Di0 Zirkulati0ndes Quecksilbersim Organisms. Von Privatdozent Dr. Svend Lomholt, Aasistenzarzt dor Univerait~ts-Hautkiinik zu Kopenhagen und Chof der dermatologlschen A b t e i l u n g des d~nisehon Marineholpltals;
(Hiezu Tas I--X.)
Einleitung. Im Kampfe gegen die Syphilis ist das Quecksilber noch immer unser wichtigstes Mittel. Die Erfahrung lehrL daft man bei richtiger Anwendung dieses Mittels fast immer im stande ist, alle infekti0sen :Symptome dieses Leidens zu fiberwinden. Ferner wird" man bei einer einsichtsvollen pr5ventixen Quecksilberbehandlang in den meisten Fallen das Auftreten neuer infektiSser Erscheinungen verhfiten kSnnen. Dies ist ein M o m e n t yon ailergr6l~ter sozialer Bedeutung, da die efl'ektive Bek~mpfung des Leidens dadurch erm6glicht wird. Diese prhventive Wirkung des Quecksilbers rfihrt sicherlich in wesentlichem Grade mit der eigentiimlichen, stark ausgesproehenen Remanenz dioses Metalles im Organismus zusammen, die stets noch einige Monate fiber die Behandlung hinaus andauert. Um aber das Heilverm6gen des Quecksilbers in vollem Ma~e ausnutzen zu k6nnen, muI3 man vom Geschick, d. h. yon den Zirkulationsvorhitltnissen d e s Queeksilbers im Organismus genaue Kenntnis besitzen und zwar sowohl im Allgemeinen, als auch in betreff der verschiedenen Behandlungsmethoden. Diese Yerhi~ltniss0 sind noch wenig bekannt, obschon sie, mit donen der fibrigen schweren Metalle verglichen, so viele eigentfimliche, ja exzeptionelle Momente darbieten, dab man sie heutzutage ganz anders
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klargelegt zu finden erwarten wOrde. So wird aus den folgenden Untersuchungen u. a. mit aller Deutlichkeit hervorgehen, dab sogar in einem so wesentlichen Punkte. wie es die Frage veto Hauptausscheidungswege des Quecksilbers ist, die allgemeine Auffassung bisher eine ganz irrtOmliche war. Man meinte, dal3 die Hauptmenge des zugeffihrten Quecksilbers durch den Darm ausgeschieden werde, wabrend tatsf~chlich n u t ein geringerer Tell (ca. J/a) davon auf diesem Wege passiert, die Hauptmasse aber mit dem Harn ausgeschieden wird. Es gilt in erster Reihe, sieh Klarheit fiber die quantitativen Verh~ltnisse zu verschaffen, die sich beider R e s o r p t i o n des Quecksilbers, seiner V e r t e i l u n g in dem Gewebe und den Organen, sowie schliel~lich bei seiner A u s s c h e i d u n g aus dem Organismus geltend machen. Dies ist yon der fundamentalsten Bedeutung for uuser Verst~indnis der ganzen theoretischen Seite der Sache; es ist aber auch for den praktischen Therapeuten yon allergr6•tem Interesse, darOber Bescheid zu bekommen, wie schnell das angewandte Qaecksilber bei den verschiedenen Behandlungsformen resorbiert wird, wie es sich verteilt, wie schnell es ausgeschieden wird, wie viel nach beendigter Kur zurOckbieibt usw. Die Kenntnis davon ist die notwendige Grundlage, um im einzelnen Falle unter den vielen vorliegenden Behandlungsweisen die rechteo wfLhlen ~zu k6nnen. Eben in dieser Beziehung suchen die vorliegenden Untersuchungen einen Beitrag zu liefern. Unser bisheriges Wissen ist namlich, wie bereits berfihrt, recht mangelhaft. Die einzige Frage, fiber die w i t einigermal]en unterrichtet sind, ist die A u s s c h e i d u n g im Harn. Es liege n darOber sehr zahlreiche Untersnchungen vor, yon denen jedoch nur die wenigsten yon umfassenderer Bedeutung sind, wie dies bei W e 1 a n d e r s klassischen Arbeiten und bei B II r g i s moderneren, sehr reichen und wertvollen Untersuchungsreihen der Fall ist. Anzuffihren sind auch Untersuchungen yon W i n t e r n i t z und B uchtala. Dagegen liegen, praktiseh betrachtet, keine
Die Zirkulation des Quecksilbers im 0rganismus. Untersuchungen vor fiber die Gr(iBe d e r A u s s c h e i d u n g mit den F Stz e s, eins der Hauptmomente gegenw~trtiger Untersuchungen. Uber die V e r t e i l u n g des Quecksilbers im O r g a n i s m u s besitzen w i r gute, aber recht sparliche Untersuchungen von L u d w i g und Z i l l n e r ~ Sowi0*von U ll m a n n. Aber in verschiedenen Beziehungen bedfirfen auch diese Arbeiten einer Best~ttigung und Ergftnzung namentlich in betreff des Q u e c k s i I b e r g e h a l t s des B l u t e s . Zu diesen Untersuchungen ist allerdings eine etwas empfindlichere analytischo Methode erforderlich als die bisher vorliegenden. Schliel]lich fehlte es noch so gut wie ganz an direkten Untersuchungen fiber die R e s o r p t i o n s g e s c h w i n ' d i g k e i t bei den verschiedenen Behandlungsweisen und Praparaten, eine Frage v o n d e r allergrSl~ten Bedeatung, die namentlich in betreff der Injektionspraparate in hohem Grade untersuchungsbedfirftig ist. Diese bieten unter sich stark abweichende VerhMtnisse dar, sind aber einer direkten rationellen Untersuchung durch Tierversuche leieht zuganglich. Kap. 1.
Die analytische Methode. Die erste Bedingung ffir ein ergiebiges Studium dieser Verh~ltnisse ist, dal] man fiber eine hinlanglich genaue, zuverl~ssige und zugleieh praktiseh anwendbare Methode verffigt. Ja, der Wert einer Untersuchung fiber das Queeksilber im 0rganismus h~ngt in erster Reihe yon der Zuverl~ssigkeit u n d der Empfindlichkeit der angewandten analytischen Methode ab, an welche die genaue Bestimmung der kleinen Quecksilbermengen, die hier in der Regel in Betracht kommen, ungemein grebe Ansprfiche stellt. Es handelt sich namlich nur ausnahmsweise um ein paar Milligramm fibersteigende Quecksilbermengen, ja oft nur um Zehntel davon oder noeh weniger. Letzteres ist namentlich der Fall, wenn von 1"
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Untersuchungen an Versuchstieren der fiblichen Gr61~e, z. B. Kaninchen, die Rede ist. Eine Durchmusterung der Literatur zeigt denn auch, dab die meisten Untersuchungen dieser VerhMtnisse mit einer eingehenden kritischen Behandlung der zu den betreffenden Zeitpunkten bekannten Methoden anheben; diese Kritik endigt meist, bozeichnend genug, mit dem Resultat, dab die betreffenden Untersucher selbst eine neue Methode oder aber irgend eine Modifikation einer der vorhandenen Methoden empfehlen. Diesbezfiglich sei hier auf die in reichlichem MaBo vorliegenden guten historischen Ubersichten hingewiesen, z. B. bei L e h m a n n (167), W i n t e r n i t z (325), S c h u m a c h e r und J u n g (281--282), B f i r g i (50), R a a s c h o u (250), B u c h t a l a (49) und auf meine Darstellung in ~Kvmgsolvets Cirkulation i Organismen" (Kobenhavn 1916; siehe auch Biochem. Zeitschr. 1917, p. 356). Da keine der angewandten Methoden eine gr6~ere Genauigkeit gewhhrte als ca. 0"2 rag, nahm ich, als ich im Frfihjahr 1912 die gegenwartigen Untersuc,hungen begann, die hauptsachlich in der dermatologischen Abteilung (Vorstand Prof. Dr. med. E. E h 1 e r s) des Kopenhagener Kommunehospitals ausgeffihrt worden sind, in Gemeinschaft mit cand. polyt. J. A. C h r i s t i a n s e n die Ausarbeitung einer neuen empfindlicheren Methode in Angriff. Das Ergebnis war eine Methode, die in 2 Mitteilungen in der Biochemischen Zeitschrift, Bd. LV, p. 216, 1913 und Bd. LXXX!, p. 356, 1917, dargestellt ist. Am letztgenannten Orte ist die Methode am ausffihrlichsten und mit einer neuen Yerbesserung dargestellt, so dab die Fehlergrenze bei gew6hnlichen Analysen auf 0"02--0"03 mg herabsinkt. Die Methode zerf~llt, kurz dargestellt, in folgende Abschnitte: eine D e s t r u k t i o n und zwar des Harns durch Kochen mit Schwefelsaure und Kaliumpermanganat, der F~zes u n d Organe mit rauchender Salpetersfiure unter Zusatz y o n ein wenig Salzsaure und einer angemessenen Menge Kaliumpermanganat; eine R e d u k t i o n des gebildeten *Mangansuper0xyds mit Oxalsfmre , Ab.stumpfung mit Ammoniak, Zusatz yon 0"25 g Kupfer-
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sulfat, K o n z e n t r a t i o n s f a l l u n g v o n Quecksilber und Kupfer m i t Schwefelwasserstoff, A b fi 1 t r a t i o n d e r Sulfide darch ein Asbestfilter besonderer Konstruktion, L5 s u n g des Schwefelwasserstoffbodensatzes auf einem Glyzerinbad (1250 C) bei Anwendung yon 2 c c m HNOs (68 ~ und 1 ecru HC1 (2"5%) e l e k t r o l y t i s c h e Fallung auf eine kleine, dfinne Goldelektrode (0"05 g) bei einer Spannung von 1"40 Volt, wobei das Quecksilber, aber nicht das Kupfer gefMlt wird, Trocknen der Elektrode im Exsikkator, W'~gen auf einer Mikrowage (Nernstwage), Glfihen der Elektrode in einem Wasserstoffstrom und erneuertes Wagen. Die Einzelheiten siehe Biochem. Zeitschr. 1917. Diese Mothode ist allerdings etwas umstfindlich, indem sie sogar bei Serienanalysen, wozu sie sich unbedingt am besten eignet, ca. 2 Stunden per Analyse erfordert; sie ist abet eine fiberaus zuverl~ssige und genaue Methode, die sich auch in praxi als durchaus befriedigend gezeigt hat und mit tier ich ca. 1000 Analysen ausffihrte, deren Resuttate im folgenden dargeste]lt werden sollen. Kap. II.
Die Resorption des Ouecksilbers. Das Quecksilber kann ~uf verschiedenen Wegen vom Organismus resorbiert werden: Durch die Lungen, die Schleimhaute (speziell die Schleimhaut des Verdauungskanals), durch Wundflachen, durch die Haut und - - hypodermatisch eingeffihrt - - durch das subkutane und Muskelgewebe. Fast alle diese Resorptionsarten sind bei der Syphilisbehandlung in Anwendung gebracht worden. Die Art und Weise, in der die Resorption stattfindet, und die chemischen Prozesse, die sie begleiten, gestalten sich versehieden bei den verschiedenen Resorptionsweisen und den verschiedenen chemischen Verbindungen des Quecksilbers. Dagegen ist es die allgemeine Ansicht, dal~ das E n d r e s u 1 t a t in allen Fallen dasselbe ist, indem man sich vorstellt, dai~ alas Quecksilber in Gestalt eines Merkurialbuminates zirkuliert, in komplexer Bindung an die Halogensalze der Alkalimetalle u n d namentlich an
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Ghlornatrium. Es muff deswegen oft eine Oxydation erleiden; indessen l a s s e n sich diese u sehr schwer verfolgen, und unsere diesbez~glichen Kenntnisse tragen in vielen Beziehungen noch das Gepr~ge yon bloBen Mut. maBungen. Ein weuig besser unterrichtet sind wir bezliglich der quantitativen Verh~ltnisse, 0bschon unser Wissen auch h i e r recht beschr~nkt ist. Man kann bei der Untersuchung verschiedene Wege einschlagen. Das am n'~chsten liegende, einfachste und exakteste Veffahren w~tre selbstversti~ndlich eine Untersuchung der Blutkonzent r a t i o n in passenden Zwischenraumen, am besten tftglich, indem man wohl annehmen daft, daft es bei der therapeutischen Wirkung einer Quecksilberbehandlung namentlich auf die Blutk0nzentration ankommt." (Dies gilt jedoch nur mit dem Vorbehalt, dab das Quecksilber sigh nur in einer therapeutisch wirksamen Form ira Blute finder. Fin~en sich dort auch nichtwirksame Verbindungen, so ist die Sache weit verwickelter. Der lJbersichtlichkeit halber sehen wir hier und im folgenden yon dieser MOglichkeit ab und gehen davon aus, daft solche nicht wirksame Verbindungen, wenn sie sich finden, immer einen einigermaBen konstanten T e i l der gesamten Quecksilbermenge ausmachen; solange man nichts Bestimmtes hiertiber weiB, li~Bt sich diese Annahme wohl auch verteidigen.) Leider ist dieses Yerfahren aber nicht durchfiihrbar. Sogar wenn die Quecksilberk0nzentration am grSBten ist auf dem HShepunkt einer K u r -- ist sie doch so klein, dab mehrere hundert Gramm Blur zu einer nur einigermaBen genauen Bestimmung derselben erforderlieh w~tren. Nur selten finden sich so groBe Mengen wie 0"2 mg Hg in 100 c c , ~ Blut. So viel Blur kann man aber demselben Patienten nur in groi~en Zwischenraumen u n d in der Regel wohl htichstens ein paarmal wf~hrend einer Kur entnehmen. ohne seine Gesundheit zu beeintrachtigen. Dagegen scheinen wir an d e n t ~ t g l i c h a u s g e schiedenen Quecksilbermengen, wenn auch in etwas entstellter Form, e i n e n b r a u c h b a r e n M a fl s t a b
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der Quocksilberkonzentration i m B l u t e zu besitzen. Jedenfalls deutet alles darauf~ dab zwischen der Geschwindigkeit, m i t der das Quecksi]ber unter gegebenen VerhMtnissen resorbiert wird, und der Geschwindigkeit, mit der es wieder ausgeschieden wird, eine gewisse Beziehung besteht. Dies geht aus unseren t h e r a peutischen Erfahrungen hervor, welche zeigen, dab in den Fallen und bei den Praparaten, we wir eine schnell eintretende und kraftige therapeutische Wirkung beobachten, auch schnell grebe Mengen yon Quecksilber ausgeschieden werden, wi~hrend umgekehrt lange Zeit hindu~ch nur wenig ausgeschieden wird in solchen Fallen, wa die Wirkung langsam und unvollsti~ndig ist. Entspreche~de Verhaltnisse werden beobachtet b e i V e r s u c h e n a n T i e r e n , die mit Quecksilberinjektionen behandelt werden, wie dies aus meinen 4 Versuchen mit Kaninchen (Kaninchen Nr. I I I - - V I ) hervorgeht. Hier zeigt sich, dab bei den am schnellsten resorbierteu Praparaten auch eine schneIIe Ausscheidu~g erfolgt und umgekehrt. Wir haben somit an den U n t e r s u c h u n g e n fiber die Quecksilberausscheidung ein Mittel, das, weJm es auch kein vollkommenes ist, doch als G r u n d l a g e ffir die Bestimmung der Resorptionsgeschwindigkeit b e i d e r in e i n e m g e g e b e n e n Falle eingeleiteten Quecksilberbehandlung brauchbar ist. Yon diesem Gesichtspunkt aus sind denn aueh die meisten Untersuchungen fiber die Ausscheidung des Quecksilbers im Harn angestellt worden [so auch die yon B i i r g i (51)] und man scheint im allgemeinen die auf diesem Wege gewonnenen ResulLate ffir die Einschatzung der verschiedenen Behundlungsformen uls richtig anzuerkennen. Die frfiheren Untersuchungen fiber die Ausscheidungsverhaltnisse des Quecksilbers betreffen nur Untersuchungen fiber die Ausscheidung im H a m ; da diese, wie in meinen gegenwartigen Untersuchungen nachgewiesea, den grOBten Teil der Gesamtausscheidung umfal~t, ist das gefundene
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Resultat in der Hauptsache dasselbe, als wenn man die Gesamtausscheidung selbst in Betracht zSge, was selbstverstandlich k o r r e k t e r ware. Der Untersehied zwischen der Gesamtausscheidungskurve und der Harnausscheidungskurve beruht hauptsi~ehlieh auf d e r AusSeheidung durch den Verdauungskanal. Diese letztere ist recht gleichma~ig und einheitl[ch, sowohl innerhalb der versehiedenen Phasen einer Kur, als a u c h bei den verschiedenen Kuren. So ist im allgemeinen das Resultat, d a s m a n erhalt, wenn man aueh die Darmausscheidung beriieksichtigt, nur das, da~ die einzelnen Kurven etwas gleichmaBiger und in betreff der verschiedenen Behandlungsweisen etwas weniger verschieden ausfallen, als wenn man ausschliel~lieh die Ausscheidung im ttarn berficksiehtigt. Wfinscht man bei den versehiedenen Kuren die nach be* endigter Kur im KSrper riickstiindige Quecksilbermenge einzuschatzen, so mul3 man selbstverstandlich immer auch die Ausscheidung mit dem Stuhl beriicksichtigen. Dasselbe gilt von jeder Untersuchung in der Remanenzperiode, da die Ausscheidung mit dem Stuhl wahrend dieser Periode augenscheinlich einen bedeutenderen prozentischen Anteil an der gesamten Ausscheidung hat als w~hrend der Kur selbst und somit nicht auger Betracht gelassen werden kann, wenn man ein zuverlassiges Bild yon der Form der Ausscheidung zu erhalten wfinscht. Uber Details der Ausscheidang bei den einzelnen Kuren etc. wird auf den diesbeztiglichen Inhalt des letzten Abschnittes verwiesen. Die zuverlassigsten Aufschliisse erhMt man natfirlieherweise dutch d i r e k t e U n t e r s u c h u n g e n , die aber bei den meisten Resorptionswegen, d. b~ sowohl des pulmonalen und des perkutanen als des internen Administrationsverfahrens, auf grol3e praktische Schwierigkeiten stoBen. Besser stellt sic]l d i e Sache bei der Injektionsbehandlung. Hier wird man sich durch Exzision der Injektionsstelle und durch quantitative Bestimmung der rtickstandigen Menge sehr genaue &ufschlfisse fiber die in
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus. d e m einzelnen Falle resorbierte Menge verschaffen k6nnen. Durch eine systematische Anstellung solcher Untersuchungen wird man sich alle erwfinschten Aufschlfisse verschaffen kSnnen sowohl fiber die Resorptionsgeschwindigkeit der einzelnen Praparate als fiber den EinfluB, welchen die A r t des angewandten AuflSsungs- bzw. Aufschlhmmungsmittels hat, wie auch fiber die Bedeutung der Konzentration, dec Wahl der Injektionsstelle etc. etc. Leider lassen sich Untersuchungen dieser A r t nur ganz ausnahmsweise (bei interkurrenten TodesfMlen) an Patienten in Anwendung bringen, um soviel leichter aber beim Tierversuch, we sich die Verhaltnisse fibrigens im Wesent]ichen wie beim Menschen zu gestalten scheinen. Sonderbarerweise scheinen solche Untersuchungen bisher nur in sehr geringem Umfange vorzuliegen. SchlieBlich hat man es versucht, dutch R 5 n t g e n u n t e r s u c h u n g e n die Geschwindigkeit zu kontrollieren, mit der das Quecksilber yon der Injektionsstelle verschwindet, indem man in ~mgemessenen Zwischenr~umen Photographien yon der Injektionsstelle aufgenommen hat und aus der Geschwindigkeit, mit der der Schatten des Quecksilberdepotes aus dein Bilde schwand, versucht hat, auf die Resorpiionsgeschwindigkeit Schliisse zu ziehen. Solche Untersuchungen wurden u. a. angestellt von Welander(318) u n d v o n K. U l l m a n n u n d M . Haudeck (300) und haben Resultate ergeben, die recht gut mit den auf anderen Wegen gefundenen iibereinstimmen; es ist jedoch selbstverstfindlich, daB, was in dieser Weise ermittelt werden kann, nur ganz ungef~hre und subjektive Angaben sind, die verschiedenen, nicht zu kontrollierenden Fehlerquellen ausgesetzt sind. W i r gehen nun zur Untersuchung der Resorptionsweise und Resorptionsgeschwindigkeit bei den verschiedenen W e g e n der Quecksilberresorption fiber. A. D i e Q u e c k s i l b e r r e s o r p t i o n durchdieLungen. Es ist eine altbekannto Beobachtung, dab in der atmosphhrischen Luft vorhandene Quecksilberd~mpfe veto
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K6rper resorbiert werden und zwar haupts~chlich durch die Lungen, wenn auch sine geringere Menge vislleicht i~ D~mpfform durch die Haut des KSrpers resorbiert werden mag [ W e l a n d e r (314), p. 71 ft., A h m a n (I), p. "29, J u l i u s b e r g (135), p. 79]. Man hat yon altersher beobachtet, dal~ Menschen, die in einer Quecksilberdampf enthaltenden Atmosphere arbeiten, Vergiftungen, akuten sowie chronischen, ausgesetzt sind. D i e s gilt von Arbeitern in Fabriken und Laboratorien, namentlich auch veto Personal und den Patienten in Hospitatsabteilungen, we gewisse Formen yon Quecksilberbehandlung (Inuaktionskuren) angewandt werden; am fiblichsten sind hier die ganz leichten F~l]e, z. B. ab und zu vorkommende vorfibergehende, leichte Stomatitiden bei Krankenw~rterinnen. Bei derartigen FMlen l~9t sich sine Resorption aber auch ana]ytisch feststellen. Man finder z. B. stets kleine Mengen Quecksilbers in den Stfihlen yon Patienten, die, ohne selbst mit Quecksilber behandelt worden zu sein, sine Zeitlang in solchen Krankenstuben untergebracht waren, in welchen bei anderen Patienten Inunktionskuren vorgenommen wurden. So land ich in drei derartigen ,unbehandelten" Fhllen folgende, gar nicht unbedeutende Quecksilbermengen in H a m und Stuhl.
Alter dos Patient en
J.-Nr. 23
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Tii~ 1450
II. R. 0., 24 Jahre,
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geformt
4./X. 146 18oo o.2s 150 5./X. [47 : 1580 0"34 200
geformt geformt
J.-~. ~4 . . . 23/H: 59 ,
IlL u J., 24 Jahre, J.-Nr. 25 ~. 9 .
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0"5
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0"1 I 0"20 0"48 0"53 0'87 1
Dies ist nicht n u r yon theoretischer, sondern auch yon praktischer Bedeutung, denn es k6nnen z. B. die an
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und ffir sich geringen Quecksilbermengen bei Patienten m i t merkurieller Nephritis dieses Leiden mitunter zu einem anhaltenden machen:. Wird der Kranke aber in eine Stube mit .reiner" Luft gebracht, so schwindet die Albumenreaktion oft iiberraschend schnell. Entsprechende Umstande k(innen auch diagnostische Schwierigkeiten verursachen, indem diese kleinen Quecksilbermengen den Spirochatennachweis und die Serumreaktio~ ZU hindern verm(igen~ die bei der Syphilis zu unseren diagnostischen Hilfsmittela geh(iren (186). Wie hat man sich aber den Verlauf dieser Resorption vorzustellen ? Einige Forscher meinen, dab der Quecksilberdampf sich einfach auf dem Lungenepithel ablagert, sich dort verdichtet, sodann oxydiert und in Salzform gebracht wird, um in dieser Form resorbiert zu werden. Naturgemal~er ware es vielleicht, sich den Weg des Quecksilberdampfes in derselben Weise vorzustellen wie den aller anderen Gase, die yon ihrem Dampfdruck (d. h. dem Partialdruck in der atmospharischen Luft) getrieben in das Blur wie in jede andere Flfissigkeit fibergehen. Diese Annahme stSBt aber auf die Schwierigkeit, da~ die Dampfspannungskurve des Quecksilbers so niedrig ist -- bei 20 u C. 0"0012 m m und bei 300 C 0"0026 m m dab es schwer fi~llt~ zu verstehen, wie auf diesem Wege eine annehmbare Resorption in Flu• kommen sell. Die Resorption durch die Lungen erfolgt iibrigens sehr schnell. Schon ll/~ Stunden, nachdem ein Kaninchen begonnen hatte, quecksilberhaltige Luft zu respirieren, gelanges mir, Quecksilber im Harn nachzuweisen und zwar in ganz betr~chtlichen Mengen: ca. 0"1 ~g Hg in 14 c ( ' m Ham. (~ber die q u a n t i t a t i v e n VerhMtnisse, die sich bei der Resorption von Quecksilber durch die Lungen geltend machen, weil~ man nichts Genaues, da es sehr schwer ist, Versuche hiertiber anzustellen. Es leiden ja auch die Wirkungen aller bisher in Vorschlag gebrachten Formen von Inhalationsbehandlung an dieser Unsicherheit.
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B. D i e Q u e c k s i l b e r r e s o r p t i o n Schleimhaute.
durch
die
D i e Erfahrung zeigt, dab Quecksilber und Quecksilberverbindungen durch alle Schleimhaute resorbier~ werden. Namentlich handelt es sich hiebei um die Sehleimh~ute des Verdauungskanals. Man weiB nicht bestimm~ we im Verdauungskanal die Resorption yon: statten geht und es ist mOglich, dat~ der Ort der Resorption bei den verschiedenen Praparaten :ein verschiedener ist, je nach ihrer Form (Pillen, Kapseln, Mixturen oder Ltisungen), oder nach dem chemischen Charakter der Quecksilberverbindung (metallisches Quecksilber, Merkuro-, Merkurisalze etc.). Es sind hieraber nur sehr wenige und nicht umfassende Untersuchungen angestellt worden und unsere Kenntnisse daher sehr lfickenhaft. a) M e t a l l i s c h e s Quecksilber und Queeks i 1 b e r s u 1fi d (das noch schwerer als das metaliiscbe Quecksilber mit anderen Stoffen reagiert) werden beide veto Darmkanal aus resorbiert, aber in sehr geringen Mengen. Wie d i e Resorption dieser beiden Stoffe im einzelnen geschieht und wie sie umgew.andelt werden, weiB man nicht, da keine experimente]len Untersuchungen dar(iber vorliegen. b) M e r k u r o s a l z e. Hier kommt hauptsachlich das Kalomel in Betracht, das intern sowohl als Antisyphilitiku~a wie auch als Laxans u nd Diuretikum angewandt wird. Es ist dargetan worden, dab stets eino krhftige Resorption yon Quecksilber stattfindet. [W i n t e r n i t z (326) und B f i r g i (51).] Absolut am meisten, relativ aber am wenigsten wird bei gro}$en Gaben resorbiert, die eine bedeutende Diurese hervorrufen. In allen Fi~llen betragen die resorbierten Mengen nur geringe Bruchteile der verabreichten Menge. N e m s e r (290, p. 568} hat die Resorptionsweise des Kalomels bel Magen- und Darmfistelhunden untersucht. Aus seinen Untersuchungen geht hervor, da~} das Kalomel im Dfinndarm nach und nach in eine 15sliche Verbindung umgewahdelt wird. Welche chemischen Ums~tze
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diesen Obergang in eine 16sliche Form bedingen, ist nicht untersucht worden. Im Dickdarm finder sich kein Quecksilber in gel6ster Form mehr. Im Oegensatz zum Pankreas- und Darmsaft scheinen Salzs~ure und Pepsin nur einen geringen Einflu~ auszuiiben, was durch Yersuche in vitro bei K5rpertemperatur best~tigt wird, die mit Kalomelaufschl~mmungen in diesen verschiedenen S~iften, n~mlieh Magensaft, Galle, Pankreassaft und reinem Darmsaft angestellt werden. Es zeigt sich, dal~ nur der Pankreassaft bedeutendere Mengen 15st. Die Galle 16st gar niehts. Eine Resorption (und daraus folgende Ausscheidung mit dem Harn und den F~zes) finder nicht start bei Darmfistelhunden, bei denen die Fistel hSher liegt als im Ileum, weshalb man annehmen darf, dal} die Resorption erst bier beginnt.
Andere Forscher haben gemeint, das Kalomel werde einfaeh in der Form yon Sublimat resorbiert, indem es wenigstens teilweise in Sublimat und metallisches Quecksilber gespalten wird. [R. F l e i s c h e r (100).] Diese Auffassung wird durch die wohlbekannte Tatsache gestfitzt, dab das Kalomel fiberhaupt (z. B. beim Stehenlassen) sebr geneigt ist, ein wenig Sublimat und metallisches Quecksilber abzuspalten, was sich vielleicht auch im Gewebe geltend maeht. c) M e r k u r i s a 1z e. Das wiehtigste Merkurisalz ist das Sublimat, das intern eingegeben in reeht gro/~em MaBe resorbiert wird. ]ndessen wird aueh davon, jedenfalls bei den allgemein angewandten Mengen, nur der kleinste Teil resorbiert, w'hhrend der gr61~ere Tell direkt durch den Darm ausgeschieden wird. Das Sublimat wird wahrschein]ieh in der Form von Albuminaten und Peptonaten resorbiert, die entweder mit den Eiweil~stoffen der Schleimhaut selbst oder mit de~jenigen gebildet werden, die in den eingeffihrten Nahrungsmitteln enthalten sind. Bezfiglich der quantitativen Verh~iltnisse und der Resorptionsgeschwindigkeit sei auf den Abschnitt fiber die interne Behandhmg verwiesen. C Die Quecksilberresorption W u n d f l h c h e n aus.
von
Es ist eine altbekannte Tatsache, dab als Desinfektionsmittel auf Wundflachen angewandtes Sublimat eine grS~ere Tiefenwirkung besitzt als die Salze der fibrigen schweren
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Metalle. Diese Tiefenwirk~ng beruht namentlich darauf, dab dis gebildeten Quecksilberalbuminate in einem IJber~chuB yon EiweiB 15slieh sind und infolgedessen tier 9 indringen kSnnen. Damit steht in Verbindung, dab die Resorption bei grOBeren Wundfl~chen und bei A n w e n d u n g reichlicher Qecksilbermengen so kr~tftig sein kann, dab sine Vergiftung eintritt. Aber nicht nur das Sublimat und ~thnliche stark .aktive Quecksilberverbindungen werden leicht yon W u n d fl~chen aufgenommen. Oft hat Kalomelstreupuder sine so ~vidente Wirkung auf nlzerierte syphilitische Manifestati~nen, dab es nahe liegt, an sine Resorption und daraus folgende therapeutische Wirkung in loco zu denken. Ja, sogar metallisches Quecksilber kann, in die fissurierte ~)der ulzerierte Haut eingerieben, sine kr~ftige Resorption ~rgeben [siehe u. a. F ~ r b r i n g e r (96)]. Dies soll nach der Ansicht mehrerer Autoren die Hauptursa~che davon sein, ~laB man dutch die Schmierkur bei Syphilisausbrilchen mit ulzerativen Prozessen sine besonders starke Wirkung ~rzielt. Wie diese Resorption yon des Wundfl~chen aus vor ~ich geht, braucht k a u m eingehender erSrtert zu werden. Die Verh~tltnissestimmen sicherlich mit denjenigen ~berein, welche bei der Injektion yon Quecksilber und Quecksilher-r in das Gewebe vorliegen. D. D i e Q u e c k s i l b e r r e s o r p t i o n
durch
die Haut.
Diese Frage ist von besonders groBem Interesse ffir ~las VerstRndnis der Quecksilberaufnahme b e i der Inunk~ionskur, die noeh immer sine dominierende Stellung in
Die Zirkulation des Quecksilbers ira Organismua.
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Huut verlotzt ware. Man mug somit annohmon, dab dos Quocksilber bier oxydiert wird, entweder direkt durch den Sauerstoff der Luft, unterstfitzt yon der Feuchtigkeit und den Fottsauren der Haut [ S c h m i e d e b o r g (274), p. 58], odor durch einen vitalen, zellularen ProzeB odor schlieBlich, indem es dureh die Warme verdampft und sodann resorbiert wird, um zuletzt in der Gewebsflfissigkeit odor im Blute oxydiert zu werden. Es herrschen dariiber vorschiedene Ansichten. •och weniger zuver]assig sind wir fiber die quantitativen Verhi~ltnisse'unterrichtet, ja wir wissen sogar nicht einmal, ob dor gr6Bere Toil dos Quecksilbers bei der gew6hnlichen Inunktionskur durch die Haut oder durch .die Lungen resorbiert wird. Es darf jedoeh als sicher betrachtet werden, dab beide Resorptionswege eine wesent-. liche, vielloicht eino obenbfirtige Rolle spielen. Die Resorption
des ins Gowebe injiziorton Quecksilbers.
Alle gew6hnlichen Quecksilberverbindungen -- sogar .dos metallische Quecksilber -- werden bei subkutaner ,odor intramuskul~rer Injektion vom K6rper resorbiort. Aber die verschiedenen Verbindungon verhalten sich recht ~erschieden in betreff ibrer chemischen Zusammensetzung (Merkuro- odor Merkuriverbindungen), ihrer Zustandsform (16slich odor unl6slich) usw. und sowohl bozfiglich der Art tier Prozesse, welche die Resorption begleiten - - was fine histologische Frage ist -- als bezfiglich der Goschwindigkeit, mit der die Resorption yon statten geht - - fine Frage quantitativ - - analytischer Art. Allen Injektionon gemein sind folgende histologischon Veranderungon: Durch die Injektion solbst erleidet das Muskelgowobe ein Trauma, das einon augenblicklichen Schmerz bowirkt, dessen Intensitat zum gr6Bten Teil von der Gr6Be des injizierten Volumens abhangt. Gleichzeitig werdon durch die Komprossion mohrere Muskelfasern durchrisson odor ~erst6rt und es wird eino Blutung horvorgerufen. Das Er-
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Lomholt.
gebnis dieser Gewebsverletzung ist eine grt}l~ere oder kleinere Nekrose, die sich durch die protoplasmatStende Wirkung der injizierten Masse allmt~hlich ausbreitet; ihre Ausdehnung beruht namentlieh auf der Anzahl der freien Quecksilberionen. Das.Anion hat gew~hnlich nur geringeren Einflul3 auf die Intensit~t der Nekrose. Eine Folge dieser Yerletzung ist eine Reaktion yon seiten des Gewebes, die sich der Hauptsache nach als eine durch ein chemisches Agens, hervorgerufene, reaktive Entz~indung abspielt. Sie gibt ~ich~ gewt~hnlich zu erkennen durch Hyperamie, ()dem, Leukozytenauswanderung und -Anht~ufung, Proliferation des Bindegewebes und in beschrtinkter Ausdehnung -- auch des Muskelgewebes. Die Iteftigkeit, mit der diese Erscheinnngen auftretem schwankt innerhalb welter Grenzen namentlich gemt~B der Zusammensetzung des angewandten Prt~parales. Selten entwickelt sich ein wirkliches Abszel~ mit sterilem Eiter. Die stets akut beginnende Entzfindung geht naeh und nach in ein chronisches Stadium tiber und klingt allmt~htich ganz ab, indem das zerfallene Gewebe teilweise durch Granulationsgewebe ersetzt wird, das darauf vernarbt. Es verbleibt raeist eine kleine, fast unsichtbare Narbe, mitunter kann abet, namentlich nach massiveren Injekti0nen, noch Jahre hindurch eine Kavitt~t vorliegen, die yon fibr~sen Wandungen umgeben ist und eine etwas schleimige Flfissigkeit e n t ht~lt, in der man noch nach mehreren Jahren Quecksilber hat nachweisen k6nnen. Die Dauer dieses Prozesses schwankt sehr bedeutend, teils individuel! nach der Art der Injektion, betrt~gt aber immer mehrere Wochen, meist viele Monate. Von den Momenten, welche die Geschwindigkeit und den Verlauf der Resorption beeinflussen, gehSrt die c h e mische Zusammensetzung des angewandten Prt~parates in die erste Reihe. AuBerdem gibt es aber eine ganze Reihe 8nderer Momente, die hier auch eine Rolle zu spielen scheinen und deren Besprechung vorauszuschicken praktisch sein wird, weil wir vorlt~ufig nur verht~ltnismt~Big wenig yon ihnen, wissen, und zwar sowohl in betreff des Umfanges der yon ihnen ausgefibten W i r k u n g als beztiglich der Richtung ihres Einflusses.
Die Zirkulation des Quecksilbers ira Organismus.
17
Eins von diesen Momeuten ist die Art d e r bei den sogenaunten unl6slichen Verbindungen (Kalomel, Merkurisalizylsi~ureanhydrit usw.) angewandten Aufschl~mmungsmittel. Als solches kSnnen sowohl Puraffinum liquidum als verschiedene Pflunzen61e angewendet werden, Meist zieht man Paraifin vor, da dieses nicht ranzig wird und die Sterilisation vertr'agt; es hat aber den groBen Nachteil, v o m ~ e w e b e nicht resorbiert werden zu k(~nnen und lunge Zeit uuver~udert als FremdkSrper an der Injektionsstel]e liegen zu bleiben. Dagegen w e r d e n die (gle, wenn auch langsam, resorbiert. Diese VerhMtnisse beeinflussen unzweifelhaft auch die Resorptionsgeschwindigkeit des Quecksilbers, welche sich in einer Paraffinsuspension verringert. Dies erhellt z. B. auch aus einem Vergleich der yon B f i r g i (51) gefundenen Ausscheidungswerte bei der Injektion vo~ Merkurisalizylsaureanhydrid (Hydrargyrum salicylicum) mit den yon B u c h t a l a (49) gefundenen; B f i r g i s Resuttate sind ungefhhr doppelt so groB wie die B u c h t a l a s ; wi~hrend B i i r g i aber PflanzenOl anwandte, gebrauchte B u c h t a l a Paraffin. Ein anderes Moment ist die K o n z e n t r a t i o n der Injektionsfl~issigkeit, Es liegen darfiber keine direkten experimentel]en Untersuchungen vor. Meine Erfahrungen deuten darauf h i n , da~ verdanute LSsungen am sehnellsten resorbiert werden, was versti~ndlich ist, wenu man sich erinnert, wie schnell uud vollkommen sich eine injizierte Fltissigkeitsmenge in der umgebenden Muskulatur verteilt, sowie dai~ die deleti~re Wirkung auf die Gewebszellen bei verdiinnten L6sungen, bzw. Aufschlammungeu schwhcher ist. Da~ eine m 6 g l i c h s t f e i n e V e r t e i l u n g (bei den unlSslichen Verbindungen) die Resorptionsgeschwindigkeit steigert, ist an und ffir sich einleuchtend. Eine gewisse Rolle spielen sicherlich auch d i e F o r m u n d d i e L a g e des I njekfionsfokus. Je ausgebreit'eter der Fokus ist. desto schneller verliiuft - - ceteris paribus - - auch die Resorption. Andererseits kann: falls die Masse durch ein Versehen nicht i n die Muskulatur selbst, sondern z. B. Arch. f. D e r m a t .
u. Syph. Bd. C X X V ] .
18
Lomholt,
zwischen 2 Muskelscheiden injiziert wird, die Resorption bedeutend verlangsamt ~verden.: Wie oben hervorgehoben, besteht jedoch kein Zweifel darQber, dab die Z u s a m m e n s e t z u n g der Quecks i l b e r v e r b i n d u n g ffir diese VerhMtnisse -- Resorptionsweise und -Geschwindigkeit -- die entscheidende Rolle spielt. Da wir glauben annehmen zu dQrfen, dab die Art der Verbindungen, in denen das Quecksilber im Organismus zirkuliert, unter allen Verh~ltnissen die gle~che ist, folgt schon daraus, dab die Umwandelungen, welche das Quecksilber durchmaehen muB, bedeutend schwanken mtlssen, je nachdem yon metaliischem Quecksilber, Merkuro- oder Merkuriverbindungen ausgegangen wird. Und da die allgemeine Auffassung vermutlich darin recht hat, dab das Quecksilber in einer Merkariverbindung zirkuliert, kann es nicht wundernehmen, dab die Merkurisalze -- wie die Erfahrung ja auch zeigt -- am schnellsten resorbiert werden, wahrend die Merkurosalze and das metallische Quecksilber, die erst oxydiert werden mfissen, langsamer resorbiert werden. Der Ubersicht halber wird es zweckmal3ig sein, die Verbindungen in drei Gruppen zu teilen: Die lSslichen Salze, dfe unl6slichen Salze und metallisches Quecksilber (ol. cinereum). Allerdings gibt es vers~hiedene, namentlich aromatische ~'erbindangen yon oft recht komplizierter Zusammensetzung, die man in den letzten Jahren auf synthetischem Wege herstellt und in die Therapie einzuffihren sucht (z. B. Asur01, Enesol, Argulan usw.) and die sich nicht ohne Zwang in eine dieser Gruppen einreihen lassen, da sie gr6fltenteils gar keine salz~hnlichen Verbindungen sind. Da aber diese Stoffe vor den altbekanntenVerbindungen keine unangreifbaren Vorztige voraus haben, im Gegenteil hinter ihnen zurfickstehen, babe ich mich fQr berechtigt gehalten, sie bei dieser Untersachung unberQcksichtigt zu lassen. L~sliche
Salze.
Der Typus der 16slichen Salze ist das Sublimat; andere oft in Anwendung gebrachte Salze sind Merkuriformamid
19
Die Zirkulation des Queeksilbers im Organismus.
und Merkuribonzoat, die sich beide ungofahr wie Sublimat vorhalten. Nach L o m b a r d o s Untersuchungen gestaltet sich die Resorption in kurzen Ziigen folgendermal3en: Das injizierte Salz bildet sofort Albuminate, die toils, in ~berschul~ yon Eiweifl und Chlornatrium gelSst, gleich resorbiert werden, teils gef~llt werden, um sp~ter wiederum resorbiert zu werden, indem sie entweder direkt in L6sung fibergehen oder dureh das Granulationsgewebe einer langsameren zellul~ren Verdauung unterzogen werden. In der Regel ist die Resorption im Laufe kurzer Zeit (182) vollendet, sio kann jedoeh ab und zu viel 1Angere Zeit in Ansprueh nehmen (188 und 239).
Um fiber die Rosorptionsgeschwindigkeit oin Urteil zu bekommen, injiziorto ich oinem Kaninchen an 6 vorschiodenen Stellen der Muskulatur 0"75 ccm oinor 2~ Merkuribenzoatl~sung. Die Injektionen wurdon moist jeden zweiten Tag ausgofiihrt. Nach 12 Tagen wurdo das Kaninchon get6tet, die Injektionsstollen wurden ausgeschnitton und die Gr61~o der in ihnen enthaltenen Quecksilberdepots wurdo bestimmt (die Einzolheiten sioho Kaninchenvorsuch III). Es fandon sich folgondo VorhMtnisso:
D atum
Injektionastel[e
28./XII. 5 Uhr
Linke Wade .
3o./Xll. 5 Uhr
Rechte Wade
4./1. 5 Uhr
Linkes Vorderbein
6./I. 5 Uhr
Rechtes Vorderbein
7./I. 5 Uhr
Linke Wade .
8./I. 11 Uhr
Rechte Wade
Insgesamt . . . . . . .
9~
ca. 0'75
g
~=o,g
ca. 6"3
.
tt
ca. 4'50
0"40
ca. 5"90
2'11
ca. 4"19
3"91
ca. 3"09
3"78
ca. 2"52
5"20
ca. 1"10
6"00
ca. 0"30
ca. 37"8 ca. 20"70 ca. 17"10
Das Kaninchen wurde am 8./1. 5 Uhr get6tet. 2*
20
Lomholt.
Es geht hieraus horror, dal~ das: in LSsung injizie[te Quecksilber recht schnell (in dem vorliegenden Falle :ira Laufe yon 14 Tagen) resorbiert wird und da~ die Resorption r e g e l m ~ i g und gleiclim~i~ig verl~tuft. ~ ~bereinstimmende Befunde l a g e n vor bei Kaninchenversuch I I . Dieso Verh~Itnisse stimmen vorzfiglich fiberein mit den Beobachtungen ~, die~ fiber die Ausscheidungsgeschwindigkeit des Quecksilbers bei der Behandlung yon Patienten mit der g e ~annten 2~ L{}sung: yon Merkuribenzoat g e m a c h t wurden (siehe Journal 4 und 5 u n d entsprechende Tafeln. Un:lOsliche Salze. Diese bilden nicht wie die 15slichen ein einheitliches Ganzes; zu dieser Gruppe gehSren die meisten Merkuros a l z e - - , namentlich das Merkuro~hlorid Kalomel - - die beiden Quecksilberoxyde und schlieBlich das Hg salicylicum, ein sehr verbreitetes Mittel, das aber tatsiichlich, gar kein Salz s(mdern ein Anhydrid, der Orthooxymerkurisalizyls~ure ist. W~hrend das Hg. salicylicum so schnell w i e die Merkurisalze resorbiert wird, werden die Merkurosalze, z. B. das Kalomel, merkbar langsamer resorbiert, ihr Resorptionsproze~ dauert in der Regel Monate lang an und man h a t in einigen F~llen in Jahre ~alten Fokis noch Quecksilber vorfinden kSnnen [ C h o t z e n (60~, J u l l i e n (136)]. Was die Quecksilberresorption selbst betrifft, so geht sie nach L o m b a r d o (182) folgendermal}en vor sich: Erst wird ein 15sliches Salz herausdifferenziert, das sich mit den EiweiBsfoffen des umgebenden Gewebes verbindet. Von den dadurch gebildeten Albuminaten werdea einige sofort resorbiert, da sle j a in einem Uberschul~ yon Eiweil~ 15slich sind. And~re gerinnen und werden gef~llt, um sp~ter entwederaufgelSst und dann in ~hnlicher Weise wie erstere resorbiert zu werden, oder um zu zerfallen, mit darauf folgender zellul~rer Verdauung. Diese Verdaliung beglnnt yon der Grenze zwischen gesundem und zerfallendem ~Gewebe aus und schreitet yon hier aus langsam gegen das Zentrum hin fort. Eine direkte Phagozytose der injizierten Kristalte findet nlcht statt~ aber die Atbumlnate und ihre Zerfallprodukte werden yon den Leukozyten resorbiert und machen hier eine durchgrelfende. Umwandlung dutch, so da~ sie sich nicht durch die gew5hnlichen histochemischen Reaktionen nachweisen lateen.
~1
Die Zirkulation de~ QueCksilbers im Organismus.
GleicJhzeitig mit der Entstehung der 16slichen Verbindungen findet eine Fallung vo~ metallischem Quecksilber in kleinen Kugeln start. Dies gibt s i c h u. a. dadurch zu erkennen, dai~ die urspriinglich weiBen oder farblosen:Kristalle nach einiger Zeit schwarz werden. [ J a d a s s o h n und Z e i s s i n g 028.)] Um fiber die Resorptionsgeschwindigkeit bei den beiden ~iblichsten t)rfiparaten, dem Merkurisalizylsaureanhydrid und dem Kalomel, ein Urteil zu bekommen, stellte ich mit ihnen an Kaninchen Versuche analog dem mit Merkuribenzoat angestellten Versuche an. Das M e r k u r i salizylsi~ureanhydrid ergab die in nachstehender Tabelle angeffihrten Verhaltnisse; fiber Einzelheiten siehe Kaniuchenversuch IV. Es wurde eine ca. 16"/oige Aufschlammung in 01 benutzt.
~.~, 1 ~jektion~stolle
7./X. Uhr
9./x. 2
Uhr
~o./x. .9
~
~.~
Reehte Wade . 9
0"05
4"4
0'10
4'30
Linke Wade
0"05
4"4
?
4"40
.
.
Uhr
Rechte Wade . .
0"(~67
5"8
1"12
4"68
3.IX.
Linke Wade
0"067
5'8
0"81
4"99
Rechtes Vorderbein
0.08'4
7'8
5"41
i "89
LinkesV0rderbein
0'067
5.s
4.1o
1 "70
0"38
33"5
11 ' 5 4
Uhr
~5./x. Uhr 16./X. 1 Uhr
I~sgesam~ . . . .
~L'96
Das Kaninchen wurde am 1 6 . / X . 5~/2 Uhr get5tet.
Wie man sieht~ verlauft die Resorption hier aul3erordentlich schnell. Im Laufe yon 4 Tagen sind 4/5 resorbiert und im Laufe yon 10 Tagen praktisch betrachtet Alles.
22
L o m h o 1t~
A u f diese in Wirkliehkeit h6chst ~bSrrasehende Tatsache kommen wir sp~ter nochmals zur~ck, Ein Vergleich dieses Versuchsresultates Init d e n bei Patienten beobachteten Ausscheidungs~erh~ltnissen ergibt eine gute Ubereinstimmung. (Siehe Journal 6 und 7 und die entsprechenden TafelnJ Das Kalomel ergab ganz~ndere Verh~ltnisse. (N~heres siehe Kaninchenversuch V.) Es wurde bier eine 20"/eige Aufschlt~mmung in (31 benutzt.
! 11./] 5 U~ 14./]
5 U~ 16./]
5 U~ 19./I 5IN 20,/1 t
Uh
I~Jektionsst elle
Linke W a d e
. .
~.-,~
8"1
4"9
Rcchte Wade . .
4"8
3"7
Linkes Vorderbein
3"8
4"2
Rechtes Vorderbein
4"6
3"4
Linke Wade
4"6
3"4
8"0
5.9
2-~
.
Reehte Wade .
InSgesamt ....
0"05
n
0"80
48"0
~6"8
21"7
D a s K a n l n c h e n w u r d e a m 20./I. 7 U h r g e t S t e t .
Hier finden wir eine weir langsamere fiberaus regelm~l~ige Resorption. Ira Laufe einer Woche ist fast die Httlite resorbiert. Wenn yon den beiden letzten Depots verhf~ltnismtii~ig vie] mehr resorbiert wurde als yon den zunt~chst vorhergehenden, so mag dies mit leichtverstt~ndlichen kleinen M~ngeln der Dosierung der Injektionsfltissigkeit zusammenh~ngen. Untersuchungen an Patienten, die mit Kalomel behandelt wurden, ergaben mit den hier dargestellten Resorptionsverht~ltnissen vorzfiglich [lberelnstimmende Resultate. (Siehe Journal 8 und 9 und die entsprechenden Tafeln.)
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
23
Metallisehes Ouecksilber. Das Verstfindnis der Resorptionsverhaltnisse bei der Aufnahme yon metallischem Quecksilbel; in die Gewebe ist stets auf groBe Schwierigkeiten gestoBen. Es handelt sich ja bier um ein fast edles Metall, das nur schwer oxydabel ist. Einzelne Forscher [ S c h m i e d e b e r g (271), pag. 581] ]ehnen kategorisch die M6glichkeit einer Oxydation des Hg ab. Niehtsdestoweniger ist eine Oxydation doch sicher]ich der einzige Weg, auf dem man sich die Ausscheidungsverhi~ltnisse des injiT.ierten Metalls erklfiren kann, z. B. im Harn, w o e s sich ionisiert finder. In betreff der Resorption yon Oleum cinereum, das eine sehr feine Emulsion yon Quecksilber in O1 und das am allgemeinsten gebrauchte Quecksilberpri~parat dieser Art ist, machen sich folgende Verhaltnisse geltend. An der Injektionsstelle, die von sehr verschiedener Form sein kann, in der Regel aber eifSrmig, liinglich ist, ist das Quecksilber in der Periode unmittelbar nach der Injektion in Form blanker Kiigelchen sichtbar, yon denen die kleinsten so groB sind wie ein rotes Bhtk6rperchen. [B r i s s y (46)]. Als eine Folge des Traumas tritt tells durch den Fremdk6rper als solchen, tells durch das chemiscbe Irritament der Quecksilberpartiket hervorgerufene Reizung ein, die sich durch eine starke HyFer'~mie und Leukozytenauswanderung mit 0 d e m und Zerfall der Muskulatur zu erkennen gibt. Die Leukozytenanhi~ufung ist namentlich stark um die einzelnen Quecksilberkfigelchen. An mikroskopischen Schnitten [ B r i s s y (46)], kann man sehen, dab einige der Leukozyten, welche den Quecksilberkiigelchen zunfichst lagen, sich nur schwach fiirben, wahrscheinlich well sie bereits (lurch das protoplasmat6tende Yerm6gen des Quecksilbers beeinfluBt wurden. Im weiteren Verlaufe sieht man, dab die Aufschlfimmungsfl0ssigkeit, die ursprfinglich netzfSrmig verteilt war, sich allmhhlich in grSBeren und kleineren Tropfen sammelt (die ovalen Raume frfiherer Forscher, die in mannigfacher Weise gedeutet wurden.) Von
~4
Lomhott,
den Quecksilberkugeln selbst bewahren einige lunge Zeit hindurch die Kuge]gestalt unverandert~ andere werden kantig und unregelm~ii~ig. Rings um sie alle sieht man einen feinen Schleier yon umgewandeltem, ,oxydiertem ~ Quecksilber, in Gestalt zahlreicher, ganz feinerGranula, welche mattschwarz, mitunter rand, mitunter unregelmii•ig und in letzterem Falle yon kristallinischer Struktur erscheinen [ P o l l i e r (237)]. Diese kristallinischen Gebilde werden auch bei der Injektion anderer unl(islicher Quecksilberverbindungen beobachtet [Jadassohn und Z e i s i n g (128)]. ~qach L o m b a r d o s Ansicht (183) handelt es sich teils um minimale Quecksilberkugeln mit Beimengung yon fremden Metallen, teils am schwarzes Quecksilberoxyd, d a s durch Oxydation des Gewebes gebildet Worden ist. Die Quecksilberkugeln k6nnen jahrelang an derselben Stelle liegen bleiben, ohne resorb i e r t zu werden, in der Regel werden sie aber entweder als ltisliche Albuminate oder von den Zellen des Granulationsgewebes resorbiert, We sie eine durchgreifende Umwandlung erleiden, so dab sich das Quecksilber nicht durch die gew(jhnlichen histochemischen Pri~parationsmethoden nachweisen l~t~t [ L o m b a r d o (182)]. Einen Eindruck von der Geschwindigkeit der Resorption, die wie erwlthnt, sehr langsam ist (und ab und zu zugleich sehr unregelmitBig, siehe Journal Nr. t0), erhalt man durch folgenden Kaninchenversuch, bei dem jeden dritten Tag 0"05 cem einer 50% igen 01aufschlammung injiziert wurden (siehe Kaninchenversach VI) [gegentiberstehende Tabelle]. Wie man sieht, finder n u r eine verhiiltnism~tl3ig langsame Resorption statt. Noch nach 14 Tagen ist nur ca. '/3 resorbiert worden. Dagegen scheint die Resorption in diesem Falle ganz regelma~ig zu verlaufen. Die Ausscheidungsverh~ltnisse bei dem Kaninchen stimmen vorzfiglich tiberein mit den Resorptionsverhiiltnissen. Dagegen ergab die Untersuchung der Ausscheidung bei einem Patienten, der mit Gleum cinereum behandelt wurde (siehe Journal 10, Tafel X) recht stark hievon abweichende Verhfi,ltnisse, die mit Sicherheit auf eine sehr unregelmiiBige, Iaunenhafte und lungsame Resorption deuten.
Die Z i r k u l a t i o n des q u e c k s i l b e r s ira O r g a n i s m u s .
lnjektionsstelle
~o/I
.
51Jhr
Lmke
23/~
Wade
~~
. .
0"05
5 Uhr
Rechte Wade .
26/I 5 Uhr
9 Lmkes Vorderbmn
,
2q/I 5 "l]h
n ~l,eehtes g o r d e r b e i n
,,
1/Ii
' "U~" a =~m~e
4/11
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.
22"0 .
" aae . .
,,
,,
Rechte Wade l..
5/I1 "rT~i tJH
W
[ Rechte Wade 2..
13"8
8"2
!~'8
7-2
14'1
7'9
16"3
5'7
18"8
3"2
18"7
3"3
9'7
2"3
116"2
[~7"8
]
,,
I
Insgesamt ....
25
: L
0"35
154"0
Das K a u i n c h e n w u r d e a m 6./II. 5 U h r getStet.
Kap. IIL
Die Verteilung des Ouecksilbers im Organismus. Wenn Quecl~silber regelm~l~ig aufgenommen w i r d und in das Blut iibergeht, lagert es sich alhn~hlich im K6rper ab. Die Ausscheidung findet nhmlich langsamer statt als die Resorption. Nach einiger Zeit wird jedoch bei immer gleichmfi•iger Zufuhr ein Gleichgewichtszustand -,Quecksilbergleichgewicht" - - eintreten, es sei denn, dab die Zufuhr so stark ist, dab zuvor eine Vergiftung mit t6tlichem Ausgang erfolgt. Der Gleichgewichtszustand tritt schneller und auf niedrigerem Niveau ein bei Zufuhr von* kleineren Mengen als bei gr6~eren. Das im K6rper a b g e l a g e r t e Q u e c k s i l b e r verteilt sich auf shmtliche Organe und Gewebe. Es ist gelungen, Quecksilber in allen Geweben nachzuweisen, yon denen man sich so groins Mengen verschaffen konnte, dab ein Nachweis
26
Lomholt.
m5glich war. So ist es sogar in Haaren nachgewiesen worden [S t r z y zo w s k i (297)]. Auch in der Spinalflfissigkeit, wo man frfiher sein Vorhandensein leugnete, ist es mir zu wiederholten Malen gelungen, es nachzuweisen. Dagegen sind die Konzentrationen, in denen das Quecksilber in den verschiedenen Geweben und Organen vorkommt, sehr verschieden, nur das Verhaltnis d e s Q u e c k silbergehaltes der verschiedenen Organe ist ziemlich konstant und findet sich recht einheitlich bei Menschen and Tieren wieder. In letzter Hinsicht besteht aber ein bedeutender Unterschied bei solchen Organen, die bei Menschen und Tieren einen abweichenden Bau aufweisen, wie namentlich beim Verdauungskaaal. Diese Koustanz im Verh~ltnis des Quecksilbergehaltes tier Organe scheint sich, so welt man dies nach deal vorhandenen sp~rlichen Materiale beurteilen kann, auch in der Remanenzperiode, naehdem die Quecksilberzufuhr aufgehSrt and der KSrper angefangen hat, yon den abgelagerten Vorraten zu zehren, noch zu erhalten. Untersuchungen ~iber diese Verh~ltnisse lassen sich teils an Patienten anstellen, die an einer Vergiftung oder w~hrend (bzw. kurz nach Beendigung einer Kur) gestorben sind, teils auch an Tieren. Von Untersuchungen ersterer Art hatte ich Gelegenheit 4 Reihen (Journal 4 1 - 45) anzustellen. Da diese jedoch die ersten meiner s~mtlichen Untersuchungen waren, ist es nicht Qberraschend, dal~ sie mehr als meine spateren Untersuchungen an Mangeln leiden, um so mehr, als solche Analysen yon sehr massiven Organen schon an sich bedeutende Schwierigkeiten darbieten. Feh]er yon mehr als 10--20~ finden sieh jedoch sicherlich nicht. Von Tierversuchen wurden 6 Reihen an Kaninchen (Kaninchen I - - V I ) angestellt; diese sind in jeder Beziehung vollkommen genau, innerhalb der Fehlergrenzen, welche die Methode besitzt. Von frfiheren Untersachungen sind hervorzuheben L u d w i g s u n d Z i 11 n e r s ausgezeichnete Untersuchungen an Patienten und Hunden, welche an einer Quecksilbervergiftung gestorben waren, und U 11 m a n n s gleichfalls muster-
Die Zirkulation des Quecksilb6rs im 0rganismus.
27
hafte Untersuchungen an Hunden, die in verschiedener Weise behandelt wurden. Die von diesen Verfassern gefundenen Resultate stimmea in der Hauptsache mit den meinigen tiberein, aber verschiedene ihrer Untersuchungsreihen sind recht unvollstandig und die Resultate leiden wegen der geringen Empfindlichkeit der angewandten analytischen Merhode an einer gewissen Unsicherheit (302, p. 223.). FaBt man alle Resultate zusammen, so zeigt es sich, da$ es sich mit der propositionellen Verteilung folgendermaBen verhalt: Am meisten findet sich in den Ausscheidungsorganen, Nieren, Leber und Darm; darnach kommen Milz, Herz, Lungen und Magen sowie Muskelgewebe. Dagegen enthalten die Stfitzgewebe, das Knochengewebe und das Fettgewebe nur sehr wenig, die Galle und das Blut aber wiederum betrachtliche Mengen. Der Quecksilbergehalt in K 6 r p e r f l f i s s i g k e i t e n , Geweben und Organen. 1. Das B l u t . Sobald das Quecksilber irgendwie resorbiert worden ist, wird es ins Blut fibergeffihrt, yon dem es wieder entweder ausgeschieden oder in samtlichen Geweben des KSrpers abgelagert wird. Der Quecksilbergehalt des Blutes ist wahrend einer gewShnlichen Quecksilberkur recht bedeutend, indem er 1--3 m g pro Liter betragt. Da man aber bei Patienten nie so grol~e Mengen, sondern hSchstens 100--200 c c m entnehmen kann, stellen derartige Untersuchungen sehr grol~e Anspriiche an die Vollkommenheit der Analysemethode und so liegen bisher auch nur sehr sparliche und unvollstandige Untersuchungen auf diesem Gebiete vor. Sogur bei einer so empfindlichen Methode wie der yon mir ungewandten, erzielt man nur eine recht beschrankte Genauigkeit und bei Umrechnung auf die Gesamtblutmenge kann man daher nur mit entsprechendem Vorbehalt Schlu~folgerungen ziehen. Es zeigt sich nun, dal~ man wahrend einer gewShnlichen kraftigen Quecksilberbehandlung yon 0"07--0"19 m.~] Hg pro 100 c c m vorfindet (siehe Tabelle). Ab und zu (Nr. 1,
Lomholt.
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Die Zirku]atiou des Quecksilbers im Organismus.
29
Analysen. Harnmenge 7g
Konsistonz
(24 Stunden) ill ecru
710
1015 1"20 1'69
750
diinnfllissig
1"6
- > 460
1012 1"60 3"48
000
w~sserig
0"9
1"40 2:80
200
diinnflfissig
1-0
2'80 2"80
50 150
geformt
0"5 2"6
1'61 1 '29
--
?
500 940 I 500 11240 11400 114o0 11750 /laso 11380 840
1022 2'60 1016 1"40 lOtS 2"00 1015 1"80 1020 1"30 1016 2"00 (23./1.) 1012 2"20 (22./I.) 1017 0'90 (23./~.) 1017 1"00 1022 / 1"70 .
(22.11, (21./I.) (23,/I.) (22./I.) (23./1.) (22./I.)
0"93 1"14 1"~0 0"65 1"19 1"70
50 175 150 200 75 125 250
1o4o (~9./x~.) 1016 1 1"21 1'16
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2, 6) findet man etwas hShera Werte (0"21--0"83 rag), aber nur in F~llen, we van Vergiftungen die Rede ist (1t 2) oder we eine soleha vor kurzem bestanden hat (6). Bei 4 Kauinchen (III--VI) fanden sich Quecksilbermengan ganz derselben GrSflenordnung. Man h a t vialfaeh die Frage erSrtert, we sieh im Blute das Queeksilber bafindet. S t a s s a n o z. B. behauptet, dab es sich ausschlial~lieh in den weiBen Blutkt~rperchan findet (292). Dies ist jedoch nicht richtig. Ich habe in 3 F~llen Untersuehungen dartiber angestellt (sieha Tab. Nr. 19, 20, 21), tails am Oxals~ureblut (20, 21), tails an Blut, dessen Kuehen und Serum durch Zentrifugieren voneinander gesondert waren (Nr. 19). Ich fand das Quecksilber sowohl in den roten und wail]an Blutk6rperchan als aueh im Plasma (bzw. Serum). Ferner vertailt as sieh anseheinend (as handelt sieh ja um sehr kleine Mengen, die sehr schwer genau zu bestimman sind) gleiehm~Big in diesan drei Stoffen. Wie sieh das Quecksilber auf die verschiedenen Eiweiflstoffe das'Blutes und namentlieh des Plasmas verteilt, konnte ich nicht untarsuchen, abet bei einer Untersuchung yon Aszitesflfissigkeit, die einem kr~ftig mit Quecksilber behandeltan Patienten entnomman worden war, zeigta es sich. dab man eine deutliche Quecksilberreaktion erhielt, sowoh] yon den Globulinen, die durch halbe S~ittigung mit Ammoniumsulfat gef~llt wurden, als yon den Albuminstoffan, die durch Kochan gef~llt wurden, naehdam die Flfissigkeit salpatersauer gemaeht wordan war. Dagegen wurda - - bai 2 Varsuchen nie die garingste Spur yon Queeksilber in der fibriggebliebenen Restflfissigkeit vorgefunden. Man daft wohl annehmen, dab die Verteilung des Quecksilbers in den Eiweil~stoffen des Blutes sieh in ganau entsprechander Weise verh~lt. 2. Die A s z i t e s f l f i s s i g k a i t scheint nie frfiher auf Queeksilber hin untersucht worden zu sein. Ich haba dar~ibar 4 Untersuchungen an 8 verschiedenen Patienten angestellt (Nr. 84, 35 und 43). Es wurden jedasmal bedeutende Mengen vorgafunden; bei Nr. 34, der zuvor 31 Inunktionen
Die Zirkulation des Queeksilbers im 0rganismus.
31
3 g erhalten hatte, wurden in 850 corn 0"3 mg Hggefunden, Bei Nr. 85 wurden nach 48 Inunktionen ~ 3 g in 1 Liter 0"6 mg und 38 Tage spater, nachdem die Kur vor 12 Tagen aufgehSrt hatte, nach im ganzen 65 Inunktionen, 0"52 mg Hg - - bei Nr. 43, der 8 Tage zuvor 37 Inunktionen k 3 g erhalten hatte, wurde in 1 Liter 0"2 mg Hg gefunden, lJber Details siehe die betreffenden Journale, fiber die Verteilung des Quecksilbers auf die verschiedenen Bestandteile der Aszitesflfissigkeit siehe oben bei ,BluV. 3. G a 11 e. Die Galle ist in dieser Verbindung wohl zunachst als ein Exkret zu betrachten, wird aber am besten bier in Zusammenhang mit den fibrigen Analysen derselben Reihe besprochen. Der Quecksilbergehalt der Galle ist immer sehr bedeutend. Dies geht mit aller Deutlichkeit aus meinen 4 Untersuchungen von Galle von Kaninchen (Kaninchen III--VI) hervor, we eine Konzentration yon 7'5--16"7 mg Hg pro Liter nachgewiesen wurde. Hiebei mul~ allerdings zugegeben werden, dal~ diese Resultate wegen der sehr kleinen untersuchten Gallenmengen sehr unsicher sind und wohl kaum als ,quantitativ" im eigentlichen Sinne bezeichnet werden k(innen. Zu •hnlichen Resultaten kamen auch frtihere Untersucher, z. B. bereits H a s s e n s t e i n (Inaug.-Diss. KSnigsberg 1879) und sphter L u d w i g (194), der in einem einzelnen Falle 10 ~g land, und U l l m a n n (302), der 12"5 mg per Liter iand. Zwar handelt es sich hier um Tierversuche, teilweise mit einer Quecksilberzufuhr, welche die Dosis tolerata in bedeutendem Grade fibertraf; es ist aber kaum zu bezweifeln, dal~ i~hnliche Verhi~ltnisse auch beim Menschen gelten, so dal~ sehr betrachtliche Mengen Quecksilber im Laufe des Tages auf diesem Wege ausgeschieden werden, da ja taglich von einem erwachsenen Individuum 5--800 ccm Galle sezerniert werden. 4. Die S p i n a l f l f i s s i g k e i t . Wie friiher erwahnt, hat man bisher in der Spinalfliissigkeit Quecksilber nicht mit Sicherheit nachweisen kSnnen. L a s a r e w (163), der selbst 30 Ana]ysen an kraftig mit Quecksilber behandelten Patienten angestellt hat, yon denen die meisten an einer Syphilis des Zentralnervensystems litten, konnte in keinem
32
Lomholt
einzigen Falle die geringste Spur von QueCksilber nachweisen und es gelang ihm auch nicht, bei einBr Durchmusterung der einSchl~tgigen Literatur unzweifelhafte Mite teilungen yon positiven Befunden aufzufinden. Im Gegensatz hiezu gaben s~mtliche 8 Analysen, .die ich an Spinalflassigkeit anstellte, ein positives Resultat. In dem einen Falle handelte es sich u m 12 ccm Spinalfllissigkeit yon dem im Journal Nr. 41 besprochenen Mann, der an einer Quecksilbervergiftung starb. In dieser Fllissigkeit fund sicl~ eine deutliche Spur yon Quecksilber 0"01--0"02 ~,g Hg. Au~lerdem habe ich zwei Analysen unternommen an Patienten, die nicht vergiftet waren. Um sichere Resultate zu erhalten, sammelte ich Spinalfll~ssigkeit yon mehreren Patienten jedesmal so, dab ich in jeder Analyse ca. 800 e c r u Spinalflfissigkeit vor mir butte. Zu bemerken ist jedoch, dab die grSflte Mehrzahl der Patienten vor der Spinalpunktion (die tibrigens zu einem ganz anderen Zwecke ausgefiihrt wurde) nur 1 bis 2 Inunktionen erhalten hatten; einige batten jedoch zuvor 20--30 Inunktionen. Die gefundenen R.esultate waren in dem einen Falle eine geringe Spur, in dem anderen Falle 004 ~ng Hg. Diese Mengen sin([ allerdings nur klein, aber doch hinlanglich, um deutlich die Existenz des Quecksilbers auch an dieser Stelle zu beweisen, und zwar auch in F~tllen, we keine Intoxikationssymptome vorliegen. B. D e r Q u e c k s i l b e r g e h a l t tier verschiedenen Organe und Gewebe. 1. N i e r e n~ Die Nieren nehmen in betreff der Queck, silbermenge unbedingt den ersteu Rang ein. ~Die K0nzea, tration i s t in den untersuchten Ffillen hie geringer als. 1'60 ~g per 100g Substanz, oft aber bedeutend gr6~er (bis 17;00 ~ng), namentlich bei schweren Vergiftangen. Bei meine~ 6 Kaninchenversuchen, die sich, was die angewandten Quecksilbr betrifft ~einigermassen den gewShnlichen, therapeutischen Verh~ltnissen n,'thern, schwanken die Zahlea yon 1"75--5,00 ~g:,
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismu8.
33
2. Die L e b er enth~lt oft, absolut betrachtet, ungef~hr ebenso viel wie die Nieren, relativ betrachtet, aber weir weniger, jedoch immerhin soviel, dab ihr unangefochten der zweite Platz gebfihrt. Bei den 4 Patienten wurden 0"32 bis 3.21 mg per 100 g und bei den 6 Kaninchen 0"37--3"95 ~g gefunden. Der Gehalt scheint bei interner Behandlung (bzw. ~'ergiftung) verhfi.ltnisma•ig nicht gr6i]er zu sein als bei anderen Behandhngsweisen, wie man frfiher annahm. 3. Der Gehalt der M i ] z schwankt den Befunden nach recht bedeutend. Dies erkl~rt sich zum Teil aus der verhMtnismaBigen Kleinheit des Organs, welche etwaige Versuchsfehler deutlicher hervortreten lliitt. Ich selbst verffige nur fiber 4 Analysen an Patienten, da die Milz bei Kaninchen zu klein ist, um sie a u f Quecksilber zu untersuchen. 3 von diesen Analysen ergeben jedoch einigermal~en gut fibereinstimmende Resultate : 0"43--0"60-- l'00 mg per 100 g ; der vierte Fall l a s t sich nicht zum Vergleich heranziehen, da die Milz hier der Sitz intensiver krankhafter Verfinderangen w a r . 4. Der Gehalt des D ic k d a r l n s an Quecksilber ist auch in auBerordentlich hohem Grade schwankend. In einzelnen Fallen tibertrifft der Gehalt an Quecksilber sogar den der Leber, wi~hrend er in den meisten Fallen ein recht bescheidener ist. Es scheint unzweifelhaft, dai] die A r t der Resorption des Quecksilbers hier eine Bedeutung hat. Bei Vergiftungen infolge einer Resorption durch den Magendarmkanal ist stets ein grol~er Quecksilbergehalt nachweisbar. Wo sich aber aus anderen Ursachen starke Syruptome yon Seiten des Darmkanals (blutige Diarrhoe) finden und wo die Sektion tiefgreifende pathologisch-anatomische Veranderungen des Dickdarms aufweist, liegt kein besonders groBer Quecksilbergehalt v o r [siehe z. B. U 11 m a n n s H u n d Nr. 3 b (302)]. Es scheint mir daher a priori angemessener, die grol~en Quecksilberbefunde im Dickdarm als durch eine starke Quecksilberresorption verursacht zu erklaren und nicht, wie man dies frfiher tat, durch eine Ausscheidung. 5. Der Gehalt des D ii n n d a r m s an Quecksilber kann bei Vergiftungen auch grol~ sein. Im iibrigen schwankt die A r e h . f. D e r m a t , u. ~ y p b . Bd. CXXVI.
34
Lomholt.
gefundene Menge bedeutend, ist durchgehends etwas kleiner als die des Dickdarms. 6.. Der M a g e n enthalt in der Regel recht kleine Mengen, es sei denn, dab von einer schweren Vergiftung die Rede ist, in welchem Falle tier Quecksilbergehalt yon einer direkten Resorption oder Falluug durch die Schleimhaut herriihrt, wie man dies z. B. bei Sublimatvergiftungen findet. 7. Die L u n g en enthalten auch verhaltnismaBig wenig Quecksilber und ihr grol~er Blutreichtum hat nicht die entsch~idende Bedeutung, die man ihm seinerzeit zuschrieb [Welander (315)und Almkvist (6)], da das Blut, wie erwi~hnt, in der Regel prozentuell nicht sehr ,4iel Quecksilber enthi~lt. 8. Nur beim Gehalt des H e r~ e n s liegt ein prinzipieller Unterschied vor zwischen den von mir und den von U l l m a n n gefundenen GrOBen. Wf~hrend U l l m a n n in 3 Ffillen Werte yon 0"16- 0"25 mg per 100 g fand und ich bei meinen 4 Untersuchungen~ an Menschen fibereinstimmende und recht gleichmfil]ige~ wenn auch etwas grSBere Werte (0"24--0'37 rag) nachweisen konnte, so schwankten die yon mir a n 4 Kaninchen gefundenen GrS•en bedeutend unter sich und waren fast alle betrachtlich grSBer (0"47--1"80 rag). Einen Grund hieffir konnte ich nicht finden. 9. Der Gehalt des H i r n s an Quecksilber ist nach meinen 3 recht zuverlassigen Analysen an Patienten zu urteilen, steCs recht gering (0"10--0"17 rag). (Die Resultate an Kaninchen sind dagegen bedeutend grOl3er, wenn man den prozentuellen Gehalt beriicksichtigt; dazu ist aber zu bemerken, dab die absoluten Mengen so klein s i n d , dal~Ldas Resultat an sich zweifelhaft sein muB.) Andererseits ist der Gehalt jedoch nicht so gering, dab man, wie einige dies tun, be,rechiigt ware, daraus zu schli*e~en, da[~ die therapeutische Wirkung des Quecksilbers auf die Syphilis des Zentralnervensystems fiberhaupt problematisch ist. Zur Unterstfitzung einer solchen Auffassung h a t auch die fr~ihere Annahme eines Mangels an Quecksilber in der Spinalflfissigkeit beigetragen.
Die Zirknlation des Quecksilbers im Organismus.
35
10. K n o c h e n g e w e b e habe ich nicht selbgt untersucht. Nach L u d w i g s und U l l m a n n s Resultaten zu urteilen, ist der Gehalt desselben an Quecksilber immer sehr gering, jedenfalls hie quantitativ bestimmbar. ]1. F e t t g e w e b e ist n u t ein einziges Mal (yon mir) uutersucht worden, das Resultat war das kleinste, das ich iiberhaupt gefunden habe und zudem rfihrt etwas yon dem Quecksilber ja sicherlich yon dem enthaltenen Blut h e r Dies kann kaum fiberraschen, wenn man sich der geringen Affinitiit zwischen Fettstoffen and Quecksilber erinnert. 12. M u s k e l g e w e b e ist leider n a r ein paar Mal untersucht worden; yon mir nur zweimal. Sein Gehalt an Quecksilber ist aach in den beiden Fallen, die ich analysiert habe, durchgehends recht gering (d. h. genau dem des Blutes entsprechend, obgleich der Gehalt des Muskelg e w e b e s an Albuminstoffen mehr als doppelt so groB ist). Zu bedauern ist, dab das mir vorliegende Material so gering ist. I n A n b e t r a c h t des Reichtums des Org~mismus an Muskelgewebe hat dessen Gehalt an Quecksilber auBerordentlich groBe Bedeutung, wenn yon der Remanenzfrage die Rede ist. Von den Lokalisationsverhi~ltnissen des Quecksilber's and seinen chemischen Bindungsverhi~ltnissen hier wissen w i t sozusagen gar nichts. Doch la{~t sich im Gegensatz zu friiheren Anschauungen mit Bestimmtheit sagen, da~ nicht d e r Gehalt des betreffenden Organs an Blut ffir die Gr61~e des Quecksilbergehaltes ma~gebend ist. Quecksilbergehalt yon Organen und Gewebe. Patienten.
(Autopsieresultate. Journal 41--44.) (Die oborste Zahlenkolonno bei jedem Organe bezeichnet das Gew!eh~des -Organs in Gramm, die mittlero den Quecksilbergehalt, die unterste die Quecksilberkonzentration in Milligramm per 100 Gramm. Die eingeklammorton Zahlengrfl]en sind nur ann~herungsweise berechnet, siohe darfiber die Journale.) (Siehe umstehende Tabelle.) 3*
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40
Lomholt.
C. Q u e c k s i l b e r g e h a l t
i n F~5ten.
Bevor wir dieses Kapitel abschlieBen, teilen wir noch eiuige Untersuchungen fiber den Quecksilbergehalt in FSten mit -- wenn diese Untersuchungen aueh streng genommen nicht unter den Begriff: Verteilung des Quecksilbers im Organism us, eingereiht werden kSnnen. Die klinische Erfahrung macht es wahrscheinlich, dab das Quecksilber bei seiner Zirkulation im Organismus der Mutter auch auf den FStus fibergeht. Es ist auch mehrmals gelungen, Quecksilber chemisch in FSten von quecksilberbehandelten Miittern nachzuweisen und zwar sowohl in ausgetragenen als in Frfihgeburten (W e 1 an de r [315] und L o m b a r d o [181]). Dagegen sind, so welt ich habe sehen kSnnen, frfiher nie quantitative Bestimmungen der Quecksilbermengen in FSten ausgeffihrt worden. Ieh habe daher die Gelegenheit benutzt, solche Bestimmungen in 3 Fallen auszuffihren. In 2 yon diesen F a l l e n wurde zugleich die Quecksilbermenge in der Plazenta bestimmt, l~ber Details siehe die Journale Nr. 3 6 - 38. Im ersten Falls handelt es sich um einen mazerierten FStus des fiinften Monats (L~inge 20 ccm). Die Mutter hatte unmittelbar vor dem Partus sine Injektion yon 15 cg Merkuribenzoat und 18 Inunktlonen 3 g Ung. hydrargyri erhalten. Der FStus enthielt 0"3 mg Hg. Im zweiten Falle handelte es sich um einen gleichfalls mazerierten FStus des 7. Monats (Gewicht 900 g). Die Mutter hatts unmittetbar vor dem Partus 5 Inunktionen ~ 3 g Ung. hydrargyri erhalten. Der FStus enthielt 0"71 mg Hg.-Plazenta (450 g) ~- Fruchtwasser (100 g) enthielten 0"59 mg Hg. Im dritten Falls handelte es sich um einen Abortus im 4. Monat, Die Mutter harts zuvor 34 Inunktionen ~ 8 g Ung. hydrargyri erhalten. Der FStus enthielt 0"34 mg Hg. Die Plazenta 0"40 mg Hg - - das Fruchtwasser 0"18 mg Hg.
Es zeigt sich also, dab F0ten und in noch h6herem Grade die Plazenta stets Quecksilber in w~tgbaren Mengen enthalten. Die vorliegenden Resultate sind aber zu geringfiigig, als dab sich fiber die GrSBe dieser Mengen unter verschiedenen Verhaltnissen sin Schema aufstellen liefle. Die Beantwortung dieser Frage ist kfinftigen Untersuehungen zu fiberlassen.
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
41
Ka,p, IV.
Die Ausscheidungdes Ouecksilbers. Wie im vorhergehenden Kapitel dargestellt, ist es gelungen, in allen Organen und Geweben des KSrpers Quecksilber nachzuweisen. Es liegt daher nahe anzunehmen, dag Qaecksilber auch in gre~eren oder kleineren Mengen in samtlichen Sekreten und Exkreten des K6rpers vorkommt und so ist es auch gelungen, seine Existenz in allen den Sekreten naehzuweisen, yon denen man genfigende Gewichtsmengen sammeln konnte. Nut die Exspirationsluft bildet eine Ausnahme, denn in dieser ist es nicht gelungen Queeksilber nachzuweisen: Unser Wissen fiber die A u s s c h e i d u n g s v e r h h l t h i s s e des Quecksilbers ist vorlhufig im h0chsten Grade beschrfinkt. In betroff der q u a l i t a t i v e n YerhAttnisse - - woranter wir die ehemischen Verbindungen verstehen wollen, in denen das Quecksilber den Kerper verl~gt -ist es sogar fast gleieh Null und erhebt sich kaum fiber das Niveau gan~ loser Erwhgungen und Hypothesen. Aber auch in b e t r e f f d e r q u a n t i t a t i v e n Verhhltnisse sind wir nicht besonders gut unterrichtet; hier bildet nur der Harn eine Ausnahme. lJber dessert QueckSilbergehalt unter verschiedenen VerhMtnissen liegen mehrere genaue und umfassende Analysenserien vor (namentlich yon B f i r g i [51]), wAhrend sieh fiber die fibrigen Sekrete nur sporadischo Untersuehungen vorfinden. Wir wissen selbstverstAudlich auch niehts Positives darfiber, welche Verh~ltnisse for den Umfang der Ausscheidung in dem einzelnen Augenbliek maggebend sind. Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, dag die Quecksilberkonzentration im Blute (oder mSglicherweise die Konzentration gewisser Quecksilberverbindungen im Blate) in Ahnlicher Weise maggebend ist, wie sie es ffir die Aus~ scheidung verschiedener anderer aus d e m K0rper ausgeschiedenen Stoffe ist. Aber einen Beweis ffir die Richtigkeit dieser Behauptung zu liefern verm0gen wir nicht (geschweige denn die Gesetze tier quantitativen Abhhngigkeit
42
Lomholt.
der Queeksilberausscheidung von. der Quecksilberkonzentration im Blute klarzulegen): Die Konzentration ist bier eine so niedrige, dab sie sich, auch mit unseren genauest~l Methoden, nieht genfigend exakt bestimmen litBt, um daraus zuverlassige Schlul3folgerungen ziehen zu kSnnen (siehe im fibrigen alas Kapitel: Das Quecksilber im Bl.ute). Andererseits liegen auch keine Beobachtungen vor, welche eine Vermutung tier 0ben angedeuteten Art entkraften und man darf sie daher wohl, indem man sich auf Analogien mit anderen Stoffen stfitzt, mit der erf0rderlichen Vorsicht als Hypothese benutzen. D~m entsprechend ist die Annahme eines AbhangigkeitsverhMtnisses zwischen tier Blutkonzentration und der Resorptionsgeschwindigkeit wahrscheinlich ~dnd diese wiederum das entseheidende Moment ffir die Ausscheid ungsgeschwindigkeit. Dal3 tatsachlich ein solcher Zusammenhang besteht, darauf deuten die wenigen Beobachtungen, die ieh bei meinen Kaninchenversuchen fiber diese Frage bei intramuskularer Behandlungsweise gemacht habe. Hier zeigt es sich deutlich, dab man, we bei Quecksilberdepots eine schnelle Resorption stattfindet, a r c h eine schnelle Ausscheidung in Harn und Stuhl nachweisen kann (siehe Journal III--VI). Yon der relativen Bedeutung der 4 Ausscheidungswege weig man bislaer nur sehr wenig. Uber den Sehweil3 und Speichel liegen nur wenige und nicht sehr zuverlassige Untersuchungen vor (siehe unten). Es wird jedoeh altgemein angenommen, dab sie unter gewShnlichen Verhfiltnissen, mit Harn und Stuhl verglichen, nut eine ganz untergeordnete Rolle spielen. Beim Speichel-macht sich aul~erdem das eigentfimliche Y erhf~ltnis geltend, dab bei weitem die-gr5l~te Menge davon verschluckt wird und das in ihm enthaltene Quecksilber deshalb nur in ureigentlichem Sinne als aus dem KOrper ausgeschieden zu betrachten ist. Man darf im Gegenteil annehmen, dab ein grol~er Teil hievon wieder resorbiert wird, wahrend der Rest in den Fazes, mit dem yon dem fibrigen Teile des Verdauungskanals ausgeschiedenen Metalle, auftritt, ohne sich irgendwie davon unterscheiden zu lassen.
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
43
Auch fiber die Mengenverhaltnisse zwischen H a r n and Stuhl war man bisher in hohem Grade im Ungewissen, indem gleichzeitige Untersuchungen fiber die Quecksilberausscheidung in Harn und Ffizes nur in sehr besChrankter A n z a h l vorliegen; zu nennen waren hier K r o n f e l d und S t e i n s Untersuchungen (151), die fast stets bedeutend mehr Hg in den Ffizes als im Harn nachweisen, wozu jedoch zu bemerken ist, dab ihre Beflmde im H a r n fiberhaupt sehr klein waren. Ferner die Untersuchungen yon Diesselhorst (74), der wechselnde Verhaltnisse, jedoch durchgehends mehr im Harn, land. B f i r g i , W e l a n d e r und B u c h t a l a gehen - - allerdings ohne das VerhMtnis selbst in nennenswertem Umfange untersucht zu haben -a priori davon aus, dab das meiste H g durch den H a r n ausgeschieden wird (u. a. auch well die Nieren das quecksilberhaltigste Organ des K6rpers sind), whhrend M e y e r, H. H. und G o t t l i e b (Die experimentelle Pharmakologie 1910), P o u 1 s s o n (Lehrbuch der Pharmakologie), S c h m i e doberg (Grundril~ der Pharmako!ogie 1913, p. 588). Schneider (275), u. a. m. zu den entgegengesetzten Resultaten kommen. Aus meinen nahezu 750 vergleichenden Untersuchungen, yon denen ca. 55!/o Harnanalysen und ca. 450'o Fazesanalysen sind, geht jedoch mit aller Deutlichkeit hervor, dab bei weitem das meiste H g durch die Nieren ausgeschieden wird u. zw. relativ umsomehr, je gr0Ber die gesamte Tagesausscheidung ist. Zwar kann an einzelnen Tagen die mit dem Stuhl ausgeschiedene Menge die gr6i~ere sein. Dies ist aber eine Ausnahme und findet fast nur dann statt, wenn die im Harn enthaltene Menge unter 1 mg betragt, so dab man den E i n d r u c k hat, dab das Leistungsverm6gen des Verdauungskanals in d i e s e r Beziehung recht beschrankt ist und dab in allen Fallen, we besonders grofle Mengen ausgeschieden werden, die Nieren den iiberwiegenden Anteil der Arbeit auszuffihren haben. Eine Ausnahme von dieser Regel bildet jedoch Journal 16, we im Stuhl g r e b e Mengen enthalten sind. Es handelt sich hier freilich um eine starke Vergiftung.
44
Lomholt.
A. D i e A u s s e h e i d u n g des Queeksilbers die Nieren.
dureh
Uber die B i n d u n g s v e r h ~ t l t n i s s e des Queeks i l b e r s i,n H a r n wissen wir fast niehts, woshalb wir uns mit einem Hinweis auf die recht sparliche Literatur, u. a. L a q u e u r s Untersuchungen (160), beschrStnken. Die nachste Frage ist: W e f i n d e t in d e n l ~ i e r e n die Quecksilb-erausscheidung s t a t t , und in weleher Form geschieht sie? Die Ausscheidungsstelle wird meist in die Tubuli contorti sowohl erster als zweiter Ordnung, s: wie in den breiten, emp0rsteigenden Teil der H e n 1 eschen Sehlingen verlegt, da man hier durch Schwefelwasserstofffallung eine deutliche Fallung von HgS-K6rnern auf Protoplasma der Epithelzellen erzielen kann. (~ber den nitheren .Mechanismus" der Queeksilberausscheidung wissen wir dagegen durchaus nichts. Ferner haben wir die Frage yon dem Einflu~ der Queeksilberaussche[dun~ auf die GrOl~e der Diurese bzw. ihre Abhangigkeit von derselben zu untersuchen. Es wird allgemein angenommen, daft eine Queeksilberbehandlung diuretisch wirkt. Dies scheint u. a. auch deutlich aus B fir g i s (51) umfassenden Untersuchangen hervorzugehen. weleher eine mtii~ige Zunahme der Harnmenge sowohl bei der Inunktionskur und internen Behandlung, als auch bei der Injektionsbehandlung nachweisen konnte und an den unmittelbar auf eine Injektion folgenden Tagen eina sehr bedeutende Steigerung der Diurese beobachtete. Dagegen kam B u e h t a l a (49) zu einem Resultat, das stark von dem von B t i r g i gewonnenen abwich, indem er im Gegenteil eine deutliche Oligurie beobachtete, die aueh an Kaninchen, die mit Quecksilber behandelt wurden, nachweisbar war. Wenn man eine Harnmenge yon 1500 c c m als normal ansieht, so zeigt es sich, dal~ diese GrSi~e in B u c h t a l a s ca. 150 Analysen nut 2real erreicht wurde, wahrend Zahlen unter 1000 e c r u recht gewShnlieh sind. Wie diese Divergenz gegenliber B f i r g i erklart werden
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
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soll, ist nicht klar, doch liegt die Erkli~rung m0glicherweise in der verschiedenen Kost der Hospitalsabteilungen, in denen die beiden Forscher ihre Untersuchungen angestellt haben. Ein Vergleich meiner eigenen Resultate mit denen von B i i r g i und B u c h t a l a zeigt, dab meine Resultate im gro~en ganzen das Mittel einhalten. Die Diurese ist in den meisten Ffillen recht klein, namentlich zu Begmn einer Kur. Im Verlaufe der Kur tritt meist eine mehr oder minder merkbare Steigerang ein, so dab die Werte bei Beendigung der Kur durchgehends normal sin& Die genannte Steigerung ist oft etwas ungleichmiigig. Durch eine langere Periode fortgesetzte Polyurie kommt n i e vor. Dagegen habe ich wie B f i r g i eine recht ausgepragte Vermehrung der Harnmenge beobachtet an T3gen, wo ungewShnlich groSe Quecksilbermengen ausgeschieden wurdeu, so namentlich an den Tagen, die unmittelbar auf eine Injektion eines unl6slichen Salzes oder yon Merkurisalizylsaureanhydrid folgten. Inunktionsbehandlung (3 g Salbe t~iglich). Fall Harnmenge ccm
1.
Fall
Queeklilber-
menge
Harnmenge
9. Quecksilber-
cem
menge
mg
924 980 1184 1280 lg36 1186 1386 (1393)
1. 5 t ~ g i g e P c r i o d e 3. 4.
'
5o
~
6.
~
7.
~
8. 3 T a g e
. . . . .
9~
9
~
.
9
.
.
-
1"5 6" 1 7"4 8"6 8"9 11"9 10"8 (5"7) --
-
mg
832 1240 1580 1280 910 1354 1578 1406 1624
1"9 4" 1 3"8 7"3 7"4 8"7 9"2 10"3 15"0
] n j e k t i o n e n y o n M e r k u r i b e n z o a t ~ 10 cg j e d e n 7. Ta g. 1. P e r i o d e 2. , 3. , 4. , 5. , 6. ,,
7 Tage.. 7 ,, . . 6 , . . 10 4 Ta'ge.. --
954 1166 1084 1166 (1323) -
4"0 207 24"1 95"4 (9"1) --
7 Tage 813 7 , 1086 6 , 999 8 , 1228 7 , 1297 5 , (1390)
4.5 11"24 14"75 15"04 3"76 (23"43)
46
Lomholt. Fall Harnmenge ecru
I.
Fall
Qaecksilbermenge mg
Harnmenge ecru
I n j e k t i o n e n yon M e r k u r i s a l i z y l s ~ t u r e a n h y d r i d
II. Quecksilber. m e n g e rag.
~ 4 - - 8 cg
j e d e n 5 . Tag. 1. P e r i o d e 6 T a g e 9. , 5 , 3~ , 4 , 4.
,
5
,
5.
~
2
.
6.
.
1540 1820 1860 1535 (2760)
18"21 8"32 4-36 1~01 (8"37)
--
--
6 T a g e 1103 5 , 1584 5 , 1466 5
,
5
.
1,88
9"88 3"~9 5"~2 28"38 21"30
4
,
(14~5)
(7"94)
175~
I n j e k t i o n e n y o n K a t o m e l k 5 cg j e d e n 5. Tag. 1. 5t~gige P e r i o d e .
4.
.
5.
~
846 776 780 1142 1046 930 (1050)
}~
7, 9 T a g e
.....
0"41 1"94 3"~2 7"28 13"19 9"91 (4"98)
I n j e k t i o n e n y o n 01. - c i n e r e u m
6 T a g e 906 5 , 798 5 , 1008 5 . 1004 4 , 1150 ----
~ 10 eg j e d e n 5. Tag.
1. P e r i o d e 6 T a g e .
1528
1"5
2~
.
5
.
1960
9"81
3. 4. 5. 6.
, ,
6 6 5 5
, . , ,
1806 2110 1680 1698
6"30 9(1"58 9.78 3.76
,
.
0"92 6"04 6"07 11"34 8*72 ---
Eine Weehselwirkung zwischen dem spezifischen Gewicht des Harns und der in ibm enthaltenen Quecksilbermengs habe ich nicht nachweisen ktinnen. Eine Steigsrung der Diuress bei krfiftiger Que('ksilberausseheidung bewirkt in der Regel eine entsprechende Verminderung des spezifischen Gewichts, Doch gibt es tinter den mitgeteilten Harnanalysen vieifache Abweichungen yon dieser Regel. Uber Details siehe die Tabellen der sinzelnen Journals. Die Frage hat jedoch kaum eine praktische Bedeutung. Das Einsammeln des HarnS von den Patienten kann mitunter einigs Sehwierigke~t bereiten, bald kann etwas verloren gehen, bald erfolgt eine Beimischung von E x k r e -
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
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menten. U m Verluste zu vermeiden, benutzte ich bei meinen Versuchen nur zuverlassige Patienten, bei denen es gelang, sie fiir die Arbeit zu interessieren und i c h habe mi(;h aus diesem Grunde iast ausschlieBlich auf Versuche mit Mfinnern beschri~nkt. Bei diesen, ist es wegen d e r anatomischen Verh~ltnisse auch leicht, eine Sonderung yon H a r n und Stuh! zu (iberwachen. Bei Weibern ist dies schwerer und erfordert mitunter die A n w e n d u n g besonders eingerichteter Steckbecken. Nur selten (siehe z. B. J o u r n a l Nr. 11) bin ich durch Unzuverli~ssigkeit der Patienten entt~uscht worden. Das Sammeln yon H a r n und Stuhl wurde stets um ca. 5 Uhr nachmittags abgeschlossen. 1Jber die q u a n t i t a t i v e n Verhhltnisse der Quecksilberausscheidung i m [ I a r n s i n d w i r dank den Untersuchungen yon W e l a n d e r , Winternitz, B i i r g i u. a. m. recht gut unterrichtet. Es gebt aus diesen Untersuchungen hervor, dab die ,St~trke" der angewandteli Kur das entscheidende Moment ist. Man findet die grSl]te Ausscheidung bei den Behandhmgsweisen und speziell zu den Zeitpunkten der Behandlung, wo der KSrper am stfirksten mit Quecksilber ges~tttigt ist. Dal~ hier tats~chlich die A r t und St~ixke der Zufuhr (d. h. die Geschwindigkeit, mit der das Quecksi]ber resorbiert wird und in die Zirkulation Clbergeht) entscheidend ist, geht mit Deutlichkeit namentlich aus einer Betrachtung der Quecksilberausscheidung bei den yon mir sowohl an Patienten als an Kaninchen untersuchten 4 Injektionspraparaten hervor. (S. die Tafeln I - X.) Das Merkurisalizylsaureanhydrid, das am schnehsten resorbiert wird~ ergibt die grSl]te und schnellste Ausscheidung, sodann kommt das Merkuribenzoat, d a r a u f das Kalomel und schlie~lich metallisches Quecksilber (O1. cinereum), das am langsamsten resorbiert wird. In betreff der GrSl~e, die die Quecksilberausscheidung in den einzelnen F~llen und unter verschiedenen Verh~tltnissen haben kann, verweisen wir tells auf die unten folgende Besprechung der einzelnen Behandlungsweisen, tells auf die zahlreichen Untersuchungsreihen .und namentlich a u f die genannten graphischen Darstellungen
48
LomholL
Summarisch betrachtet, betr~tgt die Ausscheidung auf dem HShepunkt einer gew6hniichen, kr~ftigen Kur bei einem erwachseaen Mann ca. 3 mg pro Tag; die Nieren k6nnen aber sehr wohl (jedoch jedenfalls nur w~thrend kiirzerer Perioden) bedeutend mehr ausscheiden, 7--8 ~g, ja in einzeInen F~tllen sogar bis 9"2 rag, ohne dab Intoxikationserscheinungen eintreten. Zweifelhaft ist aber, ob der Organismus eine so starke Ausscheidung l~ngere Zeit hindurch ertragen k6nnte. Bei einer gelinden, gleichmSt•igen, t~glichen Zufuhr yon Quecksilber, wie sie bei der Inunktionskur stattfindet, nimmt die Ausscheidung yon ganz geringer Gr6~e gleichmM~ig yon Tag zu Tag zu, ani'angs ein wenig schneller, sodann etwas langsamer und n~thert sich schliel~lich im Laufe yon 5--6 Wochen immer mehr einem Gleichgewicbtszustand, ohne, diesea jedoch, wie es scheint, nach 5 Woche~ ganz erreicht zu haben. Bei Einreibung yon 3 g Salbe h a t man zuletzt eine tfigliche Ausscheidung von ca. 3 ~,g. Recht entsprechendeVerh~ltnisse findet man bei Kalomelinjektionen ~ 5 cg in 5t~gigen Zwischenr~umen. Auch b i e r wird d~s Quecksilber von den Depots: aus, ~echt langsam und regelmfiBig, resorbiert; jedoch ist die Zunahme, wie zu erwarte'n, etwas unregelm~13ig und schwankt sowoh! von Tag zu Tag als yon Woche zu Woche. Nach 3--4 Wochen tritt eine tfigliche Ausscheidung yon 2 - 3 ~ng ein. Ganz anders liegt die Sache bei Pr~paraten, die schnell resorbiert werden, wie das Merkuribenzoat und Merkurisalizyls~ureanhydrid. Bei diesen Pr~tparaten, u. zw. bei letzterem am ausgesprochenstem finder man eine charakteristische, ,gezahute ~ Ausscheidungskurve, indem die Tagesausscheidung unmittelbar nach einer Injektion~ sehr bedeutend ist ( 3 - 9 ~ng), im Laufe von wenigen Tagen schnelI abet auf ein Minimum (6fters unter 1 ~,g) herabsinkt, um bei der n~chsten Injektion ebenso j~th anzusteigen usw. &u~er dieser Zunahme nach der Injektion sieht man an einigen Kurven (Merkuribenzoat II und Merkurisalizyls~ureanhydrid II) jedoch auch eine schwache Zunahme der Ausscheidung yon Woche zu Woche, die
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
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sich namentlich dadurch zu erkennen gibt, da$ die Remission zwischen den einzelnen Injektionen nicht Zeit hat sich ganz zu vollziehen. Beim 01. cinereum machen sich ganz spezielle Verbi~ltnisse geltend und es sei diesbezfiglich auf die unten folgende besondere Besprechung dieses Praparates verwiesen. ~ Nach Beendigung einer Kur setzt sich die Quecksilberausscheidung dutch langere Zeit hindurch fort, in dcr Regel in wfigbaren Mengen noch mehrere Monate lang, mitunter vielleicht durch Jahre hindurch; letzteres vermutlich jedoch nur nach einer Injektionsbehandlung, bei der an den Injektionsstellen Depots hinterlassen wurden, so dal~ man hier nur mit Vorbehalt von einer echten Remanenzausscheidung reden darf. Ich habe die Gr61~e einer solchen Remanenzausscheidung in einem einzelnen Fall, kurz nach der Beendigung einer Inunktionskur von 30 Inunktionen h 3 g untersucht (siehe Journal 3 und Tafel III). Es land sich bier eine etwas unregelm~l~ige, im gro~en ganzen aber gleichmaBig abnehmeude Ausscheidung, die an dem 10. Tag 1"16 rag, am 30, Tag 0"39 my lind am 49. Tag noch 0"40 mg betragt.
B. D i e Q u e c k s i l b e r a u s s c h e i d u n g u
durch
den
Niichst den Nieren ist der Verdauungskanal der Ort, wo am meisten Quecksilber ausgeschieden wird und wie bei den Nieren mug man sich hier die Frage v0rlegen: In welcher Form wird das Quecksilber ausgeschieden? Es scheint allgemeine Einigkeit dariiber zu herrschen, da~ das in den Fazes enthaltene Quecksilber immer als Merkurisulfid vorliegt. Dies ist ja auch recht wahrscheinlich in Anbetracht des konstanten Vorhundenseins yon Schwefelwasserstoff im Darmkanal, speziell im Dickdarm. Dagegen mul~ dahingestellt bleiben, ja es ist meiner Meinung na(.t Arch. L Dermat. u. Syph. Bd. CXXVI.
4
30
Lomholt.
recht zweifelhaft, ob das Quecksilber auch yon der Darmwand in dieser Form ausgeschieden wird, dal~ es z. B. in den Kapillaren unter dem EinflaB des Sehwefelwasserstofi'gehaltes des Darms als HgS gefallt, yon den Leuk0zyten aufgenommen und mit ihnen zusammen in das Lumen des Darms ausg~stol~en wird. Dies ist A l m k v i s t s Theorie und der Schlfissel seiner Erklarung der Pathologi~ und pathologischen Anatomie der merkuriellen Kolitis; er stellt sich vet, da$ diese F~ilung yon Schwefelwasserstoffk0rnern eine Beschadigung und Verengerung der Kapillaren verursacht, die wiederum ErnahrungsstSrungen der Schleimhaut mit nachiolgender Nekrose bewirken..Es ist bier nicht der err, diese Theorie zu er(~rtern, aber ffir denjenigen, der mehrfach mit Quecksilber gearbeitet hat, hat sie unleugbar etwas Unwahrscheinliches. Man weiB ja, wie hartnackig das Quecksilbersulfid (speziell in eiweilL haltigen Flfissigkeiten) a,n der kolloiden Form iesthi~lt und es ist schwer versti~ndlich, wie es in der Sekunde, in w e l cher sich das Blur in der Kapillare befindet, geffi.llt werden sollte, zumal die Queeksilberkonzentration im Blute wohl kaum je 0"002 0"003~ fibersteigt. Wit kommen nun zu der Frage, w e d i e A u s s c h e i dung desHg im Verdauungskanal stattfindet? Wahrscheinlich erfolgte sie im gesamten Verdauungstraktus. Veto S p e i c h e l , yon dem ja tier gr6$te Teil verschluckt wird, wissen wir, dab er kleine Mengen Quecksilber enth~tlt; die G a l l e kann sogar sehr bedeutende Mengen enthalten. Aber auch yon s~mtlichen fibrigen, zum Verdauungskanal geh6renden Drfisen muB man, wie U l l m a n n dies tut (302), annehmen, dab sle in ihren Sekreten Queeksi|ber ausscheiden. Das Quecksilber ist ja, wie im vorhergehenden Kapitel erw~hnt wurde, ein fiberall im Organismus vorkommender Stoff. Dies trifft auch far den Darmkanal selbst zu, we, der allgemeinen Auffassung gem~tB, eine bedeutende Ausscheidung yon Qaeeksilber stattfindet and zwar namentlich im Dickdarm und unteren Teil des Dfinndarms.
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
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Wo iindet aber die Hauptausscheidung statt? Altere Forscher legen hier das hauptsfich[ichste Gewicht auf die Leber (Gallo), wogegen die meis~en modernen den Dickdarm in den Vordergrund stellen, indem sie namentlich darauf hinweisen, dai~ dieser, im Gegensatz zu den fibrigen Teilen des Verdauungskanals, bei VergiftungsfMlen der Sitz sehr tiefgehender pathologisch-anatomischer u derungen ist. Es ist mir jedoch zweifelhaft, ob dies richtig ist und ob nicht die Leber den, och das Hauptorgan der Ausscheidung ist. Erstens enthMt ja der Dfinndarminhalt stets Quecksilber in reichlichen Mengen (siehe z. B. Journal 44), so dab der Dickdarm jedenfalls die Arbeit nicht allein besorgt. Sodann muB man sich erinnern, dal~ der Diinndarminhalt zu jedem gegebenen Zeitpunkt nur das Ergebnis einer sekretorischen Arbeit von wenigen Stunden enthfilt, wiihrend der Dickdarminhalt normaliter das Erzeugnis einer ganzen Tagosarbeit ist und zwar nicht nur des Dickdarms selbst, sondern des ganzen Darmkanals. Dazu kommt noch der sehr gro[~e Quecksilbergehalt der Galle. Allerdings liegen noch keine Untersuchungen fiber dessen GrOBe vor bei Patienten mit gew6hnlichen Quecksilberkuren; es wird aber sicherlich berechtigt sein, auf Grund der vorliegenden Untersuchungen an Tieren und Todesf5llen nach Vergittungen anzunehmen, dab der Quecksiibergehalt der Galle stets sehr groB ist und wohl immer so groB, dab er fiir sich allein das Vorhandensein der Quecksilbermengen erklaren k6nnte, die gew6hnlich in den Ffizes vorkommen lind die in den wenigsten Ffillen fiber 1 ~g pro Tag betragen. Die Ga|lenproduktion betri~gt ja normaliter 5--800 g pro Tag. I)anach sollte man weit grSl~ere Mengen Quecksilber im Dickdarminhalt erwarten, als tatsachlich dort vorkommen, so dab der Gedanke einer in den unteren Darmpartien stattfindenden R e t r o r e s o r p t i o n des mit
52
Lomholt.
derma~en vor sieh geht, wobei ich jed.och afisdrQcklich hervorhebe, dab es sich hier, so lange noch keine ausflihrlichen Beobachtungen und Untersuchungen erster Hand vorliegen, nur u m eine Hypothese handeln kann: Das Quecksilber wird in dem gesamten Verdauungskanal, yon den Speicheldr~isen des Mundes bis zum Dickdarm, ausgeschieden. Die Haup~ausscheidung findet durch die Galle start, abet" ein groBer Teil des yon der Leber und dem dar~ber liegenden Teil des u ausgeschiedenen Quecksilbers wird auf dem Wege dureh den Dfinndarm wieder resorbiert in ~hnlicher Weise, wie dies mit anderen Bestandteilen der Galle der Fall ist und u. a. auch beim Blei beobaehtet worden ist. Inwiefern aueh im Dickdarm selbst eine st~rkere Resorption stattfindet, ist zweifelhaft; der hier vorhandene Schwefelwasserstoff wird wahrscheinlich das Quecksilber in resorbierbares H g S umwandeln. Der mit den F~zes ausgeschiedene Teil ist soffit die Menge, die nieht resorbiert worden ist, in Verbindung mit der Menge, die in dem Dickdarm selbst und dem untersten Teil des Dfinndarms ausgeschieden wird. Durch die Annahme dieses Umsatzschemas, bei dem die ausgeschiedene Quecksilbermenge als eine Differenz zwischen der gesamten ausgeschiedenen Menge und der retroresorbierten Menge angesehen wird, ist es verst~tndlich, weshalb sich in den F~tzes nur so geringe Mengen Quecksilber finden und namentlich weshalb cliese yon Tag zu Tag so bedeutend schwanken kOnnen, sowie bis zu einem gewissen Grade wohl auch, weshalb wahrend der Kur keine starkere Zunahme stattfindet.
Wenn w i r uns nun zu den quantitativen Verhi~ltnissen~ die sich bei der Ausscheidung geltend machen, wenden, so wird unsere Aufmerksamkeit sogleich yon drei Momenten in Anspruch genommen: Erstens, dab d i e Q u e c k silberausscheidung d u r c h d e n D a r m im Gegensatz zu dem, was man frfiher allgemein annahm (dab der Darm der Hauptausscheidungsweg sei),: nur recht gering und
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organlsmus,
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namentlich w e i t kleiner ist als die durch die Nieren ausgeschiedene Menge. Zweitens, dab d i e g e f u n d e n e n Mengen von Tag zu Tag ganz unregelmaBig und sehr stark schwanken und drittens, daB d i e D a r m a u s s c h e i d u n g, im Gegensatz zu dem, was man erwarten sollte und was in so ausgeprfigtem Grade bei den Nieren der Fall ist, k e i n e d e u t l i c h e Zunahme aufweist zu Zeiten, we das Quecksilber im Verlauf der K u r im K(irper angehaufr wird. Die GrOBe der Darmausscheidung ist ja, wie .dies u. a. deutlich aus den graphischen Tabellen ersichtlich ist, viel geringer als die Ausscheidung durch die Nieren. Sie betr~gt in den angeffihrten 10 Fallen nur 18"8-33"5% der gesamten Ausscheidung, wahrend der Gehalt des Harns an Quecksilber 66"5--81"2% ausmacht. Die 4 Kaninehen (Kaninchen I I I - - V I ) weisen genau entsprechende VerhMtnisse auf; indem die Ausseheidung hier 29"1--28"4--31"9--21"1% der gesamten Ausscheidung betrug. Eine Betrachtung der einzelnen Tage ergibt dasselbe. Es kommt verhiiltnismM~ig selten vor - - im ganzen ca. 50 mal bei ca. 700 Tagesanalysen, worunter 100 yon Kaninchen - - dab die in don Fazes enthalte~m Menge die im Harn enthaltene fibertrifft und zwar in der Regel nur, wenn im Harn wenig ent, halten ist, wie z. B. zu Beginn einer K u r oder in der Remanenzperiode. [Jbrigens stSBt ein Vergleieh der Tagesausseheidung im Harn und in den Fazes auf leicht verstandliehe Sehwierigkeiten; wahrend der Tagesharn eine einigermaBen konstante GrSBe ist, verhMt es sich anders mit dem Stuhl. Nur in den wenigsten Fallen hat ein P a t i e n t eino langere Zeit hindureh jeden Tag zur selben Stunde einen Stuhl derselben Konsistenz und Menge - - wie dies z. B. in einem gewissen Grade bei Journal Nr. 2 der Fall ist. Meist maehen sieh hier die grSl~ten UnregelmaBigkeiten geltend. Die M e n g e d e r F ~tz e s spielt sicherlich nur eine sehr geringe Rolle. Man kann in groBon Stuhlmengen wenig und in kleinen Stuhlmengen viel Quecksilber vorfinden. Ceteris paribus finder man wohl am meisten in den groBen;
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Lomholt.
os gibt jedoch aueh Ausnahmen davon. Da der grOl~ere o d e r geringer e G e h a l t d e r Nahrung an Schlacken und unverdaulichen Resten w0hl schwer irgend welchen Einflufl auf die Quecksilberausscheidung der Leber und des Darms ausflben kann, liegt die Erklarung wohl darin, dal~ eine gr~l~ere Fazesmenge durehgehends das Resultat einer gr6Beren und langwierigen Arbeit des Darmkanals darstellt als eine kleinere Portion. Dies ist in guter lJbereinstimmung damit, dab Fazesportionen nach einem Tage, an dem keine Fazes abgegeben wurden, durchschnittlich etwas mehr enthielten als solche, die nur einen Tag vertreten, aber andererseits allerdings selten doppelt so viel. Ferner scheinen t a g l i c h e E n t l e e r u n g e n durch eine gewisse Periode eine grOBere Gesamtausscheidung durch den Darm zu ergeben, als es bei Entleerungen an jedem 2. Tag der Fall ist. Yon der K o n s i s t v n z d e r F a z e s ist zu sagen, dal~ sic bei jeder klinischen Quecksilberbehandlung in der Regel etwas lockerer und diinner wird und eine Diarrhoe ist ja auch eine recht haufige Erscheinung bei intensiver Quecksilberbehandlung. Es laBt sich aber durchaus nicht als Regel aufstellen, dab eine ~dfinne" Fazesportion mehr Quecksilber enthalt als eine Portion, deren Konsistenz ~breiartig" oder ,geformt" ist. In Fallen, we der Queck, silbergehalt ungemeiu groB ist (z. B. bei mehr als 2 rag), handelt es sich meist um Stfihle fllissiger Konsistenz. Oft jedoch zeigen dtinne Sttihle nur eine ganz geringe Quecksilbermenge. Was sodann die g r o i ~ e n U n r e g e l m a l ] i g k e i t e n des ti~glichen Quecksilbergehalts der Fazes bei mittleren Kuren betrifft, muB zugegeben werden, da]~ sie sich weder durch UnregelmtiBigkeiten erklaren lassen, die yon der Defakation selbst und deren Zeitpunkten herrfihren, noch sich mit den Schwankungen der Harnausscheidungskurve yon Tag zu Tag in Parallele setzen lassen, indem sie weir grSl~er sind als diese. Dies laBt sich z. B. durch den 10.--15. Versuehstag aus Journal Nr. 2 veranschaulichen, we man bei einer an und flir sich so gleichmaBigen und
Die Zirkulation des Quecksi]bersim Organismus.
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regelma~igen Behandlungsweise wie es die Injektionskur ist und bei ungeffihr gleich groBen Tagesfi~zesportionen eino so finregehnfil~ige Reihe findot wio: 0"7--0"1--1"1--0"3 ....0"5-1"7 m.(I. Entsprechende Schwankungen wird man bei samtlichen untersuchten Behandlungsweisen und in s~tmtlichen Einzelfallen antreffen kSnnen. Bei den schnell resorbierbaren Verbindungen, z. B. Merkurisalizylsi~ureanhydrid und Merkuribenzoat, sind die Schwankungen natfirlich noch viel gr6]~er und j~ther. Bei den Kalomelinjektionen ist das Verhfiltnis ungefhhr wie bei der Inuktionskur. Dagegen ist die Ausscheidung bei dem mit O1. cinereum untersuchten Fall regelmai3iger als bei irgend einem der anderen Ffille, mit Ausnahme vielleicht yon Kalomel I]. Abet auch hier trifft man Schwankungen von Tag zu Tag yon mehreren Hundert Prozent. Die Verhhltnisse in der Remanenzperiodo wurden speziell in einem einzelnen Fall, Journal Nr. 3, nach Beendigung einer Inuktionskur untersucht. Die Schwankungen der Ausscheidungskurve sind auch hier bedeutend, aber immerhin geringer als wfihrend der Kur selbst. In zwei untersuchten RemanenzfMlen, Journal 16 und 41, handelte es sich um Vergiftungen; die Untersuchungsbedingungen schliegen hier eine diesbeziigliche Beurteilung aus. Bei den Kaninchenversuchen lagen auch ab und zu recht bedeutende Schwankungen vor, aber im groBer~ ganzen fanden sich weit regehni~gigere Verhaltnisse, namentlich bei Kaninchen V und VI, wo die Ausscheidungskurve gar nicht ,gezahnt" ist, sondern ganz gleichmhBig verlfiuft. Bei Kaninchen IV findet sich nur ein vereinzelter gr6Berer Sprung (11/10) und bei Kaninchen II[ wenige kleinere. Bei weitem die gr6$te Aufmerksamkeit beansprucht jedoch der Umstand, da$ die Q u e c k s i l b e r a u s s c h e i d u n g mit den Fazes - - im Gegensatz zu dem, was man erwarten sollte - - w i i h r e n d d e r K u r n i c h t n e n n e n s w e r t z u n i m m t , obgleich der K6rper allmi~hlich mit Quecksilber geshttigt wird uud infolgedessen die Ausscheidung im H a r n sehr bedeutend vermehrt wird. J a i n vielen F~tllen zeigt sich im Gegenteil, dab die A usscheidung wah-
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Lomholt.
r e n d d e r l e t z t e n H M f t e d e r K u r g e r i n g e r i s t als w ~ h r e n d der ersten. Betracht~n wir z. B. Journal 1--2 und 4--10, so zoigt "es rich, dal~ das Verh~ltnis zwischen der GrSfle dor Quecksilberausscheidung wiihrend der ersten und letzten HMfte der Kur, wenn wit die Werte der e~sten HMfte fiber die lind die der letzten unter einen Bruchstrich schreiben, fo]gende Werte hat: I n u k t i o n s ku r Nr. 1 (Journal 1,88 Tage) " 14"6 m9 11"5.m9 Nr. 2 (Journal Nr. 2, 45 Tage) m 9"
l o ' 8 m 9'
Merkuribenzoat
Injektionen
yon
Nr. 1 (Journal Nr. 4~ nach den zwei ersten Injek-
tionen und nach den zwel letzten Injektionen) 13"0 m9 Nr. 2 (Journal 5"7 rag' Nr. 5, 40Tage) s~ureanhydrid
7"29 mg I n j e k t i o n e n 11"88 ~n9"
yon
Merkurisalizyl-
Nr. I (Journal Nr. 6, 29 Tage) 7"86 rag, Nr. 9 ( J o u r 5"89 ~ g
81 ~ng hal Nr. 7, 30 Tage)9-~-~9. I n j c k t i o n e n y o n K a l o m e l Nr. l , 9"9 mg (Journal Nr. 8 , 89 ~age) 1 ~ 9 , und N~. 9 (Journal Nr. 9, 25 Tagel 6
4"58 mg Bei Journal Nr. 10 l~flt sich eine entsprechende Berechnung 5"1 rag" wegen des sehr Unregelm~Sigen Verlaufs der Ausscheidungskurve nicht durchl~hren. Vergleicht man abet die erste ,Perlode ~ mit der ]etzten ,Periode" (siehe Tafel X); so wird man auch bier eine eigentfunliche m9 Nichtbeeinflussung bemerken, indem man die Zahlen 0"97 ~ erhMt. Bei den 4 Kaninchen (III--VI). bei denen die AusscheidungsverhMtnisse untersucht warden, finden wit dasselbe: Kaninchen Nr. ]II (Merkuri87 m 9 benzoat, 11 Tage) 9--~-~mg'Kaninchen Nr. IV (1Kerkurisalyzils~ureanhydrid, 101 m 9 69 m 9 9 Tage) 168-m-99' Kaninchen Nr: V (Kalomel, 9 Tage) ~-~-~, Kaninchen llO m9 Nr. VI [01. tin., 17 Tage) 6 - ~ - ~ '
In zwei FMIon sind die Werte unge-
fahr gloich grofl. Von don boiden iibrigen ist in dem einzelnen Falle die Ausscheidung w~hrend der eraten HMfte der Kur etwas kleiner, in dem zweiten etwas grS~er ala in der letzten H~lfte. Diese hSchst eigentfimliche Unabh~ngigkeit yon der Intensit~t der Behandlung tritt aber aueh bei einer anderen B e t r a c h t u n g s w e i s e s t a r k h e r v o r . B e t r a c h t e n w i r die A u s scheidung bei einer, Behandlung mit schnell resorbierbaren Quecksilberverbindungen (Merkuribenzoat und Merkuris a l i z y l s ~ u r e a n h y d r i d ) , b e i d e n e n w i r , wie o b e n a n g e f l l h r t ,
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
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eine enorme Zunahme der Ausscheidung im Harn am Tag vorfinden, der unmittelbar an die Injektion folgt, so zeigt es sich, dal3 dies in 'den Fazes nicht, oder nur in recht beschrhnktem Mal3e der Fall ist. In der Remanenzperiode scheint die Ausscheidung etwas regelmal3iger zu verlaufen. Dies geht z. B. aus Journal Nr. 3 hervor. In dieseIn Falle nimmt die Ausscheidung recht gleichmM~ig ab, weist jedoch an einem Punkte (ltl. bis 18. Versuchstag) eine bedeutende Zunahme aut: Bei den beiden anderen Remanenzunternehmungen (Journal 18 und 45) finden wir gleichfalls eine recht gleichmhl~ig abnehmende Ausscheidung; doch leiden beide F~tlle an bedeutenden, ihren Wert vermindernden Mi~ngeln. Jeder Versuch, diese aul~erordentlich sonderbaren Ausscheidungsverhaltnisse, und zwar speziell das Fehlen einer Zunahme der Ausscheidung bei Steigerung d e r I n t e n sitht der Kur, erklaren zu wollen, st6•t auf sehr grol3e Schwierigkeiten und ich muB im groBen Ganzen auf eine Erkl~rung verzichten. Meines Wissens gibt es kein Analogon zu der Tatsache, dal3 eine Zunahme des Gehaltes des K(irpers an einem fremden Stoffe (in diesem Falle Queeksilber) auf dessen Ausscheidungsgeschwindigkeit durch den Darm keinen wesentlichen Einflul~ ausfiben wfirde, besonders wenn das Maximum des Leistungsverm(~gens des betreffenden Organs durchaus noch nicht als erreicht bezeichnet w e r d e n kann. Etwas erleichtert wird die Erklarung der grol~en UnregelmiiBigkeit der &usseheidung durch die Annahme einer ausgedehnten [Letroresorption im Darme.
Andere Ausscheidungswege. D e r S p e i c h e l . Bereits O s k a r S c h m i d t s Untersuchungen (Inaug.-Diss. 1879) haben gezeigt, daft der Speichel kleine Quecksilbermengen enthalten kann, und dies wurde sp~ter von O p p e n h e i m (231) bestatigt. Beide fanden jedoch nur ganz minimale Mengen. D u r c h einen einzelnen yon mir angestellten Yersuch (Journal Nr. 40)
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werden dieso Boobachtangon best~tigt. Es zeigte sich boi diesem Versuch, dab 115 ccm Spoichel -- erzougt in. oiner Periode yon 1--2 Stundon nach l~iner intramuskul~ren Injek= tion yon l0 c g Merkarisalizys~ureanhydrid (und ca. 1 Stunde sparer 0"06 ~,g. Pilocarpic. h y d r o c h l . ) - nur 0"6 ~g H g enthiolton, sowie dab 150 c c m w~hrend tier darauf folgenden Stande (2 3 Stunden nach der Injektion) orzeugte, Speichels nur 0"08 mg enthielten, was also rocht beschoi= done, mit don yon O s k a r S c h m i d t und O p p o n h o i m go= fandonen Rosultaten gut ~bereinstimmende Zahlen sind. tch z~gore daher nicht, racine Auffassung fo]gendormaBen zu formulioron: Die Mengo des durch die Speicheldrflsen abgesondorten Quecksilbers betr~gt nur einen geringen Bruchtoil des durch die Nieren und auf anderen Wogen ausgeschiedenon. Im fibrigen ist die Ausscheidung mit dora Speichel nur in recht uroigentlichem-Sinno eine . . . . . scheidung ~, indem ja fast aller Speichel vorschluckt wird lind daher in der Ausscheidung dos Vordauungskanals wieder auftritt. Der SchweiB. Uber den Schweil~ liogen noch sparlichere Untersuchungen vor als fiber don Speichel. Man woifl zwar l~ngst, dab kloine Mengen von Quecksilber auf diosem Wege ausgeschiodon werdon kSnnen; quantitative Angaben besitzen wir abor nur yon N a g o l s c h m i d t (213), desson Untersuchungen jedoch nicht oinen solchen Eindruck machen, da~ man auf sio bauon darf, und yon D i e ~ o l h o r s t , der bei oin paar Versuchen nur ganz geringo Mongon land. Um mich darftber zu orientieren, stellte ich selbst eine einzelno Untersuchung an (sieho Journal Nr. 40). Es wurden hier 900 c c m Schwei~ -- wahrscheinlich doch eih wenig durch Wasser vordfinnt -- angesammelt, die einen Quocksilbergehalt yon nur 0-08 qng ergaben. Es schoint mir dahor vorlaufig erlaubt in Anbetracht der minimalon SchweiBproduktion afebrilor Pationton bei Ruho -bsi einer quantitativen Berechnung der Ausscheidungswege des Quecksilbers v o n d o r Ausscheidung auf diesom Wege abzusehen.
Die Zirkulation des Quecksilbers ira Organismus.
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Die Exspirationsluft. Bisher ist es noch nicht sicher gelungen, Quecksilber in der Exspirationsluft nachzuweisen. Sowohl J u l i u s b e r g s (135) als D i e f e l h o r s t s (74) Yersuche sind negativ ausgefallen. Ich selbst babe drei Yersuche angestellt an Kaninchem denen grofe Mengen von Merkuribenzoat injiziert worden waren, gleichfalls mit einem als negativ zu betrachtenden Resultat. Da indessen die teehnischen Schwierigkeiten dieser Untersuchungen sehr grog sind, ware es verfffiht, ein endgfiltiges Urteil fallen zu wollen.
Die Remanenz des Quecksilbers. Unter Remanenz des Quecksibers versteht man die Menge Quecksilber, die sich nach beendigter Quecksilberkur im K()rper finder, u n d - - i r a engeren S i n n e - die Quecksilbermenge, die in Organen und Geweben abgelagert wird, wobei man die Menge nicht mitrechnet, die' z.'B. nach einer Injektionskur, als Depot an den Injektions' stellen hinterlassen worden ist. Die GrOBe dieser Depots schwankt, wie oben ausgefiihrt wurde, in unbeschrankter Ausdehnung sowohl nach der Art der angewandten Kur als nach den zuffilligen Umstfinden des einzelnen Falles. Man kann wohl annehmen, daf die Gr(ife der eigentlichen Remanenz nach der Beendigung yon Kuren gleicher [ntensitat einigermai3en gleichmfifig ist. Von der absoluten Gr6fe dieser remanenten Quecksilbermenge weir man fast noch gar nichts, obsehon dies in praktischer Beziehung eine Frage der atlergr(iBten Wichtigkeit ist. Man m u f annehmen, dal~ dos Vorhandensein dieses Quecksilbers in einem wesentlichen Grade die praventive Nachwirkung der Quecksilberbehandlung bedingt und die pharmakologische Grundlage des F o u r n i e r s c h e n Systems der intermittierenden Behandlung bildet. Es ist jedoch wahrscheinlich, daft ein kleiner Teil des zurtickgebliebeuen Quecksilbers z. B. ein Tell yon dem im Epithel der Nieren abgelagerten -- keine therapeutische Wirkung ausfibt, sondern nur seiner Ausscheidung harrt. Aufschltisse fiber die Gr(ii~e der Quecksilberremanenz kann man auf 2 Weisen erhalten.
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Die zuverlassigste ist ~ eine direkte Bestimmung der ge~samten Quecksilbermenge, die nach Beondigung einer gew6hnlichen Quecksilberbehandlung im KSrper zurtickgeblieben ist. Aber leider bietet sich nur sebr selten Gelegenheir zu derartigen Untersuchungen, wie es bei interkurrenten Todesfallen ~ahrend einer Quecksilberkur der Fall ist. Die andere Weise besteht in einer Bestimmung tier gesamten Quecksilberausscheidung wahrend einer Injektionskur, d. h. Ausscheidung durch Nieren und Durra. Durch Subtraktion dieser GrSBe yon dem injizierten Quantum erhalt man die Remanenz. Jedoch l~Bt sich die GrSBe der Depots nur sehr schwer veranschlagen, wobei man auf Erfahrungen yon Tiervei,such en fiber die Resorptionsgeschwindigkeit des betreffenden Pr~parates angewiesen ist. Die in diesel' Weise bestimmte Remanenz muff bedeutend gr6Ber sein, als man fr~iher allgemein annahm. Fr{lher kannte man nur die GrSfe der Ausscheiduug durch die Nieren, glaubte aber, dab die Ausscheidung durch den Darm noch gr6Ber sei als d i e s e - w~hrend sie tats~chlich im besten Falle nur halb so grol~ ist. Es ist einleuchtend, dab dies auf unsere Betrachtung der Remanenz und deren Gr6Be einen entscheidenden EinfluB ausfiben mul~. Direkte Bestimmungen des gesamten Quecksilbergehaltes bei einem unmittelbar nach einer antisyphilitischen Kur gestorbenen Patienten liegen nicht vor. Die angestellten Untersuehungen betreffen fast immer Vergiftungen, we die VerbMtnisse im Wesentlichen anders liegen. Unter meinen 4 Untersuchungen (Journal Nr. 41--44) finden sich jedoch 2 F~lle, die kurz nach der Beendigung einer mittelstarken Inuktionskur (Journal Nr. 41 und 43) uutersucht wurden. Von diesen beiden Fallen last sich nur der erstere und dieser aueh nur mit d e m gr6Bten Vorbebalt, zu ~iner Untersuchung des genannten Verhaltnisses verwerten, indem es sich um eine schwere Vergiftung mit tSdlichem Ausgang handelte, so dab die Zahlenwerte zu groB sind. Es handelte sich in dem genannten Falle um einen kr~ftigen, muskulSsen Mann yon ca. 70 kg, dem aul}er einer Injektion yon 9 5 c g Merkuribenzoat zu Anfang der Kur bis 9 Tage vor dem Tod 37 Inunk-
Die Zirkulation des Queeksilbers im Organismus.
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tionen ~ 3 g Unguentum hydrargyri gegeben worden waren. Die gesamten Eingeweide enthielten ca. 56'2 mg Hg. Dazu kamen 16'4 rag, die w~hrend der Periode naeh dem Aufh6ren der Kur bis zam Tode ausgesehieden worden waran, sowie 1'75 ~g Quecksilber, das bei der Autopsie im Darmkanal vorgefunden wurde, und 05 ~ng in dem am Tage nach dem AufhSren der Kur entnommenen Blute: im ganzen 18"65 rag. Da etwas Harn im Bette verloren gegangen ist (siehe das Journal) und etwas Quecksilber mit dam Sehwei~ ausgesehieden wurde, mu] meines Erachtens diese Zahl wahrscheinlich auf 25 mg erhSht werden, so dal} wir im ganzen zu ca. 81 mg kommen. Dazu k0mmt aber noeh die in dem fibrigen, nicht uutersuehten Teil des KSrpers, d. b. in der Musku]atur, den Knochen, dem Get~Bsystem usw. enthaltene Menge, d e r e n Berechnung fiberaus schwer ist. Naeh der Meinung friiherer Untersucher (z. B. U l l m ann) sollte dies nur eine reeht geringe Menge im Vergleich mit der in den Eingeweiden enthaltenen sein. Dieser Ansicht kann ich mich jedoeh nieht ganz anschlie]en. So glaube ich namentlieh, dab der Gehalt der Muskulatu~' an Quecksilber etwas untersch~tzt worden ist. Ich verffige allerdings selbst nur fiber 2 Analysen yon Muskelgewebe mit einem Gehalt yon 0"14 und 0"25 mg in 100 g. Davon stammt die zweite Analyse yon dem eben bier besprochenenPatienten. Berechnet man nun auf Grund dieser Analyse den wahrscheinlichen Queeksilbergehalt seiner Muskulatur, so finder man, dab jedes Kilogramm Muskelgewebe 2"5 .,g Queeksilber enth~lt. Bei einer gesamten Muskelmenge yon 30 kg (einem GesamtkSrpergewicht von 70 kg entsprechend) erhalten wir in der gesamten Muskulatur ca. 75 rag. Legen wir dazu noah das in Knochen, Fett etc. enthaltene, so komraen wir sicherlich im ganzen zu ca. 162 mg als Ausdruek der gesamten Remanenz bei auih6render Kur. Diese Zahl ist jedoch selbstverst~ndlich nur eine ganz ungef~hre. Die Unsieherheit der Bereehnung rfihrt haupts~ichlieh yon der Schwierigkeit her, eine zuverl~ssige Zahl tiir den Quecksilbergehalt des Muskelgewebes zu finden, der die H~ilfte des gesamten Queeksilbergehaltes ausmaeht.
Ein anderes Verfahren besteht, wie oben besprochen, ill einer Differenzbestimmung zwischen dem injizierten lind dem ausgeschiedenen Quecksilber mlt Abzug der mutma~lich als Del,ot an den Injektionsstellen abgelagerten Menge. Man wird bei einer solchen Untersuchung am liebsten ein lOsliches Salz w~hlen, weil dieses recht r e g e l t n ~ i g resorbiert wird und nicht zu einer grS~eren Depotbildung neigt. Unter den yon mir ausgeffihrten Untersuchungen richten wir daher unsere Aufmerksamkeit besonders aut die beiden mit Injektionen von Merkuribenzoat behandelten Patienten (Journal Nr. 4 und 5).
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Da wir annehmen, dab ceteris paribus die Quecksilberquantitat for die therapeutische Wirkung der Queeksilberkur ma~gebend ist, dorfen wir wohl voranssetzen, dab bei Quecksilberkuren, we die gewonnenen therapeutischen Resultate einigermaBen fiquivalent sind, grob veranschiagt, einigermaBen gleich grebe Quecksilbermengen aktiv sind, wobei selbstverstandlich auch die GleichmaBigkeit tier Resorptionswirkung und Ausscheidung eine Rolle spielt, Meiner Erfahrung nach halte ich mich fOr berechtigt, eine Behandlung, wie sie den betreffenden Patienten zuteil wurde, mit einer gewShnlichen Behandlung durch 40 Injektionen (oder vielleicht eher etwas weniger) zu vergleichen. Der erste Patient (Nr. 4) erhielt im ganzen 5 Injektionen ~ 10 cg Merkuribenzoat, d. h. ziemlich genau 275 mg Hg; davon wurden wi~hrend der Kur 106 ~ng ausgeschieden; zuriick blieben also 111"5 rag. Davon wird aber (vergl. Kaninchenversuch llI) eine gewisse Menge unresorbiert an den Injektionsstellen liegen geblieben sein. Wie hoch man diese Menge veranschlagen will, ist nattirlich dem:Gutdfinken fiberlassen, aber zu den geringen Mengen hinzuaddiert, die mutmal~lich durch den Schweil3 etc. verloren gehen, erhalten wir so viel, da~ wir nach Abzug dieser GrSf~e auf ca. 90 mg herunterkommen. Dem Patienten Nr. 5"wurden im ganzen 261 mg injiuiert; es warden wahrend der Kur 92 mg ausgeschieden; librig bleiben 169 rag, also bedeutend mehr. Dieser grol3e Unterschied rfihrt wahrscheinlich in der Hauptsache yon einer entsprechend grSl3eren Ablagerung yon Quecksilber in Depots her, was u. a. aus der unregelmal3igen Ausscheidung hervorgeht, die sich deutlich auf der graphischen Tafel zu erkennen gibt. Es fehlt nach der vorletzten Injektion (den 5./VIII.) jede Zunahme. Dieser Unregelm~tfligkeit wegen ist dieser Fall yon geringerem Wert for unseren Zweck. Mutmal31ich wird ein Wert yon 115 bis 125 mg der tatsfichlichen Remanenz in dem betreffenden Falle entsprechen. Als Endergebnis dorfte man, wobei man aber bei.dem in vieler Beziehung mangelhaften Material alle mSglichen u zu machen hat, aussprechen, daf3 man nach
Die Zirkulation des Quecksilbers im 0rganismus.
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einer gew6hnlichen, einigermaSen kr~ftigen antisyphilitischen Kur b e i einem erwachsenen Manne mit einer Remanenz - - im engeren Sinne dieses Wortes - - yon ca. 90 bis 120 mg zu rechnen hat. Kapitel V.
Die chemisohen Bindungsver'h~ltnisse des Ouecksilbers und dessen Wirkungsweise auf den syphilitischen Organismus. Dabei denken wir vorzugsweise an die chemischen Bindungsverhaltnisse des Quecksilbers in Blut und Lymphe -eine Frage von groi3er Bedeutung ffir die Auffassung der Wirkungsweise des Quecksilbers auf den syphilitischen Organismus. E t w a s Reelles wissen wir davon nicht; es w a r aus vielen Griinden nicht mOglich, die im Organismus zirkulierenden Quecksilberverbindungen zu isolieren, geschweige denn zu bestimmen. Eine namentlich von franzSsiecher Seite ( M e r g e r und P o u c h e t ) ausgesprochene Hypothese nimmt an, dab das Quecksilber in molekul/irer Form als Gas im Blute kreist. Die Hypothese erklart j e d o c h nicht die Umwandlung des Quecksilbers in ein Salz, bevor es im H a m ausgeschieden wird und ebensowenig, weshalb das Quecksilber aus einer l~tngero Zeit hindurch often dastehenden Probe yon Blut oder Aszitesfl(issigkeit nicht entweicht, was zu erwarten w~ire, falls es tatsfichlich in Dampiform vorhanden wii, e. Ich habe namlich mehrfach beobachtet, da$ es dies nicht tut und es liel3en sich auch noch andere Einwande gegen diese Hypothese anf0hren. Eine andere yon S t a s s a n o ( 2 9 2 - 294) aufgestellte Hypothese besagt, dal3 das Quecksilber sich im Blute ausschlie$1ich in den weif3en Blutk6rperchen u. zw. an Nukleins~iure im Kern gebunden, finden solle. Da meine Untersuchungen indessen ergeben haben, da$ die Hauptmasse des Quecksilbers im Blute sich in den roten BlutkSrperchen und im Plasma findet, ist diese Hypothese als hinfallig zu betrachten. Die am besten mit den Beobachtungen abereinstimn~ende Hypothese, die heute auch im allgemeinen als gtiltig
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betrachtet wird, ist die alte, zum ersten Male 1843 a.ufgestellte Hypothese yon M i a 1 h e und V o it. Nach ihr zirkuliert das Quecksilber in Albuminatform, wobei man es sich zu Merkuriion oxy~liert denken mu•. Dies ist ja auch a priori das Wahrscheinlichste, weil Merkuriverbindungen schneller ~om Gewebe resorbiert werden als Merkuroverbindungen und metallisches Quecksilber. Das Quecksilber wfirde dann an Chlorionen gebunden werden und mit Chlornatrium Doppelsalze bilden. Wahrscheinlich handelt es sich hier jedoch nicht um lest definierte Verbindungen, sondern vielmehr nm &dsorptionsverbindungen variierender Zusammensetzung. Wie erw~ihnt, wird ja das Quecksilber aus der AszitesflQssigkeit durch F~llung der EiweiBstoffe vollst~ndig gef~llt. Wom6glich noch weniger weiB man v o n d e r Wirkungsweise des Quecksilbers in dem infizierten Organismus. Man hat yon einer mehr direkten Wirkung ( N e i s s e r ) und einer mehr indirekten Wirkung (F in g er) gesprochen, ohne dab sich diese Auffassungen jedoch bestimmt deftnieren and voneinander unterscheiden lie•en. In ersterem Falle denkt man sich die Spiroch~ten selbst, in letzterem Falle den K6rper und dessen antibakteriellen Apparat als Angriffspunkte des Quecksilbers. Den extremsten Standpunkt einer direkten Wirkung vertritt S a b b a t a n i (242), der sie als eine desinfizierende, der Wirkung des Sublimats auBerhalb des K6rpers analoge erkl~ren will. Allerdings denkt S a b b a t a n i zuv6rderst an die texikologische Wirkung, aber auch die therapeutische wird mit herangezogen (242). Dieser Standpunkt ist nicht haltbar. Erstens ist es sehr zweifelhaft, ob sich im Blute ~berhaupt freie Q u e c k s i l b e r i o n e n finden (207) und zweitens hat sich aus den VersuChenvon K i s s m e y e r und Verf. 1) ergeben~ dal~ die Spirochaete pallida sich mit Leichtigkeit auf einem Serum zfichten l~l~t, das ungeffihr doppelt so viel Sublimat enthMt, als dem gew6hnlichea Quecksilbergehalt des Blutes w~hrend einer kr~ftigen Kur entspricht. In betreff der Verschiedenen Argumente, welche ') Miinch. reed. Woebenschr. 1917~
Die Zirkulation des Quecksilbers im 0rganismus.
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ffir und wider eine direkte Wirkung des Quecksilbers angefiihrt werden, sei auf A. N e i s s e r : Beitrhge zur Pathologie undTherapie derSyphilis, Berlin I911, p. 240 ft. und Finger: Gedanken fiber die Wirkungen unserer Antisyphilitika im Arch. f. Derm. und Syph., Bd. CXIII, 191'2, p. 285 ft. verwiesen. Was an diesen Stellen angeffihrt wird, ist zwar fiberwiegend von theoretisehem ]nteresse, hat abet auch eine grol~e praktisehe Bedeutung ffir die Leitung einer Syphilisbehandlung. Huldigt man nhmlich der Auffassung einer direkten Wirkung des Hg auf die Spirochhten, wie dies beim Salvarsan der Fall ist (N e i s s e r), so wird man geneigt sein, bei der Anwendung des Quecksilbers die Dosis nach M6glichkeit zu erh6hen. Im entgegengesetzten Falle (F i n g e r) wird man weniger Gewicht auf hohe Dosen legen und mehr darauf achten, da~ dem Organismus die bestm6glichsten Funktionsbedingungen versehafft werden, dab kein Gewiehtsverlust, keine An~mie etc. eintritt, kurz, inan wird die Vergiftungssymptome zu vermeiden snehen, die stets mit einer k r ~ f tigen oder zu lunge fortgesetzten Quecksilberkur verbunden sind. Sehliel31ieh ffihre ieh noeh einen Erkl~rungsversueh yon S e h a d e (269) an, der die Wirkung des Qneeksilbers als eine ,Kutatyse" zu erkihren versueht. Dies ist ein einleuehtender Gedanke, da ja Salze yon polyvMenten Metallen (wie Queeksilber und Kupfer) unter verehiedenen VerhMtniseen katalytiseh wirken k6nnen, z.B. aufOxydationsprozesse. Die gelieferte Argumentation ist aber sehr mangelhaft, insoferne nur einige Beispiele davon angefahrt werden, wie das Vorhandensein dfinner L6sungen yon Queeksilbersalzen (namentlieh Sublimat) gewisse fermentative Prozesse vermehren soil, die naeh S c h a d e s Meinung dureh die syphilitisehe Infektion gehemmt werden. Aueh die rein ehemisehe Grundlage einer solehen Auffassung Steht auf sehwaehen FfiBen.
Arch. f. D e r m a t , u. Syph. Bd. C X X V I .
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Kapitel u
Die Zirkulationsverhiiltnisse des Quecksilbers bei einigen der 0blioheo Behandlungsverfahren. Wir haben uns im Vorhergehenden fiberwiegend mit Erwitgungen mehr theoretischen und allgemeinen Charakters beschaftigt und wollen jetzt die sich bei einigen der gew6hnlichsten Behandlungsweisen geltend machenden quantitativen Verhaltnisse etwas eingehender betrachten, denn diese spielen im praktisehen Leben bei derDosierung und der Wahl v6n Praparaten etc. etc. die grOBte Rolle. A. D i e I n u n k t i o n s b e h a n d l u n g . Die Ursache der verbreiteten Anwendung der Einreibungskur ist ihre, k r a f t i g e und z u v e r l ~ t s s i g e Wirkung, so dab man nur in wenigen Ffi,llen durch sie nicht zum Ziele gelangen wird. Ferner die gleichmfi~ige, m i l d e Weise, in der sie wirkt und die sicherlichaufihren eigentfimlichen Quecksilberresorptionsverhi~ltnissen beraht. Diese bewirken zugleich, daft Vergiftungsf~alle jedenfalls in ihren ernsthafteren Formen leicht vermieden werden kfnnen. Sehlieillich ist sie verh~ltnismaflig leieht anzuwenden, erfordert keine ',trztliche Beihilfe sowie kein lnstrumentarium und ist v611ig schmerzlos Ihre Schattenseiten sind die b e s c h w e r I i e h e n langwierigen Einreibungsprozed uren, so~ie alas u n a s t h e t i s c h e und verraterische Aussehen der so Behandeiten. Die in Danemark allgemein angewandte Salbenform ist das offizinelie ,Unguentum hydrargyri" (30%), dessen Konstituens: Adeps lotus 440, Sebum 200, Adeps lanae 50, Ol. olivae 10 ist; die mehr oder weniger abweichenden Salbenzusammensetzungen, die als Ersatz ftir diese Salbe angeffihrt worden sind, haben nur geringe Yerbreitung gefunden. Dies gilt sowohl von der Anwendung anderer Quecksilberverbindungen als anderer Salbenkonstituentia. Die A n w e n d u n g s w e i s e darf als bekannt vorausgesetzt w erdon.
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Bei den von mir auf die Quecksilberausscheidung hin untersuchten F~tllen wurde eine tagliche Behandlung mit 3 g Salbe angewandt, wobei der Patient jeden 5. Tag ein gewShnliches Bad nahm. Ich habe bereits oben eine kurze Darstel]ung der beiden Resorptionswege des Quecksilbers bei der Inuktionskur - - Haut und L u n g e n - gegeben und nachgewiesen, dab man in Praxi mit beiden reclmen muB. Damit ist aber die wichtige Frage nach dem gegenseitigen q u ant it a t i v e n Verh~iltnis beider Resorptionsweisen noch nicht gel6st. Leider ist es sehr schwer, die Resorption der einen Art genau auszuschlie~en, wahrend man die andere unter, sueht, ohne gleichzeitig die Versuchsbedingungen selbst in merkbarem Grade zu verrficken. J u l i u s b e r g 035) meint, aus einer Reihe von Tierversuchen, die jedoch nicht ganz eindeutig sind, schlieBen zu dfirfen, da~ die ttauptmasse durch die Lungen resorbiert wird und derselben Anffassung sind so viele hervorragende Kliniker z. B. W e l a n d e r und N e i s s e r . Die entgegengesetzte Auffassung wird von dem bekannten Badearzt S c h u s t e r (289) vertreten, der bei einer Inunktionskur, deren Technik nur verh~iltnism~tBig geringe M6glichkeit ffir eine pulmonale Resorption darbietet, eine besonders starke Ausscheidung land. Es scheinen also b e i d e A u f n a h m s w e i s e n eine R o l l e zu s p i e l e n ~ w e n n m a n a u c h n i c h t m i t Bestimmtheit sagen kann, welche von ihnen die w i c h t i g e r e i s t und man kommt vielleicht der Wahrheit dutch die Annahme am nachsten, dab sie beide ungefahr gleich groBe Bodeutung haben. Ffir die Wirkung der Inunktionskur und ffir ihre Dosierung ist daher zu beriicksichtigen~ ob eine Anstalts- oder ambulatorische Behandlung angewandt wird. In letzterem Falle wird weniger Quecksilber resorbiert und die Kur muB deshalb intensiver sein. Dies kann man u. a. durch Anwendung von g r 6 B e r e n S a l b e n m e n g e n erzielen, was natfirlich mit sich fiihrt, dal~ die Salbe fiber eine gr6Bere Hautpartie ausgebreitet wird. Dadurch erhhlt man eine gr6Bere Verdampfungs5*
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flache mit gesteigerter puhnonaler Resorption und gleichzeitig eine gr61~ere Resorptionsflache betreffs der kutanen Resorption. ~r hat die Gr6fle der eingeriebenen Hautoberflache sogar eine gr6Bere Bedeutung als die SaN benmenge an (rod ffir sich. Von Bedeutung ist aber auch ohne Zweifel die E n e r g i e , mit welcher die Salbe in die Haut eingerieben wird (vgl. W e l a n d e r [809]). Untersuchen wir die G r 6 B e d e r Q u e c k s i l b e r ausscheidung in H a r n un-d S t u h l bei dieser Kur, so zeigt es sich, dab die Resultate der verschiedenen Untersucher betreffs des H a m s in erfrenlicher Weiso fibereinstimmen; jedenfalls gilt dies yon den neueren ausffihrlichen und genauen Untersuchungen, die denn auch sehr gut zu den yon mir gefundenen Resultaten passen (siehe Journal Nr. 1 und 2). [Tber die Ausscheidung mit dem Stuhl liegen nur sporadische und nicht sehr aufklarende Untersuchungen vor. Von Untersuchungen fiber d i e A u s s c h e i d u n g im H a r n habeu wir besonders folgende Arbeiten anzuftihren: K r o n f e l d und S t e i n (151), W i n t e r n i t z (326), B f i r g i (51), D i e s s e l h o r s t (74), S c h u s t e r ( 2 8 9 ) , Magnus M 6 1 1 e r (210), H a n s B u c h t a l a (49). Bli r g is Resultate sind die ausfiihrlichsten und genauesten. Seine Untersuchungen sind nach F a r u p s Methode a u s g e f f i h r t u n d umfassen 5 vollstandige Analysenreihen mit tagIicher UntersuchUng des Tagesharns. Die gefundene Ausscheidungskurve entspricht vollkommen der yon mir gefundenen (siehe unten), nur sind die Werte etwas kleiner. Auch B u c h t a 1 a hat nach seiner analytischen Methode eine Untersuchungsreihe durchgeffihrt, die gut mit den yon B f i r g i und yon mir gewonnenen Resultatea fibereinstimmt. Ich selbst babe an zwei Patienten, die 38 bzw. 45 Tage behandelt wurden, Analysenreihen ausgefQhrt. In beiden Fallen wurde sowohl die t~gliche Harnals Stuhlmenge analysiert. Die gefundenen Resultate und naheren Umstiinde sind aus Journal 1 und 2 and den 4azugehOrigen Tabellen, sowie aus den Kurven Nr. I and II ersichtlich. I n b e i d e n Fallen sieht man eine
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismu.~.
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gleichmfil]ige, gleich langsame Zunahme der Ausscheidung im I t a r n w / ~ h r e n d d e r K u r . Zunhchst ziemlich schnell im Laufe der ersten Woche, dann langsamer, bis tier Zustand nach 3--4 W o c h e n b e i t ' h g l i c h e r A u s s c h e i d u n g yon 2--3 mg H g e i n i g e r m a f l e n s t a t i o n i ~ r w i r d . Die Kurve weist in ihrem Yerlauf mehrere scheinbar launenhafte Schwankungen auf, ffir die ich keinen annehmbaren Grund angeben kann auger vielleicht demjenigen, welcher in der durch die Zeit der Blasenentleerung bedingten ZufMligkeit liegt. An einem Tag wird die Blase kurz vor der Untersuchungszeit (bei meinen Versuchen 5 Uhr nachmittags)zum letzten Mal entleert, an einem anderen langere Zeit zuvor. Die grSl~eren Schwankungen lassen sich allerdings auf diesem Wege nicht erklaren. Bezfiglich der H a r n m e n g e beobachtete B f i r g i eine gleichm~Bige Zunahme wahrend der Kur. Bei meinen Versuchen ist dies weniger ausgesprochen. 0ber die A u s s c h e i d u n g m i t d e n F a z e s liegen n ur ganz vereinzelte Untersuchungen [K r o n f e i d und S t e i n (151), D i e s s e l h o r s t (74)] vor. Meine Untersuchungen sind somit die ersten vollsthndigen Untersuchungen fiber dio gesamte Ausscheidung whhrend einer ganzen Kur. Es geht aus ihnen mit unangreifbarer Deutlichkeit hervor, dab die Ausscheidung durch den Verdauungskanal bedeutend geringer ist als die mit dem Harn, in dem einen Fall nur 26'2%, in deni anderen Fall 30"8% der gesamten Aus,~cheidung. D i e A u s s c h e i d u n g ist recht unregelm/~Big, mitgrol]enunerklhrlichen Schwankungen. Das Maximum i s t in b e i d e n F ~ t l l e n 1"7 mg Hg. In sehr iiberzeugender Weise veranschaulichen beide Kurven den vollsti~neigen Mangel einer regelmai]igen Zunahme der Ausscheidung wahrend der Kur. Der gesamte Eindruck des ,Quecksilberstoffwechsels" bei tier Inunktionskur ist also ungefiihr der folgende: Es zeigt sich, dal] d a s Q u e c k s i l b e r bei dem hier untersuchten Administrationsverfahren gleichm i t l ] i g u n d in s c h e i n b a r recht regelmi~Biger
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Lomholt.
Weise resorbiert wird. Die Ausscheidung ist langsamer a'ts d i e R e s o r p t i o n , so d a $ a l l m a h lich eine Akkumulation von Metall im KOrper entsteht, infolge deren die Ausscheidung (jedoch nur im Harn) ganz langsam zunimmt, um schliel~lich unter den gegebenen Verhaltnissen eine recht einheitliche Gr• z u err e i c h e n (2"5--3 rag), die indessen im Vergleich )nit den bei anderen Formen der Que~cksilberbehandlung ausgeschiedenen Mengen als recht maflig zu betrachten ist. Die Erfahrung zeigt auch, dab kraftige, erwachsene Manner in der Regel etwas kraftigere Kur ertragen als die hier angewandte, entweder grSBere Salbenmengen oder eine kombinierte Kur, z. B. mit interner Behandlung mit Sublimat16sung oder dergleichen. Nach Adfh6ren der Kur nimmt die Ausscheidung langsam und recht unregel'ma•ig ab. N o c h n a c h 39 T a g e n k 6 n n e n M e n g e n v o n 0"5 ~ng vorgefunden w e r d e n (Journal Nr. 3). B. B e h a n d l u n g
durch
Inhalation
von Queck-
silberdampfen. Die Schmierkur ist, wie erwahnt, zmn Tell eine Inhalationskur. Reine Inhalationskuren wurden als Quecksilberraucherungen b e r e i t s im Mittelalter angewandt und auch in unserer Zeit werden wieder ahnliche, mehr oder minder reine Formen yon Inhalationskuren in u gebracht, ohne jedoch dauerhafte Bedeutung gewonnen zu haben, Der Grund hieffir ist namentlich die schwierige Dosierung, welche grol~e Schwankungen der Resorption und d a m i t eine unsichere therapeutische Wirkung zur Folge hat. A m meisten werden mit Quecksilber bestrichene Klei. dungsstficke verwendet. Sie ist yon verschiedenen Verfassern unter recht abwelchenden " Formen vorgesehlagen worden; am besten bekannt ist d i e W e 1 a n d e r sche ~S~ckchenbehand~
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lung", die in der Anwendung groBer, mehrschichtiger Flanellsitcke besteht, welche innen entweder mit gew6hnlichem. Unguentum hydrargyri" (311) oder mit den in Schweden viel angewandten Aluminium-Magnesiumamalgam ,Mercuriol" (313--314) bestrichen werden; ahnlich werden auch M e r g e r s ,Flanelles mercurielles" und B l a s c h k o s ,Merkolintschfirzen" verwendet. Bei allen diesen Methoden wird das bei KSrpertemperatur verdampfende Quecksilber durch die Lungen aufgenommen, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daft ein Tell auch yon der Haut resorbiert, wird. Untersuchuugen fiber die Resorptionsverhfiltnisse bei diesen Behandlungsformen, wie sie sieh in tier Ausscheidung mit dem Harn zu erkennen geben, sind in nicht geringer Zahl angestellt worden, doch sind die wenigsten s t r e n g quantitativ. F a r u p s Untersuchungen .iiber die Quecksilberausscheidung bei einer langere Zeit hindurch fortgesetzten Selbstbebandlung mittelSt eines W e 1an d e rschen Merkuriolsackes baben gezeigt, dab die Tagesausscheidung im Harn im Laufe von ca. 4 Wochen recht gleichmfil3ig bis zu einem Maximum x(,n ca. 1"5 ,',g zuuimmt, sieh auf dieser HOhe recht konstant evhalt, um in der Remanenzperiode gleichm~i~3ig und langsam abzunehmeii, wobei aber noch nach ca.. 3 Wochen wfigbare Mengen [d. h. 0"2 ~.,:/) imTagesharn nachweisbar sind. Die Schwankungen der yon Tag zu Tag ausgeschiedenen Mengen sind nieht ganz so groB wie in B f i r g i s zwei Untersuchungsreihen (51), fiber Patienten, die mit B l a s c h k o s Merkolintschiirze Nr. 3 behandelt wurden. Die Sehfirze wurde zu Anfang der Kur mit 50 g metallischem Quecksilber get'fillt und wahrend der Kur nicht entfernt. Die Untersuchungen fanden in beiden Fallen nach F a r u p s Methode start. Das Resultat war kt, rz folgendes: Die Ausscheidungskurve gestaltet sich in ihven Hauptzfigen wie bei einer Inunktio~skur, nur steigr sie etwas schneller. Der durchschnittliche Wert der Tagesausscheidung ist ungef~hr derselbe, vielleicht etwas geringer. Der wesentlichste Unterschied ist eine bedeutend gr6Bere UnregehnaBigkeit der Ausscheidung yon Tag zu T a g eine UnregelmaBigkeit, die iibrigens ]eicht v6rstandlich wird,
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Lomholt.
:wenn man die Technik ~der Kur in Betracht zieht, indam Zufalligkeitan verschiedener Art leicht einen EinfluB ausflben kSnnen, sowohl a u f die verdampfendo Quecksilbermange aJs auf die Mange, die hievon resorbiert wird. Der Haupteindruck der vorschiedenen In, halationskuren, wie er sich in Anbotracht dar Ausschoidungsverhaltnisse gestaltet, ist, daft sic zwar in vielen Fiillen den K 0 r p e r m i t h i n r e i c h e n d e n und angemessenen Mengen van Quecksilbor versehen k O n n e n , da{~ aber i h r e W i r k u n g e i n e r o c h t u n z u . vorlal~liche und launenhafte i s t , und sowohl van Individuum zu Individuum als van Tag zu Tag schwankt, so dal~ dam Organismus in einigen Ffiilen zu wenig, in anderen zu vial zugeftihrt wird und Vergiftungsfalle auftreten kSnnan. C. D i e i n t e r n e
Behandlung.
Die interne Behandlung ist salt jeher als eine weniger "intensive und in ihrer Wirkung atwas schwankenda angesehen warden. Dies gilt namentlich van dem in Pillenform verabraichten Quec_ksilber, da die Pillan nicht immer verdaut 'werden, sondern mitunter unverandert durch den Darmkanal passieren. Zuweilon wirkt diese Behandlung jedoch sehr intensiv und man beobachtat ab und zu schwere Stomatitiden als ihre Folgeerschainung. Ein gro•er u dieser Behandlung ist ihre Bequemlichkeit flir den Patienten, weshalb sie auch noah immer in nicht geringem Umfange ben(itzt wird. Selten wird sie jedoch als einzige Behandlung angewandt, hi~ufiger als Erg~nzung einer anderen Behandlung, z. B. einer Schmierkur oder in Yerbindung mit Injektionen van Oleum cinereum, um schneller eine k r ~ f t i g e Wirkung zu erzielen, oder endlich als eine Art Ruhekur, die zwischen zwei andere kr~ftige Kuren eingeschaltet wird, um in der Pause in bequemer Weise eine gewisse Quecksilberwirkung aufrechtzuerhalten. Die Resorptionsweise des Quecksilbers bei dieser Behandlung wurde bereits besprochen. Van den quantitativen
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Yerh~iltnissen bei der Resorption ist zu sagen, dab die Hauptmenge des eingenommenen Quecksilbers fast immer den Darmkanal passiert, ohne resorbiert zu werdeu. Dies geht u.a. aus B f i r g i s (51) und B ( i h m s (37)Untersuchungen hervor. Exakte Untersuchungen fiber die Menge der resorbierten Dosen stol~eu auf ungeheuere praktische Schwierigkeiten ; da es ja durchaus unm0glich ist, das Quecksilber, welches nicht resorbiert wurde, von demjenigen, das wieder in den Darm ausgeschieden worden ist, zu unterscheiden. Man mul~ daher vorlaufig von exakten Absorptionsuntersuchungen absehen und versuchen, sich, da Untersuchungeu iiber die Ausscheidung in den Fazes keinen Zweck haben, aus Harnanalysen ein Bild yon den ResorptionsverhMtnissen zu schaffen. Man darf jedoch wahrscheinlich annehmen, dab die AusscheidungsverhMtnisse im Darm nicht wesentlich andere sind, als bei allen anderen Behandlungsarten. Da zuvorlassige Harnanalysen bei dieser Behandlung bereits in Ffille vorliegen, habe ich es nicht ffir notwendig erach[et, selbst solche anzustellen, und begnfige reich daher m i t dem Hinweis auf einige Analysenreihen, die you B f i r g i s (51) mitgeteilt worden sind and welche zeigen, da[~ die Ausscheidung bei der vou ihm angewandten Behandlung mit Hg~J 2 und Hg2C1,~ u n g e f f i h r d i e s e l b e ist wie bei einer Schmierkur; das Maximum wird etwas schneller erreicht und die Tagesmengeu sind durchgehends gr6i~er, schwanken a b e r a u c h e t w a s m e h r . Yon den verschiedenen Quecksilberverbindungen ist zu sagen, dai3 In e t a 11 i s c h e s Quecksilber (in Pillenform) uur eine ganz geringe Ausscheidung im Harn ergibt [ W i n t e r n i t z (326)], dal~ yon den 16sl i c h e n Verbiudungen (d. h. M e r k u r i v e r b i n d u n g o n ) wie HgCl 2 und HgJ.~ grebe Mengen yon don M e r k u r i verbindungen wie Hg2J: und Hg,~Cl~ nur wenig resorbiert wird, sondern let ztere in weit gr61~eren Desert verabreicht werden miissen. Der Vorzug und die besonderen Indikationen der internen Behandlung ergeben sich in der Hauptsaehe aus Obenstehendem. Auf die Frage der Dosierung und Wahl
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Lomholt.
yon Praparaten unter den verschiedenen Verhi~ltnissen w o l l e n wir hier nicht n a h e r e i n g e h e n .
D. D i e I n j e k t i o n s b e h a n d l u n g . Neben der Inunktionskur ist die Injektionskur die wichtigste Form tier Quecksilbertherapie und wir wollen sie daher hier ausfahrlicher besprechen. Sie ist in der F o r m yon intramuskularen, subkutanen, intravenSsen und intraspinalen Injektionen angewandt worden. Von diesen Verfahren sind die beiden letzteren fast ganz aufgegeben worden, da sie weit gef~thrlicher und beschwerlicher als die beiden ersteren sind und keine therapeutischen Vorteile bieten. Auch die subkutanen Injektionen sind im grol~ea ganzen anger Gebrauch gekommen, denn es hat sich gezeigt. dab sie durchgehends in hOherem Grade Sch~nerzen verursachen als die intramuskuli~ren, leichter Infiltrate bewirken und auch langsamer und unregehni~iger resorbiert wurden [Welander 1318) und U l l m a n n (300)]. Die i n t r a m u s k u l a r e n Injektionen sind heutzutage fast d i e e i n z i g e n noch angewandten und wir beschrfinken uns in den folgenden ErSrterungen ausschliel~lich auf sie. Ihre stets zunehmende Verbreitt~ng verdanken, sie verschiedenen Umstfinden. Die Bebandlung ist leicht und diskret in zwei w(ichentlichen Besuchen boim Arzt durchzuftihren. Durch die Wahl der richtigen Quecksilberpriiparate :und bei Anwendung einer korrekten Tech~ nik vermeidet man sowohl stfirkere augenblickliche Schmerzen durch das Injektionstrauma als sphter entstehende, durch Irritation des Gewebes verursachte Beschwerden. Auch lassen sich durch die Injektionsbehandlung v o r z ii g 1 i c h e t h e r a peutische Resultate erzielen. Dazu kommt noch, dab man die B e h a n d l u n g ganz unbeschrankt v a r i i e r e n kann, sowohl betreffs der Int e n s i t a t durch Variation der Grti~e der einzelnen Dosen odor des zeitlichen Intervalles zwischen den Injoktionen, als auch betreffs der A r t d e r W i r k u n g . ' Wfinscht man
Die Zirkulalion des Quecksilbers im Organismus.
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eino sehnelle Wirkung, so wird man ein 1 r s 1 i c h e s S a I z, eventuell eine unl(isliche Verbindung nach A r t des ,Salizylquecksilbers", anwenden ; legt man das Huuptgewicht a u f eine k r a f t i g e und lunge Remunenz, so wird man O1. cinereum vorziehen; wiinseht man beide Wirknngen z~ kombinieren, so ist Kalomel am Platze usw. Leider hat die lnjektionsbehandlnng aber auch ihre Schattenseiten. Erstens kOnnen sehr starke lokale I r r i t at i o n s e r s c h e i n u n g e n auftreten, mit Infiltration, Schmerzhaftigkeit trod mitunter auch mit Entzfindungserscheinungen, die, wenn auch selten, sogar in Abszel3bildung fibergehen kOnnen. Komplikationen dieser Art treten am h'hufigsten bei der Anwendung der 1 5 s l i c h e n S a l z e (besonders bei groBen Gaben) auf, namentlich abet b e i der A n w e n d u n g yon K ul o m el, weniger hfiufig b e i ,salizylsuurem Queeksilber ~ und selten bei O1. einereum. Sie sind yon Bedentung sowohl dutch die subjektiven Unannehmlichkeiten amt die Schmerzen, die sic dem Patienten ~erursachen, noch mehr aber dadurch, daf~ sie ihn zn arbeiten hindern, ja vielleicht sogar aut~ Krunkenlager bringen, wodurch die Geheimhaltung, die vielleicht fiir die Wahl eben dieser Behandlungstbrm maBgebend war, illusorisch wird. Von noch grOl]erer Bedeutung ist j e d o c h eine andei'e Gruppe yon M:,'Lngeln, welche der lnjektionsbehandlung anhalter, namlieh die I n t o x i k a t i o n s g e f a h r . Wie erwMmt, wird die Injektionsbehalldlung begriindet auf das u des Muskelgewebes, das (~uecksilber aufzunehmen und in das Blur (iberzufahren. Diese Aufnahme geht jedoch nieht immer regelmaBig yon statten, sondern itl einigen F~illen schneller als gew6hnlieh, in anderen Fallen~ bedeutend langsamer. In ersteren Fallen bekommt man eine Intoxikation, die jedoch in der Regel yon vorfibergehendem Charakter ist, in letzteren Fallen k o m m t eine mangelhafle W i r k u n g zustande, so dal~ man ott durch einen neuen Ausbruch, ~ler wahrend oder am Ende einer scheinbar kr~iftigen Kur eintritt, enttauscht wird. Die eigentliche Gefahr der Injektionsbehandlung liegt aber darin, dal~ eine solche mangelhafte Resorption gleichzeitig bewirkt, dab bedeutend e
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Msngen yon Quecksilber unvsrandert als ,Depots" im Muskelgewsbe liegen bleiben, abgekapselt werden und w~ihrend .die Behandlung ungestOrt mit neuen Injektionen fortgesetzt wird, sines Tages ganz unmotiviert und unverhofft rssorbiert werden und dadurch sine kolossals Vergiftung bewirken, die in manchsn Fallen sogar letal endigen kann. Todesfalle, die als Folg e yon QuecksilberinjeRtionsbehandlung mitgeteilt wsrden und bei denen es sich nicht eben um Idiosynkrasie oder evidente 0berdosierung handslt, haben in der Regel diese Ursache. Auch betreffs dieser M~ngel machen sich bei den einzelnen Pr~paraten u denheiten geltend, aber in umgekehrter Reihenfolge. tiler bilden namlich die am wenigstsn reizenden, in erster Reihe das e l . c i n e r e u m , die grSBte Gefahr, wahrend z. B. 15sliche Salze meines Wissens fast nie sine Intoxikation bewirken. Die Injektionsbshandlung beherrscht, wie oben erwahnt, dank der grol~en Verschiedenheit der angewandtsn Praparate, die sich auch in ihrer Resorptionswoise und Rssorptionsgeschwindigksit zu erkennen gibt, sin grebes Indikationsgebiet. Die Ursache der verschiedenartigen Wirkung tier injigierten Praparate ist wohl in erster Linie in Verschiedenheiten dsr R e s o r p t i o n s g e s c h w i n d i g k e i t zu ~uchen. Hiebei mu• jedoch zugegeben wsrden, dab auch die chemische Zusammensetzung und somit die t'herapoutische Wirkung der resorbier~en und zirkulierenden Quecksilberverbindungen yon Pr~tparat zu Pr~tparat sine verschiedens sein k(innte, ja man hat sogar auf Grund dieser Erw~tgung auf sine Durchprfifung zahlreicher Quecksilberpraparate~ namentlich verschiedener -neuer, syntetisch hergestel]ter aromatischer Verbindungen viel Mfihe angewandt, in der Hoffnung, besonders gutwirkende Praparate ausfindig zu machen. Vorlaufig hat dies jedoch zu keinem brauchbaren Resultat geflihrt ( K o l l e , R o t h e r mundt, Dale, Mfiller, Schraut, SchiSller, B l u m e n t h a l , L a u n y , L e v a d i t t i , A b s l i n etc., siehe Literatur). Wir sehen daher vorlaufig von dieser MSglichkeit ab, nicht zum wenigsten well wir, wie frQher hervor-
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gehoben, vorli~ufig die Voraussetzung tfir eine Isolatierung und Definierang der im Blute und in der Gewebsfltissigkeit zirkulierenden Quecksilberverbindungen nicht besitzen und gehen, wie erwiihnt, vorliiufig yon der u aus, dab die therapeutische Quecksilberverbindung oder die therapeutischen Quecksilberverbindungen im Blute bei j e d e r wirksamen Quecksilberbehandlung dieselben sind. Wir find e n eine Stiitze dieser Annahme teils in der Einheitlichkeit, in der ein jedes Quecksilber auf den Organismus wirkt, gleichgiiltig in welcher Form es dem Organismus zugeffihrt wird, wenn es sich nur im Organismus spa]ten l~i.Bt, teils in der scheinbaren Proportionalitht, die klinisch zu erkennen ist, zwischen der Toleranz des Organismus sowie der erzielten therapeutischen Wirkung und dem Gehalt der angewandten Pri~parate an metallischem Quecksilber, es sei denn, daL~ es sich um Verbindungen mit speziellen Bindungsverhiiltnissen handelt, wie z. B. beim Merkurisalizylshureanhydrid. Jedenfalls zeigt es sich, da[~ die Dosen der verschiedenen Pri{parate, die yon den verschiedenen Verfassern als angemessen empfohlen werden, im Durchschnitt eine unverkennbare Ubereinstimmung hinsichtlich der in ihnen enthaltenen Mengen von metallischem Quecksilber aufweisen. Aus den folgenden Untersuchungen geht hervor, du~ man sich die Verschiedenheiten der Art and Weise, wie die Quecksilberprhparate ihre therapeutische Wirkung entfalten, sehr gut durch quantitative Verschiedenheiten der Geschwindigkeit e r k l a r e n kann, m i t dor sie res o r b i e r t w e r d e n u n d in d e n K r e i s l a u f g e l a n g e n . Aufschlfisse fiber die Gesehwindigkeit, mit der in die Muskulatur injiziertes Quecksilber resorbiert wird, kann mai~ sich, wie erwi~hnt, auf zwei verschiedene Arten verschaffen : d i r e k t durch Untersuchung der Injektionsstelle, i n d i r e k t durch Untersuchung der Ausscheidungsgeschwindigkeit in Harn und Stuhl. Direkte Untersuchungn der Injektionss t e 11 e ergeben natfirlich die zuverli~ssigsten Aufschlfisse
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aber solche Untersuchungen k6nnen nur an Tieren an:gestellt werden, deren Resultate naturgema{~ nut mit einem gewissen Vorbehalt auf die Verhi~ltnisse beim Menschen fibertragen werden k6nnen. Das Verfahren bei derartigen Untersuchungen ist folgendes: den betreffenden Versuehstieren werden gleieh gro]]e Mengen der zu untersuchenden Praparate in entsprechenden Gaben und mit Zwischenraumen in gleicher Weise in das Muskelgewebe injiziert. Nach Verlauf der erwiinschten Zeit werden die Injektionsstellen nebst ihrer nhr Umgebung ausgeschnitten und analysiert; die gefundene Quecksilbermenge wird von tier injizierten Menge subtrahiert. Der Rest bezeiehnet die resorbierte Menge (siehe Kaninchenversuch III VI). Es zeigt s i c h hier deutlich, dab die Praparate, bei deren Gebrmach wit eine schnelle und kr~ftige Ausscheidung erwarren, am schneltsten resorbiert werden und umgekehrt. Das indirekte Verfahren besteht, wie erwahnt, in U ntersuchungen der husscheidung des Qut~eksilb e r s. Meine diesbezfiglichen Resultate stimmen, so viel sich aus dem spfirlichen Material ersehen laBt, mit den eben erw~hnten direkten Unters, chungen gut fiberein und bieten den groBen Vorteil, aueh an Patienten weihrend der Behandlung angewandt werden zu k6nnen. Die Resultate, welehe tells andere, tells ich selbst durch Untersuchungen auf den beiden genannten Wegen gewonnen habe, werden bei der Besprechung einiger der wichtigsten angewandten Injektionspraparate er6rtert werden. Viele zu untersuchen, ist eine aus praktischen Grtinden undurchffihrbare Arbeit; ich habe reich daher auf vier besehrfmkt, die unten besprochen wei'den sollen und die in sehr deutlieher Weise die grol~en Verschiedenheiten- veranschaulichen, welche unter den Resorptionsgeschwindigkeiten dor verschiedenen Gruppen yon Queeksilberpraparaten bestehen. Das M e r k u r i b e n z o a t vertritt die recht einheitliche Gruppe der 16slichen Verbindung, das l~Ierkurisalizylsaureanhydrid -- das fibrigens eineSon derstellung e i n n i m m t - und das K a l o m e l vertreten zwei Extreme der recht bunten Gruppe. der unl6slichen Ver-
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bindungen und schliel31ich das O1. cinereum als Grappe f a r sich. Da$ z w i s c h e n den Resorptionsgeschwindigkeiten der verschiedenen Quecksilberverbindungen grol3e Unterschiede bestehen, weil3 man bereits lange, ja es kann wohl kaum bezweifelt werden, dal.~ die c h e m i s c h e Zusammensetzu~ng einer Queeksilberverbindung e i n e n e n t s c h e i d e n d e n E i n f l u l 3 auf die Resorptionsgeschwindigkeit des Quecksilbers aus der In3ektionsmasse ausfibt. DaB abet auch a n d e r e M o m e n t e, sonamentlich d i e F e i n t e i l u n g des Praparates, der Charakter der Aufschlammungsflfissigkeit, die Konzentration, die Wahl der lnjektionsstelle, hiebei eine Rolle spielen, ist fraglos, wenn diese letzteren Verhaltnisse aueh die Aufmerksamkeit frfiherer Untersucher nur in geringem Grade angeregt zu haben scheinen. Die Methodik
der
Behandlung.
Betreffs der Dosen, der H~tufigkeit sowie der Anzahl tier Injektionen bin ich nach den allgemein befolgten Regeln vorgegangen, die den Patienten eine gute und krSftige, abel" d i e Gefahr einer Vergiftung ausschlieBende Kur sichern. Ich hoffte auf diesem Wege die Unterbrechung der Untersuchungsreihen durch UnregelmfiBigkeiten verschiedener A r t zu vermeiden. Diesbeziiglich war ich in der Tat recht glficklich; in keinem Falle trat A l b u m i n u r i e auf, nur in wenigen Fallen eine leichte S t o m a t i t i s (Journal Nr. 4, 6 und 7), nur einmal trat bei einem mit Quecksilbersalizylsaureanhydrid behandelten Patienten eine blutige D i a r r h o e (siehe Journal Nr. 6) und bei den beiden mit Kalomel behandelten Patienten der Symptomkomplex der , G r i p p e m e r c u r i el 1 e" auf. A uf den W e r t der Versuchsreihe haben diese Falle kaum irgend welchen Einflul3. G e w i c h t s v e rl u s t e fanden sich in mehreren Fallen, in einem Falle (siehe Journal Nr. 4) sogar ein recht bedeutender. In an~teren Fallen wurde eine merkbare Gewichtszunahme beob.achtet. (Siehe Journale.)
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Die Technik w a r eine ganz gleichmal~ige. Die Injek' tionen wurden alle yon mir persSnlich and in folgender Weise ausgefQhrt: Abwechselnd in beide Nates, und zwar an einer Stelle, die ungefahr tier von F o u r n i e r empfohlenen entspricht, vielleicht aber noch etwas hSher und lateraler liegt, d. h. also fiber dem oberen Rand des Musculus glutaeus maximus, unterhalb der Crista ilei und lateral. Zu den Injektionen wurden 6 - 8 c m lange, schlanke Stahlkanfilen benutzt, s o daB.die injektionen reeht tief in den Musculus glutaeus medius fielen. Nach dem Einsfich der Kanfile wartete ich stets ein wenig, um eine intraven6se [njektion zu vermeiden. L6sliche
Salze (Merkuribenzoat).
Als Vertreter der 16slichen Salze wahlte ich das M erk u r i b e n z o a t , das Merkurisalz der Benzoesaure, desseu Formel (CsHsCOO)2Hg , I-I~O ist. Es enthalt ca. 43"5% Hg, ist in Wasser schwer 16slich~im VerhMtnis 1:372. Ich benutzte es in folgender LOsungMerkuribenzoat . 2"00 Natriumchlorid . . . 1"00 Rohrzucker . 5"00 Wasser . . . . . ad 100"00, so da~ also 1 c c m der L6sung 2 c g Merkuribenzoat enthielt. Die genannte LSsung verursacht be[ kleineren Mengen keine nennenswerten Unannehmlichkeiten, dagegen rufen grSl~ere Gaben (10--20 cg) 6fters recht bedeutende Schmerzen und maBige Temperatursteigerungen hervor, so da~ die Patienten das Bett hfiten mfissen. Der Zuckergehalt soll die Schmerzhaftigkeit herabsetzen. E s i s t jedoch fraglich, ob sich alles Quecksilber in obiger LSsung als Merkuribenzoat befindet. Dies ist sicher nur teilweise richt~g, denn durcb den Zusatz yon NaC1 finder sich ein Teil des Hg auch als HgC12 in LSsung. Gewfhnlich finden die Injektionen yon 15slichen Quecksilbersalzen taglich oder jeden zweiten Tag statt. Beim
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Gebraueh yon Merkuribenzoat wird man die Tagesabgabe zu 1 bis 2 cg, in einzelnen Fi~llen mit 3 cq [ L e v y - B i n g (174)] berechnen. Die thglichen Injektionen sind jedoch h eutzutuge wegen ihrer Unbequemlichkeit vielfach aufgegeben worden, weshalb ich keine besonderen Untersuchungen fiber die Ausscheidung bei einer solchen Kur angestellt babe, um so weniger, als solche bez~glich des Hams, sowohl yon Winternitz (326), als namentlich yon B t i r g i (51, p. 305) ausgeffihrt worden sind. "Con B f i r g i liegen zwei Untersuchungsreihen an Patienten vor, die mit tfiglichen [njektionen von je i cg HgCl~ (7"4 n~g ttg) behandelt wurden. Dieselben zeigten, dab die Ausscheidung sofort mit 0"1--0"2 ,ng pro die beginnt, dann ganz gleichm~iBig in einer Weise zunimmt, die vielfach an die Verhi~ltnisse bei der Inunktionskur gemahnt, um in dem einen Falle nach "20 Injektionen eine H6he yon ~'5 rag, in dem anderen nach 27 Injektionen eine solche yon 3"1 mg zu erreichen. Nach Aut: h6ren der Kur nimmt die Ausscheidung wieder gleichmfiBig ab (Untorsuchung des ersten Falles), so dab sie nach 7 Tagen auf ca. 1 mg gesunken ist. Auch in dieser Beziehung erinnern die Verhhltnisse an die bei der Inunktionskur. (/her den Stuhl liegen allerdings keine Untersuchungen vor, doch besteht kein besonderer G rm~d anzunehmen, dab die Verhhltnisse hier stiirker yon jenen bei der Inunktionskur abweichen. Ein weiterer Grund, bei meinen Untersuchungen nicht diese Dosierungsart zu wfthlen, war der, dab man bei derartigen t~glichen Injektionen nur schwer ein richtiges Bild der Resorptionsgeschwindigkeit gewinnt, da die Resorptionskurve durch die yon Tag zu Tag sich mehrende Akkumulation beeinflul~t wird. Weir deutlichere Bilder gewinnt man bei sti~rkerea Injektionen in gr6Beren Zwischenri~umen, z. B. 10 cg jeden 7. Tag. Ich habe meine Untersuchungen auf diese Kur beschrhnkt, da nur sie allein H a r e Aufschl~sse gibt. Zwei derartig behandelte Patienten wurden 34 bzw. 40 Tage hindurch untersucht. Beide vertrugen die Injektionen gut. In dem einon Falle traten leichte Stomatitis und m e r k b a r e r Areh, f. Dermat. u. Syph. Bd. CXXVI.
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Gowiehtsverlust auf, ohne da~ dies jedoch eine Unterbrechung der Kur verursacht hatte. Das therapeutische Resultat ist, soweit es sieh beurteilen last, in beiden Fallen als vorzfiglich zu bezeichnen. D i e Ausscheidungsverhaltnisse sind in ihren Einzelheiten teils in den TabelIen der Journale Nr. 4 und 5, teils in den entsprechenden Kurven dargestellt. Es zeigt sich, dab die A u s s c h e i d u n g s k u r v e in beiden Ffillen von einzelnen, in die Augen fallenden UnregelmaBigkeiten abgesehen, einen recht einheitlichen Verlauf aufweist..Betrachten wir zuerst die Kurve der gesamten Ansscheidung, so kennzeichnet sich tier unmittelbar auf eine Injektion folgende Tag durch eine jahe und starke Steigerung der Ausscheidung, die 4--6 und einmal sogar 12"8 mg Hg erreicht. An den folgenden Tagen siakt die Ausscheidung recht gleichmal~ig und geht sogar wahrend der Kur oft bis auf ca. 1--2 rag, in einem Falle sogar noch weiter he'rab. Eine Ausnahme yon dieser Regel bildet in beiden Fallen die erste Injektion, wie iibrigens meist auch die untersuchten Einzelinjektionen (siehe Journal Nr. 13--14), wo der erwahnte Gipfel ganz fehlt und die Ausscheidung sich an allen 7 Tagen nahe bei 1 mg halt. Das Verstandnis dieses Verhaltnisses bietet jedoeh keine Schwierigkeiten, denn man kann Lsich leicht vorstellen, dal3 der Organismus erst bis zu einem gew_issen Grade mit Quecksilber ,gesattigt" sein mull, bevor die Ausscheidung in Flui3 kommt uncl ferner findet sich nach der 1. Injektion nur ein Infektionsfokus, yon dem aus die Resorption stattfinden kann, wahrend spater, da die vollstandige Resorption eines Injektionherdes normaler Weise nicht im Laufe von 7 Tagen beend i g t ist, sicb mehrere tlnden. (Vergleiche die untenstehenden Untersuchungen und Kaninchenversuch Nr. III.) Eine ganz unerklfirliche Ausnahme yon dem angefiihrten Resorptionsschema findet sich jedoch In Versuch 2 nach der 5. Injektion, wo eine deutliche Steigerung ganz fehlt, wahrend gleichzeitig die Ausscheidung ihre gewShnliehe Abnahme ibrtsetzt, so dab sie am 34. Tage sogar ein absolutes Minimum yon 0"3 mg erreicht, das niedriger liegt als
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irgend ein anderer Punkt der beiden Kurven. Weniger ausgepragte Unregelmai~igkeiten finden sich an mehreren Stellen d e r Kurven und beweisen, dab die Resorption - - so weit wir aus der Ausscheidung schlie~en dfirfen - - mit gewissen Unregelmfi~igkeiten einhergeht, die zwar in der Regel nicht bedeutend, aber doch unverkennbar sind. Betrachten w i t die Ausscheidung bei den einzelnen Injektionen, so finden wir hier im gro~en Ganzen dieselben etwas schwankenden Verhfiltnisse (s. die Journ. Nr. 13--14). Betreffs der T e i l n a h m e der ~ X i e r e n u n d d e r Yerdauungsorgane an der Ausscheid u n g , zeigt sich mit gro•er Deutlichkeit, dab die Nieren bier wie fiberall die Hauptarboit leisten, so dai3 in beiden Fallen 78 6% der gesamten Ausscheidung d i e s e n W e g geht and n u t 21"4"/o mit den Fazes ausgeschieden werdenl Namentlich an Tagen mit grol~er Gesamtausscheidung fibertrifft der Gehalt des H a m s den der Fazes bedeutend. Der Gehalt der Fazes betrfigt nur selten viel fiber 1 ,~g und nur ein einziges Mal fiber 2 mg (3"08 rag). Die Folgo davon ist, daB, wahrend wir beim H a r n Schwankungen fiuden, die deneu der gesamten Ausscheidung ungefiihr parallel gehen, dies beim Stuhl nicht der Fall ist, sich hier viehnehr fiberhaupt keine r e g e l m gt1~i g o n Schwankungen nachweisen lassen. Ja, man kann sogur nicht mit Sicherheit behaupten, dab an den einer Injektion unmittelbar folgenden Tagen m e h r Quecksilber durch den Darm ausgeschieden wird als an sphteren; auch titl~t sich keine deutiiche Zuuahme der Ausscheidung nach den letzten ]njektionen nachweisen. Betrachten wir sodann die d i r e k t e n Untersuchungen, die ich an 2 K a n i n c h e n (Nr. 2 und 3) angestellt habe, so finden wir hier wieder VerhMtnisse, die sehr gut mit denjenigen fibereinstimmen, die wir bei unseren Untersuchungen fiber die Auss(,heidung bei Patienten fanden. Es" zeigt sich, dab die Resorption gleichmfi~ig und regelmaBig verlauft, so dal~ wir (Kaninchen lII) bei Injektionen von 0"75 ccm der L6sung ( - - ca. 6"3 mg Hg) I) ') Nicbt, wle berechnet, 6"5 mg Hg wegen eines kleinen Fehlers tier Kalibrierung der angewandten Spritze: 6*
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nach 11 Tagen 0"40 rag, nach 9 Tagen 2"11 rag, nach 4 Tagen 3"21 rag, nach 2 Tagen 378 m g und nach I Tag 520 mg an der Injektionsstelle wiederfinden. Die genannten Zahlen darf man natfirlich nicht zu genau nehmen; es ist schwer, ein so kleines Quantum absolut genau zu injizieren, dR immer ein wenig yon der Injektionsflfissigkeit durch den Stichkanal zurfickstrSmen kann. Bei der geringen Quecksilberkonzentration und dem verhi~ltnisma~ig bedeutenden Flfissigkeitsvolumen wird jedoch kaum yon einer Regurgitation gr(il~erer Mengen die Rede sein kSnnen auch nicht relativ betrachtet. Ein direktes Bild des Abh$ingigkeitsverhaltnisses von Resorption und Ausscheidung erhalten wir dutch einen Vergleich der obengenannten Resorptionswerte and der gleichzeitigen Ausscheidung, doch ist dieses Bild nicht sehr anschaulich, da die Injektionen aus anderen Grtinden rasch aufeinander folgen muBten. Von einer merkbaren Abnahme der Ausscheidung im AnschluB an eine starke Albuminurie, nach den beiden ersten Injektionen abgesehen, sind die Zahlen recht konstant, doch finder sich an den letzten 8 Tagen eine merkbare Zunahme. Kolossal wird dieselbe am allerletzen Tag, 1"87 m g - - aber es sind ja auch in der u~mittelbar vorhergehenden Zeit sehr groi~e Mengen injiziert worden. Dagegen gelten ffir die Ausscheidung im Stuht ganz entsprechende Verhaltnisse wie bei den beiden Patienten. Die Ausscheidung nimmt wahrend der Kur nicht zu und die vorgefundenen Schwankungen sind von Tag zu Tag ganz unregelmaBig. Die Remanenz betragt, abgesehen yon den Mengen, die vermutlich an den Injektionsstellen zurfickbleiben, ca. 100-115 ~g. Ffir die therapeutische Anwendung des Praparates bieten die gefundenen analytischen Resultate folgende Anhaltspunkte dar: Das Mittel wirdschnell resorbiert, aber auch recht schnell wieder ausgeschieden, so da~ die Wirkung bei der genannten Administrationsform eine intermittierende ist. Es w a r e , insofern man das Praparat ffir eine selbstandige Kur verwerten will, rati-
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oneller, den Zwischenraum zwischen den einzelnen Injektionen und das injizierte Voiumen zu vermindern, z. B. bis auf die H~lfte. Man wfirde dadurch eine gleichmfiBigere Wirkung und wahrscheintich auch eine gr(~Bere Toleranz erzielen. F e r n e r wiirde man den u haben, dab die lokalen Unannehmlichkeiten eingeschrankt wfirden. Welters begrfinden die Analyseresultate das Rationelle der Anwendung einer isolierten Injektion yon Merkuribenzoat zur Einleitung einer Inunktionskur. Dadurch erzielt man schuell eine krfiftige Queeksilberwirkung, die man sonst bei der Inunktionskur vermiBt, da bei dieser erst a l l m ~ i h l i c h eine hinreichende Stitttigtmg des KSrpers mit Quecksilber stattfiudet.
UnlOsliche Salze. Die beiden Verbindungen, deren Zirkulation vorzugweise untersueht worden ist, sind M e i ' k u r i s a l i z y l s i~u r e a n h y d r i d und K a l o m e 1. Weniger ausgedehnte Untersuehungsreihel~ liegen jedoch aueh fiber andere Stoffe vor, z. B. fiber Merkurithymolazetat (W el a n d er, B ( i r g i ) , das betrefls der Ausscheidungsgeschwindigkeit in der Mitte zwischen Merkurisalizylsiiure und Kalomel liegt. Von diesen weniger vollsthndigen Untersuchungen wolIen wir hier jedoeh absehen und uusere Aufmerksamkeit auf die beideu erstgenannten Pr~parate konzentrieren, die in therupeutischer Beziehung am meisten Iuteresso darbieten. 1. S a l i z y l s ~ t u r e a n h y d r i d . Diesel' Stoff, der in so groBer Ausdehnung verwendet wird, wie vielleicht kein anderes Quecksilberpri~parat, scheint betreffs seiner c h e m i s c h e r t Z u s a m m e n s e t z u n g vielfach" verkannt worden zu sein. Dazu hat u. a. die leicht miBzuverstehenden Bezeichnung salizylsaures Quecksilbor, , H y d r a r g y r u m salicylicum", beigetragen, da sie notwendigerweise auf eine u deren Zusammonsetzung der des oben erwahnten Merkuribenzoats analog wfire, hinweist. Eine solche Verbindung existiert allerdings
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aueh, ist aber wie das Merkuribenzoat eine 15sliche Verbindung~ die heutigen Tags nur geringe Verwendung finder, da sie keine besonderen Vorzaga besitzt. Sie wird oft als n eu t r a l e s Merkurisalizylat bezeichnet, im Gegensatz zu der hier besprochenen Verbindung, die b a s is c h e s Merkurisalizylat heil~t. Die beiden PrtLparate werden leider m i t u a t e r , sowohl yon Arzten als yon Apothekern, verwechselt. Korrekt ist die Bezeichnung ~Merkurisalizylsaureanhydrid", insofern man nicht die vollsttLndige Konsti, tutionsformel benutzen will, welche D i m r o t b (75) als der erste gefunden hat, Derselbe bestimmte den Stoff als ein k n h y d r i d d e r Ortho-OxymerkurisalizylstLure folgender Zusammensetzung: H 0
"re/ cl ' ' o \
o
Was diesen Stoff yon sSLmtlichen anderen ~Hg-Salzen unterscheidet ist der Umstand, dab yon den b ei d e n Valenzen des Merkurions nur die eine an die Karboxylgruppe gebunden ist, w~thrend die a n d e r e an e i n e s y o n d e n K o h l e n s t o f f a t o m e n des Benzolringes gebunden ist und zur Karboxylgruppe die Metastellung e i n n i m m t . Die Fo]ge davon ist, dab d a s Q u e c k s i l b e r weit fester geb u n d e n w i r d a l s s o n s t . Dies zeigt sich z. B.: in deutlicher Weise dadurch, dab es in A 1k a 1i e n g e 1 5 s t w i r d ohne gelbes HgO zu bilden, und da~ es nicht oder jedenfalls n u r s e h r l a n g s a m yon HaS ges c h w fir z t w i r d. Das Qaeeksilber findet sich also n i c h t in i o n o g e n e r F o r m . Es hat sich ~iberhaupt g e z e i g t , da~ an Kohlenstoff gebundenes Quecksilber in der Regel sehr best~ndige Verbindungen gibt. So haben M Q l l e r , Schrauth und
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S c h o e 11 e r darauf hingewiesen, dab das Merkurion, wenn es mit beiden Yalenzen an Kohlenstoffatome des Benzolrings gebunden ist, wie z.B. beim Merkuridibenzoesaurem Natrium, sozusagen nicht toxisch auf den Organismus einwirkt, mit anderen Worten in demselben kaum gespalten wird. Diese Verbindungen scheinen aber auch keinen therapeutischen EinfluB auf die syphilitische Infektion ausfiben. An diese Yerhhltnisse miissen wir uns erinnern, wenn wir nun zur Betrachtung des therapeatischen Wertes und deren Zirkulationsverh~ltnisse des Merkurisalizylshureanhydrids fibergehen. Dieselbe sind ja ~thnlich, wie bei dem genannten merkuridibenzoesauern Natrium, wenn auch hier nur eine u an Kohlenstoff gebunden ist.') Das Merkurisalizyls/~ureanhydrid wurde in die Syphilistherapie yon dem bekannten brasilianischen Arzte Silva Arranjo 1887 eingeffihrt. Es ist, wie bereits erwhhnt, eines unserer beliebtesten Injektionspr~parate and wetteifert an u mit dem O1. cinereum. Es wird angewandt in Aufschlhmmung in Paraffin61 oder Pflanzen61 und in Konzentrationen yon 10--40--50~/o. [ch selbst habe es in folgender Zusammensetzung angewandt: Salicyl. hydrarg . . . . . . . . . 8"00 Adipis lanae . . . . . . . . . . . 5"00 O1. camphorat, q. s . . . . . . 50"00 Diese Masse sollte der Berechnung nach ca. 9'3% metallisches Quecksilber enthalten, mehrere Analysen haben aber gezeigt, dab sie nur 8"8% enthielt. Eine Untersuchung des Quecksilbergehaltes so kleiner Quantithten, wie sie bei Kaninchenversuchen angewandt werden, ergibt untenstehende Tabelle. Die Fltissigkeit wurde sehr s o r g f~tltig umgeschiittelt, bevor ich die Proben entnahm. Dies geschah mittelst einer feinen kleinen Rekordspritze, die auch bei allen eigentlichen Versuchen angewandt wurde ') Eigentiimlicherweise wird dieser charakteristischen und sehr wichtigen Bindungsverh~ltnisse in den raeisten neueren Aufs~tzen, j a sogar in einem so modernen Werke wie dem ,,Handbuch der Geschlechtskrankheiten" (siehe Bd. III, p. 2550 ft.) gar nicht gedacht.
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und die dasselbe Modell darstollte wie die von Zi o I e r (339) in Vorschlag gebrachte: Ihre Gosamtkapazitat betrug 0"25 c c m und sie war in 15 Teile geteilt, so dalt also 3 ,,Striche" 005 c c m ontsprachen. 1. 0"25 c c m . . . . . . . . . . . . . . enthielten 2~'3 mg 2. 0"~5 . . . . . . . . . . . . . . . , 21"7 , 3. 005 (die 3 ersten ,Striche") . . . . . 4"4 , 4. 0"05 (die 3 mittleren , S t r i c h e " ) . , 4"I 5. 0"05 (die 3 letztet~ ,Striche ~) . . . . , 4"5 ,, 6. Rest nach Entleerung der Spritze ,, 0~8 Die Konzentration der Flfissigkeit war somit eine solche, dag bei einer zweimaligen Injektion yon 025 r (8 cg I~g salicylicum entsprechend) 44 m g metalllsches Quecksilber injiziert werden. Auch kleine Mengen lassen sich also einigermafJen genau mit dieser Spritze abmessen und die Homogenitat des Praparates scheint einwandfrei za sein. Dagegen zeigt es sich, dab etwas" Quecksilber in der Spritze zwischen dem Kolben und dem Boden zurfickbleibt, nfimlich ca: ~"/o- Ob dies yon einer mangelhaften Konstruktion der Spritze herrfihrt, bin ich nicht im stande zu entscheiden, jedenfalls war dasselbe und zwar in noch ausgesprochenerem Mal~e auch frfiher bei W e t a n d e r s Untersuchungen der Fall (307). Die Vorteile des Merkurisalizylsaureanhydrids sind folgende: Es w i r k t m i l d e , nur s e l t e n k o m m e n t o k a l e Irritationen vet, es erzeugt aueh in Gaben yon 8 cg jeden 5. Tag f a s t n i e V e r g i f t u t r g s s y m p t o m e , wirkt schnell und r e g e l m a B i g und nur s e l t e n kommen unwillkommene Depotwirkungen in Form yon spaten Intoxikationen zU stande. Trotzdem habe ich 2 TodesfMle. wenn attch bei etwas schwachlichen Patienten, hiebei beobachtet. Seine N a c h t e i I e sin d, dab seine Wirkung w e d e r sehr stark noch sehr anhaltend, die Remanenz nicht bedeutend ist und schnell Rflckfalle eintreten. Yerffleicht man nun diese klinischen Erfahrangen mit den R e s o r p t i o n s und Ausscheidungsverhaltn i s s e n der Verbindung, so finder man eine reeht gute
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l~'bereinstimmuug. Bei keinem anderen Pr~tparate findet sich eine so schnelle Resorption und Ausscheidung. Betrachten wir z. B. die Tabellen der Journale 6 und 7 und die Kurven der eutsprechenden Tafeln, so sehen wir, da~ auf j e d e e i n z e l n e I n j e k t i o n e i n e k r h f t i g e A u s s c h e i d u n g f o l g t , die oft am Tage nach der Injektion eine GrOfie yon 7--8 rag, einmal sogar von 1i"17 ~g erreicht. Ei~Sgemal ist sie etwas kleiner und einmal bleibt die Zunahme ganz aus (Journal Nr. 7, Injektion Nr. 2). Es begegnet uns hier also eine ~hnliche, aber etwas sti~rker ausgesprochene Launenhaftigkeit wie bei den Merkuribenzoatinjektionen, ffir welche wir auch hier keine Motive anffihren kSnnen. Nach der gewaltigen Ausscheidung an den ersten Tagen nimmt die Ausscheidung sehr schnell ab, sogar bedeutend schueller~ als wir es beim Merkuribenzoat sahen. Bereits am 3. Tag' haben wir in der Regel so kleine Werte wie 1---2 mg vor uns. Die A k k u m u l a t i o n ist somit im ganzen uoch geringer als beim Merkuribenzoat, die Wellentiller de,' Kurve sind wie die Wellengipfel hier sthrker markiert als dort. Nut an der letzteu Hfi.lfte von Kurve Nr. 2 fanden wit etwas, des eiuer Akkumulation i~hnelt and 12 Tage nach der letzten Injektion noch fortdauerte Betrachtet man die Ausseheidung in Ham and Stuhl getrennt, so zeigt sich, dai~ d i e w e l t i i b e r w i e g e n d e M e n g e d u r c h d e n H a r n a u s g e s c h i e d e n w i r d , n'Smlich 74"5 bis 81"2 ~ der Gesamtausscheidung. Die Ausscheidungskurve des H~rns weist im grol~en Ganzen dieselben Schwankungen auf wie die Kurve der Gesamtausscheiduug. Die Ausseheidungskurve des Stuhls ist hier wie iiberall sehr unregelmaflig und ihre Schwankungen gehen nicht mit jenen der Ausscheidungskurve des Harns parallel. Diese Unregelm~t~igkeit wird uoch gesteigert dadurch, da6 die beiden untersuchten Patienten, im Gegensatz zu dem, was bei den anderen untersuchten Patientender Fall war, nicht taglich, sondern sehr (>ft. nur jeden 2. oder 3. Tag Stuhlgang hatten. u man die you mir gefundenen Resultate mit deueu anderer Verfasser [d. h. namentlich mit B ~irgi (51)
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and B u c h t ~i a 149)], so findet man eine recht gute Ubereinstimmung. Namen~,lch gilt dies yon B ii r g i s Resultaten, welche dieselbe scharf gezahnte Ausscheidungskurve wiedergeben. Da B f i r g i aber in der Regel nur 3 Tage zwischen den Injektionen verstreichen li~l~t, s i n d seine Zahlen im Ganzon viel gr0i~er als meine und man kann somit keinen direkten Vergleich anstellen, auch nicht betreffs der GrSBo der Gesamtausscheidung, obgleich der ausgeschiedene Prozentsatz der injizierten Metallmenge (21"3.---35%)ja tatsachlich dem meinigen sehr ahnlich ist. Wegen der groBen Gaben und der kurzen Zwischenr~ume zwischen den Injektionen erhalt man nur selten ganz niedrigo Werte: Die Remission der Kurve hat nicht Zeit, sich zu vollziehen. AuBer den gewOhnlichen Uutersuchungen des Tagesh a m s hat B f i r g i auch d i e G r t i B e d e r A u s s c h e i d u n g , verteilt a u f d e n e r s t e n T a g , untersucht. Er fund bereits 2 Stunden nach der Injektion groBe Mengen yon Quecksilber, und so@ohl die Konzentration als die absolute Menge war immer am gr~l~ten in den ersten Stunden nach der Injektion. Damit vorziiglich abereinstimmende Beobachtungen wird man iu den Analyseresultaten des in Journal Nr. 40 besprochenen Selbstversuch finden. B u c h t a l a s Dosierung ist dieselbe wie die B f i r g i s , doch sind seine Zahlen durchgehends nur halb so groB, wobei aber die Kurvenform dieselbe bleibt. MOglicherweise rfihren die niedrigeren Zahlen yon der Anwendung des nicht resor= bierbaren Paraffins als Aufschl~tmmungsmittel her. Betrachten wir nun die direkten Untersuchungen fiber die Quecksilberdepots, wie sie bei einem Kanincbenversuch (Nr. IV) vorliegen, bei welchem in zweitfigigen Intervallen 6" Injektionen von 0"05--0"083 ccm der genannten 16% Aufschli~mmung verabreicht wurden, so ergibt dieselbe, dab das Aufsaugen zwar schnell aber unregelmaBig yon statten geht, so dab von ca. 6 rag Hg nach 3 - 5 Tagen ca. 1 mg und nacb 9 Tagen nur noch ca. 0'1 mg fibrig ist. Vonder Ausscheidungskurve des Kaninchens kann man wegen der rasch aufeinander folgenden Injektionen nicht erwarten, dab sie grOl~ere oder fiberhaupt charakte-
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ristische Schwankungen aufweist. Von einer etwas kleinereu Ausscheidung an den ersten beiden Tagen abgesehen, auf die eine mal3ige Kulmination an den beiden n~chsten Tagen folgt, weist sie sehr konstante Verhaltnisse auf; namentlich ist es bemerkenswert, dab sich hier keine deutliche Akkumulation fiudet, und zwar nicht blog, wie bei den anderen Prapuraten, was den Stuhl, sondern auch was den Harn betrifft. Der Grund der u n g e m e i n s c h n e l l e n R e s o r p t i o n ist nicht unmittelbar einleuchtend, da es sich ja um eine Verbindung handelt, die in kristallinischer fester Form injiziect wild. Wahrscheinlich spielt die yon W e l a n d e r (317) hervorgehobene L(islichkeit in Eiweif3 eine gewisse Rolle. Dag die Resorption desungeachtet ohne gewaltige akute Erscheinungen yon statten geht, ist wohl daraus zu erklhren, dab dieses Prhparat in diesen wie in anderen Beziehungen seine eigenen Gesetze befolgt und auch nicht die gew6hnlichen Reaktionen des Quecksilberions beziiglich Fhllung etc. ergibt. Die aus den oben gewonnenen Resultaten zu ziehenden Schlugfolgerungen betreffs der praktischen Anwendung des Merkurisalizylshureanhydrids in der Therapie besthtigen im wesentlichen die alten klinischen Erfahrungen tiber die rasche aber auch kurz andauernde Wirkung des Mittels und seinen geringen Wert in der Remanenzperiode. Zudem bietet die yon D i m r o t h (75) gefundene chemische Zusammensetzung die M6glichkeit einer Erkl~rung, weshalb das Merkurisalizylshureanhydrid, obschon in Wasser un16slich, dennoch zun~tchst in dieselbe Gruppe geh6rt wie die 16slichen Salze, sowie weshMb seine Wirkung fiberhaupt ,schwach" ist. Es liegt dies daran, dal~ es oine an Kohlenstoff gebundene Vulenz besitzt und man so mit der M6glichkeit rechnen muB, dag ein Tell des Quecksilbers, ohne in eine therapeutisch wirksame Form gespalten zu werden, durch den Organismus passiert. Man darf daher vielleicht sagen, dag daS MitteI sich einigermugen zu einer gew6hnlichen Injektionskur eignet, bei der man keine besonders kraftige Wirkung zu erzielea
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wlinseht, namentlich-in solchen Fallen, we man e i n e r s e i t s a u f eine Injektionstherapie mit Injektionen in langen Zwischenraumen verwiesen ist, andererseits eine einigermal~en schnelle Wirkung erzielen sell, ohne jedoch den Patienten den 1Qkalen Unannehmlichkeiten auszusetzon, die z. B. mit d e r Benutzung des Kal0mels verbunden sind. Wegen der ungleichmal~igen husscheidung des Mittels werden Injektionen in kurzen Z w i s c h e n r h u m e n vorzuziehen sein (5 cg 2real w6chentlich.) 2. K a l o m e l . Das Kalomel hat die Zusammensstzung ,, Hg2CI 2" und ist, wie bekannt, in Wasser fast unl6slich. Es wird in ~ Formen angewandt: ,,Vapore paratum ~ und ,via humida paratum ~. Letzteres ist ein staubfein verteiltes Palver, ergibt aber -wie es scheint besonders starke lokale Irritationserscheinungen. Ma~a verwendet daher moist ..Kalomel vapore paratum ". Von den Kalomelinjektionen hat es yon jeher geheil~en, dab sie ceteris paribus die k r ~ t f t i g s t e v o n a l l e n Quecksilberbehandlungen darstellen (Fournier). Das Kalomel wird daher noch immer viel benutzt, und, wenn es nicht noch gr61~ere Anwendung findet, beruht dies a u f den sehr b0deutenden lokalen I r r i t a t i o n s e r s c h e i n u n g e m die es recht oft hervorruft. Eine gr6/]ere, pers6nliche Erfahrung fiber seine Wirkung besitze ich nieht, in den wenigen Fallen aber. we ich Kalomelinjektionen benutzt habe. wurden sie durchgehends ausgezeichnet vertragen. Die H a u p t e i g e n s c h a f t e n des in hinreichende n Gaben verabreichten Kolomels sind e i n e fib e r a u s k r a ftige, schnell eintretende, zuverl~tssige und dauerhatte Wirkung. Es wird benutzr in einer Aufschli~mmung in 01 oder Paraffin und in Konzentrationen yon 1 0 - 50%. Die letzteren scheinen am langsamsten zu wirken und am besten vertragen zu werden. Bei den hier besprochenen Versuchen wurde eine 20% ige Aufschliimmung folgender Zusammensetzung benutzt :
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Kalomel (vapore paratum) . . . . . . . . 10'00 Adeps lanue . . . . . . . . . . . . . . . 5.00 O1. camphorat, q. s . . . . . . . . . . ad 50"00 Es zeigte sich dtlrch die Versuche, da~ die Emulsion nach dem Sch(itteln homogen und recht genau dosierbar war, indem 1. 0'25 c c m . . . . . . . 41"1 ~g Hg enthielten, 2. 0"05 , . . . . . . . 8'0 , , ,, 3. 0"05 ,, . . . . . . . 8"2 , , 4. 0'05 ,, . . . . . . . 7"8 ,, , 5. Rest in der Spritze . t"8 ,, ,, Auf '/4 c c m berechnet, ergeben diese Werte einen Quecksilbergehalt y o n 40"0 rag, wi~hrend der Konstitutionsformel nach 4~'5 m g Hg gefunden werden sollten. Vergleichen wir die gena,mten klinischen Erfuhrungen mit den beim Kalomel gefundenen Resorptionsverhi~ltnissen, so ergibt sich eine recht gute Ubereinstimmung. So sehen wir in den Tabellen der Journale Nr. 8 und 9 und an den entsprechenden Kurven, da.i] die R e s o r p t i o n iiberraschend regelmft~igvonstatten geht und zwar w~thrend derganzennach einerSka.la, anStlirke zunehmend, diedurchaus der derinjektionskur a h n l i c h i s t . :Die bei der Ausscheidung gefundenen W e r t e stin, men auch gutmit denen der Inunktionskur r b e r e i n, (lie ja auch den Ruf einer krfiftigen therapeutischen Wirkung geniet~t, wobei jedoch ausdrOcklich hervorzuheben ist, dal~ die hier angewandte K a l o m e l k u r (5 c g jeden 5. Tag) nur eine recht schwache K u r ist. Betreffs Details der A u s s c h e i d u n g s k u r v e sol a u f die Tabellen verwiesem welche e i n e w fi h r e n d d e r g a n z e n Kur gleichmhl3ig fortgesetzte Steigerung ohne grS~ere Schwankungen yon Tag zu Tag zeigen. Hervorzuheben ist, daft a u c h d i e A u s s c h e i d u n g im Stuhl eine regelmiiflige i s t , jedenfalls bedeutend weniger unregelm'~Big und launenhaft als bei den fibrigen Behandlungsweisen. Ob dies ein Zufall ist und ob es irgendwelche praktische Bedeutung hat, weifl ich nicht. Dieselbe Erscheinung finden w i r auch bei Kaninchenversuch Nr. V
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wieder, insofern in keiner der drei Untersuchungsreihen deutliche Anzeichen einer Steigerung der Darmausscheidung w~hrend der Kur bestehen. Die w~hrend der ersten H~lfte ausgeschiedene Menge ist ungef~hr ebenso groB wie die w~hrend der letzten H~lfte ausgeschiedene. D i e B e t e i l i gung des D a r m k a n a l s ~an t i e r A u s s c h e i d u n g w~hrend d e r K u r betr~gt 33"5% und 224%, h a t also etwas grS~ere Werte als bei den librigen Injektionskuren. Dagegen ist es sonderbar, aber ganz un~weifelhaft, daft d i e e i n z e l n e n Injektionen sich gar nicht derAusscheidungskurve zuerkennen g e b e n . Dadurch unterscheidet sich das Kalomel nicht nur yon den 10slichen Salzen, sondern auch veto Merkurisalizyls~ureanhydrid. Es haben jedoch nicht alle Untersucher solche VerhM~isse geiunden. So weisen B f i r g i s Resuitate der Untersuchungen des Harris eines kalomelbehandelten Patienten eine sehr bedeutende Steigerung fast nach jeder neaen Injektion auf, welche Steigerungen in der Regel in den nachsten Tagen gleichma~ig abnimmt. B fir g i hebt deshalb den Unterschied zwischen den verschiedenen ,unlSslichenSalzen" gar nicht hervor, sondern betrachtet sie alle als gleich. -Dagegen meint W e 1a n d e r (317), dab jede Verbindung ihre besondere Kurve besitzt und namentlich da~ das Merkurisalizylsaureanhydrid durchaus eine SondersteUung einnimmt und in dieselbe Klasse gehSrt wie die 10slichen Salze. Diese AuG fassung, die auch an meinen Ausscheidungskurven sehr deutlich veranschaulicht wird, schliefle ich mick yell und ganz an. W e 1an d e r demonstriert seine Ansicht an Harnanalysen, die teils nach A 1m e n - S ch i 1] b e r g s, tells nach Farups Nethode vorgenommen wurden. Wenig spater wiederum demonstrierte 0 l g a R a t n e r (253), eine Sehfilerin yon B f i r g i , die Richtigkeit der B a r g i s c h e n Auffassung an mehreren Analysen, bei welchen sie Werte yon 5 mg bereits am ersten Tage nach einer isolierten Injektion yon 5 cg Kalomel fand. M a g n u s M 811 e r (210) land Werte, die in der Mitre liegen, jedoch der B f i r g i s c h e n Auffassung naher kommen. So steht der eine Befand dem anderen
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schroff gegenfiber. DaB die Dosierungsweise einen so ausgesprochenen Unterschied sollte bewirken kSnnen, kann man kaum annehmen, umsoweniger als O l g a R a t h e r die gleichen Dosen anwandte wie ich; m6glicherweise spielt aber die Feinteilung des Kalomelpulvers eine Rolle. W e n d e n w i r uns n u n zu d e n d i r e k t e n U n t e r s u c h u n g e n an K a n i n c h e n N r . V fiber d i e R e s o r p t i o n s v e r h i ~ l t n i s s e d e s K a l o m e l s , so finden wit eine gute ~lbereinstimmung mit den von mir gefundenen AusscheidungverhMtnissen. Abgesehen von Injektion Nr. 2, von der etwas weniger resorbiert wurde, als man erwarten so]lte, ist die Reihe eine k o n t i n u i e r l i c h e und weist eine regelmaBige, aber etwas lungsame Resorption a u f ; nur von den beiden letzten [njektionen wurde im VerhMtnis zur verstrichenen Zeit ziemlieh vie1 resorbiert; bier macht sich aber der bereits frfiber erwahnte Umstand geltend, dab eine durchaus exakte Dosierung der injizierten Menge sehr schwer ist. Die A u s s c h e i d u n g zeigt uns Verhaltnisse, die vonderselben r e g e l m i ~ B i g zun e h m e n d e n R e s o r p t i o n z e u g e n , indem die Ausschei.dungskurve von Tag zu Tag ansteigt, und zwar fast wie eine Gerade, so daB an den letzten Tagen 2--3mal mehr ausgeschieden wird als an den ersten. Die Kurve stimmt durchaus mit derjenigen fiberein, die bei den beiden Patienten gefunden win'de. Bemerkenswert ist, dab wir auch bier eine u n g e w 6 h n n l i c h regelm~l~ige Ausscheid u n g m i t d e m S t u h l finden. Die SchluBfolgerungen, die sich aus den hier besprochenen analytischenResultaten betreffs derTherapieziehen l a s s e n , ergeben, w i e b e i dem Merkurisalizylsfiureanhydrid, eine wesentliche B esthtigung der alten klinischen Erfahrungen Dies trifft sowoh! a u f G r u n d yon B f i r g i s Resultuten, wie auf Grund der meinigen zu, denn in beiden FMlen hat man es mit einer von Woche zu Woche zunehmenden Akkumulation zu tun. Bei B f i r g i ist sie, wie erwi~hnt, etwas springend, bei mir fast ganz gleichmhBig, was mit der zuverlfissigen krfiftigen Wirkung, die das Kalomel charakterisiert, gut iibereinstimmt.
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Metallisches Quecksilber. el. cinereum.
Das O l e u m c i n e r e u m ( G r a u s s ()l, huile grise etc.), ist eine Aufschl~tmmung y o n rein a u s g e r i e b s n s m Q u e c k s i l b e r in 0 l . Das yon m i r a n g e w a n d t e Pri~parat w a r sin 50% iges 01 f o l g e n d e r Z u s a m m e n s e t z u n g : Hydrargyrum . . . . . . . . A e t h e r benzoes . . . . . . . A d e p s lanae . . . . . . . . . Guajacol . . . . . . . . . . O1. c a m p h o r . . . . . . . . . .
. . . . 50'00 g . . . . . 10"00 . . . . 18'00 , ..... 1"15 q. s. a d 100"00
Dieses O1 liei] sich zu s i n e r e i n h e i t l i c h e n E m u l s i o n aufschiitteln; in einem u n g e b r a u c h t e n K o l b e n yon 3 ecru f a n d e n sich nach d s r UmschlZttelung: i n 1/4c~m d e r o b e r s t e n S c h i c h t
in 1/4 .
. . 118"6 mg Hg, der u n t e r s t e n S c h i c h t . . 120"3 , ,
in einem i~ltersn Kolben, von d s m d s r g r 6 6 t e Tell des I n halts b e r e i t s v e r b r a u c h t war, fanden sich in 1/4 ccm . . . . . . . . . . . . 120"4 mg Hg. In e i n e r dem ersten K o l b e n e n t n o m m e n e n f a n d e n s i c h in tier m i t t l e r e n S c h i c h t : in dem e r s t e n Ffinftel (3 S t r i c h e ) 22"8 mg H g . ~ mittleren (8 . ) 21"3 , . . , lstzten (3 , ) 23"0 , ,, In d e m ~tlteren in dem s r s t e n Ffinftsl , . . mittlsren , ~ letzten
Spritze
Rest in der Spritze 4"7 mg Hg.
K o l b e n f a n d s n sich in g l e i e h e r W e i s e : (3 S t r i c h e ) 23"2 mg H g Rest in d e r (3 ~ ) 22"7 , ~ Spritze (3 , )24.0 , , 8"4 mg Hg.
Das O1. c i n s r e u m w u r d e 1885 yon dem W i e n e r A r z t L a n g in die T h e r a p h i e eingefQhrt und ist h e u t e eines d e r gebr~uchlichsten Inj ektions pr~tparate. Der Hauptg r u n d daffir ist sicherlich, dab man sich bei d e r B e h a n d l u n g m i t e i n e r I n j e k t i o n an j e d e m 8. o d s r j e d e m 14. T a g begnllgen k a n n u n d d a b dis I n j e k t i o n e n g a r k e i n s n S c h m e r z verursachen. Ich h a b s selbst viele H u n d e r t e yon diesen In-
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jektionen ausgeffihrt, erinnere reich aber kaum eines ein= zigen Falles m i t ernsthaften lokalen Komplikationen. Sehlimmsten Falles kann yon einer im Laufe weniger 'rage vortibergehenden Empfindlichkeit und Mattigkeit des Muskels gesprochen werden. Die Behandlung zeichnet sich also durch einen hohen Grad yon Bequemliehkeit ffir Arzt und Patienten aus. In t h e r a p e u t i s e h e r Beziehung ergibt dieses Mittel nach der Ansicht der meisten Verfasser gute Resultate. Zahlreiche Verfasser empfehlen es aufs kraftigste, besonders doch zur praventiven Behandlung und bei nicht mehr ganz frischen Ausbrtichen der Erkrankung. F a r frisehe Ausbrfiche macht die zu langsam eintretende Wirkung das Mittel weniger gut geeignet. Seine kraftige Remanenz, welche eine ,,Intermittenz" zwischen den einzelnen Kuren nach dem gew0hnlich angewandten F o u r n i e rschen Schema kaum aufkommen la$t, empfiehlt es besonders ffir eine c h r on i s,c h e, nicht intermittierende Behandlung. Im grogen Ganzen ist die optimistische Betrachtung des Grauen 01s und seiner Wirkung wohl berechtigt. Es besitzt abet eine Eigenschaft, die man m. E. bei der Beurteilung, wenn nicht fibersehen, so doch nicht in geh6rigem Grade berficksichtigt hat, namlich eine grol3e Launenhaftigkeit bezfiglich der Resorption, die bald schnell, bald langsamer yon statten geht und mitunter ganz ausbleibt, um vielleicht spater ganz zui~llig zu schweren Vergiftungserscheinnngen zu ffihren. Ich habe diese Erfahrungen sowohl bei der therapeutischen Anwendung als bei meinen analytischen Versuchen gemacht. So konnte'ich haufig wahrend oder unmittelbar nach einer Injektionsserie yon Grauem 01 neue Ausbrfiche beobachten, was ein Zeichen fehlender Resorption ist. In anderen Fallen haben sogar lange naeh Aufhfiren der Kur plfitzlieh anftretende Vergiftungsf~lle gezeigt, dal~ plStzlich eine verspatete Resorption eingetreten ist. Hiebei kam e s sogar zu sehr sehweren Vergiftungen. Die schwersten merkuriellen Stomatitiden und Nephritiden, die ieh ilberhaupt h r o h . it. Dormatt. u. Syph. Bd. C I X Y l .
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gesehen habe, hatten eben diesen Ursprung. In einem Falle ist sogar ein tStlicher Ausgang vorgekommon. Beide Untersuchungsreihen, die hier berQcksiehtigt sind, zeugen yon Verh~tltnissen dieser Art. Die eine Reihe (Journal 16) betrifft einen Fall mit einer schweren merkuriellen Stomatitis, der andere (Journal 10), den wir noch n~ther besprechen werden, zeigt in instraktiver Weise die Unregelm~igkeit. mit der die Resorption geschieht, indem sie w~hrend des gr61~tenTeiles der Kur ganz gering ist, aber plStzlich, ein paar Monate sparer, im Anschlu~ an ungewohnte sehwere kOrperliche Arbeit, eine heftige Stem atitis auftritt. Der Grund, weshalb ieh n u t einen einzigen mit 01. cinereum behandelten Fall l~ngere Zeit hindureh untersucht habe, ist der, dab ieh mir schon bei der Untersuchung dieses ersten Falles dartiber klar geworden war, auf wie grol~e UnregelmM~igkeiten man bei dieser Behandlung geraint sein mu~ und dal~ man somit, umResultate, aus denen sich zuverlhssige Durchschnittswerte ableiten" liel~en, zu erzielen, ~ber ein sehr grot~es Material -- mindestens wohl 8--10 Analysenreihen verftigen mfll~te. Ein solehes Material babe ich nat~irlicher Weise nieht aufbringen k6nnen und ich beschloB daher, reich mit dem einen Falle zu begnfigen, der i n Journal Nr. 10 und in tier entsprechenden Kurve dargestellt i s t . Es zeigt sich, dal~ im Laufe der ersten 13 Tage nur ganz geringe Mengen Queeksilbers ausgeschieden werden, obgleich w~hrend der Kur (32 Tage) jeden 5. Tag eine Injektion yon 02 ccm el. cinereum (d. h. 10 cg Hg) gemacht wurde, was an and ~ r sich eine sehr kraftige Kur bedeutet und namentlich vi el mehr ist, als bei irgeadeiner der flbrigen Injektionskuren verabreicht wird. PlStzlich am 14. Tag, ohne nachweisbaren Grand, fhngt die Ausscheidung sehnell an zuzunehmen and erreieht am 18. Tage ein Maximum von 5'19 ~,g (gleichzeitig tritt eine geringe 8tomatitis auf), vr die Ausscheidung allm~hlich langsam abnimmt, urn, obgleich die Kur unverandert fortgesetzt wird, an1 26. Tage wieder ungefahr auf dieselben niedrigen Werte herabzusinken, wie in der erster Periode der Kur
Die Zirkulation dee Quecksilbers im 0rganismus.
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Wie gew6hnlich wird die Hauptmenge (81"4%) mit dem ttarn ausgeschieden, dessen Kurve daher einen Verlauf aufweist, der ungef~hr der Gesamtausscheidungskurve parallel ist. Die Kurve der Ausscheidung mit dem Stuhl hat dio gew6hnliche unregelm~Bige Form; es wird zwar an den !4 Tagen~ ifi denen die Gesamtausscheidung am hSchsten ist, etwas mehr ausgeschieden als w~thrend der fibrigen Zeit, doch ist die Zunahme nicht bedeutend. Eigentiimlich sind die ungew6hnlich kleinen Schwankungen der Ausscheidungswerte v o n T a g zu T a g , ein Yerhfiltnis, das wir an der Ausscheidungskurve bei dem unten zu besprechenden Kaninchenversuche wiederfinden und das sowohl yon der Ausscheidung im Harn als im Stuhl gilt. Bei einem Vergleich dieser Analyseresultate mit Resultaten anderer Untersucher stol3en wir auf die Schwierigkeit, dab derartige Untersuchungen nur in geringer Zahl vorliegen und zudem nicht mit 01. cinereum, sondern mit dem sogenannten Merkuriol, das, wie erwahnt, ein Magniumaluminumamalgam (26) ist, angestellt wurden. Im GroBen und Ganzen scheint dieses sich daher ahnlich zu verhalten wie das Ol. cinereum. Mit diesem Prfiparat hat B f i r g i eine einzige kurze Untersuchungsreihe angestellt. Er land eine Ausscheidung im ttarn, d i e im Laufe yon ein paar Tagen bis auf 2 mg zunahm und sich wfihrend 10 Tagen recht konstalJt auf Werten zwischen 2 und 3 mg erhielt. Im wesentlichen Gegensatz dazu weist eine S e r i e direkter Untersuchungen, d i e i c h a n e i n e m Kaninchen anstellte, eine fiberaas regelm~Bige, wenn auch sehr langsame Resorption a u f . Noch. nach 16 Tagen ist nur 1/a der injizierten Masse (22 rag) resorbiert. Die A u s s c h e i d u n g s k u r v e weist eine gleichm~llige Steigerung auf, nur mit kleinen Schwankungen yon Tag zu Tag und mit einer geringen Stagnation und Neigung zum Abfall im Mittelpunkte der Kurve. Diese Steigerung betrifft jedoch nur die Ausscheidung im Harn, wiihrend die im Stuhl eine allmahliche Abnahme wfi.hrend der letzten ttalfte der Kur auf~veist. SchluBfolgerungen der hier besprochenen analytischen 7*
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Resulta~e auf die therapeutisehe Anwendung sind nicht yon groBem Weft, d a - wie oben hervorgehoben -- die beiden nntersuchten FMle au•erordentliche u aufweisen. Sie lassen sich daher, streng genommen, nur dazu benutzen, zu veranschauliehen, dab solche VerhMtnisse anftreten k 0nh e n und da~ man auf sis vorbereitet sein muff. Davon abgesehen, glaube ich jedoeh berechtigt zu sein, die gewonnenen Erfahrungen folgendermaflen zu verallgsmeinern : Das O 1. c i n e r e u m wird langsam resorbiert,_ b edeutend ]angsamer alsalle Q b r i g e n M i t t e l . Bei einer gew~hnlichen Injektionsserie yon 6--8 Injektionen wird die erste Injektion kaum resorbiert sein, wenn die |etzte Injektion verabfolgt wird und man mug daher auf sine stetig zunehmende Wirkung wMlrend der ganzen K u r vorbereitet sein. Aus demselben Grunde wird die W i r k u n g sich in der Remanenzperiode lange und kr~ftig erhalten. Indessen muff man a u f e i n e b e d e u t e n d e Launenhaft i g k e i t w~hrend der Resorption vorbereitet sein und da die einzelnen Gaben in der Rege] sehr groB sind grOfler als man sis gewOhnlieh bei allen Obrigen Pr~tparaten anwendet -- xnuB man auf unangenehme Intoxikationen gefaBt sein. Kap. VII.
Therapeutische K0nklusionen. Wir wissen, wie bereits erw~hnt, nicht mit Sieherheit, ob die Spiroeh~ten selbt oder die Zellen des KSrpers den Angritfspunkt des Queeksilbers in d e m syphilitisch infizierten Organismus bilden. Dagegen scheint es recht un'zweifelhaft, daff die Intensit~t der erzielten therapentischen Wirkung zu der angewandten Quecksilbermenge in direktem Verh~ltnis steht, wenn dies auch kaum daseinzige Moment yon Bedeutung ist. Die Queksilberkonzentration im KSrper kann jedoch nicht fiber eine gewisse niedrige Grenze hinans steigen, denn sobald diese ~iberschr.itten wird, treten Ver~ giftnngserscheinungen auf. Diese kOnnen so heftig werden,
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dal~ sie den Tod oder eine anhaltende Invaliditat (chronische Nephritis) zur Folge haben. Solche Vergiftungen mfissen selbstverstandlich um jeden Preis vermieden werden. Aber auch mittelstarke Vergiftungsffille mit Gewichtsverlust etc. muB man vermeiden, da hiedurch wahrscheinlich das Widerstandsverm(igen des K(~rpers gegen die Krankheit geschwiicht werden wfirde. Die Art der erzielten therapeutischen Wirkung scheint bei samtlichen angewandten Praparaten eine einheitliche zu sein, so da• nur die Menge des metallischen Quecksilbers, welche die betreffende Verbindung dem K(irper zufiihrt, in Betracht kommt. Die Aufgabe einer Quecksilberbehandlung der Syphilis ist also, dem Organismus so viel Quecksilber zuzuffihren, als er ertragen kann, ohue dab eine Vergiftung hervorgerufen wird. Das Quecksilber ist ja kein indifferentes Mittel. 1Jberall w o e s in stftrkerer Konzentration auftritt, wirkt es reizend und zerstSrend auf das Gewebe, und zwar namentlich an den Stellen, w o e s a u f g e n o m m e n wird, und wo es aus dem K0rper a u s g e s c h i e d e n wird. Da es nun darauf ankommt, sich der Intoxikationsgrenze, die fibrigens individuell verschieden ist, so welt als mSglich zu ni~hern, so mul~ ffir eine m(iglichst g 1ei c h m ~ B i g e Zufuhr yon Quecksilber gesorgt werden, denn je gleichmfifiiger die Zufuhr von statten geht, um so gr(iBere Mengen k(innen wahrend eines bestimmten Zeitraumes zugeffihrt werden. Es liegt in der Wirkungsweise des Quecksilbers nichts, was die plStzliche Anwendung einer gewaltigen Dosis eines ,Ictus therapeuticus" wie bei der Salvarsanbehundlung, begrfinden k6nnte. Dagegen kann man zn Anfang einer Kur etwas grSBere Gaben anwenden als zu Ende derselben, denn die Ausscheidung des Quecksilbers verlauft bedeutend langsamer als die Aufnahme, wodurch eine Akkumulation hervorgerufen wird, die gleichzeitig die Gefahr einer Vergiftung steigert. Ein gewisser Sattigungsgrad des Organismus scheint jedoch Voraussetzung ffir eine vollkommene therapeutische Wirkung des Quecksilbers zu sein. Fragt man nun: Wie viel metallisches Quecksilber ist unter normalen Verh~tltnissen erforderlich, um eine ,,voll-
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kommene Quecksilberwirkung ~ zu erzielen, so ist die Antwort meiner Ansicht nach ungef~hr die im folgenden dargestellte, wobei wir yon M~nnern mittlerer Gestalt und GrOBo ausgehen. Da ein erwachsener m~nnlicher Organismus ohne Vergiftungserscheinungen h0chstens 5--7 m9 Hg t~glich mit Harn und Stuhl ausscheiden kann, so muB eine entsprec.hende Menge Quecksilber dem Organismus zugefiihrt wetden, um ihn vollkommen ges~ttigt zu erhalten. Dazu kommt aber noch die Menge Quecksilber, die zur Erreichung der S~ttigung des Organismus erforderlich ist ; die Gr6Be dieser Menge ist jedoch sehr schwer zu bestimmen. Ich babe sie auf Grund der wenigen vorliegenden Untersuchungen auf ca. 100 ~ng veranschlagt. Das hieBe also, dab man w~thrend der Kur ffir eine t~tgliche Zufuhr yon ca. 8--10 m9 metallischen Quecksilbers sorgen mnBte, wobei wir der Berechnung das gew6hnliche Behandlungsschema zugrunde legen. Die n~chste Frage ist nun: Wie sorgt man fnr die gleichmM3ige, regelm~Bige Zufuhr der obengenannten Quecksilbermengen? Welche Behandlungsweisen eignen sic]] zur IMisung dieser Aufgabe am bestenF W a s die Inhalationsbehandlung und die interne B e h a n dl ~ n g betrifft, so stellen die Unsicherheit und Launenhaftigkeit dieser beiden Behandlungsarten dieselben in die zweite Linie, womit jedoeh nicht gesagt sein soU, daft sie nicht unter besonderen VerhMtnissen und bei besonderen Indikationen yon Nutzen sein k0nnen. Auch die Behandlung mit I n j e k t i o n e n gr5Berer M e n g e n Merkuribenzoat und Merkurisalizylsltureanh y d r i d in g r o B e n Zeitzwischenr~tumen wirken wegen der schneUen Resorption und Ausscheidung zu unregelm~6ig. So bleiben denn e i n e r s e it s d i e I nu k t i o n sk u r u n d die h ~ u f i g e n I n j e k t i o n e n lSslicher Salze, a n d e r e r s e i t s Inj e k t i o n e n yon K a l o m e l u n d O1. c i n e r e u m . Welche yon diesen Behandlungsarten ist nun vorzuziehen? Diese Frage IM~t sich nicht absolut beantworten,
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indem sich hier auch beziiglich der Wirkung, die man z u erzielen wiinscht, verschiedene Verh~l~nisse geltend machen. Vonder Inunktionskar ist zuvSrderst zu sagen, dab sie in befriedigonder Weise die Anforderungen einer gleichmaBigen und regelmal~igen Wirkung erfiillt. In der iiblichsten Form (tagliche Einreibung yon 3 g Salbe)ist sie jedoch keine sehr kraftige Kur. Diesem Nachteil kann durch &nwendung grSBerer SMbenmengen, grfindlichere Einreibung auf gr6Bere Flachen, abgeholfen werden. Vorzuziehen ist es jedoch, die Resorption an anderer Stelle, z. B. vom Darmkanal aus, zu erhShen und so kann man als Hilfsmittel sehr gut 2--3 cg Sublimat in w~sseriger LSsung verabreichen, welches Mittel die Patienten, wenn es in Milch eingegeben wird, sehr gut vertragen. Ein anderer Mangel der Inunktionskur ist, dab die vollstandige therapeutische Wirkung etwas langsam eintritt. Dem kann man, wie oben bereits erwfihnt, dadurch abhelfen, dab man gleich zu Anfang der Kur eine Injektion eines leicht resorbierbaren Praparates gibt. Vorzuziehen sind hier die 15slichen Salze, z. B. das Merkuribenzoat, well ihre Resorption eine recht regehnhBige ist, doch glaube ich nicht, dab man so grebe Dosen anwenden sell, wie sie von E h l e r s (82) empfolen werden. Man sieht nach solchen 5fters leichte Intoxikationserscheinungen, die die Kur verlangsamen kSnnen, und so sell man statt 10--15 cg sich meiner Ansicht naeh mit 5--6 cg Merkuribenzoat begntigen. Aber noch in einer anderen Beziehung halter der Inunktionskur ein kleinor Mangel an. Wenn die Einreibungen aufhSren, bleibt dem K(irper nur der Quecksilbergehalt der Gewebe, es finder sich nirgends ein Quecksilberdepot. Wfinscht man nun aus irgond einem Grundo die Wirkung der Kur zu verli~ngern, so geschieht dies leicht und gefahrlos zu Ende der Kur dutch eine grOl~ere lnjektion yon el. cinereum, z. B. 12 eg. Ein sehr groBer Vorteil ist es, dub die Inunktionskur sich beim geri, gsten Anzoichen einer Vergiftung momentan unterbrechen laBt. Der K6rper wird durch ein warmes Bad yon allem an der Haut haftenden Quecksilber befroit und
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dadureh ist eine weitere Resorption, die verhangnisvoll werden ktinnte, verhfitet. Eine andere gute Behandlungsweise besteht in den Injektionen ]5slicher Salze in kurzen Zwischenraumen (jeden oder jeden 2. Tag). Man kann bier die Zuihhr dem Bedfirfnisse sehr genau anpassen und in Anbetracht der kleineu Einzeldosen mit einer regelmiiBigen Resorption rechnen. Ich besitze jedoch hierfiber nur geringe praktische Erfahrung. Eine Schattenseite der Behandlung besteht jedenfalls in ihrer Unbequemlichkeit, die in der haufigen Wiederholung der Einstriche begrfindet ist: Besonders indiziert ist diese Behandlung immerhin bei Patienten mit starker Neigung zu schwerer Hydrargyrie. Die Wirkung dieser Behandlung ist recht kurz, Wfinscht man eine kraftigere Remanenz, so muB sie mit Injektionefi yon O1. cinereum oder dergleichen kombiniert werden. Die Wahl des Praparates ist sicher minder wesentlich. Hg benzoicam, in der oben erwfihnten Form verschrieben, hat sich mir sehr gut bewi~hrt. Hiervon verabreicht man t$iglich ca. 1 ccm (d. h. 9 ~ng Hg) oder 2real w0chentlich ~--4 r (ungefithr 3--4 cg Hg entsprechend). Wenn es notwendig ist, kann man die Injektionsmasse auf beide Nates verttfilen, wodurch der Schmerz auf ein Minimum reduziert wird. NStigenfalls kann man die St~trke der Kur durch gleichzeitige Anwendung einer milden intern en Behandlung erganzen. Die Behandlung mit K a l o m e l und Ol. c i n e r e u m bietet den groi~en Vorteil, daft sie eine lange Remanenz ergibt. Diese Mittel eignen sich daher besonders ffir die prtiventive Behandlung. Betreffs des K a l o m e Is habe ich nur begrenzte Erfahrung, yon allen Seiten wird jedoch die grol3e Schmerzhaftigkeit dieser Bebandlung a]s eine bedauernswerte Unannehmlichkeit hervorgehoben. Ich selbst habe Schmerzen nicht in nennenswertem MaBe beobachtet, und da das Kaloreel ein Mittel ist, das erfahrungsgemal~ eine kraftige therapeutische Wirkung besitzt und das nach meinen Untersuchungen eine ungewShnlich regelmaBige und gleichmABige
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Resorptionskurve aufweist, also unerwartete Vergiftungen ausschlieBt, ist es meiner Ansicht nach hiiufiger anzuwenden, als dies bisher geschieht, wobei natfirlich die Schmerzhaftigkeit m6glichst vermieden werden muB. Dies erreicht man in einem gewissen Grade, wenn man k 1 e ih e r e und h i i u f i g e r e Injektionen, z. B. 3--4 cg, zweimal w6chentlich, sowie konzentriertere L6sungen, z. B. 20- bis 50proz. Aufschli~mmung, anwendet. Sogar eine 50proz. Aufschlfimmung laBt sich mit einiger Sorgfalt sehr wohl zu einer homogenen Emulsion aufschfitteln. Der Gebrauch des e l . c i n e r e u m ist ja sehr verlockend, sowohl fiir den Patienten, wie fiir den Arzt, da dieses Mittel beiden eine leichte Behandlungsform darbietet. Man muB aber immer die langsame, mitunter ungenfigende, bisweilen wiederum unerwartet heftige Resorption des Mittels in Erinnerung haben und darf es daher nicht bei filteren und schwfichlichen Personen und namentlich unter keinen Umstfinden bei Patienten, die an einer Nephritis leiden oder zur Albuminurie neigen, anwenden. Mail darf es auch nicht bei Patienten anwenden, die eine krhftige und schnell wirkende Behandlung bekommen sollen, z. B. bei Patienten mit starken infektiOsen Ausbriichen oder solchen, die (kombilfiert mit Salvarsan) abortiv behandelt werden solleu, und fiberhaupt in der Regel nicht als erste BehandluHg. Dagegen ist dieses Mittel recht gut fiir Kuren, we eine etwas lhngere Wirkung gewfinscht wird, z. B. bei Seeleuten. Was die Dosierung betrifft, so mul~ man sich erinnern, dab diese der langsamen Resorption wegen beim el. cinereum normaliter kraftiger sein kann als bei jedem anderen Mittel. Dosen yon 10--12 cg wOchentlich in Serien yon 6--8 Injektionen vertragen die Patienten in der Regel ausgezeichnet. Da andererseits aber ab und zu bedauernswerte Vergiftungsffdle vorkommen, scheint es zweckmhBig, diese Dosierung etwas herabzusetzen -- indem man z. B. die beiden ersten Injektionen in 8tagigen Zwischenrfi.umen, die folgenden in 14iagigen Zwischenraumen macht oder noch besser wOchentlich die halbe Dosis verabreicht. Dis
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etwas schw~chere Wirkung b e i dieser Dosierungsweise kann man dann durch eine milde interne Behandlung unterstQtzen. Man ist so schweren Intoxikationen weniger ausgesetzt, da man bei den ersten Anzeichen einer Yergiftung die interne Behandlung unterbrechen und auf diese Weise sofort die Quecksflberzufuhr zum KSrper vermindern kann. Oder aber man k a n n eine kombinierte Kur yon O1. cinereum und Satizylq,ecksilber (oder einem anderen, schnell resorbierbaren Pr~parat) anwenden, wie dies z. B. yon W e l a n d e r , H o f f m a n n und P a u l H a s l u n d empfohlen wird; Ich betrachte jedoch ersteren AUsweg als den besseren, da hier die Wirkung eine gleichm~igere ist. l J b e r die anderen Behandlungsarten kann ich hinweggehen, da ihre Indikationen; wie sie aus den Ausscheidungskurven hervorgehen, an den betreffenden Stellen hinreicheud besprochen worden sind. Nut fiber das M e r kurisalizyls~ureanhydrid m6chte ich noch einige Worte sagen. Dieses Praparat hat yon allen die unregel]naBigste Ausscheidungskurve; worm es, wie es meiSt der Fall ist, zu wOehentlichen Injektionen angewandt wird, hat man an den verschiedenen Tagen der Woche eine hSchst unregelm~tBige Wirkung. Man kann daher damit keine kr~tftige Gesamtwirkung erzielen, Das Mittel muB also vor~ zugsweise solchen FMlen vorbehalten bleiben, we man eine weniger kraftige Kur als hinreichend betrachtet. Dazu kommt noch eine E r w a g u n g : Wie besprochen, nimmt dieses Pr~tparat in chemischer Beziehung eine Sonderstellung ein, indem es kein Salz ist und das Quecksilber nicht ,ionogen ~, sondern recht lest, u . a . an Kohlenstoff gebunden, enth~lt. Hfdt man diese ungewOhnlieh festen Bindungsverh~ltnisse mit derTatsache zusammen, dall das Quecksilber Oberrasehend schnell, ja in groBen Mengen bereits w~hrend der ersten Stunden (vg]. B fi r g i ) ausgeschieden wird, so kann man kaum umhin, anzunehmen , da~} ein Teil des Queeksilbers den Organismus passiert, ohne eine therapeutische Wirkung zu: entfalten, u n d dab m a n darin die Erkl~rung zu suchen hat, sowohl for den geringen therapeutischen Weft als fQr die geringe Neigung des Mittels, Stomatitiden und Nephritiden zu erzeugen,
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Wir haben uns nun kurz mit dem therapeutischen Werte und den Indikationen der einzelnen Prfiparate und Behandlungsarten beschltftigt, yon den Kenntnissen ausgehend, die wit yon deren Resorptions- und Ausscheidungsverhfiltnissen gewonnen haben. A!s Grundlage des therapeutischen Handelns hatten wir stets das Schema yon Fournier vor Augen, d. h. intermittierende Kuren yon einmonatlicher bis sechsw6chentlicher Dauer, mit grOl]erea oder kleineren freien Intervallen. Inwiefern diese intermittierende Behandlung d e n V e r rang verdient, darauf will ich bier nicht naher eingehen. Unter gewissen Gesichtspunkten liel~e sich ja auch an eine kontinuierliche Behandlung denken, doch lehren therapeutische Erfahrungen auf anderen Gebieten, dat~ man dutch eine anterbrochene, aber krhftigere Behandlung bessere Resuitate erzielt als dutch eine kontinuierliche, dafiir aber schwiichere Behandlung. Die Frage bedarf jedenfalls noch fortgesetzter klinischer Erprobung. Ffir eine kontinuierliche Behandhmg sind die hier besprochenen Tagesgaben zu groB, eine so krfiftige Quecksilberwirkung wilrde der Organismus nicht lunge Zeit hindurch vertragen. Aber auch die F o u r n i e r s c h e Behandlung ist keine unterbrochene, sondern in gewissem Sinne eine kontinuierliche, da der Organismus zwischen den einzelnen Kuren dank der Remanenz des Qnecksilbers fortwfihrend der Wirknng desselben ausgesetzt ist. Die St'arke der Quecksilberwirkung in der Zeit zwischen den einzelnen Kurperioden schwa~kt bedeutend bei den verschiedenen Kuren, doch wissen w i r fiber diese Verhfiltnisse nichs N~'theres. Was die Inunktionskar betrifft, so ergeben meine Untersuchungen fiber die Gr61~e der Ausscheidung noch 5 Wochen nach beendigter Kur (siehe Journal Rr. 3) unerwartet hohe Werte, so dab die erfahrungsgemal~ starke spezifische Wirkung wohlbegrtindet erscheint. Die yon B i i r g i angestellten Untersuchungen fiber die Ausscheidung yon Quecksilber in der Zeit nach Beendigung einer krifftigen Behandlung mit H g s a l i c y l i c u m bieten Verhaltnisse dar, dis in hohem Grade denjenigen fihnlich sind, die ich bei der Inunktionskur an-
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getroffen habe. Bei der Behandlung mit K a l o m e l und 01. c i n e r e u m wird man die Zwischenr~ume zwisehen den Kuren etwas gr6Ber w/~hlen m~issen als bei der Inanktionskur.
Zusammenfassung. 1. D i e e l e k t r o l y t i s c h e F~Lllung ist jene Me~hode, mit welcher man Quecksilber in organischer Verbindung am leichtesten und genauesten nachweisen kann, d a hiebei die Anwendung einer Mikrowage ermOglicht wird. Vor der elektrolytischen FMlung wird in der Regel eine vollkommeneDestruktiondesorganischen S t o f f e s erforderlich sein, welche durch Behandlung mit starken Sauren und Kaliuinpermanganat erfolgt. Eine Verminderung des Volumens und der Quantitat der zu untersuchenden Substanz vor der Elektrolyse erzielt man durch Anwendung einer K o n z e n t r a t i o n s f a l l u n g , wie sie von R a a s c h o u empfohlen wurde. Bei g e l i n d e m K o c h e n mit stark sauern Flfissigkeiten i n e i n e m 1a n g h a 1s i g e n Rundkolben kommt kein nennenswerter Verlust yon Quecksilber zustande. 2. Die R e s o r p t i o n s v e r h a l t n i s s e lassen sich nicht direkt an Patienten studieren und wir sind bier auf Untersuchungen der Ausscheidung angewiesen. Kaninchenversuche scheinen zu zeigen, dab die Resorption und Ausscheidung im grol~en und ganzen parallel laufen, so dab ,man yon der einen auf die andere schlie•en kann. 3. Die R e s o r p t i o n des Quecksilbers geht schneller yon statten als die Ausscheidung, u n d e s finder daher eine Ablagerung yon Quecksilber im Organismus statt. Ist die Zufuhr yon Quecksilber eine mfil3ige, so tritt allmahlich ein G l e i c h g e w i c h t s z u s t a n d ein, indem die Ausscheidung allmahlich eine solche HShe erreicht, daI] sie mit der Zufuhr gleic~en Schritt halt. Uberschreitet die Sfittigung ein gewisses Maxinmm, so treten V e r g i f t u n g s *
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erscheinungen auf, die jedoch i~l leichteren Fhllen, wenn die Zufuhr unterbrochen wird, wieder schwindem Die Aufgabe einer Quecksilbertherapie liegt daher in dem schnellen E r r e i c h e n des hSchsten ertragbaren Si~ttigungsgrades (da man sich vorstellt, dab die Quecksilberwirkung hiebei am kri~ftigsten ist) und in tier mSglichst konstanten Erhaltung desselben wi~hrend d e r Kur. Dies hat man sich bei der Wahl unter den zur Verf~igung stehenden Behandlungsarten und Prhparaten v e t Augen zu halten. Diese bieten namlich untereinander diesbezfiglich sehr abweichende VerhMtnisse. 4. Das Quecksilber wird hauptsi~chlich durch die Nieren unddenVerdauungskanal ausgeschieden. Schweil~, Speicheldriisen etc. scheinen eine nur untergeordnete Rolle zu spielen. Durch die Lungen wird anscheinend kein Quecksilber ausgeschieden. 5. Die N i e r e n scheiden stets den hauptslichlichsten~ Teil des Quecksilbers aus (:/:~--5/6 der Gesamtausscheidung). Die Ausscheidung geht regelmi~I~ig und gesetzmal~ig, der Stfixke der angewandten Behandlung parallel, sowie in einer ffir jedes Behandlungsverfahren charakteristischen Weise yon statten. Nur in der Remanenzperiode und dort, we die Gesamtmenge des ausgeschiedenen Quecksilbers klein ist, kann die Ausscheidung mit dem Stnhl ebenso groJ.~e, mitunter sogar etwas grSSere Werte erreichen als die Ausscheidung mit dem Ham. 6. Es scheint zwischen d e r a u s g e s c h i e d e n e n ttarnmenge und dem Q u e c k s i l b e r g e h a l t kein g e setzmal~iges Yerh~tltnis zu bestehen. Mitunter wird Polyurie, mitunter Oligurie beobachtet. Die Ausscheidung sehrgroSer Quecksilbermengen scheint jedoch stets mit reichlicher Diurese einherzugehen. 7. Die Ausscheidung durch den Verdauungskanal geschieht wahrscheinlich durch alle seine Anhangsdrfisen. Mit der G all e werden bedeutende Mengen, ja vielleicht die Hauptmenge ausgeschiedon. Wahrscheinlich wird ein bedeutender Teil des im oberen Absehnitt des Verdauungskanals aus-
110
Lomholt.
geschiedenen Quecksilbers weiter unten wieder resorbiert. Vielo Autoren legen das H a u p t g e w i c h t auf den D i c kd a r m als Sitz dor Ausscheidung, well in Vergiftungsfallen sich hier die am tiefsten gehenden, pathologisch-anatomischen Veranderungen des Gewebes finden. Die Monge des durch ~den Verdauungskanal ausgeschiedenon Quecksilbers betragt nur einen geringen Toil der Gesamtausscheidung, im Gogensatz zu dora, was man frfihor anzunohmen genoigt war. In dor Regel wird wahrend einor gowOhnlichen Kur 1/6 bis 1/8 der Gesamtmenge auf diesem Wego ausgoschiedon. H6chst eigentfimlich ist es, dab im Verlaufe einer Kur keino doutlicho Zunahme der Ausscheidung stattfindet, oft wird im Gegenteil eine Neigung zur Abnahme gegen das Ende der Kur beobachtet. Bei Injektionen f~llt im Darm in der Re gel die stark markierte Stoigerung der Ausscheidungskurve nach der Injektion aus. Die Ausscheidung yon Tag .zu Tag schwankt sehr bedoutend and in einer durchaus nicht zu berechnenden Weise. 8. Zwischen tier K o n s i s t e n z und Menge der F a z e s und der in ihnen enhaltenen Quecksilbermenge scheint kein gesetzmal3iges Abhangigkeitsverhaltnis zu bestehen. Besonders grebe Quecksilbermongen werden jedoch in dor Regel in Fakalien yon lockerer odor flfissiger Konsistenz nachgewiesen. 9. Die R e s o r p t i o n s und Ausscheidungverh al t n i s s e gestalten sich in prinzipiell verschiedener Weise ~boi d o n v e r s c h i e d e n o n Behandlungsvorfahren undPr~tparaten. Ffir die Form der Ausscheidungskurve ist in allen Fallen die Ausscheidung n~it dora Harn ma~gebend. Die ffinf yon mir untorsachten Praparate weisen in der Hauptsache folgendo Verha]tnisse auf:
a) Die Inunktionskur ergibt eine regelma~ige Aus.scheidungskurve, gleichmaflig und recht langsam wghrend tier ersten Wochen der Kar ansteigend und sodann einen fast horizontalen Verlauf richmond (siehe Kurve Nr. I a n d II). b) Hg. benzoicum (2~ gibt, in gr6Beren, w6chentlichen
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
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Injektionen (yon 10 cg) verabreicht, im grogen Ganzen sine regelmfigige Ausschoidungskurve. Die Ausscheidung ist am grOl~ten an den ersten Tagen nach der Injektion und nimmt im Laufe der ersten 4--5 Tage nach der Injektion gleichmi~ig ab bis auf Werto, die kleiner sind als die HMfte des Wertes am ersten Tags, um bei der ni~chsten Injektion wiederum j~h anzusteigen. Ab und zu kommen jedoch Abweichungen yon dieser Regel vor, namentlich ist die Ausscheidung nach der ersten Injektionen, und zwar besonders am ersten Tags, viel geringer als bei den nachfblgenden. In den beiden untersuchten Fallen wurden yon einer gesamten injizierten Menge yon 2t7"5 und 261 mg Hg im Laufe yon 34 bzw. 40 T, gen 48"8~ bzw. 35"3~ ausgeschieden. Davon mit dem Harn 78"6% und mit dem Stuhl 214~ . Die bei Kaninchenversuchen gefundenen Resorptions- und Ausscheidungsverhaltnisse stimmen mit jenen beim Menschen gut tiberein. Im Laufe yon 12 Tagen war fast alles iujizierte Quecksilber resorbiert worden. (Siohe Kurve I V - - V und Kaninchen III). c) Hg salicylicum weist, in Mengen von 4--8 cg in einer ca. 16proz. Auf~chlgmmung und in Zwischenri~umen yon 5 Tagen verabreicht, eine stark schwankende Ausscheidungskurve auf: Die Ausscheidung ist bei weitem am gr613ten an dem ersten Tags nach der Injektion und nimmt dann pl6tzlich ab, in der Regel im Laufe von 2--3 Tagen bis auf Werte, die nur einen geringen Bruchteil der ersteren betragen, u m b e i der nfi.chsten Injektion ebenso jah anzusteigen. Die Ausscheidung ist ebenso groB nach der ersten Injektion wie nach den folgenden. In den beiden untersuchten F~illen wurden von einer Gesamtmenge von 154 bzw. 176 my Hg im Laufe von 22 bzw. 30 Tagen 38'6% bzw. 494o/o ausgeschieden. Davon mit d e m Harn 74"5% bzw. 81"2~ und mit dem Stuhl 25"5~ bzw. 18"8~ Diese schnelle Ausscheidung finden wir bei keinem Prap a r a t e wieder, speziell nicht bei anderen ,unlSslichen" Verbindungen. Wahrscheinlich beruht sis auf der eigentiimlichen chemischen Zusammensetzung der Verbindung, die kein Salz, sondern das &nhydrid einer merkurisubsti-
112
Lomholt.
tuierten aromatischen S~ure, d. h. der Oxymerkurisalizyls~ture darstellt. Hiebei ist das Quecksilber stark gebunden, so da~ ein Tell des injizierten Pr~tparates m~glicherweise. ohne gespalten zu werden und ohne therapeutisch wirksame Verbindungen einzugehen, den Organismus passiert. Die hier beschriebenen Ausseheidungsverh~,ltnisse stimmen gut mit den bei Kaninchenversuchen gefunden Resorptions-und Ausscheidungsverh~iltnissen iiberein, bei welchen im Laufe yon 10 Tagen praktisch gesprochen alles injizierte Quecksilber resorbiert worden war.
d) Das K a l o l n e l
zeigt, in Mengen yon 5 c# in 5tltgigen Intervallen in einer 20proz. Aufschl~tmmung verabreicht, eine regelmiiBig und gleichm~tflig ansteigende Ausscheidungskurve, die fast ganz derjenigen entspricht, die wir bei der Inunktionskur finden. Die Tage der einzelnen Inunktionen markieren sich in der Kurve gar nicht, Die Quecksilberausscheidung mit dora Stuhl ist bei dieser Kur weit regelm~tgiger als bei den anderen Behandlungsverfahren. In den beiden untersuchten F~tllen wurden yon einer Gesamtmenge yon 243 resp. 202"5 m9 injiziertem Hg im Laufe yon 32 bzw. 25 Tagen 25"1% bzw. 21"5~ ausgeschieden. Davon mit dem Harn 66"5% bzw. 77"6% und mit dem Stuhl 33"5% bzw. 22"4%. Die bei Kaninchenversuchen gefundenen Resorptions- un.d Ausscheidungsverh~ltnisse stimmen liberaus gut fiberein mit denen beim Menschen. Im Laufe yon I0 Tagen war etwas fiber die H~ilf'te des in.iizierten Queeksilbers resorbiert. Die Resorption ist als regelm~tBige, aber recht langsame zu bezeichnen. (Siehe Kurve V I I I - - I X und Kaninchen V.) 9) O 1. c i n e r e u m (M {~11 e r), ein 50proz. Pritparat) ergab bei Injektionen yon 10 c# jeden 5. Tag in einem untersuchten Falle eine sehr unregelm~tBige Ausscheidnngskurve, d a die t~glich ausgeschiedenen Mengen nur 10 Tage hindurch einigermagen grol~ (1;5--5"19 mg} waren, wA.hrend sie sowohl fr~iher als sp~ter relativ klein waren. Von einer Gesamtmenge yon 506 z~j injiziertem Hg wurden im Laufe yon 82 Tagen 9"6% ansgeschieden, davon 80"4~ ira H a m
Die Zirkulation des Quecksilbers ira Organismus.
113
und 19"6% im Stuhl. Bei einem Kaninchenversuch ergab die Untersuchung der Resorption und der Ausscheidung recht rege[m~i~ige Yerhaltnisse. Die Resorption ging sehr langsam yon statten, so dab noch nach 18 Tagen nur ~]8 des injizierten Quecksilbers resorbiert worden war. (Siehe Kurve X und Kaninchen VI.) 10. D a s Q u e c k s i l b e r b r e i t e t s i c h i m g a n z e n O r g a n i s m u s a u s . Sogar in der Spinalfliissigkeit kommt es vor, wenn aueh in kleinen Mengen. Es verteilt sich in recht regelm~l~iger Weise, die bei Mensehen und Tiereu dieselbe ist, und wie es scheint unabhangig yon der Art und Weise und yon der Form, in denen das Quecksilber yore K6rper aufgenommen wurde. Die grO~ten Mengen finden sich vermutlich in der Muskulatur, die gr(~l~ten Konzentrationen aber in den Ausseheidungsorganen, namentlich den Nieren und der Leber, und auch die Galle enthi~lt oft verh~ltnismi~l~ig sehr groBe Mengen. Stfitzgewebe und Zentralnervensystem enthalten nur geringe Mengen. ll. Im B l u r , das recht bedeutende Mengen yon Hg enthalten kann, verteilen sich diese sowohl auf das Plasma, ais auch auf die Erythrozyten und Leukozyten. Letztere scheinen absolut am weuigsten, aber in Anbetracht ihrer geringen Quantiti~t relativ ziemlich viel zu enthalten. Zuverlassige quantitative Uutersuchungen werden durch die kleinen Quecksilbermengen, um die es sich handelt, erschwert. In den meisten FMlen wurden 1--3 rag per Liter gefunden. In der A s z i t e s f l i i s s i g k e i t finden sich auch zu Zeiten bedeutende Mengen yon Quecksilber. Bei einer Ffillung der Eiweil~stoffe durch Erwi~rmen mit Mineralsauren wird gleichzeitig alles Quecksilber gefallt. Bei fraktionierter FMlung der EiweiBstoffe in Globuline und Albumine durch Ammoniumsulfat findet man Quecksilber in reichlicher Menge in jeder dieser beiden Eiwei~gruppen. 12. Das Quecksilber geht in recht betrachtlichen Mengen yon der syphilitischen Mutter auf d e n F 6 tu s fiber, so da~ man sich sehr wohl die praventive und kurative Wirkung des Quecksilbers bei der Behandlung der Mutter wahrend der Graviditat vorstellen kann. Arch. L D~rmat. u, ~yph. Bd. CXXVI~
114
Lomholt.
13. D a s Q u e c k s i l b e r bleibtnachBeendigung einer jeden Quecksilberkur in bedeutenden Mengenim K 6 r p e r z u r f i c k , aucb wenn sich bei der Kur keine Depots gebildet haben. Die sogenannte Quecksilberremanenz ist yon der entschiedensten Bedeutung fflr die Behandlung. Sie ist eine der wichtigsten physiologischchemischen Begrfindungen ffir F o u r n i e r s chronisch-intermittierende Behandlung. V o n der Gr6Be der Quecksilbermenge, die in tier Weise -- abgesehen con den genannten Injektionsdepots im Kor~er zurfickbleibt, weiB man sehr wenig. Einige meiner Beobachtungen lassen eine Gr6Benordnung am 90--125 mg Hg ffir einen erwachsenen Mann nach B e e n d i g u n g einer gew6hnlichen mittelstarken Kur yon z. B. 40 Inunktionen a t s wahrscheinlich erscheinen. 14. V o n d e r A u s s e h e i d u n g w a h r e n d d e r Rem a n e n z p e r i o d e weiB man nur wenig, da tagliche Untersuchungen !angere Zeit hindurch schwer durcbzuffihren sind. Es scheint, dab die Ausscheidung kontinuierlich abnehmend vor sich geht, jedoch kann man bedeutenden Schwankungen begegnen. Auch yon der Dauer diAser Remanenzausscheidung weiB man n u t wenig. Oft hat man eine Quecksilberausscheidung noch nach vielen Monaten j a nach Jahren - - festgestellt. -
-
15. D i e Z i r k u l a t i o n s f o r m des Quecksilbers ist unbekannt. Yon d e n aufgestellten Hypothesen stimmt die Annahme der Zirkulation in Form einer Quecksilberalbuminverbindung am b e s t e n mit den auf den verschiedenen Gebieten gewonnenen Resultaten. Hiebei scheint es sich um eine Merkuriverbindung z u handeln. Das Gewebe des K6rpers scheint imstande zu sein, sowohl metallisches Quecksilber als Merkurosalze zu Merkuriverbindungen zu oxydieren. Die Zirkulationsform ist wahrscheinlich dieselbe bei allen in der Syphilistherapie angewandten Qaecksilberpr~paraten. 16. Die W i r k u n g s w e i s e des Quecksilbers im Organismus ist unbekannt. Es scheint jedoch unzweifelhaft,
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
I15
dal~ die S t a r k e d e r t h e r a p e u t i s c h e n W i r k u n g , die m a n in dora einzelnen Falle erzielt, u n t e r g l e i c h e n V e r h M t n i s s e n z u r Menge des z i r k u l i e r e n d e n Q u e e k s i l b e r s in e i n e m gewissen V e r h a l t n i s steht. S o m i t ist die R e s o r p t i o n s - u n d A u s s c h e i d u n g s g e s c h w i n d i g k e i t y o n d e r allergrSl~ten Bed e u t u n g ffir die p r a k t i s c h e A n w e n d u n g des Q u e c k s i l b e r s , und z w a r s o w o h l betreffs d e r D o s i e r u n g , als d e r W a h l des P r a p a r a t e s , d e r B e h a n d l u n g s w e i s e etc. 17. Es h a t sieh gezeigt, daft q u a n t i t a t i v e analytische Bestimmungen yon grol~er Bodeutung sind ffir die Beurteilung des Wertes einer Queeksilberkur, sowohl betreffs deren Indikationen im allgemeinen als far spezielle F~tlle.
Kap. V I I I ; Versuohsjournale und Tabellen. (We die Quecksilbermengen mit zwei Dezimalstellen angegeben sind, fund die W~gung mit einer Nernstwage, sonst mit elner Sartoriuswage statt.) A. Untersuchungen an Patienten.
J o u r n a l I. I n u n k t i o ~ s k u r 1. S. V. F. A. Q.: 9.2 Jahre, unverheirateter [tauskneeht, K. H. IV. 4./XI. 1913--14./1. 1914. D i a g n o s e : Syphilis Nov. 1913. Erosio indurata sulei eoronarii. J o u r n a 1: Nie frSher antisyphilitisch behandelt. T~gliehe Inunktion ~ $ g Ung. hydrargyri. Ertrug die Kur ausgezeiehnet. Keine Vergiftungsfalle, Temperatur normal. Ham albumenfrei. Kein Gewiehtsverlust. Das Gewieht der F~zesportionen wurde w~hrend der ersten Zeit nieht bestimmt. Ihre Menge und Konsistenz war sehr konstant: geformt, ca. 2--300 g. 6.~XlI. Rp. Inunktion ~ 3 g. 13./I. Venaepunktur mit Entleerung yon 100 ecru Blur, die 0-19 m g Fig enthielten. Davon enthielten 55 ecru Serum 0"08 rag, 45 ecru BlutkSrperchen 0'11 rag. l n u n k t i o n s k u r I. (T~gliche Inunktion k 3 g Ung. hydrargyri.) (Vergleiche umstehende Tabelle.) 8*
Lomholt.
116
o
@./XII. 18
960 900 960
2. 3.
94. 6. 6.
7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17.
18. 19.
800 12O0 1500 1040 960 12oO 1400 ! 11o0 IiO0 1300 ~1020 112OO [ 1260
21. 22. 23,
1240 [1840
24. 25. 26. 27, 2s.
[182o lO60 [ 1140 [12oo 11800
29. 80. 81. 82. 88. 34.
ss. $6.
87. 88.
1026 1025 1020 1026 1026 1020 1013 1020 1018 1017 1022 1025 1024 102! 1020 1026 1028 1026 1015
M.
0"81 0"44 081 0"30 0"25 0"67
0"5 1"0
0'88 0"96
2"4 1"4
2"50 1"17 1"14
1"4 1"1 1"5
0"8
-
[0.4]
--
0'3 0"2 0"6 0.9 0"7 17 9 0"8
--~ 9
8"1
2"7 1"6 1"5 2"2
1"5
6"6
1"56
1"2
0"97
0"5
2"1 1"7 2"0 2"1 2"1 2"2 2"5
0"4
3"9 1"8 2"0
1"14 1"29 1"89 1"84 1"75 1"69 2"45 2"94 2"60 1"69 1"67
1'7
1"19
1'4 1"7
0"93 P12
1 "8
1 "~0
1"33
1"7
1"8 0"5
1"9
2"2 60"7
4"1 1"6
2"1 [1"9]
[8"0]
0"9 0"7 0"6 O'4 1'4 1"4 1"7
2'0 I'5
1"86 1 "86 1 "05
1"87 0"92 1"19 1"88 1"40 1"73
[I"8]
1016-
I
0"8 0"4 0'8 0"3 0"2 0"8
1"6 1"5 I "5 1 "4
1022 1022 1022 1020 t 102O 10~5 1020 1022 / 15o0 1022 11O6O 1096 i1200 10~2 1420 1022 1022 i~5oo 1520 1025 110o0 1026 11660 1016 Insgesamt...
l H.
1025
lOOO 1021
11~oo 115o0 [II00 f12~o
20.
1022
225 300
0"4 0"5 1"0 0"7 0"7 0"8
gefermt geformt
8;
275 225 3OO 100 35O ;
I
1"0 O'6
[0"4J
_
h 21"8
1"9 2"8 1"7 2"5 2"1 2"5 8"1 2"8 2"9 8"8 8"0 4"8 2"7 8;0 2"8 1"8 1"7 2"9 2"2 82"5
I
Jeurnal 2. I n u n k t i e n s k u r P.: 48 Jahre, unverheirateter
2. Seemann.
K.
H.
IV,
24./L--I6.fltL 1914. D i a g n o s e : Ulzerierte Papeln am Penis. Papeln an den Tonsillen. J o u r n a l : Nie frfiher antisyphilitiseh behandelt. Tiigliche Inunktionen ~t 3 g Ung. hydrargyri. E r t r u g die Behandiung ausgezeichnet.
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
117
Keine Vergiftungserscheinungen. H a r n albumenfrei. 28./I. Rp. I u u n k t i o u ~Sg. Inunktionskur 2. i
2% I~ 14
I: 8. 9. 10. 11. 12. lg. 14. 15.
16. 17. 18. 19. ~!1. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 80. 31, 32. 33.
34. 35. 36. 87. 38.
41~ 42. 43. 44. 45.
1100 300 1100 900 760 700 1000 1500 1500 15r 2300 1400 1500 14(}0 1300 1000 1500 1200 1350 1350 700 850 I050 85O 1100 1060 140~) 1400 1310 1600 1220 1450 182~) 1800 2600 1150 1320 1600 1600 1860 1700 1650 1670 1600 1500
1028 1023 1020 1020 1026 1026 1017 1012 1014 1013 1011 1013 1009 1011 1015 1015 1014 1022 1010 1013 1022 1023 1021 1020 1021 1020 1016 1016 1016 1015 1016 1013 1009 1013 1011 1012 1015 1012 1015 10'~9
1013 1013 1012 1012 1015
Insgesamt.
0"55 0.33 0"09 0"33 1"05 1"14 0"70 0"67 0"53 0"53 0"30 0"43 0"73 0"48 0"62 1"10 1"20
10o 5O 150 150 200 75 125 2OO 2OO 175 175 25O 150 3OO lo0
1'5 ! 1'25
250 225 215 40 130 105 190
O'6 0'1 0"1 0"8 0"8 0"8 0"7 1"0 0"8 0"8 0"7 0'6 1'1 0"6 0"8 1"1 1"8
1"1 0"82 1"8 l 1"83 O'7 I 0'70 1"12 1"0 1"8 1"71 2"12 1'8 1"91 2"1 0"94 1"0 1"43 2"0 1"14 1"6 26 1"99 0"94 1"5 2"4 1"97 1"24 1"8 1"2 0"66 1"0 0"56 1"08 28 1"2 1"04 1"21 1"6 2"8 1'75 1 "37 2"2 1"84 2"5 2"7 1"59 3"0 ! 1"82 2.16 1"88 1"80 2"7
9 9 67"7
d~nn ge~rmt
a;;
1 100 200
Lalbdiina geformt
130
110 190 220 500 200 200 200 250 330 32'0 200 170 200 440 210 480
d~nn goformt
aalbdltnn geformt halbdfmn geformt d~un
06 0"1 0"4 0"4 0"7 0"5 0"4 0'5 0"9 0"7 0"1 1"1 0"8 0"5 1"7 0"8 1"2 1"1 1"1 0"1 0"8 1"1 0"3 0"4 0"4 0"3 0"4 0"4 0"6 1"0 1"2 0'5 0"4 0"3 0"6 0"5 1"0 0"9 0'9 0"6 0"5 1"5 0"2 1"1
1"2 0"2 0'5 0'7 1"5 1"3 1"1 1"5 1"7 1"5 0"8 1"7 1"4 1"1 2"5 1"1 2.6 2"7 2,2 29 0"8 1"8 2"9 2"1 2"5 1"4 2"8 2'0 3"0 2"1 3"4 3"0 1"7 1"4 8"1 1"8 2"1 8"8 3",1 8"4 8"8 3"5 5"1 3"2 3"8
29"1
96"8
118
Lomholt.
J o u r n a l 3. I n u n k t i o n s k u r 8 (Remanenzuntersuehung). H. H.: 95 Jahre, unverhelrateter Steinmetz. K. H. IV, ll./IX, his llo/XH, 1914. D i a g no s e: Ulcera indurata praeputii. MakulSses Syphflid, J o u r n a I: Nie frfzher antlsyphilitisch behandelt. 12./IX. Injektion Benzoat. hydrargyri 10 cg. 15./IX. Rp. 0uram inunetionis (8 g). 7./X. Sep. Curare inunetionis (29) wegen einer Stomatitis. 14. X . Die Stomatitis uagei~hr geschwunden. Rep. Curare inunetionis. ~ . , X . Sep. Curare inunction~. Von einer leiehteren Stofnatltis abgesehen, ertrug Pat. die Queeksflberkur get. Nie Temperatursteigerungen. H a m albumenfrei, 8 Tage nach AufhSren der Kur (fi2./X.) setzte untemtehende Remanenzuntersuahung ein. Inunktionskur 8. (80 Inunktionen 8 g, zum letztenmal vor 8 Tagen [~./X.]).
~
2.
1001) 110O 1050 9,~ 1100 1200 1350 950 110O
& 4. 5. 6. 7. 8. 9.~, 1~ 11. 12. 1~0 9 13. 14. 1~0 15. 16. 1100 17. 18. 1150 19. 20. 900 21. 22. 23. 24. 1150 25. Imgesamt
88. 89.
10t9 1018 1017 1024 1017 1018 1015 1017 1020
~
1"56 0"98 0"37 0-49 ~59 0"54 1"51 1'94 0"82 0"87 -
1"16 0'98 0"34 0-47 0"66 0"49 1"26i 0"92 0"86 0"79
150
0-%
0"~69
160
0"29
1"85
110 120
0"84 0"6~ 0"7~
150
0"98
150
140
0"11 0.18
1"21 1~I1 1"62 o 54 1'74 1'24 0"93 1"05
90
0"23
0"99
--
t 0"19
0"61
.
0.84
0"68
0"56
0"69
0"18
0"44
0-~42
1017
0"84
150
1017
0"13
150
1018 0"81 O'B4
90
0"q14 0.12
140 90
111"07 ]
950 "1617"I 0.55 0. 8 !1oootlo18 0 - 4 0 0.40
geformt
0"98
1~7
1017
,
6~
--
-E --
---
I
"
0"85 0"19 15"92 " I 4"85 0"66 0"11 0-11 0"51 [
0"21 0"19
J o u r n a l 4. M e r k u r i b e n z o a t 1. H. J. F. S, L.: 20 Jahre, Masehinist. K. H. IV. 8,flI.--ll.flIL 1914. D i a g n ~)s e : Ulcera indurata penis, Makul~ses Syphilid.
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organlsmus.
119
i
~
]
lung
4.flI.4Uhr 10 eg
/5./II. t4 2. i
. .
t i"
"
1020 1024 1090 10601fi00540 1020 1021 1019 1590 1017
150 geformt 125 20o knollig 175 geformt
1400 850
61 n.m.~4uh,. 104o
7.
.
/
10 cg
8 9.
10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20.
18.1E 1 U h r lq eg
24./~
1940 1080 950 880 940 1090 1420
1013 1091 1095 1023 1021 1023 1013
200 300 breiartig ? geformt ?
2440 1070 980 980 890 880
1014 1017 lOfiO lO91 1024 1024
125
? breiartig 200
105 105 125 45
-geformt
7"2 6"1 5"1 2"9 2"2 3'3 3'5 5"9 4"4 3'6 4'6 8"6 4"0
4 Uhr eg
21. 92. 28. 24. 25.
26. 27 28. 29. 30.
195
0"7 01"2 '91 1"4 0"6 1"1 1"5
~.IIIL 4 Uhr
1(~90 1022 1900 1016 1240 1020 98O 1023 1500 1015 1350 1015 900 1022 900 1020 8~0 1022 1000 1020
195 dfinn 310 ~reiartlg 90 dfinn 140 geformt 105 135
geformt
140 breiartig 120 dfinn
r
31. 32. 33. 34.
1600 840 1950 1600
1015 1020 101.8 1018
Insgesamt...
180 120
geformt
170 83"3 I
22"7106"0
120
Lomholt.
J o u r n a l 5. M e r k u r i b e n z o a t 2. L. P. L, A.: 22 Jahre, unverheirateter Sohustergesello. K. H. IV'. 17./VII.--6./IX. 1914. D i a g n o s e : Ulcers indurata glandis. MakulSses Syphilid. J o u r n a 1: Nie frflher antisyphi!itisch behandelt. Wurde mit wSchent]ichen I~ektionen yon 10 cg Merkur/benzoat (2o/oige LSsung) behandelt. Ertrug die Kur gut. Keine Temperatursteigerung. Ham albumenfrei. Kein Ge~viohtsverlust. M e r k u r i b e n z o a t 2.
19"76 t 57"94
Die Zirkulation des Queeksilbers im Organismus. i
i
~
lung
29.
Konsistenz
~ 9
~bertrag.. [9./]1|. t4
,1,,
i
Q
121
t5"l~
~
L2"76
57"94
15 [ i i i . I hr IC e g
,
~00~ 1940 1600 1360 1100 780
1012 1020 1018 1012 1015 1020 1024
1"24 0"37 0"47 0"36 0"24 0"30 0'78
0"62 200 geformt 0"37 140 -0"38 0"23 0'18 180 0"97 1"00
[ 9340 1780 880 800 660
1015 1017 1021 1021 1021
9"24 4"74 3"89 3"42 2"64
3"95 165 halbdfinv 2"66 3"85 4"28 4"O0 geformt
31. 32. 38. 84. 35.
0"79 0"66 0"36 0"50 1"05
2'03 1"03 0"47 (~72: 0"74 0"30 1"83~
2~.] ~ I l l . 2 U h r 10 cg[
36. 37. 38. 39. 40.
Insgesamt.
Journal
72"37
3"08 0"34 0'13 19"67
6. M e r k u r i s a l i z y l s ~ u r e a n h y d r i d
19"39 4"74 3"73 3"42 2'77 92"04
1.
V. Th. V. S.: 39 Jahre, unverheirateter Dampfschiffsfeuermann. K. H. IV. 4./IX.--29./IX. 1914. Diagnose: Paresis musculi levator, palpebrae sup. et museuli recti sup. sin. MakulSses Syphilid. Journal: Nie frfiher antisyphilltisch behaudelt. Wurde mit Injektionen ~ 8 cg Merkurisalizyls~ureanhydrid (16~ ()|emulsion} jeden 5. Tag behandelt. Mehrmals leichte Vergiftungsf~lle (so dab die Gaben vermindert werden muBten), zweimal als Diarrhoe, einmal als Stomatitis auftretend. Kein Gewichtsverlust. H a m albumenfrei. Keine Temperatursteigerungen. 8./IX. ein paarmal dSnne Abf~hrung (leichte Blutbeimischung). 13./IX. breiartiger und diinner Stuhl 10real. 16./IX. Darmfunktion in Orduung. 18./IX. Stomatitis. 96./IX. enthielten 170 ecru Blur 0"17 mg Hg. Merkuris alizyls ~ureanhydrid (Siehe folgende Tabelle.)
1.
Lomholt.
122 !
t~ ~
lung
~ Konsistenz
~
~/~
~i ~
6./IX. ISUhr I InJ..&lle. hydr. 8 cg
~20
T,/lx. u
1009 1018 1018 1014 1020 1015
6"03 2"56 1"~ 0"47 0"69 2"12
1"71 160 geformt 0"~5 2"18 100 -0"65 1"34 860 dfinn I 0"20 0"48 110 -0"11 0"69 500 sehrdfmn 0"05 1"47 110 geformt 0"50
2620 920 1980 1780 1800 fi200 1710 1720 1800
1012 1~12 1010 1012 1011 1015 1010 1014 1010
5"87 1'21 0"60 0"50 0"64 1"86 1~)~ 1"14 0"84
205 1"82 0"80 0"28 0"86 0"62 0"60 0"66 0"47
1160 1820 1950 . 800 26./IX~4 Uhr 1950
lo10 10t0 1018 1015 1018
5"30 8"04 0"78 0"36 0"53
4"57 150 -- , 1-66 0"40 IO0 breiartig 0"45 - . 0"27 840 breiartig
1010 1012
5"16 1"48 3"21 1"67
2.
.
1200
8.
.
1000
4. 1100 5. 1000 6. ~ . / t x ~ v~r 1440 8 r
7. 8. 9. 10. 11. 12. 18. 14. 15.
. . . . . 9 2L/IX~ 4 Uhr $
16. 17. 18. 19. 20"
6"98 8"91 1"54 0"58 0"74 9.82
i
420 410 60 820 ~ 880 60 240 270
breiartig I -geformt[ -" I dfinn geformt breiartig --
8"89 1"40 0.94 1"87 -0"48 0"47 1"89 1"82
8"76 2"61 0"84 2"87 0"64 1"64 1"49 2"28 2"16
1~)~ 0"79 -0"34
6"82 8"04 1"57 0"86 0"87
0"51 --
5'67 8.91
cg
6 eg
21. ~. "
.
Journal
3600 1920
50i geformt --j .
7. M e r k u r i s a l i z y l s i i u r e a n h y d r i d
O. B.: 93 Jahre, 30./XI. 1914.
unverheirateter Tischler,
9. K. H. IV. ~./X.--
D i a g n o s e : Papeln am Penis, Skrot~m etc. Journal: Wurde mit Injektionen ~ 8 cg Merkurisallzyls~iureanhydrid j e d e n 5. Tag behandelt. Mehrmals leichtere Vergiftungen, tells als Diarrhoe, tells als leiehte Stomatitis auftretend, weshalb die Gaben vermindert werden mul~ten. H a m albumenfrei. Geringer Gewichtsverlust. Keine Temperatursteigerung. 5./X. 8real b h t i g e r , sehleimiger StuhL 6.IX. kein Stutd. 26./X. leichte Gingivitis. 29.1X, Venaesectio (185 cczz B h t ) enthielt ~ 0'08 mg Hg (starke Eindampfung der Analyse).
Die Zirkulation des Quecksilbers ira 0rganismus. Merkuris alizylsi~ure anhydrid
Behandlung
~
S_ ~
2.
Kon.iste
-~ ~ m~
e~
! I 3.IX. 10~/~ I Uhr 10 eg
4,/L
I
1420 ] 1028 5"65 , ) diinn 980 1022 1"291 1520 1020 0"80 820 1020 0"61 0"74135(} gefor~ eformt 700 1019 0"8~ 0.49 / ,~d~,~ 1180 1023 0"64 0.54116c) halbcifi]
2.
8. 4. 5. 6.
o~a
6"58 1"29 0"8C 1"9~ 0"34 1"37
1'68
0"76 1"05 0"7C 0"84 2"63
i"3"8
Uhr 5 cg
1550 1520 1860 1280 1460
7.
8. 9.
10. 11.
I I I [ /
1016 lo13 1015 1018 1017
I 101~
0"70 0"52 0"70 0"47 1~0
) geformt }
1540 [ I 1020 ] 1700 1480
1018 1018 1015 1019
1"34 1'58 0"81 0"86 0"73
i 246(2 1550 1200 I 1840 1700
1017 1012 1020 1018 1012
7"32 4"62 3"36 2"40 5"68
22. 28. 34. 25. 26. 27. 28. 29. 80.
180011017 1880 1013 1080 1017 1440 1014 2840 1014 1400 1013 1440 1018 1500 1013 1600 1018
9"20 3"70 2"64 2'78 2"98 1'58 244 2'121 1"80
34.
Insgesamt. 70"66 1620 t 1013 1"58 0"98 260
12. 18. 14. 15. 16.
:
I 1640
geformt
07o
)
19.]X. 4 Uhz
17. 18. 19. 20. 21.
7'5 mg
i
I
: I 24./X. 11 Uhi 10 cg
174
halbdfn~
374
1"34 1"58 2"05 0"86 1 33 7"32 8"06 8"36
6.72
5"68
I
) 1"97 i . 244 1 ~ dfinn 1"93 - 1 27 1"13 ~ halbr 1"69 1"41 1"18
1"97
1.~sl
0-77
16"39
diinn
0"10
11"17 3'70 4"02 2"78 2"98 2"45 2"44 2"12 1'80 87 '05 1 "68
J o u r n a l 8. K a l o m e l 1. C. T. L.: 24 Jahre, unverheirateter Maler, K. H. IV. 28,/III.-1.IV. 1914.
D i a g n o a o : Exkorierte Papeln am Penis. MakulSmea Syphilid. Journal: Nie frSher antlsyphilitisch behandelt. Wurde mit Kalomelinjektionen h 5 eg (in 20% ()lemulsion} jeden 5. Tag behandelt.
124
Lomholt.
Ertrug die Kur gut, ohne Vergiftungsersoheinungen trod ohne lokale oUnannehmliohkeiten. Doch trat im Ansohlu~ an eine einzelne Injektioa (21./4,) ein Symptomonkomplex auf, der der ,Grippe mercuriale a sehr ~hnlieh war. Bei dieser Gelegenheit Und auoh einmal spAtor eine kurzdauemde Temperatursteigerung, sonst normale Temperaturen. H a m .albumenfrei. Bedeutender Gewidhtsverlust (80./1II.--28./IV. 8500 g). Kalomel 1.
t "- :t
,,],,~ l: ~ = = ,,.I ~ 1: t
'~3./!1I.4Uhr InJ.Kal.5cg
I ~ {~,~ {
1
0.38 0"43 0"60 0"96
0"78 0"59 0"78 1.i2 0'25
0"86
2a. t 24, ! 25. I
26. 97.
28. 29. 30. 31. 32.
980 ( 1012 {2"76 2"76 12"89 150 1 geformt 870 i 1017 2"20 2"53 260F dfinn
23"/lV~ ~ .52Uhr , 0 g i710~
'
.
.
0"41 0"58 0"66 0"07 1"06
Oll
1,09 0 "49 1"15 1"89
2"12 0"57 1"44 0"60 1"49
2"05 1"12 0"14 0"68
2"93 1"94 1"24 2'96 2,20
1"02 1"14
3"27 4"15 2"97 4"64 3"34
1"88 1"14
i lO~5 { 22.Oli Oli2.Ol
1-49 1 - 3 o lO20 11-491 1022 ] 1"55 1"55 '~1.55 27ol 1020 / 2"11 i 3"01 i 160 -2"75{ 3"44 210 hMbdfim 800 101T 12"751 12oo lOlO {2"28 {1.90 1 70[ geformt 900 { 1015 !2"00 2-00 I 2,29 500 { dilnn {Blur { [Insgesamt . ]40'63
o.~8
0"66 0'30 0"63 0"60 1"20 20'44
2"01 2"37 2"21 2"41 3"88 2"88 5"20 61"07
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
12,~
J o u r n a l 9 K a l o m e l 2. N. P. R. P.: 21 Jahre, unverheirateter Koch. K. H. IV. 4./VII. bia 31./VI1. 1914. D i a g n o s e : Ruptura indurata frenuli. J o u r n a 1 : Nie frtiher antisyp.hilitisch behandelt. Wurde mit Kalomelinjektionen ~ 5 cg (20~ Olemulsion) jeden 5. Tag behandelt. E r t r u g die Kur gut, abgesehen yon cinmaligen Symptomen einer , G r i p p a mercuriale" (28./VII.). lqie Temperatursteigerung, noch Albuminurie, dagegen ein geringer Oewichtsverlusr (7./VII.--28./VII. 1800 g). Keina lokalen Unannehmlichkeiten. K a l o m e l 2.
i Konsistonz
1 o~ 'I.YII, 14
2.
t
2 Uhr 5 cg 1
3. I 4. 5.
7. 8. 9. 10. 11.
.
"
i . 2 17/VH.
640 1200 860 920 1000 820
1025 1025 1022 1028 1027 1026
0"05 0"05 0"]0 0"07 0"50 0"15
0"08 0"04 8601 geformt 0"12 1 0 0 1 -0"08 140 I -0"50 9 0 I 0"18 1101 --
750 900 900 700 740
1034 1030 1034 ]039 1030
0"41 0"14 2"82 1"64 1"03
0"55 4111 0"16 2601 3"13 2"34 1501 1"39 1201
1900 1000 840 1000 lO00
1030 1080 1030 ]030 1030
0"25 0"43 0"27 0"51
0"05 0"86 0'85 0"50 0"77 0"66
--
0"35 0"58
---
0"24
0"76 0"72 2"82 2"15 1"27
0"96 0"~0 120 -1"44 1"44 60 __ i 1'23] f 1"46 160 1.1611.16 SO halbdiinn 1'28 1"28 170 geformt
0"80 0"28 0"47 0"19 0"28
1"76 1"72 1"70 1"35 1"56
1"88 [ 2"09 140 80 2"42 ] 2"42 150 a.58j 3.98 70 2"18 1 1"79 120
0"41 0"80 1"01 0"68 0"49
2"99 1"58 8"43
3.06 [ 2.55 820 geformt 2.o2 / 1.35 180 2.2o ] 2.50
0"82 0"46
---
U h r 5 eg
12. 18. 14. 15. 16. 22.~r1I. 2 U h r 5 eg
17. 18. 19. 20. 21. 27.;VI1. 2 U b r 5 cg
22. 23.
24. 25. .....
.
900 1025 1000 }1050 1000 1022 900 1025 1220 t ] 0 2 0 X 120011025 1500 ] 1032 880 1022 1020 1022 ]Insgesamt.
1"28 [ 1'28
1 " 4 4 / 1 "41
133"09I
i 19-0
--
4"96
2"67
3"88 2"48 2"20 1"84 0"40 9"54 42"63
Journal 10. O1. c i n e r e u m . N. P. D. N.: 23 Jahre, unverheirateter Arbeiter, K. H. I V . 20./III.--29./IV. 1914. D i a g n o a e : Syphilis. August 1911. Cicatrix indurata .penis. Journal: Vrlinere Behandlung: Neujahr 1 9 1 9 : 3 0 l n u n k t i o n e n .
126
Lomholt.
~Sommer 1 9 1 2 : 8 0 Inunktionen. N e u i a h r 1 9 1 8 : 4 0 I n u n k t i o n e n . Dezember 1 9 1 4 : 4 0 Inunktionen. W u r d e w/ihrend des K r a n k e n h a n s a u f e n t h a l t e s m i t I n j e k t i o n e n ~ 10 cg O1. cinereum (MSller) j e d e n 5. Tag behandelt. E r t r u g die Kur ausgezeichnet, h u t einmal eine leiehte Stomatitis. Nie Temperatursteigerung, noch Albuminurie. Kein Gewichtsverluat. Teilte ein p a a r Monate sp~ter mit, daft er, ohne welter b e h a n d e l t worden zu sein, bei strenger A r b e i t (Erntearbeit) yon einer hefligen Stomatitis be'fallen wurde. 15./IV, leichte Stomatitis. 01. e i n e r e u m . b Behand: lung
i ~
mT.lIll 4UI I0 eg
28. [IL 14
500 17,,o 7OO 2100 23OO
!
~ 2.1IV. 4 ~
1020 0.10 1014 0"80 1020 0"30 1020 0"30 1015 0'20 1015 0"30
0"20 0"17 0"48 0"14 0~)9 0"17
-190 halb'diinn 200 -850 180 -170 geformt
0"05 0"05 0"25 0"84 0"28
0"10 0"35 0"35 0"55 0"54 0"58
1020 0"40 0"18 10 0 0"85 0"20 1020 0"94 0"44 1020 10"61 0"31 10'22 0"51 0"28
300 halbdfinn 0"52 laO g e f o r m t 0"13 800 dfinn 0"62 150 0"09 200 -0"12
0"92 0"48 1"56 0"70 0"68
1700 2-'(;0 1840 1580 1750
1020 1020 1022 1020 1020
150 170 270 180 180
0"10 @11 0"10 0"12 0"06
0"82 0"57 0"63 1"95 2"82
1840 1'~80 2140
1020 2'34 1"75 260 g e f o r m t 1018 3 2 4 1"64 100 .1015 3"~2 1"69 200 -: 1015 4"00 1"67 300 h a l b d f i n n 1014 4"38 1"46 - 1016 3"00 1"67 330 --
0"48 0"50 0"78 0"19
2"R2 3"74 4"35 5"19 4"38 3"87
1280
10 ~g
7. .
lO: 11.
[
: . 7.11V. 4 Uhr I0 cg . . . . .
12. 18. 14. 15. 16.
92~0 1740 2140 1~,00 1840
12.1IV. 4Uhl
17. 18.
lo cg . .
21!
.
24~ 29,
. tS.lIV. 4Ut
aooo
1~00
0.72 0"46 0"53 1'83 2"76
0"42 0"20 @29 1"16 1"58
dfinn -----
0"87
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28. : 24. i
2100 1.00
25. !
15oo
26. '
1500
27.
ms./IV".4Uhr 1600
1012 1012 1013 1016 1015
3"35 2"1~ 1"50 1"47 1"28
1'40 1"~2 I'O0 0"98 0"80
1016 1018 1017 1015
0"89 0"66 0"76 0"63
0"59 0"41 20 0"41 0"45 100
a-a5 160 geformt 270 halbdiinn 170 geformt 170
0"44 0"94 0"79
1"05
2"69 2"44 2"26 2"83
10 cg
2~. 29. 80. 31.
. .
1500 16' 0 1840
2S.lIV.4Uhr 1400
m
geformt
0"56
0"89 1"09 0"76 lq9
t10.92
0"82 55"65
0"48
I0 eg
32,
1800 1013 0"82 0 4 6 I n s g e s a m t . [44"781
Die Zirkulation des Quecksilbers ira 0 r g a n i s m u s . Journal
127
11.
J. P. H. : 22 Jahre, u n v e r h e i r a t e t e r Kommis. K. H. IV. 7./I. bis 19./I. 1914. D i a g n o s e : Ulcus indurat, sulci coronarii. J o u r n a 1: l~ie friiher antisyphilitiseh behandelt. 8./L Rp. Unguent. hydrargyri (3 ~). Da es sieh zeigte, daft Pat. ein unzuverl~ssiges I n d i v i d u u m war, wurdo die Untersuehungsreihe u n t e r b r o c h e n .
9./I~ ~4.
800 10~0 1300 1020 1180 1015 880 1021 680 1027 1380 1017 1020 820 68O 1025 820 1017 Insgesamt . . .
7.
0"6 0'3 0"4 0'5 0'3 0"5 0"3 0"3 0"5 3"7
Journal
27-5
geformt
275 -150 -250 1O0
0~4 0[2 0~7 -07 0"7 2"7
o-61
0"7 0"4 / 0"7 0"3 1"2 0"3 1"0 1"2 6"4
12.
A . S . : 29 Jahre, u n v e r h e i r a t e t e r Arbeiter. K. H. IV. 27./1I. bis I . I u 1914. D i a g n o s e : Syphilis Mai 1913. MakulSses und papulSses Syphilid. Papulae ad fauces. J o u r n a 1 : Frfiher behandelt : Sommer 1913: 8 I n u n k t i o n e n ~ 105 cg Merkurisalizylsiiureanhydrid. J a n u a r 1914 : 47 Inunktionen. 28.'II. 1914 Rp. Ung. hydrargyri. 21./IlI. die P a p e l n an den Fauces unver~ndert. Cont. inunetiones (22). Die Quecksilberausseheidung mit H a m u n d Stuhl wurde zu Ende der Kur an 3 Tagen untersueht. Das klinische Resultat der Kur war u n g e m e i n gering, da sich die Papeln noch nach 30 I n u n k t i o n e n nachweisen lie~en. Es zeigte sich denn such, da~ die gefundenen Quecksilbermengen bedeutend geringer waren als gewShnlich.
g~
!28./III. 14. : 29./III.
I
3o./nL I
1600 1009 1,r 20 1008 1600 1006 Insgesamt
1"2 1"1 1"0 .3"3
o
knollig 6O
0"16 O'46 0"62
Ia61
1"56 r l'f~O ! 8"92 I
128
Lomholt.
Obersichtstabelle Ober die Queoksilberaus$oheidung n
.pn
1. Per~ode. Mit d e m H a m ause~sc~e~en~ ~ . . . . . . . . z , Stuhl I m ganzen ~ 1 7 6 1 7 6 2.
--
Mit d e m H a m , ~ Stuhl Im
8.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
--
~
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~
--
~
--
,
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1
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M~t d e m H a r n , , Stuhl Im ganzen
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,
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Mit d e m H a m Stuhl Im ganzen
.
Mit d e m H a m , , Stuhl Im ganzen
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6
6
1
1
6
7
6
6
6
1
z) Die Z a h l e n b e z e i c h n e n die a u s g e s c ~ i e d e n e n M e n g e n der i a G e ~ m t a u s s c h e i d u n g w ~ h r e n d e i n e r 5 t ~ g i g e n Periode. W o dies n l c h t d e r der b e t r e f f e n d e n P e r i o d e b e z e i c h n e t .
D a u e r d e r K u r in T a g e n . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gesamtausscheidung w~hrend der Kur m]t dem Ham . . . . . . . , . , . , Stuhl . .- . . . . Inegesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GrS~e d e r F ~ z e s a u s s c h e i d u n g i m Yerh~l~nia z u r G e s a m t a u s a c h e l d u n g Durchechnittliche Ausacheidung pro Tag . . . . . . . . . . . . . Davon ausgeschleden im Stuhl~ ro Tag . . . . . . . . . . . . . G e s a m t m e n g e yon i n j i z i e r t e m n g . . . . . . . . . . . . . . . . D a v o n auegeschieden w ~ h r e n d d e r K u r . . . . . . . . . . . . . .
7
7
6
6 6
7
1 1
6
7 7
1
1
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6
6
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.
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6
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7
7
.
~
-
,
.
o
~
Mit d e m H a m , . Stuhl Im ganzen
.
~
,,
,
.
~
,
Mit dem H a m , . Stuhl Im ganzen
. . . . .
,
Mit d e m H a m ~ Stuhl Im ganzen
Mit dem H a m , , Stuhl Im ganzen
.
6
1
6
7
6
7
6
6
7
Die Z i r k u l a t i o n des Quecksilbers im Organismus.
129
in verschiedenen Stadien der Behandlung etc?) Merkm'ib e n z o at _ Ms R e rukruerains ha yl idzryi ld-
nunktionskur 2.
1"5 1"4 2"9
1"9 2"2 4"1
6.1
4.1l 4"98
4"~
10"3
8"0 7"1
0"52 5-50
7 "4 8"5 10"9
3"8 3"7 7"5
2.95 1"05 4"00
8'9
7 "3
2"4 11"0
4"2 11"5
1"30 1"72 3"02
8"9 2"2 11"1
7"4 2"7 10"1
0"70 1"00 1'70
992
8"7
91
10"8
9
I
3.
1.
1,
3"99 9"48 6-47
I
[6 T a r
6 Tage]
[7 Tag~
2(} 9
11"24 3"22 14-46
2 T:
[7 Tag~
4 1 5
14.75 1.84 16"59
"3~ .14 "5i
6 "l'J
[6 Tag1
:as
5 5 31
15-04 4"47 19"51
IOT~
[8 Tage
9 1 0
3"76 3"36 7"12
8"31 "9< -21
9"2 3"4 12"6!
i'7
10"3
3"39 1"94 2"531 2"15 5"92 4"09 5"32 1"84 7"16
3"62 2"53 6"15
"0: "1~ "1{
~3"38 4"76 ~8"14
7'28 3"99 1"27
"3~ "5~ '8~
~1"30 3"35 14"65
3"19 5"18 8"37
7"94 0"87 8"81
9"91 2"47 12"38
123"43 3"55 6"98
~'8 ~'8 L'6
II
9"33 ! 0"41 3"04 i 2-a2 1 2 " 3 7 2"73
7 T~
/i [ l! 01. c i n . |
2.
13"2: 2 "4~ 15"6~
4"15 2"23 6"38
[5 Tago]
!!+
1.
4 3 7
LI
2"1
2.
Kalomel
: 'Page]
.
4"28 1"80 6"08
[2 Tage
I1
14"2 15'0 3"9 18"9
J o u r n a l 1 - 1 0 besurochenen P a t i e n t e n . In der Regel bezeichnen sie die F a l l ist, wird d i e ' D a u e r d e r Periode durch p a r e n t a l i s c h e A n g a b e u n t e r t) Die Z a h l e n sind durch Interpolation berechnet. Immktt,mskur 1.
6•)8. 7 21"8 82"5 26'2*/~
2"17 0"57
2.
I
Merkuribonzoat 3.
|.
2.
~ [ 25 11"07 29"11 4"~5 22"7 19"6' 9 6 8 15"92 106"0 92"0~ 30"80/0 32"7% 21"4% 21"4( 2"15 . 3"1f 2"3( 0"65 0'6; 0"4! .217"8 261
Merkurisalizylsiureanhydrld L
ii48"8% as.a, A r c h . f. Defrost. u. ~,yph. Bd. CXXVI.
2,
3o
5
15"18 59"45
70"66 16"39 87'05
25.5~ 18.8,/ 2"70 %?
2"90
%5
t.
I~d:_Ai__
40"63 ~83"09 I14478
20-44
9.54 tJ10.92
61"0 142.63 1155"65 33.50/0] 22.40/ 19-6o/ 1.91 1-71 1.74
o.64t
243 38"6*/, 49'4o/ 25"1~
o'a~N 0.34 202'5 /I 576 21"5*/of 9"6~
130
Lomholt.
J o u r n a l 18. A. C.N.: 25 Jahre* unverheirateter Seemann. K.H. IV. 8./XII. 1913 his 9.]I. 1914. = D i a g n o s e : Ulcus indurat, sulci coronariL J o u r n a l : Nie frfiher antisyphilitisch behandelt. 9./XII. Rp. Inj. benzoat hydrargyri. 15 cg. Die ~Queeksilberausscheidtmg mit H a m und Stuhl wurde a n den Tagen unmittelbar nach der ersten Injekt~on untersueht.
10 /
13
i'i/xfl.
12./XII
2600
'i
82o
]:
520
14./Xli. i
540 I-m-ge~am-t.
1017 i
lO18 I ~ 1
1019 i 2.4
ea.~ol-
lO2511.7 j : . 15"0
?
-
l
:v~
--
I 4~
2"4
I ? { 1"7_{ ~'~
18"3
I
J o u r n a l 14. I. N.: 21 Jahre, unverheirateter Sohli~feuermann. K. H . IV. 7./XII. 1913--9./[. 1914. D i a g n o s e : Ulcus indurat, gland.is. Journal: lqie fr6her antisyphilitiseh behandelt. 8 d X I L Rp, Inj. benz. hydrargyri. 15 cg. Die Ausseheidung mit Stuhl und H a m wurde an den Tagen unmittelbar naeh den ersten Tagen untersucht. g @,.~
.
.
~r
9.fXII. 13. IO./XIL ll./XII. 12./XII. 13./XII.
tqo
1280 1014 1000 1018 1000 1028 880 1022 1220 1020. Imgesamt . . .
1"25 1"10 1"30 0"50 1"80 5"45
800 --ca. 200 --
halbdfinn
1"1 --
knolllg
0-6 --
1-7
~'85 1"10 1"30 1"10 1,80 7"15
J o u r n a l 15. A. O. R. P.: 89 Jahre, verheirateter Zimmermann. K. H. IV. 21./III.--8./IV. 1914. D i a g n o s e : Ulcus indurat, sulei coronarii. Journal: Nie frfther antisyphilitisch behandelt. 22.flII. Rp.
181
Die Zirkulation des Quecksilbers im 0rganismus.
Curare inunctionis (8 9). Sep. inunct. (1)Erythema mercuriale. 25./III. Rp. inunctiones. '28. I I L Sep. inunctiones (4). Rp. Injectio Kalomel 5 cg. 8.flV. Injectio Kalomel Nr. 2. Die Ausscheidung durch Ham und Stuhl wurde naeh den Kalomelinjektionen an den Tagen yore 28./III.--7./IV. untersueht.
28.]I~:14. 8.
6: 9:
10. I1.
820 lO25 970 1022 800 1025 8~0 1028 1027 700 680 1028 950 1~;25 1025 720 260 1023 750 14)26 920 1025 Insgesamt .
.
0"8 03 0"2 0"3 0"5 0"3 0"4 0"55 0"2 0"25 0"41 3"71
260 280 120 400
geformt halbdiinn breiartig
0"52 0"49 0"59 0"87
fro
160 310
halbdiinn breiartig halbdfinn
o. 6
410
breiartig
180
0"82 0"79 0"59 1"17 0"50 0"36 0"44 O-riO 0"20 0"44 0"53 6"44
0"O4 O'O5 0"12 2"78
J o u r n a l 16. J. A.: 55 Jahre, unverheirateter Betonarbeiter. K. H. IV. 7./IL bis 1 9 . / I I I . 1913. D i a g n o s e: Syphylis (Oktober 1912). Stomatitis mercurialis. J o u r n a l : Friihere Behandl,ng: 8./X.--3./XL 1912 40 lnunktionen ~ 1~ cg Merkuribenzoat intramuskul~ir Sodann ambulant 5 intramuskul~re Injektionen yon 0l. cinereum ( M S l l e r ) ~ 10 cg: den 21. XIL 1914--30./XII.--6./L 1915-20. I.-27./1. Ca. 1./II. beginnende Stomatitis t . I . Bei der Aufnahme ins Krankenhaus 7./II. sehr heftige Stomatitis mit Nekrose der Gingiva uud Wangenschleimhaut. Tp 38"1, Ham Albumen ~ Diarrhoe. Die Ausscheidung mit Harn und Stuhl wurde untersucht, namentlich war die Ausscheidung durch den Stuhl eine sehr bedeutende. In ein paar Fiillen wurden 2 F~zesportionen zusammen analysiert Die F~izesmengen wurden leider nicht gewogen. Datum
Harnmenge ccHt
Hg-Gehalt mg
Hg-Grohalt im Stuhl mg
G~esamte ~Hg-Aussche|dung mg --i
10. XII. 11. 12. 18. 14. 15.
1220 1800 1280 1520 1900 2020
16.
1350
17.
2080 Insgesamt
60
5"3 2"8 2"0 6"0 40 2"2 1"1 .
.
28"9
2"0 keln Stuhl 6.0 8'6
:oj8.6
8"0 5"3 8"3 5"6
8"0 5"6
S0 16 16'5
45"4
9*
132
Lomholt.
J o u r n a l 17. T. K. P. K. : 54 Jahre, unverheirateter Nachtw~chter. K . H . IV. 81./XII 1913~8./IV. 1914. Diagnose: Syphilis (August 1918). W a s s e r m a n n q- (5.I.). Hydrargyria eutanea. 13./III. neuer Ausbruch schuppender Papeln am Kfrper, an den Volae und Plantae. W a s s e r m a n n -p (19./III.). J o u r n a 1: Antisyphilitisch behandelt September 1913mit 28 Inunkt.ionen ~- 5 Stiehkuron (ungewi~ weleher Art, wahrseheinlieh gelSstes Salz). Die letzte Inunktionskur hatte vet 6 Woehen stattgefunden. Vor 8 Woehen rote, sehuppige Dermatitis, die bei der Aufnahme ins Krankenhaus den Charakter eines Erythema mereuriale universeller Ausbreitung hatte. Die Haut iiberal] ~rot, verdiekt und ekzematSs, an mehroren Stellen Feuehtigkelt absondernd und senoribedeekt." Ham ~ Alb. Diarrhoe und Stomatitis. W a s s e r m a n n : ~ . 6./I. ist die Atfektion noch immer sehr stark hyperRmisch und schuppend, an mehreren Stellen Fl~ssigkeit absondernd. 29.]]. noch starke Hyper~mie, abet n u t geringe Abschuppung. H a m @ Alb. 5./II. die Haut abblassend. Die Temperatur zum ersten Male normal (frfther stets 38"0--38"5). 2./III. Es zeigt sich nunmehr gesunde Haut. 13,/III. Ausbrueh yon sehuppenden syphilitisehen Papein. W a s s e r m a n n ~ . Wurde an einem einzeinen Tage nach sechswSchentliehem Krankenhausaufenthal~ untersuchi, tells um die gestellte Diagnose zu verifizieren, tells um einen Eindruek yon der GrS~e der Remanenz zu erhalten. Die gefundenen Werte waren recht grol$, namentlich wenn man sich erinnert, dal~ zu den Injektionen wahrseheinlieh 15sliehe Quecksilberverbindungen angewandt worden waren; sie harmonieren aber reeht gut mit dem Bild der sehweren Hydrargyrie und der negativen W a s s e r m a n n - Reaktion, die spRterhin w~hrend des neuen Ausbruches msitiv wird.
5.M. 14.
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0.5
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dfinn
11!=I
J o u r n a l 18. S, A. J. C.: 18 Jahre, unverheirateter Kellner. K. H. IV. 12./X. bis 93./XI. 1914. D i a g n o s e: 8 Uleera indurata praeputiL MakulSses Sypbilid. J o u r n a I: Nie friiher antisyphilitisch behandelt. 18./X. Rp. Inj. Merkuribenzoat 10 cg. 14IX. Rp. Curare inunetionis (8 g). 94./X. Erythema mereuriale, vor 3 Tagen entstanden. Wurde nur an e~uem ein. gelnen Tage unmitteIbar ~acb dora Ausbrueh einer Hydrargyrie untar-
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
133
sucht, um womSglieh besondere Verhi~ltnisse bei der Ausscheidung w~hrend dieaer Vergiftung zu priifen. Die gefundenen Werte waren ungemein klein.
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-
24./X. 14.
740
1020
0'18
340
breiartig
0"11
0"~9
Journal 19. T. E. N.: 25 Jahre, unverheirateter Chauffeur. K. H . IV. 23./XIL 1913--6.flY. 1914. D i a g n o s e : Gonorrhoea acuta 2. Arthritis gonorrhoica. Journal: Nie antisyphilitiseh behandelt. Bettliigerig bis 6./III. Die Ausscheidung in H a m und Stuhl wurde, um die Gr6fle der resorbierten Quecksilbermenge ermessen zu kSnnen, an einem einzelnen Tage untersucht, nachdem P . einen Monat, ohne selbst mit Quecksilber behandelt zu werden, in einer Krankenstube mit 10 Betten gelegen war, we fast a l e 5brigen Patienten mit Inunktionskur behandelt wurden.
22./I. 14.
1450
1015
0"8
0"55
200
breiartig
L
0"5
1"8
Journal 20. R. As. K. 0.: 24 Jahre, unverheirateter Schiffsbauer. K . H . IV. 25./IX.--26JXL 1913. D i a g n o s e: Gonorrhea 2. Journal: Nio antisyphilitiseh behandelt. 24./XL Wohlbefinden. Die Ausscheidung in t t a m und Stuhl wurde an 2 Tagen untersucht, naehdem Pa~. 9 Monate in einer Krankensiube mit 10 Batten gelegen war, we die Mehrzahl der Patienten mit Inunktionskur behandelt wurde. I
s
I ~ / x i . 18. 1800 aa./xi. 810 Insgesamt
0"2 0"1 . . . 0"8
0"11 012
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geformt
0"5
0"7
--
0"1
0'5
0'8
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Lomholt.
J o u r n a l 91. V. 3& J.: 24 Jahre, unverheirateter Kellner. K. H, IV. 19./VIIL 1914 bls 24./II. 1915. D i a g n o s e : Gonorrhea acuta fi (posterior). Prostatitis. Arthrit. gonorrhoiea 1)edis utriusque. J o u r n a l : Nie antisyphilitiseh behandelt. Die Auncheidung in Ham und Stuhl wurde an 2 aufeinander folgenden Tagen untersueht, nachdem der Pat. voile 2 Monate in einer Krankenstube mit 10 Betten gelegen war, wo die Mehrzahl der Patienten mit Inunktionskur behandolt :warde. E
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1,~8Ol 1 o ~ 1 o ~ 1 Insgesamt...0"62
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t 0"73 I 1"85
J o u r n a l 92. A. Th. S.: 20 Jahre, unverheirateter Kellner. K. H. IV. 29,/~II. 1918--~8./I. 1914. D i a g n o s e : Syphilis ignota, W a g s e r m a n n -I-. J o u r n a l : Nie antisyphilitisch ~ behandelt. 80./XIL R e p . C u r a m inunetionis 8 9- Naehdem Pat. 30 Inunkti0nen erhatten butte, wurde die Blutkonzentrstion am 21./I. 6 Uhr nachmittags unter6ucht. Gleiehzeitig wurde die an den beiden darauf folgenden Tagen mit Ham und Stuhl ausgesehledene Quecksilbermenge beetimmt. i
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99./~. 14. 940 lo9~ ~.o 9:8 8'1 128./I. 14. i miflL 75 ~7 [0"7] Inegesamt . . . . [9"6] 1"9 I [8"8] 91./I. 6 Uhr naehm.: 100 ecru Blur enthielten 0"i0 mg Hg. J o u r n a l 28. V. P. O. M.: 41 Jahre, separierter Arbeiter. K. H. I V 17./XL 1918 b;. 98./L 1914. D i a g n o e e ~ Syphilim 1900. SerpiginSse Syphilide ~am Skrotum. J o u r n a 1: Frtihere Behandlung: 1901 40 Inunktionen. 19./XI. Rp. Curare inunctionis (8 9). 94./XI. Erythema mercurials. Bieher 5 Inunctio-
Die Zirkulation des Queeksilbers im 0rganismus.
135
nes (Pause). 2./XII. Rp. inunet. 15./I. hat 50 Inunktionen erhalten; Rp. Sirupus Giberti g 15• 21.[I. 6Uhr. Nachdem Pat. zuletzt 2• 9 Sirap Giberti t~gliCh an 6 Tagen erhalten hatte, wurde die Queeksilberkonzen, tration des Blutes und gleiehzeitig, die Konzentration in Harn und Stuhl untersucht. i
i 0
29./1. 14. I 500 28./I. 14. I 1240
I
1016 1018
1"4 9"0
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geformt
9"6
4"0
2"0 9"6 6"0 21.fl. 6 Uhr nachm.: 110 ecru Blur enthielten 0'08 m9 Hg.
in~am~...
~.4
J o u r n a l 94. A. A. : 96 Jahre, unverheirateter ftausknecht. K. H. IV. ll.fXH. 1913~16./II. 1914. D i a g n o s e : Syphilis Oktober 1913. MakulSses und papulSses Syphilid. J o u r n a l : Nie frfiher antisyphilitisch behandelt. 12.]XIL Rp. Curare inunetionis (3 g). 2./I. Stomatitis. Bisher 92 Inunktiones. (Pause.} l l./I. Rp. inunetiones. 20.[I. Nachdem Pat. 31 ]nunktionen erhalten hatte. wurde die Quecksilberkonzentration des Blutes und gleiehzeitig die Konzentration in Ham und Stuhl bestimmt.
I
geformt ' @5 9"3 22./i 14. 1400 1015 1-8 1"3 50 28.]I. 14. 1400 1020 1"3 ~ 1 7 5 halbdfinn 06 1'9 l'l 4"2 I n s g e s a m t . . . 3-1 21./L 6 Uhr nachm.: 110 ccm Blut enthielten 0"23 mg Hg.
J o u r n a l 95. C. J. H.: 19 Jahre, unverheirateter Hausknecht. K. H. IV. 9./XII. 1918--28./I. 1914. D i a g n o s e : Syphilis Okt. 1918. MakulSses und papulSses Syphilid. J o u r n a l : Nie friiher anti~yphilitiseh behandelt. 10./XII. Rp. Inieet. Merkuribenzoat 10 cg. 12./XII. Curare inunctionis (3 g). 17./I. Sfomatitls. Sep, Curare inunctionis (37). 19.]I. Rp. Curare inunetionls. 31./1. Naehdem Pat. 89 Inunktionen erha|ten hatte, wurde die Queeksilberkon-
136
Lomholt.
zentration im Blute untorsucht. Oleichzeitig wurde die Konzentration in H a m und Stuhl bestimmt.
92./I. 14. 1750 9"0 1"1 0"9 2"9 I 28./I. 14. 1880 1012 I 2"2 1"6 0'6 2"9 I n s g e s a m t . . . 4"2 1"6 5.8 2L/I. 6 Uhr nachm. : 105 r Blut enthielten 0"11 ~ng Hg. J o u r n a l 26. C. E. C. C.: 94 Jahre, unverheirateter Barhier. K. H. IV. 18./XII 1918--4./II. 1914. Diagnose: Syphilis Juni 1918. Ulzerierte Papeln an beidel Tonsillen. J o u r n a h Friihere Behandlung: Juni 1913:45 Inunktionen. 14./XI] Rp. Inunktiouskur (3 9). 16./L noch immer Papeln an den Tonsillen. Sep inunetiones (38). Rp. Sirup. Giberti 1 El~16ffel yell 2 real tiiglieh. Naeh dam Pat. erst 83Inunktionen and daraufSTage hindurch t~giieh 2X15s Sirup Giberti erhalten hat, wird die Queeksilberkonzentration im Blu~e bestimmt. Gleiohzeitig wurde die Konzentration in Harn und Stuhl bostimmt.
I~ I
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23.~I. 14./ 840 1017 i 1"0 1"19 I 125 Ibreiartig 0"9. I 1"2 Insgesamt. 1"9 1"9 [ - 8"1 21./I. 6 Uhr naohm.: ll0 veto Blur enthielten 0"14 mgHg.
I
Journal 97. U. S.: 17 Jahre, unverheirateter Seemann. K. Hi IV. 18./XII. 1918 his 18./IL 1914. D i a g n o s e : Syphilis Juni 1913. Papul6ses Syphilid. J o u r n a l : Frfihere Behandlung: September 1918:90 g Mark-uribenzoat 50 Inunktionen 99./XII. Rap. inunetiones (8 9). 94./XII. Sep. inunetiones (2). 97./XII. Rap. inunctiones, 99.,XII. Heftige Akne. Sep. inunctiones (4). 2./I. Rp. inunctiones. Naehdem Pat. mlt mehreren kleiheron Untorbrechungen 28 Inunktionen orhatten hat, wird die Queck-
Die Zirkulation des Quecksilbers im 0rgauiamus.
137
silberkonzentration im Blute bestimmt. Gleichzeitig wird aach die Konzentration in Ham und Stuhl bestimmt. ii
29/I, 14. I000
1022
1"7
91./I. 6 Uhr nachm.: 110
1:7 *era
250
geformt
0"4
2"1
Blut enthielten 0"21 m$ Hg.
J o u r n a l 28. C. J. A. J.:' 26 Jahre, unverheirateter Seemann. K. H. IV. 19./XI. 1913--6./1. 1914. D i a g n o s e: Ulcus indurat, praeputii. J o u r n a l : Nie frfiher antisyphilitisch behandelt. 20./X[. Curare inunctionis. 28./XII. Nachdem Pat. 37 Inunktionen erhaltcn hat, wlrd die Quecksilberkonzentration im Blute bestimmt. Gleichzeitig wird die Kono zentration in Ham und Stuhl bestimmt. I
g ~
1016
1913
1'21
1"1.6
190 breiartig
2"24
1"03 i
28./XIL 6 Uhr nachm, : 230 ccm Blut enthieltou 0-23 mg Fig. J o u r a a l 29. C. H.: '26 Jahre, unverheirateter Seemaun. K. H. IV. 7.]XII. 1914 his ll./I. 1915. D i a g n o s e: Papeln am Peais. Makul5ses Syphilid. J o u r n a 1: 8./XII. R p Inj. Merkuribenzoat 10 cg. 9./XIL Rp. Cur. inunctionis. 28./XII. Nachdem Pat. 20 Inunktionen erhalten hat, wird die Quecksilberkonzentration des Blutes bestimmt. Gleichzeitig wird die Konzentration in Ham und Stuhl bestimmt. g
=o og ~
1914
1010
1014
1"57
28./XII. 6 Uhr nachm. : 250
1"56 ccm
190 breiartig
0-42
t~0
1"99
Blut enthielten 0-20 rag Hg.
1~8.
Lomholt. J o u r n a l 30. K. 0. N.: 24Jahre, verheirateterDampfschiflsfeuermann. K. H. IV.
sT /xi, 19u-s./L 191 . D i a g n o s e: Uleus penis ( + Spirochaete pallida). Gonorhoea acuta 1. J o u'r n a l : Nie frfiher antisyphilitiSch behandelt. 28./XL Rp. Cur. inuuct. (8 g). 5./XIL Die Wunde geheilt. 98./XII. Nachdem Pat. 81 Inunktionen erhalten hat, wird die Quecksilberkonzentration im Blurs bestimmt. Gleiehzeitig wlrd die Konzentration in Ham und Stuhl bestimmt. i
]
i
I ~
I'~
~
1018
1"62
98,/I. 6 U h r nachm.: 270
~40 ccm
Blut enthielten 0"19 mg Hg.
J o u r n a l 3L J. P, B.: unverheirateter Arbeiter. K. H. IV. 7./XL 1919--1.fl. 1918. D i a g n o s e : Ulcera indurata praeputii. Papeln am Penis. J o u r n a l : Nie frfiher antisyphilifiseh behandelt. 8./XI. Rp. Inj. Mvrkuribenzoat, 22, Curare inunctionis 3 g. 19./XIL. Nachdem Pat. 40 Inunktionen erhalten hat, wird die Queeksilberkonzentration ides Blutes beetimmt. Glelchzeitig wird die Konzentration in Ham und Stuld bestimmt. i
,
t
i
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~
~04XlI, 19./XII. 6 Uhr: 100 c c m B l u t enthielten 0"2 mg Hg. Davon ent, hielten 50 c c m Serum 0"1 mg Hg, 4Seem rote Blutk6rperchen 0"!0 mgHg n n d 5 con. weiJ~e Blutk6rperchen Spuren yon Hg. J o u r n a l 89. J. M. J . : 29 Jahre, unverheirateter Matrose. lung H. 81.~IIl.--g&~'I.I.~!5, Di a g n o s e: Syphilis (Rezidiv). Iridocyelitis J o u r n a l: Nie friiher quecksilberbehandelt, Quecksilberinjektionen im Januar 1915. 1./IV. Rp.
Reichshospital, Abteiduplex. abgesehen yon wenigen Ung, hydrargyri (4 g~
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
139
SublimatlSsung l/I~ 0 15 g dreimal t~gl. 9,1./IV. hat 21 Inunktionen erhalten. YenaepunRtion mit Entleerung yon 170 c c m Blur. Das Blur enthielt im ganzen 0"12 rag Hg (per 100 ccm 0"07 rag). 7 0 c c m Serum enthielten ca. 0"04 rag, 90 c c m rote BlutkSrperehen ca. 0"06, 10 r 1 6 2 weil~e Blutk6rperchen (mit ein wenig Serum und roten BlutkSrperchen vermischt) ca. 0'02 rng Hg. J o u r n a l 33. O. W. J.: 17 Jahre, unverheirateter Kommis. K. H. IV. 25./FI. bis 91./IY. 1913. D i a g n o s s : Ulcera indurata praeputii. J o u r n a l : l~Iie friiher quecksilberbehandelt. Erhielt wikhrend des Aufenthaltes im Krankenhaus 56 InunRtionen ~ 8 g. 19./IV. Venaepunktion mit Entleerung yon 70 corn Blur. Dieses Blur enthielt 0"2 ~ng Fig. 500 c c m Ham enthielten 1"4 mg Fig, 200 g F~zes enthielten 1'0 mg Hg. J o u r n a l 84. A. A. : 50 Jahre, Witwe. K. H. II. 1./X--14./XIL 1919. Di a g n o s e : Cirrhosis hepatis. Ascites. Lues latona. J o u r n a l : 1./X. Rep. Curare inunction. 3 g. 23./XL Punctio abdominis mit Entleerung yon 13 Liter falber, ser5ser Fliissigkeit. 850 g~ davon enthielten 0'3 mg Hg. J o u r n a l 35. J. K. C.: 48 Jahre, verheiratetes Weib. K. H. IL 31./V. his 5./XII. 1913. D i a g n o s e : Ascites. Lues latens. J o u r n a l : Behandelt ira K. Fi. II. 20./IV.--22./VII. mit Kalomel* pillen (~ 5 cg) und 8 Inunktionen. Seitdem nieht quecksilberbehandelt. 1./VI. Umfang des Unterleibs 158 cm. Parazentese mit Entleerung yon 32 Liter, wonach der Umfang auf 113 era zurfickgeht. 20./VIII. Umfang des Unterleibs 130 cm. 23./VHI. Rp. pill. kalomelanos, 1 Pille 2real tgl. 26./VIIL Cont. 1 Pille 3mal tgl. 7./IX. Pill. kalomelanos absque. Rp. Cur. inunct. 3 g. Sol. kalli jodat. 05 g 3mal tgl. 25./X. Hat 48 Inunktionen erhalten. Parazentese mit Entleerung yon 29 Liter FliissigReit veto spezifischen Gewicht 1025. Der UnterleilJ miflt vor der Punktion ca. 143 cm, nach derselben 115 c m . 20./XI. hat 65 Inunktionen erhalten. Stomatitis. Pause. 2./XII. Punktlon. Entleernng yon 8 Liter Fliissigkeit. Der Unterleib mii~t naeh der Punktion 118 c m . Die Untersnchung bezweckte eine Bestimmung des Queckailbergehalts der Aszitesflfissigkeit. 1 Liter der am 25./X. entleerten Flfissigkeit enthielt 0"6 mg Fig (eine ein Jahr spitter wi.ederholte genauere [mit Nernstwage ausgeffihrte] Analyse ergab in 500 g Flfissigkeit 0"82 m g Fig). 1 Liter der am 2./XII. entleerten FlfissigReit enthielt 052 mg Hg. Das Quecksilber verteilte sich folgendermal~en in dieser FlflssigReit: Globuline: Rri~ftige Reaktion auf QuecRsilber. Albumin : ., , , , Restflfissigkeit : Rein Hg.
~L40
Lomholt.
Gleiehzeitig wurde die Ausseheidung in Harn und F~zes untersuoht. 9./XII. 600 ccm Harn enthielten 8 mg Hg. 300 9 F~zes enthielten ~)'65 mg Hg. J o u r n a l 36. A. G. H. V : 17 Jahre, unverheiratetes Dienstm~dchen. K, H. IV. 6./L--6./III. 19i3. Di a g n o s e : Syphilis. Ulzerierte Papeln an den Oenitalien uud am dieselben. Gravlditas mensis 5. Abortus fStus maeerati 19./II. 1918. Journal: Menses zuletzt Ende August 1919. 7./I. Rp. Inj. hydrargyri benzoie. 15 cg. Ung. hydrargyrici 8 g. 19./1. Stomatitis. Inunct. absquo. (5). gl./L Rep. Cur. (5). 12./1I. 10s/, Uhr Abortus f6tus raacerat. 9 0 cm lang. Sep. Cur. 98. Quecksilbergehalt des F6tus 0"3 rag. J o u r n a l 87. S. M. P.: 18 Jahre, unverheirates~Dienstmiidchen. K. H. IV. 7./VII. Sis 28./VIIL 1914. D i a g n o s e: Syphilis Juli 1918. Abortus. J o u r n a l : Fr~here Behandlung: Juli 1918:36 Inunktionen. Jetzt gravid im 7. Monat. 8./VII. Curare inunct. (3 g). 12./VIL 1 Uhr wurde ~in FStus im 7. Monat stark mazeriert geboren. Gewieht des F6tus 900 g, Quecksilbergehalt 0"71. Plazenta (450 g) -b Fruchtwasser (100 ccm) : Quecksilberg~halt 0"59. J o u r n a l 38. H. C . J . : '20 Jahre, unverheiratete Fabriksarbeiterin. K. H. IV. 18./IX.--10./XII. 1914. D i a g n o s e : Ulceratio labfi mai. dext. W. R. ~ . Abortus mensis 4. Journal: Menses zuletzt ca. 1./VIII. 6./X. Rp. "Curare inunct. 8 g. 9./XI. 71/i Uhr Abortus. Der l~6tus wurde uach der Gr61}e 4 Monate air geseh~tzt. Inunct. absque. (34). Quecksilbergehalt des F6tus . . . . . 0"34 rag, , der Plazenta . . . . 0'40 mg~ , des Fruchtwassers 9 018 rag. J o u r n a l 39. I. E, A. J. : 90 Jahre, uuverheirateter Bore, K.H. IV. 4./XH. 1912 ~bis 5./II. 1918. D i a g n o s e: 2 Ulcera indurata sulei coronariL Hydrargyria cutanea. Desquamation. Journal: Nie friiher antisyphilitiseh behandelt. 6./XII. Inj. Hg t~enzoio. 15 8". Curare inunctionis 3 8". ll./XII, reoht heftiges Erythema mercuriale. Inunetiones absque. {4). T ~ g t i c h e D o u c h e n . 12./XIL ])as Erythem nimmt zu. 14./XII. Beginnende Absehuppung. 21./XII. sehr starke Abschuppung. 6./I. R~ep. inunotiones (4). Einige am 28./XIL abgestol3ene Hautschuppen enthielten eine kleine qualitative Spur yon Quecksilber.
Die Zirkulation des Queeksilbers im Organismus.
14[
Journal 40. S. L,: 26 Jahre, Arzt. Untersuehung fiber die Ausseheidung durch Schwei~ und Speichel~ unmittelbar nach lnjektion yon 10 cg Merkurisalizyls~ureanhydrid. Der Versuch wird angestellt in einer kleinen Badekammer, die auf 36--88o C. erwiirmt wurde und deren Luft fast ganz mit Wasserdampf ges~ttigt war. Die Versuehsperson wird in einer Fajanzebadewanne liegen& eingebracht. 1 Uhr. Injektion yon l0 c g Nerkurisalizylsfiureanhydrid (50proz. Ollanolinaufschliimmung) in die rechte Seite der Nates. 21/4 Uhr. Der Schwei~versuch beginnt. Es wird subkutan 0"6 cg Piloearpinum hydrochl, injiziert und sofort ca. 1 Liter Wasser getrunken. Gleichzeitig werdefi 20 c c m Ham gelassen: Gehalt 0"09mgHg. ~[4 U h r , Leichtes 0belbefinden. P. 130. Starkes Herzklopfen. Es werden 40 ecru Ham gelassen: Gehalt 0"21 mg Hg. 31/4 U h r . P. 128. Es werden 80 c c m Harn gelassen: Gehalt 0"17 mg Bg. Der Versuch wird unterbrochen. 9 U h r a b e n d s . 180 c c m Harn: Gehalt 0"42 m g Hg. 5~/j U h r morgens 230 c c m H a m : Gehalt 0'37 mg ttg. Im Ganzen im Lanfe yon 17 Stunden 550 c c m Ham ge]assen. Gehalt 1"~9 mg Hg. In der Badewanne land sich ca. 1 Liter Flfissigkeit, s i c h e r l i c h f i b e r w i e g e n d S c h w e i l ] , Gehalt 0"08 rng Hg. S p ei c h e 1 wurde w~brend des ganzen Versuches in seh~ reichlicher Menge abgesondert. Ira Laufe der ersten Stunde (2t/4--3t/4 Uhr) 115 c c m : 0"06 m g Fig, und spiiter 3 t / a - - 4 z / 4 160 c c m : 0"08 m8 Hg, oder im ganzen 2114~41/~ Uhr 275 c c m : 0"14 m g Hg. Urn 5 Uhr Venaepunktion mit Entleerung yon 200 c c m Blut: Gehalt 0'07 mg Fig. Stuhl ira Lau/e dieses Tages: 75 g, geformt. Enthielt 0"13 m g Hg. J o u r n a l 41. J. H. : 27 Jahre, unverbcirateter Korbmacher. K. H. IV. 8./XL bis 19./X]L 1912 und 27./X]1. 1912--5./]. 1913. D i a g n o s e : Rest einer Induration am Frenulum. Lebhaft rote, makulos-papulSse und einzelne pustul6se Syphilide am KSrper und ira Gesicht, an den Volae und Plantae. Nephritis acuta. Parotitis. Enterocolitis. Erythema mereuriale. Stomatiiis. J o u r n a 1: Nie antisyphilitisch behandelt. 19./XL l~p. Inunctiones 3 g. lnj. hydrargyri benzoic. 25 cg. Barn: + . Albumin ~ , Zueker n. Gewicht 68"500. 19./X]I. Hat 27 Inunktionen erhalten. Auf Wunseh zur ambulanten Behandlung entlassen, l=Iarn + , Alb. n. 27./XIL wieder ira Krankenhaus aufgenommen. Hat seit den letzten 4--5 Tagen angefangen, im Gesicht anzuschwe]len, hat demu~geachtet aber~ und zwar mit besonderer Energie, tiigliehe lnunktionen, bisweilen mehrere benutzt. Hat im ganzen seit der Ent]assung 9 lnunktionen ausgeffihrt. Recht starkes 41"5, 0dem des Ges~chts, in~ fibrigen nichts Besonderes. 28.,XII. Tp. 40"5
142 Diurese 1700 - - ~~"
Lomholt. Bei der Aufnahme starke Kopfschmerze~. 41/~Uhr Venae-
sektion (150 g} und darauf Salzwasser subkutan 1 Liter. Harn ~ Alb. und Blur. Starke Schweil]sekretion, klar, Wohlbcfinden. 2 Liter Milch getrunken. Rp. Milchdi~t. Salzwasserinfusion. 1 Liter subkutan 2real tgl. 40"6 610 ~ :99.XII. 39"7 1014 Esbach: unableslieh, t t a r n s e d i m e n t : Zahll-eiche, k5rnige Zylinder, wei•e und rote Blutk5rperchen und vereinzelte EpithelzeUen. Unklar und unruhig. 8real dfinner Stuhl. Unfreiwilliger Abgang yon H a m in der Nacht (ca. 100 g). 21/a Liter Milch getrunken. Geringer Schweil}. Kent. Salzwasserinfusion. 30./XII. 40"5 9 89"5 128 540 11~ i-0-~" Keine RSte dot Haut. Beglnnende Paroditis dupplex. Starker SchweiB. Sehlafgut. Rp. Kampher und Koffein jede 8. Stunde. 31./XII. 89"4
89.2
116 600 ~ h'~ 10~" unklar. 3~/s Liter Milch getrunken. 5real dfinner Stuhl. Sehwitzt stark. Das Odem am Kopfe zugenommen. Kein ~dem an den'Genitalien, noch Stomatitis. Keine Salzwasserinfuslon. E s b a c h :
5'/oo. 1.]I. 87"8 38"4 2real wiisseriger, sanguinolcnter, schleimiger Stuhl. Unfreiwilliger Abgang yon Ham. Respir. 30, sterkorSs, schnarchend. Die Odeme sind geschwunden, E e b a c h : 1"5~ 8 Liter Milch und 1 Siphon Sodawasser getrunken.
Kent. Kampher und Koffein jcde 3. Stunde. 2./I. 87"1 420 87"0 1014 100 --~. Fortwiihrend leicht unklar. 19real w~isseriger Stuhl, Ham aber nleht unfreiwillig abgegangen. Respir. 24. Kein Husten. ~87"3 80 119 13real Diarrhoe am letzten Tagc. 87"4 1014 104" @'5. Pulvis opii 0"02 8real tgl. Halbschlaf, versteht wird, was m a n ihm sagt. ~ul3erst mitgenommen.
E s b a c h: 1"2~
3./I.
Rp. Bismut. subnitr. aber, wenn er geweckt E s b a c h : 0"9~ Rp.
Heidelbeersuppe -{- Haferschleim. 4.ft. 36"8 36 104 100 460 101~" 1'/2 Liter Milch -getrunken, I Siphon Sodawasser und eine Portion ]~ckbirnsuppe. 4real d~nner Stuhl. Scheint klar. Respir. 14. P. 88. Abschuppung der Haut. 104 Stark duselig, 1 Ltr. Gerlngeres ~dem. E s b a c h : 0"8~/oo. 5./I. 36"8 8n'--8 1-~" Milch getrunken. Stuhl und H a m nicht unfreiwillig abgcgangen. CheyneStokcssches Atmen. Die PupiUen etwas kontrahlert, Zunge halbtroeken, Abdomen tympanitisch angeschwollen. Vesika et~as fiber der Symphyse. Exitus 2"35 nachmitti~gs. S e k t i o n s d i a g n o s e : (6./I.) Makul5s-papulSs-pustulSses Syphilid. Nephritis parenchymatosa. Colitis. Aszites. Lungen normal, etwas mit Flfissigkcit geffillt. Iterz normal. Aorta normal, ttaut: Oberall Reste eines makul5sen und papul5sen Syphilid,
Die Zirkulation des Queeksilbers im 0rganismus.
143
vereinzelte Pusteln. Im' Gesicht etwas Epidermisdesquamation. Keine Odeme. Yentrikel und Dfinndarm: ]~iehts Besonderes. Kolon: ~berall stark hyper~imisch und gesehwollen. Sitz einer starken desquaanativen Entzfindung, an der Ileokoekalklappe beginnend und ganz bis ins Rektam reiehend, zahlreiche Ulzerationen und starke Nekrose. Nieren grog und gesehwollen, stark kontrastgefarbt, Kortikalis bl~l}, keine Glomeruli erkennbar. Vesika, Prostata, Ureteres normal. Leber stark an~misch, fibrigens niehts Besonderes. Milz normal. Geringer Aszites, ca. 500 ccm. Gehirn normal. Die
Qaeeksilberausscheidung
w~hrend
des l e t z t e n
Au f e n t h a l t s :
28./XII. 12. 29./X[I.
3o./X11. 81/XlI.
1. I. 13.
9./I.
8./I. 4./I. Blut 27./XII. 12.
710 1015 600X 1014 1012 540 600 1012 180• 1012 1014[ 420 80• 10141 4{:0X lo12 Insgesamt . . .
1"2 1"6 1"2 0" ; 0'3 1"6
1"69 2"67 2"18 1"17 1"67 3O0
1"6 8"2
3"48
150
0"5
0"33
770 diinn 1"6 300 0"7 70(} 1:4 1"0 1400 2100 11 ls0(~ 1"5} 10t to 0@ 8"2
1"2 3"2 1"9 2"1 1"8 42 2"5 16"4
Die angefiihrtgn Harnportionen sind alle zu klein. An den mit einem Kreuz bezeichneten Tagen wurde der H am unfreiwillig gelassen; es ging auch immer etwas Harn mit dem Stuhl, der immer wasserdfinn, schleimig und 6fters in bedeutondem Grade blutvermischt war, ab. Die grol~en Flfissigkeitsmengon ira Stuhl beruh~ea jedoch nut teilweise auf Harnmischung. Mehrmals wurde der Bodensatz der Fi~zesportionen fiir sich analysiert, nachdem er durch Dekantation yon dem grSlltea Tell der Flfissigkeit (d. h. oft s/s) befreit worden war und ebenso die w~isserige .Portion fiir sich untersucht. Diese Analysen ergaben, dab der Bodensatz prozentuell bedeutend mehr enthielt als der diinnflfissige Tell, sowie dal} der Hg-Geflalt des letzteren bedeutend geringer war als die des reinen Harns; es handelte sich also auch nicht um fiberwiegende Harnvermischung und auch die gelblich,urinSse Farbe war meist nur ein wenig ausgesprochen. Einmal (29./XII.) war das Verhiiltnis jedoch ein anderes. Es gelang hier durch Filtration ca. 275 g klare, gelbe, barniihnliche Fliissigkeit zu isolieren, die 0'5 mg tig, d. h. eine Quecksilbermenge enthielt, die recht genau der der gesamten Harnportion desselben Tageg entsprach.
144
Lomholt. Quecksilbergehalt Organ
l~ieron
. . . . . .
in Organen und Gewebe: Gowicht g
(sSo)
Hg-~ehalt raft: p e r 100 g
s~.l
Leber . . . . . . (1500) 18.0 Mils . . . . . . . (150) 0"9 Dfinndarm . . . . (1000) 6.4 I)ickdarm . . . . . (500) 9.a Herz . . . . . . . (800) 1.I Lungen . . . . . . (1500) 1.5 Him . . . . . . . (1800) 2.0 Insgesamt . . . . . . 54"8 Mnskelgewebe . . . 800 2~ Magcninhalt . . . . 0"15 Dfinndarminhalt . . 0"2 Dickdarminhalt . . 1"4 Blur . . . . . . . 700 1"9 Spinalflfissigkeit . . 19 Spur Insgesamt . . . . . . 6"65 Die parenthetisch angeffihrten Oewichtsgr59en naeh dem KSrpergewicht, das ca. 68 k9 betrug.
(6.81) (1"~0)
(0.60) (o~4) (o-46) (0-87) (0.10) (0.1s) 0"95
0"97
sind veransehlagt
J o u r n a l 49. A. A.: 50 Jahre, Klempner, K. H. IV. 15./L--18./I. Di a g n e s e : Tentamen suieldii. J o u r n a 1: Sublimat in Pulverform eingcnommen. Danach heRiges blutiges Erbrechen, wcshalb er ins Krankenhaus aufgenommen wurde. Klagt fiber Schmerzen im Rachen. Pat. ist klein und mager~ sehwitzt stark. Sehwe]lung der Schleimhaut der Fauces. Sofort nach der Aufnahme 86"4 eine Magenausspfilung. 16./L 8-~8" Gestern 9real blutiger Stuhl, heuto 8 real Grsulieher Bel~,g auf der Zunge. Keinen Barn gelanen. 17./I, Halbsehlaf. 7 real dtinner Stuhl, teilweise blutig. Keinon Ham gelalsen. 18./I. 5real Stuhl. "-- Harnentleerung. Halbschlaf. Exit-as. Sektionsdiagnose: (19./1.) Veneficlum chloretl hydrargyri corroslvl. Enterocolitis neerotlea et ulcerosa. Necrosis et Ulcera mucosae ventriculi. Laryngitis et Pharyngitis. Dcgcneratio parenchymatosa tenure. Sooliosis magno gradn. S t a t u s : Klein, mager. Sehr grbfle dextrokonvexe SkolioN im Bereiche des Thorax, Sinistrokonvex in der Lendenregion. L u n g e n : EtwM deformiert durch die Skoliose, im fibrlgen fberall luflhaltig und lei,.ht 6dematSs. H e r s u n d A o r t a : Nichts Abnormes. Die Pharynx~ schlelmhaut hyper~misch und geschwollen. Die Schleimhaut der Epiglottis hyperiimisch und mlt Fibrinmembranen belegt. Die Schleimhaut des Ventrikols oberfl~chlich ne]vrotisch und mit Oallo imbibiert yon der
Die Zirkulation des Queeksilbers im Organismus.
145
Kardia bis aus Antrum pylori. Direkt hinter dem Antrum pylori an der gro~en Kurvartur finden sich ein paar pfennigstflckgrofle, unregelmM}ige, hgmorrhaglsche, infiltrierte, friseh," Ulzerationen, die in die Submukosa hinabgehen. 0 e s o p h a g u s : Gleiehfalls gallig imbibiert, aber ohne Membranen. Kolon: Schleimhaut geschwolMn, nekrotisch gallig imblbiel~t, stellenweise hyperiimisch und oberfl~chlich ulzeriert. Die untere HMfte dot Ileumschleimhaut hyper~misch und gegen das K o l o n hinab zu ebenso nekrotiseh wie das Kolon. Die Nekrose verliert sich nach oben hin, indem sie hier nut an der Spitze der Valvula sitzt. N i e r e n : Normale GrSl~e, mit leieht gesehwollener Kortikalls. Die Zeichnung fiberall scharf und deutlich. Kortikalis blafl, troeken. In der Blase n u t ein paar Kubikzentimeter Harn, mM~ige Mengen Albumen und mikroskopisch nut Blur enthaltend. Die i i b r i g e n O r g a n e ohne Befund. Queeksilbergehalt in den 0rganen. tIg.Gehalt
Organ Gewicht g mg per 100 g l~ioren . . . . . . (200) 14"0 (7"00) Leber . . . . . . . (1200) 38"5 (3"21) Milz . . . . . . . (120) 1"2 (1"00) Diinndarm . . . . (800) 6"8 (0"85) Dickdarm . . . . . (400) 19"9 (4"98) Herz . . . . . . . (230) 0"7 (0'30) Lungen . . . . . . (1000) 5.7 (0"57) Hirn . . . . . . . (1300) 2"2 (0"17) Insgesamt . . . . . 89-0 Die GewichtsgrSflen der Organe sind veranschlagt nach dem wahrseheinliehen KSrpergewicht des Patienten: 50 kg. J o u r n a l 43. A. A.: 62 Jahre, Arbeiterswitwe. K. H. IV. 22.[1I.--24./IV. 1913. D i a g n o s e : Syphilis inveterata (vor 1902). Hepatitis gummosa. Ieterus chronic. Ascites. Vitium cordis. Prolapsus uteri. J o u r n a l : Vor 5--6 Jahren Aszites, vollst{indig verschwunden. Vor 1/s Jahr wieder Aszites yon starkem Genitalprolaps begleitet. Wurde nun, da der Zustand eine Operation kontraindiziert erscheinen liel~, aus der chlrurgischen Abteilung transferiert. Hepar 2 Finger brelt unter der Korvatur, Uterus ganz prol~biert, mM~iger Ascites. Ikterus. Frfiher wegen Syphilis (Roseola, Papeln im Mund) in der 1V. Abteilung mit 36 Inunktionen behandelt. (25./lIL--29./IV. 1902.) Einige Zeit vor der Transferierung erhielt sie 40 Inunktionen. Den 24.fii. Rp. Inunetiones 3 g Abdomen 102 cm im Umfang. 12./III. Umfang des Abdomens 111 cm. 16./III. Punktion mit Entleerung yon 11300 cm Aszitesflfissigkeit. Umfang des Unterleibs nach der Punktion 95 era. 3./IV. Hat 37 Inunktionen erhalten. Absque Inunct. ll./IV, wiederum Punktion des Abdomens, Entleerung yon 12000 com. Hepar mit glattem Rand ffihlbar 2 Finger breit unter der Kurvatur. 29./IV. Exitus; nachdem Patientin im Laufe der Areh. f, Dermal u. Syph, Bd. CXXVL ]0
146
Lomholt.
letzten 14 Tage immer mehr abgefallen war and Temperatursteigerungen und wiederholt starkes Nasenbluten (27./IV. z. B. ca. 400 g) eingetreten war. Gewicht: ca. 50 kg. S e k t i o n s d i a g n o s e: (29./IV.) Cirrhosis hepatls (Laennec). Aszites. Hyperp]asia lienis. Atrophia renis sin. Hyperthrophia renis dext. Pyelonephritis dext. Aortitis syphilitica. Atrophia fusca myoeardii. Oedemata. Hypostasis palm. utrinsque. Bronchopneumonia lobi inf. utriusque. In der Pleura 1500~ccm freie Fliissigkeit. Der untere Lungenlappen beiderseits 6dematSs, sehr hftarm, hie and da vollst~ndig hftteer. Bronehialsehleimhaut etwas verdiekt, hyper~miseh. H e r z klein. Myoeard br/~unlich. Aortenklappen steif und verkalkt. Die Aorta ist ganz yon der Aortenklappe bis an die Arteria iliaea der Sitz starker, sklerotischer Ver~mderungen; namentlieh finden sich im Arkus narbenartige, sagittal verlaufende Verengerungen and wulstartige Verdiekungen der Intima. In der Aorta deseendens zahlreiche verkalkte Partien und Nekrose der Intima. Dilatation der Aorta thoracia ohne eigentliehe Aneurysmabildung. Bei der 0ffnung des Abdomens entleeren sich im ganzen 6o00 ecru klare, ser6se Fl~ssigkeit. Die Serosa des Darms weiBlich, verdiekt. L e b e r unregelm~l]ig, an der Oberfl~che grob granuliert. Steinharte Konsistens. Sitz einer typischen L a e n n e e s e h e n Zirrhose. G a l l e n w e g e passabel. M i l z 8real so groB wie normal, mit ,Zuckergul~~ an der Oberfl~ehe. L i n k e N i e r e stark geschrumpft, bildet einen ca. taubeneigro~en, stark indurierten Klumpen mit fein granulierter Oberfl~che and mehreren Zysten. R e e h t e N i e r e bedeutend vergr61]ert. Auf der Sehnittfliiehe sieht man unter der fibr5sen Kapsel hervorragend grSi3ere und kleinere gelbliehe Abszesse, yon denen jedoeh keiner mehr als erbsgrol~ ist. U t e r u s etwas vergrSl}ert. Schleimhaut h~morrhagisch infiltriert und verdickt. C o l l u m u t e r i hypertrophisch. V a g i n a verdickt and epidermisiert. Intravitale A n a l y s e n . 1 Liter der am ll./IV, entleerten Aszitesfliissigkeit enthielt nach der kurze Zeit naeh dot Punktion unternomrnenen Analyse 0"2 m9 Hg. Ein Jahr sp~ter wurde diese Analyse nach einer empfindlicheren Methode wiederholt. 1/: Liter enthielt dann 0"11 rag. Am 18./IV. enthielten 500 c c m Ham 0"2 mg Hg. Die F~zes an demselben Tage 0"7 mg Hg. Que'cksilbergel~alt der Organe. Organ
Oewieht g
Nieren . . . . . . 800 Rechte Nier~ . . . 970 Linke Niere . . . . 80 Leber . . . . . . . 400 l~ilz . . . . . . . . . . 410 Dfinndarm . . . . . [800] Dickdarm . . . . . [800] Herz . . . . . . . [~Of,] Lungen . . . . . . [1200] Genitalia . . . . . Insgesamt . . . . .
H g Gehalt mg p e r 100 g
9"9 9"1
0"8
9"8 0"6 1"7 0"6 0.6
1.2
0"~ 24"6
3"30 8"87 2"66 2"45 0"15
[0"91]
[, ,"~0J [n.3o] [o.11
Die Zirkulation des Queeksilbers im 0rganismus.
147
Die eingeklammerten Zahlen sind voransehlagt nach dem gesamten KSrpergewicht: ca. 50 kg. Journal
44.
M. P. : 18 Jahre, unverheiratetes Dienstm~idchen. K. H. VI. 4./VII.-1913. D i a g n o s e : Voneficium chloreti hydrargyri corrosivi. Nephritis. Stomatitis. J o u r n a l : Frfiher gesund. Aus Yersehen gestern Abend eln paar Mundvoll Wasser, worin 2 g Sublimat gel6st waren, das zu Vaginalausspfihugen verwendet werden sollte, getrunken. Entdeekte sofort den Irrtum und brach etwas davon aus, ohne Blur. Das Erbrochen dauerte die Nacht hindurch fort. Von etwas Schwindel und Diarrhoe abgesehea Wohlbefinden. Keine Anzeichen einer Atzung der MundhShle. Dureh 38"1. Magenausspiilung wird nur klare, reino Flfissigkeit entfernt. 5./VII. 30"7. 10./u
Reichliches Erbrechen. Schmerzen im Epigastrium. Nur unbedeutende 37"6. Harnmenge. 1 real sp~rlicher, nicht bosonddrs dfinner Stuhl. 6./VII. 86"9. An der Zunge ein paar kleine, oberflAchliche Atzungen. 3 real Erbreehen in der Nacht. 1 mal sp~irlicher Stuhl. Keinen H a m gelassen, schwitzt etwas. 7./VII. fo'rtw~hrendes Erbrochen. Auch diese Nacht keinen Ham gelassen. Durch Kathoterisation 20 c c m H a m entleert, der eino starko Albumenreaktion ergibt. In der Naeht gut gesehlafon. E s b a c h : 3~ 8. VII. reichlicher Stuhl. Spontan 20 e c o ~ Harn. Erbreehen weniger h~iufig, gut geschlafon. 9./VII. etwas mehr Ham gelassen. Mit Katheter noch 75 c c m holler, ein wenig trfiber Ham entleert: Alb. sehr stark positiv. Blur positiv. Fortw~ihrend Schmerzon im Mundo. Ziemlich dicker, grauwoil~er Belag der Mundsehloimhaut an dor inneren Seito beider Baeken. 10./VII. seit gestern keinen H a m gelasson. Mit Katheter wurden 90 c c m stark albumenhaltiger Harn oatloert. Liegt, ruhig da. Pals immer schw/icher und schw~cher. 6"25 abends Exitus. Sektionsdiagnose: ll./VII. Intoxicatio chloroti hydrargyri corrosivi. Nephritis parenehymatosa m. g. Hypostasis pulmm. Colitis I. g. Kr~iftiger Bau, gute Ern~hrnng. Hypostase in beiden L u n g e n , sonst nichts Abnormes in den B r u s t o r g a n e n . Keine Anzeichen yon Atzung ira O e s o p h a g u s noch im M u n d , V e n t r i k e l oder D a r m . lm C o e c u m geringe Injektion der Schleimhaut und oin wonig Blutung, sonst ist der D a r m unbeeinflu0t. Die N i e r e n vergr50ert, schlaff, mit weicher, weil}licher, ein wenig scheckiger Kortikalis, sehr mfirbe. In der B l a s e wenig Itarn. U t e r u s yon normaler GrSl~e, enthiilt ein wenig blutige Fltissigkeit. O v a r i o n und T u b e n normal. Sonstige U n t o r loibsorgane ohne Befund. Z e n t r a l n o r v e n s y s t e m nichts Besonderes. 10"
148
Lomholt. Queeksilbergehalt Organ
der
0rgane. Hg-Gehalt mg per I00 g
Gewieht g
Nieren . . . . . . Leber . . . . . . Milz . . . . . . . Dlinndarm .... Diekdarm ..... Herz . . . . . . . Lungen . . . . . . Him . . . . . . .
(~0) (1800) (140) (900) (850) (250) (12o0) (1800)
Insgesamt ..... Dfmndarminhalt . . Dickdarminhalt . .
4"8
(1"60)
4.s 0-6 8.a 8"0 o-6 0.4
(0.82) (0.48) (o.27) (o'~6) (0.~) (0-o8)
1"8
(0"10)
18"9
1"0 2"7
Das G e w i c h t d e r O r g a n e ist v e r a n s c h l a g t n a c h d e m w a h r s e h e i n l i e h e n K 6 r p e r g e w i c h t d e r P a t i e n t i n - ca, 60 kg
IX. Kapitel.
Untersuchungen an Kaninchen. Kaninchenversuch I. Versuch ~ber die T o l e r a n z des K a n i n c h e n s g e g e n f i b e r S o l . b e n ~ zoat. hydrargyrici (2O/o). G e w i c h t des K a n i n c h e n s : 2120 g. 24./XII. 6 Uhr. I n j e k t i o n Nr. 1 (1 eme intramuskul~r), . , , 2 (2 , , ), 27 . . . . 3 (I ~ , ), 28. , ~ ~ 4 (1 . . ), 30. , , . 5 (0"75 ~ n e , ), 1./I. . . 6 (I cms . ), 8.. , , 7 (1 , . ), 4 . . Mors ( i n s g e s a m t 7"75 cm s, e n t h a l t e n d 67"5 m g Hg). 96.
Die A n a l y s e e i n i g e r A b d o m i n a l o r g a n e e r g a b folgende W e r t e : Nieren . . . . . . Leber . . . . . . . Lungen . . . . . . Verdauungskanal
. . .
1"17 mg Hg, 1"82 , , , 0"10 . , , . . 0"32 . , .
ganinehenversuch II. V e r s u e h fiber die R e s o r p t i o n s g e s e h w i n d l g k e i t b e / i n t r a m u s k u l ~ r e n I n j e k t i o n e n yon S o l . b e n z o a t . Hydrargyri (2~ G e w i c h t des Kan i n c h e n s 8010 g. 26./I. 6.20--6.30 U h r w i r d in s ~ m t l i c h e 4 Gliedmai~en ca. 0.7 c~n Sol. benz. h y d r a r g y r i c i i n j i z i e r t . Die b e n u t z t e S p r i t z e w a r e i n e e i n f a c h e
Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
149
Glasspritze ohne felne Einteilung, weshalb die Gr5Be der injizierten Flfissigkeitsmenge sich n l e h t b e s t i m m t dosleren liel}. 27./L 6.30 U h r wlrd das K a n l n e h e n getStet. ),lie 4 Gliedmaflen werden a m p u t i e r t , destruiert und m i t folgendem Resultat auf Quecksilber h i n analysiert. Iajiziert
Linkes V o r d e r b e i n Reehtes ,, Linkes H i n t e r b e i n Rechtes n
.... .... .... .....
ca. 0"7 , 0"7 , 0"7 0-7
60 6"0 6"0 6"0
cm s
~ , ,
mg
Hg
,
,
, ,
, ,
Gefunden
4"2 mg H g
? 3"58 mg H g 8"73 n ,
Die Analyse der 0 r g a n e e r g a b folgenden Quecksilbergehalt: O r g a n
Gewicht
Herz u n d Blut . . . . . Lungen ........ Leber . . . . . . . . . Darm . . . . . . . ca. Darminhalt ...... Nieren . . . . . . . . Vesica m i t H a m . . . .
g
15 20 90 100 110 16 24
Insgesamt...
Hg. mg
Gehalt p e r 100 g
0"27 0"15 0"69 0"09 0"1~ 0"60 0"15
1"80 0"75 0"77 0"09 0"13 8"75 0'62
2'09
Kaninchenversuch III. Der Versuch bezweckt clue U n t e r s u c h u n g dez" Resorptions- u n d Ausscheidungsverh~ltnisse e i n e r 2~ LTsung yon M e r k u r i b e n z o a t beim K a n i n e h e n n a e h i n t r a m u s k u l ~ r e r Injektlon. Es werden ! n j e k t i o n e n yon 0"75 ccm l) gemacht, in der Regel j e d e n 2. Tag, im ganzen 6. Naeh B e e n d i g u n g des Versuches werden alle I n fektionsfozl u n t e r s u e h t u n d die Menge des n i c h t r e s o r b i e r t e n Quecksilbers bestimmt. D a d u r c h erh~lt m a n e i n e n g u t e n E i n d r u c k yon tier R e s o r p t i o n s g e s c h w i n d i g k e i t. Ebenso werden alte grTBeren Viszera, sowie eine B h t p r o b e u n d auch d e r ganze fibrige Tell des KTrpers u n t e r s u e h t . W ~ h r e n d des ganzen Versuehes werden H a m u n d Stuhl tagweise a n g e s a m m e l t u n d dic darin e n t h a l t e n e n Quecksilbermengen b e s t i m m t . D a d u r c h erhiilt m a n einen E i n d r u c k sowohl yon der Gr51~e d i e s e r Ausschoidung als yon der F o r m d e r K u r v e . U m die E x k r e m e n t e sieher u n d leicht sammeln zu kSnnen, wird das K a n i n c h e n in einem ger~iumigen Kiifig, 3 0 X 3 2 • 51 era, gehalten, der inwendig fiberall m i t Glas bekleidet ist u n d dessen Boden aus Glasstiibchen besteht, die so weit y o n e i n a n d e r a n g e b r a c h t sind, d a b die F ~ z e s k n f l l c h e n leicht h i n d u r e h g l e i t e n ; u n t e r dem Boden wird eine groBe, emaillierte, ein wenig schriig gestellte P l a t t e a n g e b r a c h t . Dieser A n s a m m l u n g s a p p a r a t f u n k h o n i e r t e v o l l k o m m e n befriedigend. Das K a n i n e h e n wurde wesentlich m i t Rfiben u n d W e i ~ b r o t geffittert. Gew. des K a n i n c h e n s : 28./XII. 4 U h r 4170 g, 8./I. 1 U h r 3800 g. 1) 0,75 ecru der LSsung e n t h i e l t e n 6"8 mg Hg, s t a t t n a c h r e c h n u n g 6"5 rag.
der
Be-
150
Lomholt.
Das Kaninchen vertrug die Kur relativ gut. Nach Injektion Nr. 9 trat jedoch eine kr~ftige Albuminurie era, weshalb die Behandhng einige Tage ausgesetzt wurde. Doch bl~eb w~hrend der Behandlung auch spiiter eine geringe Albumenspur bestehen. Auch trat ein m ~ i g e r Gewichtsverlust ein. Im fibrigen sehien das Kaninchen sich wohl zu befinden, war lebhaft und frail gut. Keine Anzeichen yon Enterokolitis. Der Stuhl war w~hrend der ganzen g u r hart und knollig. 8./I. 5 Uhr wird das Kaninchen in ~thernarkose dutch Venaesektion der Karotis getStet. Die Sektion ergab keine makroskopisch sichtbaren Veranderungen der 0rgane. Es fanden sich reichliche Fettablagerungen zwischen den Abdominalorganen. An den Inj ektionsstellen warden folgende Veranderungen beobachtet: Nr. 1. (28./XII.) Eine tmgef~hr doppelt erbsengroBe, ]~ngliche, dunkelfarbige, nekrotische trockene Partie yon regelmi~fliger Form, wohl begrenzt. Quec~silbergehalt: 0"40 rag. Nr. 2. (30./XII.) Kein deutlich abgegre•zter Focus. In dem subkutanen Gewebe und zwischen den Muskeln dunkeffarbige Gewebe in sehleimigem Zerfall. Daher wird die gesamte Muskulatur analysiert. Quecksilbergehalt: 2"11 rag. Nr. 3. (4./I.) Sehr deutlich abgegrenzte, doppelt erbsengro~e Pattie, etwas dunkelfarbig, trocken, nekrotisch, yon linglicher Form. Quecksilbet-gehalt: 8"21 rag. Nr. 4. (6./I.) Ungef~hr.wie Nr. 8, jedoch etwas grSl~er und nieht so g u t gegen das gesunde Muslrelgewebe abgegrenzt. Queeksilbergehalt: 3"78 m~r.. 5. (7./I.). Wie Nr. 2, nut mit Andeutung einer eigentlichen Nekrose der zusammenstol}enden Fl~chen yon 9 Muskelfaszien. Das daawischen ]iegende Bindegewebe ist in recht bedeutender Ausdehnung in schleimigem Zerfall begriffen. I)aher wird alles umgebende Gewebe analyMert. Quecksilbergehalt: 5"20 rag. Nr. 6. (8./I.) Trockene, weiBliche, l~ngliche Nekrose, yon ungew5hn]ichor GrSlie und Form, aber yon einem kriftigen, dun]den, h~morrhagischen Saum umgeben. Quecksilbergehalt: 6"80 rag. Das subkutane Gewebe, das die verschledenen Injektionsstellen bedeckt, ist oft in demselben schleimigen Zerfall begrit~en, wie er oben beschrieben wurde, oft zugleich ein wenig dunkel h~morrhagisch gef~rbt, was wahr~cheinlich dutch eineDurchsickerung derInjektionsflQssigkeit in das lockere Gewebe, das bier den Stichkanal umgibt, verursacht wird. GrSlie der Quecksilberdepots.
Qm~m
98.fXII. 5 Uhr 8o./xlr. 4./i.
---
8./I.
I1 Uhr
llnke Wade rechte , linkes V o r d e r b e i n . . . rechtes . , D linke Wade rechte ~ . . .
q75 0"75 0"75 0"75 0"75 0"75
Insgesamt . . .
4"20
6"8 6"8
0 * 4 0 5"90 2"11 4"19
6"8 6"9
B'21 B'78
8"09 2"52
6"8 6"8
5"20 6"00
1,10 0"80
87"8 20"70 ] 17"10
Die Zirkulation des Quecksilbers im 0rganismus. Quccksilberausscheidung
in Harn
und
151
Stuhl.
~r~ Datum
:~
98./XII. 14 5 U h r ~./XI[.
--
3o./xH.
--
31./Xli.
~
~ ..~
0"75
liO
0.§
-
3./I.
140 ~80 1.qo 160 170 80 190 45
-
--
4.II.
--
5./I.
--
6./I.
--
0"75 0"75
7./1. ~ 0"75 8./I. 15 11 Uhr 0"75 8./I. 15 5 Uhr . 8./I. - - (wahrend d e r Narkose gelassen)
Bemerkungen
80
Insgesamt...
~i~
l
o'~1
310 40
1./L 15
~./I.
~
~
0".~
0"57
0"43 + Alb." (Spur) 0"15 + Alb. (krfiftig) 1 0"05 0"16 + Alb. imittel) 1 0"32 + A l b . ( s c h w a c h ' 1 0.25 + Alb. (Spur)' 0.23 + Alb. (Spur) 2 0"39 0.34 + Alb." (Spur) 0.42 0"81
0"14 0"1~ fill 0"0~ 0"14 0"1~ 0"2~ 0"2~ 0'0~ 0"0~
0"64
0"11
0"75
4"40
1"81
6"21
0"31 0"16 0"24 0"46 0"41 0"46 0"62 0"39 0"51 0"81
Quecksilbergehalt in Organen und O e w e b e n .
O r g a n
mit Lungen . Leber . Oalle . .
Herz
Magen
Blut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . . . . . . . . . . . - .
9
.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mageninhalt . . . . . . . . . . . . . . . Diinndarm und Bllnddarm (mit Inhalt) . . . . Dickdarm . . . . . . . . . . . . . . . . . Dickdarmlnhalt . . . . . . . . . . . . . . . Nieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ham . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hirn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Muskulatur . . . . . . . . . . . . . . . . . Fett . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Insgesamt . . .
17 I 18 118 4 40 ' 60 121 30 85 20"5 84 8 100 515 110
0"47 t 0'08 0"38 0"06 0"49 I 0"57 0"75 0"03 O'OS 0"20 0"O4 0"07 0"47 I 0"39 0'04 I 0"13 0"38 0"32 2'20 0'45 0'62 0'52 0"50 0"0~ 0"14 [ 0"14 0"03 0"17 0"12 0"13
3"14
152
Lomholt.
(~uecksilberumsatz. Injizierte Gesamtmenge yon Hg zirka . . . . . . . . 87"8 Durch Nieren und Darm ausgeschieden . . . . . . . . 8"91 In den Eingeweiden wiedergefundcn. . . . . . . . . 8"14 An den Injcktionsstellen wiedergefunden . . . . . . 2(~70 Im 6brigen KTrper wiedergefunden . . . . . . .... 4"8 Ira ganzen wledergefunden . . . 84"85. Gesamtverlust w~ihr0nd des Versuches zirka 9-95 mg Hg oder zirka 8% yore Injizierten.
Kaninchenversuch IV, Versuch Ober die Resorptlons- und Ausscheidungsverhiiltnisse bei |ntramuskul~rer Injektion ~on M e r k u r i s a l i z y l s i i u r e a n h y d r i d . Das angewandte Pr~parat ist sine 16% ige Aufschl~mmung yon sehr rein pulverisiertem Merkurisalizylsiiureanhydrid. Es fanden Injektionen statt yon 0"05, 0"067, und 0"083 corn (8, 4 und 5 Striche der oben ero w~Llmten Spritze) eincr Quecksi]bermenge yon ca 4"4, 5'8 und 7"8 mg entsprechend, l}bcr die Versuchsbedingungen etc. siehe den vorhergehenden Versuch (Nr. 8). Gewicht des ]~aninchens: 7./X. 9 Uhr: 2155 g. 16./X. 5z/s Uhr." 2050 g. Das Kaninchen vertrug die Inje]~tionen gut, war die gauze Zeit hindurch lebhaft und frail die gauze Zeit hindurch gern. Von Vergiftungserschcinungen wurde nut cine etwas lockers und weichere Kensistenz der FEzes beobachtet, so daft dieselben 6fters die Gestalt yon Wiirstchen hatlen. Nie eigentliche Diarrhoe und nie Albumlnurie. Gewichtsverlust gering. Am 16./X. 51/~Uhr wurde das Kaninchen in ~thernarkose durch 0i~nung der linken Arteria carotis communis getStet. Die SektJon ergab keine makroskopisch sichtbaren VerEnderungen der Organe. Dagegen wurden an den Injektionsstellen folgende Yeriinderungen beobachtet : Nr. 1. (7./X.) Eine liingliche, recht wohl begrenzte, 1 cr~ lunge, grauHehe Nckrose. Nr. 9. (9./X.) Es gelingt nicht, den Focus wiederzufinden (viellcicht mit Nr. 4 zusammengeflossen). Nr. 3. (ll./X.) Die Nekrose ist bier fl~chenartig zwischen 2 MuskelbSndeln verbreitet und recht schlecht begrcnzt, weshalb reichliche Mengen des um|iegenden Gewebes zurAnalyse herangezogen werden. Dimensionen ca. 1"94• cm. Nr. 4. (13:/X.) Wieder eine flEchenfSrmlgc, ausgebreitete, schlecht begrcnzte Nekrose. Es werden auch bier reichliche Mengen des umge~ benden Gewebes zur Analyse herangezogem Nr. 5. (15./X.) Wohl abgegrenzte 0"75 om lunge, eifSrmigc Nekrose yon welflichgrauer Farbe.
Die Z i r k u l a t i o n d e s Q u e e k s i l b e r s i m O r g a n i s m u s .
153
l~r. 6. (16./X.) K a u m e r b s e n g r o f l e r , vollst~indig s c h a r f a b g e g r e n z t e r K n o t e n , u n m i t t e l b a r u n t e r d e r Faszie. N u r g e r i n g e R e a k t l o n in d e r U m g e b u n g . F a r b e wei~lich. GrSfle
D
a
t
u
m
Rechte Wade Linke , Rechte , Linke , Rechte , Linke ,
---
15. ,
-1 Uhr
16. ,
Quecksilberdepots.
='~
..... ..... ..... ..... ..... ....
Insgesamt..
Quecksilberausscheidung
D
a
t
u
7./X. 14 9. U h r 9. ,, 10. , 11. ,
- -
12.
13. ,, 14. , 15. ,, 16. ,
ii
luJektionsstello
7./x. 2 Uhr 11.. 13..
der
- -
j0"05 / 0"05 0'067 0"067 0"083 0"067
.
4"4/00 4"4 "~ 5"8 1"19. 5"8 0'81 7"3 5"41 5"8 I 4"10
33"5
11"54
Harn
und
Stuhl.
3 '5
o.63
9.~0 9.20 215 190 100 9.10 310 90
0"41 1"63 1'44 0"52 0"42 0"63 0"67 0"79.
fi0 9.4 9,8 12 12 2t 30 80 8
9 0"38
im
4"30
4"40 4"68 4"99
1"89 1"70
91"96
Ill
4"4
....
9
9
9
~
.
,
.
.
.
~
.
.
~
.
9
.
;.4 g.8 •8 7"-8 5"8
Insgesamt...
7'07
oh5 o. 8 0"31 0"38 @13 0"48 0"29 0"41 0"33 0"43
0"72 2'01 1"57 1"00 0"71 1"04 1"00 1"15
2"81
9"88
O e l a m t a u s s c h e i d u n g d a r c h N i e r e n u n d D a r m : 9"88 rag.
154
Lomholt. Quecksilbergehalt
in Organen
und Gewebe.
! T t~
g 0
r
ff
a
n
Bemerkungen
e
H~
ea
Herz mit Blur Lungen Leber Galle Magen + Inhalt . . . . . . . . D~nndarm + Blinddarm Dfinndarminhalt Dickdarm Dickdarminhalt Nieren Ham Him
......
~ .......
Blut
19.0 ~2"0 75"0 4"2 100"0 90"0 40~ 80"0 60"0 17"5 66~ 8"0 55"0
Img~amt ....
? 0"05 0.87 0"07 0"08 0"10 0"~8 0.08 0"40 0"88 0.17 0"06 0,11
?
mi[~lungen
0"23 1"16 1"67 0"08 0'50 0.57 0.27 0"66 5"08 0"25 0"75 0"25
8"10
Quecksilberumsatz: Gesamte injizierte Menge Hg zirka . . . . . . . . 9 83"6 Dutch Nieren und Darm ausgeschieden . . . . . . . 9"88 In den Eingeweiden wiedergefunden 8,10 Im KSrper - Eingeweiden wiedergefunden . . . . . 6"4 An den Injektionsstellen wiedergefunden . . . . . . 11"54 i m ganzen w i e d e r g e f u n d e n . . . 80"92, Oesamtverlust w~hrend des Yersuches: zirka 9'6 mg Hg oder zirka 84/o yore Injizierten.
KaninohenversuchV. Versuch fiberResorptions-undAuucheidungeverhRltnisse mmkuIRrer Injektion yon K al o m el.
bei intm-
Das angewandte Pr~parat ist eine 90~ Aufschl~mmung yon fe|npulverlsieriem Kalomel.z) Es finden Injektionen statt yon 0.05 r einer ~ueckailbermenge yon ca. 8"0 mg entsprechend. Ober die Versuchsbedingungen aiehe im ~brigen Yersuch Nr. 3. Gewicht des Kaninchem: ll./I. 5 Uhr: 8900 g, ~0./I. 7 Uhr: 3480 g. Das Kaninchen vertr~gt die Injektionen gut, ist wRhrend des ganzen Versuches lebhaft, friBt die ganze Zeit hindurch gem. Es werden kelne l) ,Vapore paratum%
Die Zirkulation des Quecksilbers ira Organismus.
155,
Vergfftungsanzeiehen beobaehtet, abgesehen yon einem raerkbaren Gewiehtsverlust. Der Harn wiihrend des ganzen Versuches albumenirel. Keino Anzeichen yon Diarrhoe. Am 20./I. 7 Uhr wird d'as Kaninchen in ~thernarkose dutch ErSffnung dot einen Arteria caroti8 getTtet. Die Sektioa ergab keine makroskopischen Ver~nderungen der Organe, dagegen finden sich an der Injektionsstelle folgende Yeriinderungen: Nr. 1. (11./I.) Am Orte der Injektionsstelle finder Bich eine I~nglithe, etwas flaehe, eif6rmige Nekrose yon eigentfimlicher graugrfiner Farbe. Das umgebende Oewebe in sehleimigem Zerfall. Die Dimensionen des Focus betragen ungei~hr l'0x0"6 c m . Nr. 2. (14./I.) Etwas kleiner als die vorhergehende Nekrose, yon i]anlichem Aussehen, rait einem weiflen Saum wie bei Nr. 8, nur weniger ausgepri~gt. Nr. 3. (18./I.) Focus merkbar kleiner als bei tier vorhergehenden Nummer. Im Zentrum eine grfinliche Masse yon eiuem eigentfimlichenr weiflen, festen Saum umgeben, um den sich ein geringer schleimiger Zerfall finder. Nr. 4. (18./I.) Ungei~hr wie die Nurnmer 3. Nr. 5. (19./I.) FliichenfSrmiger ausgebreitet als die vorhergehenden und yon etwas grSfleren I)imensionen; ca. 1"5•215 era. Der weii~liehe Saum fehlt bier, der ganze Focus grfingelb. Nr. 6. (20./I.) PlattenfSrmig ausgebreitet wie die vorhergehende Nummer, Dimensioneu aber etwas kleiner. Um den Focus iat eine hiimorrhagisehe Infiltration sichtbar, die jedoch nieht besonders stark ausgoBprochen ist. GrSBe d e r Q u e e k s i l b e r d e p o t s .
I) stum
11.fl. 5 Uhr 14. ~ - 16. , , - 18. , - 19. , -20. , 1 Uhr
Injoktionastelle
linke W a d e . . . . . . rechte ~ . . . . . . linkes Vorderbein 9 , rechtes , . . . linke Wade . . . . . . rechte , ......
0"05 0'06 0"05 0"05 0"05 0"05
8"0 8"0 8"0 8"0 8"0 8"0
3"1 4"3 8:8 4"5 4"6 5"9
Insgesamt. 9 .
0"30
48"0
26"8
4"9 3"7 4"2
8"4 3"4 2"1 91"7
156
Lomholt.
Queoksilberausschoidung
D
a
t
U
in
Harn
und
Stuh].
m
"I l l . / I . 15 5 U h r . . . . . 12. , . ........
13.,
.....
14. , 15 .
.
16., 17. ,, 18..
. .
. .
. .
. .
. .
. .
.
.
.
.
. . . , ....
i5
8"0
100 100
8'0
......... . . . . . . . . . , 15 1 U h r . . . . . , 15 7 U h r . . . .
8'0 8"0 8"0
19. ~
~
8"~
. . . .
Imgesamt.
,
9 9
I 1i
o'il
0"26 0"31
0"18 0"93 ~00 0"82 1~ 0"34 0"42 90 0"40 kein U r i n 60 0'64 110 0"41
0"48 0"88 O'49
2
0"10 0"25 0"16 0"13 0"12
0"59
1"48
4"48
0"68 0"16 0"77 @5B
I 8"05
G e s a m t a u B s c h e i d u n g d u t c h N i e r e n u n d D a r m : 4'48.
Quecksilbergehalt
in Organen
und
Gewebe.
+l++l m
O r g a n
H e r z mi~ Blur . . . . . . . . . . . . . . . 18 Lungen . . . . . . . . . . . . . . . . + . . 40 Leber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Galle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ~ Magen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ! 85 Mageninhalt . . . , . . . . . . . . . . . . I 38 Diinndarm + Inhalt . . . . . . . . . . . . 63 Dickdarm + Bllnddarm 69 Dickdarminhalt 70 Niere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Ham . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Him . . . . . . . . . . . 9. . . . . . . . . ~ 8 Bht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Inigesamt...
0.91 0"i0 0"26 0'03 0"04 0"06 O'lfl 0"18 0"09 0"34 0"08 0"03 O'IC
1"64
1"61 0"95 0"87 1"00 0"11 0"16 0"19
0"86 0+13
2"19 1"60 0"38 0"18
1
Die Zirkulation dee Queeksilbers im Organismus.
15"/
Queeksilberumsatz: Gesan~te injizierte iMenge Hg zirka . . . . . . . . 48"0 Dureh Nieren und Darm ausgesehieden . . . . . . . . 4"48 In den Eingeweiden wiedergefunden . . . . . . . . . 1"64 An den Injektionsstellen wiedergefunden . . . . . . . 26"30 ]m iibrigen KSrper wiedergefunden . . . . . . . . . . 6"4 Im ganzen wiedergefunden . . . 88"S2 Verlust wfihrend des Versuehes: zirka 9"2 m g Hg oder zirka 19~ des Inj~zierten. Kaninchenversuch Vl, Versuch fiber Resorptions- und Ausscheidungsverhiiltnisse etc. be~ intramuskuliiren Inj ektionen yon O1. c i n e r e um. Es finden ]njektionen statt yon 0"05 ccm jeden 3. Tag, einer Queeksilbermenge yon ca. 22 mg entsprechend. (Tber die Yersuehsbedingungen siehe Versuch Nr. 3. Gewicht des Kaninchens: 20./I. 7 Uhr: 4850g, 6./II. 12 Uhr: 3900 g. Das Kaninehen vertr/igt die ]njektionen gut, ist die ganze Zeit hindureh tebhait und fril~t g'ern. Veto Gewichtsverlust abgesehen keine Vergiftungserscheinungen~ keine Diarhoe, H a m stets albumenfrei. Am 6./II. 12 Uhr mittags wird das Kaninchen in Athernarkose durch Er5ffnung der linken Arteria carotis eommunis getStet. Die Sektion ergab keine makroskopisch sichtbaren Ver~nderungen der Organe, dagegen fanden sieh an der Injektionsstelle folgende Veriinderungen: Nr. 1. (20./I.) in der Mitte ein kleines, erbsengrol~es, graulichesp trockenes, nekrotischesZentrum, um das aich ein sehr bedeutender, graugelber Gewebszerfall erstreekt, der grSller als bei den vorhergehendea Versuchen und yon liinglich eifSrmiger Gestalt. lqr. 2. (flS./I.) Ungefiihr wie bei der vorhergehenden Nekrose, n u r ist die zentrale Pattie hier nicht so gut markiert. Nr. 8. (26./I.) Gut erbsengrol~es, grauliehes Zentrum, urn das sich ein sehmaler, weilllicher, yon einem bedeutenden, graugelben Gewebszerfall umgebener Saum erstreekt. In der einen Ecke ein veritabler kleiner Abszelt mit gelbem Eiter. l~r. 4. (fi9./I.) Doppelt erbsengrol~e, homogene, halbtrockene, grau* liche Nekrose, um die sieh ein fester, sehmaler, weil~lieher, yon b e ~ n nendem, sehleimigen~ Zerfall u~ngebener Saum erstreckt. Nr. 5. (1./]I.) Grauliche, schleimige Masse, nieht so grofl wie bei Nr. 4. Von keiner nennenswerten Gewebsreaktion umgeben. Nr. 6. (4./II.) Zwisehen den Muskelfibrillen liegt 01. einereum, ohne bedeutendere Verfinderungen in der Umgebung. Nr. 7. (5.~II.) 01. einereum liegt fast ganz unveriindert zwisehen den Muskelfibrillen.
Lomholt.
158
GrSl]e
der
Queeksilberdepots.
i
Datum
I
2o./I. 5 U h r . . 26.
~
29:/fI.
- -
,
Z
: :
linke Wade ...... rechte ~ ...... linkes V o r d e r b e i n . . . rechtes Vorderbein . . llnke Wade. ..... r e c h t e W a d e 1. . . . . , , 2.....
.
Insgesamt..
0"05 0"05 0'05 0"05 0"05 0"05 0"05
[ I ] / I
22~0 13"8 92"0 14"8 22-0 I 14"1 22"0 1~'3 22-0 18"8 22"0 18"7 29"0 19"7
0"85 I 154-0
Queeksilberausseheidung in H a r n
116"2
8"2 7"2 7"9 5"7
8"2 3"8
2"3 87"8
und Stuhl. fm
V
i
28. ,, 2 4 . ,, 125.~
26.~ 197.,, ~8.,, 29.
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9
9
22"0 ' 29"0 9
t~1~ =~ ,~
90
0.65
950 3o0 250 850 400 210 250
0'38 0"51 0q;2 0"58 0,79 0"67 0"81
280 250 200 220 ~00 40
I
30' .
4.
92'0 9 9 22"0 29"0
,
5, . 6.
,
( | j ~1 J ~
I ~ I -~ I ~.
h
0'05 0"11 0"17 0"28 0-21 0"36
15 10 20 15 12 20
| ~ ~
. ~ ~1"~ ~
o-65 o.io
0"05 0"08 0"19 0"14 0"13 0"93
0"10 0"19 0"29 0"42 0"34 0"59
ii i !i! !i! 12 -4 i V. 8 4
0.18 -0"08 0"05 0"03 0~08 0"19
0"51 0"51 "0"70 0"63 0"75 0"70 0"98
1"76
8"83
I
Insgesamt...
6"57
Die Z i r k u l a t i o n des Q u e c k s i l b e r s im O r g a n i s m u s . Quecksilbergehalt
in Organen
und
159
Gewebe. i 5O 5O
o
r g a n
Hcrz. . . . . . . . . . . . 9 9 . Lungen . . . . . . . . . . . . . . . Lebcr . . . . . . . . . . . . . . . Gaile . . . . . . . . . . . . . . . . Magen . . . . . . . . . . . . . . . Mageninhalt . . . . . . . . . . . . D f i n n d a r m -[- I n h a l t . . . . . . . . Dickdarm + Blinddarm . . . . . . . Dickdarminhalt . . . . . . . . . . . Niercn . . . . . . . . . . . . . . . Him . . . . . . . . . . . . . . . . Blut . . . . . . . . . . . . . . . .
9 9 9 9 9 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
18 35 65
3 50 75 75 105 35 16
9 90
Insgesamt...
0.16 0.07 0.42 0"03 o.ofl 0"03 0"92 0"11 0"07 o-28 0'05 0"09
o.s9 I 0-20 I 0.65 1.00 0"04 0"04 0"29 0"11 t 0"fl0 j 1"751 0"56 I 0"10 i
1 "55
Quecksilberumsatz: G e s a m t c injizierte Q u c c k s i l b e r m c n g e zirka . . . . . . Durch Nieren und Darm ausgeschieden . . . . . . . In den Eingeweiden wiedergefunden . . . . . . . . . A n den I n j e k t i o n s s t e l l e n w i e d e r g e f u n d e n . . . . . . . Im ~brigen KSrper wiedergefunden . . . . . . . . .
154"0 8"33 1"55 116"2 11"9
I m g a n z e n w i e d e r g e f u n d e n . . . 136"98 V e r l u s t w ~ h r e n d des V e r s u c h e s z i r k a 17"0 m g H g o d e r z i r k a 1 1 % v o m Injiz~erten.
Benutzte Literatur. Abkfirzungen: A. --~ A r c h i v . - - Ann. - - A n n a l e s . - - J. ---- J o u r n a l . - - W . . _ ~ W o c h e n schrift. - - Z. - - Zeitschrift. - - Ztg. ~ Z e i t u n g . A. f. D. u. S. - - A r c h l y f f r D c r m a t o l o g i e u n d Syphilis. - - Ann. de D. et de S. " - A n n a l e s de D e r m a t o l o g i e et de S y p h i l i g r a p h i e . - - A. f. exp. P. u. Ph. - - A r c h l y f o r c x p e r i m e n t e l l e P a t h o l o g i c u n d P h a r m a k o l o g i e . C. R. - - C o m p t e s r e n d u s h e b d o m a d a i r e s des Sdances de l ' A c a d e m i e des Sciences. - - W . kiln. W. _z W i e n e r klinische W o c h e n s c h r i i t . - - W. reed. W. _~ W i e n e r m e d i z i n i s c h e W c c h e n s c h r i f t . Die B e d e u t u n g d e r iibrigen im T e x t a n g e w a n d t e n V e r k f i r z u n g e n ist t m m i t t e l b a r verstiindlich. 1. _ ~ h m a n n . U b e r B e h a n d l u n g yon Syphilis m i t M e r k u r i o l . A. f. D. u. S. Bd. X L V I I I . p. 15. 1899. - - 2. D e r s e l b e . Einige Bemerkungen
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Die Zirkulation des Queeksilbers im Organismus.
161
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~
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Die Zirkulation des Quecksilbers im Organismus.
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-
Die Erkl~iru.g der Kurven auf Taf. I--X ist dem Texte zu entnehmen.
Arch. f. D e r m a t . u. S y p h . Bd. CXXVi.
Tar. X.
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Tar. II.
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u. S y p h . Bd. CXXVI.
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Tar. IV.
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Arch. f. Dermat. u. Syph. Bd. CXXVI.
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Arch. f. Dermat. u. Syph. Bd, CXXVI.
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Arch. f. Dermat. u. Syph. Bd. CXXVI.
Taf. IX.
Kalomel II.--III.
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Arch. f. D e r m a t . u. Syph. Bd. CXXVI.
Tar. VIII.
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Kalomel I. F:
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Arch. f. Dermat. u. Syph. Bd. CXXVI.
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Tar. VII.
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Arch. f. Dermat. u. Syph. Bd. CXXVI.
Taf. V.
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