(Aus der BakteriologischenAbteflung [Tuberkulose-Laboratorium] des Reichsgesundheits. amtes in Berlin-Dahlem, dem Pathologischen Universit~ts-Institut zu Genf, dem Schweiz. Forschungsinstitut Davos und Gornergrat.)
Untersuchungen fiber den EinflulI der H~henlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6so Meerschweinchen und den VerlauI tier Meerschweinchentuberkulose iiberhaupt, nach einem einheitlichen Plan durchgefiihrt in Berlin, Gent, Davos und auI dem Gornergrat. Von
Prof. Dr. Ludwig Lango (Berlin), Dr. Bamatter (Genf), Dr. Griininger (Davos) und Dr. L~wenst~dt (Gornergrat, Davos, Oenf). Mit 8 Abbfldungen im Text.
(Eingegangen am 14. September 1932.)
A. Einleitung. Zweck und Organisation der Versuche. In den Jahren 1926---1929 wurden yon dem einen yon uns (L6wenst~idt) in Davos und mit Okasaki in Zfirich Beobaehtungen angestellt, welche an die MSglichkeit denken lieflen, dab Meerschweinchen, die nach Impfung mit Tuberkelbacillen des Typus humanus dureh Eosineinspritzungen gegen zerstreutes Tageslicht dauersensibilisiert wurden, eine erhShte Abwehrf~higkeit gegen die tuberkulSse Infektion entwickeln k5nnten. Diese erh~hte Abwehrf~higkeit sollte durch einen auff~llig starken und weir verbreiteten AbkapselungsprozeB um die tuberkulSsen Herde zum Ausdruck kommen. Versuche, welche yore Reiehsgesundheitsamt im Jahre 1929 nach dieser Richtung unternommen und yon Herrn Reg.Rat Prof. Dr. Busch verSffentlicht wurden, brachten dagegen keine Best~tigung tier vorliegenden Beobachtungen. Dcr gleiche AbkapselungsprozeB, wie aus Davos mad Zfirich besehrieben, konnte zwar beobachtet werden, doeh schien es nicht, als ob derselbe bei Versuehstieren sehr viel sts sei als bei den Kontrollen. Tmmerhin konnte dies darauf beruhen, dab die Lichtwh'kung in Berlin nicht denselben Gewebeprozel3 anzuregen vermag, wie dies das Licht in dem bereits im Mittelgebirge gelegenen Zfirich oder erst recht in dem im Hochgebirge gelegenen Davos imstande ist. Um nun fiber die Frage ins klare zu kommen, ob das Licht iiberhaupt den geschflderten Prozefl wirklich anzuregen vermag, und ob dieses VerIn5gen in verschiedenen HGhenlagen verschieden ist, wurden die folgenden Untersuchungen unternommen. An diesen Arbeiten beteiligten sich das Reichsgesundheitsamt (Tuberkuloseund Pathologiseh-Anatomisches Laboratorium) als Station in der Ebene, das Beitrilge zur Klinik der Tuberkulose. Bd. 82.
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L. Lange, Bamatter, Grfininger und L6wenst~dt: Untersuehungen fiber den Einflul~
Pathologische Universits in Genf als Station in mittlerer H6henlage, das Forschungsinstitut in D a r e s als Station im Hochgebirge und die in 3130 m Seeh6he gelegene, zum Davoser Institut gehSrige Forschungsstation auf dem Gornergrat Ms Station in alpiner ttShe. In s~mtlichen Stationen wurde naeh einheitlichem Plan folgendermal]en verfahren: Es wurde sine Anzahl Meersehweinchen in 2 Abteilungen geteilt, yon denerL die sine st~ndig im Dunkeln (a), die andere im zerstreuten Tageslieht (b) gehalten wurde. Jede dieser beiden ttauptabteflungen zerfiel in 3 Unterabteflungen, vor~ denen sine (I) als Kontrolle diente, w~hrend eine (II) sofort naeh der Impfung, und sine (III), eine Woehe naeh derselben beginnend, der Eosinbehandlung unterworfen wurde. Zu dieser letzteren diente fiberall eine lproz, w~sserige L6sung yon Eosin bl~ulieh, welche den Tieren subcutan eingespritzt wurde. Die Einspritzungen erfolgten zuerst t~iglieh 1,0 ccm, dann jeden 3. Tag nnd sparer jeder, 4. Tag 1,5 ecm. Ftir die Stationen Davos und Gornergrat lag noeh eine besondere Aufgabe vor, indem festgestellt werden sollte, ob bei Meerschweinehen, die frisch aus der Ebene in das Hoehgebirge gebracht wurden, die Tuberkulose anders verl~uft als bei solehen, die bereits an die H6henlage akldimatisier~ sind. F e r n e r war es selbstverst~ndlieh Grundbedingung fiir diese Untersuchungen, dab fiberall saehliehe und zeitliehe Gleiehm~Bigkeit herrschte, d . h . die Tiers muflter~ iiberall an demselben Tags mit demselben Bacillenatamm in iibereinstimmender _Menge geimp[t, iiberall an demaelben Tags iibereinstimmende Tiergruppen in, iibereinstimmender Weiss mit Eosin behandelt und iiberaU an demselben Tags die Versuche geschlossen werden. Um dies zu erreiehen, gingen wir folgendermal~en vor: Die erw~hnten, nicht an die HShe a~l~Iimatisierten Tiers wurden yon d e m Untersueher auf Gornergrat als Passagiergut yon Berlin nach Davos gebracht, wo bus den dort befindliehen, bereits akklimatisierten Tieren und den aus der Ebene stammenden flit die beiden HShenstationen die oben erw&hnten Abteilungen zusammengestellt warden, derart, dab jede Abteflung 4 akklimatisierte und 3 Ebenentiere umfal3te. Der fiir Gornergrat bestimmte Tiertransport ging dann ebenfalls in schnellster Weiss als P~ssagiergut naeh Zermatt und yon dorb auf den Gornergrat. Auf diese Weiss diirfte sine nennenswerte Akklimatisierung der aus der Ebene stammenden Tiers vor Beginn der Versuche vermieden worden sein. Die zur Impfung zu benutzende Bacillenaufschwemmung wnrde vom Reichsgesundheitsamt einspritzfertig geliefert. Es diente hierzu der humane Tb.-Stamm Mtb. l12b. Hiervon wurde am 1. Juli 1929 eine Aufsehwemmung yon 10 -a mg pro 1,0 eem NaC1-LSsung aus einer Bouillonkultur yore 14. Juni 1929 hergesteUt. Von dieser Aufsehwemmung wurde sin Tell im Reiehsgesundheitsamt zurfiekbehalten, w&hrend je sine weitere Portion naeh Davos, Genf und Gornergrat~ verschiekt wurde. Die Ankunft derselben wurde yon Davos telephoniseh naeh Gornergrat gemeldet und, nachdem der dorCige Mitarbeiter sieh ebenfaUs dutch telephonisehe A1ffrage in Geiff yon dem richtigen Eingang der Baeillen dort fiberzeugt hatte, wurde die richtige Ankunft der Baeillen in allen schweizerisehen Stationen dem l~eiehsgesundheitsamt in Berlin telegraphisch mitgeteflt, zugleich mit dem verabredeten Impfungstag, dem 4. Juli. Auf diese Weiss war ein genau
der H6henlage auf mR Eosin liehtsensibilisierto tuberkul6se Meerschweinchen usw.
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gleichzeitiger und einheitlicher Beginn der Versuche gew~hrleistet. Fiir die weitere Behandlung lag selbstverstandlieh jeder Station ein auf den Tag genau bestimmter Plan vor, so dab auch hier absolute Gleichm~Bigkeit des Vorgehens gewahrleistet war. Der AbsehluB der Versuche erfolgte in Genf und auf Gornergrat uuf telegraphische Weisung des Reiebsgesundheitsamtes hin am 7. und 8. September, in Davos aus s Grfinden einige Tage sparer. Wahrend des Lebens der Tiere wurde ihr Gewicht w6chentlich bestimmt. Jedes gestorbene oder getStete Tier wurde selbstverst~ndlieh seziert und yon den erkrankt gefundenen Organen Stiicke zur mikroskopisehen Untersuchung in Formalin eingelegt. Tunliehst wurden aber yon allen Tieren Lunge, Leber, Milz und Lymphknoten untersueht. Als F&rbung dienten Hamatoxylin-Eosin, H~matoxylin-van Gieson und I)arstellung der elastisehen Fasern nach Weigert. B. ~rersuehe im Reiehsgesundheitsamt zu Berlin yon Prof. I)r. L. I,ange. Die im ReichsgesundJaeitsamt zu Berlin-Dahlem ausgeffihrten Versuche wurden unter den Luftdruekverhiiltnissen ausgeffihrt, wie sic bei den in der Ebene wohnenden Tuberkulosekranken gegeben sind. Die Anordnung der Versuehe ist bereits in der Einleitung ausffihrlieh behandelt. Die im ganzen 36 Versuehstiere waren zu je 6 auf die 6 versehiedenen Gruppen 2 Hauptabteilungen zu je 3 Untergruppen - - , die in der Eirdeitung bereits nfiher gesehildert worden sind, verteflt. Bei der Betrachtung des Ablaufes der Versuche f~llt sogleieh der aul~erordentliche Untersehied zwisehen der Lebensdauer der im Dunkeln und der im Hellen gehaltenen Tiere in die Augen. Von den 18 Tieren der ersten Abteilung starben nicht weniger Ms 14 spontan vor Abschlul] derVersuche, wahrend yon den 18 im Lichte geh~ltenen Tieren nur 3 Tiere spontan zugrunde gingen - - dayon I interkurrent - - , 15 bis zum Sehlusse der Versuche lebten. Dementsprechend verhalten sich die Gewichtskurven der Dunkeltiere. Nicht ein einziges yon ihnen hat w~hrend der Beobachtungszeit an Gewicht zugenommen; weitaus die meisten zeigen einen stfirmischen Gewichtsabsturz, nur wenige einen geringeren Abfall, und nur bei 2 Tieren ist das Gewicht beim Tode gleich dem Anfangsgewicht. Wenn aueh zugegeben werden mull, dab dieser GewichtsabfaU bei manehen Tieren dureh zeitweilige, recht betr~ehtliche Gewichtsanstiege un~erbrochen is~, so handelt es sieh dabei doeh nur um eine vorfibergehende Erscheinung. Bei keinem einzigen Tiere erfolgte der Tod w~hrend einer deutlieh und dauernd ansteigenden Gewiehtskurve. Wesentlich gfinstiger, wie schon nach den Lebensdauern wahrscheinlieh, stellt sich das Bild bei den im Lichte gehaltenen Tieren dar. Das gfinstigste Bild bieten die Tiere der Gruppe, die mit Eosin, 8 Tage nach der Impfung beginnend, behandelt worden sind. Abgesehen yon einem Tiere, das bereits 8 Tage naeh der Impfung interkurrent starb, hatte diese Gruppe keinen Todesfall wahrend der Beobaehtungszeib zu verzeichnen. Bei der TStung der Tiere stand nur eines derselben geringfiigig unter seinem Anfangsgewicht, alle anderen betri~eht. lich dariiber. Ungfinstiger ist das Bfld bei den anderen beiden im Liehte gehaltenen Tiergruppen. ~ u r in der I-Is der Fs etwa steht beim Tode das K(irpergewicht fiber dem Anfangsgewieh~, aber auch in diesen Fallen zeigt es meist 1"
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L. Lange, Bamatter, Grfininger und L6wenst~d~: Untersuchungen fiber den EinfluB
mehr oder weniger deutlich fallende Tendenz. Die spontan gestorbenen T/ere verteflen sich sowohl bei den im Dunkeln wie bei den im Hellen gehaltenen Tieren sehr gleichm/iBig auf alle Gruppen.
Sektionsbe/unde. Bei den Sektionsergebnissen iiberrasehen zungchst die Befunde bei den im Dunkeln gehaltenen Tieren. Dieselben sind keineswegs als sehwer tuberkulSs erkrankt zu bezeichnen. Iqur selten sind grSBere tuberkulSse Herde ausgebfldet, meist finden sieh nur wenige und ziemlich kleine Herde. Von den Kontrollen m/issen freilieh die Tiere Ia 1, Ia 2 and Ia 5 ausscheiden, die interkurrent gestorben sind, bzw. bei denen eine Tuberkulose nieht zur Entwicklung gelangt ist. Aber im allge.meinen hat man DJcht den Eindruek, dab die Erkrankungen der Tiere besonders schwer gewesen sind. Ein ganz anderes Bild zeigen die im Liehte gehaltenen Tiere. Man sieht sofort, dab hier die Erkrankungen meist viel ausgebreiteter sind; nur sehr selten ist ein Organ fiberhaupt nicht befallen, sehwere Erkrankung fand sieh hgufig und insbesondere aueh bei den Tieren, die bei steigender Gewichtskurve getStet worden sind. Die Lungen sind bei den im Lichte gehaltenen Tieren fast immer, mitunter sogar reeht sehwer erkrankt, wghrend bei denDunkeltierenErkrankungen auch nur yon mit~lerer Schwere sich verh/~ltnismgBig selten linden.
Ergebnisse der ~nilcroskopischen Untersuchung*. Zur Beantwortung der ursprfinglich gestellten Frage haben wit uns neben den ~[bersichtspr/~paraten auf die DarsteUung des kollagenen Bindegewebes beschr~nkt. Die wiehtigste Frage ist: Inwieweit neigen die Tiere zur KollagerLfaserbildung, also zur Entwieklung der chronisch-indurierenden ~orm der Tuberkulose ? Hier sieht man, wie die sehematische Tab. 3 zeigt, auf den ersten Blick, dab diese Iqeigung bei allen im Lichte gehaltenen Tieren auBerordentlich viel starker ausgebfldet ist als bei den Dunkeltieren. Dieser Untersehied bleibt bestehen, auch wenn man die ffir die Ausbfldung der Bindegewebsreaktion so wichtige Lebensdauer der Tiere in Reehnung setzt. Vergleicht man die Kon~roUgruppen Ia und Ib, so fgllt bei den ,,Lichttieren" vor allem die stgrkere Bindegewebsbfldung in der Lunge auf. Sie ist aueh stgrker als bei den eosinbehandelten Liehttieren der Gruppen I I b und namentlieh I I I b . Auf eine Eosinwirkung ist sie also nieht zuriickzufiihren. Dagegen kSnnte ein gewisser EinfluB des Eosins auf die Bindegewebsbildung aus einem Vergleich der Befunde in der M_flz ersehlossen werden, ngmlieh bei Betraehtung der Gruppen I I I a und I I b . Da jedoeh diese beiden Gruppen einander nicht entsprechen, d/irfen irgendwie binderide Sehliisse nicht gezogen werden (s. a. S. 5). Die Neigung zur I~ekrosenbildung ist aber offenbar bei den im Lichte gehaltenen Tieren nieht viel geringer als bei denen, die im Dunkeln gelebt h a t t e n . Beziiglich der Organ\
* Ffir die Ausfiihrung der mikroskopischen Untersuchung und die Beurteflung der Befunde sind wir Herrn Reg.-Rat Prof. Dr. M. Busch, der sehon die Tiere aus unseren ersten Eosinversuchen durcbgearbeitet hat, zu grSl]tem Danke verpflichtet.
der HShenlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkulSse Meerschweinchen usw.
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disposition zum nekrotisehen ZerfaU stehen die Lymphknoten an erster Stelle. In ihnen finder sieh aueh, weft sie eben bei der subeutanen Infektion die regioniiren Auffangorgane sind, verhiiltIfismiiBig hiiufig eine kr~ftige KoUagenfaserbildung. ~berblickt man die gesamten Ergebnisse, die im Reichsgesundheitsamte erzielt werden konnten, so hat man zun~ehst den Eindruek, dab unter den gepriiften Verh~ltnissen es fiir die Widerstandsf~higkeit der Tiere gegen die tuberkul6se Infektion ungemein bedeutungsvoll ist, ob sie im Lichte oder im Dunkeln leben. In der Dunkelheig starben die Tiere massenhaft schon bei keineswegs besenders ausgebreiteten tuberkulSsen Erkrankungen, w~hrend im Lichte die meisten Tiere den Abschlul3 der Versuche erlebten und teflweise trotz ausgebreiteten Krankheitsherden, soweig aus den Gewichtskurven zu schliel3en, gutes Belinden zeigten. Man kSnnte dies auf die im Lichte unzweifelhaft stiirkere Neigung zur Bfldung kollagenen Bindegewebes in den tuberkulSsen Prozessen zurficldfihren. Es isg aber biologiseh niehr reeht versti~ndlieh, dab die im Lichte lebenden Tiere mit ihren grol3en Erkrankungsherden und dementsprechender Ausschaltung gesunden Gewebes ihre li~ngere Lebensdauer und ihr scheinbar klinisch besseres Befinden nur der Tatsaehe verdanken sollen, dab diese Erkrankungsherde mehr oder weniger reiehlich yon kollagenem Bindegewebe durehzogen waren. Eine richtige Abkapselung der Herde war nur ziemlich selten zu linden. Auf der anderen SeRe wiiren dann die im Dunkeln gehaltenen Tiere trotz der meist geringeren Ausbreitung der Erkrankung gestorben, well ihre Herde nicht oder wenig mit Bindegewebe durchsetzt waren. Diese Annahme isg sehr wenig ~vahrseheinlieh. Viel naher liegt es, dab der Aufenthalt im Lichg den Tieren aus unbest.lmmbaren Griinden eine erh6h~ Widerstandsfs gegen die Erkrankung verliehen hat, bei der sioh auch eine Kollagenfaserbildung in den Herden finden l,'ann, aber keineswegs muff. Beispiele dafiir sind die Tiere I b 2, I b 5, I I b 2 und I I b 4, I I I b 2 und I I I b 5, welehe sieh dureh eine l~ngere Zeit ziemlioh hohe Gewichtskurve auszeichnen und alle bei der TStung ihr Anfangsgewieht fibersehritten hatten. Kollagenfaserbfldung finder sich zwar bei allen diesen Tieren, aber ausgesproehen bei den Tieren der Gruppe I I b nur in der Milz bzw. im Lymphknoten. In diesen Organen sind aber Bindegewebsvermehrungen, wie sehon L6wenstZidt und OkasaIci hervorgehoben haben, ohnehin gar nicht selten; der Befund beweisg also niehts. In der Lunge ist bei diesen beiden Tieren die Kollagenisierung gering. Bei den genannten Tieren der Gruppe I b dagegen finder sich die Kollagenfaserbildung insbesondere in der Lunge kr~ftig entwiekelt, wahrend bei den 2 Tieren zu Gruppe I I I wiederum die Lungen ganz frei sind. Es l~iI3t sieh, wie aus Tab. 3 zu ersehen ist, keinerlei Parallelismus zwischen Gewichtsverhalten und Kollagenfaserbefund feststellen. Die Bindegewebs- (Kollagenfaser-) Bildung mul~ wohl vor allem als eine Folgeerseheinung der durch 5rtlichen Gewebsdruek bedingten funktionellmeehanisehen Beanspruchung angesehen werden. Sie ist, wenn aueh dureh spezifisehe Ursaehen ausgelSst, im Grunde doeh ein an sieh unspezifiseher Reaktionsvorgang. Die in Berlin erzielten Ergebnisse lassen jedenfalls keinen durchgreifenden Einflul3 des Eosins auf die Sklerosierung der tuberkulSsen Herde erkennen.
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L. Lunge, Bamatter, Griininger und Liiwensti~dt: Untersuchungen fiber den Einflul~
im Pathologischen Universitfits-Institut zu Gen~ yon Dr. ~v. Bamatter und Dr. Hans L6wenstddt. Die Versuche in Genf wurden unternommen, um die Resultate in einer HShenlage kennenzulernen, wie sie der muncher Sanatorien entsprieht. Die ~IeereshShe yon Genf betritgt 375 m, die Lage am Genfer See und am Ful]e der Alpen ls die ~hnlichkeit mit manchen Gebirgskurorten noch starker hervorbreten. Die Zahl der in Versuch gesetzten Tiere betrug 18. Die Einteilung entsprach genau der in den anderen Stationen. Jede Tiergruppe umfal~te 3 Tiere. U~bcr aUes Allgemeine bezfiglich der Anordnung der Versuehe ist in der Einleitung bereits ausfiihrlich gesprochen. Bei Betrachtung des Ablaufes der Versuche fi~llt zun~chst auf, dull die Zahl der spontan gestorbenen Tiere verh~ltnism~l]ig recht gering war. Yon den 18 in Versuch gesetzten Tieren lebten bei Abschlufl der Versuche im September noch 10, also die grSl~ere H~lfte. Wenn man aber hieraus auf eine besonders mflde Ent~rieklung der Tuberkulose schliel]en wollte, so widersprechcn dem offenbar die Gewiehtskurven. Mun sieht, dull mit wenigen Ausnahmen die Gewiehte der Tiere, schon wenige Tage nach der Impftmg beginnend, einen sehnellen und duuernden Abfall zeigen. Etwas anders ist das Bfld bei den Tieren Iu 1, I I I a 13 und l i b 18, bei denen naeh anf~inglichem Gewichtsabfall wieder ein Anstieg der Kurve bzw. gleicher Verlauf folgt. Da jedes der Tiere aus einer anderen Gruppe stammt, ist wohl nich~ zu bezweifeln, dab es sich hier um individuelle Schwankungen handel,, denen irgendeine experimentelle Bedeutung nicht zugeschrieben werden kann. Yon den iiberlebenden Tieren stammt~n 6 Tiere aus den ira Lichte, 4 Tiere aus den im Dunkeln lebenden Gruppen; 7 Tiere entstammten aus den behandelten Gruppen, 3 waren Kontrollen. C. u
Sektionsbe/unde. ~bersieh~ man die Sektionsbefunde, so mul~ man zugeben, dab die Ergebnisse in allen Tieren in groBen Ziigen bemerkenswert gleichm~l~ig sind. I)ie Tiere sind fast s~mtlich an den Lungen, der Leber, der Milz und den Lymphknoten tuberkulSs erkrankt. (Bei einzelnen Tieren fanden sich Herde in den Nieren, welche, da sie nichts Besonderes boten, bier nieht weiter berficksichtig~ women sind.) Nur sehr selten fund sieh ein Organ bei der Sektion mit bloBem Auge unver~ndert, und in diesen F~llen stellte, wie wir sehen werden, die mikroskopisehe Untersuchung noch vielf~ch Herde lest, die makroskopisch nicht sichtbar geworden waren. Die Sthrke der tuberkulSsen Durchsetzung, die Form der Erkranknng, alles das bietet bei den Tieren in den Grundzfigen, abgesehen yon kleinen Schwankungen in den Einzelheiten, ein ~hnliehes Bfld. Irgendein Anhaltspunkt dafitr, dal3 sich die Tiere einer Gruppe in einer Beziehung anders verhalten wie die einer anderen Gruppe, ist nieht zu gewinnen. Auch beziiglich der spon~an gestorbenen Tiere im Gegensatze zu den getSteten Tieren ist kein auffi~lliger Untersehied sichtbar. Es herrseht vielmehr iiberall, wie bereits hervorgehoben, in den Grundziigen der Erkrankung eine offenbarc Gleichm~Bigkei~.
Ergebnisse der mikroskopischen Untersuchung. Oberblickt man die Ergebnisse tier mil~'oskopiszhen Untersuchung, so gilt im wesentlichen dasselbe, was yon den Sektionsbefnnden gilt: Auch bier sind
tier H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen usw.
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die Bilder in der ttauptsache sehr gleichm~Big mit kleineren Abweichungen in den Einzelheiten. Die vorherrsehende Form der Erkrankung ist das tuberkulSse Granulationsgewebe, zu dem sich mehr odor weniger h~ufig Langhanssehe Riesenzellen gesellen. Hin und wieder zeigen die Granulationsherde eine mehr odor weniger stark ausgesprochene Neigung zur Verk~sung. Man kann nieht behaupten, dab diese Nekroseneigung nach den Tiergruppen so verteilt w~re, dab man einzelnen Gruppen besondere Neigung zu oder besondere Festigkeit gegen diese schwerste tuberkulSse Ver~nderung zusehreiben k6nnte. Dasselbe gilt yon der Bildung kollagenen Bindegewebes, also der umgekehrten Neigung, den ProzeB in eine gutartigere Form zu fiberfiihren. Eine sohwache Bildung solcher Fasern in den Krankheitsherden finder sieh fast bei allen Tieren, bald mehr in dem einen, bald mehr in dem anderen Organ, ohne fosse Regel. Eine etwas st~rkere Bindegewebsbildung finder sich nur bei sehr wenigen Tieren, vor allem dem Tier I I b 12 und dem Tier I a 3, also einem mit Eosin im Licht behandelten Tier und einer Kontrolle im Dunkeln. Es ist wohl nieht daran zu zweifeln, daB es sich auch hier aussehlieBlich um individuelle Verschiedenheiten handelt. Aus allen diesen Ergebnissen kSnnen wir nur folgendes schliel~en: Unter den Verh~ltnissen yon Genf bringg weder das Leben im Dnnkeln, noch das Leben ira Licht noch die Sensibflisierung mit Eosin gegen zerstreutes Tageslicht bei den mit Tuberkulose geimpften Meerschweinchen eine Ver~nderung im Bilde und im Ablaufe der Erkrankung horror, die man mit Sicherheit auf einen der genannten Einfliisse zuriickfiihren kann. Der Verlauf der Krankheit zeigto vielmehr bei allen Tieren eine sehr ausgesprocheno Gleichm~igkeit, abgesehen yon kleinen Schwankungen in der Gewiehtskurvenentwieklung, der Verteflung des Krankheitsprozesses im K6rper, der Neigung zum Nekrotisieren und der Bildung yon kollagenen Bindegewebsfasern in den oder um die tuberkulSsen Horde, Schwankungen, welche sich zwanglos auf die stets zu beriicksiehtigenden individuellen Verschiedenheiten der Tiere zuriicldiihren lassen. Auf keinen Fall waren Besonderheiten zu bemerken, welche an eine Tiergruppe gebunden und mit irgendwelcher Wahrseheinliehkeit auf einen der studierten Einfliisse zuriiekzuffihren waren.
D. Versuche im Forschungsinstitut fiir Hochgebirgsklima und Tuberkuloso in Dares yon Dr. Gri~ninger und Dr. Hans L6wenstddt. Die Versuche in Davos waren in Anbetracht der Stellung yon Davos als Tuberkulosekurort ersten Ranges natiirlich yon besonderer Bedeutung. Es ist bereits in friiheren Arbeiten insbesondere yon L6wens~dt, del Rio und Mater versucht worden, die verschiedenen Faktoren, welche das HShenklima yon Davos kennzeichnen, in ihrem Werte fiir die Heflung der Tuberkulose zu bestimmen. Die einzige Beobaehtung, deren Veffolgung in weiteren Untersuchungen lohnend sehien, war jene in der Einleitung bereits erw~hnte yon L~wenst~t im hiesigen Institut. Es wurde eine auff/illig starke Abkapselung der tuberkulSsen Herde bei einem unter Eosinbehandlung in zerstreutom Tageslicht gehaltenen Meersehweinchen gefunden. Die unternommenen Versuche sollten der weiteren Verfolgung dieser Beobaehtung dienen und zugleich der Feststellung, ob dutch das
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L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenst~dt: Untersuchungen iiber den Einflul~
Tierexperiment bei mSgliehst gleichen Bedingungen ein bemerkenswert anderer Verlauf der Tuberkulose in Davos als in anderen H6henlagen festgestellt werden kann. Die Anordnung und Zahl betrug urspriinglieh 42, in 2 Abteilungen geteilt, mit 3 Unterabteihmgen, entsprechend der Anordnung auf den anderen Stationen. Jede Abteflung bestand aus 4 akklimatisierten Tieren und 3 friseh aus der Ebene in die HShe gebraehten Tieren. Leider konnten einige Tiere zur Auswertung der Versuehe nieht verwandt werden, so dab die Zahl der diesem Kapitel zugrunde liegenden Tiere nur 34 betr~gt. Bei Be~rachtung der Lebensdauern f~llt auf, dal3 die Tiere yon Davos ein ganz auBerordentlich gfinstiges Bild geben. Von den 34 Tieren sind innerhalb der Versuchsdauer nur l0 spontan gestorben, w~hrend 24 am Ende der Versuchszeit getStet worden sind. Eine derartige biologische Widerstandsf~higkeit gegen die Erkrankung war auf keiner anderen Station zu beobaehten. Sie w a r bei den st~ndig im Dunkeln gehaltenen Tieren nur wenig geringer als bei den im Lichte lebenden Tieren. Betraehtet man zun~iehst die Gewichtskurven der spontan gestorbenen Tiere, so sieht man, dab alle Tiere mit einer Ausnahme einen ziemlich raschen Gewichtsabfall anfweisen und ihr Endgewich~ unter dem Anfangsgewieht liegt. Das Bild der Gewiehtskurven ist dagegen bei den am Ende der Versuehe getSteten Meersehweinehen vielfaeh ein fiberaus giinstiges. Bei einer ganzen Reihe yon Tieren aus allen Gruppen steht das Endgewieht hoeh fiber dem Anfangs. gewicht, oder das Gewieht zeigt wenigstens lange Zeit ansteigende Tendenz oder einen sehr gleiehm~l]igen Verlauf, um erst nach l~ngerer Zeit abzusinken. Freilieh zeigen einige Tiere auch ein gleichm~Biges, dauerndes Abfallen der Gewichtskurve und einen Gewichtsverlnst, der ein ziemlich hohes MaB erreicht, doeh ist dies relativ selten.
Sektionsbe/unde. Bei den Sektionsbefunden fs zuniiehst auf, dab bei den meisten der spontan gestorbenen Meerschweinehen keineswegs eine besonders schwere oder ausgebreitete tuberkul6se Erkrankung zu linden war. Insbesondere waren die Lungen bei diesen Tieren fast niemals erkrankt. Leber nnd Milz waren bei einer groBen Zahl derselben erkrankt, meist abet nur leicht oder mi~telschwer. Ebenso wiesen die Lymphknoten in den meisten dieser Fitlle Schwellung und Verh~ir~ung auf. Niemals aber war yon einer Wirklich schweren, ausgebreiteten Erkrankung die Rede, obwohl auch das erste Meerschweinehen, das spontan starb, die Impfung fast 4 Woehen fiberlebt hatte. Je l~nger nun die Tiere gelebt haben, desto ausgebreiteter, desto schwerer werden mit wenigen Ausnahmen dieselben bei der Sektion erkrankt gefunden. Tiere, deren dauernd steigende Gewichtskurve und biologische Resistenz doeh eher auf eine leiehte Erkrankung sehlie~en lassen, zeigen sich bei der Sektion in allen Organen durehsetzt yon schweren, tuberkulSsen Erkrankungsherden. Man hat fast den F~indruek, daft sich der ProzeB zun~chst entwickelt, ohne das Tier in seinem Wohlbefinden fiberhaupt zu stSren, und dab die Meersehweinchen weniger daran sterben, well der tuberkulSse Prozel] einen so groBen Umfang an-
der H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchenusw.
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genommen hat, als dab dieser groBe Umfang des Prozesses einer erh6hten biologisehen Widerstandsf~higkeit der Tiere zuzusehreiben ist, die sie trotz der Erkrankung am Leben erh~lt und dadureh den pathologischen Ver&nderungen Gelegenheit zu immer weiterer Ausbfldung gibt, ohne da~ sich lange Zeit das Wohlbefinden der Meersehweinchen dadurch merklieh gest6rt erweist. Nun w~tre es aber immerhin mSglieh, dab sich die vorliegenden Krankheitsprozesse trotz ihrer Ausbreitung als ehroniseh indurierende Formen darstellen wfirden, wodureh eine verl~ngerte Lebensdauer und eine geringere merkbare Wirkung auf das Wohlbefinden der Tiere sieh erkl~ren lieBe. Zur Kl~rung dieser Frage dienen die mikroskopisehen Untersuehungen.
Ergebnisse der mikroskopischen Untersuchung. Die Hauptfrage ist: Inwieweit zeig~ sich der ProzeB als ehronisch indurierender dureh Au/treten kollagener Fasern, und wieweit zeigt sieh eine Ein. wirkung der Liehtsenslbilislerung mit Eosin ? Man ist fiberraseht, bei Durehsieht der Tabellen festzustellen, dab kollagene Fasern in auff~lliger Menge nur sehr selten auftreten, und dab offenbar die Lebensf&higkeit der Tiere gegenfiber dem tuberlrul6sen ProzeB keineswegs yon der Bfldung der chronischindurierenden Form bedingt ist. Man finder neben Tieren, die eine gewisse Kollagenisierung in ihren Herden aufweisen, andere, die gleieh lange gelebt haben und deren ProzeB aus reinem Granulationsgewebe besteht. Das Auf. treten yon Nekrosen und Zerfallserseheinungen ist so wechselnd, daB man ein bestimmtes Gesetz hier nieht vermuten kann. Es sind aber insbesondere die Lymphknoten, die zu diesen schweren Erseheinungen neigen. Auch die Widerstandsf/ihigkeit der elastisehen Fasern in der Lunge gegenfiber den tuberkul6sen Prozessen ist wechselnd, und man kann kaum eine besondere Gesetzma~igkeit erkennen. Ist nun ein EinfluB der Liehtsensibilisierung der Tiere mi~ Eosin auf den Verlauf der Erkrankung zu erkennen ? Auf die Bindegewebsbfldung in den Herden kann man dem Eosin einen naehweisbaren EinfluB nieht zusehreiben, da solehe aueh bei niehtbehandelten Tieren und sogar im Dunkeln auftritt. Es ist nun allerdings richtig, dab die mit Eosin sofort im Lieht behandelte Tiergruppe die einzige ist, in der sieh kein Spontantodesfall ereignete und daB aueh die meisten Tiere dieser Gruppe beim Tode wesentlieh fiber oder wenigs~ns nicht erheblieh unter ihrem Anfangsgewicht standen. (Dies gilt auch ffir zwei weitere Tiere dieser Gruppe, die weggelassen worden sind, da ihre Organe, wie oben erw/ihnt, ffir die mikroskopisehe Untersuchung nieht verwendbar waren.) Wir kennen jedoch das weehselnde Verhalten der Tiere gegen die Erkrankung zu sehr, als dab wit aus diesen Tatsaehen bereits einen bindenden SehluB ziehen kSnnten. Als SehluB dagegen glauben wit ziehen zu kSnnen, daB das klinische Bfld der Meerschweinehentuberkulose, soweit dasselbe aus der Lebensf~higkeit der Tiere und aus der Entwieklung ihrer Gewiehtskurve ersehlossen werden kann, mit dem pathologischen Befund vielfaeh in weitgehendem Widersprueh steht. Auf alle F~lle aber bleibt die lange Lebensdauer der Tiere in Davos bemerkenswert. Es waren yon den s~tmtliehen in Versueh gesetzten Tieren bis zur Beendigung der Beobaehtungszeit nur 25,00% gestorben.
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L. Lange, Bamatter, Griininger und Ltwenstidt: Untersuchungen tiber den EinfluB E. u
in der Forschungsstation auf dem Gornergrat yon Dr. Hans Lgwenst~idt.
Die Versuche in der •orschungsstation auf dem Gornergrat wurden mir durch Stipendien der •otgemeinschaft der Deutsehen Wissenschaft und des Herrn Preutischen Ministers ffir Volkswohlfahrt sowie des Forschungsinstituts Davos erm5glicht, denen ich auch an dieser Stelle ergebensten Daxrk aussprechen mSehte. Die Aufarbeitung des Materiales erfolgte zum grofen Teile im Preui3ischen Hygienischen Institut zu Landsberg (Warthe), und ich mSchte tterrn Prof. Dr. I-lilgermann aueh an dieser Stelle meinen ergebensten Dank ausdrficken fiir seine freundliehe Erlaubnis, diese Arbeiten in seinem Institut zu Ende ffihren zu diirfen. Der Gornergrat ist ein ttShenrfieken im Kanton Wallis bei Zermatt und gehSrt zur Monte-l~osa-Gruppe; Sein Gipfel liegt etwa 3100 m fiber dem Meere. Der I~ficken llegt irmerhalb eines Kreises yon Gipfeln, yon denen insbesondere die nach Siiden hin dieht zusammengelegenen Monte Rosa, Lyskamm, Kastor, Pollux und Breithorn sieh dureh ausgedehnte Schneefl/ichen und Gletseher auszeiehnen. Unterhalb des Gornergrat erstreekt sich der auferordentlich ausgedehnte Gornergletseher. Die Versuchstiere waren in den Kellern des auf dem Gipfel gelegenen Kulmhotels untergebraeht, die eine Hilfte planmi~fig dauernd in vSlliger Dunkelheit, die andere H~lfte im Hintergrunde des Nebenkellers, dessen einziges Fenster naeh Siiden geriehtet war. Die Tiere befanden sieh stets im Schatten des in diesem Keller befindlichen Heizungskessels. Trotzdem war die Liehtwirkung insbesondere infolge der gegenfiberliegenden ausgedehnten Gletseher und Sehneefliiehen natfirlieh ungemein stark, und es dfirfte gereehtfertigt sein, die zu erw~hnenden, bald bei Beginn der Versuehe eingetretenen zahlreiehen Todesf~lle unter den sensibilisierten Tieren als Liehttodesf~lle zu betraehten. Offenes Feuer befand sieh nieht im Raum. Der erw~hnte Heizungskessel wurde elektriseh erw~rmt. Beziiglich des Verlaufes der Versuehe hatte ieh soeben die bald naeh Beginn der Behandlung eingetretenen Todesf~lle bei den mit Eosin im Liehte sensibilisierten Tieren erwahnt. Der Sektionsbefund bei diesen Tieren war fast durehweg negativ, und aueh dureh die mikroskopisehe Untersuchung konnten pathologische Verinderungen nieht festgestellt werden. Wie ich ebenfalls bereits erwihnte, erscheint in diesen Fillen der Verdacht auf Liehttod nieht unbegriindet, woffir insbesondere der baldige Tod nach Beginn der Behandlung sprieht. Der negative Sektionsbefund und histologisehe Befund sind keine Gegengriinde, da bei Lichttod typische Befunde in der Regel nieht zu erheben sind. Von den Kon. trollen im Lieht ist das Tier 108 ----E 1 unzweifelhaft bereits lu.ank geliefert worden. Es starb 10 Tage nach der Impfung und wies eine sehon deutlieh entwiekelte Tuberkulose auf, die mikroskopisch durch eine ziemlieh starke Bildung kollagener Bindegewebsbtindel sieh als ein schon ~lterer Prozef auswies. In diesem Zusammenhange mSge gleieh hier hervorgehoben werden, daft die Gruppe ,,Kontrollen im Lieht" die einzige war, in der sieh sonst wi~hrend der ganzen Beobaehtungsdauer kein spontaner Todesfall ereignete. Bei Absehlul3 der Versuehe am 7. IX. war der Stand auf Gornergrat folgender:
der H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschwcinchen usw.
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Es lebten aus: Gruppe Ia ,, IIa ,, IIIa ,, Ib ,, IIb ,, IIIb
........ ........ ........ ........ ........ ........
2 Tiere 2 ,, 1 ,, (nicht geimpft !) 5 ,, 1 ,, 2 ,,
Betrachtet man nun die Gewichtskurven bei s~imtlichen Versuehstieren, welche durch wSchentlieh einmalige W~tgung ermittelt worden sind, so f~llt bei der Gruppe I b eine entspreehende Erscheinung auf: W~hrend bei den anderen Tiergruppen beim Tode der Tiere h6chstens ausnahmsweise das K6rpergewicht fiber dem Anfangsgewieht stand, war dies bei Gruppe Ib, abgesehen yon dem erwiihnten, bereits krank in Versueh gesetzten Tiere, die ausnahmslose Regel. Die Gruppe I I I b kann bei dieser Betrachtung leider keine Verwendung linden, da, wie erwi~hnt, von den 7 Tieren der Gruppe 4 sehr frfihzeitig, und zwar mit hoher Wahrseheinliehkeit am Liehttod gestorben sind. Zu diesem Punkte mul3 noeh bemerkt werden, dal3 die Tiere der Gruppe I b zwar im Verh~ltnis zu den iibrigen Tieren auf dem Gornergrat Kontrollen, im Rahmen der gesamten Arbeit s~imtlieher Stationen aber Versuchstiere darstellen, da sie einer starkeren Lichtwirkung ohne Sensibilisierung ausgesetzt waren als die anderen Kontrollen. Andererseits muB beaehtet werden, dab die individuelle Empfs des Meersehweinchens gegen die Tuberkulose ungemein stark sehwankt. Tiere, deren K6rpergewiehtsentwicklung auf die Erkrankung wenig reagiert, gibt es immer. Selbst wenn sie v611ig im D u n k e l n g e halten werden, kann die Gewiehtskurve, wie beigeffigte Beispiele zeigen, ansteigen. Weitere Betraehtungen fiber diesen P u n k t sollen in der Bespreehung der gesamten Ergebnisse erfolgen.
Sektionsbe]unde. Eine tabellarische ~bersicht fiber die Sektionsbefunde ist in der Anlage beigeffigt. Bei den Tieren, die schon nach kurzer Versuehsdauer starben, war der Befund, wie vorauszusehen, hinsiehtlich einer Tuberkulose v611ig negativ. Die als ,,Pneumonie" bezeichneten Befunde erwiesen sich sp~tter mikroskopisch gewShnlieh nut als s~arke, blutige Durehtrs der betreffenden Lungenpartien. Je l~nger die Tiere am Leben geblieben waren, desto mehr hatte die E r k r a n k u n g natfirlich Gelegenheit gehabt, sich auszubreiten. Daher erseheint Ms die Gruppe mi~ sti~rkster KrankheRsentwieklung in allen Organen und bei allen Individuen die Gruppe Ib. Weiterhin ersehien mir aul3erordentlieh bemerkenswert, dab Ausbreitung der Erkrankung und klinisehes Verhalten der Tiere so sehr wenig ~3bereinstimmung zeigten. Die Tiere der Gruppe I b zeigten fast alle, wie schon erw/~hnt, guto Gewichtsentwieklung trotz ausgedehnter Erkrankung. Andere Tiere dagegen starben spontan und zeigten bei der Sektion keineswegs besonders zahlreicho Krankheitsherde. Es war selbst zu beobachten, dal3 Tiere in vSlliger Dunkelhei~ lebten, gute Gewichtsentwieklung aufwiesen und naeh der T6tung eine recht ausgesprochene Tuberkulose aller Organe zeigten. Auch die Verteflung der Tuberkuloseherde in den versehiedenen Organen erwies sieh bei den einzelnen
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Tieren als reeht versehieden. Alles in aUem geht schon aus den Sektionsbefunden die auBerordentliehe, individuelle Versehiedenheit in der Widerstandsf~higkeit des Meerschweinchens gegenfiber der Tuberkulose hervor.
Ergebnisse der mikroskopischen Untersuchung. Zur mikroskopisehen Un~ersuchung wurden in der Regel Stiieke yon allen bei der Sektion erkrankt gefundenen Organen verwendet. In Betraeht kamen Lunge, Leber, l~Iilz und Lymphknoten. Die Untersuehung der letzteren fiel weg, wenn die Tiere bei der Sektion fiberhaupt oder wenigstens in bezug auf ihre Lymphknoten nicht tuberkulSs erkrankt gefunden wurden. Das Tier I I I a = E 3 wurde, da es gar nicht geimpft worden war, aueh nicht mikroskopiseh untersucht. Das Ziel der histologisehen Untersuchung war, das Verhalten des Bindegewebes festzustellen. Es wurde beriieksiehtigt das kollagene Bindegewebe und die elas$isehen Fasern. Als Firbemethoden kamen, wie in der Einleitung bereits erwahnt, zur Anwendung: Himatoxylin-Eosin, tt~matexylin-van Gieson und die Fs der elastisehen Fasern naeh Weigert. Die Ergebnisse der histologischen Untersuchung sind in der Tabelle zusammengestellt. Gems Plan und Ziel der Arbeit ist die hauptsichliehste Frage: L i B t sich bei irgendeiner Versuehsgruppe, insbesondere bei einer der im Liehte mit Eosin sensibilisierten Gruppen, eine auffiUige Zunahme des kollagenen Bindegewebes um die oder in den tuberkulSsen Herden nachweisen ? Hierauf is~ zu anbworten, dab dies nieht der :Fall ist. Ein Auftreten kollagenen Bindegewebes in den oder um die tuberkulSsen Herde ist nicht ganz selten wahrzunehmen, aber bei den sensibilisierten Tieren bestimmt nicht hs oder stiirker als bei den Kontrollen. Ja diese Erscheinung tritt bei den ganz im Dunkeln gehaltenen Tieren aueh auf. Es zeigt sieh also, daii dureh die alpine HShenlage die Abwehrreaktion gegen die Tuberkulose, soweit dieselbe dureh eine Vermehrung des koUagenen Bindegewebes in den oder um die tuberkulSsen tterde ihren Ausdruck finder, nieht befSrdert wird, denn die Bindegewebsbfldung war keineswegs stiirker, als Olcasaki and ich sic etwa in Ziirieh auch beobaehten konnten. Es zeigt sich ferner, dab wenigstens in der alpinen H5henlage auch die im Lichte lebenden Tiere keine deutlich grSBere Neigung haben, die Tuberkulose in der gutar~igen, chroniseh-indurierenden l~orm zu entwiekeln, als im Dunkeln lebende Tiere, aueh dann nicht, wenn sie mit Eosin gegen Lieht sensibilisiert worden sind. Es zeigt sich vielmehr, dab diese Neigung bei den Tieren in ganz wi]]kiirlieher Weise bald hier, bald dort auftritb, daB aueh die Lebensdauer der im Dunkeln gehaltenen Tiere in manchen F~len reeh~ betrhchtlieh is~, so dab ieh auf Grund meiner Ergebnisse yon einer absoluten Oberlegenheit der in alpiner HShenlage im Lichte lebenden Tiere nicht unbedingt spreehen kann. Aueh beziiglieh der elastischen Fasern, insbesondere ihrer Widerstandsfghigkeit in den tuberkulSsen Herden, kSnnen bes~jmmSe Untersehiede insbesondere zugunsten der im Liehte gehaltenen Tiere bei dem Material yon Gornergrat nicht erhoben werden. Die Formen der Tuberkulose, welche bei den Tieren zu linden waren, GrSi~e der Tuberkel, Neigung zum ZusammenflieBen, alles dies bo~ ein buntes Bild ohne besondere Anordnung naeh den einzelnen Tiergruppen.
der HShenlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkul6se Meersehweinehen usw.
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Schluflbetrachtungen. Betrachten wit die Ergebnisse, welche die Beobaehtung sachlich und zeitlieh genau gleich behandelter Versuchstiere in vier versehiedenen HShenlagen geliefert hat, so interessiert natiirlich zun~chsb die Frage: Welches ]~llma stehb beziiglieh der Widerstandsf~higkeit der Tiere gegen die tuberkulSse Erkrankung, gemessen an der Zahl der Todesf~lle an Tuberkulose und der KSrpergewiehtsentwicklung der geimpften Tiere, am gfinstigsten da ? Bei der Betraehtung der Todesf/~lle miissen selbs~verst~ndlich diejenigen, die unzweifelhaft an interkurrenten Erkrankungen oder am Liehttod erfolgten, wie letzteres besonders auf dem Gornergrat der Fall war, ausscheiden. Es starben w~hrend der Beobachtungszeit an der durch die I m p f u n g bewirkten tuberkulSsen Erkrankung: In ,, ,, ,,
Berlin-Dahlem . . 12 Tiere ----43,73% der Gesamtzahl Genf . . . . . . 8 ,, ----44,44% . . . . Davos . . . . . . 8 ,, ~ 25,00% . . . . Gornergra~ . . . 14 ,, ~ 53,73% ,, ,,
Hierbei sind auf Gornergrat ein bereits krank in Versueh gesetztes Tier und zwei niehtgeimpfte Tiere nicht mitgerechnet. Wir haben bei dieser Berechnung aus der Gesamtzahl der Tiere, wie gesagt, die interkurrent gestorbenen weggelassen. Allerdings wird dadurch unzweifelhaft insbesondere fiir den Gornergrat das Bfld etwas ungfinstiger, als es in Wahrheit sein dtirfte, da yon der ziemlich groBen Zahl der dort am Lichttod gestorbenen Tiere ja vielleicht eln mehr oder weniger grol3er Teri andernfalls bis zum Ende der Versuche gelebt h~tte. Auf alle F/~lle ergibt sich aber aus dieser ZusammensteUung die sehon im Kapitel ,,Davos" bet~nte ~berlegenhei~ dieses Ortes. N/ichst der Feststellung, wie viele der Tiere an den verschiedenen Versuchsstationen vor AbsehluB der Beobachtungen gestorben sind, interessiert die Frage der durchsehnittlichen Lebensdauern der Tiere in den verschiedenen H6henlagen. Selbst wenn an einer Stelle mehr Tiere spontan gestorben sind als an einer anderen, so kann sich die Auswertung des Brides doch dadurch s dab an der einen Stel]e trotzdem eine durchsehnittlich h6here Lebensdauer bestand als an einer anderen. Es sei bemerkt, dab bei alien diesen Vergleichen zun/~chst kein Untersehied zwisehen im Hellen und im Dunkeln gehaltenen Tieren gemacht wird, sondern die Riieksieht auf diese Frage wird uns weiter unten besch~ftigen. Die durchsehnittliche Lebensdauer der nicht interkurrent gestorbenen Tiere war: In Berlin-Dahlem . . . . . . 55,05 Tage ,, Genf . . . . . . . . . . 59,28 ,, ,, Davos . . . . . . . . . . 59,13 ,, ,, Gornergrat . . . . . . . 48,19 ,, Die giinstigsten Zahlen in bezug auf die Lebensdauern zeigen also Genf und Davos, w/~hrend Gornergrat auch hier recht ungiinstig absehneidet. Als weiterer Faktor ist yon Wiehtigkeit die Entwicklung des KSrpergewichtes in den versehiedenen Tiergruppen. Auch dieses kann aUerdings nur mit sehr groBer Vorsicht verwertet werden, denn wir wissen sehr wohl, wie unberechenbar diese Entwicklung beim Meersehweinehen ist, dab scheinbar giinstig und g l e i c h m ~ i g
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ansteigende Gewichtskurven plStzlich abstiirzen kSnnen und das Tier stirbt. Aul]erdem zeigen die Gewichtskurven mitunter Schwankungen, die offenbar mehr oder weniger auf zuf/~llige Ereignisse, z. B. die gerade im Augenblick der Wi~gung bestehende Fiillung des Magens, zuriickzufiihren sind. Um diesen Erw/~gungen gereeht zu werden, betrachten wir nur Gewichtskurven, die nieht spontan gestorbenen Tieren zugehSren, die beim Tode einen wenigstens seit 4 Wochen bestehenden dauernden Anstieg zeigten, und deren Anstieg nur dureh Sehwankungen um hSehstens 25 g unterbroehen wurde, um dann welter fiber den Unterbreehungspunkt hinaus wieder anzusteigen. ~Nach diesen l~iehtlinien finden wit" Tiere mit gfinstiger KSrpergewichtsentwicklung: In Berlin-Dahlem . . . . . . . gar nicht ,, Genf . . . . . . . . . . . ~ ,, Davos . . . . . . . . . . . 1~ Tiere ,, Gornergrat . . . . . . . . 6 ,, Aueh bier gibt also Davos ein giinstiges Bfld, der Gornergrat steht etwas besser als bei den iibrigen Vergleichen, wahrend fiir Berlin und Genf die Aussiehten fiir die weitere Versuehsdauer, nach diesem Faktor zu schliel]en, oftenbar e~was ungiinstiger gewesen waren. Um den EinfluB des Lebens im Lieht und in der Dunkelheit und die Wirkung der Eosinsensibilisierung z u bestimmen, wollen wir so vorgehen, dab wir die einzelnen Tiergruppen naeh der Zahl der Todesfi~lle, der durchschnittlichen Lebensdauer und der KSrpergewichtsentwieklung betraehten. Es batten keinen auf die Impftuberkulose zuriiekzufiihrenden Spontantodesfall: In ,, ,, ,,
Berlin . . . . Genf . . . . Davos . . . . . . Gornergrat
Gruppe I I I b = ,, IIa = IIb= ,, Ib ~
Eosinbehandlung im Licht, nach 8 Tagen beginnend Eosinbehandlung im Dunkeln sofort beginnend Eosinbehandlung im Licht, sofort beginnend KontrolIen im Lieht
I-Iierzu ist zu bemerken: Die Gruppe I I a in Genf umfal~t, wie alle Gruppen in Genf, nur 3 Tiere, es ware also ein schwerer Fehler, wenn man aus der Tatsache, dab sie ohne Todesfall geblieben ist, eine Wirksamkeit der Eosinbehandlung in der Dunkelheit folgern woll~e. Das l~esultat kann nur als ein Zufall betrachtet werden, da es allen iibrigen Beobachtungen an den Dunkeltieren widersprieht. Beziiglieh der Gruppe I b auf dem Gornergrat muB aber an das erinnert werden, was in dem Kapitel ,,Gornergrat" schon ausgefiihrt worden ist, dal~ niimlich diese Tiere zwar im Verh~ltnis zu den iibrigen Tieren dieser Station Kontrollen, im l=tahmen der gesamten Arbeit shmtlicher Stationen aber Versuchstiere darstellen, d,~ sie einer viel st~rkeren Lichtwirkung ohne Sensibflisierung ausgesetzt waren als die anderen Kontrollen. Es diirfte gereehtfertigt sein, sie den sensibilisierten Tieren etwa yon Davos an Lichtwirkung gleichzusetzen. Es b a t t e n einen auf die Impftuberkulose zuriiekzufiihrenden Spontantodesfall: In Berlin . . . . Gruppe Ib = Kontrollen im Lieht ,, I I b = Eosinbehandlung sofor~ im Licht ,, Genf . . . . . . I b = Kontrollen im Licht ,, I I b = Eosinbehandlung sofort im Licht ,, I I I b = Eosinbehandlung, nach 8 Tagen beginnend im Lich~
der HShenlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkulSse Meerschweinchen usw.
In Davos . . . . ,, Gornergrat
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Gruppe I I I a = Eosinbehandlung nach 8 Tagen im Dunl~e]n ,, I I I b = Eosinbehandltmg nach 8 Tagen im Licht ,, I I I b = Eosinbehandlung nach 8 Tagen hn Licht
Diese Gruppe k6nnte als eine Art Durehschnlttsgruppe betrachtet werden, da sie die Kontrollen im Lieht yon 2 Stationen enths Es batten 2 auf die Impf~uberkulose zuriickzufiihrende Spontantodesfs In Berlin . . . . Gruppe Ia = ,, Genf . . . . . . Ia ~ Ia-~ ,, Davos . . . . ,, Ib ~ IIa = ,, Gornergrat ,, IIa = JJ
Kontrollen im Dunkeln Kontrollen im Dunkeln Kontrollen im Dunkeln Kontrollen im Licht Eosinbehandlung, soforfi beginnend im Dunkeln Eoslnbehandlung, sofort beginnend im Dunkeln
Es hatten 3 auf die Impftuberkulose zuriickzuffihrende Spontantodesf~lle: In ,, ,, ,,
Berlin . . . . Genf . . . . Davos . . . . Gornergrat
keine Gruppe Gruppe I I I a = Eosinbehandlung nach 8 Tagen im Dunkeln keine Gruppe . Gruppe Ia ~ Kontrollen im Dunkeln ,, I I b ~ Eosinbe.handlung, sofort beginnend im Licht
Es hatten 4 au~ die Impftuberkulose Zurfickzufiihrende Todesf~lle: In Gomergrat
. Gruppe H I a = Eosinbehandlung nach 8 Tagen ira Dunkeln
Es batten 5 auf die Impftuberkulose zurfickzuffihrende Todesf~lle: In Berlin . . . .
Gruppe I I a = Eosinbehandlung, sofort beg[nnend im Dunkeln ,, I I I a ----Eosinbehandlung, nach 8 Tagen beginnendim Dunkeln
Bei ~bersicht dieser vergleiehenden Aufstellung bemerkt man, dab im Anfang mit einer bereits erw~hnten, sicher auf Zufall beruhenden Ausnahme ausschlieBlich die Lichttiere vorherrschen, dann bei steigenden Todesfallzahlen immer mehr die Dunkeltiere eine Rolle spielen, bis sich sehlieBlich die meis~en spontan gestorbenen Tiere nur noch bei Dunkelgruppen finden. Als eine Ausnahme scheint unter den letzteren die Gruppe der sofort mit Eosin behandelten Tiere auf dem Gornergrat aufzutauehen, und man hatte aueh den Eindruek, dab diese Behandlung auf dem Gornergrat nicht geeignet war, die Widerstandsfs keit der Tiere gegen die Tuberkulose zu verst~rken, im Gegenteil sie eher neben der Krankheit noch einer weiteren Belastung dutch die fiberm~Bige Liehtwirkung auszusetzen. Die Tatsaehe, dab die erst naeh 8 Tagen mit der Eosinbehandlung beginnende Gruppe weniger Todesf~lle als die sofort beginnende hatte, sprieht dafiir, dab die Tiere, wenn sie eine Zeitlang in der st~rkeren Lichtwirkung ge. lebt haben, die nunmehr einsetzende Behandlung besser ertragen. Die Tatsache, daB die Gruppen ohne Todesfall s~mtlieh solehe waren, die Tiere unter Eosinbehandlung im Licht oder unter starker Lichtwirkung ohne Sensibilisierung umfassen, kSnnte dazu veranlassen, der Sensibilisierung eine giinstige Wirkung zuzuschreiben. Wir haben hervorgehoben, daB wir die Eosinbehandlung auf dem Gornergrat als zu stark und darum sch~dlich be~rachten miissen. Die iibrigen Sensibilisierungsgruppen im Licht haben alle hSehstens nur einen Todesfall; aber aueh die Kontrollen im Licht in Berlin und Genf batten
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L. Lange, Bamatter, Griininger u n d L~wenst~dt: U n t e r s u c h u n g e n fiber d e n Einfiu~
nur einen Todesfall. Wir wollen nun, um hier welter zu sehen, wleder die durohsehnitblichen L e b e n s d a u e r n d e r einzelnen T i e r g r u p p e n hier folgen lassen. E s b e t r u g d i e d u r c h s c h n i t ~ l i c h e L e b e n s d a u e r ( e i n s e h l i e B l i e h d e r n a c h 65 T a g e n g e t 6 t e t e n Tiere) : In B e r l i n . . .
Gruppe I a ----Kontrollen im Dunkeln . . . . . . . . . ,, I I a ~ Eosin sofort im Dunkeln . . . . . . . . ,, I I I a ~ Eosin nach 8 Tagen im DunkeIn . . . . . ,, I b ~ Kontrollen im Licht . . . . . . . . . . . ,, I I b - ~ Eosin sofort im Licht . . . . . . . . . . ,, I I I b ~ Eosin nach 8 Tagen im Licht . . . . . . I n Genf . . . . . I a = Kontrollen im Dunkeln . . . . . . . . . ,, I I a -~ Eosin sofort im Dunkeln . . . . . . . . ,, I I I a ~ Eosin nach 8 Tagen im Dtmkeln ..... ,, I b ~ Kontrollen im Licht . . . . . . . . . . . ,, I I b = Eosin sofort im Lich~ . . . . . . . . . . ,, I I I b ~ Eosin naeh 8 Tagen im Licht . . . . . . I n Davos . . ,, I a ~ Kontrollen im Dunkeln . . . . . . . . . ,, I I a -~ Eos/n sofort im Dunkeln . . . . . . . . ,, I I I a ~ Eosin nach 8 Tagen im Dunkeln . . . . . ,, I b ~ Kontrolien im Licht . . . . . . . . . . . ,, I I b ~ Eosin sofort "im Licht . . . . . . . . . . ,, I I I b - ~ Eosin nach 8 Tagen im LichC . . . . . . I n Gornergrat ,, I a ~ Kontrollen im Dunkeln . . . . . . . . . ,, H a ~ Eosin sofort im Dunkeln . . . . . . . ,, I I I a ~ Eosin nach 8 Tagen im Dunkeln ..... ,, I b = Kontrollen im Licht . . . . . . . . . . . ,, I I b - - - - E o s i n sofor~ fin Lich~ . . . . . . . . . . ,, I I I b ~ Eosin nach 8 Tagen im Licht . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
51,33 Tage 42,33 ,, 45,00 ,, 63,83 ,, 64,83 ,, 65,00 ,, 58,67 ,, 65,00 ,, 49,00 ,, 62,67 ,, 62,67 ,, 57,67 ,, 60,20 ,, 57,29 ,, 59,60 ,, 59,20 ,, 65,00 ,, 60,50 ,, 44,20 ,, . 51,50 ,, 30,25 ,, 65,00 ,, 40,80 ,, 55,33 ,,
D a s Bfld, d a s sich aus diesen Z a h l e n ergibt, ist ein s e h r w e c h s e l n d e s u n d o f f e n b a r u n s i c h e r e s . ~ a n ha~ z u n ~ i c h s t d e n E i n d r u c k , d a b d i e Z a h l e n y o n B e r l i n die w e s e n t l i c h e ~ b e r l e g e n h e i t des L e b e n s i m Lich~ beweisen, w s auf dem G o r n e r g r a t die s c h o n e r w a h n t e sch~dliche W i r k u n g der E o s i n b e h a n d l u n g das Bild bei den Lich~tieren ungiins~ig beeinflu~t. In Genf und Davos scheinen zwischen den Tieren im Licht und denen in der Dunkelheit keine erhebliehen Unters c h i e d e v o r h a n d e n zu sein. Die U n t e r s c h i e d e z w i s c h e n d e n T i e r e n mi~ E o s i n . b e h a n d l u n g u n d d e n i i b r i g e n T i e r e n s i n d g a n z a u B e r o r d e n t l i c h k l e i n , so d a ~ m a n Schliisse d a r a u f n i c h t a u f b a u e n k a n n . Die K o n ~ r o l l e n i m Lich~ zeigen i n Berlin e i n e l ~ n g e r e d u r c h s c h n i t t l i c h e L e b e n s d a u e r a l s d i e i n G e n f u n d D a v o s , w~Lhrend w i t b e i B e t r a c h t u n g d e s g e s a m t e n T i e r m a t e r i a l s fiir D ~ v o s e i n b e s o n d e r s giinstiges Bild erhalten haben; kurzum, diese Zahlen lassen hgchstens Vermutungen z u , s i n d a b e r n i c h t g e e i g n e t , ftir i r g e n d w e l c h e b i n d e n d e n S c h l t i s s e als U n t ~ r l a g e n zu dienen. E s e r i i b r i g t s i c h n o c h , d e r F r a g e n a c h z u g e h e n , a u f w e l c h e T i e r g r u p p e n sich die bereits erw&hnten Meerschweinchen verteflen, die bei steigender Gewichtskurve get5tet worden sind. V o n d e n 10 T i e r e n i n D a v o s g e h S r e n a n : 3 Tiere der Gruppe I a Kontrollen im Dunkeln 3 . . . . . . I I a ~ Eosin sofor~ im Dunkeln 2 ,. . . . . I I I a ~ Eosin nach 8 Tagen im Dunkeln 2 ,, .... I b = Kontrollen im Lich~
der Hfhenlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen usw.
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Von den 6 Tieren auf Gornergrat gehfiren an: I Tier der Gruppe I s = Kontrollen hn Dunkeln 1 ...... IIa ~ Eosin sofort im Dunkeln 2 Tiere ,, ,, Ib ~ Kontrollen im Licht 2 ...... IIIb -----Eosin nach 8 Tagen im Licht Offenbar scheinen die Tiere also im Dunkeln eine ebenso gute KSrpergewichtskurve beibehalten zu kSnnen wie im Lieht. Nachdem so ein l~berblick fiber das allgemeine Verhalten der Tiere gewonnen worden ist, ware das pathologiseh-anatomische Bild zu betrachten. Wit wollen zun/~chst die Sektionsbefunde vergleiehen, insbesondere im Hinbliek auf die Ausbreitung der Erkrankung. Oberblickt man die Sektionsbefunde, so mug man zugeben, dab die Ausbreitung des Leidens ziemlieh gleichartig ist, ganz gleich, um welehe Stationen es sieh handelt, dab sich aber immer wieder eins best/~tigen 1/~l]t: J e 1/~nger die T/ere gelebt haben, desto ausgebreiteter und sehwerer ist in der Regel der krankhafte Befund. So weisen, wie 'erw/~lmt, die im Lichte gehaltenen Tiere in Berlin, die durchschnittlich 1/~nger gelebt haben als die Dunkeltiere, einen viel sehwereren Befund auf als diese letzteren. Immer wieder 1/~llt sich beim Vergleieh des K6rpergewiehtes mit dem pathologisehen Befunde feststellen, dab sehr h/~ufig kein ParaUelgehen yon Erkrankungssehwere und K6rpergewichtsentwieklung festzustellen ist. Beztiglich der Ausbreitung der Erkrankung erwies sich kein Klima als bevorzugt, ebensowenig konnte ein Unterschied zwischen den Kontrollen und den sensibilisierSen Tieren festgestellt werden. Bevorzugung eines Organes in positivem oder negativem Sinne war nirgends zu beobaehten, hSchstens dab man bei den Tieren in Berlin den Eindruck haben k6nnte, dab die Lichttiere mehr zu sehweren Lungenerkrankungen neigten wie die im Dunkein gehaltenen Tiere, was aber wohl einfaeh durch die erwiihnte sehwerere Allgemeinerkrankung der ersteren zu erkl/iren ist. Bei der mlkroskopischen Untersuehung wurde das Hauptaugenmerk neben dem Bau der Herde im allgemeinen insbesondere auf die kollagene Urn- bzw. Durchwachsung der Krankheitsprozesse gerichtet. Die Ansicht fiber die Bedeutung des Auftretens kollagener Bindegewebsbiindel bei der Tuberkulose scheint sich in neuerer Zeit zu/indern. W~hrend die fiihrenden Lehrbfieher der Pathologie die fibrSs-hyaline Umwandlung des tuberkuliisen Gewebes als das Zeiehen einer Heilungstendenz auffassen, z . B . Schmaus.Herxheimer, wird neuerdings z. B. yon Jean Albert-Weil die Ansicht vertreten, dall man nieht berechtigt sei, die kollagene Umwandlung eines fibrinSsen Exsudates oder sogar einen SkleroseprozeB als Zeichen eines spezlfischen aUergischen Zustandes anzusehen. Dieser Forscher'ffihrt vielmehr das Auftreten der sklerosierenden Prozesse auf die Einwirkung eines yon den Tuberkelbaeillen ausgesehiedenen sklerosierenden Giftes zuriick. Busch hat sich damn ge/~uBert, dab sieh kollagen impr/~gnierte Bindegewebsfasern bei ~eder Meersehweinchentuberkulose yon 1/ingerer Dauer finden, w/ihrend Zt2wenstddt die koUagen impr&gnierte Sklerose keineswegs als einen so h~ufigen Prozel] ansieht wie Busch. Wie groB ist nun die H/iufigkeit der sklerosierenden Prozesse bei unseren Versuehstieren, h/ingen sie yon der Sehwere der Erkrankung, yon dem Leben in Lieht oder Dunkelheit, yon den hiihenldimatischen Beltr~ge zur Kltnik der Tuberkulose. Bd. 82.
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L. Lange, Bamatter, Griininger u n d LSwenst~dt: U n t e r s u e h u n g e n fiber den EinfluB
Verh~ltnissen und wie ab ? Oberblickt
yon der angewendeten
man
Sensibilisierungsbehandlung irgend-
die Ergebnisse der mikroskopisehen Un~ersuehungen, so
stellt man fest, dab eine schwaehe Bildung kollagen impr~ignierter Bindegewebsb f i n d e l s i c h a u l ] e r o r d e n t l i c h h g u f i g f i n d e r , u n d z w a r i n allen H 6 h e n l a g e n , w e n n sie a u e h i n D a r e s e i n w e n i g s e h w g e h e r , i n B e r l i n e i n w e n i g st/~rker z u s e i n s c h e i n ~ als a n d e n a n d e r e n S t a t i o n e n . E i n e B i l d u n g a u f f g l l i g k r g f t i g e r k o U a g e n e r M ~ s s e n aber ist ein ziemlieh seltener Vorgang, nur bei den Liehttieren in Berlin vielleiehb e ~ w a s h / i u f i g e r . W i r w o H e n n u n m e h r s e h e n , w i e s i e h d i e RTeigung z u d i e s e r R e aktion auf die einzelnen Tiergruppen verteilt, wobei auch solche Tiere mitg e r e c h n e t w e r d e n , b e i d e n e n a u e h n u t i n einem O r g a n e i n e s t a r k e R e a k t i o n a u f getreten ist. Eine starke Bildung kollagenen Bindegewebes fand sieh: In Berlin...
Gruppe I a ~ ,, IIa = ,, I I I a = ,, Ib = ,, IIb= ,, I I I b =
Kontrollen im Dunkela . . . . . . . . . . . bei - - Tier Eosinbehandlung sofort im Dunkeln . . . . . . 1 ,, Eosinbeh. n a e h 8 Tagen im Dunkeln . . . ,, 4 Tieren Kontrollen im Lieht . . . . . . . . . . . . . 5 ,, Eosinbehandlung sofort im Licht . . . . . . . 4 ,, Eosinbeh. naeh 8 Tagen im Licht . . . . . , 4 ,,
Die Kollagenfaserbfldung bei den im Liehte gehaltenen Tieren war im ganzen s t a r k e r als b e i d e n D u n k e l t i e r e n . Die entspreehenden Befunde waren: I n Genf . . . Gruppe I a Kontrollen im Dunkeln . . . . . . . . . ,, I I a = Eosinbehandlung sofort im Dunkeln . . . . . . ,, I I I a = Eosinbeh. naeh 8 Tagen im Dunkeln . . ,, I b = Kontrollen im Lieh~ . . . . . . . . . . . ,, I I b = Eosinbehandlung sofort im Licht . . . . . . . l l l b = Eosinbeh. naeh 8 Tagen im Lieht In D a r e s . . Gruppe I a = Kontrollen im Dunkeln . . . . . . . . . ,, I I a = Eosinbehandlung sofort im Dunkeln . . . . . . ,, I I I a = Eosinbeh. naeh 8 Tagen im Dunkeln . . ,, Ib KontroUen ira Lieht . . . . . . . . . . . ,, I I b = Eosinbehandlung sofort im Licht . . . . . . . l l l b = Eoshlbeh. naeh 8 Tagen im Lieht . . . . . . . p~ I n Gornergra~ Gruppe l a = Kontrollen im Dunkeln . . . . . . . . . ,,~ I I a = Eosinbehandlung sofort im Dunkeln . . . . . . ,, I l i a = Eosinbeh. na~h g Tagen im Dunkeln . . ,, I b = Kontrollen im Licht . . . . . . . . . . . ,, l i b = Eosinbehandlung sofort im Licht . . . . . . . ,, I I I b = Eosinbeh. naeh 8 Tagen im Lieht . . . . .
bei . ,, . . ,, bei .
,, ,,
bei . ,, . . ,,
1 1 1 -1 1 4 1 2 1 1 -3 -1 3 -1
Tier ,, ,, ,, ,, ,, Tieren Tier Tieren Tier ,, ,, Tieren Tier ,, Tieren Tier ,,
H i e r a u s e r g i b t sich, d a b die A u s b f l d u n g kollagener F a s e r n in v e r m e h r t e r Menge in u n d u m die t u b e r k u l S s e n H e r d e y o n der H S h e n l a g e u n d v e t o L e b e n in L i c h t u n d D u n k e l h e i t o f f e n b a r w e i t g e h e n d u n a b h ~ n g i g ist. E s ist n u n die Frage, inwieweit diese Kollagenfaserbildung mit einer l~ngeren Lebensdauer verbunden ist. Von den Tieren in Berlin, die eine Vermehrung des kollagenen Bindegewebes aufwiesen, lebten je 65 T a g e .
1 Tier
35,
36, 44,
46, 47
u n d 13 T i e r e
der H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisiertetuberkulfise Meerschweinchenusw.
19
Von den entsprechenden Tieren in Genf lebten je 1 Tier 55, 58 und 3 Tiere 65 Tage. Von den entsprechenden Tieren in Davos lebten 1 Tier 26, 8 Tiere 65 Tage. Von den entsprechenden Tieren auf Gornergrat leb~en je 1 Tier 25 und 56 Tage, 6 Tiere 65 Tage. Hieraus ergibt sich, dab es zwar bei weltem in den meisten Fallen die lange am Leben gebliebenen Tiere sind, die eine krAftige Kollagenfaserbildungentwiekeln, dab abet gar nicht so selten Tiere auch schon nach kurzer Zeit recht deutliehe Reaktionen in Gestalt kollagener Bindegewebsbildung hervorbringen kSnnen. Andererseits linden sich nieht wenige Tiere, die auch trotz langer Lebensdauer keine kr~ftige Bindegewebsreaktion aufweisen. Daraus muB man schlieBen, dab die koUagene Bindegewebsreaktion ein Produkt zweier Faktoren ist, erstens einer individueUen Veranlagung, die wir bisher noch nieht n~her bestimmen kSnnen, und der Zeit. Die Lungentuberkel betreffend interessiert uns noch die Frage der Widerstandsf/thigkeit der elastischen l~asern, eine Frage, die allerdings nur fiir Genf, Davos und Gornergrat gepriift worden ist. Auf einer Station, namlieh in Genf, war die Erhaltung der elastischen Fasern meist reeht gut, wahrend auf den anderen beiden Stationen dieses Gewebe in den Lungenherden meist mehr oder weniger weitgehend zerstSrt war. Nur ziemlich selten war noeh ein voUkommener erhaltenes Netz naehzuweisen. Der Bau der tuberkultisen Herde war in allen H6henlagen ziemlich iiberein. stimmend. Es herrsehte das Granulationsgewebe, mehr oder weniger h/~ufig unter Auftreten Langhansscher Riesenzellen und Bfldung yon Nekroseherden, und dieses Bfld gilt ziemlieh gleichm/illig ffir alle Stationen, ffir Leben sowohl in Dunkelheit wie in Licht und fiir alle Behandlungsarten. In den Hfhenstationen hat sieh zwisehen den alddimatisierten und den friseh heraufgebrachten Tieren kein wesentlicher UnterseMed ergeben. Zum ScMuB kSnnte man noeh die l~rage aufwerfen, ob zwisehen giinstiger KSrpergewichtsentwieklung und Bfldung kollagenen Bindegewebes etwa ein Parallelismus zu linden war. Diese Frage kann verneint werden, wie sehon daraus hervorgeht, dag die Zahl der Tiere, die kollagenes Gewebe in vermehrtem Mage bfldeten, viel gr613er war als die Zahl der Tiere, die bei steigendem KSrpergewieht getStet worden sind.
Schlufl/olgerungen. Auf Grund der nach iibereinstimmendem Plane und genau gleichzeitig im Reichsgesundheitsamte zu Berlin, dem Pathologischen Universitiits-Institut zu Genf, dem Forsehungsinstitut zu Davos und auf dem Gornergrat vorgenommenen Untersuchungen kommen wir zu diesen Sehluflfolgerungen: 1. Gemessen an der Zahl der Todesf~lle im Beobachtungszeitraum, der durohschnittlichen Lebensdauer der Tiere und der Zahl der Tiere, die bei Beendigung der Versuche eine gleiehmi~ig ansteigende Gewichtskurve aufwiesen, gab das beste Ergebnis Davos. 2. Beim Vergleich der Todesfallzahlen in den einzelnen Versuehsgruppen zeigt sieh, dab "mit wenigen ~ teilwelse sieher auf Zufall beruhenden ~ Aus2*
20
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenst~dt: Untersuchungen fiber den Einflul3
nahmen in den Gruppen mit wenigen Todesf~llen die Lieh~tiere vorherrsehen, bei h6heren Todeszahlen die Dunkeltiere zunehmen und die h~chsten Todeszahlen sich nur bei diesen letzteren linden. 3. Die Eosinsensibilisierung auf dem Gornergrat hat auf die Tiere offenbar sch~dlich eingewirkt. 4. Das Ergebnis fiir die meisten der mit Eosin sensibilisier~en Tiergruppen in Berlin, Genf und Davos und die mit diesen in der Liehtwirkung gleieh zu setzende Gruppe Kontrollen im Licht auf Gornergrat sehein~ etwas giinstiger zu sein als bei den anderen Gruppen. Die Zahl der Tiers ist aber zu klein und die Untersehiede zu gering, als daft bindende Schliisse daran gekniipf~ werden diirften. 5. Die Tiere im Dunkeln zeigten nicht seltener eine gute K6rpergewichtsen~wicklung als die im Lieht. 6. Die Ausbreitung der tuberkulSsen Erkra1~kung im K6rper zeigte weder in bezug auf ihre Ausdehnung, noeh auf die befallenen Organe fiir irgendeine HShenlage deutliehe Untersehiede. 7. Je l~nger die Tiers gelebt haben, desbo ausgebreite~er is~ in der Regel die Erkrankung. 8. Zwisehen dem durch die K6rpergewichtskurve und dem allgemeinen Verha]ten gekennzeiehneten kllnlsehen Bild der Tiers und den anatomisehen Veranderungen bestanden h~ufig erhebliehe Untersehiede. Insbesondere s~arben in der Ebene die Dunkeltiere viel schneller und bei wesentlieh geringeren Vers als die Lichttiere. I n den h6heren Stationen war dieser Untersehied weniger groB. 9. Die Bfldung kollagener Fasern in und um die tuberkul6sen Herde ist yon der H6henlage und dem Leben im Lieht oder Dunkelheit weitgehend unabhgngig. Sie ist ein P r o d u k t zweier Faktoren: einer bisher noeh unbekann~en individuellen Veranlagung und der Zeit. 10. Der Bau der tuberkul6sen tterde war iibera]l im wesentliehen gleich. 11. Unterschiede zwisehen akklimatisierten und friseh heraufgebraehten Tieren waren in den H6henstationen nieht festzustellen. 12. Ein Parallelgehen zwisehen steigender KSrpergewiehtskurve und stgrkerer Bfldung kollagener F a s e m war nieht zu beobaehten. Literaturverzeichnis. 1 Busch, Der Ablauf der Meerschweinchentuberkulose unter Eosinwirkung. Ein Beitr~g zur Frage der tteflbehandlung der Tuberlmlose. Zbl. Bakter. I Orig. 114 (1929). - - 2 L6wensti~dt, Einwirkung yon Strahlen auf die experimentelle Meersehweinehentuberkulose. Virchows Arch. 266 (1927). - - a L6"wenstddt, Versuehe zur Tuberkul0setherapie. Die extrapulmonale Tuberkulose 2 (1928). - - 4 L6wenstddt, Der Ablauf der Meerschweinchentuberkulose unter Eosinwirkung. Ein Beitrag zur Frage der Heilbehandlung der Tuberkulose. Betraehtungen zu der gleiehnamlgen Arbeit yon Max Busch in dieser Zeitschrift 114, 446. ZbL Bakter. I. Orig. U6 (1930). - - n L6wenstO~dt u. Okaeaki, Weitere Versuehe tiber die Einwirkung der Eosinbehandlung in zerstreutem Tageslicht auf die Bindegewebsbildung bei der ]~eersehweinchenmberkulose. Klin. Wsehr. 9 (1930). - - ~ Sc,hmaus-Herxhei~ner, Grtmdril3 der pathologischen Anatomie. - - 7 Albert.Well, Jean, Lea poisons du bacille tuberculeux eL les r6aetions ecllulaires et humorales dans la tubereulose. Paris 1931.
der Hfhenlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkulSse Meerschweinehen usw.
21
Tabellr L Patholoffische Be]uncle yon Berlin. Nr.
Lebensdauer Tage
Ial
Lunge
Leber
~Iilz
O~B~
O~B~
o~176
Ia2
Seuche
o.B.
Ia 3
Hyper/imische Flekken
o.]3.
Ia4
Viele miliare und Sfark vergrSBert. ilbermiliare glasigs- ,,Feinfleekig" Herde (Seuehe des linken Vorderlappens)
Ia5
o~ B~
o~
Ia 6
o~176
o.B.
Ha 1
Mehrere submiliare glssige Tuberkel
.o.B.
O~B~
o.B.
IIa2
Hyper/~miseheFleeke
IIa3
IIa 4
IIa5
IIa6
Lymphknof~n
O~176
o. B. 4 bis 5mal vergrf- KniefaltenlymphBert. Bis fiber knoten bohnensteeknadelkopfgrofl grebe, zum Tefl konfluierende Herde o~176
20 bis 25 mal vergrS- KniefaltenlymphBert. Sehr grebe knoten rechts I-Ierde zweierbsengroB, links wiekengrofl, verkast O~176 o.B. Nicht vergrfflert. KnlefaltenlymphVereinzelte iiberknoten erbsenmiliare gelbvergroB, verkast waschene Herde
'Nieht vergrSBert, Im Netz kleinbohdurehsetzt mit nengroBer gelbgelbliehen Kniitlicher, verk~ster chert Knoten I~icht vergr6Bert. Kniefaltenlymph1%llikelzeiehnung knoten bohnengrol3, beginnende Verk/~sung
Vereinzelte graue mi- ZaMreiehe feinste 2 bis 3mal vergr6- Kniefaltenlymphliare Tuberkel ,,Spritzer" Bert, durchsetzt kuoten bohnenmit gelblichen groB und 3 linsen. Knoten grebe, links linsengroB, alle verk~ist Sehr vereinzelte sub- Vier bis stecknadel- 3 bis 4mal vergrO- Kniefaltenlymphmiliare Herde kopfgroBe Herde Bert, yon rniliaren knoten beiderseits bis fibermiliaren linsengroB, verHerden durchkast. ErbsengroBe setzt retrostemale Lymphl~noten, verkiist l~Iehrere fibermiliare Mehrere kleinere und 1,5 real vergrSBert, Kniefaltenlymphglasige Herde grSBere gelbliche ,,himbeerartig" knoten erbsenHerde groB, verk~st Wenige "steeknadel- Einige ,, Spritzer" 2 bis 3mal vcrgrS- Zwei bohnengroBo kopfgrofle, glasige Kniefaltenlymph. Bert, durehsetzt Herde mit miliaren helknoten reehts len Kn6tehen
22
L. Lange, Bamatter, Griininger und LSwenstgdt: Untersuehungen tiber den EinfluB Tabelle 1. (Fortsetzung.)
Nr.
Lebensdauer
Lunge
IJeber
Milz
Lymphknoten
Tage IIIa 1
o~176
III~ 2
MgBig zahlreiehe miHare, glasige Tuberkel
IIIa 3
Vereinzelte miliare weiBe Herde
IIIa 4
Einige miliare glasige tterde
IIIa 5
Zwei miliare Tuberkel
IIIa 6
get. M~Big zahlreiche steeknadelkopfbis wickengroBe Tuberkel, grSBere zentral verk~st
Ib 1
Ib2
Ib 3
Ib 4
Kniefaltenlymph. Nieht vergr6Bert, mehrere bis wikknoten links klein. haselnuBgroB, vet. kengroBe Kn6tkgst chert Einige kleine gelb- 1,5real vergT6Bert, [s durehsetzt mit Tuknoten reehts 3, liehe Herde links 2 linsengrofie, berkeln beginnende Vet. kgsung Wenige submiliare 1,5mal vergr6Bert, Kniefaltenlymph,,grobk6rnig" lmoten linsen- und Tuberkel erbsengroB, vet. k/~st Einige unseharfe 2 bis 3real vergr6- Kniefalte~flymphknoten rechts bob Bert, grobknotig kleine gelbliehe nengroB, verk~st Herde Kniefaltenlymph. Feinste unseharfe 2mal vergr6Bert, knoten rechts bob ,,himbeerartig" Tuberkel nengroB und erbsengrofl, verkast 3 bis 4mal vergrS- Kniefaltenlymph~einst~ Herdehen knoten rechts zwei Bert, feinste HerdiibererbsengroB, chert nieht verk/~st. Bronehiallymphknoten vergr6Bert
Einige ,,Spri~zer"
Drei kleine gelbliche 1,5mal vergr6Bert, KniefalteIflymph-. St~rkste fibrinfse knoten rechts erb undeutliehe Herde Herde Pleuritis. VersengroB, beginnen.i wachsungen de Verkiisung (Seuche) 6 bis 8mal vergrS- ~niefaltenlymphM~Big zahlreiehe ,,GroBfleekig" knoten rechts bob Bert, vide linsenfiberstecknadelnen- und erbsengroBe gelbliehe kopfgroBe glasige groB, verk/~st. Knoten Tuberkel Bronchiallymphknoten linsengr00 1,Smal vergr6Bert, [niefaltenlymphWenige mfliare bis ,,Spritzer" knoten reehts bob viele fiber wiokensteeknadelkopfgr. nengroB, links bob grebe, verwascheTuberkeI, glasig hen- und haselnuI}. ne Herde groB, verkgst ] MgBig zahlreiche sub- M/iBig zahlreiehe ver- 3 bis 4real vergr6- Kniefaltenlymphknoten bohnenBert, viele steckwasehene Herde millare steeknadelund erbsengroi], i nadelkopfgroBe, kopfgroBe Herde verki~st. Bronchi.] vorspringende allymphknoten , gelbliche Knoten linsengroB. Ax~larlymphknoten reehts kleinerbsen .I groB I
der HShenlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meersehweinehen usw.
23
Tabelle 1. (Fortsetzung.) Nr. Ib 5
Ib 6
Lebensdauer Tage
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
65 get. Reehte Lunge ver- Feins~e ,,Spritzer" waehsen, linke Lunge zwei stecknadelkopfgroi~e graue Tuberkel
Nicht vergr6Bert, Kniefaltenlymph2 wickengroBe unknoten rechts hasehaffe tterde selnuBgroB. Axillarlymphknoten bohnengroB, Bronchiallymphknoten vergr6Bert 65 get. MgBig zahlreiehe mi- Feinfleekig, marmo- 4 bis 6 r e a l vergr6- KniefaltenlymphBert, feinfleckig knoten rechts o. B. riert liare bis steeknamit Randnekrosen Links erbsengroB, delkopfgroBe glaverkiist sige Herde, zum Tell mit zenfraler Nekrose
Libl
MiiBig zahlreiche gla- Durchsetzt yon mit- 6 bis 8real vergrS- Kniefalten- und axilBert, yon feinsten lare Lymphknoten sige unregelmgBige CelgroBen Herden I-Ierden durchbeiderseits HnsenHerde setzt groB Kniefaltenlymph2 bis 3real vergrSget. Zahlreiehe vorsprin- Blutungen l]er~, durchsetzt knoteu bohnengende wiekengroBe und erbsengroB, glasigo Herde yon fiber steck. nadelkopfgroBen, beginnende Vergrauen Knoten kgsung. Axillarlymphknoten rechts erbsengroB 4 bis 6real vergrS- Kniefaltenlymphge~. Zahlreiche bis fiber ,,Feinfleckig" Bert, ,,fe~fleekig" knoten rechts zweisteeknadelkopf. bohnengroB, links grebe graue TubohnengroB, beberkel ginnende Verk$sung. AxiUare Lymphknoten rechts linsengroB Nut wenig vergr6- Kniefaltenlymphget. Wenige bis miliare Reiehl. ,,Spri~er" knoten rechts zwei Herde zum Teil Berb, durehsetzt botmengroBe, links yon kleinwickenverkgs~ einer kleinbohnengroBen li~ngliehen groB. Bronchial:Herden lymphknoten linsengroB axillare Nur wenig vergrS- Rechts get. Mehrere fiber wik- ,,Spritzer" Lymphknoten erbBert, durchsetzt kengroBe glasige sengroB, verkilst yon kleinlinsenTuberke], zum Tell groBen Konglomezentral verk~st ratherden hSekerig, 3 his 4real vergrS- Kniefaltenlymphget. Sehr viele miliare Leieht knoten rechts Bert, ,,feinstflekdunkelgraue Tu,,feinstfleekig" kleinlinsengrol3, kig", leieht kOrnig, berkel beginnende Verdunkelbraun kiisung
64
IIb2
65
Lib3
65
IIb4
65
lib5
65
Lib6
65
24
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenst~dt: Untersuchuugen fiber den EinfluB Tabelle 1. (Fortsetzung.)
!~r.
Lebensdauer Tage
IIIb 1
5
IIIb 2
IIIb3
IIIb 4
IIIb5
1-Lib 6
Lunge
Leber
bfilz
Lymphknoten
o.B. beiden ttinter- Mehrere bis erbsen- Ein wickengroBer lappen fiber erbgrebe gelbe K n 6 t gelber Herd sengroBe gelbliehe chert KnStchen get. Mehrere fiber stecko.B. Nicht vergr6Bert, KniefaltenlymphnadelkopfgroBe mehrere linsenknoten rechts glasige Tuberkel, grebe verwaschene zwei bohnengroll, zum Tell mit negelbliche Kongloverk/~st. Axillarc krotisehem ZenLymphknoten meratherde tram rechts linsengro~ 65 get. [ Vereinzelte s~eekna- ,,Spritzer" 4 bis 5mal vergr6- KniefaltenlymphdelkopfgroBe glaBert, grobknotig, knoten rechts sige Herde fiber linsengroBe pflaumengroBes Pakct. Axillar0 gelbliche Konglomeratherde Ly-mphknoten haselnuBgrog, vet. ki~st 65 get. Vereinzelte miliare Kniefaltenlympho~176 Nicht vergrOBert, bis wiekengrol3e knoten rechts boh,,k6rnig", steek,,weiBe" Tuberkel nen- und erbsennadelkopfgroBe gro8 unscharfe tterde 65 get. Zahlreiehe bis fiber Vergr6Bert, ,,fein- 5 bis 6mal vergr6- Kniefaltenlymphknoten reehts 2 stecknadelkopffleckig" Bert, durchsetzt bohnen- bis erb.I grebe Herde, viele yon miliaren bis sengroB davon zentral verstecknadelkopfk~st groBen Herden 65 get. Wenige bis fiber Viele unscharfe Her. Nur wenig vergr6- Kniefal~enlymphknoten reehts bob. steelmadelkopfde Bert, grobhfckerig, nengroB grebe Tuberkel kleine wiekengroBe gelbliehe Herde In
i
Tabelle 2. Mikroskopische Be[unde yon Berlin. Tier Nr.
Lunge
Leber
Vereinzelte, aus miliaren Epitheloidzellcnmit zentr~ler 1Yekrose znsammengesetzte Kn6~chen
If3 Obersieht
Kollagene Fasem
Milz
o~
O.]~o
I n Epitheloidzellenzone, namentlieh zwischen konfluierenden Tuberkeln, Kollagenfasern, wahrschein]ich vorwiegend aus aufgesplitterten BMkehen
Lymphknoten
der H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen usw.
25
Tabelle 2. (Fortsetzung.) Tier Nr. Ia4 0bersicht
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
Ausgedehnte bron- Entztindliche Zell- Ausgedehnte Nekro. chopneumonische wucherung und se mit umgebenden GaUengangsEntziindungsherEpitheloidwi~Uen, wucherung mit de mit Nekrosen, Riesenzellen, auch leichte Hyalinisieleichter Hyalinisiekleinen umschrierung rung, Riesenzellen benen l~ekrosen, Verkalkung
Kollagene Fasern Fcine kollagene lTa. Feine kollagene Fa- Feine kollagcne lTasernetze sernetze meist im seruetzo in den Zusammenhang Epitheloidze]len mit den Gefallen Ia 5 l~bersicht
Kollageno Fasern Ia6 ~bersicht
KleinoEntziindungs. herde, die nicht sicher Ms tuberkul6so Vergnderungen anzusprcchert sind O~ B .
Anscheinend Kn6tchen
0~
o.B.
keine Vereinze]te Entziin- Mehrere l~ekroseher- Starko " fibroplastidungsherde mit de mit umgebensche Tuberkulose Gallengangsder Epitheloidzel. mi~ ausgedehnter wucherung. Wenig lenbildung und Yerkasung u. eiterNekrose, vereinzelRiesenzellen artiger Sclmmlte Riesenzellen zung, zahlreichen Riesenzellen
Kollagene Fasern
Bindegewebsneubil- Keine wesenfliche, Starke Bindegewebsdung in den Entkaum merkbare neubildung zfindungsherden Bindegewebsbildung
Kleine Entzfindungs. Kleine Entziindungs- Gr6Bere :Epitheloid- Netzknoten. Starke herde mit Epitheherde, zum Tefl zellenherde mit Epitheloidzellenhyalinisiert und loidzellbfldung u. Riesenzellen und wuchcrung, l~iobei gr6Beren Herdleicht nekrotisch. starker zentralcr senzellen, Nekrochen zcntraler l~cRicscnzeUen Nekrose sen krose Kollagene Faseru Keino BindegewebsO.B. o.B. O, ]~, bfldung IIa 1 l~bersicht
IIa2 t~ersicht
Kleine lobul~re Infiltrat~ mit beginnender Nekrose
Kollagene Faseru Keine Bindegewebs. bfldung
O~ ~ .
Ziemlich viele Epi- Ausgedehnto Nekrotheloidzellentuberse mit kleinen kel mit zeutraler Kalkherden, umNekrose und Riegeben yon Episenzellen theloidzellenzonen mit Faserbfldung und Riesenzellen Keine auffallende KollagenfaserbilBindegewebsbfldung nicht besondung ders stark
26
L. Lange, Bamatter, Grfininger und L6wenst~dt: Untersuehungen fiber den EinfluB Tabelle 2. (Fortsetzung.)
Tier lqr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten I
IIa 3 ~bersieht
Feine entziindliche Vereinzelte Nekro. Zahlreiche lqekrose-! Infiltrate mit kleisen und Riesenzelherde mit i~iesennen Nekroseherlen. Leichte entzeUen den. Riesenzellenziindliehe Bindebildung angedeugewebswueherung tet Kollagene Fasern Keine Bindegewebs- Kollagenimpragnie- Reaktive Bindegewueherung rung kaum nenwebswueherung nenswert unter ]~i/dung maBiger Mengen kollagener Fasern IIa 4 Sehr sparliche kleine Beginnende Epithe- Diehtstehende grol]e Obersieht Epi~heloidzellenloidzellenbildung Epi~heloidzel/enherde, wenig Nekn6tchen, wenig krose Nekrose Kollagene Fasern Leichte Kollagenfa- Keine auffallende Ziemlich sparliehe serbfldung ohne KollagenfaserbilKollagenfaserbflAbkapselung dung dung, keine Abkapselung VereinzeRe k l e i n e Epitheloidzellenher- Tefls einzelne, tells IIa 5 ~'bersicht keilf6rmige Entde mit vereinzelzusammenh/ingenztindungsherde ten Riesenzellen de Nekrosen mit mit zentraler l~eund Nekrosen Epitheloidzellwalkrose len, vereir~elte Riesenzellen Kollagene Fasern K e i n e BindegewebsZar$e Kollagenfasero.B. wucherung bander um die Nekrosen IIa6 Anscheinend keine Ungemein sparliche, Ganz vereinzelte ]~bersieht tuberkul6sen Herganz kleine En$Epi~heloidzellen. de ziindungsherde m. herde mit RiesenRiesenzel]en iron zellen Zwisehengewebe Kollagene Fasern Keine Bindegewebso,B, wueherung IHa 1 ~bersiehC
Zusammenh/~ngende und einzelne eitri. ge Nekrosen mi~ umgebender Bin. degewebswuche rung In Bindegewebswu. eherung Bfldung kollagener Fasern
Gr61lere Verkasungs. herde. Sf~rke fi. broplastische Tu. berkulose. Riesen. zellen Reichlich Bindege. websneubfldung
GanzvereinzeltgroB- Sehr self~ne Entzfin- Einzeln stehende, Netzknoten. Gr6Bero zellige Entzlindungsherde mi~ auch zusammenNckrosen mi~ umflieBende En~ziin. dungsherde Epitheloidzellen gebender Epithe. dungsherde mit loidzellenwuchezentraler Iqekrose rung Kollagene Fasern Keine Bindegewebso~ o. Bo O. B , bfldung IIIa 2 Kleine Entziindungs- Zahlreiche kleine Zahlreiche grolle GroBe Nekrose mit ]~bersicht herde aus groBen EpibheloidzellenEntziindungsherEpRheloidzeUenZellen ohne we. herde mit leiehter de mit Epitheloidwallen sentliehe I~ekrose zellen und leiehter Nekrose Nekrose Kollagene Fasern O~ Bo Kollagenisierung der Ne~z yon Kol]agen. o.B. Herde fasern im Epithe. loidze]lenwall
der H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisiertr tuberkul6se l~Ieersehweinchen usw.
27
Tabelle 2. (Fortsetzung.) Tier Nr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
I
Ganz sp~rliche groB- Hier und da E p i - Ausgedehnte kon- Ausgedehnte Nekrozellige Infiltrate theloidzellenkn6tfluierende EpitheSO chen mit vereinmit zentralen Neloidzelltuberkel kros~n zelten Riesenzellen mit Nekrosen und Riesenzellen 0.]3. Kn6~chen, yon Kol- In hellen Ze]]s~umen In Randzone um NeKollagene l~asern lagenfasern du~ch(Epitheloidzellen krosen ausgebildesetzt tes koUagenes Binund Fibroplasten) zahlreiche neugedegewebe in reichlichen Mengen, bildete Kollagenfasern ebenso inder ~uflerenLymphknotenkapse[
IIIa 3 0bersicht
Vereinzelte pneumo- Spi~rliche Epitheloid- Ausgedehnte bandzellenwueherung nische Infiltrate. f6rmige Nekrose mit geringer Nebzw. EpitheloidKeine sichere Tukrose zellenzonen, verberkulose einzelte Riesenzellen l%sern leicht ver- Sch6no KollagenfaKoUagene Fasern O.]~. me]art serbildung, zum Tefl die k~sigen Nekrosen durchziehend IIIa 4 ~ber~cht
Leichte groflzellige Vereinzelte Epithe- Zahlreiche grofle Epitheloidtuberkel Infiltrate einzelner loidzellenherdemit mit zentraler NeBl~sehenbezirke, seltenen Nekrosen kr0se und hyaliner und Riesenzellenkeine Nekrose,kein /AuBenzone bildung typisohes Zeichen f/ir Tuberkulose Zarte Ko]]agenfaser- I n Aul]enzone rein. o.B. Kollagene Fasern bildung in den stcs Kollagenfaser. netz, stellenweise Herden zirkular zum nekrotischen Zentrum angeordne~
[IIa 5 b~bersicht
Zahlreiche Epi~he- Grofle Vork~sungsZablreiche kleine Mehrere Entziin. loidzellenkn6tchen herde. Starke fiEpitheloidzellendungsherde mit broplastische Entund -b~nder mit herde mit RiesengroBzelligem Kaziindung mit RieRiesenzellen. Stelzellen im Zwitarrh und ganz umsenzellen und Epilenweise beginnenschengewebe. Selschriebener, begin%heloidzellenherde VerkAsung nender k~siger Netdn Nekrose den krose. Zahlreiche Epitheloidzellenund Rundzellenherde 0.]3. i Keine Bindegewebs- Stellenweise Binde- Starke BindegewebsKollagene Fasern gewebsfaserbflneubfldung vermehrung dung IIIa 6 t.~bersicht
28
L. Lange, Bama~ter, Grtininger und L6wenst~dt: Untersuehungen fiber den Einflul] Tabelle 2. (Fortsetzung.)
Tier Nr.
Ibl Obersich~
Kollagene Fasern Ib2 Obersicht
Lunge
Leber
Milz
Eine wesentliche tu- Ganzvereinzelte Epi- Ganz vereinzelte EpiberkulSse Infektheloidzellenenttheloidzellherde Lion der Lunge zimdungsherde m i r mit zentraler Neliege sicher nieht vereinzelten Riekrose und vereinvor, da im perisenzellen zelten RiesenzeUen vaseul/~ren lymphatischen Gewebe keine Entzfindung besteht O~B~
o.B.
o.B~
Sehr diffuse ent- Starke Neigung zu Schmale :Nekrose- Ausgedehnte Nekr0ziindliche InfiltraGallengangswu bander, umgeben se mit umgeben. tion mit Hyalinider fibroplastieherung. Hier und yon EpRheloldsierung. Reeht da Riesenzellen, zellwMlen. Riescher Entzfindung sp/~rliche Nekrose keine Nekrose und Riesenzellen senzellen
Kollagene Fasem Reeht betraehfliehe Bindegewebswuche- Faserueubildung, rung mit KollageKollagenisierung Bindegewebsneubfldung mit Kollanisierung im intergenisierung, meist lobuliiren Bindegein Netzform, vielw~be fach den Alveolarsepten entsprech. Ib3 l)bersicht
Fibroplastisehe Ent. ztindung
Konfluierende E n t - Einzelne fibroplasti- Zahlreiehe einzelne Sehr ausgedehnte Nr zikndungsherde m. krose mit schmasehe Epitheloidzellind konfluierende mehreren Nekroselem Epitheloidfibroplastische lenherde zellensaum. Epizentren. In UmEntzfindungshertheloidzellenherde gebung der Nede mit Riesenzellen mit RiesenzeUen krosen Hyalinisieund verh/~ltnismaund reiehlichem rung, RundzellenBig geringer XeBindegewebe w~lle krose
Kollagene Fasern Zwisehen den einzelnen Herden sehfne kollagene 1Netze
Ib4 ~bersieht
Lymphknoten
O,~~
Reeht betr&ehtliehe Kollagene Fasern im EpitheloidzellenKollagenisierung s~um yon Bindegewebs. fasern zwisehen u. in den Kn6tehen
Spiirliehe Entzfin- Sehr vereinzelte Idei- Zahlreiehe Epitheloid-Bindegewebsno Entziindungsdungsherde, zum herde mR RiesenTeil mit Riesenherde mit Riesenzellen und zentrazellen. Einzelne zellen, keine Neler Nekrose gemit zenbraler Hyakrose ringen Umfanges linisierung
Kollagene Fasern Kollagenisierung yon Bindegewebsneubildung in den HerBindegewebsnetzen in hyalinen den Zentren
O.]~~
der H6henlage auf mib Eosin liehtsensibilisierte tuberkul6se Meersehweinchen usw.
29
Tabelle 2. (Fortsetzung.) Tier Nr. Ib5 0bersieht
Lunge
I n einem knotigen Keine Tuberkulose Entziindungsherd zen$r~le l~ekrose, umgebende Hyalinisierung, Rundzelleninfiltration
Kollagene Fasern In
Ib6 lUbersicht
Leber
Rundzelleninfiltration im Zentrum sehSne kollagene Bindegewebsnetze. Aueh Kollagenisierung der Alveolarsep~en in diffusen, groBzelligen Entziindungsherden
O~ B ,
5Iilz
Lymphknoten
Mehrere einzeln ste- Ausgedelmte Nekrohende, vereinzdt se mit umgebenaueh gruppierte den EpitheloidEntztindungsherzellenherden mit de mit zentraler Riesenzellen geringer Nekrose und umgebender fibroplastiseher Entzfindung mit Riesenzellen Kollagenisierung, Keine GewebsneubflBindegewebsneudung bildung in fibroplastiseher Zone
Zahlreiehe, zum Tefl Starke entziindliche Sehr ausgedehnte GreBe Nekrose mit konfluierende Entl~ekrose mit umgeZellvermehrung u. umgebender Epiziindungsherde mit Zellquellung mit bender Epitheloid. theloidzellenbilausgedehnter VerNekrose und Rieze]Jenbildung dung lind Bindek~sung senzellen im Gegewebswueherung, webe zwisehen den zahlreiche RiesenL~ppehen zellen
Kollagene F ~ e r n I n
Umgebung der I n der infiltrierten Wenig Bind%ewebs- Starke kollagene Im1%krosen Netze Zone kollagene neubfldung pr/~gnation im Binkollagener BindeBindegewebswudegewebe gewebsfasern, die cherung teilweise auch die Herde durchziehen
IIb 1 (~bersioht
Zahlreiehe zellreiche Starke entztindliehe Starke Verk/isung. Starke Verk/isung Entziindungsherde Infiltration des Bandf6rmige und mit eiterartiger vorwiegend exsuZwisehengewebes netzartig zusam. zentraler Sehmeldativ mit Epitheloidzelmenh/ingendekasizung und umgelenbildung und ge Nekrosen. Umbender Epitheloidstarker GaUengebende Epithezellenbildung gangswucherung loidzellenbildung lind Riesenzellen Kollagene Fasern Bindegewebsnetze Sparliehe Bindege- Sehr sp~rliche Binde- Wenig Bindegewebszwischen den Herwebswueherung gewebsneubildung neubildung den IIb 2 0bersieht
Entziindungsherde mi$ Nekrosen
Vereinzelte fibro- Starke fibroplasti. Starke fibroplastiplastische Epithesehe Entziindung sche Entziindung loidzellenherde mit mit RiesenzeUen, mit Riesenzellen RiesenzeUen Epitheloidzel]enund vereinzelten herde Nekrosen
30
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenst~dt: Untersuehungen tiber den Einflul~ Tabelle 2. (Fortsetzung.)
Tier lgr.
Lunge
Ko]]agene Fasern Mal3ige Kollagenisierung in den Herden
Leber o.B~
Milz
Lymphknoten
In umgebender Bin- In umgebender Bin. degewebsneubildegewebsneubildung starke Koldung zieml, st~rke lagenisierung Kollagenisierung
Alveolarpneumoni- Stellenweise starke Zahlreiehe dichtste- In Umgebung einm hende fibroplastigroBen Nekrose. sche Herde mit gefibroplastisehe Tusche und Epitheherdes st~rke ft. ringer 2~ekrose und berkelbildung loidzellenherde, broplas~iseho Wu. wenig Bhldegehaufig in Umgecherung miL Rie. websneubfldung bung yon Nekrosen senzellen und Riesenzellen Kollagene Fasern Keine Kollagenisio- M~flige Kol]agenisie- Starke Kollagenfa- Starke Kollagenisie. serbildung rung rung neugebfldeter rung :Bindegewebsfasern Kleine fibroplasti- Mfliartuberkel und Zablreiche ha Orga- ErbsengroBer, k~isigIIb 4 nisation befindei~riger Schmel. Riesenzellen, wetJbersieht sche, zentral neliehe nekrotische zungsherd mit star. nig ~ekrose krotische Entziin]:[erde, zahlreiche ker reaktiver Bin. dungsherde Epitheloidzellendegewebswucherung und Riesen. herde zellen Reiehliche Kollageno.B. o~ ]~, Kollagene Fasern Mitflige Hyalinisiefaserbildung in rung und Kollagefibroplas~ischer nisierung Umgebung der l~ekrosenherde und Kollagenfasern mit epitheloidze]ligen Herden Ausgedehnte, stelleu- Im Zwisehengewebe Zahlreiche Tuberkel, IIb 5 zum Tefl mit zenzahlreiehe fibro. weise nekrotisietJbersichb traler Nekrose, plastische Tuberrende, vorwiegend zahlreiehe Riesenkel mit t~iesenzelIibroplastische Rezellen fen, wenig Nekroaktion mit RiesenSen zellen Kr~f~ige Kollagenio.]~. Kollagene Fasern Kollagenlsierung der sierung der neugeAlveolarnetzbalbildeten Bindegeken, auch des Zwiwebsfasern schengewebes Vereinzelte kleine al- Vereinzelte fibro- Zahlreiehe Epithe- Ausgedehnte k~isig. IIb 6 loidzellenherde, eitrige Nekrose veolarpneumoniplastische und t3bersicht .zentral verkgst. EpiSheloiclzeHensche Herde mit Bindegewebsneuwenig Nekrosen herde, Bindegebildung geringwebsbildnng kaum ffigig merklieh Sehr sp~rliehe Kol- Um l~ekrose Binde. O.]~. Kollagene Fasern Kaum merkbareBinlagenbfldung gewebsneubildun& degewebsvermehBindegewebshyali. rung nisierung, Bindc. gewebskollagenisierung IIb 3 Ubersicht
der HShenlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkul6se Meersehweinchen usw.
31
Tabelle 2. (Fortsetzung.) Tier Nr.
IIIb 2 ~bersicht
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
KleineEntzfindungs- Ganz vereinzelteEpi- Zahlreiche Gruppen ] Epitheloidzellentheloid- undRundherde mit Epitheyon Epitheloidzelherdbfldung mit loidzellenbildung. zellenherde mit lentuberkeln mit Riesenzellen. Keine Verk/~sung RiesenzeUen im zentraler Verk/~Leiehte zentrale sung Zwisehengewebe Verkasung
Kollagene Fasern Keine Bindegewebswueherung
Keine Bindegewebs- Keine Bindegewebs. Starke reaktive Bin. bfldung beachtwucherung degewebswuchelichen Grades. Keirung no Kollagenisierung
Mehrere Knoten mi~ Ein grSBerer Knoten Zahlreiche Epithe- Sehr ausgedehnte zentraler u yon kleineren, zenloidzellenherdemit Verki~sung mit eisung, Epitheloidleichter zentraler tral verkasten Tuterartiger Erweizellenbildung, Verkasung u. zahlberkeln chung. Starke Epireichen Riesen. groBzelliger Luntheloidzellenbflzellen genentzfindung in dung in Kn6tehender Umgebung. form. Zahl~eiehe Riesenzellen Riesenzellen Kollagene ~asern Keine Bindegewebs- Bindegewebsneubfl- Sp/~rliche Bindege- Bindegewebsneubflneubildung bedung zwisehen den websneubildung dung zwischen den aehtliehen Grades Herden Herdehen III b 3 ]~bersieht
IIIb 4 ~bersicht
Kollagene Fasern
Katarrhalische Ent- Ein kleiner riesen- Kleine Epitheloid- K~tseherdchen mit ziindung in der zellenhaltiger Entzellenherde mit umgebender EpiLappenmi~e mit ziindungsherd im Riesenzellen theloidzellenbilZwischengewebe umsehriebener k~dung und Riesensiger Nekrose und zellen. Aueh KMkEpitheloidzellenablagerung im saum. Kleine, m6gK~se licherweise tuberkul6se En~ziindungsherde in der Peripherie 0.]~o
Keine Bindegewebs- Keine Bindegewebs- Feine Bindegewebswucherung wucherung ziige zwischen den einzelnen Herden
Zahlreiche grofle Ent. Zahlreiche Epithe- Zahlreiehe dichtste. Groller Verkasungsziindungsknoten loidzellenherde im hende Epitheloidherd mit eitermit zentraler VerZwisehengewebe zellenherde mit artiger Schmelk/isung mib Riesenzellen zentraler Verk/izung und umgesung. Riesenzellen bender Epitheloidzellenbildung und Riesenzellen. Zahlreiche kleine fibroplastische Tuberkel. Kollagene Fasern Leiehte BindegeLeichte BindegeUmgebende Binde- Bindegewebswuchewebsneubildung webs~mcherung im gewebsbildung rung, besonders ohne Abkapselung Zwischengewebe m/~Bigen Grades zwischen den Tuberkeln III b 5 tJbersicht
32
L. Lange, Bamatter, Grtininger und LSwensti~d~: Untersuchungen iiber den EinfluB Tabelle 2. (Fortsetzung.)
Tier h'r.
Lunge
Leber
Mllz
Lymphknoten
IIIb 6 ]~bersieht
Einzeine Epitheloid- K_uotige Entziin- Zahlreiche, zentral Kleine k/isige Nelm zellenherde im dungsherde im leieht verk/iste sen. Fibroplasti lymphatisehen GeZwisehengewebe Epitheloidzellensehe Epitheloid. webe in Umgebung mit Riesenzel|en. herde m i t Riesenzellenherde mit der Bronchi. VerEin kleiner Entzellen Riesenzellen einzelte gleiehar~izilndungsknoten ge Entziindungsmi~ zentraler Verherde im Lungenki~sung gewebe. Zenbrale k~sige 1%krose in grfl~eren Herdcn Kollagene Fasern Zum Teil Bindege- Keine beaehtenswer- Leichte Bindegeo ~ websneubildung in te Bindegewebswebswueherung in den tterden. Keine wueherung der Randzone der Abkapselung tterde Tabelle 3. Verglelchende Darstellung der S~rke der Bindegewebsentwicklun9 mit Lebensdauer
und K6rpergewichtsschwankung. Tier Nr. Ia3
Lebensdauex Tage
Endgewicht gegeniiber Impfgewieht
--170 - -
Ia5 Ia6 IIa IIa IIa IIa IIa IIa
1 2 3 4 5 6
IIIa 1 IIIa Ilia IIIa IIIa IIIa
2 3 4 5 6
Ibl Ib2 Ib3 Ib4 Ib5 Ib6
80
.-- 90 - -
80
Lunge
Leber
$i]lz
o (+) o o
0 (+) 0 (+)
(+) (+) 0 (+)
+
0 (+) (+) 0 0
+ (+) (+)
(+) (+) (+)
(+) ++ ++ (+) +
--100 75 - - -
10
- -
85
90 • 0 --110 - -
--110 • 0 --210 --160 55 50 + 30 20 + 50
- -
.Berlin.
m
Lymphknoten
++ (+) + o ++ (Netzknoten) + ++ ++
- -
- -
+150
--230
++ + + ++ +
+ - -
- -
+
+ ++ +
(+)
Abkiirzungen: get. ~ get6tet am Ende der Tersuche. Zeichen: 9 ~ Organ nicht untersucht. 0 = Organ irei yon tuberkul(isen Veriinderungen. - - ~ Keine Bindegewebsbfldung. ((+)), (+), + , + + = Steigende Grade yon Bindegewebsbfldung. Tiere I a 1, I a 2 und I H b 1 sind, da zu friih gestorben, weggelassen.
+ + F
++
der H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkulSse Meerschweinchen usw.
33
Tabel]e 3. (Fortse~zung.) Lebensdauer Tage
Tier Nr.
IIb 1 IIb 2 IIb3 IIb4 IIb 5 IIb6 :III b :IIIb IIIb :IIIb IIIb
2 3 4 5 6
65 65 65 65 65
64 get. get. get. get. get.
65 65 65 65 65
get. get. get. get. get.
Endgewicht gegenfiber Impfgewieht
Lunge
(+) +
--180 + 40 -60 -I- 30 -20 --
55
--
80
Milz
(+)
((+)) ++ ++ +§ ++
(+) ++ ++ ++
((+))
++
+ + + (+)
,--I- 90
10
--
Leber
(+) (+)
--I- 50
-t- 20
+
(+)
(+)
+ (+)
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Lymphknoten
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-~bb. 1. Vergleichende D a r s t e l l u n g der Lebensdauer u n d Sehwere der O r g a n e r k r a n k u n g e u bet d e n Tieren yon Berlin. Schraffiert = Dunkeltiere, hell = B[ellttere.
Lu = Lunge, Ze = Leber,
.Beitrltge zur K U n i k der Tuberkulose.
Bd. 82.
M i = Milz, Ly = L y m p h k n o t e n .
-- = norton], _L = m~Big erkrankt, + = schwer erkrankt. 3
34
L, Lange, Bamatter, Grtininger und L6wenst~d~: Untersuchuugen fiber den Einflul~
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Gewtchtskurven der TJere yon ]3eHin.
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495 ~
\
X• Abb. 2b.
GewJchtskurven der Tiere yon Berlin.
Tabelle 4. Pathologlsche B e / u n d e yon Gen]. Tier Nr,
Lebensdaucr Tage
Ia2
53
Knotige tuberkulOse Knotige tuberkulSse Vergr613ert und kno. Regioniire LymphDurchsetzung Durchsetzung tig-tuberkulSs knoten geschwoldurehsetzt len und verkiis~. Aortale und tracheobronchiale geschwollen
Ia3
58
Nur ein stecknadel- Einige tuberkul6se ])ichtgedr~ngte KnStchen kopfgrol~er Herd graue Herdehen im linken Unterlappen
Ial
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
Lymphknoten vergrSBert, aber nur die der Infektionsstelle verkKst
65 get. Einige stellenweise Einige stecknadel- Wenig vergr6i3ert, Region~re, tracheoteilbronchi~le, aortale zeigt grofle konziemlich groBe i kopfgrolle, Lymphknoten verfluierende Kn6tHerde, grau, mit I weise konfluierenk~st hkmorrhagischem de KnStehen ehen Hof 3*
36
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenstadt: Untersuehungen fiber den EinfluB Tabelle 4. (Fortsetzung.)
Tier Nr. IIa 9
Lebens-' dauer Taue
Lunge
/
Leber .
5filz
Lymphknoten
I 6~ get. Stellenweise ziem- ] Einige stecknadel- 1Nqcht vergr6Bert, Regionare, aortak lieh grolle tuber- [ kopfgrolle Kn6tzeigt hier und da und tracheobron. Kn6tchen kul6se Herde chen chime Lymph. knoten verkiist
IIa 8
61 get. Wenige graue Herd- Graue, teilweise kon- Viele groBe gelb- Region/~re, aortak fluierende tuberweifle Herde und traeheobron, ehen kulSse Herde chime Lymphkn0, ten verk~st
IIa 7
6~ get. Graue Knoten mit Sp~irliche, teilweise Einige weiBgelbe konfhfierende HerHerde h~morrhagischem de Hof
Region~re und aor, tale Lymphknote~ verk~st
I I I a 13
34
WeiBliche, teilweise Graue, steeknadel- Dichtgedr/ingte, teil- Region~re, aortak weise konfluierenkopfgrofle Herde konfluierende tuund traeheobron. de Herde chiale Lymphkn0. berkul6se Kn6tchen ten gesehwollet und verkast
I I I a 15
55
Knotige tuberkul6se VoUkommen ange- Sehr zahlreiche grau- Regionare Knote~ fiillt mit grauen weiBe, stecknadelInfiltration stark geschwollen. KnStchen kopfgrol]e tuberz. T. verk~st, eben. ku16se Herdchen so traeheobron. ehiale Lymphkna ten
Ilia 14
58
Ib 6
18
Ib4
s 7 get.
Ib5
I I b 11
I I b 12
O.B.
O.]~.
Klein, vollkommen Traeheobronehiale yon Kn6tchen aortale Lymphkm durchsetzt ten gesehwolle~ region~ire verk~
gelbliehe Wenige KnStehen Einige Kn6tchen yon einem ~ t e n Hof umgeben
Diehte knotige, tu- Region~re und tra berkul6se Infiltra. cheobronchiale tion Lymphknoten g. sehwollen
GraueKnStehenstellenweise ziemlieh reichlich
O*]~.
Graue Kn6tehen von Lymphknoten tel, Stecknadelkopfwelse gesehwol]e~ gr6fle aber nur die regb n~tren verk~st
( 7 get. Wenige ldeine, graue, steeknadelkopfgroBe Kn6tehen
o.B.
Einige Anh~ufnngen Regioniire und a0~ kleiner wei01icher tale Lymphknotei Knftchen verk~st
~8
Dicht durehsetzt mit Wenig zahlreiehe graue Kn6tehen wechselnd groBen tuberkul6sen Herden
Geschwollen, weist Regionare, aortale graue Kn6tchen tracheobronchiak verschiedener Gr6Lymphknoten g Be auf schwollen und ted weise verk~st
( 7 get. Vie|e weil]lich-gelbe Groge, graue isolier- VergrSBert, mit An- Regioniire, aortale h~nfung yon tutracheobronchiak te Herde erbsengrolle Kn6tberkulSsen Herden Knoten verkitst chen
der H6henlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkulfse Meersehweinchen usw.
37
Tabelle 4. (Fortsetzung). i LebensTier Nr. dauer Tage
Lunge
IIb 10 il 67 get. Einige spKrliehe graue Knftehen
IIIb 17
43
Leber
Milz
Mehrere, zum TeLl Stecknadelkopfgrofle sehr groBe tuberTuberkel kul6se Herde
Lymphknoten
Regioniire u. aortale Lymphknotenverk~i~t, tracheobronehialegeschwollen, nicht verkast
~Venige graue Kn6t- Wenige, aber ziem- Vergr6Bert, mit Aortale und regioehen, teilweise lieh groBe k~sige ziemlich diehten nitre Lymphknokonfluierend, einiHerde Kaseherden ten verk~st. Trage mit h~morrhaeheobronchiale gischem Hof Knoten vergr0Bert
Region/ire LymphIIIb 18 67 get. Wenige graue Kn6t- Sp~rliche, steckna- Nieht vergr6Bert, delkopfgrolle zeigt Anh~ufungen knoten vergrSBert, ehen aortale LymphKn6tchen yon Tuberkeln knoten verk~st IIIb 16
Aortale und traeheo67 get. Isolierte graue, hirse- Viele weil31iehe Her- Etwas vergr6Bert, bronehialeLymphkorngroBe Herde mit vielen kleinen de knoten geschwolkonfluierenden ]en, regioni~reKnoHerden ten verkast Tabelle 5..Mikroskopische Be/unde yon Gen/.
Tier Nr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
Viele groBe Granu- Zahlreiche Granu- Zahlreicha ausge- Ausgedehnt nekrolationsherdo mit dehnte nekrotische tisch lationsherde GallengangssprosHerde mit einzelnen Riesenzellen sen, K011ageneFasern Ab und zu vereinzelt Nieht nennenswert In geringer 5Ienge Reichlich in der Pein den Herden ripherie, sp/~rlieh in den Herden die Herde umkapselnd in der Drfise Elastisehe Fasem Grol~enteils erhalten Nieht in den Herden Nicht in den Herden Vereinzelt in der Peripherie Ia2 %ersieht
Keine ausgesproche- Zahlreiche verschie- Zahlreiehe ki~sig.ne- Zahlreiche, teilweise krotisehe Herde groBe Nekrosen den groBe Granunen Erkrankungslationsherde herde Nieht selten in den Reichlich mit Um- Fast gar nicht im KollageneFasern kapselungsneigung Gewebe Herden Kaum anzutreffen Nieht in den Herden Nieht vermehrt Elastische Fasern Ia 3 %ersieht
Zahlreiehe, zum Teil Verschieden grofle GroBe Granulations- Ausgedehnt zerfallend Granulationsherde herde mit Riesenseharf begrenzte zellen Granulationsherde KollageneFasern Mi~l~igin den Herden M/~13igin den Herden l~f/~lligin den Herden Nur in einer schmalen Schieht in der Peripherie Nieht vermehrt Nieht vermehrt Reste erhMten Nicht vermehrt Elastische Fasern
Ia 1 13bersicht
38
L. Lange, Bamatter, Griininger Und L6wenst~tdt: Untersuchungen fiber den Einflufl Tabell6 5: (Fortsetzung.)
Tier Nr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
Mehrere seharf be- ~r groBe Dieht durchsetztvon Ausgedehnb zerfallen grenzte Herde aus Granulationsherde groBen GranulaGranulationsgemit Gallengangstionsherden mit webe sprossen kleinen Nekrosen KoIlagene Fasern Nicht in den Herden M~flig in den Herden M~tBig in den tIerden Reichlich in der Peri. pherie Elastische Fasern Nur Reste in den Nicht in den Herden Nicht in den Herden Nieht anzutreffen i Herden Vereinzelte kleine Vereinzelte versehie- ~ Zahlreiehe Granula- :Fast vollkommen im IIa 8 ~bersieht 9 Herde aus Granuden grol3e Granutionsherde Innern nekrotlsch lationsgewebe lationsherde zerfallen. Kollagene Fasern Nicht in den Herden MM]ig in den Herden Ab und zu ganz Sehwache Schicht in der Peripherie schwaeh in den Herden entwickelt Elastisehe Fasern Grol3enteils erhalten Nicht in den Herden Nicht in den Herden Nieht anzutreffen Teilweise ziemlich Zahlreiche, teilweise Ausgedehnte Granu- Vereinzelte IIa 7 kleine Obersicht ausgedehnte Herziemlich groBe lationsherde, mitNekrosen de aus GranulaGranulationsherde unter nekrotisietionsgewebe rend Kollagene Fasern Nicht in den Herden Teilweise reiehlieh in I n geringer ~fenge ab Partienweise reich. den Herden lich und zu in den Herden I Elastische Fasern I n Resten erhalten Nieht in den Herden Nicht in den Herden Nieht anzutreffen GroBe, dieht zusam- Verschieden grol3e Zahlreiche Granula- Einige klelne Nekm. I I I a 13 menstehende Gra~rbersiebt tionsherde mit sen Granu]ationsherde nulationsherde mit GallengangsLanghanssehen Riesenzellen sprossen Kollagene :Fasern Nieht in den Herden Ab und zu in gerin- Sehr spi~rlieh in den Nur in der Peripherie tterden ger ~Ienge in m~Biger )Ienge Nicht in den Herden 1Nqeht in den Herden Nieht anzutreffen Elas~isehe Fasern Teilweise erhalten IIa 9 Ubersicht
Dichte lymphoeyt~re Zahlreiche Granula- Kleine nekrotisieren- Tells nut kleine Ne. Infiltration ohne tionsherde m. Galde Herde krosen, tefls gr6. tterdbildung Bere Zerfallspro. lengangssprossen zesse .~Iehrfach in den Her- I n m~Biger Menge Teilwelse reiehlich Kollagene Faserr Nirgends vermehrt d i e H e r d e umkapdie Driisen durchden selnd wachsend Nicht vermehrt Elastische Fasern I m wesentlichen er- Nicht in den Herden Nicht zu finden halten IIIa 15 ~Jbemicht
I I I a 14 l~bersieht
o. B.
Vereinzelte ganz Versehieden groSe Teilweise zerfallend kleine GranulaGranula$ionsherde tionsherde mit Gallengangssprossen
KoUagene Fasern
Elastische Faserr
Nicht in den Herden 3I~iBig in den Herden M~tflig in der Peri. entwickelt pherie u. schwach im nicht zerfalle. nen Gewebe entwickelt Nieht in den Herden Nieht in den Herden Nicht zu linden
der HShenlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkulSse Meerschweinchen usw.
~9
Tabelle 5. (Fortsetzung.) Tier Nr.
Leber
Lunge
Mllz
Lymphknoten
kleine Nekrotisch zerfallend Vereinzelte Nekrose-] 5Iil]ige Zahl y o n Vereinzelte Granulationsherherde Nekrosen den Kollagene F a s e m M~gig in der "N/~he Vereinzelt in den Nicht vermehrt I n der Peripherie u. Herden der Herde in dem nieht zerfallendenTeil kr/iL rig entwickelt Vereinzelt unter dem Elastische Fasern I n den Nekrosen zer- N i c h t i n den Herden Nieht vermehrt kollagenen Gest6rt webe Ib6 ~bcrsieht
Granu- Zahlreiehe GranulaGroBe konfluierende Zahlreiche lationsherde mit tionsherde mit Granulationsherde vereinzelten RieRiesenzellen senzellen KoHagene Fascrn Ab und zu schwache M/iBig reichlich in In m~tl3iger Menge in einem Tell der den-Herden kollagene SeptenHerde impregnation Elastisehe Fasern Gr6Btentefls erhal- Nicht in den Herden Nicht in den Herden ten Ib4 ~bersicht
Ib5 l~bersicht
Vereinzelte kleine Mit zerfallenden Massen erftillt Herde aus Granulationsgewebe mit vereinzelten Nekrosen Nur in der Peripherie Nieht vermehrt in mi~Biger Schicht Nicht vermehrt Nicht vermehrt
Ganz vereinzelt klein e . Granulationsherdchen mit Riesenzellen
Kollagene Fasern Vereinzelt i n den Herdehen Elastische Fasern Zum Tell auch in den Herdehen erhalten I I b 11 0bersicht
Herde, die im wesent- Reich]ich durchsetzt Groge unregelm/iBig Gro•e k~sige Nekro. gestaltete Nekrosen von Granulationslichen aus starker sen lymphatischer Ingewebe mit zahlfiltration bestehen reichen GMlengangssprossen und einzelnen Nekro-
Kollagene Fasern
Sp~irlich um die Ne- Spiirlieh in den Driisen, reichlicher in krosen der Peripherie Nicht hervortretend Nicht vermehrt Nicht in den Herden Im wesentlichen crhalten
sen
Elasthche Fasern
Nur verelnzelt
groSe Teilweise leicht, teils Zahlreiche Grannla- Ausgedehnte Granu- Zahlreiche Granulationsherde starker geschwollationsherde mit tionsherde. Ab u. fen und zerfMlend mit Riesenzellen zu Riesenzellen u. vereinzelten Riesenzellen Nekrosen MABig entwickelt Kollagene Fasern ,eilweise reichlich in Teilweise reichlich in VerhMtnismiifiig sp/irlich den Herden den Herden Elastische Fasern Partienweise erhal- Nicht in den Herden Nieh~ in den Herden Nicht vermehrt ten ' I I b 12 ~bcr~eht
40
L. Lange, Bamatter, Grfininger und Lfwensti~dt: Untersuehungen fiber den Einflul~ Tabelle 5. (Fortsetzung.)
Tier Nr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
Zahlreiehe mittel- Mehrere ziemlieh Tuberkel aus Granu- Ausgedehnt zerfallend grebe, scharf bekleine tterde aus lationsgewebe mit Granulationsgevereinzelten Riegrenzte, aus Grasenzellen nula$ionsgewebe webe mit vereinzelten Riesenzellen bestehGnde HerdG Vereinzelt in den In mgBiger MengG in Kollagene Fasern Vereinzelt Herden dGr PeripheriG Nieht anzutreffen Elastische Fasern Nieht hervortretend I I b 10 ~bersicht
Ganz kleine Granu- Zahlreiehe Granula- Zahlreiehe Granula- Mehr oder weniger tionsherde mit tionsherde ausgedehnt zentral lationsherde mit RiesenzellGn zeffallGnd zentralenNGkrosen Kollagene FasGrn Nicht vermehrt Ab und zu ganz Nicht besonders ver- Nur in der Peripherie sehmal in den Herreichlich mehrt den Nieht vermehrt Elastische )'asern Erhalten Nicht vermehrt Nicht vermehrt I I I b 17 ~bersieht
kleine Wenige kleine, arts Spgrliehe HerdGhGn aus Gralymph. Inffltraten nulationsgewebe mit Gtwas Granulationsgewebe bestehende HGrdchen Kollagene X~asern Nicht in den IIerden Vereinzelt in den Herden I I I b 18 Obersieht
Grol3e Zeffallsh6hle
Reichlich in der Peri. pherie, spgrlicher im Innern Elastisehe l~asern ~Iberall erhalten Nicht in den Herden Iqirgen(Ls hGrvor. tretend I I I b 16 In mABigGrZahl mit- Mehrere Herde mitt- Grol3e tterde aus Einige ldeine NekroObersieht Granulationsgeseherdchen telgroBe Herde aus lerer Gr6Bo aus Granulationsgewebe lymphatischen In-i ffltraten mit wenig I webe mit LangGranulationsgeI hansschen Riesenzellen webe Kollagene Fasern Nicht in den Herden Sp~rlieh in den IIer- Teilweize reichlich Reiehlieh den Knoin den IIerden [ ten durehwachsend den Elastisehe l~asern Gr6Btenteils erhalten Nicht in den Herden Nicht in den Herden Vereinzelt mit den kollagenen l~asern [ gemiseht Tabelle 6. Vergle~chende Daraellung der Stdrke der Bi~Megewebsentwicklung mit Lebenadauer
und K6rperffewichtsaehwankunff. Lebens-
Tier l~'r. Ia2
Ia 3 Ia 1
dauer Tage
i
53
58 65 get,
]~ndgewieht gegenfiber Impfgewieht
Lunge
Leber
~13o --125
(+) --
o +
J
(+)
(+)
55
..
Gen/. .Milz +
44 (+)
Abkiirzungen: get. ~ getStet am :Ende der Versuehe. Zeichen: 9 =.Organ night untersucht. 0 ~ Organ frei yon tuberkulSsen Vergnderungen. = Keine BindGgGwGbsbildung. ((4)), (+), + , + + = Steigende Grade yon Bindegewebsbildung.
Lymphknoten "3[-
(+)
-
der HShenlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen usw.
41
Tabelle 6. (Fortsetzung.) Tier Nr,
Lebens. dauer Tage
Endgewicht gegeniiber Impfgewicht
IIa 9 lla 8 IIa 7
65 get. 6 5 get. 65 get.
--245
I I I a 13 I I I a 15 I I I a 14
34
Ib6 Ib4 Ib5
58 67 get. 67 get.
--140 --265 --225
IIb ll I I b 12 I I b 10
58 57 get. 67 get.
--110
I I I b 17 I I I b 18 I I I b 16
43 67 get. 67 ge$.
--
55 58
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
--105
o o 0
(+) (+) +
(+) (+) (+)
+ (+) +
40 --190
0 o
(+)
(+)
(+)
+
§ (+)
++ (+)
--135
--
90
o
--240 --245
--
(+) +
+
o
++
+ o
(+)
c+) +
(+) (+) (+)
+ (+) (+)
(+) {+) (+)
o
+ + ++
((+))
85 0 75
•
(+) (+) (+)
0 0 0
++
Lu &~'Ly
I I I 11 I lll 111 ~tllt li I)11i)])111I~2 IIlli+ill tJ I)t)+)l)+t tt~3 I
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~-+++
l.gblg
++++
IRb;v
+ +-,- +
L~b~
~- + + -b
§
j~+,s
+ +
J- + + ~-
Abb. 3. Vergleichende D a r s t e l l u n g der Lebensdauer u n d Schwere der O r g a n e r k r a n k u n g e n bei den Tieren yon Genf. Sehraffiert = Dunkeltiere,. hell ~ Helltiere.
Z u = Lunge, Le = Leber,
M i = Milz, I.,y = L y m p h k n o t e n .
-- ~ normal, '-- = mS, Big e r k r a n k t , + = schwer erkrankt,
42
L. Lange, Bam~tter, Griihinger u n d L6wenst~idt: U n t e r s u c h u n g e n fiber den Einflu6
zt11.1~25. "l 815.2228 5.12 I
I
5 2 500
i
5
tt751
I
~
I
I
~l~
~
I
I
I
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I
I
550
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I"~ ~
750 7B5
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3Bs~ II "P-I "4"-.1 300 L I q
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I - IIr~-m."~
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375 850
m~ 600 575
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525 500
700 i
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675
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650 '
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I
~ b 11
575
~ b 12
050
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550 16 525
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850
750
I
375 350
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q. II. 18.25.1 2..1522.2B. 5.1Z ~ i j~ I ~ i
500
\
800
q2~
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'
$25
725
I
1 795 \ 700
i
~x
Abb. 4. Gewichtskurvcn dcr Tierc yon Gcnf.
L~ b )"7
der Hfhenlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen usw. Tabelle 7. Tier Nr.
Lebensdauer Tage
43
Pathologische Befunde yon Dares.
Lunge
Leber
~Iilz
IaE*l
o.B~
o~176
o.B,
Grofl, hart
IaE2
o.B.
Postmortale F/iulnis, keine Tuberkulose
o.B,
Matschig, faul
Ia 3
o~176
Graue und gelbe Zahlreiehe, zum Teil Vergr61ler~ und verhiirtet in Gruppen geKn6tchen in mittordnete graue und lererZahl zerstreut gelbe Tuberkel
Ia 4
Durchsetzt yon einer gr6Beren Anzahl blaugrauer Herde
Ia E 3
wenige Mittlere Zahl kleiner Einzelne graue Tuberkel grauer Tuberkuloseherde
Ial
Sehr wenige kleine graue Herde
Ia2
Durehsetzt yon zahl- MaI3ige Zahl kleiner M/~Big viele kleine graue Tuberkel grauer Tuberkel reiehen mittelgroBen grauen Tuberkeln Zahh'eiche, diffuse, M~flig durchsetzt o.B. yon grauen und kleine, zerstreute, gelben Kn6tchen graue und gelbe Tuberkelkn6tchen Zahlreiehe, z . T . in Vereinzelte NekroseO~ herde Gruppengeordnete gelbe Kn6tehen GreBe Zahl grauer, I~ur wenige graue Ma$ige Zahl grauer kleiner Herde und zum Teil gelbe zum Teil fluktuHerde ierender Herde Zahlreiche, teilweise Gr60ere Zahl kleiner Mittlere Zahl grauer Tuberkel grauer Herde grebe und konfluierende graue Tuberkel graugelbe Grf$ere Anzahl kleiDurchsetzt von einer Einige her grauer Herde Herde groBen Zahl kleiner grauer Herde, einzelne umschrieben ger6tete Partien o~176 Durchsetzt yon zahl- Einzelne gelbgraue Herde reichen grauen tterden verschiedener Gr613e
IIa 9
IIa E1
IIa E2
IIa 12
IIa 11
IIa E3
IIa 10
38
o,B~
o.B.
GreBe Zahl kleiner •ur vereinzelte gelbgraue Herdchen grauer Tuberkel
Lymphknoten
Mittlere Zahl grauer geschwollen und verh~irtet Herde Sehr wenige kleine Zum Teil gesehwollen und verh~irtet graue Tuberkelherde einzelne grebe, zum Geschwollen und Tefl verkaste, zum hart Tell graue Herde
O~B~
Zum Teil gesehwollen und verh~rtet
Geschwollen und hart
Matschig, verfault
Gesehwollen und verh/~rte~ Zum Teil geschwollen und verhartet
Geschwollen und hart
Geschwollen und verh~rtet
Zum Teil gesehwollen und verh/irtet
* Anmerkung: In den Tabellen 7--12 bezeiehnet E in der Tier Nr. die aus der Ebene heraufgebrachten nicht akklimatisierten Tiere.
44
L. Lange, Bamatter, Griininger und LSwenstiid~: Untersuchungen fiber den EinfluB Tabelle 7. (Fortsetzung.)
Tier Nr.
I I I a 15
Lebensdauer Tage
38
IIIa E 1
Leber
Milz
I I I a 16
IIIa E2
IbE1 Ib E2
Lymphknoten
Stark durchsetzt yon Maflig iibersi~t mit Geschwollen und kleinen, zum Tell kleirlen konfluiehart konfluierendengelrenden grauen und ben und grauen go|ben Tuberkeln Tuberkeln 0.]3. Grol]e Zahl grauer Sp/irliche, zerstreut Fast normale GrSi3e: liegende graue und grauweifler, nicht verh~rtet zum Teil konfluHerde ierender Horde O.]3o
Stark durehsetzt mit MiiBige Zahl kleirmr l~I~13ig viel ziemlich verschieden grograuer Herde groi3e graugelbe Ben grauenHerden Herde Reichlich durchsetzt Sehr zahlreiche dicht Durchsetzt yon zahlyon teilweise konnebeneinanderreichen, zum Tell fluierenden grauen stehende, teilweise grol3en und grauund weiflen Hergrol3e konfluierenwell]on Herden den de Horde Grol3e Zahl kleiner Wenig, zum Tell grS- M/il3ige ZahI grauer grauer Tuberkel 13ere graugelbe Tuund graugelber berkel kleiner Herde o.B. o.B. O.]~.
IIIa17
IbE3
Lunge
o,B.
o.B.
Wenige grSi3ere graue KnStchen auf der Oberflacho
Nut- wenig vergrfi. [ Bert und~verhiirtet I I Geschwollea und verhartet
Gesehwollen und verhi~rtet o~
o.B.
36
Oo B~
Ib5
67 get.
Zahlreiche kleine graue Tuberkel
o.B~
Kleine graue Tuber- Gesehwollen und kelknStchen in verh/irte$ m~Biger Zahl
Ib6
67 get. Zahlreiche gTaue Tuberkel kleinen Formats
o.B.
Zahlreiche graue Tu- Bis etwa Erbsenberkel gr6Be, geschwollen und verh~rtet
Ib7
67 get.
o~176
Ib 8
IIbE1
Zahlreiche kleine graue Tuberkel
Verelnzelte grauwei- Massenhaft kleine, VergrfBert und ver. fie KnStchen zerzum Tell konfluiehartet streut rende graue und weil31iche Tuberkel
Verwachsungen mit Geschwollen und der seitliehen verhar~ct Bauchwand, durchsetzt yon teilweise groflen grauen Tuberkeln 67 get. Zahlreiehe graue, Oberfl/iehe h6ckrig Sehr grofl, einzelne Keine auffallende und gefureht, verzum Tell verk~ste graue Tuberkel Veranderung Tuberkel einzelte grau e Tuberkel 67 get. Durchsetz~ yon gro- Leich$ hfekerig, kei- Grol3, einzelne kleine Zum Teil geschwol. flen grauen Tune makroskopisch. graue Tuberkel len und verhiirtet berkeln Herde
der H6henlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkul6se Meersehweinehen usw.
45
Tabelle 7. (Fortsetzung.) Lebens-
Tier Nr.
dauer Tage
Lunge
Leber
IIb E 2
67 get.
Zahlreiche graue T uberkel
O~ Bo
IIb 13
67 get.
Mittlere Zahl zum Wenig ver/indert Tefl grofler grauer Tuberkel
Milz
Lymphknoten
Einige graue Tuber- Teilweise geschwolkel len und verh/~rtet Mittlere Zahl grauer Geringe Schwellung 9 Tuberkel
IIb 14
Zahlreiche graue, Wenige ldeine graue Sehr zahlreiche klei- Gesehwollen und ne zum Tell konzum Teil gr6Bere Tuberkel verh/trtet mit einTuberkel fluierende graue zelnen grauen TuTuberkel berkeln
IIIb 18
M~Big viele, meist Sehr grobh6ekerig, Grol], mit B1uter- Geringgradig geeinige kleine graue gfissen, einzelne gr6Bere graue Tuschwollen, wenig Tuberkel graue Herde verh~trtet berkel
IIIb 19
Durchsetzt von zahl- Etwas h6ckerig, sonst reichen grauen O.B, Herden
IIIb 20
Durehsetzt yon einer grSBeren Zahl grauer Tuberkel
IIIb E 1
o~176
Zum Teil geschwollen und verki~st
o.B.
Etwas vergr6flert, Vergr6Bert und vereinige graue Herde h~rtet
68 get. Zahlreiehe, zum Tell Grobh6ekerig, mit Sehr reiehlieh durch- Gesehwollen und einigen kleinen setzt yon zum Teil verh~irtet verk/~ste Tuber-i grauen Tuberkeln kel neben g r o B e n konfluierenden grauen Herden Herden Tabelle 8. Mikroskopische Be]unde yon Davos.
Tier Nr.
Lunge
Durehsetzt yon Granulationsgewebe aus Lymphocyten und Fibroblasten KoHagene Fasern Kr/tftige Kollagenfaserbildung an einzelnen Stellen Elastische Fasern Anch im Infiltrationsgebiet teilweise erhalten
Leber
Milz
O~176
Verschieden grebe, unscharf begrenzte Herde nekrotischen Zerfalls BIicht vermehr~
IaEl l~bersieht
Ia E2 l~bersicht Kollagene Fasern Elastisehe F a s e m
o.B.
"
Vereinzelt i m webe
Lymphknoten
Ge-
o.B.
I n geringer Zahl klei- In m/~Biger Menge I n maBiger Zahl gut I n groBem Umfange no oder mittelmittelgroBe Herde begrenzte Herde nekrotiseh zerfalgrebe Herde aus aus Gramllationsaus Granulationslend gewebe Granulationsgegewebe webe Kollagene Fasern Treten nieht auf Treten nicht a u f Bindegewebe umgibt Partienweise reichdie Herde lich Elastische Fasern Nur teilweise erhalten Treten nicht auf Nieht vermehrt Treten nicht auf Ia 3 0bersieht
46
L. Lange, Bama~ter, Grtininger und L6wenstiidt: Untersuehungen fiber den EinfluB Tabelle 8. (Fortsetzung.)
Tier Nr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
In4 ~bersicht
Mehrere verschieden In geringer Zahl mit- Vereinzelte Herde grol]e, meist ziemtelgroBe Herde aus aus Grannlations]ich gut begrenzte Granulationsgegewebe,starker SiHerde aus Granuwebe nuskatarrh lationsgewebe Kollagene Fasern Mitunter in mal3iger Ab und zu in ge- Nirgends vermehr$ Menge in den Herringer Menge in den den Herden Elastische Fasern Nut in Resten in den Treten nicht auf Nirgends vermehrt Herden Versehieden grol]e, Durchsetzt yon Her- Mehrere Herde aus meist seharf beden aus GranulaGranulationsgegrenzte Herde aus tionsgewebe mit webe Granulationsgezahlreichen Galwebe lengangssprossen Kollagene Fasern Vereinzelte Septen Reichlich in den Her- Kollagene lTibrillen kollagen impr/tgden treten teilweise in niert d en Herden auf Elastische Fasern In den Herden ver- Treten nicht auf Treten nicht auf nichtet IaE3 ~bersieht
Diffus durehsetzt yon In gr6Berer Zahl mit- MaBige Zahl teihveise Durchsetzt yon Graausgebreiteten IntelgroBe Herde aus ziemlich groBer nulationsgewebe filtraten aus GraGranulationsgeHerde aus Granunulationsgewebe webe lationsgewebe Kollagene Fasern Stellenweise kri~ftige Ab und zu in ge- Vereinzelt in den Treten in reichlicher kollagene Septenringer Menge in Herden 5Ienge auf impragnierung den Herden Elastische Fasem In den Infiltratennur Treten nicht auf Treten nicht auf Treten nicht anf in Resten erhalten Ial ~bersicht
Ia2 Uberslcht
v o n abgesehuppten Mehrere mittelgroBe, In m/~BigerZahl mit- Grol~e Nekrosen mit Zellen und kleinaus Granulationstelgroile Herde aus beginnendem Zerzelliger Infiltragewebe bestehende Granulationsgefall tion ausgedehnt Herde webe und kleinen durchsetzt. GroBe Nekrosen Nekrosen mit beginnendem Zerfall Kollagene Fasern Treten nicht auf Treten nicht auf Treten in m/igiger In mM]iger Menge fin Menge in den GraInnern und an der nulationsherden Peripherie auf Elastlsche Fasern Nich~ erhalten Treten nicht auf Treten nichb auf Treten nicht auf IIa 9 Kleine, chronisch Teilweise ziemlich Verehlzelte ganz klei~bersicht entziindliche Hergrolle Herde aus ne Nekrosen, sonst de Granulationsgeo.:e. webe Kollagene Fasern Treten nicht auf m Treten nicht auf Elastische Fasenl Aueh in den Herden Treten nicht auf gr6Btenteils erhalten
der H6henlage auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen usw.
47
Tabelle 8. (Fortsetzung.) Tier ~'r. IIaE1 ~bersicht
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
Durchsetzt yon Gra- Zahlreiche Herde aus Vereinzelte Nekrose- Ausgedehnte Nekroherde sen mit Zerfall Granulationsgenulationsgewebe webe, ab und zu mit kleinen Nekrosen und Langhansschen Riesenzellen l~icht vermehrt
Nicht vermehrt
In m/iBiger Menge in der Peripherie, sonst nich~ vermehrt
Elastische Fasern In" den Herden teil- Nicht vermehrt weise zerst6rt
2~'icht vermehrt
Treten nicht auf
Kollagene Fasern Nicht vermehrt
Durchsetzt yon ver- Zshlreiche verschie- Mehrere Herde aus den groBe Herde Granulationsgeschieden groflen aus Granulationswebe mit zahlHerden aus Granugewebe, in denen reichen Riesenlationsgewebe mit ab und zu Riesenzellen Langhansschen zellen auftreten Riesenzellen Nicht vermehrt Kollagene Fasern Nicht in den Herden Nicht vermehrt Nicht vermehrt ]~lastische Fasern Gr6Btenteils zerst6rt Nicht vermehrt IIa E2 ?~bersicht
Herde aus Epitheloidzel|en
Geschwollen, mit vereinzeltcn ganz kleinen Zerfallsherdchen
K0llagene Fasern Nich$ anzutreffen
Nicht vermehrt
In m/i0iger Menge in der und um die Driise
Elastische Fasern
~Nicht vermehr~
Nicht vermehrt
I I a 12 ?0bersicht
I I a 11 l~bersicht
I n groBen Partien :1 yon abgeschuppten Epithelien und kleinzelliger Infiltration durchsetzt
Durchsetzt yon meh- Durchsetzt yon teil. Durchsetzt yon zahl. weise sehr ausgerercn grollen, meist reichen, meist ausunschaff begrenzdehnten Herdcn gedehnt nekrotiten Herden aus aus Granulationsschen Herden aus Granulationsgegewebe mit NeGranulationsgekrosen webe webe
Kollagene Fasern T~eten nicht auf
Treten ~ficht auf
Treten nicht auf
erhal- Treten nieht auf
Treten nicht auf
Elastische Fasern
Gr6Btenteils ten
IIa E3 l~bersicht
Durchsetzt yon Gra- Mehrere teilweise ausgedehntere nulationsgewebe mit vereinzelten Herde aus Granulationsgewebe Riesenzellen
]~011agene Fasern Nicht vermehrt
Nicht vermehrt
Elastische Fasern
Nicht vermehrt
Geschwollen, teilweise zerfaIlend
o.B.
i
In m~Biger Menge Treten nicht auf
48
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenst~tdt: Untersuehungen fiber den EinfluB Tabelle 8. (Fortsetzung.)
Tier !%~r.
I I a 10 ~bersicht
Lunge
Leber
Milz
Ziemlich viele mittel- Durehsetzt yon zahlgrofle Herde aus reiehen, teilweise Granulationsgeziemlieh groBen webe }terden aus Granulationsgewebe
Kollagene Fasern Nicht vermehrt
Iqicht vermehrt
Elastisehe F a s e m Teilweise erhalten
Nieht vermehrt
SteUenweise t~egh. nender ZerfaU
O~176
Teilweise ziemlid reiehlich Treten nicht auf
Ganz vereinzelte, I n geringer Zahl mit- Vereinzelte ' kleine ganz ldeine HerdtelgroBe, aus Gra- 9 Herde aus Granuchen aus Granulanulationsgewebe lationsgewebe bestehende Herde tionsgewebe
I I I a 15 Obersieht
Treten nicht auf
Treten nieht auf
Elastisehe Fasern N u t teilweise erhal- Treten nieht auf ten
Treten nicht auf
:Kollagene Fasern Treten nieht auf
IIIa E 1 ~bersieht
Ganz sp~rliehe mittelgroBe Herde aus Granulationsgewebe ab und zu mit Riesenzellen
:Kollagene Fasern
N u t sehr wenig in den tterden
Elastisehe Fasem i'
Nieht vermehrt
I I I a 17 ~bersicht
Lymphknoten
Vergr6Bert mit ver. einzelten Riesen. zellen, stellenwei~ entzfindlieher Ze. fall o~176
Ziemlieh reiehhch i~ Gewebe
mittel- Zahlreiche nekroti- Zum Zerfall neige~t Diffus yon Granu- Zahlreiche groBe Herde aus sche Herde, verlationsgewebe inGranulationsgesehieden groB und filtriert webe unschaff begrenzt Treten nicht auf
Nicht vermehrt
Nur ganz sparlich
Elastische Fasern Partienweise gut, an Treten nicht auf anderen Stellen nut in Resten erhalten
Nicht vermehrt
Treten nicht auf
Kollagene F a s e m Nicht vermehrt
I I I a 16 ~bersieht
Zahlreiehe mittel- Zahlreiehe, teilweise Teilweise sehr grofle Durehsetzt yon Gr~ nulationsgewebe sehr groBe Herde tterde aus Granugroge Herde aus lationsgewebe mit aus GranulationsGranulationsgevereh~zelten growebe mit R,iesengewebe mit ganz Ben I~ekrosen i zeUen ~ vereinzelten kleiI': / nen ~ekrosen /
:Kollagene F a s e m Nur ganz vereinzelt I Ganz vereinzelt in Treten nicht auf I I den Herden Elastisehe Fasern Nur zum geringen / Treten nicht anf II Teil erhalten L
'
Treten n i c h t auf
Nur in der Perit pherie Treten nieht auf
der H(ihenlage auf mlt Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinehen usw.
49
Tabelle 8. (Fortsetzung.) Tier
Nr.
I I I a E2 0bersicht
Lungo
Leber
Milz
Lymphknoten
Mehrere teflweise Herde aus Granula- Mehrere, zum Teil Nekrotisch zerfallend sehr grol]e, teflgrofle, mitunter tionsgewebe mit nekrotisierende weise konfluierenzahlreichen Galde tterde aus GraHerde lengangssprossen nulationsgewebe mit hi~ufigen Nekrosen
Kollagene Fasern Treten teilw, reich- Treten in den Herden Die Herde sehr kr/~f- Die nicht zerfallenen rig abkapselnd Partien sehr stark lich neben den nicht selten auf durchwachsend Herden auf Elastische Fasern In den Herden nur Treten nicht auf in sp~rlichen Resten erhalten IbE1 %ersieht
Sehr blutreich, sonst Ziemlich blutreich, o.B. sonst o. B.
Nicht vermehrt
Nieht vermehrt
O~ B~
KoUagene Fasern Elastische Fasern Zahlreiche Herde aus Ausgedehnte zerfalGranulationsgelende Nekrosen, webe, zum Tefl mit vereinzelte Riesennekrotischen Z e n zellen tren mit vielen Riesenzellen
IbE2 0bersicht
Kollagene Fasem
O~ ~ ,
O~ B~
]~lastische Fffsern IbE3 l~bersicht
Nicht vermehrt
In m ~ i g e r Menge in der Peripherie
Nich~ vermehrt
Nicht vermehrt
Sehr spirliche und Sehr spiirliche mid! Mehrere, ziemlich ! Ziemlich ausgedehnt kleine Herdchen grofJe, im Zentrum nekrotisch kleine Herdchen aus Granulationsaus Granulationsausgedehnt nekrogewebe tisierende Granugewebe lationsherde
Kollagene Fasern Treten nicht auf
Treten nicht auf
Treten nicht auf
Nicht vermehrt
Elastische Fasem Fast ganz in den Treten nicht auf Herden vemichtet
Treten nicht auf
Treten nich~ auf
Ib5 %ersicht
Zahlreiche, wech- Zahlreiche, meist Herde aus Granulaselnd grol]e, scharf mittelgroBe Herde tionsgewebe, h/tufig mit kleinen Nebegrenzte Granuaus Granulationslationsherde gewebe krosen
Kollagene Fasern Treten nicht auf
Treten nicht auf
Elastische Fasern Sind in den Herden Treten nicht auf nur in Resign erhalten BeitrRge zur Klinik der Tuberkulose. Bd. 82
Ganz sp~irliche feine ~ s e r c h e n neben den Herden Nich~ vermehrt
4
50
L. Lange, Bamatter, Griininger und Lfwenst~dt: Untersuehungeu fiber den Einflul~ Tabelle 8. (Fortsetzung.)
Tier ~Nr.
Lunge
Leber
Milz
1
Lymphknoten
Zahlreiche verschie- Sehr vel~einzelte mit- ' Zahlreiche Herde aus " telgroBe tterde aus Granulationsge/ den grebe, scharf webe mi~ vereinbegrenzte GranuGranulationsgezelten Riesenzellen webe lationsherde mit einzeluen Riesenzellen Treten nicht auf Treten nicht auf Kollagene Fasern Treten nicht auf Treten nieht auf Elastische Fasern In den Herden grOB- Treten nicht auf tentefls verniehte~ Ib 6 -~bemicht
Ib7 Cbersieht
Durchsetz$ yon zahl- Mehrere wechselnd Klelne, ganz verein- Im Innern zerfallend reiehen groBen zelte Nekrosen, grebe Herde aus Herden ~us Grasons~ kein bemerGranulationsge nulationsgewebe kenswerter Befund I webe
Kollagene Fasern Teflweise reiehlieh in Teilweise reiehlich in den Herden den Herden
Reichlieh in der Pefi. pherie, im Inneru sp~rlicher
Elastische Fasern In den Herden nur Treten nicht auf in l~estcn erhalten
Treten nicht auf
Ausgedehnte Herds Ziemlich zahlreiehe Granulationsherde aus Granulationsmit Riesenzellen gewebe mR Gallengangswueherungen Ab und zu in m/tBiger Nicht vermehrt 'Menge in den ]=letden
Ib8 ~bersieht
Kollagene Fasern
Elastische Fasern I I b E1 ~bersieht
Treten nicht auf In
Treten nicht auf
groflen Partien In m~Biger Menge Zahlreiche Herde aus Granulationsgewebe yon GranulationsmRtelgroBe Herde Granulationsge. gewebe durchsetzt aus Granulationswebe, ab und zu gewcbe mit Riesenzellen
](ollagene Fasern Treten nicht auf
Nicht verinehrt
Elastische Fasern GroBenteils erhalten Treten nicht auf
Hin und wieder in Nur in der den Herden pherie
Peri.
Treten nicht auf
mittd- MittelgroBe Herde In groi~em Umfange Durchsetzt yon ver- Zahlreiche grofle Herde aus aus Granulations. 2erfallen schieden groBen Granulationsgegewebe mit Rie-I Granulationshersenzellen den, teilweise zenwebe tral nekrotisierend mit vereinzelten Riesenzellen Tretert nieht auf Treten nicht auf Kollagene Fasern Treten nieh$ auf Reichlich in der Pefi. pherie, teilweise aueh in den nicht zeffallenen inneren Partien Treten nicht auf Treten nicht auf Elastisehe Fasern In den Herden tefl- Treten nicht auf weise erhalten I I b E2 ~3bersich~
der H6henlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinehen usw.
51
Tabelle 8. (Fortse~zung.) Tier Nr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoteu
ausge- Sparliehe Helxle aus Zahlreiche Herde aus Zahlreiche GranulationsgeAlveolarepithelien dehnte Granulawebe, vereinzelt und Lymphoeyten tionsherde ausgedehnt nekrovereinzelt Granutiseh lationsherde Treten nicht auf Kollagene Fasern Treten nicht auf Treten nieh$ auf Treten nicht auf Elastisehe Fasern GrSf~tenteils erhalten Treten nicht auf
Lib 13 l~bersieht
MittelgroBe Granu- Vereinzelte, aber teil- Zahlreiehe Granula- An mehreren Punktionsherde 6fters ten zerfallend,zahllationsherde mit weise groBe Gramit Riesenzellen, reiche Riesenzellen einzelnen Riesennulationsherde mit ganz selten kleiue zellen einzelnen RiesenNekrosen zellen Kollagene Fasern Treten nicht auf Treten in mM3iger Trcten in mhBiger Reichlich in der Peri]~[enge auf pherie, sp/~dich im Menge auf Innern Treten vereinzelt auf Treten nicht auf Treten nicht auf Elastisehe Fasern Teilweise erhalten
I I b 14 ]~bersicht
Diffuse, ziemlieh aus- Zahlreiehe, meist Ausgedehnte, aber Mehrere verschieden noeh nieh~ vollgedehnte Infiltraziemlich ausgegroIle Nekrosen kommene Nekrotion mit Granudehnte Granulalationsgewebe tionsherde sen Kollagene Fasern Treten nicht auf Treten nich$ auf Treten nicht auf Nur in der Peripherie Treten nicht auf Elastische Fasern GrSBtenteils erhalten Treten nieht auf Treten nicht auf I I I b 18 l~bersieht
Zahlreiche mittel- Zahlreiehe Horde aus GranulationsgegroBe Herde aus Granulationsgewebe webe Kollagene Fasern Treten nicht auf Treten nicht auf Elastische Fasern Nur zumTeil erhalten Treten nicht auf I I I b 19 0bersicht
o,B,
Zahlreiehe ldeine Zahlreiche Herde aus )Iehrere Herde aus Geschwollen und GranulationsgeGranulationsgeoder mittelgroBe, durchsetz~ yon webe mib Riesenmehr oder weniger webe mit vereinGranulationsgezellen seharf begrenzte zelten RiesenzeUen webe Granulationsherde Kollageno Fasem Treten nur vereinzelt Treten ganz verein- Treten zerstreut und Bilden eino diinne auf sparlich auf Kapsel in der Perizelt auf pherie und finden sieh ganz spi~rlich im Innern Elastisehe Fasern Gr613tenteils zerst6rt Treten nicht auf I~icht vermehrt Treten nicht auf I I I b 20 l~bersich~
Ausgedehn$ und dif- Zahlreiche, teilweise Zahlreiche, teilweise groile Nekrosen fus yon Granulasehr ausgedehnte tionsgewebe infflHerde aus Granutriert~ lationsgewebe Kollagene Fasern Nicht vermehrt Treten ganz selten Umkapsdn manche Nekrosenindicker und sparlieh auf Sehieh~ Elastisehe Fasern GrSl3tenteils erhal- Treten nich$ auf Treten nicht auf ten, stellenweise zerst6r$ I I I b E1 ]3bersicht
4*
L . Lange, B a m a t t e r , Griininger u n d L b w e n s ~ d t : U n t e r s u e h u n g e n fiber d e n Einflul3
52
Tabelle 9. Vergleichende Darstellung der S~rke der Bindegewebsentwicklung mit Lebensdauer
und K6rpergewichtsschwankwn9. Davos. Tier Nr.
Lebensdauer Tage
Endgewicht gegenflber Xmpfgewicht
IaE1 Ia E2 Ia 3 Ia4 Ia E3 Ia 1 Ia 2
~6 27 41 67 get. 67 get. 67 get. 68 get.
--55 - 55 --40 +llO + 7O i 0 + 2O 20 --115 +145 - 50 - 55 + 2O + 10
~8 ~8 get. get. get. get. get.
9
E1 F,2 12 i1 E3 10
IIIa Ilia IIIa IIIa IIIa
15 E1 17 16 E2
I8 get. get. get. get.
- -
+ 50 60
IbE1 Ib E2 Ib E3 Ib5 Ib6 Ib7 Ib8
:5 ~5 16 get. get. get. get.
15 --20 --40 + 35 +110 --65 --- 50
IIbE1 IIb E2 I I b 13 I I b 14 IIIb IIIb IIIb III b
18 19 20 E1
67 67 67 67
0
0 0
(+) (+) +
(+) ++ (+)
~Iilz
Lymphknoten
+
+
+ (+) (+)
++
(+)
(+) (+)
m
o 0
N
+ 10 + 65
((+))
0
((+)) +
((+}) +
++
0 0
0 0
o
N
- -
get. get. get. get.
47 67 get. 67 get. 68 get.
+
Leber
- -
I I a
IIa IIa Ha IIa IIa IIa
67 67 67 67 67
Lunge
- -
0
(+)
+
+ (+)
+
_
(+)
(§ +
(+)
C+)
+
((+)) ((+))
0 (+) +
n
--125 -
-
-
-
- -
Abkiirzungen: get. = Zeichen: 9 = Organ 0 = Organ - - = Keine ( ( + ) ) , (~-), ~-, + +
5
35 50
§ ((§ (§
{(+))
5
§ 90 --135 + 30
(+) §
(-4-) -
-
(+)
9
get6tet a m E n d e der Versuche. n i c h t untersucht. frei yon tuberkulSsen Veranderungen. Bindegewebsbildung. = Steigende Grade y o n Bindegewebsbildung.
(+)
der H6henlage
auf mit Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen
rTT~ TT~ ~ I ~ E ~
+ - + +
llb C~
lllll II~l II~7~fg
---?
IIbf~
usw.
53
--++
I lllll
II
IIIJJIIII llll
Illl
Ill/~zr
"-~+
l~b6++++
lilt {Ill llI{lllll IIll HIli I1~ + + - ' - + I1[I il IIII1[1[I Ifll IIII ItlZ.r
I/ha'+'++ ~bY++"-+
IIII II IIIII1111 II11 II11 ILl(.~zg++++
~Ebg+++/
1[t} ljtl 1111 liiLZZ'~z9
',
-+-~+
I'~ b+-'++
IIII III IIII IIIIIT~Ef
i~
-+-~
III1 II IIIIIIii
~++++
IIii11111 IliadS+ "1"~+
~,~3
llll Ill 1111 IIII IIII IIII Ill~/~z§247247 IIII II Illl:ll[I IIII IIII I11~++-'+
§ +§
I~Zr~ '8
++ i,t~b++ - +
llll Ill Illl!tltt I111 IIII II1~++-+
~b+.~++
IIII III IIIl~llll~rn16
E~/b++++
/
"'"=''+
IIII III IIIIIIIII I11111III lily'Z+ -'--.'-
I1~1I1~ ~II~lll~ It~IlIIf~ I1~"++++ Illi III IIII
il liLiitlll
lil~++-I-+ i
Abb. 5. Vergleiehende Darstellung der Lebensdauer und Sehwere der Organerkrankungen bei den Tieren yon Davo~ ~ normal, L u = Lunge, M i = M i l z , Schraffiert ~ Dunkeli~iere, -~ = m~Big erkrankt, Le = Leber, L y = Lymphknoten. hell = Helltlere. + ~ schwer erkrankt.
\ N
.e... x
f
~-j
.
-( -I~
_
%
-\ \ i
.
I
t
!
54
L. L~mge, Bamatter, Griininger und L6wenstgdt: Untersuehungert fiber den Einflul~
~. I~ I~2~ ~ 8. 75.22.28.5.12.
~ I11~2~ ~ 8 75.222R5. ~.
9
350
I
I
I
I
325-
,~
/
~r
~1~~,,I 500-1!iq75 i
-~
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2251
I
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X x /~r~, ~ 5
A .J
=1 'N'~ 1 t +' II D [ I
~g5~r
375~"~
~
Ibe~
325t~V li ~_~ + I 300i Abb. 6 b. Ocwichtskurvcn der Tiere vonXDavos.
375-
~b13 ~ o5
300
~
"~
575 -
325 -300--
I x
550
.
'
;~sL-- IAI
v
' I ~1 ~ I..~,9
500 q75 ,
,
~=] " I
I
T~ I
,
I
' l~h
375
~
N
I
q75
300
~5o
zz5
G00
2Z5
~
N_
Abb. 6c. Gewichtskurven der Tiero yon Davos.
~b2~
der H6henlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinehen usw.
55
Tabelle 10. Patholoffische Be/unde yon Gornergrat. Tier Nr.
Lcbensdauer Tage
Lunge
Leber
~ltlz
o.B~
O, B.
o~176
Ia2
7 11
o.B.
o.B.
0.]~.
Ia3
21
o.B.
Wenige grauweiI]fiche Herdchen
o.B~
Etwas vergr6Bert u. verhiirtet, Durchschnitt gelblichgrau
IaE1
25
O~ B~
Wenige kleine Tu- Zahlreiche Tuberkel Zu Paketen verschmolzen, teilberkel weise mit weichem Inhalt
Ia E 2
55
Ia E*3
o.]].
Mehrere, teilweise Mehrere Tuberkel verkasende Tuber-
kel Ia4
66 get
Ia 1
66 get
Lymphknoten O. B,
Zahlreiche Tuberkel Zu Paketen verschmolzcn, teilweise mit weichem Inhalt
Zahlreiche vorsprin- Zahlreiche kleine Tu- Zahlreiche Tuberkel Zum Tcil stark geschwollen u. hart gende groBe, verberkel k/~sende Tuberkel Teilweise vcrgr6Bert M/Lflig viele mRtel- Eine Anzahl kleiner Mchrere Tuberkel groI]e Tuberkel Tuberkel
Ha E1
5
IIa 10
26
HaE2
27
IIa 11 nieht geimpft
31
An~imie
IIa 12
50
IIa E3
65 get
IIa 9
65 get
lIIa 19
17
meist Nicht deutlich er- Zum Teil etwas gcDurchsetzt yon Tu- Zahlreiche, schwollen kleine graue Herde krankt berkeIn Zum Teil geschwolo.B. Von sehr vielen, ~eil- Eine AnzaM kleiner lea Tuberkel weise verkiisenden Tuberke]n durchsetzt Eine gr6Bere Zahl Viele sehr kleine Tu- Sehr kleine Tuberkel Wenig geschwollcn berkel Tuberkel Welfige leicht vero.B. o.B. Pneumonie gr6Berte Driisen
llIa E 1
17
IIIa 20
21
o. Bo
Zahlreiche Tuberkel Zahlreiche Tuberkel Vergr6fler~, teilweise Pakete bildend und verk/Lst
IIIa 17
22
o~
Sehr wenige punktfGrmige Herdchen
Pneumonie o.B, o~176
O,B.
OoB.
AniLmie
Pneumonie
o.B.
o.B,
Viele punktgroBe Tu- Zahlreiche Tuberkel berkel
O.]~~
Deutlich, teilweise stark vergr6Bert Zum Teil geschwollen o.:B.
An~mie
Oo B~
,
O. B,
o,B,
Wenige leicht vergr6Berte Driisen
GeschwoUen, zum Tell verk/ist
* Anmerkung: In den Tabellen 7--12 bezeichnet E in der Tier-Nr. die aus der Ebene heraufgebrachten nich~ akklima~isierten Tiere.
56
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenst/~dt: Untersuehungen fiber den EinfluB Tabelle 10. (Fortsetzung.)
Tier l~r.
Lebensdauer Tage
Lunge
Leber
I
Ilia E 2
22
Oo B~
Wenige graue Herd- [ ehen
I I I a 18
56
I I I a E3 nicht geimpft
~6 get.
Milz
Lymphknoten
o.B.
Ein grebes Paket bil. dend, teilweise verk~st
[
IbE1
9
I
Zah~eiehe Tuberkd Sehr zahlreiohe Tu- Zahlreiehe Tuberkel Einzelne vergr6Berte Drfisen mit kleinen berkel Verk/~sungsherden Einzelne gelbgraue Herdchen (Tuberkulose ?)
o.B.
o.B.
O. ]~.
Zahlreiehe gelbgraue Mehrere gelbgraue Mehrere graue Herd- Deutiich geschwolHerdchen len, mit teflweise Herde chen breiigem Inhalt Deutlich geschwollen und hart
Ib6
~5 get. Eine gr6Bere Zahl Tuberkel
Ib5
65 get. Zahlreiehe, zum Tefl Mehrere, racist kleine Eine Anzahl kleiner •ur vereinzelt vet gr6Berte Drfisen gelbgraue Herdgrol]e Tuberkel grauer Herdchen chert
Ib8
65 get. Eine gr61]ere ZaM Eine Anzahl meis$ Eine Anzahl kleiner Ein grebes, zum Tell verh~rtetes Paket kleiner Herde grauer Herde Tuberkel bildend
O, Bo
O, ]3,
graue Zahlreiehe sehr klei- Mehrere graue Herde Leieht vergr6Bert ne Herde
IbE2
Zahlreiche Herde
Ib7
Mehrere, meist kleine Einige sehr kleine Mehrere graue Herde Teilweise vergr6Bert Tuberkel gelbgraue Herde
I I b 13
o.B.
o.B.
o.]3.
O~ B .
I I b E2
o.B.
o.B.
0.]3.
o.B,
I I b E3
O,]~~
Einige spKrliche graue Herdchen
I I b 16
Pneumonie, Tuber- Eine gr6Bere Zahl teflweise groBer kelherde nieht siHerde cher
IIb E I
Lungentuberkulose makroskopiseh nicht sicher
I I b 15 I I b 14
IIIb E I
O, B ,
Zahlreiche graue Herdchen In der rechten Lunge eine graue Masse mit flfissigem Inhalt
Lebertuberkulose makroskopisch nieht sieher Mehrere Herdchen Zahlreiche Herde
o.B.
Durchsetzt yon zahl- Ein grebes bfldend reichen grauen Herdchen o.B.
Pake~
Drfisen zu Pakete~ verbaeken, ~eil. welse verk~ist
Sehr zahlreiehe sand- Driisen nieht merkbar erkrankt korngrofle graue Herde O~ ]~.
Drfisen nicht merkbar erkrankt
Sehr grofl, enth/~lt Zum Tefl geschwol. len und verh~rtet nur sehr kleine graue Herdchen o.B.
9 O.]~.
der H6henlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkulSse Meersehweinehen usw.
57
Tabelle 10. (Fortsetzung.) Lebcns -
TierNr.
dauer Tage
Lunge
Leber
~ilz
IIIb 23
11
O~ B~
o.B.
o~
o~
IIIb 21
11
o. B~
o.B.
o.B.
o.B.
o.B.
o.B.
o.B.
o.B.
IIIb 24
11
IIIb E 3
36
Lymphknoten
Zahlreiche, ziemlich Eine gr6Bere Zahl Makroskoplseh o. B. Zum Teil m~Big verkleine graue Herdgelblieh-grauer gr6Bert chen Herdchen
IItb 22
65 get. Einze]ne graue Herdchen
UIb E2
65 get. Ziem]ieh viele gr6- Wenige kleine graue Mehrere kleine graue Zum Teil deutlich Bere graue Herde Herdehen Herde vergr6flerb
Einige k|eine golbgraue Herdchen
o.B~
Nichb deu~lich krankt
er-
Tabelle 11. MikroskoTische Befunde yon Gornergrat. Tier Nr.
Lunge
IaE3 Stark mit Blur ge~bersieht fftllt K011agene Fasern o.B. F~lastiseheFasern Ia 2 l~bersich~
Stark durchbtutet
Leber
Milz
O, B.
O.]~~
Lymphknoten
o.B.
o.B~
K011agene Fasem
o.B.
o,B,
o.B.
Elastisehe Fasern
o.B.
o, ]~.
o.B.
Mehrere, verschieden grofle Granulationsherde In den Herden etwas kollagenes Gewebe o.B.
O,B.
Vereinzelte kleine Nekroseherdchen
O~ B~
Nicht vermehr~
Ia 3 ~bersicht
Gut durchbluteb
Kollagene Fasern
o.B.
Elastisehe Fasern
o.B.
o.B.
O~ B,
I a E1 ~bersieht
Teilweise starkeBlut- Wenige zellige Herd- Gut abgegrenzte ne- Zum Teil ausgedehnt fiillung krotisierende Hernekrotisierende ehen de Herde, Riesenzelfen Kollagene Fasern O~ B. Ab und zu vereinzdt Teilweise die Herde Ab und zu die Horde umfassend, ohne in den Herdehen abkapseind stark vermehrb zu sein Elastische Fasern O~ B~ o.B. O~ B~ o~ B~ Ia E2 •bersieht
MgBig grofle, zur Mehrere Herde aus Teihveise grebe Ne- GreBe, teilweise neVerkKsung neigenkroseherde. RieGranulationsgekrotisierende Herde Herde senzollen webe de KoUagone Fasera Treten nicht auf TreCen nieht auf Tre~en nicht auf Treten in m~il31ger Menge auf Elastisehe Fasern In den Herden teflo.B. o.B. weise rarffiziert
58
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenstgdt: Untersuehungen fiber den Einflufl Tabelle 11. (Fortsetzung.)
Tier Nr.
Ia 4 ~3bersieht
Lunge
Leber
GreBe nekrotisieren- Zahlreiehe, verschiede, zum Teil konden grol~e Herde fluierende Herde
Milz
Granulationsherde mit Riesenze]aen
Lymphknoten
Herde aus zum Ten nekrotisierendem Granulationsge. webe
Kollagene Fasern Treten reiehlieh auf Treten fast fiberall Treten in den Her- Etwas vermehrt den in erheblieher in miiBiger Menge auf Menge auf Elastische Fasern I n den Herden gr6$- Nieh$ in den Herden tentefls vernichtet Ial, ~bersieh~
o.]~.
o.B~
GreBe, zum Tell kon- Zahlreiche, aus Gra- GreBe Nekroseherde Grolle, zum Zerf~ fluierende Herde neigende Herde nul~lbionsgewebe besSehende Herde
Kollagene Fasern Netzf6rmige Kolla- Kein kollagenes Ge- Kein vermehrbes kol- Nieh~ vermehr~ genisierm~g in den lagenes Gewebe webe in den HerHerden den Elastische Fasern Elastische Fasern in O~ B~ O.B~ o~ den Herden zum Tell verniehteb I I a E1 ?~bersicht
Kollagene Fasern
Alveolen mit roten Blutk6rperchen u. Alveolarendothelien geffillt
o.B.
O. Bo
O~ B~
Elastische Fasern Bilden ein gut erhaltenes Netzwerk I I a 10 Obersieht Kollagene Fasern
0rtlich beschr/~nkter Sehr zahlreiche, teil- GreBe Herde aus Zum Tell zerfallende Desquamativkal~ekroseherde weise nekrotisieGranulationsgetarrh, sonst o. B. rende Herde webe o.B.
Elastisehe Fasern I I a E2 13bersieht
o.B.
Nicht in den tterden Wenig kollagene Fa- M~Big reiehlieh ent. sen1 in den Herden wiekelt O.]~.
O. ]:~~
Follikel geschwollen, jedoch kein Zei. ehen fttr Tuberkulose
Starke Bluffiillung, Ganz kleine Herdzum Teil Blu~ in ehen aus epitheden Alveolen leiden Zellen
Kollagene Fasern Kein Befund Elastisehe Fasem Kein Befund I I a 11 ~bersieht Kollagene Fasern Nicht mikroskopisch untersucht Elastische Fasern
Treten nicht auf
O.B.
O.]~~
o.B.
Sehr spi~rlieh O.]~.
F
der HOhenlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkulfse Meersehweinchen usw.
59
Tabelle 11. (Fortsetzung.) Tier Nr.
I I a 12 0bersicht
Lunge
Lcber
Milz
Lymphknoten
MittelgroBe Herde Kleine Granulations- Ganz vereinzelte, Follikelschwellungen mit kleinen Ne. aus Granulationsherde ganz kleine Nekrogewebe Sen, Bon@t o . B . kroseherden KollageneFasern Treten nicht auf Treten nicht auf Gering entwickelt Elastisehe Fasern Nur teilweise erhalo.B. ten "
IIa E3 13bersicht
GreBe, zum Tefl ne- Granulationsherde krotisierende Hermit Langhansde sehen Zellen KoUageneFasern Nieht vermehrt Nieht in den Herden Elasfische Fasern Teilweise zersf~rt o.B.
O~ B .
IIa 9 Obersicht
Versehieden grebe, Starke Durehsetzung Herde aus Granula- Follikel gesehwolteilweise verk~sentionsgewebe len, ab und zu mit Granulationsherden de Herde Nekroseherde K0UageneFasem Kollagene Sep/~nim- Treten in allen Her- Treten zum Teil in Wenig entwickclt pragnierung den meist in gezirkul~rer Anordnung in geringer ringer Menge auf Menge auf E|astischeFasern I n den Herden noeh o.B. Nicht zu linden O.B. relativ gut erhalten I l i a 19
l~bersieht
KollageneFasern El~stischeFasern
Sehr starke ~berfiillung mit Blur, das z u m Teil in den Alveolen liegt, sonst o. B.
O. B .
O~ B ,
O.]~.
o.B.
O, ]~.
o.B.
o.B.
o.B.
m
o.B.
o.B.
Ein vereinzelter Nekroseherd
o.B.
o.]~.
o. B .
o.B.
ISta'rke ~berffillung mit Blur, zum Teil in den Alveolen KollageneFasern o.B. Elastisehe Fasem o.B. III a E 1 0bersicht
Niehb vermehrt : Niehb vermehrg
IIIa 20 l~bersicht
Ganz vereinzelteklei. Einige kleine Herd- Teflweise sehr grebe, Gesehwollene Fo]line Entziindungskel, ab und zu Neaus Granulationschen aus Granuherdchen, sonst gewebe bestehende kroseneigung lationsgewebe o.:B. Herde Kollagene Fasern o.B. Treten nieht auf Treten nirgends auf Treten nieht auf Elastische Fasern o.B. O. B . 0.]~. O. B . I H a 17 Obersicht
Starke Blutfiillung, Wenlge, zum Tell nesonst o. B. krotisierende Her-
KollageneFasern
OoB.
Elastisehe Fasern
o.B.
de den Ab und zu in 9Herden o.:B.
O. ]~.
O. B .
Groi]e, zum Tefl nekrotisierende Herde Nicht besonders entwiekelt Nieht besonders entwickel~
60
L. Lange, Bamatter, Griininger und LSwensti~dt: Untersuehungen fiber den EinfluB Tabelle 11. (Fortsetzung.)
Tier Nr. I I I a E2 Obersicht
Lunge
Leber
Milz
Sehr blutreiCh, sonsb Granulatlonsherde o.B. in geringer Zahl
Koltagene Fasern
Nieht vermehrt
Elastisehe Fasern
o.B~
O. ~ .
Treten nieht auf
Lymphknoten Gro[3e, zum Toil k~] sigzerfallendeH~. de, Riesenzellen M~13ig stark e n t ~ kelt o.B.
Zahlreiche Horde aus Zahlreiehe Horde aus Grol3e, k/~sig nekro/ l~bersieht GranulationsgeGranulationsgetisierende Herdo wobo webe Kollagene Fasern Treten nicht auf Treten nioht auf Treten hin und wieder ringf6rmig um die Herde auf Ela~tische Fasern GrSi~ten~ei|serhalten o.B. O, B . I I I a 18
IIIaE3Obersicht Kollagene Fasern Elastische Fasern
!
o.B. o.B. o.B.
o.]3.
o. B,
o.B. o.]3.
o.~.
O, B.
Starke Durchsetzung Einzelne nekrotisie- M/i6ig grofle Zahl mit ausgedehnten rende Horde nekrotisierender verk~senden HerHerde den Kollagene Fasern Kr~ftig in der Um- Treten in den Rand- Zirkul~r angeordnet kollagenes Gewebe gebung der Horde 9ar~ien der Horde auf in geringer Menge entwiekelt o.B. Elas~isohe Fasern Nur zum geringen Tell erhalten I b E1 Obersicht
Granulationsherde Ib 6 Obersicht Kollagene Fasern Treben nieht auf
o.B.
o.B.
Elastisehe Fasern I n groBer Zahl erhalten Ib5 Obersieht Kollagene Fasern
Elastisehe Fasem Ib8 ~bersicht Kollagene Fasern
Elastisohe Fasern
Verkasende Granula- Zahh~iehe Granula- Zahlreiohe nekrotisierende Herde mit tionsherde tionsherde I Riesenzellen I n geringer Menge in I n mM3iger Menge, Sehr sp~rlich umhfillt die Herde den Herden mitunter ringfSrmig O. B. GrSBtenteils ver- Nicht in den Herden sehwunden Grofle Herde aus ~ahlreiche kleine Groile Horde ans Granulationsherde GranulationsgeGranulationsgewobo webe Hin und wiedor netz. Ab und zu einzelne Hiiufig etwaskollagenes Bindegewebe, Fasern in den HerfSrmige Kollagenimitunter zirkul/~r sierung den o.B. Gr6Btenteilsvernichtot
Granulationsgewe~ mitRiesenze~en M~flig stark entwii. kelt Nich~ vermehrt Einzelne horde
Zerfal~.
Treten sparlieh auf
Keine Vermo~ung Vergr613erb, mit I~ ginnenden Nelm sen
Am Rande der Kna ten teflweise v0r mehr~ o.B.
der Hfhenlage auf mit Eosin liehtsensibilisierte tuberkul6se Meerschweinchen usw.
61
Tabelle 11. (Fortsetzung.) Tier Nr.
Lunge
Leber
~Illz
Lymphknoteu
Gram kleine Granu- Nekrotisierende Her- Mittelgrofle, aus Epi- Ziemlieh grol]e Netheloidzellen bekroseherde lationsherde de mit Langhansstehende Herde schen Riesenzellen Nicht in den Herden Umhfillen den Treten nicht auf KoIlageneFasern Treten nieht auf Lymphknoten in dicker Schieht Nieht in den Herden Nicht vermehrt El~stischeFasern Nicht in den Herden O~176 IbE2 ~bersieht
K6rZahlreiche Granula- Vereinzelte kleine, Malpighisehe perehen, vergrfiaus Granulationstionsherde mit lqel~ert, doeh keine gewebe bestehenkrosen de Einlagerungen spezifisehen Herde E0llageneFasern Bilden W/ille um die Nekrosen ]~tisehe Fasern Groflenteils gut erhalten
Ib 7 ~ersicht
m
IIb 13 Obersieht Starke Blutfiillung K0UageneFasern o.B. ElastiseheFasern o.B~
o~
o.]3.
m
IIbE 2 ~bersieht KollageneFasern E]astisehe Fasern
o.B.
o.:B.
B
o.B.
~ul3erst starke Blut- Versehieden groge Grol3e nekrotisieren- Grol3e, zum Teil nede Herde krotisierende Herzellige /-Ierde iiberfiillung de Nicht in den Herden o.]3. Nicht in den Herden KoUageneFasem Nicht vermehrt O. B . O. B~ 0.~. ElastischeFasern Zersprengt I I b E3 ~bersicht
H b 16 Sehr stark hyper- Zahlreiehe Granulationsherde %ersicht iimisch Nieht in den Herden K0UageneFasern ! o.B. o.:B. EIastischel~asern Teilweise zersprengt, teflweise rarefiziert
o~ ~,
Stark mit Blur ge- MittelgroBe Granu- Grol3e Granulationsherde mit kleinen ]ationsherde ffillt, das zum Tell Nekrosen in den Alveolen liegt, und mittelgrol3e Granulationsherde K0]lageneFasern Nieht in den Herden Nicht in den Herden Ab und zuin geringer Menge O. ~ , o.]3. Elastische Fasem Zerrissen IIb El (~bersieht
iVIehrere, meist k]eine und gut begrenzte Verdiehtungsherde KollageneFasern Treten nicht auf Eastisehe Fasern
I I b 15 Obersicht
O~ ~ ~
o,B~ l
o.B.
Granulationsherde mit Kernzerfa]l Nicht vermehrt o.B.
62
L. Lange, Bamatter, Griininger und L6wenst~dt: Untersuchungen fiber den EinfluB Tabelle 11. (Fortsetzung.)
Tier Nr.
Lunge
Leber
Milz
Lymphknoten
I I b 14 1Dbersieht
GroBe konfluierende GroBe Granulations- Teilweise nekrotisie- Kleine nekrotisierer. Granulationsherde herde mit Langrende tterde mit de Herde mit hansschen RiesenRiesenzellen Langhanssehen zellen Riesenzellen Kollagene Fasern Ab und zu in ge- Treten sp~rlieh in Treten in geringer o.B. ringer Menge in den Herden auf Menge in den Herden Herden den auf o.B~ Elastisehe Fasern Teilweise rarefiziert o.B. o~ Stark mit Blur geS~mtliche Follikel Ziemlieh bindege. IIIb E 1 ftillt, sonst o. B. yon einer kernObersicht websreich, somt armen homogenen o.B. Zone ohne kollage. ne Fasern umgeben, sonst o.B. KoHagene Fasern Elastische Fasern Sehr starke Blutfiberffillung und kleine chronische Entzfindungsherde Kollagene Fasern o.B. Elastische Fasern Gut erhalten
Teilweise sehr blurreich, sonst o. B.
I I I b 23 13bersieht
I I I b 21 (~bersieht Bintreieh, sonst o. B. Kollagene Fasern o.B, Elastische Fasern o.B. Stark mit Blut geI I I b 24 fiillt, sonst o.B. Obersieht Kollagene Fasern Elastisehe Fasern I I I b E3 13bersieht
o.B. o.B. o.B. o.]3.
o.B.
o.B. o. tL o.B. o.B.
Zahlreiche unscharf Granulationsgewebe Epitheloidzelltuber- Einzeino Herde a~ begrenzte Granumit Langhanskel mit RiesenGranulationsgezellen sehen Riesenzellen lationsherde webe mit Riesen-
Kollagene Fasern Nieht in den Herden Nieht in den Herden In geringer Menge in Etwas vermehrt den Herden Elastische Fasern Rarefiziert Nieht in den Herden Nieht in den Herden o.B. Kleine, seharf be- Kleine Herdehen aus I I I b 22 grenzte VerdiehGranulationsgel~bersieht tungsherde webe O.~. I n geringer ~enge in o.B. Kollagene Fasern den Herden o.:B, O. B~ Elastische Fasern GroBe, unseharf be- Zahlreiehe Granula- GroBe Herde mit Grol]e Zerfallshfihle IIIb E2 Langhansschen tionsherde grenzte verkasen(~bersicht Riesenzellen de Herde l~:ollagene l~asern Wenig in den tIerden Fast gar nicht in den Nicht in den Herden Umhfillen die Zer. fallshOhle Herden Nieht vermehrt o.]3. O.B~ Elastisehe Fasern GrOBtenteils g u t erhalten
der H6henlage auf m i t Eosin lichtsensibilisierte tuberkul6se l~Ieerschweinchen usw.
63
Tabelle 12. VergleichendeDarsteUung der StSrke der Bindeffewebsentwicklung mlt Lebensdauer
und K6rpergewichtsschwanlcung. Gorn+rgrat. Tier h~r.
IaE3 Ia2 Ia3 Ia E1 IaE2 Ia4 Ia 1
9
Lebensdauer Tage
7 ll 21 25 55 66 g, ,~t. 66 g, ,'t.
IIa IIa IIa IIa IIa IIa
E1 10 E2 12 E3 9
65 g, ,'t.
IIIa IIIa IIIa IIIa IIIa IIIa
19 E 1 20 17 )22 18
17 17 21 22 22 56
IbE1 Ib6 Ib5 Ib8 IbE2 Ib7
5 26 27 65 50 ;t.
65 65 65 65 66
9 get. get. get. get. get.
Fmdgewieht gegentiber Impfgewieht
50 + 4O :t: 0 60 55 +125 + 20
- -
- -
Leber
~Iilz
0 0 0 0
0 0
(+) (+)
0 0 0 0
++ +
+
K-t-
- -
15
- -
5
35 65 + 85 l0
:k 0
•
20 60 20 30 0
20 + 65 + 2O + 9O +110 +155
- -
13 E2 E3 16 E1 15 14
10 32 35 35 37 65 get.
15 55 + 0 70 30 + 25
III b III b IIIb III b IIIb IIIb IHb
E1 23 21 24 E3 22 E2
l0 11 11 11 36 65 get. 65 get.
=k 0 + 45, + 40 + 50 - - 65 +100 + 125
5
3
get. ~ Organ Organ Keino
Lymphknoten
+
0 0 0 0
0
(+)
(+)
+
(+)
0 0 0 0 0
0 0
(+)
- -
IIb IIb IIb IIb lib IIb IIb
Abkiirzungen: Zeichen: 9 ~ 0 ~ -- =
Lungs
0
0
(+)
0 0
+ (+) (+)
C+)
(+)
0 9
0
(+)
0 0 +
+
(+)
0
(+) CC+))
0 + +
0 0
0 0
(+) (+)
(+) (+) (+) +
+ 0 0 0 0
0 0
0
(+) 0
(+)
(+)
0 0 0 0
0
0 0
0 0 0 0
(+)
(+)
(+)
(+) ((+))
((+))
0
(+)
get6tet a m E n d e der Versuche. n i c h t untersucht. frei yon tuberkul6sen Veranderungen. Bindegewebsbildtmg.
Die n i c h t geimpften Tiere I I a 11 u n d I I I a E 3 sind weggelassen. I)as Tier I b E 1 , das n i c h t a n Impftuberkulose gestorben ist, wurde n u t der Vollst~ndigkeit halber eingeftigt.
64
L. Lange, Bsmatter,
Grilninger und L6wenst~dt:
I
_r
--
Untersuchungen
I I f
I
I
i
IbE1
Illl
II 1I~3
- f
IlH
Ill IIIllllll
I}ll I l l I ~ E ~
++++
Ilff
Iti illiiilll
I~ll!lflI
l[[~zr
++++
IIII
III Illl!llil
Illl Illl
I[(,.zl
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-
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Ill Illl IIII III Illll [ ] ] Z ~ I . ~
]l~ b ~8
+ + ~ ~
+ + + +
I
I
ill II11 IIII Ill ;till IIII IIJ.Z~,~E,.," . . . .
I
1
Abb. 7. Yergleichende Darstellung der Lebensdauer und Schwere dcr Organcrkrankungen b~i den Tleren ~on (~ornezgrat. Schraffiert ~ Dunkeltiere,. 9~u = :Lunge, M~ ~ Milz, -- = normal, + = schwer erkrankt. hell = Helltiere. z~ = Leber, //# = Lymphknoten. _L = maIlig erkrankt,
~.
~ rbj "
> 9
--x-
-
d e r H 6 h e n l a g e a u f m i t Eoss
l i c h t s e n s i b i l i s i e r t e t u b e r k u I 6 s e l ~ e e r s c h w e i n c h e n usw.
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4,
Beitr~ge zur Klinik der Tubcrkulose.
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Bd, 82.
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