a. für den in der Region umgehenden Goldbergbau von Interesse ist (Hochenthalpie-Anwendungen). Den Abschluss des Workshops bildete ein intensiver Diskussionstag, an dem in mehreren gemischt deutschargentinischen Arbeitsgruppen die Aufgaben und Inhalte des Geothermiezentrums San Juan detaillierter ausgearbeitet, offene fachliche und organisatorische Fragen identifiziert und das zukünftige gemeinsame Vorgehen abgestimmt wurden. Für Ende des Jahres ist ein weiterer bilateraler Workshop in Bochum geplant. Wir sagen ¡Muchas gracias! an alle Beteiligten für den sehr gelungenen Workshop, und bedanken uns v. a. bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Ermöglichung dieser Veranstaltung. A. Banning, A. Englert & S. Wohnlich, Bochum
53. Jahrestagung der ARGE in Bad Sassendorf Zum dritten Mal (nach 1987 und 1995) tagte die Arbeitsgemeinschaft Naturwissenschaft und Technik in der Vereinigung Bäder- und Klimakunde (kurz „ARGE“) vom 7. bis 10. Mai 2015 in Bad Sassendorf. Zwei
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Anlässe spielten bei Terminierung und Inhalt der Tagung eine entscheidende Rolle: Die unmittelbar bevorstehende Pensionierung des langjährigen technischen Leiters der Saline Bad Sassendorf GmbH, Dipl.-Ing. Alfons Meck, und die kürzlich erfolgte Neueröffnung des Erlebnismuseums „Westfälische Salzwelten“ im Hof Haulle. Etwa 40 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung, die sich klar gliederte in: Eröffnung (Donnerstag), Exkursion (Freitag) und Wissenschaftsteil mit Vorträgen und Mitgliederversammlung (Samstag). Ein Rundgang „Salzspuren“ führte vom Maritim Hotel Schnitterhof durch Bad Sassendorf zum Tagungsort in der „Kulturscheune“ des historischen Hofes Haulle, wo Begrüßungen stattfanden, u. a. durch Bürgermeister Malte Dahlhoff. Dann wurde in zwei Gruppen das neue attraktive Regionale Projekt „Salzwelten“ besichtigt, das sicher in der Zukunft viele Besucher anziehen wird. Der Eröffnungstag endete mit einem gemeinsamen Abendessen als Westfälisches Buffet. Für die Exkursion hatte die Tagungsleitung ein bunt-gemischtes interessantes Programm zusammengestellt, darunter auch geowissenschaftliche Objekte wie Steinbrüche Rinsche im kretazischen Anröchter Grünsandstein (Erläuterung durch Geologe Kaplan) und Risse der Fa. Westkalk (Devon) in Warstein. Letztgenannter Ort bot auch eine Gelegenheit zur Besichtigung der dortigen Brauerei. Nachmittags wurde die Geothermiebohrung Arnsberg (Sole artesisch genutzt im neuen Freizeitbad) und die Biogasanlage Rosenögger-Sander in Heppen besucht, die per Rohrleitung das Sole-Thermalbad in Sassendorf versorgt. Einblick in moderne Therapieverfahren vermittelte die Besichtigung der Klinik Lindenplatz in Bad Sassendorf mit Erläuterungen durch Chefarzt Dr. Schönle. Nach Spaziergang durch den Kurpark wurde das gemeinsame Abendessen im Restaurant „Hof Hueck“ eingenommen.
Im Wissenschaftsteil begrüßte der Vorsitzende der ARGE, Dipl.Geol. Georg Schießl die Teilnehmer. Bedauerlicherweise entfiel der im Programm angekündigte Übersichtsvortrag zur Geologie des Münsterländer Kreidebeckens mit Schwerpunkt Heilquellen. Hier hätte man neue Erkenntnisse zur Sole-Genese mit speziellem Bezug zu Bad Sassendorf erwarten können. Solcherart Fragen wurden von Seniorchef J. Daldrup gestreift, der sein börsennotiertes Unternehmen vorstellte. Dr. W. Schloz präsentierte hydrogeologische Gedanken zur Abgrenzung unterirdischer Einzugsgebiete, Dipl.-Ing. Peuker wiederum das Vorgehen beim Moorabbau Woeste zur Versorgung von Bad Sassendorf. Dr. med. P. Haslauer aus Salzburg vermittelte neue Aspekte einer sog. Universalbadetechnik für Moorbäder. RA A. Rottke, stellv. Vorsitzender der ARGE, informierte über aktuelle Gerichtsentscheidungen des BGH und VGH. Anschließend referierte R. von Bloh, Geschäftsführer des Deutschen Heilbäderverbandes, über die Position und Rolle Bad Sassendorfs in eben diesem Verband. Schluss- und quasi Höhepunkt war der Bericht des scheidenden A. Meck „30 Jahre Technische Leitung Saline Bad Sassendorf“, der mit großem Applaus und Dank quittiert wurde. In der anschließenden Mitgliederversammlung gedachte man des im Januar 2015 verstorbenen langjährigen ARGE-Mitglieds Prof. Dr. Bernward Hölting. Auf Anregung von Prof. Kussmaul soll die nächste Frühjahrstagung der ARGE in Bad Mergentheim stattfinden. Zum Schluss eine persönliche Anmerkung des erstgenannten Berichterstatters. Unser 2013 verstorbener Kollege und Freund Gert Michel, langjähriger Vorsitzender und später Ehrenvorsitzender der ARGE, verfasste als eine seiner letzten Publikationen „Das Geheimnis der Sole von Bad Sassendorf“ in „Der Mineralbrunnen“, 11/2005, Bonn. Manche
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der in dieser anregenden Schrift angesprochenen Fragen bleiben auch nach der jüngsten Tagung offen. Dennoch wurde das Engagement Gert Michels wiederholt angesprochen. Es ist zu wünschen, dass sein Wirken zugunsten des Bades eine Fortsetzung findet. E.P. Löhnert, Münster, & W. Käss, Umkirch
Grundwasser-Experten konferieren in Dresden über die Zustandsverbesserung von Gewässern Die Dresdner Grundwassertage 2015 fand am 2./3. Juni in der Dreikönigskirche Dresden statt. Rund 200 Experten aus Wirtschaft, Behörden und Forschung folgten der Einladung des Dresdner Grundwasserforschungszentrums e. V., um sich zur „Zustandsverbesserung von Gewässern durch Minderung von Übertritten belasteter Grundwässer“ auszutauschen. Die hochkarätig besetzte Fachtagung stand wieder unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und in Kooperation mit dem BWK Landesverband Sachsen und der TU Dresden, Institut für Grundwasserwirtschaft durchgeführt. Zu Beginn der Veranstaltung wurde traditionell der Dresdner Grundwasserforschungspreis 2015 von der Stiftung zur Förderung der Wissenschaftlichen Schule Zunker-Busch Luckner an herausragende Dissertationen verliehen. Der Vorsitzende der Vergabe-Jury, Herr Prof. Dr. Frank Börner (TU Berlin) zeichnete Herrn Dr. Aki Sebastian Ruhl (promoviert an der TU Berlin) sowie Herrn Dr. Marc Walther (promoviert an der TU Dresden) aus. In den anschließenden Fachvorträgen standen in diesem Jahr aktuelle Probleme und ihre Lösungsansätze zur Zustandsverbesserung von Gewässern durch Minderung von
Übertritten belasteter Grundwässer im Mittelpunkt, wie sie sich vor allem beim Aktiv- und Sanierungsbergbau in den neuen Bundesländern ergeben. Der Vortragsblock 1, moderiert von Herrn Kraus (zuständiger Abteilungsleiter im Sächs. Umweltministerium – SMUL), diente der Reflektion aktueller rechtlicher Rahmenbedingungen und dem Aufzeigen der sich ableitenden Handlungserfordernisse. Herr Dallhammer (Referatsleiter SMUL) beleuchte die Tagungsthematik aus wasserrechtlicher Sicht, Herr Herrmann vom Sächsischen Oberbergamt aus Sicht der Bergbehörde. Herr Dr. von Daniels (Freshfields Bruckhaus Deringer LLP) zeigte den etwas anderen Blickwinkel der Bergbauunternehmen auf. Die hierauf einsetzende spannende Diskussion wurde bis in die Pause hinein fortgesetzt. Der Vortragsblock 2 unter der Moderation von Herrn Dr. Schwan (Landesdirektion Sachsen) widmete sich den Prozessanalysen und Prognosemodellen aus der Forschung. Herr Prof. Luckner vom Grundwasser-Zentrum Dresden gab hier einen themenbezogenen Überblick, der von Herrn Dr. Bilek (ebenfalls vom Grundwasser-Zentrum Dresden) mit laborativen und modelltechnischen Werkzeugen der großräumigen Güteprognose untersetzt wurde. Herr Dr. Hoth (TU Bergakademie Freiberg) stellte die Ergebnisse von Inventar- und Stofftransportmodellen zum langfristigen Sulfatverhalten im Südraum Leipzig vor. Herr Prof. Grischek (HTW Dresden) zeigte die Prozessanalyse und Einsatzgrenzen der unterirdischen Enteisenung in der Lausitz auf. In Vortragsblock 3, moderiert von Herrn Dr. Eckardt (SMUL), wurden Fallbeispiele der Mengensteuerung vorgestellt. Herr Prof. Beims (Grundwasser-Zentrum Dresden) realisiert die Zustandsverbesserung der Pleiße durch Minderung der Übertritte stark eisenhaltiger Grundwässer mittels Reduktion der Grundwasserneubildung. Dies konnten sich die Teil-
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nehmer später bei der Exkursion im Gelände anschauen. Weitere Fallbeispiele wurden aus dem Bereich des ehemaligen Uranerzbergbaus (Herr Dr. Baacke, Wismut GmbH), des Salzbergbaus (Herr Dr. Sommer, Grundwasser-Zentrum Dresden) und des aktiven Braunkohlenbergbaus (Herr Dr. Koch, Vattenfall Europe Mining AG) präsentiert. Die abendliche Fachdiskussion auf der Elbe auf einem der klassischen Schaufelraddampfer fand diesmal bei schönstem Wetter, wenn auch bei Niedrigwasser statt. Der Vortragsblock 4 unter der Moderation von Herrn Prof. Dr. Weiß (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ), fokussierte am zweiten Tagungstag die Gütesteuerung. Diese wurde von Herrn Dr. Hildmann (FIB e. V.) am Beispiel des LMBV-Projektes Ruhlmühle, von Herrn Dr. Jenk (Wismut GmbH) anhand der Uranerzgrube Königstein und Herrn Dr. Giese (GrundwasserZentrum Dresden) zur Direktgasinjektion zum In-situ-Rückhalt organischer Schadstoffe behandelt. Im letzten, dem Vortragsblock 5, moderiert von Herrn Dr. Freytag (LBGR), ging es ganz konkret um Fallbeispiele zum Eisenrückhalt in der Lausitz. Abgerundet wurde die Fachveranstaltung durch eine Poster- und Firmenausstellung. Eine Exkursion in das Mitteldeutsche Braunkohlenrevier bildete den fachlichen Abschluss der Tagung.
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Stationen der Exkursion waren die Versuchsfläche VF 1 auf der Kippe Witznitz, die Lysimeterstation auf der Kippe Witznitz, die Pleiße, die direkt durch die Kippe Witznitz verläuft, die Biogasanlage Kahnsdorf, die Blaue Lagune des Hainer Sees und das Trachenauer Wehr. Zu danken ist der LMBV GmbH (Herr Schlott-
mann, Herr Dr. Weber), Herrn Prof. Beims (Grundwasser-Zentrum Dresden) sowie Frau Winkler (SMUL) für die fachkundige Unterstützung und interessanten Erläuterungen bei dieser Fachexkursion. Die Langfassungen der Vorträge werden wieder in den Proceedings des
Forum
Die bisher vorgesehenen Schutzregelungen für die Anwendung der Fracking-Technologien, die derzeit im Bundestag beraten werden, reichen den beiden Verbänden nicht aus. Sie fordern größere Schutzgebiete, das Verbot des Einsatzes von wassergefährdenden Stoffen beim Fracking und strengere Vorgaben für die Entsorgung des Fracking-Abwassers. Die öffentliche Wasserwirtschaft versorgt tagein und tagaus die Bevölkerung in Deutschland mit sauberem Trinkwasser, das überall in Deutschland bedenkenlos direkt vom Wasserhahn getrunken werden kann. Mit einer technisch hochentwickelten Abwasserentsorgung werden die noch vor zwei Jahrhunderten bekannten Seuchen wirksam unterbunden und die Umwelt von Nährstoffeinträgen aus dem häuslichen Abwasser verschont. In Heilbädern und Kurorten werden im Heilwasser natürlich gelöste Mineralstoffe wie zum Beispiel Eisen, Jod, Fluor, Schwefel, Kohlensäure und Radon beim Baden, Trinken und Inhalieren genutzt, um mit natürlichen Therapien Krankheiten zu bekämpfen. Thermalwasser aus tiefen Erd- und Gesteinsschichten, Solequellen und Mineral- und Heilwasser sind neben Peloiden und gesunder Luft, eine wichtige Behandlungsbasis in den Heilbädern und Kurorten, in denen jährlich Millionen Menschen eine Linderung von krankheitsbedingten Leiden finden. Auf die Qualität des Trinkwassers und die Zusammensetzung der Stoffe in den Heilquellen wird peinlichst genau geachtet, damit die Qualität
In eigener Sache Liebe Kollegen und Kolleginnen, im Forum stellen wir Stellungnahmen zu aktuellen Themen für unsere Mitglieder zur Diskussion. Gerne nehmen wir Ihre Beiträge – beispielsweise als Leserbriefe – entgegen. Wir freuen uns auf eine intensive Diskussion! Ihre Beiträge senden Sie bitte an folgende Adresse: Patricia Schüll, E-Mail: p.schuell@ gmx.de Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Die Redaktion
Unser Wasser – wie lange noch Quelle des Lebens und der Gesundheit? ●● Wasserversorger, Abwasserbetriebe, Wasserverbände, Heilbäder und Kurorte, Kur- und Badeärzte sowie Wissenschaftler aus dem Heilbäderwesen appellieren erstmals gemeinsam an die Bundestagsabgeordneten, die Wasserressourcen wirksam vor Verunreinigungen durch Fracking zu schützen ●● Eine Erklärung der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e. V. (AöW) und des Deutschen Heilbäderverbandes e. V. (DHV) wurde heute an die zuständigen Abgeordneten versandt.
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DGFZ e. V. (ISSN 1430-0176, voraussichtlich Heft 51) publiziert. C. Helling, Dresden www.gwz-dresden.de
immer garantiert werden kann. Was aber, wenn sich darin plötzlich Chemikalien oder Schadstoffe befänden, die da nicht hinein gehören und sogar die Gesundheit gefährden können? In den Frackingverfahren werden zur Förderung von Erdgasvorkommen aus kleinen Poren in Untergrundschichten, z. B. aus Schiefer-, Mergel- oder Sandgestein, Chemiecocktails in unbekannter Zusammensetzung mit teils giftigen und sogar krebserregenden Stoffen eingesetzt. Auch Schwermetalle werden dabei zwangsläufig im Untergrund gelöst und mit an die Oberfläche befördert. Neben dem als Energiequelle heiß begehrten Erdgas fallen enorme Mengen an Rückfluss- und Produktionswässern an, für deren Entsorgung es noch keine zufriedenstellende Lösung gibt. Die beiden Verbände, Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e. V. (AöW) und der Deutsche Heilbäderverband e. V. (DHV), haben sich zusammengetan, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen. „Sobald die Wasserressourcen gefährdet sind, entstehen Risiken
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für Menschen und Tiere, und zudem werden Produktionszweige in Frage gestellt, die auf sauberes Wasser angewiesen sind“, erklärt Christa Hecht, AöW-Geschäftsführerin. „Wenn für die Heilbäder und Kurorte die natürlichen Heilmittel gefährdet werden, stehen die Arbeitsplätze von rund 400.000 Beschäftigten, die direkt und indirekt in dieser Branche arbeiten, in Frage“, erklärt DHV-Geschäftsführer Rolf von Bloh. Kontakt: Christa Hecht Geschäftsführerin Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e. V. Telefon: +49 30 3974-3606 E-Mail:
[email protected] Rolf von Bloh Geschäftsführer Deutscher Heilbäderverband e. V. Telefon: +49 30 246-36920 E-Mail:
[email protected]
Glosse Betreff: Bericht über eine FHVorstandssitzung Lieber FH-Mitgliederinnen und FH-Mitglieder, es ist ein ehernes Gesetz in der FH, dass nichts über Vorstandssitzungen an die Öffentlichkeit dringt, was da nicht raus soll oder darf. Auf meinen Brief hin, dass das ja wie beim ADAC oder der FIFA wäre, wurde ich erstmalig zugelassen, durfte einer Sitzung beiwohnen und darf auch völlig frei schreiben, was mir das Präsidium und der Schatzmeister gesagt haben aufschreiben zu dürfen. Die Vorstandssitzungen fangen ja immer Donnerstag an und da geht’s gleich zur Sache, meistens bei Da Mario, da passen alle rein. Die Sitzung soll auch öfters in der Wunderbar enden, sagte man mir im Vertrauen, und da werden die besten Beschlüsse gefasst (ich war gespannt). Anfangs waren alle noch etwas, naja, gehemmt, es wurden alle Themen wis-
senschaftlich fundiert durchdiskutiert, aber der erste Beschluss kam dann flott so nach drei Weißburgundern (68er Bahndamm Lindanlese oder so ähnlich): Ab sofort dürfen sich Ehrenmitglieder selbst vorschlagen, damit das nicht immer so lange dauert, und die Altersgrenze wird auf 85 gesetzt, aus Altersgründen. Am Freitag wurde dann als erstes diskutiert, wie die Compliance-Regeln der FH aussehen sollen, die jetzt eingeführt werden. Ich wusste erst nicht was das bedeutet, aber das sind so Regeln, dass z. B. jeder in der Wunderbar die Zeche selbst zahlt und die Höhe der Zeche von jedem Vorstand wird auch in einem Schreiben an alle Mitglieder und Mitgliederinnen genannt. Das ist Transparenz, wie mir ein Vorständler erklärte. Auf Antrag des Schatzmeisters wurde dann unter Murren vieler Vorständler beschlossen, dass das Porto dieses Briefes jeder Vorstand aus eigener Tasche zu zahlen hat. Auch die Posten in der FH sollen nun anders vergeben werden. In Zukunft muss nun ein Ingenieurbüro den Präsidenten für mindestens sechs Jahre stellen, erst dann darf wieder jemand aus einer Uni das machen. Die Frage der Aufwandsentschädigung für den Präsidenten, weil ja da viel Zeit drauf geht und dann keiner aus der Industrie das macht, wurde dann gleich vom Schatzmeister mit „zu teuer“ ohne Diskussion abgeschmettert (der kann ja bissig sein). Der nächste Beschluss war dann nach ca. 4 h Debatte die politisch korrekte Schreibweise von gleichberechtigter männlicher und weiblicher Form in FH-Briefen, FH-Protokollen oder FHVorträgen usw. Es muss nun GeowissenschaftlerInnen oder Mitglied/in, also „I“ groß oder „innen“ mit Schrägstrich o. ä. heißen, um die neuen neutralen gendertypischen Bezeichnungen einzuhalten. Alle VorständlerInnen waren sichtlich angetan von diesem Meilenstein in der Geschichte der FH-Vorstandsbeschlüsse (zu Recht, sag ich). Ein Brief von einem Mitglied (ein Geschäftsführer einer großen Consulting-Firma), das/der sich beschwerte,
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dass die jungen Geowissenschaftler/innen mit einem Bachelor keine 3D-Modelle mit reaktivem Stofftransport und gekoppeltem GIS aufsetzen können, führte dann zu einer regen Diskussion, wer da wohl dafür verantwortlich sein könnte. Es wusste auch auf Anhieb niemand, wer und warum überhaupt das Bachelor-Master-System in Deutschland eingeführt hat/wurde und es wurde beschlossen (einstimmig), dass niemand aus dem FH-Vorstand dafür verantwortlich ist. Der letzte Punkt der Sitzung betraf den Alkoholausschank bei FH-Tagungen, der durch einen anonymen Brief eines/r Mitglied/ in diskutiert werden musste. Ein veganer Antialkoholiker hatte angeregt, dass nur noch veganes Bier ohne Alkohol auf den FH-Tagungen ausgeschenkt werden darf. Dieser Punkt wurde dann nach 3 h vertagt, weil nicht klar aus dem Brief hervorging, ob auch Wein oder Schnaps vegan und ohne Alkohol sein sollten. Nach über 14 h Vorstandssitzung war ich nicht nur beeindruckt, was da alles im Vorstand für wichtige Sachen diskutiert werden, ich war auch komplett fertig (bin nach 22:00 Uhr dreimal eingenickt und kann über diesen Zeitraum nichts berichten). Ich hatte aber den Eindruck, dass da sehr engagierte Leute unser Vorstand sind, die unsere FH führen. Euer Ronny Rheinstwasser, Kleingeisthausen
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Exkursionen Der kleine Umweg – Selterswassermuseum Fährt man auf der A3 zwischen Limburg und dem Wiesbadener Kreuz, dann werden dem aufmerksamen Autofahrer die neuen braunen Hinweisschilder auffallen, die das Selterswassermuseum in Niederselters als Sehenswürdigkeit ausweisen. Nimmt man die Abfahrt Bad Camberg und folgt den braunen Wegweisern, dann erreicht man ca. 10 min und etliche Radarfallen später das beschauliche Museum mit seiner markanten Jugendstil-Fassade. Offene Türen findet man samstags und sonntags zwischen 14 und 17 Uhr oder nach Anmeldung vor. In dem Museum wird die fast fünfhundertjährige Geschichte des Mineralbrunnens gezeigt, wie aus einer Wasserstelle am
Literatur und Medien Buchbesprechungen Das Unwetter (2014) Herausgegeben von Günter Benning und Beate Schräder. 124 Seiten, Aschendorff-Verlag GmbH & Co. KG, Münster. Preis: 16,80 EUR. Der Untertitel lautet: „28. Juli 2014 – Der Tag, an dem der Regen kam“. In dieser reich bebilderten Schrift wird über das „Jahrhundert-Unwetter“ berichtet, das die Stadt Münster (knapp 300.000 Einwohner) und die nähere Umgebung, insbesondere auch Greven, heimgesucht hat. In 7 h fielen an diesem Montag 290 l pro Quadratmeter Niederschlag, das ist mehr als das Dreifache des langjährigen Juli-Mittelwertes (s. Abb. 2). Die Folgen waren und sind z. T. noch verheerend; auch zwei Todesfälle waren zu beklagen. Die beiden Autoren berichten anschaulich über die Schäden (geschätzt total 300 Mio. € private und öffentliche) und über Anstrengungen von
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Ortsrand eine bekannte Heilquelle wurde, deren Wasser schon im 18. Jahrhundert an Europas Fürstenhöfen und später in Amerika, Asien und Südafrika geschätzt wurde. Auch geologische Zusammenhänge der Genese des Selterswassers werden hier dem Besucher näher gebracht. Höher schlägt das Hydrogeologenherz (aber auch das des Architekten) beim Betreten des 1906 bis 1908 errichteten Brunnenhaus, das als Brunnentempel bezeichnet wird. Dieses Herzstück der SelterswasserProduktion und die Produktion selbst ruhen jedoch bereits seit 1999 und so bietet sich dem Ortsfremden erst seit der Eröffnung des Museums wieder die Gelegenheit, von dem weltberühmten Heilwasser zu kosten. Es lohnt sich also, nach Selters zu kommen, von dem ehedem weit bekannten Selterswasser zu kosten und sich den restaurierten Brunnentempel
und das informative Brunnenmuseum anzusehen. Infos unter: www.selterswassermuseum.de P. Starke, Wiesbaden
Behörden und Bevölkerung in den ersten Wochen nach dem Ereignis. Es handelt sich aber (noch) nicht um Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begutachtung. Offen bleibt, ob dieses Ereignis, nach Unwettern in 2003 und 2010 offenbar in immer kürzeren Zeitabständen auftretend, als Folge des vieldiskutierten Klimawandels zu sehen ist. Der Unterzeichnete erinnert sich in diesem Zusammenhang an seine frühere Mitgliedschaft in der IAH-Kommission „Urbanes Grundwasser“, in der regelmäßig Ursachen und Auswirkungen von „Storm-Events“ behandelt und z. T. publiziert wurden. Auch im Fall des Münster-Unwetters könnten und sollten quantitative und qualitative Auswirkungen auf das Grundwasser, etwa auf Neubildungsraten, näher untersucht werden.
E.P. Löhnert, Münster Abb. 2 Niederschlag in Münster am 28. Juli 2014
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Veranstaltungskalender Tagungen und Kongresse 2015 Rom, Italien 14.09.–18.09. IAH-Kongress: Back to the future Internet: www.iah2015.org Wien, Österreich 21.09.–24.09. IAH: LuWQ2015 – International Conference on Land Use and Water Quality: Agricultural Production and the Environment E-Mail:
[email protected] Internet: web.natur.cuni.cz/luwq2015/ Berlin 21.09.–25.09. DHI: FEFLOW 2015 – Modelling the World of Groundwater with MIKE Internet: www.feflow.com/feflow2015 E-Mail:
[email protected] Bad Wildbad 28.09.–01.10. IAH: Conference on Modeling Natural Barriers Internet: gcsc.uni-frankfurt.de/ mnb2015 Muscat, Oman 05.10.–07.10. 7th Environmental Symposium: German-Arab Scientific Forum for Environmental Studies E-Mail:
[email protected] Internet: www.german-arab-scientificforum.de
Constanta, Rumänien 14.10.–16.10. IAH: 2nd Central European Groundwater Conference Internet: www.ahgr.ro/en/events/ 2nd-iah-ceg-conference.aspx Offenburg 29.10.–30.10. Geotechnik expo & Congress E-Mail:
[email protected] Internet: www.gec-offenburg.de Frankfurt a. M. 30.11.–01.12. DECHEMA: Symposium „Strategien zur Boden- und Grundwassersanierung“ Internet: www.dechema.de/ sanierung15 Chennai, Indien 09.12.–11.12. Department of Civil Engineering, SRM University & AGGS: Sixth International Groundwater Conference (IGWC2015): Exploration, Assessment and Management of Groundwater Reources in Arid and Semi-arid Regions E-Mail:
[email protected]. ac.in
2016 Offenburg 25.02.–26.02. GeoTherm expo & Congress E-Mail:
[email protected] Internet: www.geotherm-offenburg.de Bochum 17.03. 7. Bochumer Grundwassertag: Grundwasser und Energie – Potenziale und Entwicklungen in NRW E-Mail:
[email protected] Internet: www.grundwassertag.de Karlsruhe 13.04.–17.04. Tagung der FH-DGGV: Grundwasser – Mensch – Ökosysteme E-Mail:
[email protected] Internet: www.fh-dgg.de Valencia, Spanien 05.09.–09.09. Technical University: X International Geostatistics Congress E-Mail:
[email protected] Internet: geostats2016.upv.es Evora, Portugal 16.10.–21.10. IAH 15th Water Rock Interaction E-Mail:
[email protected] Internet: www.wri15portugal.org
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Fortbildungslehrgänge 2015 FH-DGGV Telefon: +49 6321 484-784 Telefax: +49 6321 484-783 E-Mail:
[email protected] Internet: www.fh-dgg.de
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2016 24.02.–27.02. GIS-Werkzeuge für die hydro geologische Praxis, Bad Soden-Salmünster 03.03.–04.03. Beschaffenheit des Grundwassers, Bad Soden-Salmünster
24.09. Numerische Verfahren in der Grundwassermodellierung, Halle a. d. Saale
07.03. Methodenkurs: Stabile Isotope in der Hydrogeologie und in den Umweltwissenschaften, Erlangen
30.09.–02.10. Tracerversuche in der Hydrogeologie – Grundlagen der Durchführung und Auswertung, Bochum
13.04. Tracermethoden in der Hydrogeologie: Grundlagen und Innovationen, Karlsruhe
14.10. Hydrogeologie der Festgesteine, Kiel
13.04. PFC in Boden und Grundwasser – eine große Herausforderung für den Umweltschutz, Karlsruhe
30.10.–31.10. Auswertung und Durchführung von Pumpversuchen, Bad Soden-Salmünster 09.11.–10.11. Brunnen – Planung und hydrau lische Bemessung, Bad Soden-Salmünster 25.11.–28.11. Angewandte Grundwassermodellierung I, Bad Soden-Salmünster
25.04.–27.04. Vom Molekül zum Umweltverhalten: Konzepte in der organischen Hydrochemie, Bad Soden-Salmünster 25.05.–28.05. Angewandte Grundwassermodellierung II, Bad Soden-Salmünster 14.10.–15.10. Auswertung und Durchführung von Pumpversuchen, Bad Soden-Salmünster 30.11.–03.12. Angewandte Grundwassermodellierung III, Bad Soden-Salmünster
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Sommer-Universität Hydrogeologie-Umweltgeologie 2015 Telefon: +49 421 218-1 oder -65452 Telefax: +49 421 218-65105 E-Mail:
[email protected] Internet: www.sommeruni-bremen.de 05.10.–09.10.2015 Angewandte Grundwasser-Modellierung mit Processing MODFLOW (PMWIN 8) DGFZ Telefon: +49 351 40506-76 Telefax: +49 351 40506-79 E-Mail:
[email protected] Internet: www.gwz-dresden.de 09.10.2015 Sachkundelehrgang Probennahme Abfall nach LAGA PN98 04.11.–06.11.2015 Sachkunde Bodenschutz/Altlasten
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Veranstaltungs ankündigungen Einladung zur Grundwasserkonferenz FEFLOW 2015 Im September ist es wieder einmal soweit: DHI-WASY lädt zum vierten Mal zur internationalen FEFLOW-Tagung nach Berlin. Während der dreitägigen englischsprachigen Konferenz werden mehr als 45 Modellierungsexperten von allen Kontinenten ihre Forschungs- und Projektergebnisse in Vorträgen und Posterbeiträgen präsentieren und zur Diskussion stellen. Die Themengebiete reichen dabei von der Grundwasserbewirtschaftung über Geothermie und Bergbau bis hin zu Kontamination und Dichteströmung. Spezialisten mit globalem Rennomé beschäftigen sich in ihren Keynote-Vorträgen mit Endlagern für radioaktive Abfälle (Frédéric Plas, ANDRA, Frankreich), der Nutzung von Grundwassermodellierung zur automatischen Anlagensteuerung (Tissa Illangasekare, Colorado School of Mines, USA), der Nutzung unkonventioneller Gasreserven (Craig Simmons, Flinders University, Australien), dem Umgang mit Unsicherheiten (John Doherty, Watermark Numerical Computing, Australien, und Philippe Renard, Universität Neuchâtel, Schweiz) und der Geothermie (Hikari Fujii, Akita University, Japan). Die Tagung wird umrahmt von einem umfangreichen Workshop- und Trainingsprogramm mit zahlreichen Weiterbildungsangeboten rund um die Grundwasser- und Gewässermodellierung, die selbstverständlich auch ohne Tagungsteilnahme genutzt werden können. Eine eintägige Exkursion in die Lausitz verbindet fachliche Information zur Tagebauentwässerung und -renaturierung (durch Experten von Vattenfall und DHI-WASY) mit Besuchen der Förderbrücke F60 und des Spreewalds. Bei allem Fachprogramm
kommt auch die soziale Komponente nicht zu kurz: Ausreichend lange Pausen, die Postersession, eine abendliche Bootsfahrt ins Zentrum Berlins und der Besuch einer Kleinbrauerei während der Exkursion geben viel Gelegenheit zur Pflege und zum Ausbau geschäftlicher Kontakte. DHI-WASY wird die Tagung in diesem Jahr auch zum Anlass nehmen, Hans-Jörg Diersch, den „Vater von FEFLOW“, offiziell in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Seine langjährigen Verdienste um die Fortentwicklung der Grundwassermodellierung werden wir mit einer eigenen Session würdigen. Abschluss und Höhepunkt der Tagung bildet die erstmalige öffentliche Präsentation der kommenden FEFLOW-Version 7.0. Die dort enthaltene Möglichkeit zur unstrukturierten Vernetzung in 3D wird völlig neue Maßstäbe in punkto geometrische Flexibilität in der Grundwassermodellierung setzen. Das vorläufige Tagungsprogramm wie auch weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf www.feflow.com/feflow2015.
P. Schätzl, Berlin
Conference on Modeling Natural Barriers, 28.09.–01.10.2015, Bad Wildbad Workshop 1: Modeling Storage in Deep Layers, Montag, 28.09.2015 Topics include: CO2 sequestration, waste disposals in deep geological layers, multiscale modeling, numerical methods, adaptivity, discretizations, Fast and robust multigrid methods, high performance computing. Gastredner: V. Cvetkovic, A. Grillo, M. Resch, M. Wheeler Organisatoren: S. Attinger, J. Mönig, A. Nägel, A. Schneider, G. Wittum, J. Wolf
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Workshop 2: Modeling the Barrier Function of Human Skin, 29.09.–01.10.2015 Topics include: Detailed skin models, Modelling and simulation of transdermal drug delivery, Sorption, Metabolism, Copermeation, Imaging and morphology reconstruction Gastredner (vorläufig): Joke Bouwstra, Johanna Brandner, Richard Guy, Johannes M. Nitsche, Reinhard Neubert, Lars Norlen, Roger Wepf Organisatoren: Matthias Bolten, Michael Heisig, Arne Nägel, Mike Roberts, Gabriel Wittum, Felix Wolf Information Internet: gcsc.uni-frankfurt.de/mnb2015
J. Flügge, Braunschweig
7. Bochumer Grundwassertag: „Grundwasser und Energie – Potenziale und Entwicklungen in NRW“, 17.03.2016, Bochum Mit der deutschen Energiewende – der Ablösung fossiler und nuklearer Energieträger durch regenerative Alternativen – bieten sich neben den zahlreichen Herausforderungen auch Chancen, gerade auch im Bereich der Hydrogeologie. Die Hinterlassenschaften des Bergbaus spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dies gilt insbesondere für das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen mit seiner traditionell engen Verbundenheit zum Bergbau. Gibt es Grundwasserschutz bei gleichzeitiger Nutzung des tiefen Untergrundes? Wie weit sind die Entwicklungen bezüglich der geothermischen Nutzung von Grubenwässern? Wo und wie können unterirdische Pumpspeicherwerke zur drängenden Frage zukünftiger Energiespeicherkonzepte beitragen? Wie hoch sind die Nutzungspotenziale flacher und tiefer Geothermie einzuschätzen? Welche Probleme und Konflikte sind dabei zu erwarten? Diesen und ähnlichen Fragen
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Grundwasser – Zeitschrift der Fachsektion Hydrogeologie (2015) 20:225–240
müssen sich Hydrogeologen zunehmend stellen. Im Vorfeld des Weltwassertages wird sich der 7. Bochumer Grundwassertag dem beschriebenen Themenkomplex für den regionalen Schwerpunkt NRW widmen. Sowohl Wissenschaftler aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, als auch Praktiker aus Wasserwirtschaft und Behörden werden neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus ihren Fachgebieten vorstellen – tra-
ditionell sieht sich der Bochumer Grundwassertag als Plattform für den Austausch zwischen hydrogeologischer Forschung und Praxis. Das Vortragsprogramm wird durch eine Postersession des wissenschaftlichen Nachwuchses abgerundet. Außerdem erwartet Sie eine Fachausstellung, in deren Rahmen branchenrelevante Unternehmen sich und ihre Produkte präsentieren.
Anmeldung und Kontakt Lehrstuhl Angewandte Geologie, Ruhr-Universität Bochum Universitätsstraße 150, 44801 Bochum Telefon: +49 234 32-24503 Telefax: +49 234 32-14120 E-Mail:
[email protected] Internet: www.grundwassertag.de A. Banning & S. Wohnlich, Bochum
Fortbildungsveranstaltungen der FH-DGGV 2015 Termin 24.09. 30.09.–02.10. 14.10. 30.10.–31.10. 09.11.–10.11. 25.11.–28.11.
Titel Numerische Verfahren in der Grundwassermodellierung Tracerversuche in der Hydrogeologie – Grundlagen der Durchführung und Auswertung Hydrogeologie der Festgesteine Auswertung und Durchführung von Pumpversuchen Brunnen – Planung und hydraulische Bemessung Angewandte Grundwassermodellierung I
Ort Halle a. d. Saale
Organisation PD Dr. W. Gossel
Bochum
Prof. Dr. S. Wohnlich, Prof. Dr. A. Englert
Kiel Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster
Prof. Dr. I. Stober, Prof. Dr. S. Bauer Dr. J. Riegger, Dr. U. Hekel Dr. G. Houben, Prof. Dr. Ch. Treskatis Dr. J. Riegger
2016 Termin 24.02.–27.02. 03.03.–04.03. 07.03. 13.04.
13.04. 25.04.–27.04. 25.05.–28.05. 30.11.–03.12.
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Titel GIS-Werkzeuge für die hydrogeologische Praxis Beschaffenheit des Grundwassers Methodenkurs: Stabile Isotope in der Hydrogeologie und in den Umweltwissenschaften Tracermethoden in der Hydrogeologie: Grundlagen und Innovationen
Ort Bad Soden-Salmünster
Organisation Dr. J. Riegger
Bad Soden-Salmünster Erlangen
PD Dr. T. Scheytt Prof. Dr. J. Barth, R. van Geldern
Karlsruhe
PFC in Boden und Grundwasser – ein große Herausforderung für den Umweltschutz Vom Molekül zum Umweltverhalten: Konzepte in der organischen Hydrochemie Angewandte Grundwassermodellierung II Angewandte Grundwassermodellierung III
Karlsruhe Bad Soden-Salmünster
Prof. Dr. Nico Goldscheider, Dr. Nadine Göppert (beide KIT), Dr. Lou Maurice (British Geological Survey, BGS), Dr. Karsten Osenbrück (Uni Tübingen) Dr. Wolfgang Kohler (LUBW), Dr. Kathrin R. Schmidt (TZW) PD Dr. T. Licha
Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster
Dr. J. Riegger Dr. J. Riegger