Z Außen Sicherheitspolit (2015) 8:139–150 DOI 10.1007/s12399-014-0476-y Bericht
Konferenzbericht zur 4. Sektionstagung der Sektion Internationale Politik der DVPW Maja Henke · Stephan Liedtke · Simon Ruhnke
Online publiziert: 18. Dezember 2014 © Springer Fachmedien Wiesbaden 2014
1 Einleitung Ist gute Lehre immer auch neue Lehre? Was macht gute Lehre aus? Wie unterscheiden sich traditionelle und neue Lehre? Die Gedanken von über 100 TeilnehmerInnen der 4. Sektionstagung der Sektion Internationale Politik der DVPW gingen am Donnerstagabend, dem 25. September 2014, solchen Fragen nach. Diese inhaltliche Eröffnung mit einem ZIB-Roundtable bildete einen gemeinsamen Einstieg in die Konferenztage, die schon mittags mit den ersten Panel-Diskussionen begonnen hatten. Die Vortragenden des Roundtable präsentierten aus ganz unterschiedlichen Sichtweisen, wie sie gute Lehre verstehen und zu gestalten versuchen: Anja Mihr (Utrecht University) erläuterte sehr anschaulich, wie es mit Massive Open Online Courses (MOOCs) gelingen kann, bis zu zehntausende Interessierte zu einem Thema arbeiten und lernen zu lassen. Trotz der Schwierigkeiten der technischen Umsetzung solcher online-basierten Angebote und der Notwendigkeit sich als DozentIn neuen Benotungsformen gegenüber offen zu zeigen, appellierte sie aus ihrer Erfahrung nachdrücklich, die Chance, die MOOCs darstellen, zu nutzen. Heidi Maurer (Maastricht University) berichtete wie problem-basiertes Lernen funktionieren kann, dass aber auch in solchen Lernumgebungen Studierenden immer wieder aufgewiesen werden sollte, dass Lernprozesse inkrementell verlaufen und nicht zuletzt von individueller Motivation und Wissensdurst bestimmt werden. Thomas M. Henke () · S. Liedtke · S. Ruhnke Universität zu Köln, Gottfried-Keller-Straße 6, 50931 Köln, Deutschland E-Mail:
[email protected] S. Liedtke E-Mail:
[email protected] S. Ruhnke E-Mail:
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Müller (Universität Bielefeld) stellte anschaulich dar, welche Vor- und Nachteile Promovierenden an Graduiertenschulen erwachsen, da sie einerseits für das eigene Lernen (und Forschen) sehr gute Bedingungen vorfinden, andererseits aber teilweise unzureichend auf eigene Lehraufgaben vorbereitet werden bzw. diese mangels Zeit gar nicht übernehmen können. Rainer Hülsse (LMU München) bannte sein Publikum mit der Vorstellung seines Modells dozentenzentrierter Lehre, welches in einer Kombination aus Frontalunterricht und der „sozialen Konstruktion“ der Studierenden als interessierte, motivierte und pro-aktive KursteilnehmerInnen („Meine Studenten sind das, was ich aus ihnen mache“), sowohl Anreize für Studierende setzt, als auch Dozierende und ihre Bedürfnisse bzw. Leistungsgrenzen berücksichtigt. Gunther Hellmann (Goethe-Universität Frankfurt) war es inhaltlich vorbehalten, die verschiedenen Perspektiven des Roundtable unter einer Trias zusammenzufassen, die gute Lehre ausmache und welche die Roundtable-TeilnehmerInnen wohl alle unterstützen: Problembewusstsein zu entwickeln, Reflexion anzuregen und Problemlösungskompetenzen zu vermitteln. Für alle im Plenum in eigener Lehre direkt anwendbar, berichtete Professor Hellmann, dass seine Studierenden vor jeder Sitzung eine inhaltliche Frage zur Lektüre einreichen müssen, um eine intellektuelle Beschäftigung mit dem Gelesenen nachzuweisen. Vor dem Roundtable hieß Professorin Anna Geis die TeilnehmerInnen der Tagung ganz herzlich in Magdeburg willkommen – nicht ohne die landespolitische Diskussion um den Fortbestand der Politikwissenschaft am Standort Magdeburg zu erwähnen und im Beisein des Rektors der Otto-von-Guericke Universität den gesellschaftlichen Wert von Landesgeldern für politikwissenschaftliche Forschung und Lehre hervorzuheben. Die gesamte Tagung war vom Organisationsteam sehr gut vorbereitet; die TeilnehmerInnen konnten sich stets gewissenhaft mit den kleinen und großen Konferenzsorgen an die zahlreichen HelferInnen wenden. Die rege Teilnahme und gewinnbringende Diskussionen beim Roundtable waren für die gesamte Konferenz stilbildend. Im Folgenden werden wir die Beiträge und Diskussionen jener Panel nachvollziehen, die wir besucht haben. Insofern ist die Auswahl berücksichtigter Beiträge willkürlich. Wir geben damit keine inhaltliche oder anderweitige Bewertung über die Konferenzbeiträge ab. 2 Transnationale Politik als interpretative Praxis (Panel A1) In diesem Panel beschäftigten sich die Vortragenden mit Prozessen in internationalen Foren der Politik, der Übertragung von Informationen und Wissen, sowie der Konstitutionalisierung von Handlung innerhalb der Foren. Alejandro Esguerra Portocarrera (FU Berlin und UFZ) stellte hierbei heraus, dass kommunikatives Handeln zwischen RegierungsvertreterInnen zur Herausbildung neuer Regelstrukturen auf der Grundlage von bereits vorhandenem Wissen führe. Besonders vor dem Hintergrund von Aushandlungen unterschied Esguerra Portocarrera verschiedene Funktionen des Wissens. Polity bezeichnet er als den inhaltlichen Gehalt des Wissens, politics als das Wissen, welches durch vorhandene Institutionen besteht. Polity knowledge grenzte er von diesen etablierten Begriffsverwendungen als die Art ab, in der Wissen durch Taktieren greifbar gemacht wird. Wird dieses Wissen gekonnt angewendet, sei dies Aus-
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druck von Macht. Fabian Schroth (TU Berlin) wiederum untersuchte, wie Instrumente zur CO2-Reduktion entwickelt, ausprobiert und verändert bzw. wieder fallen gelassen werden. Dies hilft ihm, den Clean Development Mechanism als weit genutztes Instrument zur CO2-Reduktion in seiner Entstehung zu erklären. Außerdem legte Ingo Take (Universität Bremen) seine systemtheoretische Analyse der Kommunikation von NGOs dar. Hierbei stellte er heraus, auf welche Weise eine binäre Kodierung innerhalb komplexer und referentiell geschlossener Gesellschaftssysteme selektiert. Ein entstehendes Problem sei aber, dass bestimmte Belange durch die binäre Kopplung nicht erfasst werden könnten. Einzelne soziale Systeme seien durch strukturelle Kopplung verbunden, was dazu führe, dass bestimmte Zusammenhänge als bearbeitenswert wahrgenommen würden, andere nicht. Beispielhaft führte er hierbei die Kommunikation von NGOs an, die nicht bestimmen können, welche ihrer Vorschläge auf welche Weise (pos./neg.) aufgenommen werden und wofür sie weiterverwendet werden. Durch NGOs würden also Problemformulierungen für die Zielsysteme kodiert. NGOs müssten hierfür also die Funktionslogik und die binäre Kodierung kennen. Insofern identifizierte er die Ausprägung dafür geeigneter Kenntnisse und Fähigkeiten als wichtiges Erfolgsmerkmal für nicht-staatliche Akteure. Durch diese Kenntnis nähmen sie innerhalb von Kommunikationsprozessen auch eine stabilisierende Funktion ein. 3 Die Arktis als Konflikt- und Kooperationsraum (Panel B4) Im Panel B4 widmeten sich die ReferentInnen der Frage, ob die Arktis als Konfliktbzw. als Kooperationsraum konstruiert wird und inwieweit diese Rezeption mediale Verbreitung findet. Diese Frage stellt sich seitdem der Klimawandel das Eis der Arktis schmelzen lässt, mutmaßlich große Rohstoffvorkommen zugänglich werden und nunmehr eisfreie Wasserwege für die Schifffahrt passierbar macht. Golo Bartsch (Ecologic Institute) betonte, dass die publikumswirksame Darstellung eines „Goldrausch-Mythosʼ“, oder eines drohenden „Ressourcenkriegs“ die tatsächliche Lage in der Arktis verzerrt wiederspiegele und eine Militarisierung der Wirklichkeit herbeirede, die es so nicht gebe. Auch Dorothea Wehrmann (Universität Bielefeld) widmete sich diesem Gegenstand und arbeitete in einer Analyse der Berichterstattung in amerikanischen und kanadischen Medien heraus, wie das Narrativ dieses Konfliktraums in den vergangenen 20 Jahren auch in Nordamerika medial etabliert wurde. 4 „Besondere Beziehungen“ in der Außenpolitik (Panel C5) Das Panel zu besonderen Beziehungen in der Außenpolitik versammelte Beiträge, die diese konzeptionelle Brücke zwischen klassischer Außenpolitikforschung und Internationalen Beziehungen für gewinnbringende Analysen bilateraler Untersuchungsgegenstände zu Nutzen wussten. Simon Weiß (Universität Heidelberg) illustrierte am Beispiel des ukrainisch-russischen Verhältnisses, dass für die Russische Föderation die Beziehungen zu Staaten im post-sowjetischen Raum eine besondere außenpolitische Ausprägung hätten, die kulturelle, historische und demographische Gründe habe. Laura Krüger stellte einen Beitrag von Edmund Ratka und Bernhard Stahl (alle Univer-
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sität Passau) vor, der auf Basis eines positiven Spiralmodells die deutsch-tunesischen Beziehungen seit dem Beginn des Arabischen Frühlings als „kantianische Freundschaft im Werden“ analysierte. Publikum und Panel-Chair diskutierten diesbezüglich insbesondere die Frage, ob sich die positive Spirale der Beziehungen nicht durch äußere Entwicklungen auch wieder umkehren könne, also ob eine derartige Analyse teleologische Schlussfolgerungen zulasse. In seinem Konferenzbeitrag fußte Jens Morgen (Universität Jena) seine Analyse deutscher Beteiligung an Bündniseinsätzen auf eine soziologische Konzeptualisierung von Solidarität und warf somit die Frage nach dem Zusammenhang von Solidarität und dem Konzept besonderer Beziehungen auf. 5 Legitimität globalen Regierens (Panel D3) Im Panel Legitimität globalen Regierens betonte Maya Hatsukano (Universität Frankfurt) die Bedeutung von negativen Heuristiken, deren Einsatz zum Erreichen politischer Ziele und vor allem der Hierarchisierung sozialer Gruppen diene. Nele Noesselt (GIGA Hamburg) widmete sich der ‚neuen‘ Rolle Chinas in der global governance. Die eingetretene Pluralität global handelnder Akteure erfordere neue Möglichkeiten, um gleichermaßen Partizipation und Verrechtlichung im ‚globalen Regieren‘ zu erreichen. Angesichts des (Wieder-)Aufstiegs Chinas stelle sich dabei die Frage, ob China ein ‚anderer‘ Akteur sei oder diese Selbstzuschreibung vielmehr der Legitimation seiner Interessen diene. Noesselt machte drei Entwicklungen aus, die für diese Frage von Bedeutung seien: Die Erfassung des Wandels im internationalen System, die Art und Weise wie (im wissenschaftlichen Diskurs) über die Welt nachgedacht wird und inwieweit Krisen als critical junctures dieser ersten beiden Entwicklungen dienen. Die chinesische Debatte über Internationale Politik verlaufe nicht isoliert, sondern werde anhand von Chinas Forderung nach erhöhten Stimmwerten im Internationalen Währungsfonds und der Weltbank auch praktisch deutlich. Ingo Take (Universität Bremen) stellte die Frage, ob europäische Parteien das demokratische Defizit der Europäischen Union verringern könnten. Derartig organisierte Parteien müssten aus den nationalen Kontexten herausgelöst agieren, um eine europäische Debatte führen zu können und innerhalb einer europäischen Öffentlichkeit demokratische Teilhabe zu ermöglichen. Die Mittagspause am Freitag wurde verschiedentlich genutzt. Zum einen konstituierte sich die Themengruppe Diskursforschung in den Internationalen Beziehungen und zum anderen informierten Sebastian Harnisch und Kai Oppermann beim Treffen der Themengruppe Außen- und Sicherheitspolitik über Funktion, Pläne und Veranstaltungen der Gruppe. Zu letzteren zählen neben dem Email-Newsletter der Themengruppe unter anderem die Durchführung von zwei Panels und Werkstattgesprächen für NachwuchswissenschaftlerInnen auf der Sektionstagung. 6 Fiaskos in internationalen Beziehungen und Außenpolitik (Panel E5) Im Panel Fiaskos in internationalen Beziehungen und Außenpolitik befassten sich Kai Oppermann und Alexander Spencer zunächst mit den Narrativen über derartige
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Fiaskos. Dabei unterschieden sie zwischen kognitiven Narrativen, die im Denken, Sprechen und Verstehen zum Ausdruck kommen, sowie kulturellen Narrativen, die einbettend wirken, um Identitäten zu schaffen. Zentrale Fragen seien, wie Narrative erzählt würden und warum sich manche Darstellungen von Fiaskos durchsetzen und andere nicht. Für die Untersuchung dieser Fragen gäbe es allerdings keine objektiven Kriterien; Rechtfertigung und eigene Handlung würden oftmals zueinander in Beziehung gesetzt. Mischa Hansel (Universität Gießen), Henrike Viehrig (Universität Bonn) und Danae Ankel (Universität Köln) arbeiteten in ihrem Beitrag anhand einer Medienanalyse heraus, dass außenpolitisches Handeln in Deutschland dann als Fiasko wahrgenommen werde, wenn ein Ausscheren aus dem Multilateralismus erkennbar sei. Entscheidende Bedeutung habe die Frage, wer ein Fiasko definiert. In seinem Kommentar erkannte Gunther Hellmann die wissenschaftliche Relevanz der Erforschung von Fiaskos an und betonte, dass der Fiasko-Begriff dennoch ein von AkademikerInnen geformter Begriff bleibe. Begrifflich beschreibe die epistemologische Herkunft eine gescheiterte Theaterinszenierung. Eine wichtige Unterscheidung zum Fehler-Begriff sei, dass ein Fehler ‚begangen‘ werde, sodass eine begriffliche Differenzierung angebracht sei. Merkmale eines Fiaskos sind laut Hellmann das Wechselspiel zwischen einem Akteur, der etwas liefern will, und dem Publikum, in dessen Wahrnehmung er aber kläglich scheitert. Es komme demnach zu einer Schuldzuweisung seitens des Publikums. Hellmann schlussfolgerte, dass ein Fiasko ein Scheitern von politisch Handelnden ist, in einem Maße, das über Fehler hinausgehe. Zu erforschen bleibt, wie ein Ereignis zum Fiasko wird und warum es im Publikum derartig interpretiert wird. 7 Sicherheitskommunikation in Demokratien (Panel G1) In dem Panel um Sicherheitskommunikation in Demokratien stellte zunächst Daniel Jacobi die zusammen mit Gunther Hellmann (beide Goethe-Universität Frankfurt) erzielten Forschungsergebnisse zu Sicherheitskommunikation und Sicherheiten der Gesellschaft vor. In der bisherigen Forschung stünde Sprache als strukturierendes Element von Austauschprozessen oftmals im Vordergrund. Bei der Betrachtung des Austauschs von Informationen würden vor allem Sender-Empfänger-Beziehungen betrachtet. Hierbei existierten jedoch die beiden Akteure schon als vollkommene Identitäten, der Kommunikationsprozess selbst würde nicht genauer betrachtet und oftmals außer Acht gelassen. Dieser Prozess impliziere ein Verständnis von Kommunikation als dem Senden einer Nachricht, dem Übermitteln von Informationen und deren Verstehen und Kontextualisierung. Kommunikation finde also im Vollzug statt, es müsse etwas angeschlossen werden, damit die Kommunikation aufrechterhalten wird, ansonsten verblasse sie wieder. Sie sei dabei gekennzeichnet von An- und Abwesenheit, wobei Gesellschaft als Abwesenheitsphänomen konzeptualisiert werden könne. Darüber hinaus bedeute Kommunikation, dass die Grenzen des eigenen Handelns vorausgesehen werden können. Es entstehe eine dreifache Kontingenz, weshalb mit der Gesellschaft als umfassendem Kontext gerechnet würde. Dies stelle eine aktualisierte Version von Öffentlichkeit dar. Denis Liebetanz (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) befasste sich in seinem Beitrag mit „Security
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Studies als Beobachtungen dritter Ordnung: weshalb wir uns für die Beobachtung von Sicherheitskommunikation interessieren sollten“. Er unternahm den Versuch, Kontexte herauszuarbeiten, an denen sichtbar wird, wie Sicherheitskommunikation in verschiedenen regionalen Zusammenhängen funktioniert und hierdurch Sicherheits- beziehungsweise Gefährdungsperzeptionen hervorruft. In diesem Kontext stellte Liebtanz beispielhaft fest, wie Sicherheitskommunikation in Region A durch Akteure in Region B rezipiert und als Legitimation für das Argument der Herstellung von Sicherheit dort genutzt werde (securitization). Benjamin Herborth (Universität Groningen) und Oliver Kessler (Universität Erfurt) befassten sich mit der Rolle des Publikums in der securitization theory. Hierbei hoben sie die Performanz beim Sprechen über Sicherheit und während des Sprechens über Ausnahmezustände hervor. Diese würde über Sprechakte der Versicherheitlichung herbeigeführt, die wiederum von der Zuhörerschaft akzeptiert werden müssten, um wirksam zu sein. Gleichzeitig werde dem Publikum hierbei in seiner Rolle Passivität unterstellt. In seinem Kommentar zu den Beiträgen wies Stephan Stetter von der Universität der Bundeswehr München auf die Gefahr des simplistic hypothesis building innerhalb der Securitization-Forschung hin, wobei umfassendes theorie-basiertes Fragen oft im Hintergrund bleibe. Hinzu komme es in Sicherheitsdiskursen zu einer Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Abschließend stellte er an das Plenum die Frage, warum sich Sicherheit so gut für die Reifikation eigne. Der geneigte Konferenzteilnehmende wird sich nun fragen, was mit den wichtigsten Stunden einer Konferenz, den Abendstunden, sei? Nun ja, wer versuchte, in der Magdeburger Innenstadt ein Restaurant ohne PolitikwissenschaftlerInnen zu besuchen, wird verzweifelt aufgegeben haben. Allerdings gab es vor dieser kulinarisch-privaten Abendgestaltung an den ersten beiden Konferenztagen auch gut besuchte Abendveranstaltungen. Freitags diskutierten die in der Nachwuchsgruppe organisierten, nicht-professoralen WissenschaftlerInnen ihre Anliegen und Probleme. Anschließend konnten sie dank der Unterstützung von Springer VS etwaig entstandene Frustration bei Rot- und Weißwein eindämmen. Im Anschluss an das eingangs besprochene ZIB-Roundtable traf sich ein Großteil der Teilnehmenden am ersten Konferenztag auf dem Tagungsempfang, der von der Zeitschrift für Internationale Beziehungen, dem Nomos-Verlag und der Magdeburger Universität unterstützt wurde und auf dem die geschäftsführende ZIB-Herausgeberschaft übergeben wurde. 8 Konferenzbeiträge Alejandro Esguerra Portocarrera (FU Berlin, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig): Regierungswissen in Aushandlung; Fabian Schroth (TU Berlin): Die Herstellung des Clean Development Mechanism als Instrument zur CO2Reduktion; Ingo Take (Universität Bremen): Systemübergreifende Kommunikation durch NGOs: Die Funktion von NGOs in systemtheoretischer Perspektive; Eugénia da Conceição-Heldt (TU Dresden), Martin Koch (Universität Bielefeld), Andrea Liese (Universität Potsdam): Internationale Organisationen: Über Blinde und die Gestalt des Elefanten; Klaus Dingwerth (Universität Sankt Gallen), Ina Lehmann (Universität Sankt Gallen), Ellen Reichel (Universität Sankt Gallen), Tobias Weise
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(Universität Sankt Gallen), Antonia Witt (Universität Bremen): Many pipers, many tunes? Die Legitimationskommunikation internationaler Organisationen in komplexen Umwelten; Benjamin Faude (Wissenschaftszentrum Berlin): Zur Dynamik interorganisationaler Beziehungen: Wie aus Konkurrenz Arbeitsteilung entsteht; Tine Hanrieder (Wissenschaftszentrum Berlin): Pfadabhängigkeit und paradoxe Reformeffekte: Die Fragmentierung der Weltgesundheitsorganisation; Stefan Engert (Universität Konstanz): Diagnose: Versöhnung, unvollendet! 25 Jahre Aufarbeitung des SED-Unrechts aus der vergleichenden Transitional-Justice-Perspektive; Julia Egle (Universität Göttingen), Anja Jetschke (Universität Göttingen): Theoretisch stark, empirisch schwach? Der Internationale Strafgerichtshof als eingehegter Gerichtshof; Clara Braungart (HSFK Frankfurt): Frieden oder Gerechtigkeit? Vergebung oder Vergeltung? Religiöse NGOs und transitional justice; Bernd Bucher (Universität Bielefeld): Von Normerosion und Normkontestation zu Normenkonkurrenz; Mathias Großklaus (FU Berlin): Gezielte Tötung und das Attentat-Tabu zwischen Staaten: Ein praxistheoretischer Blick auf die Erosion sicherheitspolitischer Normen; Heike Brabandt (Universität Bremen): Die Erosion internationaler Normen: Großbritannien und der Schutz geschlechtsspezifisch Verfolgter; Julia Simon (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg): EU-Demokratieförderung nach dem Arabischen Frühling: Die Renaissance eines ‚leeren‘ Konzepts?; Ulrich Schuster (Research Academy Leipzig, Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaft): Deutschlands konfliktträchtiges Rollenverständnis im transatlantischen Verhältnis (1997–2011); Siegfried Schieder (Universität Trier): Vom warfare state zum welfare state: Gibt es einen Konnex zwischen Wohlfahrtsstaatlichkeit, sozialer Ungleichheit und Außenpolitik?; Mariano Barbato (Universität Passau): Die Legionen des Papstes: Pilger und Pilgerzentren als Machtbasis internationaler Politik; Verena Diersch (Universität Köln): Akteure und Institutionen der Cybersicherheitspolitik: Cybersicherheit im Spannungsfeld von Wirtschaftspolitik und Geheimdiensten; Caroline Kärger (Universität Duisburg-Essen), Janet Kursawe (Universität Duisburg-Essen), Daniel Lambach (Universität Duisburg-Essen): Agency in den Internationalen Beziehungen: Warum sich eine Beschäftigung (mehr denn je) lohnt; Lena Partzsch (Universität Freiburg): Die neue Macht von Individuen in der globalen Politik: Wandel durch Prominente, Philanthropen und social entrepreneurs; Charlotte Dany (Universität Frankfurt): Privatisierung humanitärer Hilfe in der EU: Aushandlung der Framework Partnership Agreements 2003–2014; Tine Hanrieder (Wissenschaftszentrum Berlin): Globale Medikamentensicherheit zwischen Marktregulierung und Markenschutz: die neue Autorität der Pharmaindustrie; Jutta Joachim (Universität Hannover), Andrea Schneiker (Universität Siegen): Humanitäre Hilfe zwischen Marketisierung und NGOisierung; Andreas Kruck (LMU München): Zwischen Selbstverstärkung und staatlicher Beschränkung: Dynamiken privater Autorität in der Finanz- und Sicherheitspolitik; Kathrin Keil (Institute for Advanced Sustainability Studies, Potsdam); „Spreading oil, spreading conflict?“ Institutionen für die Regulierung Arktischer Öl- und Gasaktivitäten: Übersicht und Bewertung; Dorothea Wehrmann (Universität Bielefeld): Die Konstruktion der Arktis als Konflikt- und Kooperationsraum in U.S.-amerikanischen und kanadischen Print-Medien; Christoph Humrich (Universität Groningen): Sicherheitspolitik im Arktischen Rat? Lieber nicht!; Golo M. Bartsch (Ecologic Institut): Der ‚Kalte Krieg‘, der keiner ist: Die tauende Arktis als Projektionsfläche für Krisen- und Kon-
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fliktvorstellungen; Berit Bliesemann de Guevara (Universität Aberystwyth): Expertenautorität unter der Lupe: Zur Analyse der International Crisis Group; Sonja Grigat (Universität Magdeburg): Erziehung zum liberalen Frieden: Der Beitrag der International Crisis Group zur Durchsetzung einer globalen Gouvernementalität; Kai Koddenbrock (Käte Hamburger Kolleg, Duisburg): Böswillige Politik: Die International Crisis Group und die Dilemmata der Herrschaft in der DR Kongo; Markus-Michael Müller(FU Berlin), Markus Hochmüller (FU Berlin): Die International Crisis Group und die Produktion der mexikanischen Sicherheitskrise; Axel Heck (Universität Freiburg): Von der ‚Hilfsmission‘ zum ‚Kriegseinsatz‘: Die Legitimitätserosion der International Security and Assistance Force (ISAF) in Bundestagsdebatten der Jahre 2008–2010; Taylan Yildiz (NRW School of Governance, Universität Duisburg-Essen): Ereignis und Erzählung: Zur Rolle des Fiktionalen in der Fukushima-Krise; Frank Gadinger (Käte Hamburger Kolleg, Centre for Global Cooperation Research): Den Krieg erzählen: US-Filme zur gesellschaftlichen Verständigung im „Krieg gegen den Terror“; Nicolas Burmester (Universität Hamburg); Michael Jankowski (Universität Oldenburg): Stimmen gegen die Einstimmigkeit: Abweichendes Abstimmungsverhalten von EU-Mitgliedsstaaten in der Generalversammlung der Vereinten Nationen; Elisabeth Bunselmeyer (GIGA Hamburg), Anne M. Hoffmann (GIGA Hamburg): Demokratie und Unabhängigkeit: Kleinststaaten in den internationalen Beziehungen; Markus Liegl (Universität Frankfurt): Status, Prestige und Emotionen: Die soziale Dimension des chinesisch-indischen (Territorial-)konflikts; Anne M. Hoffmann (GIGA Hamburg): Sektorale Kooperation im Kontext des südamerikanischen Regionalismus; Angela Oels (FernUniversität Hagen), Franziskus von Lucke (Universität Tübingen): Gescheiterte Versicherheitlichung oder Sicherheit im Wandel: Hilft uns die Kopenhagener Schule beim Thema Klimawandel?; Franziskus von Lucke (Universität Tübingen), Zehra Wellmann (Universität Tübingen) Thomas Diez (Universität Tübingen): Klimakämpfe: Eine komparative Studie der Versicherheitlichung von Klimawandel; Carola Betzold (Universität Göteborg): Hilfe für Klimaanpassung: Wer erhält wie viel und warum?; Markus Lederer (Universität Münster): Geopolitik und die Rolle der Erneuerbaren Energien; Lena Jaschob (Universität Frankfurt): Die Rolle von Status in den IB: Theorie und Praxis illustriert am Beispiel des Deutschen Kaiserreichs; Jonas Schneider (Universität Kiel): Statusvorstellungen, Gehorsamsbereitschaft und die Einstellung von Kernwaffenaktivitäten bei Allianzpartnern der USA; Isabella Hermann (Universität Frankfurt): Konfrontation als Vergeltung für nicht anerkannten Status: Das Verhältnis zwischen den USA und Venezuela; Simon Weiß (Universität Heidelberg): Die russischen Sonderbeziehungen im post-sowjetischen Raum: Der Fall der Ukraine; Edmund Ratka (Universität Passau), Bernhard Stahl (Universität Passau): Deutschland und Tunesien: Eine Kantianische Freundschaft im Werden?; Sven Morgen (Universität Jena): Sonderbeziehungen im Bündnis: Solidarität als wirkungsmächtige Norm im Verhältnis zwischen Deutschland und der NATO?; Katharina Glaab (Universität Münster): Rettung des Klimas, Sicherung von Rechten? Unterschiedliche Rechtediskurse und Maßnahmen im Bereich Klimawandel; Caroline Fehl (HSFK Frankfurt): Anatomie des liberalen Interventionismus: Das spannungsreiche Verhältnis zwischen militärischen und juristischen Interventionspraktiken im Namen individueller Menschenrechte; Judith Renner (TU München): Sein oder Nicht-Sein: Inklusion in und Exklusion von der
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Gemeinschaft der Rechtssubjekte am Beispiel Frauenrechte und Tierrechte; Eva Ottendörfer (HSFK Frankfurt): Die Lokalisierung universaler Rechte: Rechtssprache und ihre Effekte auf lokaler und internationaler Ebene; Thomas Sommerer (Universität Stockholm): Proteste gegen Internationale Organisationen: Ursache oder Effekt der Ausweitung institutioneller Partizipationsmöglichkeiten transnationaler Akteure?; Matthias Ecker-Ehrhardt (FU Berlin): Die kommunizierte IO: Hypothesen zu Öffentlichkeitsarbeit und Politisierung Internationaler Organisationen; Mitja Sienknecht (Universität Bielefeld, Europa Universität Viadrina): Ethnopolitische Konflikte in der Weltgesellschaft; Jennifer Gronau (Universität Bremen): „Die Welt im Rücken“: Die Selbstlegitimation der G8 und der G20 (1975 bis 2013); Maya Hatsukano (Universität Frankfurt): Kosmopolitismus und Kosmopolitisierung in Europa: Legitimität, Normativität und epistemische Herrschaft; Nele Noesselt (GIGA Hamburg): Chinas „neue“ Rolle in Global Governance-Prozessen: Machtumschichtungen im Schatten der globalen Finanzkrise; Ingo Take (Universität Bremen): Können europäische Parteien das demokratische Defizit der EU mindern?; Christoph Humrich (Universität Groningen): Propädeutik für normative Forschung: Der Kern normativer IB-Forschungsprogramme; Peter Mayer (Universität Bremen): Lehre vom gerechten Krieg als Forschungsprogramm; Mischa Hansel (Universität Gießen): Kontrafaktisches Denken und internationale Ethik: Eine Skizze; Stefan Wallaschek (Universität Bremen): Ein sozialwissenschaftliches Kosmopolitismusmodell; Max-Otto Baumann (Universität Heidelberg): „Let’s interact!“: Konflikt und Kooperation am Beispiel der humanitären Intervention; Florian Böller (Universität Kiel): Selbstbehauptung statt Unterordnung? Der US-Kongress und die demokratische Kontrolle militärischer Interventionen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts; Cornelius Friesendorf (HSFK Frankfurt), Elke Krahmann (HSFK Frankfurt): Indirekte Intervention: Die Probleme amerikanischer Unterstützung von privaten Sicherheitsakteuren in Afghanistan; Anne Peltner (Universität Frankfurt): Umgang mit dem Widerspruch: Eine Analyse der Normenkonkurrenz der Menschenrechts- und Souveränitätsnorm am Beispiel Großbritanniens; Kristina Dietz (FU Berlin), Oliver Pye (Universität Bonn), Bettina Engels (Universität Bayreuth): Territorialität, scale und Netzwerke: Zu den sozial-räumlichen Dynamiken von Agrarkraftstoffen; Conrad Schetter (Bonn International Center for Conversion): „Ungoverned space“: Konstruktion einer neuen Weltordnung?; Susanne Buckley-Zistel (Universität Marburg): Normen jenseits Global/Lokal; Annika Henrizi (Universität Marburg): Das Lokale verstehen? Agency in interdependenten Räumen; Dieter Kerwer (Universität Antwerpen): Internationale Organisationen als Meta-Organisationen; Stefanie Dreiack (Universität Leipzig): Die Organisation der Internationalen Organisation und ihre Auswirkungen: Organisationales Lernen zwischen Individuum und Organisation; Julian Junk (HSFK Frankfurt), Frederik Trettin (Universität Konstanz): Die interne Politisierung internationaler Organisationen; Julia Frohneberg (Universität Hamburg): Die Konstitution des Konzepts nachhaltiger Entwicklung bei den Vereinten Nationen; Benjamin Faude (Wissenschaftszentrum Berlin), Thomas Gehring (Universität Bamberg): Von Anarchie zu institutioneller Fragmentierung: Zur Transformation des internationalen Systems; Stefan Kroll (Universität Frankfurt): Funktionale Äquivalenz als theoretisches und praktisches Problem; Julien Deroin (Europa Universität Viadrina): Macht und Konflikt in internationalen Normbildungsprozessen: Ansätze zu einer realistischen
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Normenforschung; Daniel Lambach (Universität Duisburg-Essen): Normen und Praktiken der Territorialität zwischen Wandel und Kontinuität; Maren Hofius (Universität Hamburg), Jan Wilkens (Universität Hamburg), Hannes Hansen-Magnusson (Universität Hamburg), Sassan Gholiagha (Universität Hamburg): Den Schleier lichten? Kritische Normenforschung, Freiheit und Gleichberechtigung im Kontext des „Arabischen Frühlings“; Eva Herschinger (Universität der Bundeswehr München), Frank Sauer (Universität der Bundeswehr München): Die Ko-Konstitution von Struktur und Akteur: Ein altes Problem aus Sicht der kritischen Normenforschung; Daniel Jacobi (Universität Frankfurt), Friederike Kuntz (Universität Trier): Neue Wege der Normenforschung: Zur Relevanz des Verhältnisses von Performativität und Normativität in den Internationalen Beziehungen; Antonia Graf (Universität Münster), Katharina Glaab (Universität Münster), Stephan Engelkamp (Universität Münster): Wie untersuchbar gemacht wird, was sich der Erkenntnis entzieht: Neue Wege zwischen Normen und anderen Vehikeln; Kai Oppermann (Universität Sussex), Alexander Spencer (LMU München): „Es war einmal ein Fehler …“: Narrative über Fiaskos in der Außenpolitik; Payam Ghalehdar (European University Institute): Wenn Worten falsche Taten folgen: Das Entstehen außenpolitischer Fehler und die Rolle internationaler Normen; Andreas Kruck (LMU München): „Rating-Fiaskos“ und ihre paradoxen Rückwirkungen auf die Autorität von Ratingagenturen; Mischa Hansel (Universität Gießen), Henrike Viehrig (Universität Bonn), Danae Ankel (Universität Köln): Vom Regen in die Traufe: Außenpolitische Fiaskos der Bundesrepublik in der deutschen Berichterstattung; Angela Geck (Universität Freiburg): Diskursive Formationen als Möglichkeitsräume argumentativen Handelns: Zur Verbindung zweier diskurstheoretischer Perspektiven; Gerrit Kurtz (Global Public Policy Institute, Berlin): Alles linear, oder was? Diskursive Praktiken, Bedeutungswandel und internationale Normentwicklung; Sassan Gholiagha (Universität Hamburg): Die soziale Konstruktion von Individuen in internationalen Beziehungen: Schutz, Strafverfolgung und gezieltes Töten; Axel Heck (Universität Freiburg): Zwischen „Selbstverteidigung“ und „Kriegsverbrechen“: Deutungsmuster des Luftangriffs von Kunduz in Bildern, Filmen und Texten; Bastian Loges (TU Braunschweig): Der andere Sicherheitsrat: Reflexionen zur Transformation der Praxis des UN-Sicherheitsrats; Manuela Scheuermann (Universität Würzburg): Akteur, Forum oder doch nur Instrument? Der UNSicherheitsrat in den inter-organisationalen Beziehungen; Holger Niemann (Universität Duisburg-Essen): Das Veto als Moment der Prüfung: Die Soziologie der Kritik und Rechtfertigungsordnungen im UN-Sicherheitsrat; Christian Dorsch (Universität Bamberg), Thomas Gehring (Universität Bamberg): Die Bedeutung von Präzedenzfällen und Entscheidungsdoktrinen im UN-Sicherheitsrat: Wie informelle Opportunitätsstrukturen die Entscheidung über die Intervention in innerstaatliche Kriege beeinflussen; Caroline Fehl (HSFK Frankfurt), Katja Freistein (Universität Bielefeld): Mechanismen der (Un)gleichheitsproduktion: Ein neuer soziologischer Blick auf internationale Institutionen und Organisationen; Thomas Müller (Universität Bielefeld): Status-basierte Institutionen: Der Umgang mit Status-Unterschieden auf dem Wiener Kongress, 1814–1815; Dirk Peters (HSFK Frankfurt): Gerechtigkeit durch Ungleichheit? Debatten über Abstimmungsregeln in internationalen Organisationen; Aletta Mondré (Universität Duisburg-Essen): Gleichheit durch internationale Gerichte?; Simon Koschut (Universität Erlangen-Nürnberg), Andrea Oelsner (Uni-
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versität Aberdeen): Freundschaft! Ein konzeptioneller Ansatz in den IB; Andrea Schneiker (Universität Siegen): Vertrauen folgt Identität – Kooperation am Beispiel humanitärer NGOs; Siegfried Schieder (Universität Trier): Die Macht der Solidarität in der europäischen Außen- und Krisenpolitik; Werner Distler (Universität Marburg): Auf dem Weg zu einer „Sozialen Theorie der Intervention“?; Franziska Müller (TU Darmstadt): Erstmal die Erde retten! Ökologische Intervention und Gouvernementalität in der globalen Klima- und Energiegovernance; Klaus Schlichte (Universität Bremen): Ugandas Budget: Zur politischen Soziologie der Intervention; Stefanie Wodrig (GIGA Hamburg): Regionale Interventionskräfte zwischen Hegemonie und Gegenhegemonie; Anne Koch (Europa Universität Viadrina): Die Entpolitisierung staatlicher Migrationskontrolle durch den Einfluss internationaler Akteure; Maximilian Terhalle (Universität Potsdam): Kritik an der These von der Politisierung internationaler Institutionen; Caroline Kärger (Universität Duisburg-Essen): Public Governance: ein neuer Reformansatz in den i/Internationalen Beziehungen; Benjamin Herborth (Universität Groningen), Oliver Kessler (Universität Erfurt): Wer spricht? Zur Rolle des Publikums in der securitization theory; Denis Liebetanz (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg): Security studies als Beobachtungen dritter Ordnung: Weshalb wir uns für die Beobachtung von Sicherheitskommunikation interessieren sollten; Daniel Jacobi (Universität Frankfurt). Sicherheitskommunikation und die Sicherheiten der Gesellschaft; Matthew Stephen (Wissenschaftszentrum Berlin), Michal Parizek (Wissenschaftszentrum Berlin): New Pressures on the WTO: The Rise of Illiberal Trading States; Tobias ten Brink (Universität Frankfurt): Wirtschaftspolitische Implikationen des globalen Aufstiegs großer Schwellenländer; Christian May (Universität Frankfurt): Autonomie und Abhängigkeit: Der Aufstieg von aufstrebenden Schwellenländern aus entwicklungstheoretischer Perspektive; Annegret Mähler (GIGA Hamburg): Partizipation traditioneller „indigener“ Akteure als konfliktreduzierender Steuerungsmechanismus im Ressourcensektor?; Alexandra Lindenthal (Universität Bremen): Leadership und Klimaschutz: Die Rolle der Europäischen Union in der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation und der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation; Tobias Werron (Universität Luzern), Teresa Koloma Beck (Centre Marc Bloch, HU Berlin): „Gewaltwettbewerb“: Zum Verhältnis bewaffneter Konflikte und globaler Konkurrenzen um Aufmerksamkeit und Legitimität; Alex Veit (Universität Bremen), Daniel Kaiser (Universität Frankfurt): Transnationale Dynamiken antikolonialer Dissidenz; Holger Marcks (Universität Frankfurt): Bomben mit globaler Resonanz: Zum Verhältnis von lokaler Verankerung und transnationaler Tragweite des anarchistischen Terrorismus; Inna Melnykovska (Universität Gießen): Wrestling of the Goliaths: The EU’s and Russia’s Smart Powers in Ukraine; Anne Wetzel (Universität Mannheim): Technokratische Kooperation mit politischem Anspruch: Die Europäische Nachbarschaftspolitik gegenüber der Ukraine; Martin Schmetz (Universität Frankfurt): Die Repolitisierung des Cyberspace; Susanne Fischer (Universität der Bundeswehr München): See- und Flughäfen als (Grenz)Orte von moderner (Un)Sicherheitspolitik; Delf Rothe (Helmut-SchmidtUniversität Hamburg): „Seeing like a computer“: Entpolitisierung durch umweltpolitisch legitimierte Überwachungstechniken am Fallbeispiel Copernicus; Raphael Bossong (Europa Universität Viadrina), Hendrik Hegemann (IFSH Hamburg): Zivile Sicherheit: Neues Feld technokratischer (Un)Sicherheitspolitik?; Eva Herschinger
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(Universität der Bundeswehr München), Stephan Stetter (Universität der Bundeswehr München): Die Welt ist nicht genug (geordnet): James Bond, Identitäten und die internationale Politik; Sybille Reinke de Buitrago (IFSH, Universität Hamburg): Identität, Diskurs und Grenzziehungen mit Blick auf globale Machtverschiebungen und internationale Ordnung; Simon Koschut (Universität Erlangen-Nürnberg): Macht der Gefühle: Zur Bedeutung von Emotionen für sozialkonstruktivistische Diskursforschung; Lisa Bogerts (Universität Augsburg): Colorrevolution! Die Responsibility to Protest; Mariano Barbato (Universität Passau): Liberale Geopolitik? Die normative Macht der EU im postsowjetischen Raum; Michael Sander (Universität Siegen): Russische Außenpolitik seit 1993 als Fallbeispiel der Gegenpolbildung in der liberalen Weltordnung: Entwurf einer Theoriesynthese soziologischer und liberaler Ansätze im Rahmen der Englischen Schule; Franz Preißler (Universität Frankfurt): Bestimmungsfaktoren auswärtiger Minderheitenpolitik: Russland und die Frage der Russischsprachigen im postsowjetischen Raum (insbesondere in Lettland/Estland, Georgien, Ukraine); Elena Kropatcheva (IFSH Hamburg): Die Entwicklung der russischen OSZE-Politik: Von großen Erwartungen an die Schlussakte von Helsinki zur größten europäischen Krise; Anne Klinnert (Universität Potsdam): Nationale vs. internationale Rohstoffgovernance: Das Beispiel Deutschland; Jörn Richert (Istanbul Policy Center, Sabanci University Istanbul): Eine kritische Auseinandersetzung mit den Räumen der Governance von Energie: Der Fall türkischer „nationaler“ Energiekultur; Janine Schildt (Universität Erfurt): Rohstoff-Governance im Neo-Extraktivismus: Strukturierung der wissenschaftlichen Diskussion über Rohstoff-Governance in Lateinamerika am Beispiel Boliviens; Austin Obinna Ezejiofor (Universität Bremen): Rooted in the Past: Understanding the Wave of Violence in the Contemporary Niger Delta; Maja Henke (Universität Köln), Stephan Liedtke (Universität Köln), Stephan Ruhnke (Universität Köln): Eine Analyse öffentlicher Meinung und politischer Kommunikation zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) in Deutschland, Frankreich und dem UK; Holger Janusch (Universität Wuppertal): Semi-Vetospieler und Macht im two-level game: Eine Fallstudie über die Verlängerung des Andean Trade Promotion and Drug Eradication Act; Benjamin Wilhelm (Universität Erfurt): Finanzmarktregulierung und die performative Konstruktion von Risiko; Timo Walter (Institut de Hautes Études Internationales et du Développement, Genf): Die Kalkulation der gegenwärtigen Zukunft? Makroökonomik, die Kontrollierbarmachung virtueller Realitäten, und die Unsicherheit der Gegenwart; Joscha Wullweber (Universität Kassel): Mikroperformativität, Makroperformativität und die Politik globaler Finanzmärkte; Philip Wallmeier (Universität Frankfurt): Jenseits von hier/dort: Widerstand in transnational vernetzten ökologischen Gemeinschaften; Maik Fielitz (Universität Frankfurt): „Europa der Nationen“: Widerständische Konzeptionen von rechts außen; Janusz Biene (Universität Frankfurt), Daniel Kaiser (Universität Frankfurt) Holger Marcks (Universität Frankfurt): Widerstand im Spiegel von Herrschaft: Eine relationale Typologie terroristischer Gewalt; Matthias EckerEhrhardt (FU Berlin): Soziale Legitimität globaler Organisationen unter den Bedingungen kosmopolitischer Politisierung: Eine Einstellungsanalyse.
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