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H. G. Petzold Mit alten Menschen arbeiten Teil 1, Konzepte und Methoden sozialgerontologischer Praxis. 412 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2004. Brosch. EUR
32,–; EUR
32,90; CHF 54,–. ISBN 978-3-608-89733-3. Teil 2, Lebenshilfe – Psychotherapie – kreative Praxis. 414 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2005. Brosch. EUR
32,–; EUR
32,90; CHF 54,–. ISBN 978-3-608-89734-0 Hilarion G. Petzold versteht die Neuauflage von „Mit alten Menschen arbeiten“ (Erstauf lage 1985) als ein in jahrzehntelanger praktischer Altenarbeit erprobtes praxeologisches Grundlagenwerk, das ein konzeptuelles und methodisches Rüstzeug insbesondere für im Altenbereich Tätige bereitstellen soll. Die Neuauflage wurde gegenüber der Erstauflage mit einigen Beiträgen erweitert, weshalb das Werk in zwei Bände aufgegliedert wurde. Die übernommenen Beiträge wurden wegen ihrer hohen Praxisrelevanz nur leicht überarbeitet oder ergänzt. Die Lesbarkeit ist durch den größeren Druck besser geworden. Band 1 beginnt mit dem neuen Beitrag „,Alter Wein in neuen Schläuchen?‘ Moderne Alternsforschung, ,Philosophische Therapeutik‘ und ,Lebenskunst‘ in einer ‚gerontotrophen‘ Gesellschaft. Überlegungen mit Cicero über die ,kompetenten Alten‘ für die ,Arbeit mit alten Menschen‘“ von Hilarion G. Petzold und Lotti Müller (S. 17–85). Nach einem Exkurs zur demographischen Entwicklung und ihren Auswirkungen in unserer überalterten Gesellschaft werden die Ergebnisse der modernen Alternsforschung im Hinblick auf einen gelingenden Alternsprozess (Variabilität, Resilienz, Attribution, Umorientierung, körperliche und geistige Aktivität und Potenziale usf.) im Vergleich zur antiken Sichtweise von Alter und Altern informativ und interessant dargestellt. Das Kapitel „Angewandte Gerontologie als Bewältigungshilfe für das Altwerden“ (S. 86–107) wurde fast unverändert aus der Erstausgabe übernommen. Der Geragogik (nach Petzold dem „Lernen des Alterns für das Alter und im Alter“ in einem lebenslangen Lernprozess) wird von Petzold eine hohe Bedeutung eingeräumt. Er fordert, dass alle Teildisziplinen der Alternswissenschaften kooperativ zusammenarbeiten, damit es generell zu einem besseren Verständnis von Alter und Altern, Sterben und Tod kommt und den Menschen im letzten Lebensabschnitt durch individuelle Begleitung und Intervention eine humane Lebenssituation ermöglicht wird. Im neuen Kapitel „Resilienz und protektive Faktoren im Alter und ihre Bedeutung für den Social Support und die Psychotherapie bei äl-
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teren Menschen“ (S. 108–154) wird von Müller und Petzold das Konstrukt Resilienz an Hand der aktuellen Literatur in seiner Multidimensionalität (Persönlichkeitsmerkmal, Gegenpol zu Vulnerabilität, prozesshaftes Geschehen) dargestellt. Es wird gut herausgearbeitet, welche Faktoren das Altern begünstigen oder belasten und wie in der praktischen Altenarbeit protektive Faktoren von den alten Menschen als hilfreich erkannt und stabilisiert oder verbessert werden können. Im Anhang ist der Petzold-Müller-Fragebogen zur Erstellung eines Ressourcen- und Defizitprofils (PMFR) abgedruckt. Petzold übernimmt das Kapitel „Integra tive Geragogik – gestalttherapeutische und integrative Methode in der Bildungsarbeit mit alten Menschen“ (S. 155–193) aus der Erstausgabe. Es werden die Prinzipien (Mensch in seiner körperlichen, seelischen und geistigen Dimension, in seiner Umwelt; Selbstregulation des Organismus; persönliches Wachstum) und Konzepte (Stimulierung, Kommunikation und Beziehung, bewusste Wahrnehmung, eigene Verantwortung, Selbstsupport und Umweltsupport, Integration) seines Ansatzes für die Arbeit mit alten Menschen dargelegt. Ziel aller Bemühungen ist die ganzheitliche intellektuelle und emotionale Auseinandersetzung mit den Lebensereignissen, um Unerledigtes abzuschließen und Neues aufzunehmen (integrativ) sowie durch Vervollkommnung der Gestalt der Person (gestalttherapeutisch) seine Identität zu bewahren und zu stärken und zu erleben, dass menschliches Leben seinen Sinn in sich finden kann. Es ist aufschlussreich, wie Petzold didaktisch und methodisch in der Volkshochschule und im Altenwohnheim mit alten Menschen arbeitet. Petzold betont die Notwendigkeit von Selbsterfahrung, um gut mit alten Menschen arbeiten zu können, und den Stellenwert von Supervision, um die Qualität in der Altenarbeit und die Effizienz der Institution insgesamt zu verbessern. In dem mit der Erstausgabe identen Kapitel „Exchange Learning – ein Konzept für die A rbeit mit alten Menschen“ unter Mitarbeit von Dörte Laschinsky und Michael Rinast (S. 194–218) wird ausgeführt, wie intergenerationelles Lernen in Zweier- oder Kleingruppen im natürlichen Lebensumfeld funktionieren kann. Der Ansatz eines wechselseitigen Lernens mit wechselseitiger Hilfestellung unter gleichberechtigten Bedingungen zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen klingt vielversprechend, dürfte in der Praxis aber kaum verwirklichbar sein. Die geschilderten Beispiele beziehen sich samt und sonders auf angeregte Lernsituationen zwischen Student(inn)en und Heimbewohner(inne)n. Petzold veranschaulicht im Kapitel „,Sich selbst im Lebensganzen verstehen lernen.‘ Erlebnisaktivierende Methoden in einem inte
DOI 10.1007/s00729-008-0245-2 © Springer-Verlag 2008 Printed in Austria
grativen Ansatz zur Vorbereitung auf das Alter“ (S. 219–248) an Hand von Interventionsbeispielen (psychodramatisches Rollenspiel, psychodramatische Zukunftsprojektion; Gestaltmethoden des Symbolspiels, der Panoramatechnik) sein Konzept, wie durch Einbeziehen der Vergangenheit und Antizipation der Zukunft Lebenssituationen bewältigt werden können. Neu ist das Kapitel „Biographiearbeit mit alten Menschen – Erarbeiten und Teilen biographischer Erfahrung“ unter Mitarbeit von Lotti Müller (S. 249–262). Petzold und Müller unterstreichen die große Bedeutung des Erarbeitens und Teilens von Lebensgeschichte, um die im Alter bedrohte Identität zu stabilisieren. Sie stehen den derzeit gehäuften Angeboten für biografisches Arbeiten eher kritisch gegenüber, da für solche Interventionen gut ausgebildete Therapeut(inn)en und ein langer Zeithorizont Voraussetzung sind. Nur so können für die Klient(inn)en nachhaltig positive Wirkungen erzielt werden. Im Kapitel „Die Rolle der Gruppe in der therapeutischen Arbeit mit alten Menschen – Konzepte zu einer ,Integrativen Intervention‘“ (S. 265–320), das weitgehend mit der Erstausgabe ident ist, wird von Petzold die große Bedeutung der Gruppe (Reservoir an Ressourcen, Ort von Geborgenheit, Ort von Kontrollmöglichkeit und wechselseitiger Hilfestellung usf.) in der therapeutischen Arbeit dargestellt. Es wird herausgearbeitet, wie nach einer eingehenden Analyse des Lebenszusammenhangs (Bedürfnisse, Konflikte, Umfeld, Ressourcen) in einem personen-, gruppen- und situationsspezifischen Ansatz Ziele festgelegt und Methoden und Medien ausgewählt werden, um Möglichkeiten zu finden, die verbleibende Lebenszeit in wechselseitiger Hilfeleistung und Zuwendung zu gestalten. Petzold und Müller gehen auf die große Herausforderung für Therapeut(inn)en in der Therapeutenrolle und therapeutischen Beziehung (Übertragung und Gegenübertragung, Widerstände und Abwehr) bei der Arbeit mit alten Menschen ausführlich ein. Im leicht überarbeiteten Kapitel „Stadtteilarbeit mit alten Menschen – ein integrativer Ansatz zur Verhinderung von Segregation“ (S. 321–360) beschreibt Petzold unter Mitarbeit von Brigitte Zander, wie der Ausgrenzung und sozialen Isolation von alten Menschen im städtischen Bereich gegengesteuert werden kann. Petzold schließt Teil 1 mit dem Kapitel „Die ,Grundregel‘ im Integrativen Ansatz der Arbeit und Zusammenarbeit mit alten Menschen“ (S. 361–366) ab. Sinnvolle psychotherapeutische Arbeit mit alten Menschen soll unter den Leitprinzipien Gewährleistung der Würde, der Integrität und des bestmöglichen Wohlbefindens der alten Klient(inn)en geleistet werden. Die Arbeit „mit“ alten Menschen
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ist nach dem integrativen Ansatz von Petzold demnach so zu verstehen, dass es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit wechselseitiger Hilfestellung gibt, wobei die Würde des Einzelnen sowie der Respekt vor der Andersartigkeit des anderen gewahrt bleiben. In der Arbeit mit alten Menschen hat sich eine erlebnisaktivierende Vorgangsweise bewährt, die eine aktive Therapeutenrolle erfordert. Teil 1 von „Mit alten Menschen arbeiten“ ist ohne Zweifel ein guter Ratgeber für Menschen, die sich für die Arbeit mit alten Menschen interessieren oder darin involviert sind. Sehr positiv ist für mich der Praxisbezug der Beiträge. Der Titel von Teil 1 ist meines Erachtens allerdings irreführend. Es wurden in erster Linie Konzepte und Prinzipien ausgeführt. Methoden wurden nur ansatzweise erwähnt oder es wurde auf Literatur verwiesen. Insgesamt scheint mir, dass Leser(innen), die die Erstausgabe kennen, relativ wenig Neues erfahren. Die kapitelweise Literaturangabe in der Erstfassung habe ich als praktikabler empfunden als die Bibliographie am Buch ende. In Teil 2 von „Mit alten Menschen arbeiten“ überwiegen Themen, die sich mit Tod und Sterben und der Begleitung beim Sterbensund Trauerprozess beschäftigen. Im Kapitel „Gerontotherapie: Psychotherapie mit älteren und alten Menschen – Forschungsergebnisse, protektive Faktoren, Resilienzen, Grundlagen für eine Integrative Praxis“ (S. 21–108) unter Mitarbeit von Lotti Müller wird eingangs der Terminus „Gerontotherapie“ definiert und erläutert, was unter einem differenziell und integrativ orientierten Ansatz von Gerontotherapie zu verstehen ist (ganzheitliche Sichtweise des Entwicklungsprozesses in der Lebensspanne im jeweiligen sozialen und ökologischen Kontext, kurative, salutogenetische, persönlichkeitsfördernde Zielsetzung und Intervention in partnerschaftlicher Zusammenarbeit unter Wahrung der Würde der Klient[inn]en). Es werden ausführlich Erkenntnisse der ge rontologischen Forschung (Veränderung der Lebenssituation, des Gesundheitsstatus, der Motorik, Sensorik und Kognition, von Emotionen und Persönlichkeit und der sozialen Netzwerke; prekäre Lebenssituationen und protektive Faktoren) sowie die Bedeutung dieser Prozesse und Zustände für die psychotherapeutische Intervention dargestellt. Petzold und Müller informieren über Forschungsergebnisse der unterschiedlichen Psychotherapiemethoden für die drei im Alter häufigsten Krankheitsbilder Depression, Demenz und Angststörung. Speziell bei der Klientengruppe der alten Menschen müssen kognitive, emotionale, volitive und netzwerkdynamische Dimensionen aufgegriffen werden und leib-, psycho- und soziotherapeutische sowie ökologische Aspekte in die Inter-
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vention einfließen. Die Erfahrungen aus ihrer langjährigen Praxis zeigen laut Petzold und Müller, dass alte Menschen nicht weniger von Psychotherapie profitieren als junge, was konträr zur gängigen Meinung vieler Thera peut(inn)en ist. Das aus der Erstausgabe übernommene Kapitel „Die Methode der Lebensbilanz und des Lebenspanoramas in der Arbeit mit alten Menschen, Kranken und Sterbenden“ unter Mitarbeit von Kurt Lückel (S. 109–139) verdeutlicht, dass therapeutische Lebensrückund Lebenszusammenschau in Form eines Lebenspanoramas helfen kann, eine Bilanz über die Vergangenheit zu ziehen und für die verbleibende Lebensspanne, insbesondere auch für das Sterben, besser gerüstet zu sein. Das neue Kapitel „Wie wirkt Musiktherapie im gerontopsychiatrischen Setting?“ unter Mitarbeit von Lotti Müller (S. 143–169) beschreibt sehr anschaulich, wie durch Einsatz von Musik und durch physische Mobilisierung Klient(inn)en, die verbal eingeschränkt sind, aus ihrer Lethargie und Passivität herausgeholt werden können. Fallvignetten zeigen, dass multiple Stimulierung mit Musik erfolgreich zur Verbesserung von Grob- und Feinmotorik, der Stimmungslage sowie der kognitiven und sozialen Kompetenz eingesetzt werden kann. Sehr aussagekräftig und hilfreich finde ich die Überlegungen und Berichte aus der Praxis im aus der Erstausgabe übernommenen Kapitel „Puppenspiel in der therapeutischen und geragogischen Arbeit mit alten Menschen“ (S. 170–214). Puppen stimulieren zum Sprechen und zum Spiel, helfen hochbetagten und dementen Menschen, ihre regressiven Bedürfnisse zu befriedigen, geben Sicherheit und Vertrautheit bei Bedrohung ihrer IchIdentität. Es werden die verschiedenen Techniken im Einzel- und Gruppensetting vorgestellt und die besonders für die psychotherapeutische Arbeit mit alten Menschen geeigneten Formen des Puppenspiels (Bilanzspiel, Symbolspiel) mit Praxisbeispielen ausführlich dargestellt. Alte Menschen arbeiten gern mit Puppen, ihr Einsatz erfordert von den Therapeut(inn)en allerdings viel theoretisches und methodisches Wissen und viel Erfahrung. Auch das aus der Erstausgabe übernom mene Kapitel „Poesie- und Bibliotherapie mit alten Menschen und Sterbenden“ (S. 215–261) zeigt Möglichkeiten auf, wie durch Rezeption oder Verfassen von Gedichten oder Geschichten verstummte alte Menschen, Schwerkranke und Sterbende bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation gestützt und gefördert werden können. Der rezeptiv-produktive Ansatz der Poesietherapie ist für Petzold neben Musiktherapie, Puppenspiel und Bewegungsarbeit eine bedeutende Möglichkeit, einen Zugang zu hochbetagten Menschen zu finden.
Leider sind die Aussagen im aus der Erstausgabe übernommenen Kapitel „Die Verletzung der Alterswürde – zu den Hintergründen der Misshandlung alter Menschen und zu den Belastungen des Pflegepersonals“ (S. 265–283) über Belastungen des Pflegepersonals und inhumane Lebensbedingungen der Bewohner(innen) von Alten- und Pflegeheimen nach wie vor gültig. Petzold verlangt eine generelle Verbesserung der Personalund Führungsstruktur. Der abgedruckte Situationsbericht einer Pflegehelferin rüttelt wegen seiner Aktualität auf. Alarmierende Zustände in Alten- und Pflegeheimen durch „riskante“ oder „gefährliche“ Pflege und ihre Negierung oder Verharmlosung werden im neuen Kapitel „Ein schlimmer Rückblick: Die ,Würde des Pa tienten ist antastbar‘ – ,Patient Dignity‘ als Leitkonzept angewandter Gerontologie“ (S. 284–292) angesprochen. Petzold fordert ein, dass Missstände beseitigt und Bedingungen geschaffen werden, die qualitätsvolle und humane Pflege gewährleisten. Im letzten Abschnitt wurden anstelle der Kapitel „Gestaltdrama, Totenklage und Trauerarbeit“ und „Gestalttherapeutische Perspektiven zu einer ,engagierten‘ und ,kritischen‘ Thanatotherapie“ aus der Erstaus gabe zwei neue Beiträge aufgenommen. Das Kapitel „Psychotherapeutische Begleitung und Trostarbeit bei Sterbenden – ein integratives Konzept für die Thanatotherapie“ (S. 295–346) ist meines Erachtens sehr informativ. Dieser Text ist sehr hilfreich, wenn man in die Situation kommt, sich mit dem Sterben eines nahen Angehörigen und auch mit dem eigenen Sterbensprozess auseinandersetzen zu müssen. Petzold stellt aus seiner jahrzehntelangen Praxis in der Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen die große Bedeutung der in psychotherapeutischen Verfahren nicht vorkommenden „Trostarbeit“ dar und veranschaulicht aus eigener Erfahrung die enorme Herausforderung für Therapeut(inn)en in der Thanatotherapie. Sterbebegleitung verlangt von Therapeut(inn)en eine thanatotherapeutische Haltung des „Im-Kontakt-Seins“ mit den Sterbenden in ihrer Situation, d. h. sich berühren lassen und bewegt sein in einem professionell regulierten Ausmaß. Nach einer nötigen diagnostischen Einschätzung, was möglich ist und von den Klient(inn)en erwartet wird, soll laut Petzold auch in der letzten Lebensphase im Sinne eines „informed consent“ beim Sterben beigestanden und Trost gespendet werden. Petzold stellt körperliche und mentale Entspannungsmethoden psychologischer Schmerztherapie (Muskelrelaxation, Atemtechniken, Phantasie- und Imaginationstechniken) vor. Als kreative Medien bewähren sich bei der Sterbebegleitung zur Bewältigung von Ängsten und Hilflosigkeit insbe-
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sonders der Einsatz von Musik, aber auch Texte, Bilder oder Kuscheltiere als Distraktoren oder als Übergangsobjekte. Die Ausführungen im Kapitel „Der Hospizgedanke – ein Weg zur Verwirklichung von Hominität und Humanität … nicht nur am Lebensende“ (S. 347–353) scheinen mir in Anbetracht des Umstands, dass wir über Tod und Sterben nach wie vor viel zu wenig wissen, in unserer entfremdeten Gesellschaft das Sterben nach wie vor tabuisiert ist und aus dem eigenen Heim in die sterile Kranken hauswelt verlagert wurde, ganz wichtig. Sterben ist ein Lebensprozess – Hospize sind daher ein Ort der Humanität und des Lebens. Mit Würde sterben zu können, ist laut Petzold ein Menschenrecht und als solches einzufordern. „Mit alten Menschen arbeiten“ unterscheidet sich in Teil 2 durch die Hereinnahme neuer und das Weglassen alter Beiträge stark von der Erstausgabe und vermittelt viel Neues und Wissenswertes, das aus langjähriger psychotherapeutischer Praxis resultiert und auf neuen Ergebnissen der gerontologischen Forschung basiert. In Anbetracht der vielfach empirisch belegten Bedeutung von körperlicher Aktivität finde ich es sehr bedauerlich, dass Petzold auf den Nachdruck des Kapitels „Bewegung ist Leben – körperliche Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude im Alter durch Integrative Bewegungstherapie, Tanztherapie und Isodynamik“ verzichtet hat. Insbesondere deshalb, da er in Band 1 (S. 77) postuliert, dass es keine bessere Geroprophylaxe als körperliche Aktivität gibt. Der Autor verweist für diesen Beitrag auf seinen Text in „Integrative Bewegungs- und Leibtherapie“ aus 1996 (S. 519–562). Für mich ergeben sich aus der Lektüre der beiden Bände von „Mit alten Menschen ar beiten“ die nachstehenden drei Hauptaus sagen. Psychotherapie ist auch für alte Menschen eine wirkungsvolle Intervention, um die sich im Alter häufenden Verlusterfahrungen bewältigen zu können. Psychotherapeutische Verfahren können bei depressiven Störungen und Angststörungen, aber auch bei Demenz erkrankungen und als palliative Begleitung im Sterbeprozess erfolgreich eingesetzt werden. Psychische Erkrankungen bleiben vor allem im Alter häufig unerkannt und werden nicht behandelt, denn alte Menschen klagen bei ihrem Hausarzt, der in der Regel keine psychologische und psychotherapeutische Zusatzausbildung hat, vorrangig über körperliche Beschwerden. Eine psychotherapeutische Intervention könnte medikamentöse Behandlungsformen unterstützen, möglicherweise sogar ersetzen. Empirische Ergebnisse über die Effekte von psychotherapeutischen Interventionen sind derzeit allerdings noch spärlich.
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Bei der Arbeit mit alten Menschen sind erlebnisaktivierende ganzheitliche Ansätze zu bevorzugen, die eine aktive Therapeut(inn)enrolle erfordern. Dramatische Methoden und der Einsatz von kreativen Medien, Musik und Bewegung vorzugsweise im Gruppen setting sind sehr gut geeignet, um alte Menschen aus Vereinsamung, Verstummung und sozialer Isolierung herauszuholen und ihre Lebensperspektive zu verbessern. Für den Erfolg einer psychotherapeutischen Intervention bei alten Menschen ist entscheidend, dass die Zusammenarbeit zwischen Therapeut(inn)en und Klient(inn)en partnerschaftlich erfolgt und die Klient(inn)en aktiv den Inhalt und Verlauf von Interventionsmaßnahmen steuern können. Alte Menschen wollen als vollwertige eigenverantwortliche Partner(innen) im therapeutischen Prozess akzeptiert werden – sie wissen selber am besten, was für sie gut ist. Die Thera peut(inn)en sind gefordert, sich auf die alten Menschen einzulassen und ihre eigenen unbewussten Ängste vor dem eigenen Altern und seinen Folgen zu reflektieren und zu überwinden. Gertrude Böhler, Villach n
C. Fazekas Spüren und Denken Psychosomatische Intelligenz im Alltag. VI, 104 S. Springer, Wien New York, 2007. Geb. EUR 19,95; CHF 32,50. ISBN 978-3-211-72055-4 Spüren und Denken – das sind die zwei Informationsquellen, die einander ergänzend die Grundlage zum Konstrukt „Psychosomatische Intelligenz“ bilden und deren Alltagsrelevanz im Mittelpunkt des oben angezeigten Buches steht. Nach seinem ersten Werk, „Psychosomatische Intelligenz: Spüren und Denken – ein Doppelleben“, mit dem Christian Fazekas den Begriff „Psychosomatische Intelligenz“ geprägt und die Hintergründe zur Entstehung dieser Konzeption aufgezeigt hat, hält auch das neue Buch, was es verspricht: anhand vieler Erzählungen wird die praktische Umsetzung von psychosomatischer Intelligenz im Rahmen der kleineren, aber auch größeren Problembereiche und Facetten des Alltags deutlich, wobei die Palette von der Beachtung von simplen Alltagsgewohnheiten bis hin zum Umgang mit schweren Erkrankungen reicht. Aber ist es wirklich notwendig den schon inflationären Gebrauch des Begriffs Intelligenz um eine weiter Facette zu bereichern? Und was kann man sich unter psychosomatischer Intelligenz nun wirklich vorstellen? Der Autor geht davon aus – und dies ist auch der Grundgedanke von psychosomati-
scher Intelligenz –, dass es wichtig ist, Spüren und Denken miteinander verbinden zu können, um auf eigene körperliche Signale geistig so zu reagieren, dass deren aktuelle Bedeutung erfasst und für das konkrete Handeln nutzbar gemacht werden kann. Dabei gibt es keine starren Regeln oder Vorschriften, die zum Ziel führen: Vielmehr fordert das Buch auf, selbst aktiv zu werden. Es geht darum, persönlich wichtige Anliegen und Bedürfnisse zu erkennen und im Rahmen der eigenen konkreten Möglichkeiten kreative Lösungen für diese Anliegen zu entwickeln. Und in genau diesem Prozess sind Spüren und Denken, und insbesondere die Verbindung von beiden, die wesentlichen Faktoren. Fazekas gelingt es, anhand zum Teil vergnüglicher, aber auch nachdenklich stimmender Fallgeschichten, Anregungen für eine zufrieden stellende Gestaltung der eigenen Lebens- und Alltagswelt zu geben, und auf diese Weise letztendlich auch einen Beitrag für die eigene Gesundheit zu leisten. Dabei werden auf fast spielerische Art und „ganz nebenbei“ wichtige Hintergrundinformationen und Kenntnisse aus dem Fachbereich der Psychosomatik und angrenzender Disziplinen vermittelt. Anhand der zumeist gut nachvollziehbaren Schilderung vieler Einzelschicksale inspiriert der Autor dazu, praktische Überlegungen für die eigene Lebensführung anzustellen, und ermutigt so zur Eigenverantwortung. Dass die Konzeption psychosomatischer Intelligenz in ihrer wissenschaftlichen Erforschung und Fundierung noch in den Kinderschuhen steht, stört dabei zwar nicht, allerdings verweist der Autor auf diesen Umstand erst am Ende des Buches. Insgesamt ein gelungenes Buch, das sich leicht und flüssig liest und sich auch mit Themen unserer Zeit, wie Konsumorientierung und persönlichen Folgen von allzu hohen Ansprüchen, kritisch befasst. Oskar Frischenschlager, Wien n
T. Dayton Emotional Sobriety From Relationship Trauma to Resilience and Balance. XXIX, 281 S. Health Communications, Deerfield Beach, Fla., 2007. Brosch. USD 14,95. ISBN 978-0-7573-0609-9 Tian Dayton ist eine führende Psychodramatikerin und Montessori-Lehrerin und schloss in Erziehungspsychologie (Master) und Klinischer Psychologie (PhD) ab. Ihre Vorfahren waren aus Griechenland in die Vereinigten Staaten eingewandert, und in jungen Jahren (in den 50ern) erlebte sie selbst mit, wie in ihrer Familie versucht wurde, die „Dinge“ durch Alkohol in den Griff zu bekommen, wie
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ihre Familie unter der allseits üblichen emotionalen Sprachlosigkeit und der Verdrängung emotionalen Schmerzes litt. Sie erkannte ihre Situation als ACOA (adult child of an alcoholic – erwachsenes Kind eines Alkoholikers) und konnte durch stete Bereitschaft, sich mit dem Unausgesprochenen und den schmerzhaften Erfahrungen auseinanderzusetzen, zu jener Einstellung finden, die sich mir in dem einen Satz in dem oben angezeigten Buch spiegelt, den ich als ihr Credo hinsichtlich menschlicher Lernfähigkeit ansehe: „we have so much more control of our life experience than we may realize“ (S. 249). Sie geht damit, in humanistischer Weise, prinzipiell von der Wahlfreiheit des Menschen und einem lerntheoretischen Rahmen aus. Daneben bringt sie immer wieder evolutionspsychologische Erklärungen. Der Inhalt des Buchs setzt sich aus Erzählungen aus ihrem persönlichen Leben, kurzen Fallgeschichten und Darstellungen wissenschaftlicher Studien zusammen und wendet sich sowohl an ihre Kollegen als auch an Laien. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen „relationship trauma“ (Traumata aus intimen Beziehungen) und, als die Fähigkeit mit diesem umzugehen und trotzdem Erfüllung im Leben zu finden und das Leben gestaltend anzupacken, das Konzept der „emotional sobriety“ (der Begriff ist nicht so ohne weiteres übersetzbar, daher bitte um Geduld). Mit dem Begriff des „relationship trauma“ fokussiert sie besonders die traumatisierenden Erfahrungen in intimen Beziehungen (Eltern-KindBeziehungen und Partnerschaften) wie der Verletzung, Nichtbeachtung, Entwürdigung, Aus- und Benutzung und anderen Vertrauen zersetzenden Verhaltensweisen, wie sie etwa durch Vergewaltigung, das Erleben der Alkoholabhängigkeit eines Elternteiles, die Anwendung von Gewalt gegeben sind. Dayton stellt klar, dass kein Weg darum herumführt, sich dem einstigen Schmerz, sei er nun selbst erlebt oder über Generationen weitergegeben worden, zu stellen, ihn zu bewältigen, d. h. ihm die Gewalt zu nehmen, indem man ihn zur Sprache bringt und akzeptiert, und ihn damit schrittweise zu integrieren lernt, will man als Erwachsener ein Leben im Hier und Jetzt führen und unabhängig von der zur Aktion (z. B. Vergeltung, Flucht, aber auch Sichtotstellen) drängenden Kraft werden, die zunächst durch jede solche schmerzhafte Erfahrung geweckt wird. Die Umsetzung in Handlungen führt meist in Richtung Abhängigkeit von Selbstmedika tion, Alkohol, Abhängigkeit von einem Partner, Koabhängigkeit, Zwangshandlungen, Gewalttätigkeit und ähnlichem Verhalten, wobei es oft nicht ersichtlich ist, dass es Substitutionshandlungen sind. Den vielfältigen Substitutionshandlungen gegenüber stellt sie nun die Haltung der emo-
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tional sobriety. Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Bewegung der Anonymen Alkoholiker. „Sober“ meint nüchtern, klar, unabhängig. Die Kernbedeutung von emotional sobriety ist jene, auf Substitutionshandlungen verzichten zu können und somit eine Form der emotionellen Wahlfreiheit zu leben. Mit angesprochen sind die Fähigkeiten, Spannungen ertragen und die schmerzhaften Erfahrungen zur Sprache bringen zu können und damit der eigenen emotionalen Selbstregulationskraft Raum zum Wirken zu geben. Die Fähigkeit zur emotionalen Selbstregula tion, die sich verschiedenster Hilfsmittel bedient, wie der Selbstberuhigung, Lachen, Spiel und Kreativität, Intimität, Vergebung, Gebet, sozialer Netzwerke und fördernder Einstellungen, ist das wesentlichste Element von emotional sobriety. Um dieses Kernthema webt Dayton in ihrem Buch ein komplexes, mehrdimensionales Netz, als dessen rote Fäden sich drei Stränge ausmachen lassen, die sich immer wieder miteinander verweben. Einer ist die Biologie der Emotionen und von Gedächtnis und Denken; alle Erfahrungen haben auch eine physiologische Grundlage. Dayton betont, wie sehr wir von unserer Biologie her auf Begegnung, Gegenseitigkeit, Mitfühlen „getrimmt“ sind. Ein anderer Strang sind entwicklungspsychologische Aspekte: wie und warum Erwachsene anders „ticken“ als Kinder; wie unbewusste Annahmen und Deutungen, die im Kindesstadium erlernt wurden, sich in Lebensformen niederschlagen; und wie Verhaltensweisen von Generation zu Generation weitergegeben werden. Aus den beiden ergibt sich als dritter Strang Bewältigungsverhalten in den verschiedensten Formen: Schmerz abwehrende und dadurch Integration verhindernde, wie Selbstmedikation (Drogen, Essen, Kaufsucht etc.), Angst und Panik, Trauer, Depression, Koabhängigkeit – die aber die Virulenz des Schmerzes nicht ändern, sondern mit ihnen wird „das Rad weitergedreht“ –, und Schmerz bewältigende Formen, die Dayton im Begriff der Haltung der emotional sobriety konzeptualisiert. Ihre Ausführungen ermöglichen jenen, die sich nicht eingehend mit den vielen Teildisziplinen befassen, ein tieferes Verständnis, wenn sie auch, vor allem in den detaillierten wissenschaftlichen Hintergründen, auf halber Strecke stehen bleiben muss, weil das Buch sonst den vielfachen Umfang hätte. Erfreulich ist, dass sie sehr aktuelle Studien anführt und so auch dem erfahrenen Leser neue Erkenntnisse vermitteln kann. Ihr Kernbegriff emotional sobriety wird allerdings erst im Laufe des Buchs klar und ist auch nach Lektüre für mich noch schwer übersetzbar. Vorsichtig bin ich bei ihren evolutionspsychologischen Begründungen, die mir einfach als zu plausibel erschienen. Unklar ist mir
auch die tatsächliche neuropsychologische Basis, auf die sie sich beruft, und welche neuropsychologischen Modelle sie zu Grunde legt. Im Gegensatz dazu sind neurobiologische Zusammenhänge vielfach eingearbeitet. Wird sie ihrem Anspruch, ein einfach lesund verstehbares Übersichtswerk geschrieben zu haben, gerecht? Durchaus. Es ist eine gelungene Einführung und Zusammenfassung. Wenn es beim Lesen auch oft verwirrend für mich war, da zunächst keine klare Linie zu erkennen ist. Immer wieder kommt sie auf bereits besprochene Themen zurück. Erst in den späteren Kapiteln kommt mehr „Ordnung“ hinein, was der Lesbarkeit zugute kommt. Ihren Schlussfolgerungen bezüglich der Auseinandersetzung mit den eigenen schmerz haften Anteilen kann ich nur zustimmen und will ihre Gültigkeit sogar ausweiten. Zum Erwachsenwerden und Erwachsensein gehört dies wie das Amen zum Gebet, ist also eine für jeden erwachsenen Menschen notwendige und nicht nur wünschenswerte Fähigkeit. Möchte ich das Buch zur Lektüre empfehlen? Will man ein Fachbuch haben, das auf die neuropsychologischen Grundlagen nebst Darstellung der Funktionssysteme eingeht, dann ist dieses Buch nicht zu empfehlen. Dayton reißt zwar viel an, bleibt aber in der (aus Fachbuchsicht) seichten Kurzdarstellung hängen. Will man einen Überblick, eine Fülle von Anregungen bis hin zu „Checklisten“ oder Selbstbefragungen, dann ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen. Es bietet ausreichend gut belegte Darstellungen von Zusammenhängen. Es ist flüssig und abwechslungsreich geschrieben und eine erstaunlich intensive und bereichernde Lektüre. Wolfgang Fröch, Krumpendorf n
G. Stumm, E. Jandl-Jager Psychotherapie Ausbildung in Österreich. 480 S. Falter-Verlag, Wien, 2006. Brosch. EUR 29,90. ISBN 978-3-85439-334-4 Das hier angezeigte Buch ist zwar bereits im Jahr 2006 erschienen, aber es hat noch nichts von seiner Aktualität eingebüßt, von Details abgesehen. So wurde inzwischen eine weitere Therapierichtung, die hier noch als „Anerkennungswerberin für das Fachspezifikum“ vorgestellt wird (Neurolinguistische Psychotherapie), durch einen Entscheid der damaligen Bundesministerin Rauch-Kallat im Jänner 2007 anerkannt. Am Klappenumschlag wird der Inhalt in einem Satz vorgestellt: „Das Buch gibt einen Überblick über die konkreten Ausbildungsmöglichkeiten in Psychotherapie in Öster-
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reich sowie über psychotherapeutische Weiterbildungsmöglichkeiten, weiters über Ausbildungen in Musiktherapie, Beratungsausbildungen und Supervisionsausbildungen.“ Das Werk erscheint bereits in 4. Auflage in weitgehend überarbeiteter Version sowie unter geändertem Titel. Gerhard Stumm und Elisabeth Jandl-Jager stellen zum vorliegen den Band selbst fest, „dass sich im Laufe der Überarbeitungen der Darstellungen der einzelnen Ausbildungsangebote herausgestellt (hat), dass innerhalb der über zehn Jahre, die seit der letzten Auflage vergangen sind, sehr viele Änderungen – und bei weitem nicht nur bei den Kosten – zu vermerken sind.“ Daher sei bei der vorliegenden Ausgabe „von einer völligen Neugestaltung des Buches auszugehen. Gleich geblieben ist aber unser Haupt anliegen, nämlich die Dokumentation und Bewertung der aktuellen österreichischen Ausbildungssituation im Bereich der Psychotherapie“ (S. 7). 1983 wurde im Verlag der Österreichischen Hochschülerschaft erstmals ein Überblick über Ausbildungen für Psychotherapie in Österreich von P. Deimann u. a. herausgegeben. 1985 folgte eine überarbeitete und erweiterte 2. Auflage. Nach Inkrafttreten des Psychotherapiegesetzes im Jahre 1991 erschien dann 1995 der Vorläufer des vorliegenden Buches im FalterVerlag, herausgegeben von G. Stumm u. a. Dieses Werk umfasste noch 630 Seiten und war dem Anspruch, über die Ausbildungsmöglichkeiten in Psychotherapie und verwandten Bereichen umfassend zu informieren, damit auch in der Seitenanzahl umfangreich nachgekommen. Seither sind 12 Jahre vergangen, ein Zeitraum, in dem sich die Psychotherapieszene gewandelt, entwickelt und im Bereich des Gesundheitswesens weitgehend etabliert hat. Das vorliegende Werk ist gegenüber der vorigen Auflage im Seitenumfang beträchtlich reduziert, konkret um 150 Seiten. Die umfassende Darstellung der Ausbildungen in Psychotherapie hat jedoch darunter keineswegs gelitten, sondern macht nun noch deutlicher den Hauptteil des Buches aus. Was Übersichtlichkeit und Handhabbarkeit betrifft, so hat das Werk gegenüber dem Vorläufer sogar noch gewonnen. Vom Inhaltlichen her ist die vorliegende Ausgabe seriös, umfassend recherchiert und in einem einheitlichen Duktus verfasst. Die äußere Form und das Layout sind ansprechend und erleichtern die Lesbarkeit. In einer Einleitung werden allgemeine und konkrete Fragen der Psychotherapieausbildung vorweg erörtert und dargestellt. So wird die Struktur der Psychotherapieausbildung und verwandter Ausbildungswege in Österreich schematisch und grafisch dargestellt, die Ausgangssituation und Motiva
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tion von Ausbildungsinteressierten durchleuchtet, und die Berufsaussichten werden an Hand von statistischem Material einzuschätzen versucht. Tabellarische Aufstellungen betreffend Kosten und Kapazitäten der einzelnen Ausbildungsanbieter sind besonders illustrativ und schaffen rasche Vergleichsmöglichkeiten. In einem eigenen Abschnitt der Einleitung belegen die Autoren die Tendenz zur Akademisierung der psychotherapeutischen Ausbildung und vertreten die Auffassung, dass bereits das Psychotherapiegesetz 1991 einen Akademisierungsschub ausgelöst habe. Für den Bereich der Propädeutika lässt sich dies bereits ab 1992 zeigen. Für die Fach spezifika ist diese Entwicklung verstärkt etwa ab 2001 festzustellen (Kooperationen von Universitäten mit anerkannten Ausbildungseinrichtungen in Form von Universitätslehrgängen und Lehrgängen universitären Charakters). Als Beispiel wird die 2005 akkreditierte Sigmund-Freud-Privatuniversität (SFU) angeführt, die mit ihrem Angebot eines Studiums der Psychotherapiewissenschaften theoretische und praktische Qualifikationen vermitteln will und direkt universitäre Abschlüsse (Bachelor, Magister) anbietet. Seitens der SFU bestehe „der Plan, eine Anrechnung im Sinne der Feststellung der Gleichwertigkeit des Studiums mit einer anerkannten psychotherapeutischen Ausbildung zu erreichen“ (S. 33). Zu diesem Bestreben der SFU wird auch auf die Stellungnahme des zuständigen Bundesministeriums (zu finden auf seiner Homepage) sowie Bedenken der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien hingewiesen. Im abschließenden Resümee zur postulierten Akademisierungstendenz vertreten die Autoren die Auffassung, dass die Psychotherapie traditionell in einem „Spannungsfeld zwischen universitärer und außeruniversitärer Ausbildung“ stehe. Es sei zu erkennen, dass „außeruniversitäre Aktivitäten als Initialzündung für universitäre Aktivitäten“ angesehen werden können. Wie die Entwicklung weitergehen werde, müsse noch abgewartet werden. Es wird aber auf Parallelitäten in der Entwicklung von Strukturen sowohl der Psychotherapieausbildung als auch des universitären Sektors hingewiesen (einerseits die Zweiteilung der Psychotherapieausbildung in Propädeutikum und Fachspezifikum, andererseits die Neustrukturierung der Universitätsstudien in Bachelor, Magisterstu dium und nachfolgendem Doktoratsstu dium). Im speziellen Teil, der mehr als 95 Prozent des Buches ausmacht, werden die konkreten Aus- und Weiterbildungsangebote in Österreich dargestellt und jeweils nach einheitlichen Rastern beschrieben. Das erleichtert es,
die verschiedenen Anbieter in bestimmten Kriterien zu vergleichen und einen Überblick zu gewinnen. Den Hauptteil des Buches nehmen die propädeutischen und fachspezifischen Ausbildungsangebote ein. Weiters werden Anerkennungswerber für das Fachspezifikum (Bio energetische Analyse, Neurolinguistische Psychotherapie [siehe oben]), universitäre Studien auf dem Gebiet der Psychotherapie, Diplome der Österreichischen Ärztekammer (PSY-Diplome), psychotherapeutischen Weiterbildungen und die Ausbildung für Musiktherapie vorgestellt Mit der Psychotherapie verwandte psychosoziale Beratungsausbildungen und Super visionsausbildungen bilden den Abschluss des speziellen Teils. Für die Propädeutika wird nach einer allgemeinen Darstellung der gesetzlichen Grundlagen, der Zugangsbestimmungen sowie des Inhalts und Umfangs eines Propädeutikums ihre Entstehung aus der berufspolitischen Diskussion im Gefolge des Psychotherapie gesetzes skizziert und begründet. Vor der speziellen Darstellung der einzelnen staatlich anerkannten Anbieter vermittelt eine Übersichtstabelle einen ersten Einblick und einen Vergleich nach wesentlichen Gesichtspunkten, wie Absolventenzahlen, Wartezeiten, Dauer, Kosten, aktuellen Teilneh mer(innen)zahlen, Anzahl der Lehrenden, besonderen Aufnahmevoraussetzungen und Modalitäten der zeitlichen Organisation. Danach folgt die systematisch struktu rierte Beschreibung der einzelnen anerkannten Propädeutika nach einem einheitlichen Raster von 8 Punkten mit einem abschließenden Kommentar und jeweiliger Kontaktadresse. Das alles ermöglicht, sowohl eine Übersicht über sämtliche Angebote zu bekommen und diese vergleichen zu können als auch das Spezifische der einzelnen Lehrgangsanbieter rasch herauszufinden. Im Jänner 2006 gab es 17 anerkannte Ausbildungslehrgänge, davon sind 5 Universitätslehrgänge. 2 Anbieter waren zum Zeitpunkt nicht ausbildungsaktiv, 1 Lehrgang lief im Herbst 2006 aus. Auch für die Fachspezifika beginnt die Darstellung mit einem allgemeinen Teil und bietet abschließend eine Übersichtstabelle, in der die anerkannten Ausbildungseinrichtungen aufgelistet und beschrieben werden. Dies wird entlang von 8 Kriterien vorgenommen. Im Jänner 2006 waren 21 psychotherapeutische Methoden und 34 Anbieter eines Fachspezifikums anerkannt. Die Zahl der anerkannten Methoden ist gegenüber 1995 nahezu gleich geblieben, während sich die Zahl der Fachspezifika um ein Drittel gegenüber 1995 erhöht hat, also doch eine beträchtliche Steigerung des Angebots seit 1995.
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buchbesprechungen
Wobei hiezu anzumerken ist, dass in Österreich eine psychotherapeutische Methode nicht per se anerkannt wird, sondern nur über einen konkreten Ausbildungsträger. Daraus resultiert die Differenz zwischen der Anzahl der anerkannten Methoden und der Anzahl der Ausbildungsanbieter, also der konkreten Fachspezifika. Im speziellen Teil werden die einzelnen Anbieter wieder nach einem einheitlichen Raster beschrieben, wie bereits in der Auflage von 1995. Die damaligen Darstellungen wurden mit Hilfe von kundigen Vertreterinnen der Fachrichtungen überarbeitet. Die Ver antwortung für die schriftliche Fassung und besonders die resümierenden Kommentare zu den einzelnen Fachspezifika übernehmen jedoch ausdrücklich die Verfasserinnen des Buches. Die einheitlichen Beschreibungen ermöglichen sowohl einen raschen Einblick als auch eine gute Vergleichbarkeit zwischen den Angeboten. Die abschließenden Kurzkommentare bieten jeweils eine erste Bewertung und den Versuch einer Einschätzung der Entwicklung der jeweiligen Fachrichtung. Neu gegenüber 1995 ist, dass bei den einzelnen Fachspezifika die jeweiligen zum Zeitpunkt von den Fachrichtungen ernannten Lehrtherapeut(inn)en mit Namen und Adressen aufgelistet werden. Neu im vorliegenden Werk ist auch, dass universitäre Studien auf dem Gebiet der Psychotherapie, die 1995 noch nicht existierten (SFU und Universitätsklinik für Tiefenpsychologie an der Universität Wien [nun Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie an der Medizinischen Universität Wien]), in das Verzeichnis aufgenommen wurden. Nach einer umfassenden Definition der psychotherapeutischen Weiterbildung und einem Hinweis auf ihre gesetzliche Grundlage („Fort- und Weiterbildungsrichtlinie für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten“ aus dem Jahre 2000) werden 55 spezielle Weiterbildungsangebote aufgelistet und nach 5 Kriterien beschrieben (Träger, Zielgruppe, Dauer und Umfang, Kosten, Sonstiges) und die jeweiligen Kontaktadressen angegeben. Kriterien der Aufnahme in das Buch waren ein definiertes und strukturiertes Curriculum sowie ein Umfang von mindestens 200 Stunden. Daher wurden nicht alle möglichen privaten Anbieter von psychotherapeutischen Fortbildungen berücksichtigt. Der Bereich der Beratungsausbildungen ist im Vergleich zur Ausgabe 1995 bedeutend knapper geworden und wird in 3 Bereiche gegliedert: 1. Familien-, Ehe- und Lebensberatung, 2. Lebens- und Sozialberatung, 3. andere Beratungsformen, inklusive gruppenpädagogischer Verfahren. Der Abschnitt Supervisionsausbildungen ist ebenso knapp wie im Vorläufer gehalten.
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Der Hauptteil umfasst Supervisionsausbildungen, die von der Österreichischen Vereinigung für Supervision (ÖVS) anerkannt sind. 15 Ausbildungsgänge werden hier aufgelistet und beschrieben. Zusätzlich werden weitere 4 Ausbildungen aufgeführt, die nicht von der ÖVS anerkannt sind. Seit 1995 hat sich auch in der Supervisionsszene einiges getan. Die ÖVS hat sich inzwischen als wichtigster Verband von Super visor(inn)en etabliert. Das dürfte auch zur weiteren Straffung des Supervisionsausbildungsmarktes beigetragen haben. Neu gegenüber dem Vorläufer ist auch ein Glossar am Ende des Buches. Die wichtigsten Fachbegriffe sowie wesentliche, v. a. rechtliche Bestimmungen, die Psychotherapie betreffende Institutionen und Zusammenhänge werden erläutert. Zum Nachschlagen und Vertiefen ist das sehr hilfreich. Man kann Stumm und Jandl-Jager nur voll zustimmen, dass das vorliegende Buch sich insbesondere dazu eignet, „AusbildungsinteressentInnen und -teilnehmerInnen … als grundlegende Informationsquelle und als vergleichender Überblick über die konkreten Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich“ (S. 7) zu dienen. Aber auch Psychotherapeut(inn)en und andere mit der Materie Befasste können diese Arbeit heranziehen, um sich rasch und genügend ausführlich über das Ausbildungsangebot für Psychotherapie zu informieren. Und last but not least könnte das Buch als Werkzeug und Quelle im weiteren Qualitätssicherungsprozess der Dienstleistung Psychotherapie hilfreich sein. Friedrich Demel, Wien n
C. Herrmann-Lingen, C. Albus, G. Titscher (Hrsg.) Psychokardiologie Ein Praxisleitfaden für Ärzte und Psychologen. XIII, 299 S.; 13 Abb.; 8 Tabellen. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 2008. Brosch. EUR
39,95; EUR
41,10. ISBN 978-3-7691-0518-6 Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen die häu figste Todesursache dar. Es wird angenommen, dass im Jahre 2020 allein die koronare Herzkrankheit die führende Ursache krankheitsbedingter Beeinträchtigungen sein wird, gefolgt von der Depression. Die Komorbidität dieser beiden Erkrankungen stellt – allein quantitativ – eine bedeutende Herausforderung für das Gesundheitssystem insgesamt und die direkt beteiligten Fachbereiche Medizin und Psychotherapie dar. Die vielfältigen bidirektionalen Zusammenhänge zwischen Koronarerkrankung und Psyche fördern und
fordern einen ganzheitlichen Zugang zum Patienten. Neben den biomedizinischen Aspekten der Krankheit werden zunehmend auch die psychosozialen Dimensionen als bedeutsam für Krankheitsentstehung, aber auch Gesundung, Lebensqualität, Gesundheitsverhalten erkannt. Zu den drei Herausgebern des hier angezeigten Buchs „Psychokardiologie“, alle drei psychosomatisch orientierte Internisten, gesellen sich eine Psychologin und ein Philosoph, ein sichtbares Zeichen, dass die diszi plinübergreifende Herangehensweise an die erkrankten Patient(inn)en auch auf der Seite der Autor(inn)en praktiziert wird. Das Buch ist aber nichtsdestotrotz aus einem Guss. Hier waltete offensichtlich eine sorgfältige inhaltliche Planung. Die positiven Hervorhebungen beginnen möchte ich mit dem Einführungskapitel, das sich besonders an nichtärztliche Leser(innen) richtet. Auf immerhin vierzig Seiten werden Grundzüge der Anatomie und Physiologie des Herz-Kreislauf-Systems sowie Erkrankungen (arterielle Hypertonie, koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Herzfehler) nach einem einheitlichen Schema dargestellt (klinische Erscheinungsform, Ursachen, Diagnostik, Therapie). Dem folgen, wohl vorrangig für die ärztliche Leserschaft, Grundkonzepte der psychosomatischen Medizin, indem die bekannten Konzepte der Pathogenese, des Salutogenese modells sowie der Bewältigungsthematik kurz und übersichtlich dargestellt werden. Nach diesen Voraussetzungen (einschließlich ethischer Aspekte) werden konkrete psychosomatische Problemfelder dargestellt. Vorweg die funktionellen Herzbeschwerden, jene heterogenen Beschwerden, die, entsprechend der mit ihnen meist einhergehenden beträchtlichen Angst, entsprechend drängend vorgebracht werden und den unkundigen Arzt (die unkundige Ärztin) in Bedrängnis bringen. Auch hier folgt die Darstellung wieder der bekannten Systematik von Verbreitung, Klinik, Ursachen, Diagnose und Therapie. Dazu kommen entscheidende Hinweise auf die Besonderheiten der Arzt-Patient-Beziehung. Die beträchtliche, drängende Angst des Patienten kann nicht oder jedenfalls nicht nachhaltig durch sachbezogenes Versichern, dass keine organische Erkrankung vorliege, befriedet werden. Hierin liegt ein weites Feld für Entgleisungen der Beziehung. Ausführlich dargestellt werden die Behandlungsansätze, unter diesen erst einmal die basalen Voraussetzungen für eine tragfähige Arzt-Patient-Beziehung (Ernstnehmen, Geduld, Würdigung der subjektiven Krankheitstheorie, Information), dann vorsichtige Verhaltensempfeh lungen (Ermutigung zum Abbau von Schonund Vermeidungsverhalten, Motivierung, den Kontakt zu halten, auch ohne dass Symptome
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dazu drängen) bis hin zur weiterführenden reflexiven Beschäftigung in der Psychotherapie. In weiteren Kapiteln werden die Wechselbeziehungen zwischen psychischen Erkrankungen und kardiologischen Problemen behandelt. Beginnend mit a) Persönlichkeitsfaktoren, wie z. B. Feindseligkeit und Neigung zu Ärger, zwei Faktoren, die aus der weiteren Beforschung des altehrwürdigen Typ-A-Verhaltens hervorgegangen sind; dann b) konkretes Risikoverhalten wie Rauchen, Fehlernährung und Bewegungsmangel und in ebenfalls eigenen Kapiteln c) Angst und d) Depression – es werden dabei immer beide Richtungen behandelt: Angst, Depression als Begleiterscheinung und Folge kardialer Erkrankungen und umgekehrt als kardiopathogenetische Faktoren; e) soziale Faktoren (sozioökonomische und berufliche Belastungen sowie Partnerschaft und Familie) werden ebenfalls ausführlich behandelt. Wir sind jetzt, bezogen auf den Umfang, etwa in der Mitte des Buches angelangt. In einem weiteren umfangreichen Kapitel werden nun die großen kardiologischen Krankheitsbilder abgehandelt, voran die arterielle Hypertonie, dann die Herzrhythmusstörungen, Herzkatheter, Koronar-Interventionen, Schrittmacher, Herzinsuffizienz, -Transplantation und schließlich angeborene und erworbene Herzfehler. Ein eigenes Kapitel ist der Diagnostik gewidmet, in dem immer wieder spezielle Hinweise und Empfehlungen für Psychotherapeut(inn)en eingefügt sind. Ein letztes der großen Kapitel wird der Behandlung gewidmet. Wurden in jedem der auf einzelne Störungsbilder konzentrierten Abschnitte Behandlungsansätze kurz dargestellt, so wird hier den unterschiedlichen Organisationsformen und Zugängen breiterer Raum gegeben. Als „psychosomatische Grundversorgung“ wird all das bezeichnet, was von der ersten Anlaufstelle, dem Allgemeinmediziner (der Allgemeinmedizinerin) oder Internisten (Internistin) geleistet werden kann. Weiter in Richtung Spezialisierung gehen die Konsiliar- und Liaisonmodelle, die stationäre Psychokardiologie und verhaltensmodifikatorische Ansätze mit strukturierten Trainingsmodulen und schließlich verschiedenen ambulanten Behandlungsmöglichkeiten, zu welchen Psychotherapie gehört, aber auch die Gesundheitsförderung. Genauigkeit, Systematik, Anschaulichkeit und Praxis-
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relevanz kennzeichnen das Buch in beispielhafter Weise. So kann es auch nicht anders sein, als dass sowohl die Grundzüge der Psychotherapie als auch psychoanalytische, psychodynamische, behaviorale Ansätze und spezielle Modifikationen für Herzpatienten beschrieben werden. In einem Serviceteil wird schließlich auf Fort- und Weiterbildungsangebote verwiesen, ein Literatur-, ein Stichwort-, ein Abkürzungs- und Adressenverzeichnis vervollständigen ihn. Ich kenne kein vergleichbar informatives, praxisbezogenes und gut strukturiertes Psychosomatikbuch. Oskar Frischenschlager, Wien n
Quindeau, I.: Verführung und Begehren. Die psychoanalytische Sexualtheorie nach Freud. 320 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2008. Geb. EUR
34,–; CHF 57,–. ISBN 978-3-608--94486-0.
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Seiffge-Krenke, I.: Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Therapie mit Jugendlichen. 422 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2007. Geb. EUR
34,–; CHF 57,–. ISBN 978-3-608-94440-2.
Kuntz, H.: Sucht – eine Herausforderung im therapeutischen Alltag (Leben lernen, Bd. 205). 232 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2007. Brosch. EUR
23,–; CHF 44,10. ISBN 978-3-608-89029-7. Kutter, P., Müller, T.: Psychoanalyse. Eine Einführung in die Psychologie unbewusster Prozesse. 431 S., 16 Abb. Pfeiffer bei KlettCotta, Stuttgart, 2008. Geb. EUR
34,–; CHF 57,–. ISBN 978-3-608-94437-2. Mary, M.: Erlebte Beratung mit Paaren. 180 S., 5 Abb. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2008. Geb. EUR
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Retzlaff, R.: Spiel-Räume. Lehrbuch der systemischen Therapie mit Kindern und Jugendlichen. 431 S., 30 Abb. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2008. Geb. EUR
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Sieder, R.: Patchworks – das Familienleben getrennter Eltern und ihrer Kinder. 409 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2008. Geb. EUR
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Moser, G. (Hrsg.): Psychosomatik in der Gastroenterologie und Hepatologie. XVIII, 290 S.; 25 Abb. Springer, Wien New York, 2007. Geb. EUR 59,95; CHF 98,–. ISBN 978-3-21169158-8.
Walter, H. (Hrsg.): Vater, wer bist du? Auf der Suche nach dem „hinreichend guten“ Vater. (Leben Lernen, Bd. 211). 23 Abb., 292 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2008. Brosch. EUR
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Perls, F. S., Hefferline, R. F., Goodman, P.: Gestalttherapie. Zur Praxis der Wiederbe lebung des Selbst. 9., völlig überarb. Aufl. 300 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2007. Brosch. EUR
24,50; CHF 46,90. ISBN 978-3-608-94435-8.
Weigel, E.: Körperschemastörungen erkennen und behandeln. Der KörperReich-Ansatz und seine Übungen (Leben lernen, Bd. 209). Mit Hör-CD. 141 S. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2008. Brosch. EUR
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Pritz, A. (Hrsg.): Einhundert Meisterwerke der Psychotherapie. Ein Literaturführer. 210 S. Springer, Wien New York, 2008. Geb. EUR 39,95; CHF 65,50. ISBN 978-3-21125214-7.
Wiltschko, J.: Focusing und Philosophie. Eugene T. Gendlin über die Praxis körper bezogenen Philosophierens. 176 S. Facultas Universitätsverlag, Wien, 2008. Brosch. EUR 20,50; CHF 35,90. ISBN 978-3-7089-0189-3.
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