STANDORT (2016) 40:161–165 DOI 10.1007/s00548-016-0437-x
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Netzwerk DVAG Liebes DVAG-Mitglied, wie Sie wissen, hat es sich der Verband zu einer seiner zentralen Aufgaben gemacht, ein dichtes Netzwerk zwischen den ihm angeschlossenen Berufsgeographinnen und -geographen zu knüpfen. Groß und nahezu unüberschaubar ist jedoch die Vielfalt an Arbeitsfeldern und Branchen, in denen Verbandsmitglieder tätig sind. Um transparenter zu machen, wo potenzielle Ansprechpartnerinnen und -partner zu finden sind, gibt es an dieser Stelle einen „Marktplatz“ mit Informationen zum geographisch-beruflichen Leben der Mitglieder. Wir möchten Sie daher herzlich bitten, der Redaktion berufliche Veränderungen, besondere – etwa wissenschaftliche – Leistungen und Auszeichnungen, Berufungen etc. mitzuteilen. Auch Angaben zu personellen Veränderungen auf der Ebene der Arbeitskreise und Regionalforen sind wünschenswert, ebenso können Eintritte in den Verband aufgenommen werden. Bitte schicken Sie ein Foto in druckfähiger Auflösung mit. ucb
Geograph/innen in der Entwicklungs zusammenarbeit
Karriere mit Fallstricken: Das Mentoring des AK EZ hilft Die Beratung in der Karriere- und integrierten Lebensplanung von FachkollegInnen ist ein zentrales Anliegen des AK Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Seit 2003 hat einer der Sprecher
acht Ausbildungsgänge von Trainees, etwa 20 Praktikant/innen und diverse Uni-Abschlussarbeiten betreut, einige davon sehr intensiv mit Coaching. Darunter waren viele Geographen. Ein weiterer Sprecher des Arbeitskreises hat sich nach langen Auslandsjahren auf eine neue Tätigkeit im Inland umorientiert. Zudem haben wir seit Kurzem auch einen studentischen Sprecher in unserem AK begrüßen können, der sich demnächst selbst im STANDORT vorstellen wird. Bei unserem Mentoring-Angebot geht es uns immer auch darum, über die eigentliche Berufsberatung hinaus planvoll mit der EZ immanenten Ungewissheiten bezüglich Gesundheit, fairer Bezahlung für sehr hohe Arbeitsbelastung und Job-Zufriedenheit umzugehen. Grundtendenzen des Arbeitsmarktes in der EZ sind folgende: 1. Der Markt für EZ-Fachkräfte wird globaler, aber nicht grösser. 2. Die Besten haben nicht unbedingt die besten Chancen, es gibt Faktoren wie mögliche Gehälter, irrational gefühltes Passen zur Firmenkultur und Altersdiskriminierung, die wichtiger sein können. 3. Aufgrund kurzfristiger programmgebundener Stellen muss sich eine EZ-Fachkraft auf Brüche in der Karriere einstellen. Wechsel und Neuorientierung sind für viele trotz guter Lebensläufe nicht einfach. 4. Es gibt keine sichere Spezialisierung: die Wünsche in Bezug auf spezielle Kenntnisse sind volatil und Finanzierungs-Moden unterworfen. Spezialisierung ist wichtig für das Profil, jedoch werden Managementkenntnisse und Methodensicherheit immer wichtiger. 5. Berufliche Zufriedenheit durch das hohe Sozialprestige der EZ-Tätigkeit geht einher mit hohen Gesundheitsrisiken, einem wenig regulier-
Briefmarke der Deutschen Bundespost zur Entwicklungszusammenarbeit. (Scan: NobbiP)
ten Arbeitsmarkt, Problemen in der Altersvorsorge und Arbeitgebern, die Arbeitnehmerrechte gegen das Gefühl „wir sind doch eine tolle Institution“ ausspielen. 6. Vollzeitpositionen werden immer mehr durch Juniorpositionen aus eigenen Nachwuchsförderprogrammen besetzt, die mäßig bezahlt werden, vor allem aber Stress versprechen, kaum Übernahmegarantien für Dauerpositionen bieten und eine Familienplanung kaum möglich machen. 7. Auslandsstudium und breite Sprachkenntnisse, die teilweise über Kenntnisse der UN-Sprachen hinausgehen, werden verlangt, aber oft nicht bezahlt. Auslandsstudien in den USA, im Vereinigten Königreich oder in den Niederlanden, die noch vor 20 Jahren Karrieresicherheit bedeuteten und stipendienfähig waren, werden immer teurer, bringen aber keinen erkennbaren Gehaltsbonus. Entwicklungspolitische MBA-Studiengänge in Har vard, Bradford, Cran field oder an der London School of Economics sind fast unbezahlbar geworden. Es gibt zwei Wege für „Junge High Potentials“, die in der Entwicklungszusammenarbeit Fuß fassen wollen: frühe Auslandskarriere oder ein Start mit einer mäßig bezahlten Inlandstä-
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tigkeit, wenn man eine Familie gründen möchte. Der erste und zunächst schwieriger erscheinende Weg bedeutet einen planvollen Wechsel nach wenigen Jahren im Inland in die Auslandserfahrung. Trotz wechselnder Anforderungen haben die Arbeitsplatzbeschreibungen „Projektleiter und beratender Auslandsmitarbeiter“ seit etwa 50 Jahren Bestand, dieser „Beruf“ wird auch in absehbarer Zeit nicht verschwinden, obwohl es immer mehr lokale Berater oder Fachkräfte aus Übersee gibt – insbesondere aus Indien, Philippinen, Kenia, Äthiopien sowie aus fortgeschrittenen EZ-Ländern in Südamerika wie Peru und Kolumbien. Der zweite Weg ist nur aussichtsreich in Form eines Karriere-Wachsens in der Institution, verbunden mit einem Wechsel zwischen In- und Ausland und einer permanenten Neuorientierung und Fortentwicklung. Dabei muss oft mit dem Widerstand von Chefs gerechnet werden, die wenig oder keine Auslandserfahrung und vor allem keine interkulturellen Führungserfahrungen besitzen. Diese können keine Karriere-Visionen und Ziele setzen und betrachten Auslandserfahrung als Konkurrenz. Drei Fallbeispiele aus unserer Beratungspraxis verweisen auf besonders kritische Momente im Verlauf einer EZ-Karriere:
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schen Sprache und seiner Regionalerfahrung im arabischen Raum. Erster Auslandseinsatz Inlandsmitarbeiterin GIZ mit BWL/ Wasserbau-Hintergrund, familiär ungebunden: Üblicher Weg vom Praktikum zur Juniorstelle bei der GIZ, nun steht erste Auslandstelle an, die GIZ will sie im Nordirak einsetzen. Solche „Härtestellen“ tragen insbesondere für Alleinausreisende immer das Risiko eines großen persönlichen (Karriere-)Schadens in sich – Gesundheitsgefahren, Traumata durch aktive Konflikte. Wechsel zurück ins Inland nach längerer Auslandstätigkeit Diplom-Geograph, seit Diplom immer im Ausland, im Juli 2014 Rückkehr nach Deutschland mit dem Wunsch, wegen der Ausbildung der Kinder hier zu bleiben: Nach langer Suche fand er nun eine Stelle in einer kleinen NRO als Programmleiter mit hoher Verantwortung. NGO-Stellen im Inland sind im allgemeinen nicht üppig bezahlt: Der Verfasser selbst hatte nach acht Auslandsjahren vor etwa zehn Jahren erhebliche Schwierigkeiten, eine adäquate Stelle im Inland zu finden und musste einen deutlichen Gehaltsab-
schlag gegenüber seiner früheren Auslandstelle akzeptieren. Konkret arbeitet der Arbeitskreis Entwicklungszusammenarbeit im DVAG derzeit an einem noch passgenaueren Mentoring-Angebot inkl. Praktika-Empfehlungen (zwei Mitglieder des AK können Praktika vergeben). Weiterhin führt er Geograph/ innen auch an Themen wie Projektmanagement, Nothilfe, Armutsbekämpfung und wirtschaftliche Entwicklung heran, die über die klassischen geographischen Einsatzfelder in der EZ wie GIS, Regionalplanung und Ökologie hinausgehen. In diesem Sinne freuen wir uns darauf, Eure Anfragen zu beantworten und Euch persönlich im AK EZ kennenlernen zu dürfen. Andreas Spaeth Sprecher AK EZ/DVAG
Re-Migration hat viele Potenziale
Abschied von Deutschland „Exodus von Mustermigranten: Abschied von Almanya“. Medienberichte über die Abwanderung hochqualifizierter türkischer Fachkräfte sorgten
Berufseinstieg M. A. Politik, Mittelost- Regionalwissenschaften, Arabistik: Berufsstart im diplomatischen Dienst an einer Botschaft, dort Heirat, fand den diplomatischen Dienst nicht herausfordernd genug. Wechselte sehr jung als Landesleiter im Jemen zu einer kleinen, schlecht finanzierten NRO. Nach seiner Heimkehr (vor allem wegen seiner Fernehe und der schlechten Sicherheitslage im Jemen) kontinuierlich aufsteigende Positionen in drei NRO – insbesondere wegen seiner aktuell sehr gesuchten Kenntnisse der arabi-
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Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit – sinnstiftend und fordernd. (Foto: Stefan Auth, wikipedia; https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13426562)
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in den letzten Jahren für Aufsehen. „Tatsächlich ist diese Abwanderung kurzfristig ein Verlust, der sich aber mittel- bis langfristig für die deutsche Wirtschaft auszahlen kann“, betont Prof. Dr. Martin Franz, Osnabrücker Institut für Geographie und STANDORT-Fachbeirat. Er ist Mit initiator des deutsch-türkischen Kooperationsprojekts „(Re-)Migranten im deutsch-türkischen Innovationsnetzwerk – Identifikation und Kommunikation von Potenzialen für Wissenschaft und Wirtschaft – MIDETI.“ An dem Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird, arbeiten Wirtschaftsgeographen und Migrationsforscher an der Universität Osnabrück, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Yildiz Technical University Istanbul, der Ege University Izmir und der Ankara University mit. „Türkeistämmige Hochqualifizierte zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihr berufliches und privates Leben über Ländergrenzen hinweg gestalten und zumeist weder eine endgültige Rückkehr noch eine vollständige Assimilation in die deutsche oder türkische Gesellschaft anstreben“, berichtet Prof. Dr. Sebastian Henn von der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus dem Projekt. Der grenzüberschreitende Wechsel von Lebensorten sei damit kein einmaliger, sondern häufig ein mehrmaliger Vorgang im Leben von türkeistämmigen Hochqualifizierten. „Sie bilden damit eine lebendige Brücke zwischen Deutschland und der Türkei, von der Wirtschaft und Wissenschaft profitieren können.“ Hochqualifizierte, die aus Deutschland in die Türkei migrieren, gründen in der Türkei neue Unternehmen oder nehmen Schlüsselpositionen in Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen ein. Dabei bleiben sie Deutschland zumeist verbunden. „Die Kontakte, die Akademiker während der Ausbildung in Deutschland knüpfen, bleiben oft auch nach der Rückkehr in die Heimat bestehen. So bilden sich Netzwerke,
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gegenseitige Direktinvestitionen können gefördert werden, und der Wissenstransfer wird gestärkt“, berichtet Prof. Henn. „Menschen mit Migrationshintergrund sind oft wichtige Brückenköpfe für Unternehmen. Sie können Unternehmen dabei helfen, die Besonderheiten des jeweils anderen Landes besser zu verstehen und sind wichtig für die Kommunikation zwischen den Unternehmensstandorten in Deutschland und der Türkei“, ergänzt Prof. Dr. Martin Franz. Das MIDETI-Projektteam hat zu diesem Thema eine Broschüre mit dem Titel „Migration verbindet“ herausgebracht. Diese kann im Internet unter der Adresse www.mideti.uni-jena.de/ joomla/broschuere.pdf heruntergeladen werden.
Universität Osnabrück
Regelmäßige DVAGVeranstaltungen
Berlin, jeden zweiten Dienstag im Monat, 19.00 Uhr Stammtisch des DVAG-Forums Berlin-Brandenburg-Mecklenburg-Vorpommern im Restaurant Giraffe, Klopstockstraße 2. Kontakt: Dr. Christof Ellger, Ute Christina Bauer. Bonn/Rhein-Sieg/Ahr, jeden zweiten Donnerstag im Monat Regelmäßiger Stammtisch des Regionalforums in Bonn. Mitglieder werden vorab per E-Mail über der Treffpunkt informiert. Wer noch nicht im regionalen E-Mail-Verteiler ist, kann sich gern an die Sprecher/innen wenden. Kontakt: Julia Fuchs, Jan Grade.
langen. Kontakt: Simon Reichenwallner, Markus Neufeld. Frankfurt, jeden letzten Mittwoch im Monat, 18.30 Uhr Stammtisch des DVAG-Forums Rhein-Main in Frankfurt zum informellen Austausch, meist in einem zentral gelegenen Café bzw. Restaurant. Dem „Einkehrschwung“ geht oft ein kleiner „urbanistischer Spaziergang“ zu Themen wie Stadtplanung oder Immobilienmarkt voraus. Über den jeweils aktuellen Treffpunkt und die geplante Unternehmung wird eine Woche vorher mittels E-Mail-Verteiler des DVAG-Forums Rhein-Main sowie in der DVAG-Gruppe auf XING informiert. Falls möglich, wird um eine vorherige Anmeldung gebeten, spontane Gäste sind dennoch willkommen. Fragen und Rückmeldungen an: Silvia Wuchenauer, E-Mail: wuchenauer@ bulwiengesa.de oder Christian Stroder, E-Mail: Christian.Stroder@eu. jll.com. Hamburg, jeden ersten Mittwoch im Monat, 20.00 Uhr Regelmäßiger Stammtisch des Forums Hamburg, wechselnde Locations. Mitglieder werden jeweils über den neuen Ort benachrichtigt. Kontakt: Andreas Obersteg, Jan Kotonski. Köln, jeden zweiten Mittwoch im Monat, 20.00 Uhr Regelmäßiger Jour fixe des Forums Köln, wechselnde Kneipen. Mitglieder werden per E-Mail über den Treffpunkt informiert. Kontakt: Stefan Hilger. München
Erlangen, jeden zweiten Mittwoch im Monat 19.00 Uhr Regelmäßiger Stammtisch des Forums Erlangen/Nürnberg im Steinbach Bräu, Vierzigmannstraße 4, 91054 Er-
Das DVAG Regionalforum München trifft sich an wechselnden Standorten zum Stadtspaziergang und zum Stammtisch. Mitglieder des Forums werden darauf jedes Mal per E-Mail
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hingewiesen; außerdem sind alle Infos auf der DVAG-Homepage unter dem Stichwort „Regionalforum München“ nachzulesen. Kontakt: Daniel Gromotka, Irene Klemkow, Daniela Finke. Münster Der DVAG-Stammtisch Münster trifft sich in wechselnden Lokalitäten. Stammtischtermine und Örtlichkeiten werden über den Regionalverteiler bekannt gegeben oder können bei den Forumssprecherinnen Anna Heuck und Jana Werring erfragt werden. Stuttgart, jeden ersten Dienstag im Monat, 19.00 Uhr Stammtisch des Forums Stuttgart, wechselnde Kneipen. Ca. zweimal jährlich findet der Stammtisch in Tübingen statt. Mitglieder werden per E-Mail über den Treffpunkt informiert. Interessenten können nachfragen unter
[email protected]. Kontakt: Anna Hussinger, Thomas Holy. Die Kontaktdaten der Forumssprecher sind am Ende des Heftes in der Rubrik „Organe des Verbandes“ zu finden.
Aktuelle DVAGVeranstaltungen
7. Juli, 17.30 Uhr, Münster Infrastruktur-Großprojekt in Müns ter: Ausbau der „Stadtstrecke“ des Dortmund-Ems-Kanals – verkehrs wirtschaftliche Bedeutung, Pla nungsprozess und stadträumliche Bedeutung Die Planungen für den Ausbau der Stadtstrecke Münster des Dortmund-Ems-Kanals laufen seit über 10 Jahren und inzwischen sind die Umbauarbeiten an Ufer, Dükern und Brücken in vollem Gange. Die inte-
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grierte Lage im Siedlungsgebiet erfordert dabei besondere Maßnahmen – sowohl im Planungsprozess als auch bei der Projektumsetzung. Gemeinsam mit Experten werden wir im Rahmen einer Fahrrad-Exkursion dieses Großprojekt, seine Besonderheiten und stadträumlichen Auswirkungen erkunden. Exkursion des DVAG-Regionalforums Münster in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Angewandte Geographie Münster e. V. Der genaue Ort und weitere Infos werden über den Regional-Verteiler Münster(land) bekannt gegeben oder können bei den Ansprechpartnern erfragt werden. Veranstaltungsort: Münster. Teilnahmegebühr: keine. Programm und Anmeldung über die Ansprechpartner: Anna Heuck und Jana Werring, E-Mail:
[email protected]; E-Mail: anna.heuck@ uni-muenster.de.
2./3. September, Region Köln/Bonn. Last Exit FOC? Die Zukunft des Einzelhandels abseits der Metropo len Der Strukturwandel im Einzelhandel, den vor allem das Internet auslöst, verändert die Handelslandschaft grundlegend: Während die Innenstädte der Metropolen offenbar zu den Gewinnern gehören, wird der Wettbewerb für die Stadtteilzentren sowie für die kleineren und mittleren Städte deutlich härter. Was das vor Ort bedeutet und welche Strategien die privaten und die öffentlichen Akteure verfolgen, steht im Mittelpunkt dieser Fachtagung. Wir beschäftigen uns mit der Zukunft der Stadtteilzentren in Köln und mit den Klein- und Mittelstädten in der Region Köln/Bonn. Wir fragen: Welche Strategie verfolgen die Händler, wie agiert die Kommunalpolitik, und wie geht das Land Nordrhein-Westfalen vor? Das Factory Outlet Center in der Kleinstadt Bad Münstereifel sowie andere kleine Zentren in der Region Köln/Bonn stehen auf dem Programm einer Busexkursion. Dabei stellen wir die Frage, ob ein FOC eine Perspektive auch für andere kleine Städte sein kann.
Fachtagung und Exkursion der DVAG-Arbeitskreise Stadtentwicklung und Einzelhandel und der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Veranstaltungsort: Region Köln/Bonn. Teilnahmegebühr: Wird noch bekanntgegeben. Ansprechpartner: Heiner Schote, Email: Heiner.Schote@ hk24.de; Verena Isenberg, E-Mail:
[email protected].
27./28. Oktober, Bonn Die Vereinigten Staaten von Europa – Anspruch und Wirklichkeit II „Wie stellt sich das heutige Europa im Vergleich von vor 25 Jahren dar?“ lautet die Kernfrage der Tagung: Im Jahr 1991 – kurz nach dem Fall des „eisernen Vorhangs“ – befasste sich der DVAG schon einmal auf einer Fachtagung mit der Situation in Europa und den Ansprüchen an ein geeintes Europa. Heute soll – unter mittlerweile völlig anderen Rahmenbedingungen – den nachstehenden Fragen nachgegangen werden: Ist die Integration der neuen Staaten in die Europäische Gemeinschaft gelungen? Und: Konnte das soziale Gleichgewicht innerhalb Europas hergestellt werden? Namhafte Referenten aus der Praxis von der kommunalen Basis bis hin zum Europäischen Parlament stellen ihre Antworten auf die genannten und auf weitere Fragen vor und diskutieren sie in Arbeitsgruppen mit den Teilnehmern. Fachtagung des Regionalforums Bonn in Kooperation mit der VHS Bonn und der EU Kommission Regionalvertretung Bonn. Veranstaltungsort: Volkshochschule der Bundesstadt Bonn, Mühlheimer Platz 1, 53103 Bonn. Teilnahmegebühr: DVAG Mitglieder: 40 Euro, Studierende: 20 Euro, Gäste: 80 Euro. Programm und Anmeldung: www.geographie-dvag.de; Ansprechpartner: Arnulf Marquardt-Kuron, E-Mail: arnulf.
[email protected]; Thomas J. Mager, E-Mail:
[email protected].
11. Oktober, Augsburg Place Branding – Städte und Regio nen auf dem Weg zur Marke Ob Metropolregionen, Kleinstädte oder ländliche Räume, ob Gewerbeparks, Neubaugebiete oder Tourismusregionen – alle versuchen, ihre
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Einzigartigkeit und Besonderheit zu vermarkten, um sich im zunehmenden Wettbewerb um Investoren, Fachkräfte oder Urlaubsgäste von den Konkurrenten abzusetzen. Dabei genügt heute aber nicht mehr nur das Aufzeigen von Standortvorteilen, das Marketing von Vorzügen und die Bewerbung typischer Markenzeichen eines Raumes. Vielmehr werden mittlerweile Aspekte wie Ansehen, Loyalität und Vertrauen, die Attraktivität lokaler Produkte und Dienstleistungen sowie die Unterscheidbarkeit von konkurrierenden Standorten immer bedeutsamer. Um in diesem Felder erfolgreich zu sein, reicht allein eine Verbesserung des Images und der Bekanntheit nicht
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mehr aus. Stattdessen ist von Städten und Regionen die Positionierung des Standortes als Marke gefordert! Mit einfachen Worten: Vom Marketing zur Marke! Place Branding ist aber mehr als nur die Übertragung des Produktmarketings auf Orte und Regionen. Schließlich sind Räume und deren Zielgruppen sehr viel heterogener und komplexer als Schuhe, Burger oder Autos. Dies gilt erst recht für den Markennamen. Immerhin sind Städte und Regionen mehr als nur der Produzent eines oder mehrerer Artikel. Fragen der Profilbildung und der Positionierung müssen daher beim Place Branding völlig neu gedacht werden. So wird das Place Branding auch mul-
tidimensionaler und die Markenentwicklung ungleich vielschichtiger als bei klassischen Produkten. Aber: Der Aufbau und das Führen von Standortmarken sind möglich. Sie entstehen jedoch – ebenso wie Produktmarken – nicht automatisch, sondern müssen gezielt erarbeitet werden. Wie diese Aufgabe in Städten und Regionen erfolgreich gelingen kann, darüber wird bei der zweiten Martinitagung der Angewandten Geographie Schwaben informiert und mit Praktikern diskutiert. Fachtagung des DVAG-Regionalforums Schwaben im Zeughaus Augsburg. Anmeldung über www.geographie-dvag.de, E-Mail:
[email protected]; Ansprechpartner: Dr. Bernhard Kräußlich.
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