Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ AdalbertCzernyPreis 2009 für Frank Rutsch ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR KINDER UND JUGENDHEILKUNDE Monatsschr Kinderheilkd 2009 · 157:1169–1186 DOI 10.1007/s00112-009-2102-y © Springer Medizin Verlag 2009 Redaktion Prof. Dr. M. Weiß, Köln Prof. Dr. R. Kerbl, Leoben
Inhalt AdalbertCzernyPreis 2009 für Frank Rutsch
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Protokoll der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin am 05.09.2009 anlässlich der 105. Jahrestagung in Mannheim
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Neue Beitragsordnung ab 2010
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SelbstEinstufung (mit Formular)
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Änderungsmitteilung (mit Formular)
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Stellungnahme „Neue Influenza A/H1N1Virus“
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Neue Datenerhebung im ESPEDSystem seit August 2009
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Wie leistungsfähig ist die universitäre Kinder und Jugendmedizin?
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Selbsthilfegruppe für Sichelzell und Thalassämie patienten gegründet
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Preisausschreibungen
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Personalia
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Laudatio wHR Dr. Ernst Tatzer zum 60. Geburtstag
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Kongresskalender
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Geburtstage
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Geschäftsstelle der DGKJ Wir sind für Sie wie folgt erreichbar: Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin Tel.: +49 / 30 / 308 77 790 • Fax: +49 / 30 / 308 77 7999 EMail:
[email protected] • Internet: www.dgkj.de
Geschäftsstelle der ÖGKJ für Öffentlichkeitsarbeit und Standesführung Wir sind für Sie wie folgt erreichbar: Mag. Claudia Fabisch Universitätsklinik für Kinder und Jugendheilkunde Graz Auenbruggerplatz 30, A8036 Graz Tel.: +43 (0) 316 385 120 6 • Fax: + 43 (0) 316 385 133 00 EMail: claudia.fabisch@klinikumgraz.at Internet: www.docs4you.at
8 Priv.-Doz. Dr. Frank Rutsch mit DGKJ-Präsident Prof. Dr. Fred Zepp Mit dem Adalbert-Czerny-Preis zeichnet die DGKJ jedes Jahr besondere wissenschaftliche Leistungen aus. Der mit 10.000 € dotierte Preis soll bevorzugt an den wissenschaftlichen Nachwuchs oder an Kinderärzte in freier Praxis vergeben werden. 2009 fiel die Entscheidung der Jury auf Priv.-Doz. Dr. med. Frank Rutsch aus Münster, der eine herausragende Arbeit zum Vitamin B12-Stoffwechsel einreichte. Herr Dr. Rutsch ist 43 Jahre alt. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Das Studium der Humanmedizin absolvierte er in Münster und Heidelberg und promovierte 1992 mit einer klinisch-radiologischen Arbeit zum Thema „Thymusbefall bei Morbus Hodgkin“. Zwischen 1993 und 1998 war Herr Rutsch als Assistenzarzt an den Kinderkliniken der Universität Dresden und der Stadt Dortmund tätig. Im März 2003 wechselte er als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin an die Kinderklinik der Universität Münster, wo er 2006 mit der Arbeit „NPP1 – Ein Inhibitor der Kalzifikation in Gelenken und Arterien“ habilitiert wurde. Seit 2007 obliegt ihm in oberärztlicher Verantwortung die Leitung der Poliklinik an der Klinik für Kinderund Jugendmedizin der Universität Münster, zudem ist er Mit-
arbeiter des dortigen Stoffwechselzentrums. Mit seinen Erkenntnissen über den CblF-Defekt trägt Rutsch zu einem wesentlich besseren Verständnis der zelleigenen Proteine und der zellulären Transportsysteme bei und schafft dadurch neue Perspektiven für die Erforschung komplexer Stoffwechselerkrankungen. Wir möchten dem Preisträger an dieser Stelle selbst die Gelegenheit geben, seine Arbeit vorzustellen und wünschen ihm für seine weitere wissenschaftliche und kinder- und jugendärztliche Karriere viel Erfolg. Herzlichen Glückwunsch! Prof. Dr. med. Fred Zepp Präsident der DGKJ
Identifikation eines putativen lysosomalen Cobalamintransporters durch Aufklärung der genetischen Ursache des CblF Defekts im Vitamin B12Stoffwechsel Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 (Cobalamin) ist für den Menschen essentiell. In Form von 5´Adenosylcobalamin in den Mitochondrien und Methylcobalamin im Cytoplasma ist Cobalamin ein wichtiges Co-
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enzym in der Zelle. Nach rezep- Chromosomen zeigte sich dietorvermittelter Endozytose muss selbe Mutation, was auf einen Cobalamin durch die Lysosomen sog. Founder-Effekt hinwies; d.h. geschleust werden. Beim erst- die betroffenen Patienten hatten mals 1985 beschriebenen CblF- höchst wahrscheinlich vor ca. 8Defekt des Vitamin B12-Stoff- 9 Generationen einen gemeinwechsels akkumuliert Cobala- samen Vorfahren. Der CblF-Demin in den Lysosomen aufgrund fekt konnte in Hautzellen der Paeines defekten lysosomalen Co- tienten durch Transfektion mit balaminexports, so dass die Co- der LMBRD1-Erbinformation enzyme nicht gebildet werden wieder korrigiert werden. Damit können.1,2 Betroffene Patienten wurden in dieser Studie Mutatientwickeln bereits im Säuglings onen im LMBRD1-Gen als Uralter Symptome eines Cobala- sache für die CblF-Erkrankung minmangels, wie Anämie, Trink- identifiziert. Die Ergebnisse der schwäche und Entwicklungsre- Studie lassen außerdem den tardierung. Laborchemisch fin- Schluss zu, dass das LMBRD1den sich erhöhte Homocystein- Gen einen lysosomalen Cobalawerte im Blut und eine erhöhte mintransporter kodiert.3 Ausscheidung von Methylmalonsäure im Urin. Die Therapie be- Literatur: steht in einer lebenslangen regel- 1. Rosenblatt, D.S., Hosack, A., Matiasmäßigen parenteralen Substitutizuk, N.V., Cooper, B.A. & Laframboise, R. Defect in vitamin B12 release on mit Hydroxycobalamin. from lysosomes: newly described inIn unserer Studie wurden born error of vitamin B12 metaboDNA-Proben von 12 Patienten lism. Science 228, 1319-1321 (1985). mit CblF-Defekt in einer genom- 2. Vassiliadis, A., Rosenblatt, D.S., Cooweiten Kopplungsanalyse (Hoper, B.A. & Bergeron, J.J. Lysosomal cobalamin accumulation in fibromozygosity-Mapping) mit Hilblasts from a patient with an inborn fe eines Affymetrix SNP-Chip error of cobalamin metabolism (cblF Arrays untersucht. Dabei gelang complementation group): visualizadie Identifikation des LMBRD1tion by electron microscope radioautography. Exp. Cell Res. 195, 295-302 Gens auf Chromosom 6 als po(1991). tentielles Kandidatengen für die 3. Rutsch, F., Gailus, S., Miousse, I.R., Erkrankung. LMBRD1 kodiert Suormala, T., Sagné, C., Toliat, M.R., ein Protein, das in der lysosomaNürnberg, G., Wittkampf, T., Buers, I., len Membran der Zelle lokalisiert Sharifi, A., Stucki, M., Becker, C., Baumgartner, M., Robenek, H., Marquardt, werden konnte. Vier verschieT., Höhne, W., Gasnier, B., Rosenblatt, dene Mutationen, die eine VerD.S., Fowler, B., Nürnberg, P. Identifischiebung des DNA-Leserasters cation of a putative lysosomal cobalaund eine Herunterregulation der min exporter altered in the cblF defect of vitamin B12 metabolism. Nat LMBRD1-RNA zur Folge hatten, Genet. 41, 234-239 (2009). führten zu einem Funktionsverlust beider LMBRD1-Allele bei Priv.-Doz. Dr. Frank Rutsch den betroffenen Patienten. Auf 18 der 24 krankheitstragenden
recht erfolgt sind (Monatsschrift Kinderheilkunde 2009, 157: S.706708). Anträge zur Tagesordnung sind nicht eingegangen. Nach § 12, Abs.4 der Satzung besteht Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung. Frau Dr. Olbrisch führt für Prof. Zepp und Prof. Weiß das Protokoll.
TOP 2: Genehmigung des Protokolls der Mitgliederver sammlung der 104. Jahres tagung vom 13. September 2008
Das Protokoll der Mitgliederversammlung anlässlich der 104. Jahrestagung in München vom 13.09.2008 wurde in der Monats schrift Kinderheilkunde 2008, 156: S.1233-1236 veröffentlicht. Einsprüche oder Ergänzungen ergeben sich nicht; die Mitgliederversammlung genehmigt daher das Protokoll.
TOP 3: Bericht des Präsiden ten
Prof. Zepp weist zu Beginn seines Berichts auf die Notwendigkeit der Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb der pädiatrischen Verbände und die hier notwendige Koordinierung als ein wichtiges Thema hin, das für TOP 16 vorgesehen ist. Anschließend berichtet er aus den Aktivitäten des Geschäftsführenden Vorstandes und Vorstandes der DGKJ: International ist die DGKJ vertreten in der EAP/CESP sowie EPA/UNEPSA. In der CESP ist Prof. Hoyer seit einigen Jahren für die DGKJ aktiv, in der UNEPSA fungiert Prof. Gaedicke als Schatzmeister; Prof. Ehrich hat den letzten EuropaediaProtokoll der Mitgliederversammlung der trics Kongress sehr geprägt, den Prof. Gahr in Vertretung des PräDeutschen Gesellschaft für Kinder- und sidenten besucht hat. Jugendmedizin am 05.09.2009 anlässlich Auch im nationalen Rahmen ist die Wahrnehmung der DGKJ, der 105. Jahrestagung in Mannheim insbesondere auf Seiten der Gesundheitspolitik, weiter gewachsen. Hier ist die DGKJ im GeAnwesende: Siehe Teilnehmer- TOP 1: Festsetzung der Tagesspräch mit dem Bundesministeliste (hinterlegt in der Geschäftsordnung stelle) Prof. Zepp begrüßt die Mitglieder rium für Gesundheit, dem BunBeginn: 17:40 Uhr und stellt fest, dass die Einla- desministerium für Bildung und Ende: 19:55 Uhr dungen mit der Mitteilung der Forschung und dem BundesmiTagesordnung form- und fristge- nisterium für Ernährung, Land-
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wirtschaft und Verbraucherschutz, letzteres im Rahmen des Projektes „Kommunikationsnetzwerk Junge Familie“. Prof. Zepp dankt Prof. Harms in diesem Zusammenhang für sein jahrelanges Engagement als Vorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung und wünscht dem neuen DGKJ-Delegierten Prof. Koletzko Glück für seine Tätigkeit in der Plattform (Prof. Harms hatte nicht nochmals kandidiert). Prof. Zepp dankt allen Mitgliedern der DGKJ-Kommissionen, den Vertretern in den genannten internationalen Organisationen, sowie den anderen Ehrenamtlichen der DGKJ; als wissenschaftliche Fachgesellschaft ist die DGKJ sehr auf dieses Engagement angewiesen. Prof. Zepp berichtet, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit ergriffen wurden, mit dem Ziel, zu angefragten Themen innerhalb von 24 Stunden kompetent Stellung nehmen zu können. Hierfür wurde eine Kompetenzmatrix etabliert mit Experten/innen für die verschiedenen Themen. Weitere Interessenten zur Mitarbeit an dem Projekt sind willkommen und können sich direkt mit der Geschäftsstelle in Verbindung setzen. Die Vorstandsarbeit wurde intensiviert, so dass der Geschäftsführende Vorstand nun viermal jährlich tagt; zusätzlich gibt es einen regen Austausch per Mail und Telefon. Anregungen und Fragen seitens der Mitglieder sind sehr herzlich willkommen; die Mitglieder werden aufgefordert, sich hierbei an die Geschäftsstelle zu wenden. Prof. Zepp wendet sich nun den inhaltlichen Themen seines Berichts zu: Bei der Thematik Gendiagnostikgesetz wurde die DGKJ vor allem von Profs. Debatin und Superti-Furga unterstützt; Prof. Hoffmann hat als Sprecher der Screeningkommission zur Problematik des Neugeborenenscreenings schriftlich Stellung genommen. Die DGKJ hat Prof. Superti-Furga sowie als Vertreter Frau Dr. Nennstiel-Razel sowie Prof. Debatin für die
Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ Gendiagnostik-Kommission er- mit Jubiläumsflyern sowie Hisnannt. Zusätzlich sollten die vor- torischer Broschüre, der Histohandenen Möglichkeiten genutzt rischen Ausstellung etc. zu denwerden, die Kompetenz der Kin- ken. Er weist auf die Elterninder- und Jugendmedizin auf dem formationen hin, die sich in den Gebiet der Humangenetik durch letzten Jahren mit den Entwickeine prominentere Verankerung lungs-, Druck- und Versandkosin der MWBO zu schärfen. Diese ten auf rund ½ Mill. Euro sumAktivität soll in Zusammenarbeit mieren. Diese werden zukünftig mit der DAKJ koordiniert wer- aus Kostengründen nicht mehr den. neu gedruckt; der Bestand an Das Sondergutachten 2009 vorhandenen Exemplaren wird des Sachverständigenrats zur Be- aber weiterhin versandt. gutachtung der Entwicklung im Prof. Weiß demonstriert weiGesundheitswesen enthält weit tere besondere Ausgaben wie den reichende Aussagen zur Pädiatrie; Supplementband der Monats dieses wird am 15.09. im Rahmen schrift Kinderheilkunde, wodurch eines Symposiums der Fachöf- ein Rückstand der Originalarfentlichkeit vorgestellt; es ist ge- beiten abgebaut werden konnte, plant, anschließend eine gemein- oder den Druckkostenzuschuss same Stellungnahme unter dem für die Neuauflage des Buches Dach der DAKJ zu erstellen. „Jüdische Kinderärzte“, wodurch Weitere DGKJ-Projekte für der vom Finanzamt auferlegte die nahe Zukunft sind: die Ko- Verwendungsrückstand im Zeitordinierung fachlicher Stellung- raum 2006 bis 2008 abgebaut nahmen der verschiedenen be- werden konnte. Diese Entwickteiligten Verbände in der Kinder- lung war notwendig, denn sonst und Jugendmedizin, die Definiti- wäre die Gemeinnützigkeit geon der Aufgaben und der Orga- fährdet worden. Alle Ausgaben nisation der Akademie, die Wei- waren satzungskonform und beterentwicklung der Programm- trafen inhaltlich sinnvolle Aktivigestaltung der Jahrestagung, die täten der DGKJ. Diskussion zur Struktur der uniProf. Weiß beantwortet die versitären pädiatrischen Einrich- Frage nach den Beiträgen/Spentungen, die Förderung des wis- den und erläutert, dass es sich senschaftlichen Nachwuchses hier um die Beiträge der DGKJ u.a. durch die Entwicklung eines an die Organisationen handelt, Tutorenprogramms, ebenso wie in denen die Gesellschaft Mitdas Thema Strukturierung und glied ist wie z.B. DAKJ, AWMF, Verbesserung der pädiatrischen IPA; dabei erhält die DAKJ die Weiterbildung. Hier gilt es, die größte Unterstützung der DGKJ. Weiterbildungs-Rahmenbedin- Auf Nachfrage nach dem Beitrag gungen anzuschauen und z.B. ein an den Springer-Verlag erläutert Muster-Weiterbildungs-Logbuch Prof. Weiß, dass der betreffenzu entwerfen. de Vertrag unter seinem Vorgänger 2003 geschlossen wurde; darTOP 4: Bericht des Schatz in vereinbart sind jährlich steimeisters gende Gebühren für den ZeitProf. Weiß präsentiert den Kas- raum 2004 bis 2009. Der Vertrag senbericht mit den Einnahmen gilt noch weitere 4 Jahre, das Plaund Ausgaben im Jahr 2008 so- teau der Kosten wurde allerdings wie dem Kassenstand zum 01.01. schon 2009 erreicht, so dass hier und 31.12.2008. In 2008 war, wie eine Konsolidierung der Aufwenin den Jahren zuvor, eine konti- dungen eintreten wird. nuierliche Ausgabenentwicklung zu beobachten, was nicht zuletzt TOP 5: Bericht der Kassen durch den Jubiläumskongress prüfer 2009 zum 125-jährigen Bestehen der Prof. Wagner (Aachen) berichDGKJ in München bedingt war. tet von der Kassenprüfung, bei Hier ist an die umfängliche Au- der er neben Dr. Buderus (Bonn) ßendarstellung der Gesellschaft als Kassenprüfer fungierte. Diese
fand am 09.06.2009 in den Räu- und Beratungskosten, Versand men der Steuerberatungsgesell- Elterninformationen, Steuern auf schaft Wilms und Partner in die ‚unechten’ Mitgliedsbeiträge, Düsseldorf statt. Alle Unterlagen Kongress- und Sitzungskosten. lagen geordnet neben dem KasEr präsentiert detailliert die senbericht vor; die Kassenprüfer Kosten für die Monatsschrift Kin nahmen zahlreiche Stichproben derheilkunde, die für Druck und vor und sahen die originalen Bu- Versand von 2003 bis 2009 verchungsbelege an. Es wurden kei- tragsgemäß um 54 % gestiegen ne Unstimmigkeiten festgestellt; sind. Prof. Weiß erklärt, dass im aus Sicht der Kassenprüfer er- selben Zeitraum die Mitgliedsfolgte die Führung der Unterla- beiträge unverändert geblieben gen ordnungsgemäß, so dass sie sind und aufgrund der Mitglieder Mitgliederversammlung die derstruktur eine rechnerische Entlastung des Vorstandes emp- Reduzierung des durchschnittfehlen. lichen Mitgliedsbeitrags von 87,57 € auf 84,84 € stattgefunden TOP 6: Entlastung des hat. Anschließend erläutert der Vorstandes Schatzmeister die EinnahmenAus dem Plenum erfolgt der An- struktur 2010, die zum allergrößtrag auf Entlastung des Vorstan- ten Teil aus den Mitgliedsbeiträdes. Schatzmeister und Vorstand gen besteht. Bei Gegenüberstelwerden ohne Gegenstimme bei lung von prognostizierten EinStimmenthaltung des Vorstan- nahmen und Ausgaben 2010 erdes entlastet. gibt sich eine Unterdeckung, die eine Erhöhung der Einnahmen TOP 7: Festsetzung aus Mitgliedsbeiträgen um 30 % der Jahresbeiträge 2010 notwendig macht. Diese relativ Einleitend weist der Schatzmeis- große Erhöhung resultiert v.a. aus ter darauf hin, dass trotz konti- der Situation, dass ein ursprüngnuierlich steigender Kosten seit lich großes Polster in den letzten dem Jahr 2000 keine Anpas- Jahren langsam abgebaut werden sung der Mitgliederbeiträge vor- musste; dieser Abbau ist finanzgenommen wurde. Prof. Weiß rechtlich auch notwendig geweerläutert anschließend die Aus- sen angesichts der Haltung des gabenstruktur 2010, die aus den Finanzamtes gegenüber gemeinAusgaben 2008 und 2009 hoch- nützigen Vereinen. In den letzten gerechnet wurde, für die einzel- Jahren wurde zusätzlich jedes Jahr nen Posten Personalkosten/Auf- die Zahlung an den Springer-Verwandsentschädigungen, DGKJ- lag großteils vorgezogen; jetzt ist Beiträge an andere Verbände, aber kein Puffer mehr da, um eiBürobedarf/Wartung/Instand- ne solche Zahlung zu leisten. Prof. haltung, Miete/Energie/Versi- Weiß erläutert, dass die Erhöhung cherung/Reinigung, Reisekos- der Beiträge wiederholt im Vorten, Leitlinienentwicklung, Ar- stand und Geschäftsführenden chiv Kinder- und Jugendmedizin, Vorstand diskutiert wurde und Wissenschaftliche Preise, Rechts- präsentiert das Ergebnis:
Beschlussvorlage Mitgliedsbeiträge Chefärzte, Oberärzte, Selbstständige Angestellte und Beamte, in nicht leitender Funktion Mitglieder in den Neuen Bundesländern Assistenzärzte im 1. Berufsjahr im 1. Kalenderjahr der Mitgliedschaft Eltern in Elternzeit mit Bezug der MOKI; arbeitsuchende Mitglieder mit Bezug MOKI Eltern in Elternzeit ohne Bezug der MOKI Konventgesellschaften
Alt 107 € 87 €
Neu Differenz 140 € +33 € 112 € +25 €
67 € 47 €
Entfällt 70 €
+23 €
47 €
70 €
+23 €
0€ 50 €
0€ 150 €
0€ +100 €
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Der Schatzmeister erläutert, Prof. Rascher geht auf die geNeue Beitragsstruktur dass die Kollegen aus den Neuen sellschaftlichen Rahmenbedin2010 Bundesländern für eine Angleigungen für die heutige Pädiatrie 150 € für Chefärzte, Oberärzte chung der Beiträge plädiert haein, in der die Gesellschaft imund Selbstständige, 110 € für „An- ben und weist insbesondere darmer älter wird und dabei immer gestellte und Beamte in nicht lei auf hin, dass die DGKJ laut ihweniger Kinder geboren werden, tender Position“, 70 € für „Assis rer jetzigen Beitragsstruktur nur deren Krankheiten und Notwentenzärzte im 1. Berufsjahr im 1. Ka 15 % Mitglieder in leitender Podigkeit einer (veränderten) melenderjahr der Mitgliedschaft“ sition mit Einnahmen aus Pridizinischen Behandlung in der und Mitglieder in Elternzeit und vatliquidationen und SelbstänKiGGS-Studie gut erfasst sind. Arbeitsuchende mit Bezug der dige Mitglieder hat. Hier apAm Beispiel der Mindestmengen Monatsschrift Kinderheilkunde, pelliert er dringend an die Mitin der Neonatologie verdeutlicht 150 € für korporative Mitglieder glieder, sich korrekt einzustufen, er, dass eine Fachgesellschaft ih(Konventgesellschaften). und dies auch bei einer Verändere Sicht der Dinge zunächst in rung der beruflichen Situation zu den pädiatrischen Gremien einbedenken. Auf Nachfrage erläubringen sollte, um dann als eine tert Prof. Weiß, dass Ruheständ- TOP 8: Wahl von 2 Kassen starke Stimme nach außen, im ler ohne Bezug der Monatsschrift prüfern für 2010 G-BA, Stellung zu nehmen. WeiKinderheilkunde beitragsfrei wä- Die Mitgliederversammlung und tere Schwerpunkte sieht er in der ren, mit Bezug der Zeitschrift 112 der Vorstand wählen Dr. Bude- Forschung und der Erhaltung des € zahlen müssten. rus (Bonn) und Prof. Dr. Maya- Nachwuchses. In der anschließenden Diskus- tepek (Düsseldorf) zu KassenProf. Wagner weist darauf sion merkt PD Dr. Latta (FFM) prüfern für 2010. hin, dass er sowohl Erfahrung in an, dass die DGKJ eine solche der Leitung eines kommunalen Beitragsstruktur braucht, er plä- TOP 9: Wahl des Vizepräsi Krankenhauses hat (Kinderklidiert auch für eine Subventionie- denten nik Dortmund 2000-2006) als rung des Beitrags für neue Assis- Prof. Zepp erläutert, dass für die auch durch seine Tätigkeit an der tenzärzte, die 50 € zahlen sollten bevorstehende Wahl drei Kandi- RWTH Aachen seit 2006 univerund schlägt vor, bei einer Neuge- daten zur Verfügung stehen sitär verankert ist. Er nennt folstaltung des Vertrages mit dem und gibt die Möglichkeit für gende Schwerpunkte für seine zuSpringer-Verlag darauf zu ach- weitere Kandidatenvorschläkünftige DGKJ-Tätigkeit: 1. Verten, dass ein angemessener Preis ge aus der Mitgliederversammtretung der wissenschaftlichen ausgehandelt wird. Prof. Superti- lung, die jedoch nicht erfolgen. Pädiatrie in der Öffentlichkeit. 2. Furga spricht sich für die Grup- Die drei Kandidaten Profs. Kiess, Flächendeckende Versorgung. 2. pe der Chefärzte für einen Beitrag Rascher und Wagner haben sich Sicherstellung der Finanzierung von 150 € aus, bei den anderen für in der Monatsschrift Kinder der Pädiatrie. 4. Einheitliche Mei110 €. Prof. Zepp stellt den Beitrag heilkunde 2009, 157: S. 817-819 nungsäußerung der Kinder- und von 150 € für Chefärzte, Ober- vorgestellt. Sie erhalten Gelegen- Jugendärzte nach (kontroverser) ärzte und selbständige Mitglieder heit, der Mitgliederversamminterner Diskussion in Gremien zur Abstimmung, der von der lung ihre Positionen für die wie dem Konvent für fachliche Mehrheit angenommen wird (2 Zukunft der DGKJ darzustellen. Zusammenarbeit der DGKJ soGegenstimmen, 7 Enthaltungen); Prof. Kiess betrachtet seine wie der DAKJ. ebenso votiert die Mehrheit für Kandidatur als eine persönliche Aus dem Plenum erfolgt eiden Beitrag von 110 € für Ange- Ehre. Er fokussiert auf 3 Punk- ne Nachfrage an die Kandidaten stellte und Beamte in nicht leiten- ten: 1. Eine Fortführung der bis- zum Stellenwert der „Jugendmeder Funktion (2 Gegenstimmen, herigen guten Arbeit der letz- dizin“. Prof. Kiess verweist hier 4 Enthaltungen). Der Antrag von ten Präsidenten, des Geschäfts- auf seine jahrelange Tätigkeit für Herrn Latta, Assistenzärzte durch führenden Vorstandes und der den Weimarer Jugendärztekoneinen niedrigeren Beitrag von 50 Geschäftsstelle („Weiter so“). gress; Prof. Rascher nimmt Be€ zu subventionieren, findet kei- 2. Schwerpunkt auf der Nach- zug auf die Ausbildung der Stune Mehrheit (57 Mitglieder dage- wuchsarbeit („Die Zukunft hat dierenden in Erlangen, wo alle Jugen, 53 Mitglieder dafür). In der schon begonnen“). 3. Unter dem gendlichen in der Universitätsklianschließenden Abstimmung der Stichwort „Gemeinschaftlich in- nik unter 17 ½ Jahren in der Kingesamten Beitragsstruktur be- terdisziplinär“ möchte er die der- und Jugendklinik versorgt schließt die Mitgliederversamm- Forschung aktivieren und dabei werden; Prof. Wagner stimmt zu, lung mehrheitlich bei einer Ge- möglichst viele Ebenen einbin- dass Translation eine wichtige genstimme und 9 Enthaltungen den, schließlich sollte („Trans- Frage ist und die Rheumatologie folgende Beiträge: lation“) die Wissenschaft in der z.B. hier gerade Empfehlungen Praxis ankommen und verankert für einen solchen Übergang von werden können. Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin erarbeitet.
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Prof. Riedel (Hamburg) fungiert als Wahlleiter mit Unterstützung von Fr. Prof. Koletzko und Prof. Zielen und beantragt zunächst eine geheime Wahl; die Mitgliederversammlung stimmt dem zu und wählt in der anschließenden geheimen Wahl Prof. Wagner zum Vizepräsidenten 2010-2011. Auf ihn entfallen 68 Stimmen; auf Prof. Rascher 18 Stimmen, auf Prof. Kiess 16 Stimmen. Enthaltungen oder ungültige Stimmen sind nicht festzustellen. Prof. Wagner nimmt die Wahl an und hofft, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Vorstand Der Vorstand setzt sich ab 01.01.2010 wie folgt zusammen: Präsident: Prof. Dr. Fred Zepp, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz Vizepräsident: Prof. Dr. Norbert Wagner, Kinder- und Jugendarzt, RWTH Aachen, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen. Schatzmeister: Prof. Dr. Michael Weiß, Kinder- und Jugendarzt, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Amsterdamer Str. 59, 50735 Köln Vorsitzender der Jahrestagung 2010: Prof. Dr. Michael Radke, Kinder- und Jugendarzt, Klinikum „Ernst von Bergmann“, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam Vorsitzender der Jahrestagung 2011: Prof. Dr. Johannes Otte, Krankenanstalten Gilead gGmbH, Kinderzentrum, Grenzweg 10, 33617 Bielefeld Vier Vertreter unterschiedlicher pädiatrischer Spezialitäten: Frau Prof. Dr. Angelika Eggert, Kinder- und Jugendärztin, Universitätsklinikum Essen, Klinik und Poliklinik für Kinderund Jugendmedizin, Hufelandstr. 55, 45122 Essen
Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ Frau Prof. Dr. Jutta Gärtner, Kin- sitätsklinikum, Josef-Schneiderder- und Jugendärztin, Zentrum Str. 2, 97090 Würzburg für Kinder- und Jugendmedizin Ein Vertreter des Berufsverder Georg-August-Universität, bandes der Kinder- und Jugend Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göt- ärzte: tingen Dr. Wolfram Hartmann, KinderProf. Dr. Manfred Gahr, Kin- und Jugendarzt, BVKJ, Mielender- und Jugendarzt, Universität forster Str. 2, 51096 Köln Dresden, Klinik und Poliklinik Ein Vertreter der Vereinigung für Kinder- und Jugendmedizin, Leitender Kinder- und Jugend Fetscherstr. 74, 01307 Dresden ärzte und Kinderchirurgen PD Dr. Burkhard Rodeck, Kin- Deutschlands: der- und Jugendarzt, Marienhos- Prof. Dr. Gernot Sinnecker, Kinpital, Klinik für Kinderheilkunde der- und Jugendarzt, Klinikum und Jugendmedizin, Johannis- der Stadt Wolfsburg, Klinik für freiheit 2-4, 49074 Osnabrück Kinder- und Jugendmedizin, Dem geschäftsführenden Sauerbruchstr. 7, 38440 WolfsVorstand gemäß § 10, Abs. 1, burg gehört Herr PD Dr. Rodeck an. Kinder- und Jugendarzt in freier Zum 31.12.2009 scheidet Prof. Dr. Praxis: Böhles (Frankfurt/M.), VizepräDr. Klaus Rodens, Kinder- und sident und JahrestagungspräsiJugendarzt, Angertorstr. 6, 89129 dent 2009 aus dem Vorstand aus. Langenau Vertreter der Assistenz- und TOP 10: Satzungsänderung Oberärzte: im Hinblick auf die Zusam Dr. Detlef Schmitz, Kinder- und mensetzung des Vorstandes, Jugendarzt, Klinikum der Stadt betr. den Sprecher des KonWolfsburg, Klinik für Kinder- vents für fachliche Zusam und Jugendmedizin, Sauerbruch- menarbeit, und die Aufgabe str. 7, 38440 Wolfsburg der Geschäftsführung Die Funktionen der kooptierten Mitglieder nach § 9, Abs. 2, werden folgend wahrgenommen: Vertreter des Konventes der leitenden Hochschullehrer: Prof. Dr. Klaus Michael Debatin, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Eythstr. 24, 89075 Ulm Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin: Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich, Kinder- und Jugendarzt, DAKJ, Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie: Prof. Dr. Jörg Fuchs, Kinderchir urg, Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, HoppeSeyler-Str. 1, 72076 Tübingen Ein Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin: Prof. Dr. Hans-Michael Straßburg, Kinder- und Jugendarzt, Univer-
§ 9 Der Vorstand § 10 Der geschäftsführende Vorstand § 11 Wahl des Vorstandes Siehe TOP 11.
TOP 11: Satzungsände rungen aufgrund neuer Anforderungen des Bundes ministeriums für Finanzen und Beanstandungen des Finanzamtes für Körper schaften I Berlin § 1 Ziele und Zweck der Gesellschaft § 2 Erfüllung der Aufgaben § 9 Der Vorstand § 14 Allgemeine Regelungen § 15 Allgemeine Regelungen § 16 Allgemeine Regelungen Prof. Zepp erläutert zu TOP 10, dass bei der hier geplanten Satzungsänderung das Ziel verfolgt wird, dass der Sprecher des Konvents für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ automatisch dem Vorstand angehört. Die nähere Erläuterung der Geschäftsfüh-
rung geht auf die Empfehlung stärkere Vertretung der DGKJ in des Rechtsanwalts zurück. Die Politik und Öffentlichkeit, stärvorgesehenen Satzungsände- keres Engagement in der wisrungen in TOP 11 gehen auf An- senschaftlichen Arbeit, höherer forderungen des Bundesministe- Stellenwert für Aus-, Fort- und riums für Finanzen zurück bzw. Weiterbildung, intensivere Zuauf Beanstandungen des zustän- sammenarbeit mit den natiodigen Finanzamtes für Körper- nalen und internationalen pädischaften I in Berlin und sind not- atrischen Fachgesellschaften und wendig, um den gemeinnützigen Verbänden (Bündelung von ParStatus der DGKJ zu erhalten. Al- tikularinteressen), stärkerer Einle Satzungsänderungen zu TOP satz für die Belange der Assistenz 10 und 11 wurden bei der Einla- ärzte. dung zur Mitgliederversamm[Die Teilnehmerstatistik wie lung in der Monatsschrift Kinder die genauere Darstellung der Erheilkunde 2009, 157: S. 706-708 gebnisse der Mitgliederbefragung sowie auf der Website veröffent- wurde im Oktober-Heft Monats licht. Sie werden der Mitglieder- schrift Kinderheilkunde und auf versammlung nochmals präsen- der DGKJ-Webseite publiziert.] tiert. Die Mitgliederversammlung beschließt die Satzungsän- TOP 13: Wahl des Kongress derungen einstimmig. präsidenten 2013 Prof. Mayatepek aus Düsseldorf TOP 12: DGKJ-Mitgliederbe stellt sich zur Wahl für den Konfragung: Ergebnisse gresspräsidenten 2013 und präProf. Zepp präsentiert die Ergeb- sentiert kurz die Stadt Düsselnisse der Mitgliederumfrage der dorf; der Kongress soll vom 12. DGKJ, bei der sich 10 % der Mit- bis 15.09.2013 im CongressCenglieder beteiligt haben. Die Teil- ter Düsseldorf stattfinden. Prof. nehmer sehen die „Erarbeitung Zepp erläutert, dass die AG Jahder wissenschaftlichen Grundla- restagung seine Bewerbung ungen für die bestmögliche kinder- terstützt. Die Mitgliederverärztliche Versorgung der Bevöl- sammlung wählt einstimmig Prof. kerung“ als wichtigstes Ziel der Mayatepek zum Präsidenten der Satzung. Die Mitglieder meinen, DGKJ-Jahrestagung 2013. dass die DGKJ sich stärker als in der Vergangenheit in der „Inter- TOP 14: Zukünftige Entwick essenvertretung in der Politik“, lung der DGKJ-Jahrestagung der „Bearbeitung von Stellung- Prof. Zepp erläutert, dass große nahmen und Leitlinien“, in der deutsche Städte als Veranstal„Aus-, Weiter- und Fortbildung“ tungsorte für die DGKJ-Jahresund der Öffentlichkeitsarbeit en- tagung häufig zu kostenintensiv gagieren sollte. sind oder, wie bei Düsseldorf, eiDas Informationsangebot nen Vorlauf von mehr als 4 Jahund der Austausch innerhalb der ren erfordern. Vor dem HinterDGKJ werden als gut bewertet grund dieser Diskussion ist in und zwar für die Bereiche „Gelbe den letzten Jahren wiederholt Seiten“, Mitgliederversammlung, im Vorstand der DGKJ und auf Homepage und Geschäftsstelle. den Mitgliederversammlungen 58 % der Teilnehmer unterstüt- der Vorschlag diskutiert worden, zen den Vorschlag, die Jahresta- ähnlich wie bei anderen großen gung an drei bis vier festen Ver- Medizingesellschaften (z.B. Inneanstaltungsorten stattfinden zu re Medizin oder Radiologie) für lassen. die Jahrestagung drei bis vier fesDie Teilnehmer hatten bei der te Standorte vorzusehen. Diese Umfrage auch die Möglichkeit, Position wurde in der MitgliederAntworten zum stärkeren Enga- befragung ebenfalls mit 58% der gement der DGKJ frei zu formu- antwortenden Mitglieder mehrlieren. Die Antworten hier kön- heitlich unterstützt. Folgende nen wie folgt zusammengefasst Städte sind bislang in der Diswerden. Gewünscht wird eine kussion: Mannheim im SüdwesMonatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
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ten, Leipzig im Osten, Bremen im Vereinigungen das Amt des Präsi- Subdisziplinen führt jedoch sehr petente und starke Einheit zu förNorden, wobei hier auch Ham- denten nicht hauptamtlich beset- schnell zu einer öffentlich geführ- dern. burg genannt wurde, und Nürn- zen. Hintergrund ist das Bestre- ten Debatte, die die öffentliche Die Mitgliederversammlung berg im Süden. Aus der Mitglie- ben gerade bei Gesellschaften mit Wahrnehmung und das Anse- unterstützt diesen Vorschlag. Gederversammlung erfolgt der Vor- wissenschaftlichem Anspruch, hen der Kinder- und Jugendme- äußert wird allerdings auch die schlag, auch einen Ort mitten in durch den regelmäßigen Wechsel dizin schädigen kann. Prof. Zepp Sorge, dass universitäre PositiDeutschland wie z.B. Köln vor- fortschrittsoffen zu bleiben und plädiert dafür, dass Diskussionen, onen häufig nicht die Situation zusehen. Prof. Brandis (Freiburg) inhaltlich eine kontinuierliche Er- die Behandlungskonzepte oder der kleinen Kliniken berücksichäußert, dass die Festlegung auf neuerung sicherzustellen. Um ei- Strukturempfehlungen der Kin- tigen und hier zu Lasten der kleieinzelne Orte eine längst über- ne starke fachliche Repräsentanz der- und Jugendmedizin betref- nen Kliniken erfolgen könnten, fällige Entscheidung sei, dass die zu gewährleisten, haben eine Rei- fen, zunächst ausführlich inner- die aber wichtig sind für die ErJahrestagung in ihrer jetzigen he von Gesellschaften allerdings halb der Konventgesellschaften haltung der flächendeckenden Größe doch sehr große Flächen hauptamtliche Geschäftsführer, diskutiert und idealerweise zu Versorgung. Auch Prof. Pankau, für die Industrieausstellung be- Generalsekretäre oder Vorstands- einem Konsens geführt werden der seitens der DGKJ im Vorfeld nötigt. Er verweist beispielhaft Sprecher eingeführt. Die Mehr- sollten. Gerade bei Vorschlägen, eine Positionierung der DGKJ auf die Internisten, Neurologen heit der Mitglieder (64 %) in der die die Struktur der Gesundheits- zum Mindestmengenbeschluss und Chirurgen und plädiert für Mitgliederumfrage unterstützt ei- versorgungseinrichtungen berüh- in der Neonatologie erwartet Hamburg statt Bremen und be- ne Änderung in diesem Sinne. 68 ren, sollte zudem geprüft werden, hatte, unterstützt den Vorschlag, merkt, dass Nürnberg als Aus- % der Mitglieder wären bereit, da- wie und in welchem zeitlichen öffentliche Stellungnahme erst tragungsort sehr weitläufig war. für eine Erhöhung der Mitglieds- Ablauf eine Umsetzung mög- nach interner Diskussion innerProf. Zepp formuliert den An- beiträge bis zu 30 € jährlich hin- lich erscheint. Hierbei müssen halb der pädiatrischen Verbände, trag, für die Jahrestagung ab 2014 zunehmen. Prof. Zepp bemerkt, neben medizinischen Aspekten vorzunehmen. vier Veranstaltungsorte vorzuse- dass die Sprecherfunktion initi- auch Rahmenbedingungen wie hen. Die Mitgliederversammlung al u.U. auch in Teilzeit ausgeübt die Sicherstellung einer flächen- TOP 17: Wahl von Ehren stimmt dem mehrheitlich zu (52 werden könnte, wobei er eine Re- deckenden Versorgung oder ge- mitgliedern und korrespon Stimmen dafür, 18 Stimmen da- sidenz am Ort der Geschäftsstel- sundheitsökonomische Erkennt- dierenden Mitgliedern gegen). Die möglichen Orte sol- le für unverzichtbar hält; die Mit- nisse berücksichtigt werden. Die Mitgliederversammlung len zunächst in den Gremien gliederversammlung gibt dem Wenn erforderlich, soll auch ei- wählt auf Vorschlag des Vorstan(Vorstandssitzung, AG-Jahres- Präsidenten den Auftrag, die Or- ne Abstimmung mit dem Berufs- des Herrn Prof. Dr. med. Remo tagung) weiter diskutiert und ei- ganisationsstruktur in Richtung verband, der VLKKD oder wei- Largo zum Ehrenmitglied der ne Entscheidung auf der nächst- der Einführung eines hauptamt- teren betroffenen Interessenver- DGKJ, der bei der Jahrestagung jährigen Mitgliederversammlung lichen Sprechers vorzubereiten tretungen vorgenommen werden. 2010 die Urkunde überreicht beangestrebt werden. und in der nächsten Mitglieder- In der heute stattgefundenen Sit- kommt. Zusätzlich hat der Vorstand, versammlung ein Konzept vor- zung des Konvents für fachliche so Prof. Zepp, dafür votiert, die zustellen. Zusammenarbeit der DGKJ hat TOP 18: Berichte der Kongressorganisation für 3 JahProf. Zepp vorgeschlagen, einen Kongresspräsidenten 2010 re auszuschreiben. Ziel ist hier, TOP 16: Aufgaben der DGKJ Kodex zu entwickeln, in dem die und 2011 durch wiederholte Ausrichtung, als wissenschaftlicher Fach Konventgesellschaften vereinba- Prof. Radke berichtet, dass die bekannte Abläufe etc., Kosten zu gesellschaft in den gesund ren, gemeinsam und konstruk- zwischenzeitlich aufgetretenen sparen. Voraussetzung einer sol- heitspolitischen Entschei tiv einen solchen Entscheidungs- Probleme gelöst wurden und chen Ausschreibung muss aber dungsprozessen findungsprozess zu unterstützen. M:con nun für die Organisatisein, dass der Kongressorgani- Prof. Zepp erläutert, dass die Art Der Vorschlag wurde einstimmig on der DGKJ-Jahrestagung 2010 sator das finanzielle Risiko des und Weise, wie die DGKJ bzw. von den Konventgesellschaften engagiert wurde. Jedoch wird in Kongresses trägt. Die Mehrheit die Kinder- und Jugendmedizin angenommen. Der Vorstand der Potsdam die räumliche Situation der Mitglieder stimmt auch die- sich nach außen darstellt, ver- DGKJ wird einen entsprechenden nicht ganz so komfortabel sein sem Vorschlag zu (keine Gegen- bessert werden sollte. Als Bei- Entwurf vorbereiten und im Kon- wie in Mannheim. Das wissenstimmen, 2 Enthaltungen). spiel nennt er die Diskussion zu vent zur Diskussion stellen. Dabei schaftliche Programm wird sich Mindestmengen in der Neona- soll am Anfang die fachliche Dis- den Hauptthemen Ernährung, TOP 15: Organisationsstruk tologie sowie die Kommentie- kussion innerhalb der Konventge- Probiotika und Biologics widtur des Vorstandes und der rung der Neuen Influenza. Jedes sellschaften stehen. Das aus die- men. Das Orchester wird dort Geschäftsstelle der DGKJ Statement, das eine Konvent-Ge- ser Diskussion konsentierte Kon- sein 50-jähriges Jubiläum begeAusgehend von der letztjährigen sellschaft oder auch ein individu- zept soll dann unter Moderation hen. Auf Beschluss des VorstanDiskussion um die Sinnhaftig- elles Mitglied in die Öffentlich- der DGKJ mit den übergeord- des ist eine zentrale Gedenkverkeit der Einführung eines haupt- keit bringt, kann aufgegriffen und neten Fachverbänden und Inter- anstaltung für die kindlichen amtlichen DGKJ-Präsidenten er- ggf. auch fehlinterpretiert werden. essenvertretern abgestimmt und und jugendlichen Opfer der NSläutert Prof. Zepp, dass eine um- Zweifelsohne geschehen derartige dann von der DGKJ oder, falls „Euthanasie“ geplant, die begleifangreiche nationale und inter- Darstellungen in der Regel immer thematisch der DAKJ zugeordnet, tet wird von einer Ausstellung nationale Recherche zu dem Er- aus einer wohlgemeinten Positi- von der DAKJ der Öffentlichkeit im Kongress und im städtischen gebnis geführt hat, dass wissen- on, die fehlende Abstimmung in- vorgestellt werden. Oberstes Ziel Museum. schaftliche Fachgesellschaften im nerhalb der Gesellschaft beson- ist es, die Repräsentanz der KinProf. Otte berichtet von ersGegensatz zu berufsständischen ders zwischen den betroffenen der- und Jugendmedizin als kom- ten Vorbereitungen für die DGKJ-
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Monatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ Jahrestagung in Bielefeld, die für die Zeit 22.-25.09.2011 geplant ist. Der Kongress wird in der neuen Bielefelder Stadthalle stattfinden, einem modernen, von dem Hamburger Architektenbüro Gerkan, Marg & Partner gebauten, multifunktionalen Kongresszentrum. Dieses verfügt über einen überdachten Zugang zum MövenpickHotel, das direkt am Bahnhof liegt. Prof. Otte präsentiert die Locations für Konzert und den Festabend am Samstag.
TOP 19: Bericht aus dem Konvent für fachliche Zusam menarbeit
Aufgaben, in der Herr Rodeck als Konvent-Sprecher aber vertreten ist.
Beitragsstruktur 2010
TOP 20: Bericht aus dem Hochschullehrerkonvent
Assistenzärzte im 1. Berufsjahr im 1. Kalenderjahr der Mitgliedschaft
70 €
Eltern in Elternzeit mit Bezug der MOKI; arbeitsuchende Mitglieder mit Bezug MOKI
70 €
Entfällt.
TOP 21: Berichte der DGKJKommissionen
Entfällt. Prof. Zepp verweist hier auf die schriftlichen Berichte der Kommissionen, die in der Monatsschrift Kinderheilkunde 12/2009 veröffentlicht werden.
TOP 22: Verschiedenes
Prof. Krawinkel weist auf den InPD Dr. Rodeck berichtet kurz ternationalen Kongress der Inzwei Punkte aus dem Konvent. ternational Pediatric AssociatiDie DGKJ-Repetitorien sind re- on in Johannesburg, Südafrika, gelmäßig ausgebucht; die Refe- der vom 04.-09.08.2010 stattfinrenten, die aus den Reihen der det, hin. Konventgesellschaften kommen, engagieren sich hier sehr und Abschließend dankt Prof. Zepp werden hier nur relativ schlecht Herrn Prof. Böhles, der zum vergütet, daher dankt Herr Ro- 01.01.2010 aus dem GF-Vorstand deck diesen Referenten. Die Fra- ausscheidet, für die Organisation ge der Entwicklung der MWBO der Jahrestagung in FFM/Mannist ein weiteres wichtiges Thema. heim, für die Entscheidung für Hier wurden die Konventgesell- den Rosengarten als Location schaften schon angefragt zu ih- und für 6 Jahre Arbeit im Vorren Weiterbildungskapazitäten. stand der DGKJ. Die Mitglieder Es muss ein Mittelweg gefun- honorieren dies mit einem Apden werden zwischen einer ad- plaus. äquaten Qualifikation und den Prof. Zepp schließt die Mitstrukturellen Rahmenbedin- gliederversammlung mit einem gungen in den – meist – Hoch- Dank an alle Teilnehmer. schulen. Die DAKJ-Kommission Weiterbildungs- und Struk- Prof. Dr. F. Zepp turfragen unter der Leitung von Prof. Dr. M. Weiß Prof. Hoyer widmet sich diesen
Neue Beitragsordnung ab 2010 Liebe Mitglieder der DGKJ, die Mitgliedsbeiträge unserer Fach gesellschaft sind in den letzten Jahren unverändert geblieben. Dem gegenüber sind die Kosten kontinuierlich gestiegen. So fallen durch die Eröffnung und Vergrößerung der Geschäftsstelle in Berlin Mietkosten an, die Personalaufwendungen sind gestiegen, und nicht zuletzt sind die Kosten für Druck und Versand der Monatsschrift Kinderheilkunde von 2003 bis 2009
um 54% gestiegen, bei gleich bleibenden Mitgliedsbeiträgen. Diese Kostensteigerungen konnten in der Vergangenheit durch den Abbau bestehender Rücklagen kompensiert werden. Dies war auch finanzrechtlich notwendig, denn im Ergebnis der Betriebsprüfung 2006 wurde der DGKJ der Abbau eines Verwendungsrückstandes für den Zeitraum 2006-2008 auferlegt. Dieser Aufforderung ist die DGKJ fristgerecht nachgekommen.
Chefärzte, Oberärzte, Selbstständige
150 €
Angestellte und Beamte, in nicht leitender Funktion
110 €
Eltern in Elternzeit ohne Bezug der MOKI
0€
Konventgesellschaften
150 €
Einzelheiten zu den Projekten, die im Rahmen des Abbaus des Verwendungsrückstands finanziert wurden, entnehmen Sie bitte dem Protokoll der Mitgliederversammlung vom 05.09.2009 in Mannheim. Um eine Kostendeckung zu gewährleisten und eine weiterhin effiziente Arbeit unserer Fachgesellschaft zu garantieren, wurde erstmals nach 9 Jahren von der Mitgliederversammlung am 05.09.2009 in Mannheim eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge mit einer neuen Eingruppierungstabelle beschlossen, wie in der obigen Tabelle dargestellt. Die DGKJ bietet Assistenzärztinnen und –ärzten im 1. Berufsjahr zu vergünstigten Konditionen eine Mitgliedschaft an. Für das erste Kalenderjahr ihrer Mitgliedschaft (2010) zahlen diese einen reduzierten Beitrag von 70 Euro. 70 Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr zahlen auch Eltern in Elternzeit und arbeitsuchende Mitglieder, die Monatsschrift Kinder heilkunde weiter beziehen möchten. Hier ist der Stichtag 01.01.2010 oder der Zeitpunkts ihres Eintritts 2010 entscheidend. Für Angestellte und Beamte in nicht leitender Funktion beträgt der Mitgliedsbeitrag 110 Euro. Chefärzte, Oberärzte und Selbstständige zahlen 150 Euro. Korporative Mitglieder, die im Konvent für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ organisiert sind, entrichten einen Beitrag von 150 Euro im Jahr 2010.
www.dgkj.de
Die bisher vorgenommene Unterscheidung von Mitgliedern aus den Alten und den Neuen Bundesländern entfällt ab 2010. Nach 20 Jahren Deutsche Einheit erfolgt hier eine Angleichung in der Beitragsstruktur. Bitte beachten Sie, dass der (in einem Betrag) gezahlte Mitgliedsbeitrag mit Hilfe eines Aufteilungsschlüssels in einen „echten“ und einen „unechten“ Beitrag aufzuteilen ist. Dieser Schlüssel richtet sich nach der Höhe der Bezugskosten der Monatsschrift Kinderheilkunde und den Verwaltungskosten und ist somit in jedem Jahr unterschiedlich. Nur der Anteil des echten Mitgliedsbeitrags darf als Spende behandelt werden. Für den Nachweis beim Finanzamt genügen der Kontoauszug, auf dem die Zahlung des Mitgliedbeitrags vermerkt ist, und der konkrete Aufteilungsschlüssel. Der unechte Mitgliedsbeitrag stellt ein Entgelt für den Bezug der Monatsschrift Kinderheilkunde dar und kann im Regelfall als Betriebsausgabe bzw. Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden. Über die Einzelheiten der Festlegung des „echten“ sowie „unechten“ Beitrages für das Jahr 2009 werden Sie in den „Gelben Seiten“ der Monatsschrift Kinder heilkunde Anfang 2010 unterrichtet. Dr. Gudrun Noleppa DGKJ-Geschäftsstelle
www.docs4you.at
Unter diesen Adressen sind die Deutsche Gesellschaft für Kinderund Jugendmedizin und die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde für Sie im Internet erreichbar. Monatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
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SelbstEinstufung
Änderungsmitteilung
Liebe Mitglieder der DGKJ,
Wir möchten ebenso darauf hinweisen, dass wir bei Änder ungen Ihrer Adresse oder Ihrer Konto verbindung auf Ihre Mitteilung an ge wiesen sind. Nur bei rechtzeitiger Kenntnisnahme können wir z.B. Adress änderungen an den Springer-Verlag weitergeben und damit eine Zustellung auch an Ihre neue Adresse veranlassen. Falsche Kontodaten verursachen bei uns hohe Kosten, da die Banken
Der Einzug der Mitgliedsbeiträge basiert derzeit auf Basis Ihrer SelbstEinstufung. Damit wir dies auch zukünftig so handhaben können, möchten wir ausdrücklich an Sie appellieren, eine korrekte Einstufung vorzunehmen. Viele unserer Mitglieder beginnen die Mitgliedschaft in der DGKJ als Assistenzärzte bzw. als Angestellte in nicht leitender Funktion. Eine Veränderung in der beruflichen Situation wird oft nicht gemeldet. Laut unserer Mitgliederstatistik sind nur 15% unserer Mitglieder in leitender Tätig keit bzw. selbst ständig. Dieser Wert dürfte in der Realität höher liegen.
Für die Einnahmesituation der Fachgesellschaft und eine langfristig günstige Entwicklung der Beitragsstruktur ist eine korrekte Einstufung der Mitglieder sehr wichtig. Wir möchten aufgrund der neuen Eingruppierungsstufen alle Mitglieder bitten, ihren derzeitigen beruflichen Status anzugeben. Sie können uns Ihre Angaben gerne per Fax oder online über unsere Homepage (www.dgkj.de/1120. html) an die Geschäftsstelle der DGKJ senden. Wir bitten um Rückmeldung bis spätestens 21.12.2009. Gerne können Sie hierfür das vorbereitete Formular verwenden. Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Unterstützung.
Gebühren auf die fehlgeschlagenen Lastschrifteinzüge erheben. Daher unsere dringende Bitte: Teilen Sie uns bis zum 21.12.2009 Ihre neue Kontoverbindung mit, wenn sich Ihre Kontodaten 2009 geändert haben.
Dr. Gudrun Noleppa DGKJ-Geschäftsstelle
DGKJGeschäftsstelle, Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin Fax: 030 / 308 777 999 EMail:
[email protected]
Änderungsmitteilung Mitgliedsnummer
DGKJGeschäftsstelle, Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin Fax: 030 / 308 777 999 EMail:
[email protected]
Eingruppierung
Name Vorname
o Die Adresse/der Name hat sich geändert und lautet ab sofort: Titel/Grad
Mitgliedsnummer Name, Vorname Name Straße, Nr. Vorname
PLZ, Wohnort
Ich gehöre folgender Beitragsgruppe an:
Adresszusätze (z.B. c/o Klinik)
o Chefärzte, Oberärzte, Selbstständige
Telefon, Fax
o Angestellte oder Beamte, in nicht leitender Funktion o Pensionäre o Assistenzärzte im 1. Berufsjahr im 1. Kalenderjahr ihrer Mitgliedschaft
E-Mail
o Die Bankverbindung hat sich geändert. Bitte ziehen Sie meinen Jahresbeitrag künftig per Lastschrift von folgendem Konto ein:
o Eltern in Elternzeit mit Bezug Monatsschrift Kinderheilkunde o Arbeitssuchende Mitglieder mit Bezug Monatsschrift Kinderheilkunde
Kontonummer
Kreditinstitut
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Sonstige Bemerkungen:
Sonstige Bemerkungen:
Datum, Unterschrift
Datum, Unterschrift
Monatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
BLZ
Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ Stellungnahme „Neue Influenza A/H1N1-Virus“ Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) veröffentlicht auf ihrer Homepage www.dakj.de eine Stellungnahme zur Neuen Grippe, in der u.a. auf Meldepflicht, Diagnostik und Therapie sowie auf die Chemoprophylaxe mit Oseltamivir und Zanamivir eingegangen wird.
nition erfüllen, auch Trachealsekret oder Nasen-Rachen-Sekrete (ggf. auch Nasen-Rachenabstriche) zur Resistenzuntersuchung und Virusanzucht an das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Influenza (Dr. B. Schweiger: 030 – 18 754 – 24 56).
Die Untersuchung ist kosten los!
Neue Datenerhebung im ESPED-System seit August 2009 Schwere intensivstations pflichtige Neue Influenza A/H1N1-Virus-Infektionen und Neue Influenza Aassoziierte Todesfälle bei Kindern unter 15 Jahren Am 27. April 2009 wurde der erste Fall einer Neuen Influenza A/H1N1-Virusinfektion in Deutschland berichtet. Seither ist die Zahl der bestätigten Neuerkrankungen in Deutschland auf fast 20.000 gestiegen (19.703; Stand: 24.09.2009). Von der saisonalen Influenza sind häufig Kinder betroffen und gleichzeitig gehören Kinder unter 5 Jahren zu der Gruppe von Patienten, die am häufigsten hospitalisiert werden. Zur Schwere der saisonalen Influenza bei Kindern wurde 2005 bis 2007 eine Erhebung zu intensivstationspflichtigen Influenza-Virusinfektionen in pädiatrischen Kliniken durchgeführt (ESPED-Jahresbericht 2007). Daten zur Schwere der Neuen Influenza A/H1N1 und zu Risikofaktoren im Kindesalter sind jedoch weitgehend unbekannt. Daher soll eine ESPEDStudie an pädiatrischen Kliniken erstmals Daten zu schweren Komplikationen und Todesfällen im Rahmen Neuer Influenza A/ H1N1-Infektionen bei Kindern in Deutschland erheben. Hauptziel dieser Studie ist die Erfassung der Schwere der Erkrankung an Neuer Influenza A/H1N1-Virusinfektion bei Kindern unter 15 Jahren sowie die Erfassung von Risikofaktoren. Ferner dienen
Robert Koch-Institut, Nationales Referenzzentrum für Influenza, Frau Dr. B. Schweiger, Stichwort: ESPED; Nordufer 20, 13353 Berlin.
Informationen und Anforderungsformular für die Einsendung sind hinterlegt unter: http://www.esped.uni-duesseldorf.de/ - Downloads Studienleitung: PD Dr. Walter Haas Abteilung für Infektions epidemiologie, Robert Koch-Institut, DZG-Ring 1, 13086 Berlin Tel: +49 (0)30 – 18 754 3431, Fax +49 (0)30 – 18 754 3533,
[email protected]
die erhobenen Daten der Definition von Risikogruppen und fungieren als Frühwarnsystem der Erkennung einer möglichen Veränderung der Schwere der Erkrankung im Verlauf der Pandemie. Die Falldefinition für die se Studie beschreibt ein hospitali siertes Kind unter 15 Jahren (vor Ergebnisse der Umfrage der Kommission für Hochdem 15. Geburtstag) mit einer la schulfragen der Deutschen Gesellschaft für Kinderbordiagnostisch gesicherten Neu und Jugendmedizin en Influenza A/H1N1-Virusin fektion und Aufnahme auf die Intensivstation oder Tod als Fol Die Universitätsmedizin ist Vor- re und Versorgung unter einem ge der Erkrankung. Die Diagno- reiter und Motor der Weiterent- zunehmenden Finanzierungsse gilt als labordiagnostisch gesi- wicklung der Medizin im brei- druck integrieren. chert, wenn eine spezifische PCR ten Spektrum von wissenschaftUm die Chancen und Risiken für das Neue Influenza A/H1N1- licher Erkenntnis und klinischer für das Fach Kinder- und JuVirus innerhalb 1 Woche vor bis Anwendung in der Patientenver- gendmedizin bewerten zu kön1 Woche nach Aufnahme in die sorgung. An den medizinischen nen, ist eine Bestandsaufnahme Klinik positiv war oder durch Fakultäten und den angeschlos- der gegenwärtigen Situation sehr nachträgliche serologische Si- senen Universitätsklinika wird hilfreich. Vor diesem Hintercherung der Diagnose basierend mit der Studentenausbildung die grund hat die Kommission für auf einer signifikanten Titerän- zukünftige Generation an Me- Hochschulfragen der Deutschen derung in der spezifischen Sero- dizinern unterrichtet. Darüber Gesellschaft für Kinder- und Julogie (Durchführung nach Rück- hinaus tragen sie zu einem gro gendmedizin die Anregungen sprache mit dem NRZ Influenza ßen Teil die Weiterbildung von aus dem Kreis der Hochschulam Robert Koch-Institut). Fachärzten, sind wesentlich für lehrer aufgegriffen und sich mit Um möglichst rasch Grund- den Nachwuchs leitender Ärzte der Frage der Leistungsfähigkeit lagen für Therapie- und Präven- und gewährleisten so die zukünf- universitärer Pädiatrie beschäftionsmaßnahmen hinsichtlich tige Kompetenz medizinischer tigt. Dabei sollten folgende Frader Infektion mit dem Neuen In- Versorgung. Die Notwendig- gen beantwortet werden: fluenza A/H1N1-Virus bei Kin- keit, einerseits universitäre Spit- 1. Wie lässt sich das Fach Kindern erarbeiten zu können, hof- zenmedizin und andererseits der- und Jugendmedizin hinfen wir auf Ihre rege Teilnah- Aus- und Weiterbildungsaufga- sichtlich Größe, Ausstattung, me an der Studie. Daher bitten ben und medizinische Versor- Schwerpunktbildung, Bedeutung wir Sie, alle Patienten nach der gung der Bevölkerung sicher- an den Fakultäten und Breite obigen Falldefinition zu mel- zustellen, bringt der universi- der fachlich-wissenschaftlichen den. Nach der Meldung erhal- tären Kinder- und Jugendmedi- Ausrichtung an den Universiten Sie einen kurzen Fragebo- zin Probleme. Denn wie kein an- tätskliniken für Kinder- und Jugen zur Erfassung der wichtigs- deres Fach der klinischen Medi- gendmedizin in Deutschland beten klinischen und anamnesti- zin muss sie die Breite des Fach- schreiben? schen Daten. Bitte schicken Sie gebiets und die Spitzenmedizin 2. Was sagen die Kennzahlen von allen Fällen, die die Falldefi- in universitärer Forschung, Leh- zur finanziellen Situation, wie
Wie leistungsfähig ist die universitäre Kinderund Jugendmedizin?
Monatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
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6.000
160 140
Mittelwert Standardabweichung: 25
5.000 120
4.000
100 80
3.000 Mittelwert Standardabweichung: 1.008 2.000
40
8 Abb. 1 Anzahl der Fälle je Klinik stationär 1,8
8 Abb. 2 Anzahl der aufgestellten Betten je Klinik 4. Wie ist die wissenschaftliche ge kommen die Autoren zu der Leistungsfähigkeit der Universi- Auffassung, dass aus den erhotätskliniken für Kinder- und Ju- benen Daten sowohl Rückschlüsgendmedizin an den jeweiligen se auf die Leistungsfähigkeit uniHochschulstandorten zu bewer- versitärer pädiatrischer Einrichten? tungen gezogen werden können als auch insbesondere Fälle Die Erhebung wurde in den Jah- dargestellt werden, in denen die ren 2007/2008 durchgeführt. universitäre Pädiatrie sich weiter Dabei wurde auf Leistungskenn- entwickeln muss. zahlen der Jahre 2005 und 2006 Im Folgenden werden die zurückgegriffen. Ergebnisse der Umfrage vorgestellt:
Mittelwert Standardabweichung: 0,2
1,6 1,4 1,2 1,0 0,8
8 Abb. 3 Case Mix Index je Klinik in Tausend € 35.000
Datenlage
stationär
30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 Mittelwert Standardabweichung: 7.105
5.000 0 in Tausend € 35.000
ambulant
30.000
Mittelwert Standardabweichung: 1.256
25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0
8 Abb. 4 Gesamterlöse je Klinik stationär und ambulant z.B. Ausgaben- und Erlössitua 3. Wie sind die Spezialgebiete tion, Ambulanzvergütungen und der Pädiatrie in den UniversiDeckungsbeiträge über die Leis- tätskliniken für Kinder- und Jutungsfähigkeit aus? gendmedizin vertreten?
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Monatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
Die geschäftsführenden Direktoren von 34 Universitätskliniken für Kinder- und Jugendmedizin bzw. universitären Zentren für Kinder- und Jugendmedizin wurden angeschrieben und um Beteiligung an der standardisierten Befragung gebeten. 5 Absagen und 10 fehlenden Rückmeldungen stehen 19 Beteiligungen (56%) gegenüber. Bei den an der Umfrage beteiligten Kliniken ist ein repräsentatives Bild hinsichtlich Größe und Leistungsfähigkeit gegeben. Früh wurde erkennbar, dass sich die Datenerhebung für viele der Leistungsparameter als sehr schwierig erwies. Der von der Geschäftsstelle der DGKJ gemeinsam mit der Kommission für Hochschulfragen entworfene Fragebogen wurde mehrfach überarbeitet und auf Plausibilität überprüft. Trotz der im Einzelnen dargestellten Unschärfen ist die Datenlage geeignet, einen Überblick über die Leistungskennzahlen der Universitätskliniken für Kinder- und Jugendmedizin zu vermitteln. Nach Auswertung der Umfra-
1. Ambulante und stationäre Kennzahlen
An den Universitätsklinken für Kinder- und Jugendmedizin werden stationär zwischen 2.300 und fast 6.000 Patienten jährlich behandelt, wie Abbildung 1 zeigt. Die Größe der Kinderkliniken (ohne Kinderchirurgie und Kinder- und Jugendpsychiatrie, die an einigen Universitätskliniken in die Pädiatrie einbezogen ist) liegt zwischen 60 und 150 aufgestellten Betten und wird in Abbildung 2 dargestellt. Die Auslastung schwankt zwischen knapp unter 60% bis 80%, wobei davon auszugehen ist, dass eine Belegung pädiatrischer Betten mit 75% aufgrund des hohen Durchlaufs und einer Verweildauer von nur wenigen Tagen einer 100% Belegung nahezu gleichzusetzen ist (Abb. 1) Bettenzahl und Fallzahl betragen in der jeweiligen Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in etwa 10% der im gesamten Uniklinikum behandelten Patienten. 75% der evaluierbaren Kliniken verfügen darüber hinaus
Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ 300 250 200
Mittelwerte ärztl. Dienst (Standardabweichung: 17) MTD (Standardabweichung: 16) Pflege (Standardabweichung: 58)
in Tausend € 10.000
150
6.000
100
4.000
50
Mittelwert Standardabweichung: 2.286
8.000
2.000
0 0
8 Abb. 5 Anzahl der Planstellen je Klinik im Ärztlichen Dienst, Medizinisch Technischen Dienst und der Pflege
8 Abb. 6 Gesamtkosten Sachmittel je Klinik
im Mittel über 6 tagesklinische Leistungen der Medizin geson- men des gesamten Universitäts- ter Einschluss von Personal- und Betten. Die Schwankungsbreite dert vergütet werden. Neun der klinikums, liegen. Sachkosten. Diese Spannbreite liegt hier zwischen 3 und 12 Bet- 16 Kliniken, die Leistungskennumfasst mittlere und große Kliten. Der Case-Mix-Index (CMI), zahlen gemeldet haben, verfü- 3. Ausstattung Forschung niken. als Gradmesser für den Schwere- gen über gesondert finanzier- und Lehre grad der Patientenversorgung te Ambulanzen, die signifikant Ein wesentlicher Aspekt der Be- 4. Angaben zur Ausgaben und damit der Komplexität der zu den Gesamterlösen beitragen. fragung war die Frage nach der situation behandelten Krankheitsbilder So wurde an einigen Standorten Ausstattung der Universitätskliliegt in einem weiten Schwan- ein hoher Anteil der gesamten niken für Kinder- und Jugend- Personalausstattung kungsbereich von 0,9 bis zu 1,7. ambulanten Patienten in den Be- medizin hinsichtlich der zur Ver- Die Abbildung 5 zeigt die PersoDer Durchschnittliche CMI liegt reich der Sondervergütung “um- fügung stehenden Mittel für For- nalausstattung in den Kliniken, bei 1,26. geschichtet“. Die Umschichtung schung und Lehre. Dabei sind die uns die Personenzahl gemelBei einem CMI von etwa 1,5 betrifft insbesondere die Kli- wir davon ausgegangen, dass det haben. So liegt die Schwanist der Bereich der hochkomple- niken Frankfurt, Lübeck, Mün- den Einrichtungsleitern bzw. den kungsbreite bei den Planstellen xen Krankheitsbilder anzusie- chen (Haunersches Kinderspital) sie betreuenden Verwaltungsstel- im Ärztlichen Dienst (ÄD) zwideln, die in einigen Universitäts- und Ulm. Hier werden zwischen len die Rahmen für die Ausstat- schen 30 und 90 und im Mekinderkliniken häufig sind, wie 25-90% der ambulanten Pati- tung von Forschung und Leh- dizinisch-Technischen Dienst die Abbildung 3 zeigt. enten über Sondervergütungen re bekannt waren. Bei der Über- (MTD) zwischen 2 und 49. Im Im ambulanten Bereich wer- entgolten. prüfung der Daten ergaben sich Pflegedienst gibt es in den entden durchschnittlich ca. 15.000 jedoch folgende Probleme: sprechenden Kliniken zwischen Patienten jährlich behandelt. Die 2. Finanzielle Situation: F Teilweise sind die gemeldeten 120 und 270 Planstellen. Schwankungsbreite liegt dabei Erlöse im stationären und Zahlen so niedrig, dass davon zwischen 3.000 und 30.000 am- ambulanten Bereich ausgegangen werden muss, dass Sachmittelkosten und interne bulanten Patienten. In der In- Die Universitätskliniken für Kin- nur verfügbare Sachmittel geLeistungsverrechnung terpretation der Fallzahlen er- der- und Jugendmedizin sind ein meldet wurden. Neben den Personalkosten spiegibt sich eine Unschärfe, die auf wesentlicher ökonomischer Fak- F Die Infrastrukturabgaben, d. len die Sachmittelkosten und unterschiedliche Angaben der tor des jeweiligen Universitäts- h. die aus Mitteln für Forschung die Kosten für die interne LeisFallzahl pro Quartal versus Be- klinikums. Neben der großen und Lehre direkt an die Zentungsverrechnung eine wesentsuchen im Jahr zurückzufüh- Anzahl behandelter Patienten tralbereiche abgeführten Mittel, liche Rolle. ren ist. Neben der Hochschul- ist es insbesondere die Hochleis- werden an den einzelnen StandWie aus Abbildung 6 ersichtambulanz sind Sondereinrich- tungsmedizin, z.B. in den Berei- orten offensichtlich unterschied- lich, sind die Gesamtausgaben tungen an zahlreichen Univer- chen Neonatologie, Kardiolo- lich dokumentiert (Vorwegabim Bereich der Sachmittel ebensitätsstandorten vorhanden. Di- gie, Hämatologie/Onkologie, die zug vs. durchlaufender Posten). falls außerordentlich variabel es betrifft zum einen die Sozial- hohe Erlöse erzielt. Die Gesamtund schwanken zwischen 2 MilPädiatrischen-Zentren, die ein erlöse, wie die Abbildung 4 ver- Unter diesen Gesichtspunkten lionen und fast 10 Millionen Eusehr unterschiedliches Patien- deutlicht, liegen im stationären war von den 16 gemeldeten Da- ro. Darin sind eingeschlossen: tenspektrum behandeln und z. T., Bereich zwischen 8-30 Millio- ten lediglich ein kleiner Teil aus- Arzneimittelbedarf, Einmalartiaber nicht ausschließlich, neuro- nen Euro. Zu diesen Erträgen wertbar. Dabei zeigt sich, dass kel sowie Blutprodukte. pädiatrischen Patienten gewid- addieren sich Erlöse aus dem die Unikliniken, die direkt, ohInterne Leistungsverrechmet sind. ambulanten Bereich. Unter Be- ne anderen Träger, im Bereich nung (klinische Chemie), RöntDarüber hinaus ist es eini- rücksichtigung bekannter Kenn- der Universitätsmedizin ange- gen, Mikrobiologie, Blutbank, gen Universitätskliniken gelun- zahlen der Universitätskliniken siedelt sind, im Schnitt über ein Virologie etc. sind davon ausgegen, Sondervergütungen einzu- dürfte die gesamte Erlössituati- Budget von 2, 5 bis 5,3 Millionen nommen und in Abbildung 7 gerichten, wo z.B. im Rahmen des on in einer Größenordnung von Euro verfügen. Dabei handelt es sondert abgebildet. §116 b SGB hoch spezialisierte ca. 10%, bezogen auf die Einnah- sich um das Globalbudget unMonatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
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in Tausend € 10.000
Interne Leistungsverrechnung gesamt Mittelwert Standardabweichung: 2.120
8.000
in Tausend € 10.000 8.000
6.000
6.000
4.000
4.000
2.000
2.000
0
0
in Tausend € 10.000
klinisch/chemisch
8.000
Mittelwert Standardabweichung: 877
in Tausend € 10.000 8.000
6.000
6.000
4.000
4.000
2.000
2.000
0
0
Röntgen Mittelwert Standardabweichung: 372
Mikrobiologie Mittelwert Standardabweichung: 929
8 Abb. 7 Kosten interne Leistungsverrechnung je Klinik Offensichtlich bestehen im offensichtlich mit der Zentralin- Ausnahme bildet das Dr. von Standorten, an denen ein solches Bereich der internen Leistungs- frastruktur für Forschung und Haunersche Kinderspital Mün- Ranking durchgeführt wird, zum verrechnung erhebliche Schwan- Lehre erfasst werden und je nach chen, das im Erhebungszeitraum Teil Spitzenplätze unter den erskungen zwischen den einzelnen Standort im Vorwegabzug bzw. Drittmittel in Höhe von 13 Milli- ten fünf Kliniken/Instituten der Standorten, wie sich z.B. in der als durchlaufenden Posten ge- onen Euro eingeworben hat. jeweiligen Medizinischen FakulAbbildung 7 an den internen Kos- bucht sind. An vielen Standorten Medizi- täten. Dies stärkt auch die Positen für Röntgen und klinische nischer Fakultäten wird die Er- tion der Pädiatrie im FächerkaChemie ersehen lässt. Bei klinisch- 5. Leistungsspektrum und fassung von Drittmitteln und non. chemischen Laboren vergleich- Personalsstruktur Publikationsleistung gemessen barer Kliniken schwanken die Auch hinsichtlich der Drittmit- an Impactfaktoren inzwischen 6. Anzahl der Ärzte mit Kosten der internen Leistungsver- teleinnahmen, als Parameter vor als Leistungsparameter zur in- Schwerpunkt und Zusatzwei rechnung zwischen 250.000 bis 3 allem der wissenschaftlichen ternen leistungsorientierten Mit- terbildung Millionen Euro, ähnliches gilt für Leistungsfähigkeit, ist die Band- telverteilung in den Fakultäten Ein wesentlicher Bestandteil Röntgen (168.000-1,2 Millionen) breite in den einzelnen Klinikan- verwendet. Drittmittelakquisi- der Umfrage war neben der Erund sonstige Ausgaben, wie Mi- gaben groß. Im Bereich Kinder- tion und Publikationsleistung hebung der Zahlen zur ökonokrobiologie/Blutbank (200.000-2 und Jugendmedizin tragen an ei- sind darüber hinaus, trotz al- mischen und wissenschaftlichen Millionen). nigen Standorten die eingewor- ler Kritik und Diskussionswür- Leistungsfähigkeit der KinFür die den Kliniken zur Ver- benen Drittmittel aus öffentlicher digkeit gerade bei Publikationen, der- und Jugendmedizin am jefügung stehende Investitions- Forschungsförderung (peer re- ein akzeptierter Gradmesser zur weiligen Standort der Universimittel lassen sich auch keine si- view, DFG, BMBF, EU), sowie Beurteilung der Leistungsfähig- tätsmedizin, die Frage nach der cheren Aussagen treffen. Hier Mitteln aus Stiftungen (zum Teil keit eines Fachs im Spektrum der Präsenz der Vertretung der vergibt es offensichtlich Überlage- peer review), von Förderkreisen Medizinfächer. Abbildung 9 zeigt schiedenen Subspezialitäten an rungen mit den Meldungen über und in geringem Maße auch In- die über zwei Jahre kumulierten den Hochleistungskliniken. DaBeiträge, die den Kliniken z. T. dustriemittel signifikant zum Er- Impactfaktoren und verdeutlicht, zu wurden die Anzahl der Prozur eingeständigen Bewirtschaf- folg von Fakultät und Universi- dass es der universitären Kinder- fessoren (berufene C4/C3 Protung überwiesen werden und tätsklinikum bei. und Jugendmedizin an einigen fessoren bzw. W3/W2 Profesden globalen InvestitionsmaßWie in Abbildung 8 darge- Standorten gelingt, sich in der soren und außerplanmäßige Pronahmen. Für die Infrastruktur- stellt, liegen die verausgabten Spitzengruppe der Fächer in den fessoren) erfragt. Wie Abbildung kosten der Kliniken gibt es kei- Drittmittel zwischen 120.000 jeweiligen Fakultäten zu behaup- 10 zeigt, sind an den einzelnen ne verlässlichen Zahlen, da diese und 3,6 Millionen Euro. Eine ten. So erreicht die Pädiatrie an Standorten zwischen 4 und 25
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Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ in Tausend € 14.000 12.000
350 Mittelwert Standardabweichung: 3.162
10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0
8 Abb. 8 Verausgabte Drittmittel pro Jahr und Klinik
300
Mittelwert Standardabweichung: 94
250 200 150 100 50 0
8 Abb. 9 Impactfaktoren je Klinik
hauptamtliche bzw. außerplan- keiten zur Profilierung im Be25 mäßige Professoren beschäftigt. wusstsein einer größtmöglichen Mittelwert Die Kinder- und Jugend- Integration der Subspezialitäten Standardabweichung: 5 20 medizin ist ein Fach mit zum befassen. Dabei sollten wir uns Teil engen Schwerpunkten und auch mit Kooperationsmodellen 15 Hochspezialisierungen in Teil- zur Aufrechterhaltung der Breite bereichen. Trotz damit einherge- und Weiterentwicklung des wis10 hender Konzentration mit ver- senschaftlichen Profils der Pädgleichsweise geringen Patien- iatrie beschäftigen. Dazu einige 5 tenzahlen muss sie die Breite der konkrete Überlegungen: Versorgung auch in der Speziali1. Unter dem Gesichtspunkt 0 sierung sicherstellen. Allerdings der ambulanten und stationären führt gerade das geringe Patien- Versorgung in der Kinder- und tenaufkommen in Spezialberei- Jugendmedizin ist eine wohn- 8 Abb. 10 Anzahl der Professoren je Klinik chen dazu, dass nicht an jedem ortnahe Betreuung der PatiStandort alle Subspezialitäten enten ein hohes Gut. Angesichts der- und Jugendmedizin stär- sen, kann wie an einigen Standvertreten und die klinisch rele- zum Teil hoher Bettenkapazi- ker als bisher an der Erfassung orten ersichtlich, anders strukvanten Zusatzweiterbildungen täten mit entsprechend geringer der INEK-Daten beteiligen, bzw. turiert werden. So ist es einigen ermöglicht werden können. Auslastung ist andererseits gera- hier selbst initiativ werden. Da- Universitätskliniken, wohl nicht Drei von 16 Standorten ver- de in der Pädiatrie eine Konzent- bei ist auch zu beachten, wie nur im Bereich der Kinder- und fügen über die Schwerpunkte ration der Krankenhausbetten die internen Kosten-/Leistungs- Jugendmedizin, gelungen, durch Kardiologie, Hämatologie/On- erforderlich, um die Breite des daten im „Profitcenter/Costcen- die Einführung hoch spezialikologie, Neuropädiatrie, Neona- Faches mit der gebotenen Quali- ter“-System im Sinne einer kom- sierter Ambulanzen neue Vergütologie und die Zusatzweiterbil- tät zu erhalten. Diese Konzentra- pletten Kostenträgerrechnung tungsmodalitäten zu erschließen, dungen Endokrinologie/Diabe- tion darf sich unter Berücksich- erfasst werden So wird die inter- die zumindest einen Großteil der tologie, Nephrologie, Rheuma- tigung abgestufter Versorgungs- ne Leistungsverrechung, also die Kosten auffangen können. Dietologie, Pneumologie und Gas- aufgaben nicht von der Universi- Kosten, für im Universitätsklini- ser Weg muss für die universitroenterologie und somit über tätsmedizin weg entwickeln. Die kum „eingekaufte“ Leistungen (z. täre Kinder- und Jugendmedidas gesamte Spektrum von ins- Leistungsfähigkeit der Universi- B. Radiologie, Virologie, Mikro- zin konsequent weiter beschritgesamt 9 Subspezialitäten. Fünf tätskliniken für Kinder- und Ju- biologie) nach unserer Erhebung ten werden, da wir eine mögvon 16 verfügen über 8, drei gendmedizin an den Standorten offensichtlich nicht einheitlich lichst ausgedehnte ambulante, über 7 und vier Kliniken über 6 Medizinischer Fakultäten/Uni- gehandhabt. teil- und vorstationäre DiagnosSchwerpunkte bzw. Zusatzbe- versitätskliniken und damit die Für die Erlössituation ist das tik und Therapie unserer Patizeichnungen. Behauptung des Fachs im Fä- Thema der Ambulanzvergütung enten für unverzichtbar halten. cherspektrum der Medizin be- gerade in der Pädiatrie von be- Die Ergebnisse der Befragung 7. Schlussfolgerungen darf einer kritischen Größe als sonderer Bedeutung. Die Ver- zeigen im Übrigen auch auf, dass Die Erhebung hat verdeutli- Grundlage für eine vernünftige gütungen der gerade in der uni- eine belastbare nachvollziehbare cht, dass die universitäre Kinder- Ertragssituation. Die Vergütung versitären Pädiatrie zahlreichen Trennungsrechnung, d.h. Mittel und Jugendmedizin in Deutsch- im DRG-System kann prinzi- Ambulanzleistungen bei der die für Krankenversorgung getrennt land an einigen Standorten sehr piell durchaus die Komplexität Universitätskliniken aufgrund ih- von Mitteln für Forschung und gut positioniert ist. Um für die und gerade die hohe Personal- res „Poliklinik-Privilegs“ und der Lehre, noch nicht generell vollZukunft besser gerüstet zu sein, intensität der Betreuung der Pa- damit verbundenen angeblichen zogen bzw. für die Einrichtungsmüssen wir uns allerdings noch tienten in unseren Pädiatrischen ausschließlichen Konzentrati- leiter ersichtlich ist. Mit dem Arstärker als bisher mit den Grund- Kliniken abbilden. Hierzu ist al- on auf Aufgaben von Forschung gument des „Poliklinik-Privilegs“ lagen einer auskömmlichen Fi- lerdings erforderlich, dass sich und Lehre in der Ambulanz, ho- werden daher die defizitären nanzierung und den Notwendig- die Universitätskliniken für Kin- he Verluste akzeptieren müs- Ambulanzen häufig aus dem ZuMonatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
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führungsbetrag des Landes für Lehre zum Teil sehr unterschiedForschung und Lehre querfinan- lich entwickelt haben, muss sich ziert. die Kinder- und Jugendmedi2. Eine kritische Größe einer zin im Fächerkanon, gegebenenUniversitätsklinik für Kinder- falls unter Einbeziehung anderer und Jugendmedizin ist essen- Ausbildungsstätten (Praxen, kotiell für die Weiterentwicklung operierende Kliniken), neu podes Fachs. Dies betrifft nicht nur sitionieren. Auch hier ist es erdie Ausbildung von Studenten forderlich, dass die Breite des und damit die prospektive Ge- Faches mit den Subspezialitäten winnung des Nachwuchses für im universitären Bereich vertredie Kinder- und Jugendmedizin, ten ist. In der Forschung gibt es sondern insbesondere auch die neben genuin pädiatrischen ForWeiterbildung zum Facharzt für schungsgebieten, wie z.B. StoffKinder- und Jugendmedizin un- wechselerkrankungen und Neter Einschluss der Subspeziali- onatologie, zunehmend Übertäten. In diesem Zusammenhang lappungen mit den Gebieten der soll noch einmal darauf hinge- Erwachsenenmedizin (Hämawiesen werden, dass die Uni- tologie/Onkologie, Gastroenteversitätskliniken zusammen mit rologie, Kardiologie etc.). Dieakademischen Lehrkrankenhäu- se Überschneidung ist vor allem sern und großen nicht universi- durch den Paradigmenwechsel tären Häusern den Nachwuchs der Medizin in den letzten 20 in der Kinder- und Jugendmedi- Jahren von ausschließlich krankzin ausbilden. Die meisten Mit- heitsbezogener Forschung hin zu arbeiter an den Universitätskli- grundlegenden Fragestellungen niken werden neben Praxisü- zell- und molekularbiologischer bernahme und Praxisgründung Forschung mit entsprechendem an anderen Kliniken als Ober- Methodenarsenal begründet und ärzte oder Chefärzte tätig sein. bietet vielfältige Möglichkeiten Die Universitätsmedizin als Vor- zur Kooperation. Daraus ergibt reiter und Motor der Entwick- sich für die Kinder- und Jugendlung kann ihren Aufgaben nur medizin allerdings noch stärgerecht werden, wenn ihre füh- ker die Notwendigkeit der wisrende Rolle nicht nur akzeptiert senschaftlichen Profilierung im oder gelegentlich kritisch be- Spektrum der Hochleistungsmeäugt, sondern nachhaltig von al- dizin. Die Universitätskliniken len Teilnehmern des Systems un- für Kinder- und Jugendmedizin terstützt wird. Die Tatsache, dass sollten hier die Chance nutzen, bereits jetzt nicht mehr an jeder sich aktiv in die profilbildenden Universitätsklinik das gesamte fakultätsinternen oder externen Spektrum der Pädiatrischen Sub- Forschungsverbünde zu integriespezialitäten vertreten ist und zu- ren. Dies kann auch bedeuten, künftig vertreten sein wird, kann dass sich die Universitätskliniken einerseits als Chance für zukünf- für Kinder- und Jugendmedizin tige Schwerpunktsetzung in der an den jeweiligen Standorten vor Kooperation begriffen werden, allem wissenschaftlich in Spezimuss allerdings auch als Aufga- albereichen profilieren und hier be verstanden werden, im Be- nicht mehr das breite Spektrum reich der universitären Medi- abdecken können. Es ist unreazin eine möglichst große Breite listisch anzunehmen, dass an eiund Stärke der Subspezialitäten ner Universitätsklinik für Kinderzu halten. und Jugendmedizin in allen Be3. Für die Aufgaben in For- reichen und Subspezialitäten auf schung und Lehre gelten die zu- gleich hohem Niveau geforscht vor genannten Argumente in werden kann. Dennoch ist auch noch stärkerem Maße. Da sich für Subspezialitäten, in denen die medizinischen Curricula an am jeweiligen Standort kein ausden einzelnen Fakultäten in den gesprochenes Forschungsprofil letzten Jahren aufgrund der Pro- besteht, die Einbindung in eine filierung auch im Bereich der forschungsaktive Klinik wichtig,
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da hiervon Impulse für die eige- Teil erstmalig durch Zahlen unne klinische Arbeit im Spezialbe- termauert. Die zukünftige Entreich ausgehen können. wicklung der universitären Pädiatrie wird sich an den dargestellZusammenfassend lässt sich ten Gesichtspunkten und dem feststellen, dass die aus der Er- daraus ableitbaren Handlungshebung abgeleiteten Handlungs- bedarf orientieren müssen. felder, wie Stärkung der wissenAn dieser Stelle möchten wir schaftlichen Sichtbarkeit des noch einmal allen danken, die Fachs in den Medizinischen sich an der Umfrage beteiligt haFakultäten, Problematik und ben und damit zur vorliegenden Schwächen der Ambulanzver- Statuserhebung beigetragen hagütung und der DRG Abbildung ben. der universitären Pädiatrie, kritische Größe der Universitätskli- Prof. Dr. med. Klaus-Michael niken etc. nicht prinzipiell neu Debatin sind. Sie werden jedoch durch für die Kommission für Hoch die vorliegende Erhebung zum schulfragen der DGKJ
Selbsthilfegruppe für Sichelzell- und Thalassämie patienten gegründet Seit Ende 2008 gibt es in Deutschland die Selbsthilfegruppe „Interessen gemeinschaft Sichelzellkrankheit und Thalassämie e.V.“, kurz IST e. V. Der Verein will die in Deutschland lebenden Sichelzell- und Thalassämie patienten (Kinder und Erwachsene) erreichen, um ihnen zu Informationen über ihre Krankheit zu verhelfen und ihnen behilflich zu sein bei der Suche nach kompetenten Ärzten. Es sollen nicht nur Kontakte untereinander gefördert und ein Erfahrungsaustausch ermöglicht, sondern auch die Gesellschaft (Kindergarten, Schule, Arbeitsstellen, Nachbarschaft, Kran kenhäuser, Praxen) über die beiden Erkrankungen informiert werden. IST e.V. ist Mitglied der ACHSE (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen) und hat die Mitgliedschaft bei EURORDIS (European Organisation for Rare Diseases) beantragt. Weitere Informationen unter www.ist-ev.org.
Preisausschreiben Der Paul-Martini-Preis ist mit 25.000 € dotiert und wird von der gleichnamigen Stiftung zur jährlichen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin verliehen. Der Preis zeichnet hervorragende Forschungsleistungen in der Klinischen Pharmakologie aus. Der komplette Ausschreibungstext ist unter www.paul-martini-stiftung.de veröffentlicht. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 15. Dezember 2009.
Personalia Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zeichnete Herrn Prof. Dr. Eduard Seidler mit der Cothenius-Medaille aus und würdigt damit sein durch kreatives Zusammenführen von historischen, anthropologischen und ethischen Fragestellungen gekennzeichnetes, herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk. Herr PD Dr. Marcus Mall, Heidelberg, wurde im Rahmen einer DFGgeförderten Heisenberg-Professur zum Universitätsprofessor für Pädiatrische Pneumologie (W3) an der Medizinischen Fakultät Heidelberg ernannt.
Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ ÖGKJ
Laudatio wHR Dr. Ernst Tatzer zum 60. Geburtstag
Diesen Herbst wird Ernst Tatzer 60 Jahre alt, seit mehr als 30 Jahren gehört sein medizinisches Herz den „Gfrastern“, den Kindern und Jugendlichen am Rand der Gesellschaft. Ihnen ein vernetztes, belastbares Versorgungssystem zu knüpfen, war und ist ihm ein Herzensanliegen. Im Osten Österreichs konnte er es weitgehend verwirklichen. In Mistelbach, im Nieder österreichischen Weinviertel, wurde Ernst Tatzer am 21. November 1949 geboren, hier besuchte er die Volksschule, das Gymnasium, war Mitglied bei den Pfadfindern. Hier wurde er sozialisiert, hier liegen seine Wurzeln. Das Andere erfahren und verstehen lernte er im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms während eines einjährigen Aufenthaltes in Louisiana, USA. Nach Beendigung der Schulund Gymnasialzeit begann er an der Alma Mater Rudolfina in Wien 1970 mit dem Medizinstudium und promovierte dort 1976 zum Dr. med. univ. Während dieser Zeit etablierte er bereits einen festen Kontakt zu dem renommierten Heilpädagogen Hans Asperger, der damals die Universitätskinderklinik Wien leitete. Mit ihm verband ihn der Versuch, die Menschen zu verstehen. Dabei kam es zwischen beiden zu einer Be-
ziehung, die über das Fachliche hinaus ging und zu gegenseitiger Anerkennung und persönlicher Wertschätzung führte. Bereits 3 Monate nach seiner Promotion begann Ernst Tatzer an der Univ. Klinik für Kinderund Jugendheilkunde in Wien seine Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die er 1983 bzw. 1986 abschloss. Während dieser Zeit erhielt er auch eine Ausbildung zum Systemischen Familientherapeuten und publizierte einige wissenschaftliche Arbeiten in respektierten Fachjournalen. Als 38-jährigem wurde ihm im Jahr 1987 die Leitung des Landesjugendheims und der Heilpädagogischen Station des Landes NÖ in der Hinterbrühl anvertraut, damals die einzige stationäre Einrichtung, die sich der verhaltensauffälligen Kinder dieses Bundeslandes mit 1,3 Millionen Einwohnern annahm. Ernst Tatzer hat seine Aufgabe nicht nur in der Leitung dieser Einrichtung gesehen, sondern war wesentlicher Motor beim Aufbau einer flächendeckenden, vernetzten Kinder- und Jugendpsychiatrie für diese Region. Dazu waren ihm nicht nur die niederösterreichischen Wurzeln und Sozialisation, sondern auch sein unermüdlicher Einsatz als Lehrer, Ausbildner und Werber für die Kinder- und Jugendpsychiatrie behilflich. Exemplarisch für diese Tätigkeit sei hier nur die Organisation der Ausstellung „Bilder Wunder Kinder“ in Wien (1999), St. Pölten (2001) und Bratislava (2003) und der dazugehörige Ausstellungskatalog erwähnt – oder sein kontinuierliches Engagement im Rahmen der „Politischen Kindermedizin“, einer kritischen, nicht unbedingt kar-
rierefördernden Aktivistengruppe von Kinder- und Jugendtherapeuten. In Anerkennung seiner Fähigkeiten und Leistungen haben ihn die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugend(neuro)psychiatrie und die Heilpädagogische Gesellschaft Österreichs zu ihrem Präsidenten gewählt. Das Kennzeichnende für Ernst Tatzer ist, dass er sich nicht sein Reich aufgebaut hat, sondern ein Reich, das er bereits großteils an seine geistigen Kinder weitergegeben hat. Wichtiger als seine „Gfraster“ ist dem Ernst Tatzer seine „Chrisi“, mit der er seit mehr als 30 Jahren verheiratet ist und zwei Töchter hat, auf die er mäch-
tig stolz ist und auch sein kann. Offensichtlich konnte er seine Kenntnisse aus der Familientherapie privat gut nutzen. Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde wünscht Ernst Tatzer weiter viel Freude und Erfolg bei seiner sozialen und kreativen Tätigkeit. Als langjähriger Weggefährte und nicht nur „medizinischer“ Freund möchte ich mich diesen Wünschen anschließen und hoffe, dass Ernst Tatzer noch genügend Muße und Gesundheit bleibt, um das Aufgehen seiner Saat voll zu erleben. a.o.Univ. Prof. Dr. Franz Waldhauser
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Kongresskalender 2009 München, 28.11.–29.11.2009 Aktuelle Herausforderungen in der Sozialpädiatrie Leitung: Dr. H. Bauer www.theodor-hellbrügge-stiftung.org Florenz, 03.12.–06.12.2009 Excellence in Paediatrics Leitung: Prof. Dr. A. Rubino, S. Logan www.excellence-in-paediatrics.org 2010 Fulda, 10.–12.03.2010 24. Jahrestagung der Arbeits gemeinschaft für Pädiatrische Stoffwechselstörungen Leitung: Prof. J. O. Sass www.aps-med.de/ Marburg, 19.03.–21.03.2010 59. Jahrestagung der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin gemeinsam mit der Süddeutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie Leitung: Prof. R. Maier, www.sgkj2010.de Hamburg, 25.03.–27.03.2010 41. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie Leitung: Prof. Dr. D. E. Müller-Wiefel www.gpn2010.de München, 06.05.–08.05.2010 „The Power of Programming“ Leitung: Prof. Dr. B. Koletzko www.metabolic-programming.org/ munich2010 Heidelberg, 07.05.–08.05.2010 Entwicklungen und Perspektiven der Kinder- und Jugendmedizin 150 Jahre Pädiatrie in Heidelberg Leitung: Prof. Dr. Prof. Dr. h. c. G. F. Hoffmann, www.klinikum. uni-heidelberg.de/kinder
Lübeck, 28.05.–30.05.2010 59. Jahrestagung der Norddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin Leitung: Prof. E. Herting www.ndgkj-luebeck-2010.de Johannesburg, Südafrika, 04.08.–09.08.2010 26th International Pediatric Association Congress of Pediatrics Leitung: Prof. K. Bolton www.ipa-world.org/ipacongress A-Graz, 16.09.–18.09.2010 47. Internationale Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie Leitung: Univ.-Prof. Dr. R. Fotter www.meduni-graz.at/radiologie/ gpr_2010/ Potsdam, 16.09.–19.09.2010 106. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin Leitung: Prof. M. Radke www.dgkj2010.de Mannheim 21.09.–25.09.2009 36. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie Leitung: Prof. Dr. I. Krägeloh-Mann www.neuropaediatrie.com Würzburg, 01.10.–02.10.2010 19. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Dermatologie in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft Leitung: Prof. H. Hamm www.hautklinik.uni-wuerzburg.de Hier erscheinen nur die Ankündigun gen für wissenschaftliche Kongresse. Die Terminankündigungen für Weiterund Fortbildungsmaßnahmen entnehmen Sie bitte der Homepage der DGKJ: www.dgkj.de/terminkalender.html
Mitteilungen der DGKJ und ÖGKJ
Geburtstage Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die sterreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde gratulieren Ö herzlich ihren Mitgliedern, die im nächsten Monat einen „besonderen“ Geburtstag feiern:
80 Jahre und älter werden: 01.12.1923 Frau Dr. Inge Baader, Köln 06.12.1919 Herr Dr. Gerhard Helm, Prien/Chiemsee 05.12.1920 Frau Dr. Lore Kunkel, Krefeld 07.12.1919 Herr Prof. Dr. Hans Vettermann, Essen 06.12.1920 Frau Dr. Gisela Lochmann, Fröndenberg 01.12.1925 Herr Dr. Cazim Kiliccioglu, Wolfsburg 04.12.1924 Frau Dr. Elisabeth Christenhuß, Münster 03.12.1927 Frau Dr. Elisabeth Nagli, Berlin 15.12.1916 Frau Dr. Hildegard Haacke, Dortmund 11.12.1920 Frau Dr. Renate Biermann, Puchheim 07.12.1924 Frau Dr. Ruth Kaps-Samson, Neunkirchen 03.12.1928 Frau Dr. Brigitte Müller, Oerlinghausen 08.12.1924 Herr Dr. Hans Hager, Köln 05.12.1927 Herr Dr. Josef Schmidt, Boppard 11.12.1922 Frau Dr. Ursula Eulner, Göttingen 18.12.1916 Frau Dr. Gertrud Rochlitz, München 10.12.1925 Frau Dr. Isis Elbern, München 19.12.1918 Herr Dr. Hellmut Schmid-Burgk, Herrsching 14.12.1923 Frau Dr. Gisela Kroh, Grünwald 14.12.1923 Herr Dr. Josef Regenbrecht, Regensburg 11.12.1926 Frau Dr. Ingrid Strehl, Stuttgart 23.12.1916 Frau Dr. Elisabeth-R. Wachtler, Berlin
21.12.1919 Herr Dr. Albert Maßenberg, Essen 22.12.1919 Frau Dr. Rita Herfort, Köln 21.12.1920 Frau Dr. Gisela Detmold, Ganderkesee 16.12.1925 Frau Dr. Liesel Gemählich, Nürnberg 15.12.1926 Herr Dr. Helmut Reinwein, Freiburg 24.12.1918 Frau Dr. Berta Schnieder, Lüdinghausen 20.12.1922 Frau Dr. Hildegard Geiger, Offenburg 17.12.1929 Frau Dr. Katharina Bauer, Bunde 27.12.1920 Herr Dr. Kurt Meyer, Schwabach 27.12.1920 Herr Dr. Ferdinand Müller, Grafling 27.12.1920 Frau Dr. Erika Niedermeyer, Mühlhausen 19.12.1928 Herr Dr. Federico Biefang, Bremen 26.12.1922 Frau Dr. Sylvia Franzes, Krefeld 30.12.1920 Herr Dr. Hans-Joachim Kinner, Viersen 30.12.1921 Herr Dr. Andreas Löffler, Gifhorn 30.12.1921 Frau Dr. Anna E. Schmieter, Remscheid 29.12.1922 Frau Dr. Waltraute Günther, Leipzig 27.12.1925 Frau Dr. Maria Rüterjans, Münster 25.12.1929 Herr Prof. Dr. Willi Heine, Rostock 27.12.1929 Herr Dr. Bruno Jahn, Sondershausen 31.12.1927 Frau Dr. Christel Berger, Dinslaken 31.12.1929 Frau Dr. Renate Castrischer, Bremerhaven
75 Jahre werden: 05.12.1934 Frau Dr. Eva Scharf, München 06.12.1934 Frau Dr. Wilma Krümmel, Saarbrücken 26.12.1934 Frau Dr. Christine Schulz, Bodenteich 30.12.1934 Herr Prof. Dr. Lothar Pelz, Rostock 70 Jahre werden: 01.12.1939 Herr Dr. Dietmar von dem Borne, Ulrichstein 04.12.1939 Herr Prof. Dr. Walter Hoffmann, Homburg 05.12.1939 Herr PD Dr. Klaus Rager, Weikersheim 06.12.1939 Herr Dr. Peter Klose, München 15.12.1939 Frau Dr. Ingeborg Kriebel, Braunschweig 18.12.1939 Frau Dr. Hiltrud Döhmen, Aachen 25.12.1939 Herr Dr. Karl Fahr, Schwäbisch Hall 26.12.1939 Herr Dr. Georg Dütemeyer, Papenburg 28.12.1939 Herr Prim. Dr. Olaf Stöllinger, A-Linz
65 Jahre werden: 01.12.1944 Frau Prof. Dr. Ana Votava, HR-Zagreb 03.12.1944 Herr Prof. Dr. Dirk-Erhard Müller-Wiefel, Hamburg 09.12.1944 Herr Prof. Dr. Karl Bentele, Hamburg 12.12.1944 Herr Dr. Johannes von Walter, München 24.12.1944 Herr Dr. Eberhard Jentsch, Calw 27.12.1944 Herr Dr. Hans-Georg Poßelt, Offenbach 28.12.1944 Frau Heidrun Sluka, Sangerhausen
60 Jahre werden: 03.12.1949 Herr Dr. Friedrich Porz, Diedorf 05.12.1949 Frau Dr. Agathe Roumer, Frankfurt 05.12.1949 Frau Johanna Schafft-Sommer, Immenhausen 06.12.1949 Herr Prof. Dr. Josef Geisz, Wetzlar 07.12.1949 Frau Dr. Annette Schnitker, Rietberg 08.12.1949 Herr Prof. Dr. Heinz-Peter Groneck, Köln 10.12.1949 Frau Zlatka Zochev Donkov, Rendsburg 12.12.1949 Frau Dr. Irene Boog, Bitburg 14.12.1949 Frau Dr. Livia Bachraty, A-Wien 20.12.1949 Herr Dr. Eberhard Leidig, Rottenburg 21.12.1949 Frau Hildegard Slabik-Münter, Daun 22.12.1949 Frau Karin Albrecht, Stralsund 25.12.1949 Herr Dr. Harald Chr. Paul, Friedrichshafen 26.12.1949 Herr Dr. Christoph Kupferschmid, Ulm 29.12.1949 Frau Dr. Maria Lorson-Müller, Leichlingen 29.12.1949 Herr Dr. Franz Thanbichler, Mannheim 30.12.1949 Herr Dr. Gerhard Stursberg, Günzburg
Sollte ein Mitglied nicht wünschen, dass sein Geburtstag in dieser Gratulations- liste erwähnt wird, bitten wir um rechtzeitige Nachricht (4 Monate vor dem Geburtstag) an die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V., Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin,
[email protected].
Monatsschrift Kinderheilkunde 11 · 2009
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