Mitteilungen Monatsschr Kinderheilkd 2004 · 152:96–108 DOI 10.1007/s00112-003-0871-2 © Springer-Verlag 2003
Redaktion Prof.Dr.K.von Schnakenburg, St Augustin Univ.Doz.Dr.A.Zoubek,Wien
Nachruf auf PD Dr. Roland Wönne
Inhalt Prof.Dr.med J.Dippell Nachruf auf PD Dr. Roland Wönne
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Dr.G.Olbrisch DGKJ-Plakate Kinder im Krankenhaus
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Prof.Dr.E.Harms, Prof.Dr.U.Goebel DGKJ-Repetitorium Pädiatrie
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PD Dr. Roland Wönne
Vorprogramm der 100. Jahrestagung der DGKJ
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Adalbert-Czerny-Preis 2004
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DAKJ: Stellungnahme zur Prävention von Infektionen mit dem durch Zecken übertragenen FrühsommerMeningoenzephalitis (FSME) –Virus im Kindes- und Jugendalter 103
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Preisausschreibung
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Geburtstage
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Kongresskalender
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ie deutsche Pädiatrie,die Kinderärzte des Rhein-Main-Gebiets und seine Mitarbeiter müssen den unerwarteten und zu frühen Tod ihres Chefarztes am Clementine-Kinder-Hospital Frankfurt PD. Dr. med. Roland Wönne bedauern. Herr Wönne wurde 1940 in Berlin geboren. Nach dem gewaltsamen Tod des Vaters 1953 Übersiedlung von Jena nach Göttingen.Dort Studium der Medizin mit zwischenzeitlichen Wechseln nach Wien und Hamburg. Ärztliche Prüfung und Promotion 1966. 1969 Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn als Stipendiat der Dr.Carl Duisberg-Stiftung an der Universität Rochester N.Y. mit Arbeiten auf dem Gebiet der Lungenphysiologie.Diesem Gebiet bleibt er auch nach seinem Eintritt 1971 in die Universitätskinderklinik Frankfurt (Prof. Hövels) treu.Ausbildungen für die Endoskopie in Polen und Weiterbildung am Hospital for Sick Children Toronto (Prof. H. Levison). Herr Wönne war von 19791991 Sekretär der AG Kinderpneumologie und Allergologie.Seine wichtigen po-
litischen Leistungen entsprangen der aktiven Arbeit im Marburger Bund seit 1979 (Vorsitzender des MB-Hessen) und in der Landesärztekammer Hessen (Vizepräsident seit 1996). Zusätzliche Aufgaben im Verwaltungsrat der Hochgebirgsklinik Davos und im Ausschuss für die Weiterbildungs-Kataloge der Bundesärztekammer sowie im Beirat der Arbeitsgemeinschaft allergiekrankes Kind e.V. Seit 1991 war er als Chefarzt mit der kollegialen Leitung des Clementine-Kinder-Hospitals betraut.Sein umfangreiches gesundheitspolitisches Wissen brachte er in die Leitung des Krankenhauses ein. Er baute die Abteilung Pneumologie und Allergologie auf.Großen Anteil an seiner Arbeit hatte vor allem die ambulante Versorgung von Schulkindern mit obstruktiven Atemwegserkrankungen. Herr Wönne war bei seinen Mitarbeitern und den Kollegen hoch angesehen. Er gewann zum einem durch seine zurückhaltende,feine und stets freundliche Art, zum anderen aber auch durch sein souveränes Fachwissen, das er immer auch durch Teilnahme an den großen internationalen Kongressen auf dem Laufenden hielt. So hat er, vielleicht unbemerkt, seine Schaffenskraft überfordert und nach seiner Herzoperation nicht genügend Kraft seinen Heilungsprozess voranzubringen. Das nahe Ziel des verdienten Ruhestandes konnte er nicht mehr erreichen. Prof. Dr. med Jürgen Dippell
Mitteilungen
DGKJ-Plakate
Kinder im Krankenhaus
In einer Pressekonferenz stellte die DGKJ am 12.11.2003 ihre Plakate zum Thema Kinder im Krankenhaus der Öffentlichkeit vor.Diese Aktion wurde mitgetragen vom BMGS.Nachmittags lud die DGKJ zu einer Podiumsdiskussion im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin ein. „Kinder brauchen passende Betreuung – auch im Krankenhaus“ ist der Titel eines der beiden Plakate. Hintergrund ist, dass immer noch über 50% der Schulkinder (5–15 Jahre) bei einem stationären Aufenthalt in Erwachsenenabteilungen aufgenommen werden.Die Plakataktion appelliert an alle Beteiligten: Eltern,einweisende Ärztinnen und Ärzte und nicht zuletzt Entscheidungsträger in Politik,Krankenkassen und Kliniken. Die Pressekonferenz fand am 12.11.2003 in Berlin statt.Prof.Harms und Prof.Riedel für die DGKJ sowie Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder vom BMGS stellten die Thematik den Journalisten vor. Der Staatssekretär bekräftigte, dass die bestmögliche medizinische Behandlung für Kinder und Jugendliche ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung sei.Daher unterstütze das BMGS die Plakataktion der DGKJ ideell; die Plakate tragen auch das
Logo des BMGS.Dr.Schröder:„Es ist wichtig,dass alle Akteure zum Wohle der Kinder und Jugendlichen gemeinsam an einem Strang ziehen. Deshalb ist die Plakataktion und die Problematisierung der Krankenhausbehandlung von Kindern und Jugendlichen durch die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in ihrer Wichtigkeit gar nicht hoch genug einzuschätzen.“ Prof. Harms, Präsident der DGKJ machte deutlich, dass nur in Kliniken und Abteilungen für Kinder und Jugendliche, in denen Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern und -pfleger zusammenarbeiten, eine optimale medizinische und pflegerische Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleistet ist. Er verwies auf die entsprechenden politischen Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vom November 1997 und des Bundestages vom Juni 2002 und forderte die Krankenhaus- und Kostenträger auf, dem erklärten Willen der Politik zu entsprechen und die kindgerechte Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Krankheitsfall flächendeckend zu sichern. Harms: „Die Fehlbelegung von Erwachsenenabteilungen mit Kindern sollte von einer Vergütung
ausgeschlossen bleiben.“ Prof. Riedel – er ist der DGKJ-Beauftragte in der verbändeübergreifenden Arbeitsgruppe der GKinD – machte auf die Gefahren aufmerksam, die für Kinderkliniken und abteilungen entstehen, wenn das G-DRGSystem in seiner jetzigen Form eingeführt würde. Die Pressekonferenz war gut besucht, ebenso wie die Podiumsdiskussion am Nachmittag. Auf dem Podium waren vertreten neben der DGKJ (Prof. Harms) das BMGS (Dr.Statz),die Länderseite (Staatssekretär Dr.Schulte-Sasse,Berlin),die Krankenkassen (Dr. Bruns vom VdAK-Bundesverband), die Verwaltungsseite einer großen Klinik (Dr.Kersting für die DRK-Kliniken, Berlin), eine Elternvertreterin (Frau Grotensohn für das Aktionskomittee Kind im Krankenhaus – AKIK) und die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland – GKinD (Herr Scheel). Die Moderation übernahm Julit-
Abb.1 Pressekonferenz der DGKJ: Staatssekretär Dr. Schröder, Prof. Dr. Harms, Prof. Dr. Riedel (von links) Monatsschrift Kinderheilkunde 1 · 2004
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Abb.2 ▲ Von diesem Plakat gibt es auch eine Postkarte
ta Münch (WDR), die zur lebhaften Diskussion anregte. Es wurde deutlich, dass die Gründe, warum immer noch so viele Kinder und Jugendliche im Krankenhaus auf Erwachsenenabteilungen aufgenommen werden, vielschichtig sind. Zentrale Ergebnisse der Podiumsdiskussion aus der Sicht der DGKJ:
1. Die altersgerechte Versorgung von Kindern im Krankenhaus muss ein zentrales Ziel der Politik sein: Die Bundesregierung muss hier eine Führungsrolle im politischen und öffentlichen Meinungsbildungsprozess übernehmen. Die Länder wiederum sollten die flächendeckende Versorgung mit Kinderkrankenhäusern und -abteilungen gesetzlich unterstützen. 2. Die Position der Pädiatrie muss innerhalb der Krankenhausvertretungen (Deutsche Krankenhausgesellschaft) gestärkt werden. Hierzu bedarf es einer offensiven Vertretung pädiatrischer Interessen durch die leitenden Kinderärzte. 3. Die Krankenkassen dürfen sich nicht länger auf die unterschiedliche Interessenartikulation der Krankenhausgesellschaft und Ärzteschaft berufen (wo Pädiater eine Minderheit darstellen), um Verbesserungen in der ärztlichen Versorgung von Kindern zu verhindern. Das DRG-System muss so modifiziert werden, dass die spezifi-
schen Rahmenbedingungen von Kinderkrankenhäusern und -abteilungen abgebildet werden. Erhöhte Kostengewichte im DRG-System für Kinder dürften dann nur für kinderspezifische Abteilungen gelten. Beide Veranstaltungen, Pressekonferenz und Podiumsdiskussion, waren sehr gelungene Veranstaltungen.Jetzt geht es für die DGKJ darum, die Plakate breit zu streuen und das Problem auf der politischen Ebene und in der Öffentlichkeit weiterhin zu thematisieren. Alle unsere Mitglieder sind aufgerufen,in ihrem Umfeld die Plakate zu verteilen,in Schulen,Kindergärten,Praxen etc. Wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle, Sie bekommen die Plakate dann kostenfrei zugeschickt. Von dem Plakat „Kinder brauchen passende Betreuung“ gibt es auch eine Postkarte, die bestellt werden kann. Dr. G. Olbrisch, Berlin (DGKJ-Geschäftsstelle)
DGKJ-Repetitorium Pädiatrie des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Düsseldorf Liebe Kolleginnen und Kollegen, hiermit möchten wir Sie zum ersten „Repetitorium Pädiatrie“ der DGKJ vom 27.–29.Februar 2004 nach Düsseldorf einladen. Das Repetitorium richtet sich an Ärzte und Ärztinnen in Weiterbildung zum Kinder- und Jugendarzt,die sich in Vorbereitung auf die Facharztprüfung befinden.Zum einen soll das Repetitorium bereits erlerntes Wissen auffrischen, zum anderen ist es mit zunehmender Spezialisierung in der Pädiatrie wichtig geworden, auch solche Inhalte der Weiterbildung möglichst praxisnah zu vermitteln, die nicht an allen Kinderkliniken als
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Schwerpunkt vorgehalten werden können. Bereits 2002 und 2003 waren Repetitorien mit diesem Ziel vom Otto-Heubner-Centrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Berlin als Pilotversuch gestartet worden Der große Zuspruch und Erfolg dieser beiden Veranstaltungen hat gezeigt, wie groß der Bedarf an solchen Repetitorien ist. Die DGKJ hat die Initiative aufgegriffen und vertritt die Auffassung, dass sie als wissenschaftliche Fachgesellschaft geradezu verpflichtet ist, eine solche Weiterbildungsmöglichkeit qualitätsgesichert anzubieten. Daher wurde eine Arbeitsgruppe in der DGKJ gebildet, die gemeinsam mit
dem lokalen Organisationsteam das Programm festlegt und das Repetitorium organisiert. In diesem Jahr wird das Repetitorium vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin-Schlossmannhaus-der Universität Düsseldorf gestaltet.Wie sie dem Programm entnehmen können, sind Vorträge und interaktive Seminare in kleinen Gruppen vorgesehen. Der Präsident der DGKJ, die Arbeitsgruppe und die Vortragenden würden sich über Ihre Teilnahme sehr freuen. Prof. Dr. E. Harms Prof. Dr. U. Göbel
Mitteilungen Programm 27.-29.02.2004 ▂ Freitag Vorträge (Hörsaal 13 A) 8:30–8:45 Begrüßung (DGKJ und Professor Göbel) 8:45–9:30 Fr. Prof. Dr. G.GillessenKaesbach (Essen): Angeborene Anomalien: Nomenklatur, Definition, Beispiele 9:30–10:45 Dr. M. Barker (Aachen): Zystische Fibrose 10:15–11:00 Prof. Dr. E. Mayatepek (Düsseldorf): Metabolische Notfälle im Neugeborenen- und Kindesalter 11:00–11:30 Kaffeepause 11:30–12:15 Prof.Dr.U.Göbel (Düsseldorf): Diagnostisches und therapeutisches Vorgehen in der Kinderonkologie 12:15–13:00 Dr. H.-J. Laws (Düsseldorf): Supportivtherapie in der Kinderonkologie 13:00–14:00 Mittagspause 14:00–14:45 Prof. Dr. U.Willnow (Düsseldorf): Akutes Abdomen
14:45–15:30 Dozent Dr. H. Scholz (Berlin): Antibiotika: Indikationen? Wann p.o.? Wann i.v.? 15:30–16:00 Kaffeepause 16:00–16:45 Prof. Dr. M.Weiß (Köln): Fieber unklarer Genese 16:45–17:30 Prof. Dr. H. Schroten (Düsseldorf): Meningitis 18 Uhr: Fun-and-Run: 4 km/8 km Dauerlauf am Rhein mit anschließendem AltstadtKneipenbummel
▂ Samstag Vorträge (Hörsaal 13 A) 8:30–9:15 Dr. R. Adam (Düsseldorf): Differentialdiagnostik von Bauchschmerzen 9:15–10:00 PD Dr. B. Rodeck (Osnabrück): Chronisch entzündliche Darmerkrankungen 10:00–10:45 Prof. Dr. S.Wirth (Wuppertal): Lebererkrankungen 10:45–11:15 Kaffeepause
12:45–14:00 Mittagspause 14:00–14:45 Frau Dr. S. Knauer-Fischer (Düsseldorf): Erkrankungen der Schilddrüse und Nebennierenrinde 14:45–15:30 Frau Dr. A. Klusmann (Düsseldorf): Störungen des Wachstums und der Pubertätsentwicklung 15:30–16:00 Kaffeepause 16:00–16:45 Dr.T. Reinehr (Datteln): Adipositas im Kindesund Jugendalter 16:45–17:30 Prof. Dr. U.Wendel (Düsseldorf): Hypoglykämie 17:30–18:15 Dr. M. Knuf (Mainz): Impfpräventable Infektionserkrankungen Ab 19.00 Uhr Party
▂ Sonntag Vorträge (Hörsaal 13 A)
11:15–12:00 PD Dr.T. Höhn (Düsseldorf): Hyperbilirubinämie
8:30–9:15 Dr. D. Schaper (Düsseldorf): Differentialdiagnose muskuloskelettaler Schmerzen im Kindesalter
12:00–12:45 Prof. Dr. P.F. Hoyer (Essen): Krankheitsdefinitionen in der pädiatrischen Nephrologie
9:15–10:00 PD Dr.T.Niehues (Düsseldorf): Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis
10:00–10:45 PD Dr.T. Rosenbaum (Düsseldorf): Muskelerkrankungen 10:45–11:15 Kaffeepause 11:15–12.00 Frau PD Dr. S. Preis (Düsseldorf): Das entwicklungsgestörte Kind 12:00–12:45 Prof. Dr. G. Groß-Selbeck (Gerresheim): Anfälle und Epilepsien im Kindes- und Jugendalter 12:45–14:00 Mittagspause 14:00–14:45 PD Dr.A.Heusch (Düsseldorf): Das zyanotische Neugeborene: Kardiologische Diagnostik und Therapie 14:45–15:30 Prof. Dr. K. Schmidt (Düsseldorf): Differentialdiagnose systolischer Herzgeräusche im Kindesalter 15:30–16:15 Frau Prof. Dr. A. Schuster (Düsseldorf): Asthma bronchiale 16:15 Verabschiedung
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Liste der Seminare und Referenten (Freitag Nachmittag, Samstag, Sonntag) Die Seminare finden parallel zu den Vorträgen statt, umfassen ca. 15–20 Teilnehmer und dauern 1,5 Stunden. Die Verteilung der Teilnehmer erfolgt nach Eingang der Anmeldungen. Jede/r Teilnehmer/in wird an drei bis vier Seminaren teilnehmen können. Den genauen Raum und die Zeit erfahren Sie vorab per E-Mail oder vor Ort. Dr. R. Adam
Düsseldorf
Harnwegsinfektionen und Blasenentleerungsstörungen
Frau Dr. B. Assmann
Düsseldorf
Bewegungsstörungen
Dr. M. Blohm
Düsseldorf
Kindesmisshandlungen
Frau PD Dr. D. Dilloo
Düsseldorf
Anämie und Thrombozytopenie im Kindesalter
Frau Dr. S. Eisert
Düsseldorf
Angeborene Gerinnungsstörungen
Frau Dr. G.Hessling
Heidelberg
Supraventrikuläre Tachykardien: Diagnostik und Therapie
PD Dr. A. Heusch
Düsseldorf
Wo beginnt die Pathologie – Besonderheiten des kindlichen EKG’s
PD Dr.T. Höhn
Düsseldorf
Reanimation bei Früh- und Neugeborenen
Frau Dr. G. Janßen
Düsseldorf
Palliativmedizin und Schmerztherapie am Beispiel Onkologischer Patienten
Dr. H. Kahl
Düsseldorf
Präventivmedizin in der kinderärztlichen Praxis
PD Dr. C. Kramm
Düsseldorf
Hirntumoren
Dr.W. Lawrenz
Düsseldorf
Ergometrie bei Kindern
Frau Dr. C. Lex
Düsseldorf
Pulmonologische Funktionsdiagnostik
Dr. K. Lohmeier
Düsseldorf
Atemstörungen bei Neugeborenen
Dr.T. Meissner
Düsseldorf
Ernährungsberatung bei pädiatrischen Krankheitsbildern
Frau Dr. J. Neubert
Düsseldorf
Die HIV Infektion im Kindesalter
PD Dr.T. Niehues
Düsseldorf
Angeborene Immundefekte
Dr. D. Schaper
Düsseldorf
Pädiatrische Ultraschalldiagnostik
PD Dr. D. Schneider
Düsseldorf
Mikroskopie-Seminar: Blutbild-Diagnostik
Dr. B. Schwahn, Frau Dr. U. Spiekerkötter
Düsseldorf
Diagnostik von Stoffwechselerkrankungen einschl. Neugeborenenscreening
Dr. H. Stannigel
Düsseldorf
Reanimation bei älteren Kindern
Frau Dr C. Suerbaum
Dinslaken
Rationelle Allergiediagnostik
Prof. Dr. U.Wendel
Düsseldorf
Diabetes mellitus bei Kindern und Jugendlichen
Teilnahmegebühr (ohne Verpflegung) 180 Euro bei Anmeldung ab 16.01.2004 Tageskarten (nur Vorträge): 65 Euro für Mitglieder der DGKJ, sonst 80 Euro. Stornogebühren: 30 Euro Das Programmheft mit dem Anmeldeformular ist auf der Homepage der DGKJ zum Download erhältlich: http://www.dgkj.de/4.html Veranstaltungsort Universitätsklinikum Düsseldorf Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf Vorträge: Hörsaal 13A, MNR-Gebäude Seminare: Seminarräume des Schlossmannhauses Das Programm steht auf der DGKJ-Homepage zum Download bereit: http://www.dgkj.de/27.html
Kongressbüro/Anmeldung GDL Gesundheitsdienstleistungsgesellschaft mbH Frau Lehmann, Frau Wenzke Stromstr. 47, D-10551 Berlin Tel.: 030/45 05 78-235, -204, Fax: 030/45 05 78-950
[email protected];
[email protected] www.gdl-berlin.de/kongresse.htm
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Mitteilungen
Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin 100. Jahrestagung vom 9.–12. September 2004 in Berlin, ICC Berlin, Messedamm/Neue Kantstraße
▂ Einladung zur 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin gemeinsam mit der 42. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde und der 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin und der 26.Tagung der Kinderkrankenschwestern und -krankenpfleger
▂ Allgemeine Hinweise Homepage www.kinderaerztekongress-berlin-2004.de Kongress-Präsidenten DGKJ Prof. Dr. med. Gerhard Gaedicke Klinik für Allgemeine Pädiatrie Otto-Heubner-Centrum für Kinderund Jugendmedizin Charité – Universitätsmedizin Berlin Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin Tel.: 0049-30-450-566 161 E-Mail:
[email protected] Prof. Dr. med. Ulrich Wahn Klinik für Pädiatrie m.S. Immunologie, Allergologie und Pneumologie Tel.: 0049-30-450-566 131 E-Mail:
[email protected] Kongress-Präsident ÖGKJ Univ.-Prof. Dr.W. Müller, Graz Universitätsklinik für Kinderund Jugendheilkunde
Auenbruggerplatz 30 A-8036 Graz Tel.: 0043-316-3852605, Fax: 0043-316-3853300 E-Mail:
[email protected] Kongress-Sekretär Dr. Dirk Schnabel Otto-Heubner-Centrum für Kinderund Jugendmedizin Charité – Universitätsmedizin Berlin Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin Tel.: 0049-30-450 666 343/-566343 E-Mail:
[email protected] Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Annette Günters Otto-Heubner-Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Charité – Universitätsmedizin Berlin Tel.: 0049-30-450-566251 Fax: 0049-30-450-566261 E-Mail:
[email protected] Kongress-Sekretariat Klinik für Allgemeine Pädiatrie Otto-Heubner-Centrum für Kinderund Jugendmedizin Charité – Universitätsmedizin Berlin Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin Tel.: 0049-30-450 566 422, Fax: 0049-30-450 566916 Kongressorganisation DER-Congress, Congress Organisation Frau Stolzenburg/Frau Buchholz Bundesallee 56, 10715 Berlin Tel.: 0049-30-857 90 30, Fax: 0049-30-857 90 326 E-Mail:
[email protected]
Programm:
▂ Gemeinschaftsveranstaltungen Freitag 10.09.04 ADHS Samstag 11.09.04 Kindesmisshandlung SPZ: ein Fall nicht nur für die Neuropädiatrie
▂ Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Freitag 10.09.04 100 Jahre Pädiatrie (Diagnostik und Therapie im Wandel) Vom Mangel zum Überfluss Sekundäre Immundefekte Das nephrotische Syndrom im Kindesalter Zöliakie und Diabetes Metabolische Prägung: Langzeiteffekte des frühkindlichen Substratstoffwechsels Perinatale Hirnschädigung DRG Transplantationsmedizin – update Samstag 11.09.04 ALL Pharmakotherapie bei Kindern (Pharmacogenomics) Aktuelles aus der Gastroenterologie Wachstumsstörungen Asthma bronchiale Reform des Medizinstudiums Atopische Dermatitis Impfungen Klinische Anwendung molekulargenetischer Diagnostik UNICEF-Symposium: Armut und Kindergesundheit
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Sonntag 12.09.04 Fortschritte in der Behandlung von angeborenen Stoffwechselerkrankungen SIDS Kinder- und Jugendgynäkologie Kinderrheumatologie – update Neue bildgebende Verfahren in der Pädiatrie Fortschritte in der Ultraschalldiagnostik Tuberkulose Kawasaki-Syndrom,aktuelle Entwicklungen
▂ Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin Donnerstag 09.09.04 Vorsymposium: Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Mehrfachbehinderung Freitag 10.09.04 Gesundheitsüberwachung und Gesundheitsberichterstattung (Kinderund Jugendsurvey,WHO-Schülerstudie) Case Management in der Versorgung chronisch kranker Kinder (Gemeinsam mit dem Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V.)
Adalbert-Czerny-Preis 2004 Die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) wird auf ihrer Jahrestagung in Berlin (2004) den Adalbert-Czerny-Preis 2004 verleihen. Dieser besteht aus der AdalbertCzerny-Medaille, einer Urkunde und einem Geldpreis von 10.000, 00 Euro. Mit dem Preis sollen insbesondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinderheilkunde mit Einschluss ihrer Grenzgebiete ausgezeichnet werden. Die Arbeiten brauchen noch nicht veröffentlicht zu sein, doch soll ihre Veröffentlichung noch möglichst im Bewerbungsjahr erfolgen. Um den Preis können sich nur Kinderärzte aus dem deutschen
Sprachraum bewerben. Der Preis soll bevorzugt an den wissenschaftlichen Nachwuchs oder an Kinderärzte in freier Praxis vergeben werden. Auch Arbeiten mit mehreren Autoren kommen in Betracht. Bewerber um den Preis müssen bis spätestens
1. Mai 2004 fünf Exemplare ihrer Arbeit an den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V., Prof.Dr.Erik Harms,Universitätskinderklinik, Albert-Schweitzer-Str. 33, 48149 Münster, einreichen.
Samstag 11.09.04 Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen Sonntag 12.09.04 Frühe Prävention und Beratung bei Kindern aus Hochrisikofamilien
▂ Deutsche Gesellschaft für Kinderchirugie Freitag 10.09.04 Thoraxchirurgie des Säuglings Supravesikaler Harntrakt Samstag 11.09.04 SHT und DRG Sonntag 12.09.04 Störungen der Geschlechtsdifferenzierung Anmeldung von Vorträgen und Posterpräsentationen bis zum 31.03.2004 Zentral für alle Kongressbereiche über: www.kinderaerztekongress-berlin-2004.de
Geschäftsstelle der DGKJ Wir sind für Sie wie folgt erreichbar: Eichendorffstraße 13 · D-10115 Berlin Tel.: +49 / 30 / 308 77 79-0 Fax: +49 / 30 / 308 77 79-99 E-Mail:
[email protected] Internet: www.dgkj.de
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www.dgkj.de
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Unter dieser Adresse ist die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin für Sie im Internet erreichbar.
Mitteilungen Die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DAKJ)Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen informiert:
Stellungnahme zur Prävention von Infektionen mit dem durch Zecken übertragenen FrühsommerMeningoenzephalitis (FSME) – Virus im Kindes- und Jugendalter Definition Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Infektion mit einem Flavivirus, dem „FSME-Virus“ (Englisch: tick-borne encephalitis virus; TBEV).
3,4% der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert (Süss 2002).Eine Zunahme der Erkrankung in den letzten Jahren ist in Schweden mit einem milderen Klima in Verbindung gebracht worden (Lindgren 2001).
Klinik Epidemiologie In Deutschland werden pro Jahr etwa 250 Fälle von FSME gemeldet (www.rki.de), etwa 14% davon treten bis zum Alter von 20 Jahren auf (Kaiser 1999). Im Vergleich zu anderen durch Zecken übertragenen Erkrankungen wie der Lyme-Borreliose mit einer Inzidenz von bis 100/100.000 Einwohner und Jahr (Huppertz 1999) stellt die FSME in Deutschland ein seltenes und zudem lokal begrenztes Problem dar. Die Möglichkeit der Infektion mit dem FSME-Virus ist räumlich in Deutschland auf bestimmte Gebiete in Baden-Württemberg,Hessen und Bayern mit angrenzenden Regionen in Thüringen sowie den Hunsrück beschränkt. Weiterhin kann FSME in Reiseländern Mittel- und Osteuropas sowie den Ostseeanrainern erworben werden.Die Risikogebiete können auf vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Karten eingesehen werden (www.rki.de). Da die Erkrankung durch Zecken übertragen wird, werden Infektionen nur während der Zecken-Saison von April bis Oktober beobachtet. Hohe Seroprävalenzdaten von bis zu 43% finden sich bei süddeutschen Waldarbeitern (Oehme 2002).Selbst in den sogenannten „Herden“ der Erkrankung sind maximal
Bei 30% der Infizierten treten nach einer Inkubationszeit von 5-14 Tagen grippeartige Symptome auf,bei 10% der Erkrankten folgt eine zentralnervöse Beteiligung als Meningitis, Meningoenzephalitis, selten als Myelitis,mit Bewusstseinsstörung, Ataxie und Extremitäten- und Hirnnervenparesen (Kaiser 2002). Im Erwachsenenalter kann die Erkrankung mit Zelluntergang der grauen Substanz der Basalganglien einhergehen (Alkadhi 2000). Die häufigsten bei etwa 10% der erwachsenen Patienten auftretenden klinischen Folgeerscheinungen sind Müdigkeit,Konzentrations- und Gedächtnisschwäche (Lämmli 2000). Die Erkrankung verläuft bei Patienten bis 14 Jahren deutlich leichter (Kaiser 1999). Unter 126 Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre mit zentralnervösen Manifestationen bei FSME fanden sich überwiegend Patienten mit Meningitis, 44 (34%) mit Meningoenzephalitis und nur einer mit Enzephalomyelitis (Kaiser 2003,persönliche Mitteilung).Obwohl der klinische Verlauf schwerer als bei Enterovirus bedingter Meningoenzephalitis bewertet wurde, fanden sich keine bleibenden Schäden (Kaiser 2003, persönliche Mitteilung). In einer Nachuntersuchung von 19 Kindern mit durchgemach-
ter FSME wurde über den Nachweis von geringen neurologischen und neuropsychologischen Veränderungen berichtet (Korinthenberg,Maritz 2003,persönliche Mitteilung), die geringe Fallzahl und der unbekannte neurologische Status vor FSME stellen jedoch methodische Probleme dar. In der Literatur aus Deutschland ist ein Fall einer bleibenden neurologischen Schädigung (hirnorganisches Psychosyndrom mit Partialepilepsie) bei einem zuvor gesunden 12-jährigen Jungen berichtet worden (Roggendorf 1981). Bei einer Umfrage des Paul-Ehrlich-Instituts unter allen deutschen Kinderkliniken 1997/98 fanden sich unter 17 Fällen von FSME mit Meningitis oder Meningoenzephalitis nur blande Verläufe mit vollständiger Restitutio ad integrum (Epidem Bull 16, 2001).Allerdings wurden bei dieser retrospektiven Untersuchung keine systematischen Untersuchungen des Zentralnervensystems oder zur Lebensqualität durchgeführt. In Österreich wurden einzelne Kasuistiken und aus Slowenien zwei klinische Fallserien mit Kindern berichtet,die nach Infektion mit dem FSME-Virus bleibende Schäden wie Lähmung,Epilepsie und Verhaltensauffälligkeiten erlitten (Rakar 1993; Cizman 1999). In Einzelfällen sind protrahierte Verläufe beschrieben (Leineweber 2001). In der größten retrospektiven Untersuchung mit 371 Patienten <15 Jahre aus Slowenien fand sich hingegen kein Fall mit bleibenden Schäden (Lesnicar 2003).
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Therapie Es gibt keine etablierte Therapie der FSME. Wahrscheinlich hat sich die Prognose in den letzten Jahren unter Intensivtherapie und neurologischen Rehabilitationsmaßnahmen verbessert.
Prävention Es gibt verschiedene Methoden der Prävention einer FSME. Man kann vermeiden, sich in Risikogebieten aufzuhalten. Für die in Endemiegebieten lebenden Personen ist dies jedoch nicht praktikabel. Es besteht ferner die Möglichkeit,Zecken abweisende Substanzen,so genannte „Repellents“, auf die Haut aufzutragen, was jedoch etwa alle 2 Stunden wiederholt werden muss.Schließlich kann durch fest schließende Kleidung oder durch das Vermeiden von Risikoverhalten wie dem Streifen durchs Unterholz die Infektionswahrscheinlichkeit gemindert werden.Alle diese Maßnahmen sind jedoch für Kinder und Jugendliche im Allgemeinen wenig geeignet. Es steht ein Präparat zur passiven Immunisierung zur Verfügung. Bei präexpositioneller Anwendung ist die Schutzrate nicht ausreichend. Die Zulassung für die postexpositionelle Anwendung ruht für Kinder unter 14 Jahren, weil darunter schwere Verläufe von Enzephalitiden berichtet wurden (Kluger 1995). Die Kommission rät von der Anwendung der passiven Immunisierung ab. Zur aktiven Immunisierung stehen Impfstoffe aus abgetöteten,gereinigten Viren zur Verfügung, deren Schutzwirkung überwiegend der Induktion von Antikörpern gegen das Oberflächenprotein E zugeschrieben wird.Die Impfung verhindert die Erkrankung zuverlässig, nicht die Infektion,so dass eine Boosterung durch eine nachfolgende Wildvirus-Infektion möglich ist (Kreil 1998). Der genaue Zusammenhang zwischen Serokonversion nach Impfung und Protektion ist unklar (Demicheli 2000). Die Impfung schützt auch gegen sibirische und fernöstliche Formen von TBEV (Hayasaka 2001). Nachdem wegen häufiger und unerwarteter Nebenwirkungen (insbesondere Fieber bis zu 41°C) vorübergehend kein aktiver Impfstoff für Kinder zur Verfü-
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gung stand, gibt es nun wieder die Möglichkeit der aktiven Immunisierung. Die neuen Impfstoffe, Encepur Kinder® und FSME-IMMUN Junior® sind für Kinder von 2 bis 11 (bzw.bis 16) Jahren zugelassen und an mehreren Tausend Kindern getestet worden. Ab 12 (bzw. 17) Jahre erfolgt Impfung mit Encepur Erwachsene® (bzw. mit FSME-IMMUN Erwachsene®). Zur Erlangung eines 3 bis 5 Jahre anhaltenden Impfschutzes soll zu den Zeitpunkten 0, 1–3 Monate und 9–12 Monate geimpft werden. Die Schutzwirkung ist frühestens 2 Wochen nach der zweiten Impfung zu erwarten.Ein Schnellimmunisierungsschema mit Impfung zu den Zeitpunkten 0, 7, 21 Tagen (bzw. 0, 14 Tagen) ist möglich, führt aber zu einer niedrigeren Serokonversionsrate (Craig 1999). Auch hierbei beginnt der Schutz frühestens 14 Tage nach der 2.Impfung und eine weitere Impfung ist 12–18 (bzw. 9–12) Monate später notwendig. Es gibt keine verlässlichen Daten zum Zeitpunkt einer Auffrischung der Impfung. Die Kommission hält bei Kindern eine Auffrischung nach 5 Jahren bei fortbestehender Indikation für sinnvoll. Entgegen der Empfehlung der Hersteller sieht die Kommission keine Indikation für die Wiederholung der Grundimmunisierung nach versäumter Auffrischimpfung.Auch bei der FSME-Impfung gilt der Grundsatz „jede Impfung zählt“. Nach der Impfung wurde über lokale Symptome an der Einstichstelle und über grippeartige Symptome berichtet, die innerhalb von 72 Stunden wieder abgeklungen waren. Bleibende Schäden wurden nicht berichtet (Doser 2002).Bei weiteren Impfungen sinkt die Rate der Nebenwirkungen. Während bei Kindern von 3 bis 11 Jahren nach der Impfung eine Erhöhung der Körpertemperatur auf >38°C in 5% der Fälle beobachtet wurde, fand sich dies nach Herstellerangaben in 15% bei Kindern von 1 bis 2 Jahren.
Risikogebiete außerhalb Deutschlands (Reiseimpfung).
Impfempfehlungen in Deutschland
Mitglieder: Prof.Dr.Dr.med.P.Bartmann (Bonn), Prof.Dr.med.U.Heininger ( Basel,Vorsitzender ), Prof.Dr.med.H.-I.Huppertz (Bremen), Dr.med.M.Kinet (Rendsburg), PD Dr.med.G.Ch.Korenke (Oldenburg) und Dr.med.K.-H.Schick (Stuttgart)
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung bei Personen ab einem Alter von 3 Jahren, die sich vorübergehend oder dauerhaft in deutschen FSME-Risikogebieten aufhalten (Indikationsimpfung) sowie vor Reisen in
Kommentar der Kommission Angesichts der Seltenheit der FSME, des milden Verlaufes der Erkrankung im Kindes- und Jugendalter mit seltenen schweren Verläufen und in neuerer Literatur fast fehlenden bleibenden Schäden sollten die Impfempfehlungen der STIKO korrekt angewandt werden. Es gibt zur Zeit keine Grundlage für eine generelle Einführung der Impfung,auch nicht in einzelnen Bundesländern.Vielmehr bleibt die Empfehlung der Impfung eine auf den speziellen Fall beschränkte Maßnahme,die erst nach genauer Analyse des konkreten Infektionsrisikos und individueller Entscheidung durchgeführt wird. In den Risikogebieten sollten die Eltern über die Erkrankung und die Möglichkeit der aktiven Impfung aufgeklärt werden. Wenn Reisen in Risikogebiete in Deutschland oder Europa geplant werden, sollte rechtzeitig die Impfberatung erfolgen, da für das Erreichen des Impfschutzes im Schnellimmunisierungsverfahren 3 Wochen benötigt werden. Die Kenntnis über die Impfung ist in der Bevölkerung weitverbreitet und der Kinderarzt wird häufig mit dem Wunsch der Eltern nach der Impfung konfrontiert. Diese Situation sollte nicht nur zur Aufklärung über die FSME-Impfung entsprechend der STIKO-Empfehlung führen, sondern auch genutzt werden,um möglicherweise fehlende allgemein empfohlene Impfungen nachzuholen.
Literatur Die Literatur ist veröffentlicht auf der Homepage der DAKJ unter www.dakj.de
Kommission für Infektionskrankheiten und Impfungen der DAKJ:
Mitteilungen Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Geburtstage
Prof.Dr.med.Johannes Brodehl (Generalsekretär) Generalsekretär ab 01.01.2004: Prof.Dr.med.Dietrich Niethammer Geschäftsstelle: Eichendorffstr.13, 10115 Berlin Fax: 030-40005888 Internet:
[email protected]
Die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde gratulieren herzlich ihren Mitgliedern, die im nächsten Monat einen „besonderen“ Geburtstag feiern:
Preisausschreibung Paul-Caspar-Tyrell-Preis Die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE) schreibt für das Jahr 2004 den PaulCaspar-Tyrell-Forschungspreis aus. Der Verein Leberkrankes Kind e.V.stiftet diesen Preis, der mit 1.000,- Euro dotiert ist. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der pädiatrischen Hepatologie. Teilnahmeberechtigt sind im deutschen Sprachraum tätige Wissenschaftler. Preisbewerber müssen ihre Arbeit bis zum 28.2.2004 an die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung z.H.Prof.Dr.H.Ellemunter,Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck/Österreich einreichen.
▂ 80 Jahre und älter werden: Dr. Hans-Siegfried Otto, Berlin, 01.02.1917 Dr. Hedwig Diedenhofen, Bonn, 01.02.1921 Dr. Eva Becker, München, 02.02.1917 Prof. Dr. Georg-W. Schmidt, Gießen, 02.02.1917 Dr. Ingeborg Otto, Hagen, 02.02.1920 Dr. Rolf-Oskar Haase, Schwerin, 02.02.1921 Dr. Brunhild Bürklin, Mühlacker, 02.02.1922 Dr. R. Schäfer, Bremen, 04.02.1919 Dr. Karl-Justus Weihe, Kamp-Lintfort, 04.02.1920 Dr. K.-E. Boye, Baden-Baden, 05.02.1921 Dr. Margarete Walther, Hannover, 05.02.1921 Dr. Gisela Britz, Cottbus, 05.02.1921 Dr. Ralph von Patay, Kiel, 05.02.1923 Dr. Ruth Tron, Ettlingen, 06.02.1922 Dr. Barbara Borkowsky-Fehr,Weiden, 07.02.1922 Dr.Theresia Limberger, A-Gmunden, 08.02.1924 Dr. Jürgen Löw, Karlsruhe, 08.02.1919 Dr. Dieter Baetgen, Offenbach, 08.02.1920 Dr. Elisabeth Therstappen, Duisburg, 09.02.1924 Dr. Gerhard Hennig, Hamburg, 10.02.1921 Dr.W. Zschoche, Minden, 10.02.1921 Dr. Marianne Schmeiser, Dresden, 10.02.1921 Dr. E. Lingemann-Pielmeyer, Düren, 11.02.1924 Dr. Karl Stöhr, Bad Kissingen, 13.02.1917 Dr.Vera Köhler,Würzburg, 15.02.1918 Prof. Dr.Waldemar Hecker, Gräfelfing, 15.02.1922 Prof. Dr. med. habil. Hans-Rudolf Wiedemann, Kiel, 16.02.1915 Dr. Grete Franek, A-Wien, 17.02.1919 Dr. Ruth Theil, Stuttgart, 17.02.1920 Dr. Ingeborg Wrede, Gießen, 17.02.1920 Dr. Anna-Elisabeth Hage,Würzburg, 18.02.1921 Dr. Helmut Hosenfeld, Petersberg, 18.02.1921 Prof. Dr. Eberhard Willich, Heidelberg, 19.02.1919 Dr. H. Beyer, Bad Schwartau, 19.02.1920 Dr. H.-J. Andree,Celle, 19.02.1924 Dr. Rudolf Voigt, Darmstadt, 20.02.1914 Dr. Sarra Serna, Aachen, 20.02.1924 Dr. Gudrun Stark, Ebern, 21.02.1920 Dr. Gudrun Kern, Offenburg, 21.02.1924 Dr. Ingeborg Pohl, Darmstadt, 23.02.1924 Dr. Ursel Sandner, Hof, 26.02.1923 Dr. H.-D. Möhring,Wiesbaden, 27.02.1922 Dr. Günther Müller, Hamm, 28.02.1921 Dr. Renate von Arentsschild, Berlin, 28.02.1924
▂ 70 Jahre werden: Dr.Vera Kuborn, Fulda, 06.02.1934 Dr. Eva-Maria Meister, Leipzig, 08.02.1934 Dr. Carlo Baisch, Friedrichshafen, 11.02.1934 Prof. Dr. H. Jacobi, Schönenberg, 19.02.1934 Dr. Klaus Passian, Gronau, 19.02.1934 Dr. Maria Grips,Willich, 26.02.1934
▂ 65 Jahre werden: Dr. Brigitte Frauenknecht, Darmstadt, 01.02.1939 Dr.Werner G. Henschel, Hamburg, 02.02.1939 Dr.Wolfgang Evert, Offenbach, 04.02.1939 Dr. Hartmut Vehse, Herdecke, 09.02.1939 Prof. Dr. med. habil.Volker Steinbicker, Magdeburg, 17.02.1939 Prof. Dr. Rüdiger Joppich, Amberg, 18.02.1939 Dr. Helmut Kucera, A-Mauerbach, 19.02.1939 Dr. Jochen Martin, Chemnitz, 19.02.1939 Dr. Andreas Garn, Hammelburg, 19.02.1939 Dipl.-Med. Gerhild Bley, Quedlingburg, 21.02.1939 Prof. Dr. Jerzy Socha,Warszawa, 22.02.1939 Dr. Bernd Rusetzky, Schmalkalden, 25.02.1939 Dr. Hildegard Werner, Frankfurt/M., 28.02.1939
▂ 60 Jahre werden: Dr. Carola Witzenhausen, Sondershausen, 03.02.1944 Dr. Karlheinz Ludwig, Marbach am Neckar, 04.02.1944 Dr. Maija Dallmeier, Hannover, 05.02.1944 Prof. Dr. Gritta Janka-Schaub, Hamburg, 06.02.1944 Dr. Renate Schuster-Wonka, Barleben, 06.02.1944 Dr.Wolfgang Dick, Paderborn, 09.02.1944 Dr. Raimund Reindl, A-Bludenz, 14.02.1944 Dr. Dietmar Müller, Chemnitz, 15.02.1944 Dr. Barbara Burghardt, A-Wien, 17.02.1944 Dr. Renate Marx, Rinteln, 19.02.1944 Dr. Rolf Janz, Nordkirchen, 21.02.1944 Prof. Dr. Dietrich Michalk, Köln, 22.02.1944 Dr.Wolfgang Wahlen, Homburg, 26.02.1944 Dr. Horst Waltl, A-Innsbruck, 26.02.1944 Dr.Wolfram Köhler,Erfurt, 26.02.1944 Prof. Dr. Rüdiger Liersch, Düsseldorf, 27.02.1944 Dr. Angela Scheuch, Erfurt, 27.02.1944 Prof. Dr.Walter Baumann, Mülheim, 28.02.1944 Dr. Helga Danhorn, A-Wien, 28.02.1944 Sollte ein Mitglied nicht wünschen, dass sein Geburtstag in dieser Gratulationsliste erwähnt wird, bitten wir um rechtzeitige Nachricht (4 Monate vor dem Geburtstag) an die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V., Eichendorffstr. 13, D-10115 Berlin.
▂ 75 Jahre werden: Dr. Klaus-Georg Dönges, Essen, 03.02.1929 Dr.Waltraud Balla, Berlin, 04.02.1929 Prof.Dr.med.habil.Waldemar Rumler, Halle, 06.02.1929
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Kongresskalender ▂ Würzburg, 06.-08.02.2004 22. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Tropenpädiatrie e.V. Themen: Kinderkardiologie in den Tropen, Neugeborenenversorgung in Entwicklungsländern, Infektologie (Lepra, Malaria, Cryptosporidiose, ARI), Ernährung in Not- und Katastrophensituationen, Reiseimpfungen (Meningo-Pneumokokken, Japan-Encephalitis) Leitung: Dr. G. Sperling Tel.: 0931 / 8048 519 / 518, Fax: 0931 / 784 14 41 E-Mail:
[email protected]
▂ Weimar, 05.-07.03.2004 10. Kongress für Jugendmedizin Info: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Köln Tel.0221 / 689 09-16 Fax: 0221 / 689 09-78
▂ Mainz, 18.–20.03.2004 35. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Nephrologie Info: Tagungspräsident: PD Dr. R. Beetz Tel.: 06131 / 17 27 88 (Sekretariat Frau Helga Baltes); Fax: 06131 / 17 66 93 E-Mail:
[email protected] Info: www.apn-2004.de
▂ Heidelberg, 01.-03.04.2004 Seventh Symposium on Growth and Development in Children with Cronic Kidney Disease: The Molecular Basis of Skeletal Growth Leitung: Prof. Dr. Burkhard Tönsdorff, Franz Schäfer, Rick Kaskel Tel.: 06221/564503; Fax: 06221/564203 E-Mail:
[email protected] www.ipna-growth2004.uni-hd.de
▂ Jena, 02.04-03.04.2004 Jahrestagung der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin Leitung: Prof. Dr. Misselwitz Tel.: 03641/ 93 82 13, Fax: 03641/ 93 83 66 E-Mail:
[email protected]
▂ Koblenz , 07.05.-09.05.2004 53. Jahrestagung der Süddeutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Verbindung mit der Süddeutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie Leitung: Prof. Dr. Rister Tel.: 0261/ 499-26 02 E-Mail:
[email protected]
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▂ Cottbus, 14.05.-16.05.2004 53. Jahrestagung der Norddeutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Leitung: Prof. Dr. Oppermann, PD Dr.Th. Erler Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Tel.: 0355/ 46 23 36, Fax: 0355/ 46 20 77 E-Mail:
[email protected] Info: www.ngkj-cottbus2004.de
▂ Mainz, 03.06.–06.06.2004 12. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) Leitung: Prof. Dr. H.J. Schmitt E-Mail:
[email protected]
▂ Marburg, 17.–20.06.2004 9. Biennial Congress of the European Society of Developmental, Perinatal and Paediatric Pharmacology Leitung: Prof. Dr. H.W. Seyberth (ESDP President) Info: KKFP Tel.: 06421 / 28-626 21 / 28-662 26; Fax: 06421 / 28-631 31 E-Mail:
[email protected] www.esdp-meeting-2004-marburg.de
▂ Ulm, 24.-26.06.2004 30. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) Leitung: Prof. Dr. Frank Pohlandt/ PD Dr. Helmut Hummler Info: m.con Tel.: 0621 / 4106-137; Fax: 0621 / 4106-207 E-Mail:
[email protected] www.gnpi2004.de
▂ Berlin, 09.09.–12.09.2004 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde Leitung: Prof. Dr. Gerhard Gaedicke und Prof. Dr. med. U.Wahn Tel.: 030/ 4505-66 422, Fax: 030 / 4505- 669 16 E-Mail:
[email protected] Info: www.kinderaerztekongess-berlin-2004.de
▂ Bad Orb, 10.–15.10.2004 32. Herbst-Seminar-Kongress des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Thema: Pädiatrische Dermatologie Info: BVKJ Köln Tel. 0221 / 689 09-15 Fax: 0221 689 09-78
Hier erscheinen nur die Ankündigungen für wissenschaftliche Kongresse.Die Terminankündigungen für Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen entnehmen Sie bitte der Homepage der DGKJ: www.dgkj.de/26.html
DGKJ e.V. – Geschäftsstelle – Eichendorffstr. 13 D – 10115 Berlin
schrift Ihre Monats ie S er DGKJ! n e h e zi Be dschaft in d e li g it M e in doch über e
Fax-Nr. +49 (0) 30 / 308 77 79-99
Aufnahmeantrag Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. und bestätige, dass ich approbierte/r Ärztin/Arzt bin.
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Beitritt
■ ab 2004
Titel
■ ohne
Geschlecht
■ männlich
Zutreffend für mich ist folgender Mitgliedsbeitrag pro Kalenderjahr: ■ selbständig oder mit Einnahmen aus Privatliquiditationen 107,– Euro
■ Dr.
■ Prof.
■ Prof. Dr.
■ ■ nicht selbständig ohne Einnahmen aus Privatliquiditationen 87,– Euro
■ weiblich
■ für Mitglieder aus den neuen Bundesländern 67,– Euro
Name Vorname
■ für ÄiP im 1. Jahr
beitragsfrei
Straße PLZ
■ Eltern in Elternzeit 47,– Euro (mit Moki) bzw. beitragsfrei
Wohnort
Telefon-Nr. E-Mail Geburtagsdatum
Ich bin damit einverstanden, dass meine „besonderen“ Geburtstage (60, 65, 70 etc.) in der Gratulationsliste der Monatsschrift Kinderheilkunde veröffentlicht werden.
Die Mitgliedschaft schließt den Bezug der Monatsschrift Kinderheilkunde ab Jahresbeginn ein. Die Kosten sind im Beitrag enthalten.
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Ermächtigung zum Einzug des Mitgliedsbeitrags mittels Lastschrift Der Mitgliedsbeitrag soll bei Fälligkeit eingezogen werden zu Lasten meines unten angeführten Kontos.Diese Einzugsermächtigung ist jederzeit widerruflich. Sollte das Konto die erforderliche Deckung nicht aufweisen,besteht seitens des Kreditinstitutes keine Verpflichtung zur Einlösung.
Name Anschrift Konto-Nr.
Bankleitzahl
Name des Kreditinstituts Ort, Datum
Unterschrift
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e g i e z n A e n i e t h e t n e Hier st m e s i t r e v d a n This is a
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